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John & Yoko: Die ganze Geschichte

1985 produzierte der US-Sender NBC den 146-minütigen TV-Film “John & Yoko: A Love Story“. Da John Lennons Witwe Yoko Ono die Rechte-Inhaberin der Songs ihres Mannes war, bemühten sich die Produzenten um ihr Wohlwollen. Angeblich hat sich Regisseur Sandor Stern, der auch das Drehbuch schrieb, insgesamt 24 Stunden mit Yoko Ono unterhalten.

John & Yoko: Die ganze Geschichte
Kim Miyori & Mark McGann

Wohl daher ist der Film recht einseitig ausgefallen und steht bei den Streitigkeiten zwischen John Lennon und den Beatles auf der Seite von John und bei Problemen zwischen John und Yoko ergreift er Partei für Yoko. Das geht so weit, dass John und Yoko recht treffend mit den ebenso sympathischen wie attraktiven Schauspielern Mark McGann und Kim Miyori besetzt wurden, während die willkürlich ausgewählten Darsteller der übrigen Beatles keinerlei Ähnlichkeit mit Paul, George und Ringo haben. Eine besonders krasse Fehlbesetzung ist der spätere Doctor Who Peter Capaldi als George Harrison.

John & Yoko: Die ganze Geschichte
Peter Capaldi als George Harrison

Doch davon abgesehen, denn jede gute Filmbiografie ist parteiisch, gelang eine recht mitreißende Darstellung der Zeit von 1966 bis zu John Lennons Ermordung am 8. Dezember 1980. Beginnend mit den Protesten, die Lennon in den USA auslöste, nachdem er sagte die Beatles seien populärer als Jesus wird recht mitreißend und mit viel Musik von den Höhen und Tiefer der Beziehung zwischen John & Yoko erzählt.

John & Yoko: Die ganze Geschichte

Die DVD von SchröderMedia enthält den 146-minütigen Film in mittelprächtiger Bildqualität, gut synchronisiert sowie in Originalfassung und im korrekten 4:3-Bildformat. Bonusmaterial ist nicht vorhanden.

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Die drei Musketiere

Der Regisseur Richard Lester („Superman III„) brachte es vor allem durch seine Beatles-Filme „A Hard Day’s Night“ und “Help“ zu Weltruhm. Er hatte mit den Fab Four noch große Dinge vor und wollte sie in Verfilmungen von Meisterwerken der Weltliteratur einsetzen. Neben „Der Herr der Ringe“ (George als Gandalf, John als Gollum, Paul als Frodo und Ringo als Sam) war auch eine Verfilmung von „Die drei Musketiere“ geplant.

Die drei Musketiere

Das klappte dann zwar nicht, doch auch ohne die Beatles kann sich Richard Lesters 1973 entstandene Verfilmung von Alexandre Dumas‘ Weltbestseller sehen lassen. Die Besetzung der Hauptrollen ist großartig: Michael York verfügt über die nötige Naivität für die Rolle des D’Artagnan. Nie war ein großartigeres Trio als Oliver Reed, Richard Chamberlain und Frank Finlay in Rolle der Musketiere zu sehen. Raquel Welch ist als die von D’Artagnan angebetete Hofdame Constance sehr sexy aber auch komisch, während Christopher Lee, Faye Dunaway und Charlton Heston fast alle Facetten der Bösartigkeit abdecken.

Die drei Musketiere

Das große Plus dieses Films ist, neben der unsterblichen Geschichte von Dumas, zweifelsohne der Inszenierungsstil von Richard Lester. Dieser wechselt mühelos von satirischer Komödie zu herzergreifender Romanze oder turbulenter Action. Der Film ist bis ins kleinste Detail perfekt ausgestattet und nicht unerwähnt bleiben soll auch der großartige Soundtrack von Michael Legrand. Niemals zuvor (und auch danach nie wieder) wurden die Musketiere besser verfilmt.

Die drei Musketiere

Großteils aus den zuvor nicht verwendeten Szenen bastelte Lester 1974 die (trotz kalauernder deutscher Synchronisation) sehr viel düstere Fortsetzung “Die vier Musketiere – Die Rache der Mylady“ zusammen. Hier geht es sehr viel dramatischer aber auch weniger spaßig zu.

Die drei Musketiere

Eine interessante Fußnote ist schließlich noch der 1989 entstandene Film “Die Rückkehr der Musketiere“, der auf der Grundlage von Alexandre Dumas‘ Roman “20 Jahre danach“ entstand. In der Tat gelang es Richard Lester hier “16 Jahre danach“ einen Großteil der alten Besetzung zusammen zu trommeln. Doch leider ereignete sich bei den Dreharbeiten ein tragischer Unfall. Roy Kinnear, der wieder die Rolle von D’Artagnans Diener vom Pferd fiel, erlag seinen Verletzungen, woraufhin Richard Lester beschloss keine Spielfilme mehr zu drehen.

