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Die Känguru-Chroniken

Seit 2008 beschrieb Marc-Uwe Kling zuerst als Podcast und dann in Buchform sein problematisches Zusammenleben mit einem aus Ostdeutschland stammenden Känguru, das einfach in seine Wohnung gezogen ist. Kling schildert seine Erlebnisse mit dem Beuteltier in kurzen, pointierten, in sich abgeschlossenen Kapiteln und seine Känguru-Chroniken-Bücher erreichen Millionenauflagen.

Die Känguru-Chroniken

Da konnte eine Verfilmung natürlich nicht ausbleiben. Als Regisseur fungierte Dani Levy, der durchaus ein Händchen hat für schräge Komödien wie Alles auf Zucker! oder Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler mit Helge Schneider, der als Fitness-Trainer auch kurz in den Känguru-Chroniken zu sehen ist.

Die Känguru-Chroniken

Das Drehbuch schrieb Marc-Uwe Kling selbst, der dabei nicht immer erfolgreich versuchte, seine Kurzgeschichten in eine durchgehende Geschichte zu verwandeln, die Position bezieht gegen Rechtsextremisten und Mietspekulanten. Sehr viel besser gelungen ist hingegen die Computer-Animation des Kängurus durch die deutsche Spezialeffekt-Firma Trixter, die auch am Marvel Cinematic Universe mitwerkelt.

Die Känguru-Chroniken

Das Zusammenspiel zwischen Dimitrij Schaad als Marc-Uwe Kling und dem von Marc-Uwe Kling gesprochenen Trick-Känguru funktioniert. Ziemlich köstlich sind auch die die alles andere als gut verstecken Anspielungen auf die Kinofilme von Bud Spencer und Terence Hill!

Die Känguru-Chroniken

Die Blu-ray von Warner Home Video enthält neben dem 92-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Audiokommentar von Hauptdarsteller Dimitrij Schaad gemeinsam mit Marc-Uwe Kling als Marc-Uwe Kling und Marc-Uwe Kling als Känguru; Interview mit Regisseur Dany Levy (7:16 min), Making-of (1:51 min), Känguru interviewt Marc-Uwe (3:01 min, sehr lustig!), Bombiges Marketing (2:38 min), Frühsport mit Johnny Helge (5:11), Eine Einstellung in 3D (2:28 min, wobei der mit einer rotgrünen Brille zu guckende plastische Moment nur wenige Sekunden lang ist) und Trailer (1:52 min) sowie Easteregg.

Die Känguru-Chroniken

Seit dem 29. November gibt es wochentäglich auch noch Die Känguru-Comics. Diese werden ebenfalls von Uwe Kling geschrieben und von Bernd Kissel (Freistaat Flaschenhals) gezeichnet.

Die Känguru-Chroniken

Angelehnt an US-Serien gibt es auf Zeit Online jeden Samstag sogar eine umfangreichere farbige Comicgeschichte. Im März erscheint das erste Album bei Carlsen.

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Franz Gerg: Max & Luzie

1982 bei einer Autofahrt durch München hörte Friedrich Niendieck im Radio den Slogan “Hoffentlich Allianz versichert!“ Der Verleger stoppte an der nächsten öffentlichen Telefonzelle und rief den Werbeleiter der Allianz an. Niendieck hatte mit einem kleinen Team vor zwei Jahren das Konzept für einen Comic entwickelt, der Kinder für Geschichte begeistern konnte, doch es konnte noch kein Interesseent für Max & Luzie gefunden werden.

Franz Gerg: Max und Luzie

Das änderte sich schnell, denn im Februar 1983 erschien das erste Heft, in dem die Kinder Max und Luzie zusammen mit dem kauzigen Kieks ins alte Ägypten reisten. Die Auflage betrug 250.000 Exemplare und die Hefte gingen an Allianz-Versicherungsvertreter, die diese zur Kundenbindung einsetzten. Max & Luzie wurde zu einem Erfolg und das 16-seitige Comicheft erreichte 1994 mit einer Auflage von einer halben Million eine Marke, die nur noch von Asterix getoppt wurde.

Franz Gerg: Max und Luzie

Bis 2002 erschienen 74 Hefte mit den Zeitreise-Abenteuern von Max und Luzie. Hauptverantwortlich war Franz Gerg, der 1961 in Bad Tölz geboren wurde, studierte drei Jahre an der Berufsfachschule für Grafik und Werbung in München und begann dann als Werbegrafiker zu arbeiten. Ab 2004 gehört Gerg zum Künstlerteam des Sparkassen-Werbecomics KNAX und zeichnete außerdem bis 2007 den Comic Eddie Erdmann für die Kinderzeitschrift Eddie des Fertighausbauers SchwörerHaus.

Franz Gerg: Max und Luzie

Obwohl Gerg zweifelsohne einer der besten Comic-Zeichner Deutschlands ist, blieb er bisher weitestgehend unbekannt, da er fast ausschließlich Werbe-Comics zeichnet, diese jedoch auf einem international konkurrenzfähigen Niveau. Mit dem voluminösen Buch Max & Luzie – Ein Comic macht Geschichte erhält Gerg endlich die Würdigung, die er schon lange verdient hat.

Franz Gerg: Max und Luzie

Das 250-seitige Buch enthält zahlreiche Beispiele von Gergs Zeichenkunst und auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Werbe-Comics. Herausgeber Siegmund Riedel konnte aber auch 48 Comic-Künstler dazu bewegen Hommagen zu Max & Luzie zu zeichnen. Vertreten sind u. a. Werke von Willi Blöß (Künstler-Biografien), Ulf S. Graupner (Das UPGrade), Eric Heuvel (Die Suche), Bernd Kissel (Freistaat Flaschenhals), Alfred Neuwald (Karl der Kleine) und Andreas Pasda (Mosaik), die sich alle vor der Virtuosität von Frank Gerg verbeugen.

Das Buch kann hier bestellt werden: info@comicboerse.info

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