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Die Känguru-Comics

Zuerst als Podcast und dann in Buchform beschreibt Marc-Uwe Kling seit 2008 sein nicht unkompliziertes Zusammenleben mit einem aus Ostdeutschland stammenden Känguru, das einfach in seine Wohnung eingezogen ist. Kling schildert seine Erlebnisse mit dem Beuteltier in kurzen, pointierten, in sich abgeschlossenen Kapiteln und seine vier Känguru-Bücher erreichten Millionenauflagen.

Die Känguru-Comics

Da konnte eine Verfilmung natürlich nicht ausbleiben und mit Die Känguru-Verschwörung steht im August bereits eine Fortsetzung an. Seit dem 29. November 2020 gibt es zudem noch Die Känguru-Comics. Diese erscheinen werktäglich online auf Zeit Online und es handelt sich dabei um Material, das Marc-Uwe Kling eigens für die Comic-Serie geschrieben hat.

Die Känguru-Chroniken

Die im allerfeinsten Funnystil realisierten Zeichnungen stammen von Bernd Kissel (Freistaat Flaschenhals). Angelehnt an US-Strips erscheinen unter der Woche ein schwarzweißer meist aus vier Panels bestehender Strip und am Samstag eine etwas längere farbige Comicgeschichte.

Die Känguru-Chroniken

Auslöser für die Entstehung des Comics war die Pandemie, durch die Kling keine Auftrittsmöglichkeiten mehr hatte und “sich etwas anderes suchen musste, um die Zeit totzuschlagen“. Auch daher beschäftigen sich die Känguru-Comics – ähnlich wie Volker Reiches in der FAZ veröffentlichte Serie Strizz – mit der aktuellen Nachrichtenlage. Daher hatte der Lockdown unmittelbare Auswirkungen darauf, was im Comic passierte. So sagt etwa das Känguru rect treffend zu Marc-Uwe: „Es wird Zeit, dass wir wieder unter andere Leute kommen.“

Die Känguru-Comics

Doch auch andere Ereignisse inspirierten Kling. So gibt es einem “Strip im Strip“ namens Elon & Jeff on Mars, der von zwei Milliardären handelt, die sich auf einem unbewohnten Planeten gehörig auf den Keks gehen. Zu allem Überfluß bekommt das Duo auch noch Besuch von William Shatner.

Die Känguru-Comics

Mittlerweile ist bei Carlsen das erste Album zur Serie erschienen. Der querformatige Hardcoverband enthält alle Känguru-Comics die 2020 und 2021 (im Juli gab es eine Sommerpause) erschienen sind. Zusätzlich gibt es noch ebenso aufschlussreiches wie amüsantes Bonusmaterial, enthalten sind etwa die ersten Skizzen, die dem Känguru gar nicht gefallen haben…

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Die Känguru-Chroniken

Seit 2008 beschrieb Marc-Uwe Kling zuerst als Podcast und dann in Buchform sein problematisches Zusammenleben mit einem aus Ostdeutschland stammenden Känguru, das einfach in seine Wohnung gezogen ist. Kling schildert seine Erlebnisse mit dem Beuteltier in kurzen, pointierten, in sich abgeschlossenen Kapiteln und seine Känguru-Chroniken-Bücher erreichen Millionenauflagen.

Die Känguru-Chroniken

Da konnte eine Verfilmung natürlich nicht ausbleiben. Als Regisseur fungierte Dani Levy, der durchaus ein Händchen hat für schräge Komödien wie Alles auf Zucker! oder Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler mit Helge Schneider, der als Fitness-Trainer auch kurz in den Känguru-Chroniken zu sehen ist.

Die Känguru-Chroniken

Das Drehbuch schrieb Marc-Uwe Kling selbst, der dabei nicht immer erfolgreich versuchte, seine Kurzgeschichten in eine durchgehende Geschichte zu verwandeln, die Position bezieht gegen Rechtsextremisten und Mietspekulanten. Sehr viel besser gelungen ist hingegen die Computer-Animation des Kängurus durch die deutsche Spezialeffekt-Firma Trixter, die auch am Marvel Cinematic Universe mitwerkelt.