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Klaus Voorman: birth of an icon – REVOLVER 50

An einem Herbstabend des Jahres 1960 ging der 22-jährige Grafikstudent Klaus Voormann ziellos durch die Straßen Hamburgs. Aus einem Kellerlokal auf der Reeperbahn hörte er “diese Musik, die mein Leben wurde“. Er nahm allen Mut zusammen und betrat die Spelunke (Arne Bellstorf hat diesen Moment sehr gut in seinem Comic “Baby’s in Black“ eingefangen). Im “Kaiserkeller“ erlebte Voormann, wie John sich “seinen Lebensfrust aus dem Leib schrie“, und Paul “wie ein Gummiball“ herumhüpfte.

Klaus Voorman: birth of an icon - REVOLVER 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Klaus Voormann und seinen Freunden gefiel “diese lebensbejahende Energie und Fröhlichkeit“. Sie trafen sich regelmäßig im “Kaiserkeller“. Eines Tages fasste Klaus Voormann Mut und nahm Kontakt zu den Beatles auf. Er ging direkt auf John Lennon zu und zeigte ihm eine Illustration, die er für ein Plattencover zu “Walk Don’t Run“ von den Ventures angefertigt hatte. Lennon befand die Zeichnung als “not bad“, verwies Voormann jedoch an seinen Kumpel Stu Sutcliffe, da dieser “der Kunstheini“ der Band war. Sechs Jahre später sollte es dann John Lennon sein, der sich wegen eines LP-Covers an Voormann wandte.

Klaus Voorman: birth of an icon - Revolver 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Voormann hielt in den nächsten Jahren Kontakt zu den Beatles, was dadurch erleichtert wurde, dass er 1964 nach London zog, wo er sich für eine Weile eine Wohnung mit George und Ringo teilte. Nachdem er als Grafiker gearbeitet hatte, spielte er als Bassist bei Manfred Mann. Auch für Lou Reed, Carly Simon, James Taylor, Harry Nilsson und Solo-Projekte von John, George und Ringo spielte er den Bass. 1966, nachdem er sich eigentlich schon von seiner Tätigkeit als Graphiker verabschiedet hatte, erhielt Klaus Voormann urplötzlich einen Anruf von John Lennon. Dieser fragte ihn ganz direkt: “Hey Klaus, hast Du eine Idee für unser neues Album-Cover?“

Klaus Voorman: birth of an icon - Revolver 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Klaus hatte – nachdem sich die erste Aufregung legte – und schrieb bzw. zeichnete mit seiner Grammy-prämierten Collage auf dem Cover von “Revolver“ ein Stück Rock-Geschichte. Das lag ganz sicher auch daran, dass sich sein schwarzweißes Motiv von den damals vorherrschenden knallbunten psychedelischen Farben abhob.

Klaus Voorman: birth of an icon - Revolver 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Nachdem Voormann bereits 2003 die Entstehungsgeschichte des Covers zu einem als Druck erhältlichen Kurzcomic verarbeitet hatte, folgt zum 50. Jubiläum des legendären Beatles-Albums unter dem Titel “birth of an icon“ eine 32-seitige Comic-Erzählung.

Klaus Voorman: birth of an icon - Revolver 50
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Es dauert lange, bis der in vielen verschiedenen Stilen zeichnende Voormann den richtigen Look für seine Comic-Erzählung gefunden hatte. Eine große Hilfe war der Comiczeichner Thomas von Kummant (“Die Chronik der Unsterblichen“, “Gung Ho“), der vorschlug den Comic im Stile eines Storyboards zu zeichnen. Voormann verwarf daraufhin einige bereits in einem detaillierteren Stil erstellte Seiten und brachte die Geschichte in eher skizzenhaften Bildern zu Papier.

Klaus Voorman: birth of an icon - REVOLVER 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Innerhalb der Erzählung entsteht dadurch ein interessanter Effekt. Voormann erzählt zunächst in eher simpel aufgebauten, aber klaren Bildern erzählt, wie er 1966 in den von Fans umlagerten EMI-Studios in der Abbey Road ankam, auf die Beatles traf und sich auf den Stuhl des Produzenten George Martin setzen durfte, um erstmals die Musik des neuen Albums zu hören. Plötzlich tauchte Voormann “ein in eine surreale Tonwelt“ und befürchtete für einen Moment, dass ihm “jemand LSD in den Kaffee geschmuggelt hatte“. Im Comic stellt Voormann sein damaliges Hörerlebnis  auf einer beeindruckend komponierten, detailreich ausgeführten sich vom Rest der Erzählung abhebenden Doppelseite dar. Sich selbst zeigt er, wie er im Produzenten-Stuhl abhebt und durch eine Traumlandschaft schwebt.

