Schlagwort-Archive: Bob Kane

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Der Joker hatte seinen ersten Auftritt im Frühjahr 1940 in US-Batman #1. Geschaffen wurde er wohl von Bill Finger und Jerry Robinson. Die genaue Urheberschaft ist jedoch nicht geklärt, manche nennen auch noch Bob Kane. Der Joker ist der schlimmste Widersacher Batmans. Sein Bekanntheitsgrad auch abseits der Comics ist groß, nicht zuletzt durch die Oscars, die Heath Ledger und Joaquin Phoenix für die jeweilige Interpretation dieser Figur erhielten.

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Im Fachmagazin Wizard antwortet der Batman-Autor Dennis O’Neil 1998 auf die Frage  warum der Joker keinen ‘richtigen Namen’ habe: “Es ist symbolisch zu sehen. Der Joker repräsentiert das Chaos und eine extreme Form von Irrsinn, die das Menschliche übersteigt. Wir denken, seine Erscheinung als Joker ist stärker, wenn er keine andere Identität hat. Wir haben ihm niemals einen Namen gegeben, und dieses wird auch in Zukunft so bleiben.“

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

In Travis Langleys Buch Batman and Psychology: A Dark and Stormy Knight wird Jerry Robinson folgendermaßen zitiert: “Ich hatte nie die Absicht, einen Grund für sein Erscheinen zu nennen. Wir haben darüber diskutiert und Bill [Finger] und ich wollten es damals nie ändern. Ich dachte – und er stimmte mir zu -, dass es etwas von dem wesentlichen Rätsel wegnimmt.“

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Aber dieses Geheimnis auszuhalten sind viele Autoren und Leser müde geworden und immer mehr Origins für den Joker werden erdacht. Zu groß ist die Verführung, es zu schaffen, eine ultimative Entstehungsgeschichte für ihn zu erfinden.

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Unter DCs Imprint Black Label erscheint ein neuer Versuch. Autorin ist Kami Garcia, die zusammen mit Margaret Stohl die erfolgreichen Fantasy-Romane Beautiful Creatures schrieb. Im Mittelpunkt ihres Joker/Harley-Comics steht die junge Profilerin und Psychiaterin Harley Quinn (die sich diesmal schon vor ihrer Romanze mit dem Joker nicht mehr Harleen Quinzel nennt).

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Sie unterstützt die Polizei bei der Suche nach einem Serienmörder, der seine Opfer als Kunstinstallationen missbraucht. Sie ist hochbegabt und hat ihren Hochschulabschluss bereits mit vierzehn Jahren gemacht. Vor fünf Jahren wurde ihre Freundin und Mitbewohnerin in der gemeinsamen Wohnung ermordet – alles deutet auf den Joker hin.

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

Durch die vielen Rückblenden ist immer mehr über die Kindheit von Harley zu erfahren, von ihrer tyrannischen Mutter und ihrem kleinen Bruder hat. Parallel dazu wird von John Kelly erzählt, einem anderen Kind, das seine Mutter verloren hat. Deren Auto kam bei einer Verfolgungsjagd zwischen Batman und flüchtenden Verbrechern von der Straße ab, fiel in einen Fluss und die Mutter ertrank.

Joker/Harley: Psychogramm des Grauens

War bei dem Black-Label-Dreiteiler Harleen doch sehr schnell absehbar, wo die Geschichte endet – Harley Quinn verfällt dem Joker – so ist hier noch nicht erkennbar, wie die Geschichte in den weiteren zwei Bänden (also sechs US-Heften) sich entwickeln könnte. Die Zeichnungen von Mico Suayan, Mike Mayhew und Jason Badower sind überaus gelungen: Handlungen, die in der Gegenwart spielen, sind in schwarz-weiß, die Rückblenden sind farbig, manchmal fast schon (zu) fotorealistisch. Daher ist es erfreulich, dass Panini die Reihe im Hardcover-Großformat veröffentlicht. Insgesamt ein gelungener und frischer Ansatz.

Norbert Elbers

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Batman & Bill

Im Gegensatz zu Jerry Siegel und Joe Shuster, die erst im Windschatten des Kinoblockbusters Superman kurz vor ihrem Tod als die Erfinder der DC-Ikone anerkannt wurden, bestand nie ein Zweifel daran, dass es der Zeichner Bob Kane war, der Batman kreiert hat.