Die Känguru-Chroniken

Das Zusammenspiel zwischen Dimitrij Schaad als Marc-Uwe Kling und dem von Marc-Uwe Kling gesprochenen Trick-Känguru funktioniert. Ziemlich köstlich sind auch die die alles andere als gut verstecken Anspielungen auf die Kinofilme von Bud Spencer und Terence Hill! Mit Die Känguru-Verschwörung steht im August bereits eine Fortsetzung an und seit dem 29. November gibt es wochentäglich auf Zeit Online Die Känguru-Comics.

Die Känguru-Chroniken

Die Blu-ray von Warner Home Video enthält neben dem 92-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Audiokommentar von Hauptdarsteller Dimitrij Schaad gemeinsam mit Marc-Uwe Kling als Marc-Uwe Kling und Marc-Uwe Kling als Känguru; Interview mit Regisseur Dany Levy (7:16 min), Making-of (1:51 min), Känguru interviewt Marc-Uwe (3:01 min, sehr lustig!), Bombiges Marketing (2:38 min), Frühsport mit Johnny Helge (5:11), Eine Einstellung in 3D (2:28 min, wobei der mit einer rotgrünen Brille zu guckende plastische Moment nur wenige Sekunden lang ist) und Trailer (1:52 min) sowie Easteregg.

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Franz Gerg: Max & Luzie

1982 bei einer Autofahrt durch München hörte Friedrich Niendieck im Radio den Slogan “Hoffentlich Allianz versichert!“ Der Verleger stoppte an der nächsten öffentlichen Telefonzelle und rief den Werbeleiter der Allianz an. Niendieck hatte mit einem kleinen Team vor zwei Jahren das Konzept für einen Comic entwickelt, der Kinder für Geschichte begeistern konnte, doch es konnte noch kein Interesseent für Max & Luzie gefunden werden.

Franz Gerg: Max und Luzie

Das änderte sich schnell, denn im Februar 1983 erschien das erste Heft, in dem die Kinder Max und Luzie zusammen mit dem kauzigen Kieks ins alte Ägypten reisten. Die Auflage betrug 250.000 Exemplare und die Hefte gingen an Allianz-Versicherungsvertreter, die diese zur Kundenbindung einsetzten. Max & Luzie wurde zu einem Erfolg und das 16-seitige Comicheft erreichte 1994 mit einer Auflage von einer halben Million eine Marke, die nur noch von Asterix getoppt wurde.

Franz Gerg: Max und Luzie

Bis 2002 erschienen 74 Hefte mit den Zeitreise-Abenteuern von Max und Luzie. Hauptverantwortlich war Franz Gerg, der 1961 in Bad Tölz geboren wurde, studierte drei Jahre an der Berufsfachschule für Grafik und Werbung in München und begann dann als Werbegrafiker zu arbeiten. Ab 2004 gehört Gerg zum Künstlerteam des Sparkassen-Werbecomics KNAX und zeichnete außerdem bis 2007 den Comic Eddie Erdmann für die Kinderzeitschrift Eddie des Fertighausbauers SchwörerHaus.

Franz Gerg: Max und Luzie

Obwohl Gerg zweifelsohne einer der besten Comic-Zeichner Deutschlands ist, blieb er bisher weitestgehend unbekannt, da er fast ausschließlich Werbe-Comics zeichnet, diese jedoch auf einem international konkurrenzfähigen Niveau. Mit dem voluminösen Buch Max & Luzie – Ein Comic macht Geschichte erhält Gerg endlich die Würdigung, die er schon lange verdient hat.

Franz Gerg: Max und Luzie

Das 250-seitige Buch enthält zahlreiche Beispiele von Gergs Zeichenkunst und auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Werbe-Comics. Herausgeber Siegmund Riedel konnte aber auch 48 Comic-Künstler dazu bewegen Hommagen zu Max & Luzie zu zeichnen. Vertreten sind u. a. Werke von Willi Blöß (Künstler-Biografien), Ulf S. Graupner (Das UPGrade), Eric Heuvel (Die Suche), Bernd Kissel (Freistaat Flaschenhals), Alfred Neuwald (Karl der Kleine) und Andreas Pasda (Mosaik), die sich alle vor der Virtuosität von Frank Gerg verbeugen.

Das Buch kann hier bestellt werden: info@comicboerse.info

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