Klaus Voorman: birth of an icon - REVOLVER 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Doch auch den nach der Auftragsvergabe herrschenden, bzw. zunächst ausbleibenden, Schöpfungsprozess schildert Voormann in seinem Comic ebenso spannend wie faktenreich. Nach vielen nicht wirklich guten Ideen fiel ihm morgens beim Kämmen ein, dass “Haare“ ja das Wahrzeichen der Beatles sind. Daher zeichnete er die hauptsächlich aus Haaren bestehenden Köpfe von John, Paul, George und Ringo. Die Illustration garnierte er mit Foto-Elementen, wie den Augen von George oder exklusiven Fotos der Beatles (aber auch von sich selbst).

Klaus Voorman: birth of an icon - Revolver 50
Copyright © by Christina and Klaus Voormann

Als Voormann sein Cover präsentierte waren die Beatles begeistert, doch Voormann musste eine kleine Collage entfernen, die Paul auf dem Klo zeigte, und auch Brian Epstein, mit einem Pisspott auf dem Kopf, schaffte es nicht aufs endgültige Cover. Doch der Comic zeigt, wie diese Collage-Elemente aussahen.

Klaus Voorman: birth of an icon - REVOLVER 50
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Veröffentlicht wird die Graphic Novel als Kernstück eines gebundenen 148-seitigen Buchs im LP-Format, das mit Texten in deutscher und in englischer Sprache erscheint. So gibt es Vorworte von Paul und Ringo, viele thematisch passende Illustrationen, sowie Abdrucke einer Collage im Stile von “Revolver“, die Voormann 1966 mit Twiggy für die englische Ausgabe von Vogue anfertigte.

“birth of an icon – REVOLVER 50“ dürfte allen Freunden der Beatles viel Freude bereiten. Mit 59,- Euro ist das von Christina und Klaus Voormann im Eigenverlag verlegte Buch nicht ganz billig. Doch wer es online auf voormann.com bestellt oder 2017 auf dem Comicfestival München erwirbt, kann es sich von Voorman mit einer persönlichen Widmung signieren lassen.

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John Lennon: Sein Leben nach den Beatles

Bei Boiselle & Ellert erschien bereits die Neuauflage einer “Graphic Novel Biographie“ über die Beatles, die Arthur Ranson in den 80er Jahren zeichnete. Daran knüpft jetzt eine weitere Veröffentlichung des Verlags an. Nach Texten und Seitenlayout-Vorgaben des Verlagschefs Steffen Boiselle erzählt die spanische Zeichnerin Olga Carmona Peral davon, wie das Leben von John Lennon nach seiner Zeit bei den Beatles verlief.

John Lennon: Sein Leben nach den Beatles

Die aus 22 Comicseiten bestehende Erzählung wurde zunächst im Musik-Magazin “Good Times“ veröffentlicht. Für die Buchveröffentlichung wurde das Werk mit zusätzlichen Illustrationen, Textzitaten und einem kleinen Making Of noch etwas angedickt. Genau wie schon bei Ransons Comic-Biographie zu den Beatles gibt es auch hier eine Variant-Cover-Edition. Diese ist auf 180 Exemplare limitiert und enthält neben einem von Boiselle signierten Druck noch einen Kühlschrank-Magneten.

John Lennon: Sein Leben nach den Beatles
Variant-Cover

Inhaltlich kann das Werk durchaus überzeugen. Die Zeichnungen wirken auf den ersten Blick etwas schlicht, bringen den Inhalt aber dennoch gut an den Leser. Interessant ist unter anderen, dass auch davon erzählt wird, wie sich John Lennon und Paul McCartney nach der Trennung der Beatles langsam wieder annäherten. Nachdem ihr Streit “weitgehend beigelegt“ war, freute sich Paul sogar darüber, dass John nach einer längeren Trennung wieder mit Yoko zusammen war und auch noch Vater wurde.

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The Beatles – A Hard Day´s Night

Der erste Spielfilm mit den Beatles entstand 1964 noch ganz kurz vor dem Beginn ihrer Weltkarriere. Angeblich wollte die Filmfirma United Artist gerne auch eine Beatles-Platte veröffentlichen, was dann mit dem zugehörigen Soundtrack-Album geschah.

The Beatles - A Hard Day´s Night

Anstatt wie ansonsten, etwa in den Elvis-Filmen üblich, wurde nicht versucht die Songs und ihre Sänger in eine konventionelle Komödienhandlung zu quetschen. Dem herrlich entspannten und eigentlich gänzlich handlungslosen Film gelingt es tatsächlich, den Kult um die Beatles nachvollziehbar zu machen. Die Jungs schockieren heute natürlich nicht mehr durch ihre Frisuren und durch die weißen Hemden und schwarzen Schlipse schon dreimal nicht. Doch sie haben eine ungezwungene Lockerheit drauf und zeigen es dadurch den Spießern, ohne dabei bösartig zu werden.