Batman & Bill

Unerwähnt blieb dabei der Autor Bill Finger, der sich das Design des Fledermaus-Kostüms, die tragische Vorgeschichte mit der Ermordung von Bruce Waynes Eltern, Schurken wie den Joker, die Stadt Gotham City und den griffigen Beinamen “The Dark Knight“ ausdachte. Doch nur ein einziges Mal – 1966 im Vorspann der von ihm geschriebenen Doppelfolge The Clock King’s Crazy Crimes der TV-Serie Batman mit Adam West – wurde Bill Fingers Name im Zusammenhang mit seiner Schöpfung genannt.

Batman & Bill

In seinem Buch Bill the Boy Wonder ließ der Autor Marc Tyler Nobleman den Zeichner Ty Templeton (Jupiter’s Legacy) auf knapp 40 meist nur aus jeweils einer Zeichnung bestehenden Comicseiten, die traurige Geschichte des verkannten Comic-Genies Fingers in Szene setzen. Nobleman nahm für sich in Anspruch, dass dies schmale Büchlein “in large parts“ dafür gesorgt hat, dass der 1974 verstorbene Bill Finger ab 2015 gleichberechtigt neben Bob Kane als Batman-Schöpfer genannt wird.

Batman & Bill

Nobleman steht auch im Zentrum des Dokumentarfilms Batman & Bill. Eine der Schlüsselszenen zeigt den Autor, der sich im KinoBatman v Superman: Dawn of Justice anschaut und schwer gerührt ist, als er im Vorspann Bill Fingers Namen liest. Doch abgesehen von einigen etwas arg tränendrüsig nachgestellten Szenen, ist diese interessante Doku, in der Comic-Giganten wie Roy Thomas, Kevin Smith (Jay und Silent Bob, Clerks) oder Todd McFarlane (Spawn) zu Wort kommen und für die Ty Templetons Zeichnung animiert wurden, eine angemessene Würdigung von Bill Finger.

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Batman: Haunted Gotham

Gotham City ist eine verfluchte Stadt: Von Dämonen und Geistern, Werwölfen und zu Schlangenwesen mutierten Menschen heimgesucht, von einer außerirdischen Kreatur besetzt, von besessenen Wissenschaftlern bevölkert und Zombies überall. Die Fürsten der Finsternis quälen die Seelen und eine riesige Schlange ernährt sich von Menschenopfern. Ein sprechendes Skelett ist da schon ein angenehmer Zeitgenosse.

Batman: Haunted Gotham

Kein Mensch kann nach Gotham rein und seine Bewohner können diese Stadt nicht verlassen. Selbst für die Toten ist der Weg zum Himmel versperrt. Ein schlimmer Zustand, ein Ort der Hölle und der Verdammnis und eine Änderung ist nicht in Sicht, wenn da nicht Dr. Thomas Wayne mit seiner Frau Martha und ihrem Sohn Bruce wären. Denn der Sohn hat eine Mission. Als er noch ein Baby war, kam eines Tages eine Fledermaus und verkündete, dass der junge Bruce der Erlöser sei. Parallelen zur christlichen Erlösungstheologie sind unübersehbar.

Batman: Haunted Gotham

„Ich bin die Fledermaus und Du der Mann.“ Und fortan bereiten seine Eltern, besonders der Vater, ihn auf seine Mission vor. Und nach dem Mord an seinen Eltern erscheint dem jungen Bruce Wayne der Geist des Vaters und weiht ihn in seine Mission ein und dieser nimmt seine Bestimmung an: „Um unsere Stadt zu erlösen, musst Du Deine eigene Verdammnis riskieren. Um den Schrecken zu bekämpfen musst Du selbst zum Schrecken werden…im ständigen Kampf mit Dir selbst.“ – „Ich verstehe Vater. Ich kann mich den Schatten hingeben – ohne verschlungen zu werden….“

Batman: Haunted Gotham

Es beginnt ein ruheloser Kampf gegen alles Böse und am Ende – nachdem er alle Schergen und Helfer des Schlechten besiegt hat – kommt es zur Konfrontation mit den Fürsten der Dunkelheit, die die Seele seiner toten Mutter quälen. Aber wie es sich für jeden guten Erlöser geziemt, erfüllt er seine Aufgabe und einer endgültigen Befreiung steht nichts mehr im Wege: Das Gute kann wachsen, denn es hat jetzt starke Verbündete.

