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Manu Larcenet: Blast

In der köstlichen Serie Die Rückkehr aufs Land macht sich Asterix-Autor Jean-Yves Ferri über einen in die Provinz gezogenen Kollegen lustig. Der vom Spott betroffene Comic-Künstler Manu Larcenet setzt die Karikatur seines eigenen Lebens selbst in Szene. Manchmal geht es dabei auch um den Comic Plast, der dem Verlag Dargaud zu finster ist.

Manu Larcenet: Blast

Das ist Grund genug sich das veralberte Werk einmal zu Gemüte zu führen, das in Wirklichkeit Blast heißt und aus vier dicken Bänden besteht, die Larcenet von 2009 bis 2014 im Alleingang realisierte. Einmal mehr erweist sich der Zeichner als Chamäleon, der diesmal keine Knollennasenmännchen wie in Die Rückkehr auf Land oder Der alltägliche Kampf auftreten lässt und auch nicht, wie in Brodecks Bericht, in einem an alte Holschnitte erinnernden Stil arbeitete.

Manu Larcenet: Blast

Blast besteht großteils aus finsteren Bildern voller Grautöne. Nur sehr gelegentlich setzt Larcenet Farben ein. Meistens dann, wenn seine Hauptfigur, der stark übergewichtige Autor Polza Manzini, einen kurzen Moment der Erleuchtung hat, den er als “Blast“ bezeichnet. Um nach diesem ihn erfüllenden Ereignis zu suchen, beendet Polza seine bürgerliche Existenz und bricht zu einer Odyssee auf…

Manu Larcenet: Blast

Als Rahmenhandlung fungiert ein Polizeiverhör, denn Polza hat höchstwahrscheinlich einige Straftaten begangen. Sehr freimütig und möglicherweise ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Ereignisse schildert der hochintelligente Polza den Ermittlern sein gefährliches aber auch schillerndes Leben am Rande der Kriminalität, auf der Straße und in der freien Natur. Das ist ganz schön harter Stoff voller Gewalt aber auch Zärtlichkeit und bei aller Fantastik (leider) doch von dieser Welt.

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Manu Larcenet: Der alltägliche Kampf

Zwischen 2003 und 2008 ließ Manu Larcenet (Brodecks Bericht, Blast) seine Hauptfigur Marco in vier Alben antreten zum alltäglichen Kampf. Diese liegen jetzt gebündelt im etwas kleineren “Graphic Novel-Format“ vor und das ist gut so! Geballt liest sich die Geschichte wie ein epischer Roman, der zwischen heiteren Episoden und bittersten Ernst wechselt, persönliche Erlebnisse verarbeitet und auch Kommentare zur politischen Lage Frankreichs abgibt. So werden z. B. die unerwarteten Wahlerfolge von Le Pen oder auch Sarkozy thematisiert.

Manu Larcenet: Der Alltägliche Kampf

Neben seinen herrlich unberechenbaren Gaga-Comics Die wundersamen Abenteuer des Sigmund Freud und Die Legende von Robin Hood fasziniert besonders die von Manu Larcenet gemeinsam mit dem neuen Asterix-Texter Jean-Yves Ferri realisierte Serie Die Rückkehr aufs Land. Auch hier geht es um Probleme innerhalb einer Partnerschaft und um die Schwierigkeit sich in ländlicher Umgebung zu behaupten. Doch Larcenet und Ferri sind eher an (wirklich!) lustigen Situationen als der Gesamtstory interessiert und daran die Hauptfigur den Comiczeichner Manu (!) zum Trottel zu machen.

Manu Larcenet: Der Alltägliche Kampf

Auch Larcenets Marco in Der alltägliche Kampf versucht Erfolg und künstlerische Selbstverwirklichung in seinem Beruf zu finden, sowie mit den Eigenarten der Landbevölkerung, seinen Selbstzweifeln und dem Kinderwunsch seiner Freundin klarzukommen. Der Fotograf gewinnt dabei zwar nur selten, scheitert aber auch nicht völlig und versucht zugleich ein guter Mensch mit sozialem Gewissen zu sein.

Manu Larcenet: Der Alltägliche Kampf

Larcenet gelingt es dabei nahtlos zwischen sehr heiteren Momenten und ganz schön tragischen Szenen – etwa wenn Marcos an Altzheimer erkrankter Vater Selbstmord begeht – zu wechseln. Wenn alle vier Bände im Stück gelesen werden, wird klar, dass es Larcenet nicht nur darum geht den Leser zu unterhalten, sondern er auch zeigen will, dass Der alltägliche Kampf zwar nur selten gewonnen werden kann, aber er dennoch geführt werden muss.

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