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Die Wahl des Regisseurs Richard Lesters war ideal, denn er setzte die Beatles optimal in Szene. Lester und Drehbuchautor Alun Owen versorgten die Fab Four mit eingängigen Charakterzügen und legte ihnen genau die richtigen Sprüche in den Mund.

The Beatles - A Hard Day´s Night
Im recht aufschlussreichen Interview auf der DVD zum Film beteuert Lester aber dennoch, dass er den Beatles sehr viel mehr verdankte (er drehte danach humoristische Meisterwerke wie seine Musketier-Filme und „Superman III„) als diese ihm.

Im recht aufschlussreichen Interview auf der DVD zum Film beteuert Lester aber dennoch, dass er den Beatles sehr viel mehr verdankte (er drehte danach humoristische Meisterwerke wie seine Musketier-Filme und "Superman III") als diese ihm.

Genau wie „Yellow Submarine“ oder “Help!“ kam „A Hard Days Night“ später noch einmal, veredelt mit digitaler Nachbearbeitung in Bild und Ton, in unsere Kinos. Ein nicht unwesentlicher Faktor fehlte jedoch und wird erst auf DVD und Blu-ray nachgeliefert. In den Kinos lief eine untertitelte Fassung, auf der DVD gibt es auch die Möglichkeit zur deutschen Synchronisation zu greifen. Diese kalauert zwar was die Balken biegen (Rainer Brand spricht John Lennon!), doch sie wird ausnahmsweise tatsächlich dem Original gerecht.

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Arne Bellstorf: Baby’s in Black: The Story of Astrid Kirchherr and Stuart Sutcliffe

Wie die junge Fotografin Astrid Kirchherr sich im Hamburg der frühen Sechziger Jahre in den Ur-Beatle Stu Sutcliffe verliebte und diese Romanze tragisch endete, erzählte 1994 bereits Iain Softleys Kinofilm “Backbeat“. Doch der Zeichner und Autor Arne Bellstorf (“Acht, neun, zehn“), der genau wie zuvor Softley persönliche Gespräche mit Kirchherr führte, setzt in seinem Comic “Baby´s in Black“ andere Akzente.

Arne Bellstorf: Baby's in Black: The Story of Astrid Kirchherr and Stuart SutcliffeDie durch Eifersucht gefährdete Freundschaft zwischen John Lennon und Stu Sutcliffe, der sich stärker für Malerei (und Astrid) als für Musik interessierte, spielt bei Bellstorf kaum eine Rolle.

Arne Bellstorf: Baby's in Black: The Story of Astrid Kirchherr and Stuart Sutcliffe

Stattdessen erzählt er sehr plastisch, was es Jugendliche wie Astrid Kirchherr oder Klaus Voormann für Überwindung kostete um die mit zwielichtigen Gestalten bevölkerte Reeperbahn-Spelunke “Kaiserkeller“ aufzusuchen und dort die Beatles zu hören.

Arne Bellstorf: Baby's in Black: The Story of Astrid Kirchherr and Stuart Sutcliffe

Bellstorfs Geschichte wirkt auch dadurch authentisch, dass er zweisprachig erzählt und die Beatles englisch sprechen lässt (im Anhang sind Übersetzungen zu finden). Die Handlung lässt sich manchmal etwas schwer verfolgen, weil sich in den simplen gelegentlich an Mangas erinnernden Zeichnungen die männlichen Figuren oft arg ähneln.

Arne Bellstorf: Baby's in Black: The Story of Astrid Kirchherr and Stuart Sutcliffe

Doch insgesamt gelang Bellstorf eine mitreißende bittersüße Love Story vor dem Hintergrund der langsam zu Stars aufsteigenden Beatles.

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James Bond Soundtracks

1962 war es für den englischen Musical-Komponisten Monty Norman keine besondere Ehre den Soundtrack zu einem James Bond Film zu schreiben, er musste mit dem Angebot geködert werden bei den Dreharbeiten auf Jamaika dabei zu sein. Von dort aus versorgte er „James Bond jagt Dr. No“ mit allerlei flotter Calypso-Musik wie den Song “Under the Mango Tree“, der im Film auch kurz von Sean Connery gesungen wird, für Norman aber nicht als Main-Theme taugte. Hierfür grub er eine seiner alten Musical-Kompositionen aus, die John Barry mit  großem Orchester sehr dynamisch einspielte und die sich gut mit den psychedelischen Vorspann-Spielereien von Maurice Binder zusammenfügte.

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John Barry versorgte einen Großteil der folgenden 007-Filme mit eingängigen Leitmotiven. In „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963) wurde erstmals die sogenannte Pre-Title-Sequence eingeführt, die schon vor dem eigentlichen Vorspann für Spannung sorgte. Der Song “From Russia with Love“ von Lionel Bart war im Vorspann nur in einer von John Barry sehr flott instrumentierten Version und erst sehr viel später gesungen von Matt Monro zu hören.

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Das Konzept einen James-Bond-Titelsong zum werbeträchtigen Hit zu machen, wurde erstmals bei „Goldfinger“ (1964) erfolgreich umgesetzt. John Barrys pompös instrumentierter und von Shirley Bassey mit viel Power interpretierter Titelsong verkaufte sich als Single millionenfach. Daher kam die Sängerin auch bei “Diamantenfieber“ und “Moonraker“ wieder zum Einsatz.

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Die Titelsongs zu den beiden nächsten Bond-Filmen waren weniger erinnerungswürdig. “Thunderball“ wurde von Tom Jones recht gradlinig und ganz ohne dessen lustige Manierismen runtergesungen, sehr viel witziger ist da eine powervolle Coverversion von Adriano Celentano namens “Il mio amico James Bond“. Alternativ wurde für „Feuerball“ (1965) der im Film instrumental eingesetzte Titel “Mr. Kiss Kiss Bang Bang“ von Shirley Bassey und auch von Dionne Warwick eingesungen, was genauso verworfen wurde wie ein von Johnny Cash angebotener Song. Nach „Man lebt nur zweimal“ (1966) hatte Sean Connery genug davon James Bond zu spielen, auch der mittelprächtige von Nancy Sinatra interpretierte Titelsong konnte ihn nicht zurückhalten.

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Sehr viel interessanter geriet die lustige Musik, die Burt Bacharach 1967 zur chaotischen mit David Niven, Peter Sellers und Woody Allen besetzten 007-Parodie „Casino Royale“ beisteuerte. Darunter befindet sich auch das von Dusty Springfield unvergesslich hingehauchte “The Look of Love“. Für die deutsche Synchronfassung wurde davon die grottige Cover-Version “Ein Blick von Dir“ mit Mireille Mathieu aufgenommen.

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Dass sich George Lazenby nicht als offizieller Nachfolger von Sean Connery in der Rolle des James Bond durchsetzten konnte, lag ganz gewiss nicht am Soundtrack von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ (1969). Selbst das im Film nur kurz zu hörende Weihnachtslied “Do you know how Christmas Trees are grown?“ ist so schön, dass es für die deutsche Fassung des Filmes von Katja Epstein als “Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai?“ neu eingesungen wurde. John Barrys im Vorspann verwendetes instrumentales Titelthema hat Drive, und der von Louis Armstrong interpretierte Lovesong “We have all the Time in the World“ ist das wundervollste Musikstück aus einem James Bondfilm ever!

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Für viel Geld kehrte Sean Connery 1971 ein erstes Mal zu seiner verhassten Paraderolle zurück und sorgte auch durch seine lustlose Darstellung dafür, dass “Diamantenfieber“ zum schlechtesten 007-Film wurde. Danach pausierten Sean Connery und John Barry erst einmal, denn Roger Moore betrat die Leinwand. Damit dieser als neuer James Bond nicht andauernd mit Connery verglichen wird, wurde versucht vieles anders zu machen. Der Moore-Bond trank keinen Wodka Martini sondern Bourbon und der Soundtrack zu „Leben und sterben lassen“ (1973) stammte von George Martin, der schon den Song “Goldfinger“ produziert hatte. Dem “fünften Beatle“ Martin gelang es Paul McCartney nicht nur als Komponisten sondern gemeinsam mit seinen Wings auch als Interpreten des Titelsongs zu verpflichten, was etwas Flower Power in einen Film mit rassistischen Untertönen brachte.

0000Bei „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) war wieder einmal John Barry mit an Bord auch als Komponist eines durchschnittlichen Titelsongs, der sich als einzige 007-Eröffnungsnummer nicht in den Charts platzieren konnte. „Der Spion, der mich liebte“ (1977) ist die Quintessenz aller vorherigen Bond-Filme und hat die beste Pre-Title-Sequence der ganzen Reihe: Bond stürzt scheinbar hilflos auf Skiern eine gewaltige Schlucht hinunter und erst im letzten Moment öffnet sich ein mit dem Union Jack bedruckter Fallschirm. Diese Szene geht direkt über in Carly Simons „Nobody does it better“, erstmals bei Bond waren hier Song- und Filmtitel nicht identisch. Genau wie der Titelsong stammte auch der Soundtrack von Marvin Hamlisch, der sich dabei an der Musik der Bee Gees orientierte.

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Danach übernahm wieder John Barry, der James Bond mit seiner Musik zu „Moonraker – Streng geheim“ (1979) in den Weltraum schickte. Für „In tödlicher Mission“ (1981) wurde der “Rocky“-Komponist Bill Conti verpflichtet und Sheena Easton, war als erster Interpret eines 007-Titelsongs auch auf der Leinwand zu sehen.

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John Barry beendete in „Octopussy“ (1983) und „Im Angesicht des Todes“ (1985, mit einem markanten Song von Duran Duran) die 007-Ära von Roger Moore zumindest musikalisch halbwegs würdevoll. Zwischendrin kehrte Sean Connery im “inoffiziellen“ 007-Film „Sag niemals nie“ (1983) als James Bond zurück. Aus rechtlichen Gründen durfte nur die selbe Geschichte wie fast 20 Jahre zuvor in “Feuerball“ erzählt und nicht auf Monty Normans “The James Bond Theme“ zurückgegriffen werden. Der französische Komponist Michel Legrand schrieb einen abwechslungsreichen entspannt jazzigen Soundtrack mit einem mittelprächtigen von Lani Hall (ursprünglich war Bonnie Tyler vorgesehen) interpretierten Titelsong und einem grandiosen “Tango of Death“. Die Komponisten Stephen Forsyth und Jim Ryan hatten einen alternativen Titelsong namens „Never Say Never Again“ komponiert, der von Phyllis Hyman interpretiert aber nicht verwendet wurde.

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John Barry half  mit seinem letzten 007-Soundtrack Timothy Dalton in „Der Hauch des Todes“ (1987) die Nachfolge von Roger Moore anzutreten und schuf eine besonders romantische Filmmusik. Daltons zweiter und letzter Bond-Film stellte einen radikalen Richtungswechsel dar. „Lizenz zum Töten“ musste 1989 mit US-amerikanische Action-Filmen konkurrieren, und daher wurde der “Stirb Langsam“- und “Lethal Weapon“-Komponist Michael Kamen verpflichtet. Den zugehörigen Titelsong interpretierte dann nicht wie zunächst geplant Eric Clapton, sondern Gladys Knight schmetterte ihn in bester Shirley-Bassey-Tradition.

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Erst 1995 startete mit „GoldenEye“ ein neuer Bondfilm und mit Pierce Brosnan ein neuer Bond. Auch bei der Wahl des Komponisten hatten die Produzenten ein glückliches Händchen. Der Franzose Eric Serra (“Im Rausch der Tiefe“) veredelte den Film mit neuen interessanten Klängen und Geräuschen. Leider war er mit der Abmischung seines Soundtracks sehr unzufrieden und sicher auch mit der Tatsache, dass er nicht den von Tina Turner gesungenen Titelsong komponieren durfte. Serra beschloss künftig nur noch exklusiv für seinen Freund Luc Besson zu arbeiten. Womit bei 007 eine neue musikalische Ära begann.

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David Arnold schrieb die Soundtracks zu den Roland Emmerich-Filmen „Star Gate“ und „Independence Day“. Für den 007-Job qualifizierte er sich besonders durch das von ihm produzierte Album „Shaken and Stirred“, auf dem zahlreiche namhafte Musiker wie Iggy Pop, Pulp oder Propellerheads klassische Bond-Titelsongs neu interpretierten. Arnold übernahm auch das Komponieren für die drei folgenden Filme mit Pierce Brosnan: „Der Morgen stirbt nie“ (1997, Titelsong von Sheryl Crow), „Die Welt ist nicht genug„, (1999, Titelsong von Garbage) und „Stirb an einem anderen Tag“ (2002, Titelsong von Madonna).

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Nicht nur durch den neuen Hauptdarsteller Daniel Craig sondern auch inhaltlich wurde danach bei „Casino Royale“ (2006, Titelsong von Chris Cornell) Neuland betreten. David Arnold untermalte die Lehr- und Wanderjahren des Geheimdienstlers ihrer Majestät mit wuchtigen Orchesterklängen. Thematisch passend setzt er das markante James Bond Theme erst am Ende des Films ein, als Craigs Bond-Werdung fast vollzogen war. Auch die sehr direkte Fortsetzung „Ein Quantum Trost“ (2008, Titelsong von Jack White und Alicia Keys) betreute David Arnold musikalisch.

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Genau wie schon beim von Danny Boyle inszenierten Londoner Olympia-Eröffnungsfilm „Happy and Glorious“, in dem Daniel Craig zusammen mit der Queen auftrat (hier komponierte Rick Smith), war David Arnold beim nächsten James Bond Film „Skyfall“ nicht mehr dabei. Der Regisseur Sam Mendes brachte seinen Hauskomponisten Thomas Newman mit, und der im klassischen Stil gehaltene Titelsong stammte von Adele.

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Zum selben Zeitpunkt erschien zum 50. Jubiläum der Kino-Reihe die Compilation „Best Of Bond… James Bond“, die erstmals alle Titelsongs der ersten 22 offiziellen 007-Filme enthielt. Es gibt diese Zusammenstellung auch als Doppel-CD mit allerlei interessanten Bonus-Tracks wie “Do you know how Christmas Trees are grown?“ oder “Mr. Kiss Kiss Bang Bang“ gesungen von Shirley Bassey.

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Zum neusten James Bond Film “Spectre“ schrieb Sam Smith den nur bedingt mitreißenden Titelsong “Writing’s on the Wall“. Da Smith das Lied auch persönlich singt, ist er – nach Matt Munro und Tom Jones, die Anno 1963 und 1965 die Titelsongs “From Russia with Love“ und “Thunderball“ schmetterten – erst der dritte männliche Solo-Interpret, der während eines 007-Vorspanns zu hören ist.

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Der Soundtrack zu “Spectre“ stammt wieder von Thomas Newman. Im Zeitalter von iTunes, Spotify und YouTube ist es nicht mehr zu verstehen, dass die für teures Geld angebotene CD mit Newmans “Spectre“-Soundtrack nur eine instrumentale Version von Sam Smiths bereits einen Monat zuvor im Internet veröffentlichten Song enthält.

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James Bond: Goldfinger

“Die winzige Eichel des Zufalls war zu einer mächtigen Eiche herangewachsen, deren Äste den Himmel verdunkelten. Wieder einmal war er unterwegs, um dies schreckliche Gewächs niederzumachen. Und womit? Einer Tasche voller Golfschläger?“ Diese durchaus poetischen Gedanken hat James Bond als er unterwegs ist, um eine Partie Golf mit seinem wohl mächtigsten Gegner zu spielen.

James Bond: Goldfinger

Bond hatte Auric Goldfinger zuvor bereits zufällig in Miami getroffen und verhindert, dass dieser reiche Gold-Ansammler mit raffinierten Tricks beim Kartenspiel betrügt. Die Golfpartie trat er jedoch in seiner Eigenschaft als britischer Geheimagent an. Zu einer dritten lebensgefährlichen Begegnung kam es dann in der Schweiz. Nun war Goldfinger äußerst misstrauisch, denn ein Sprichwort in Chicago lautet: “Ein Mal ist Zufall, zweimal ist Fügung und beim dritten Mal ist es Feindeinwirkung.“

Goldfinger
Erstausgabe von 1959

Prompt befindet sich 007 gefesselt auf einem Tisch und eine Kreissäge bewegt sich langsam aber sicher auf seinen Schritt zu. Als der Roman 1964 – also fünf Jahre nach seiner Veröffentlichung – verfilmt wurde, verwandelte das Drehbuch die Kreissäge in eine Laser-Kanone und garnierte Ian Flemings Roman-Prosa noch um einen mittlerweile legendären Dialog. James Bond: „Erwarten Sie von mir, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben.“

James Bond: Goldfinger

Doch insgesamt bleibt das Drehbuch dem Roman gegenüber recht werkgetreu. Was auch sehr vernünftig ist, denn Flemings Geschichte, in deren Finale der größenwahnsinnige Goldfinger versucht das streng bewachte US-Gold-Depot Ford Knox auszurauben, liest sich auch heute noch sehr spannend und die Verfilmung wurde zum Prototyp der folgenden 007-Filme. Mit von der Partie ist eine gewisse Pussy Galore, die sich im Buch sehr viel ungenierter als im Film als Lesbe outet und eine Frauen-Gang anführt.

James Bond: Goldfinger

Ian Fleming hat zum Thema Homosexualität ein paar seltsame Gedanken in seinen ansonsten mit viel Geschmack und scharfer Beobachtungsgabe verfassten Roman geschmuggelt: James Bond “kannte diesen Typ gut und war der Meinung, dass sie und ihre männlichen Gegenstücke eine direkte Folge des Frauenwahlrechts und der Geschlechtergleichheit waren. Als Konsequenz von fünfzig Jahren Emanzipation starben weibliche Qualitäten langsam aus oder übertrugen sich auf die Männer.“

Für die schön aufgemachte neue deutsche 007-Edition spricht auch, dass bei der Neuübersetzung etwas zweifelhafte Textstellen nicht einfach glattgebügelt wurden. Der Kinofilm “Goldfinger“ schraubt den Lesben-Faktor bei Pussy Galore und ihrer Piloten-Gang etwas zurück, geizt aber ansonsten auch nicht mit männlichem Chauvinismus. So gibt Sean Connery als 007 zum Beispiel diese Weisheit von sich: “Man trinkt nie einen 53er Dom Pérignon, der eine Temperatur von über 8 Grad hat, das wäre genauso, als wenn man den Beatles ohne Ohrenschützer zuhören würde.“

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Christopher: Love Song

Die vierteilige Comic-Serie „Love Song“ des 1969 in England geborenen Christopher Longé hat ein sehr interessantes Konzept, denn jedes Album ist einer anderen britischen Band gewidmet. Nach den Beatles, den Stones und den Kinks sind jetzt zum Abschluss The Who an der Reihe. Die Kapitel-Überschriften im Comic sind zugleich auch die Titel bekannter Songs der jeweiligen Band. Die Titelbilder sind Variationen bekannter LP-Cover, diesmal handelt es sich um ein Hommage an „My Generation“ von The Who und erstmals absolviert mit Pete Townsend auch ein prominenter Musiker einen Gastauftritt im Comic.

Christopher: Love Song

Doch es wechselt nicht nur die Band der im jeweiligen Comicalbum Tribut gezollt wird sondern auch die Erzählperspektive. Jeweils eins der in die Jahre gekommenen Mitglieder der Amateurband Sleeping Watermelons steht im Zentrum der Geschichte. Nachdem im ersten Comic-Album der frisch verheiratete Angestellte Manu als Erzähler fungierte, folgten danach der unkontrollierte Polizist Sam und der ebenso melancholische wie schwergewichtige Bestatter Boulette. Im Finale geht es um den Anästhesisten Greg. Dieser fungiert bei den Watermelons als Sänger. Greg träumt schon davon, großen Erfolg zu haben und von den Massenmedien interviewt zu werden. Es sieht diesmal gar nicht so schlecht für die Band aus, denn im Nachrückverfahren gewinnen die Watermelons doch noch einen Band-Wettbewerb und dürfen als Vorgruppe bei einem Blur-Konzert auftreten.

Christopher: Love Song

Doch Greg hat neben der Musik noch eine andere Leidenschaft und diese stellt den Zusammenhalt der Band auf eine harte Probe. Vorsicht Spoiler: Greg fühlt sich sehr stark zu seiner Schwester Emily hingezogen, die mit seinem Freund Manu verheiratet ist. Dies sorgt noch für allerlei Verwicklungen, die diesmal noch stärker als in den vorherigen Alben im Zusammenhang mit der goldenen Zeit des Brit Pops stehen. Die Songs und das von Bands wie The Who vermittelte Lebensgefühl sind beim großen Finale der Serie deutlich mehr als nur Soundtrack. Die vier Konzept-Alben von Christopher formieren sich zu einer Comic-Erzählung, die immer wieder überrascht und durch ihre Vielschichtigkeit einzigartig ist.

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Yellow Submarine

In den USA entstand zum Höhepunkt der Beatlemania bereits eine Zeichentrickserie, von der John, Paul, George und Ringo jedoch nicht allzu viel hielten. Dementsprechend gering war zunächst auch ihr Interesse, als ein abendfüllender Zeichentrickfilm fürs Kino entstehen sollte. Doch als sie die Entwürfe des deutschen Graphikers Heinz Edelmann zu Gesicht bekamen, waren sie so beeindruckt, dass sie sich doch noch ins Studio begaben um eine kurze Realfilm-Sequenz zu drehen, die am Ende des Filmes zu sehen ist.

Yellow Submarine

Ansonsten entstand die Geschichte um Sergeant Pepper und das gelbe U-Boot ganz ohne direkte Beteiligung der Fab Four. Nicht einmal die Dialoge wurden von Ihnen gesprochen, sondern von Stimm-Doubles. Doch der Film bzw. der deutsche Illustrator Heinz Edelmann fand für die Welten, die beim Hören der Beatles-Songs entstehen, mehr als beeindruckende Bilder und das bereits ein Jahrzehnt vor der Erfindung des Videoclips!

Yellow Submarine

Die Blu-ray-Veröffentlichung präsentiert den Zeichentrick-Klassiker in bester Bildqualität sowie mit allen Extras der alten DVD-Veröffentlichung und netten Beigaben wie vier postkarten-großen Folien mit den Zeichentrick-Beatles.

Yellow Submarine

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar vom Animation Director John Coates und vom Art Director Heinz Edelmann, ohne deutsche Unterttitel, „The Mod-Odyssey“, eine Dokumentation von 1968 über die Entstehung des Filmes (7:40 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, englischsprachiger Kinotrailer (3:45 min),  eine bisher im Kino nicht gezeigte Sequenz zum Lied „Hey Bulldog“, die jetzt im Film enthalten ist: „Sea of Monsters“, Entwurfsskizzen und fertige Animation werden gegenüberstellt (4:31 min), Battle of the Monsters“ und „Pepperland“, ingesamt knapp 200 Storyboard-Entwürfe zu zwei Sequenzen, die nicht im fertigen Film verwendet wurden: 30 „Hinter-den-Kulissen“-Fotos, Interviews mit Co-Drehbuchautor Erich Segal, drei Animatoren (Jack Stokes, Millicent McMillan, David Livesey) und mit zwei der damaligen Sprechern der Beatles-Zeichentrickfiguren (Paul Angelis und John Clive), insgesamt 11 Minuten, 16-seitiges englischsprachiges Booklet u. a. mit einem Text von John Lasseter von Pixar, Bogen mit Aufklebern, 4 Folien mit den Zeichentrick-Beatles

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