Batman: Haunted Gotham

Nicht, dass irgendwo Langeweile aufkäme, aber es fehlt das befriedigende Ende. Die Story hat einen Spannungsbogen, der nicht zu Ende geführt wird. Ein zweiter Teil würde sich hier wirklich anbieten, diese Geschichte hat sogar das Potential zu einer längeren Serie. Die Zeichnungen sind von Kelly Jones, an dem sich die Geschmäcker scheiden. Für die einen ein Genie, für die anderen ein Schmierfink, der von Anatomie und Perspektive keine Ahnung hat. Für drei Jahre hatte er Batman gezeichnet (US-Batman #515, Feb. 95 – #552, Mrz. 98) und so war es für viele schön Kelly Jones mal „wiederzusehen“.

Batman: Haunted Gotham

Autor ist Doug Moench (Jahrgang 1949), der bereits in den Jahren 1982 bis 1987 Batman-Geschichten schrieb. Sein damals vorerst letztes Heft war US-Batman #400, bevor er erst einmal – nicht ganz freiwillig – sich von Batman verabschiedete. Denny O’Neil holte neue Autoren, und für Batman begann die Post-Crisis Zeit. Nach dem triumphalen Erfolg mit der ersten Batman/Dracula Elseworlds-Story „Red Rain“ – ebenfalls mit Kelly Jones – kehrte Moench 1990 zu Batman zurück und schrieb zuerst Geschichten für die neue Reihe „Legend of the Dark Knight“ (#11 – #15, „Prey“), bevor er dann wieder bei US-Batman #481 einstieg.

Batman: Haunted Gotham

Fazit: Gute Unterhaltung – Batman mal anders!

Norbert Elbers


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Batman – F. A. Z. – Klassiker der Comic-Literatur 7

Im siebten Band der zwanzigteiligen F.A.Z.-Comic-Bibliothek wird uns Batman vorgestellt. Die Auswahl der elf (bzw. vierzehn, wenn man Das erste Jahr als Vierteiler zählt, was es ja auch ist) Geschichten ist wie immer sehr sorgsam vorgenommen und umfasst die sechsundsechzig Jahre seit seinem ersten Erscheinen im Jahre 1939 in Detective Comics #27.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Mit dem Menschen betreten auch Sagengestalten und Heldenfiguren die Welt. Sie sind so alt wie die Menschheit selber. Ihre Epen und Geschichten findet man zu jeder Zeit in jeder Kultur. Heldenerzählungen ziehen sich durch die gesamte Weltliteratur. Es ist ein Kennzeichen des Menschseins selbst, dass er, sobald er denken und sich selbst erkennen kann, die Erfahrungen seiner Kräfte versucht zu steigern. Dieser Grundzug des Menschseins hat auch noch im 21. Jahrhundert seine Gültigkeit. Die Geschichten der Helden werden aber heute nicht mehr mündlich überliefert, sondern an die Stelle des Weitererzählens sind moderne Medien und an die Stelle der Unterhaltung und der Erbauung sind kommerzielle Interessen getreten. Wie kaum eine andere Figur der Phantasie vereinigt und präsentiert Batman diese Gegenpole. Er ist Held und Sklave gleichermaßen – er steht gleichsam über jedem Gesetz und unterliegt doch denen des Marktes. Identifikationsfigur im Kampf nach Unabhängigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit (Er tut, was getan werden muss) und ex aequo Erfüllungsgehilfe für intriganten Geldpoker.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Die Geschichten hier versammeln die kreativsten und wichtigsten Künstler, die sich je mit BATMAN befasst haben: Die beiden Erfinder Bob Kane und Bill Finger, Sheldon Moldoff, Denny O’Neil, Irv Novick, Dick Giordano und Neal Adams, Alan Moore und Brian Bolland, Frank Miller und David Mazzucchelli, Jeph Loeb, Warren Ellis und Jim Lee.

Es werden nicht nur in Deutschland schon veröffentlichte Geschichten gebracht, sondern mit Robin stirbt bei Morgengrauen liegt eine Geschichte in deutscher Erstveröffentlichung vor, entnommen US-Batman #156 vom Juni 1963. Im Gegensatz zu den meisten Batman-Geschichten dieser Zeit schaffte dieses wunderbare Melodram seinen Weg in die Batman Annalen Es ist ein exzellent geschriebenes, menschlich interessantes Drama dieser Periode, und hält zu Recht sich bis heute.

Anders als bei der Reihe von BILD/Weltbild kommen bei der Zusammenarbeit von FAZ/Panini Geschichten zum Abdruck, die wichtig waren für den jeweiligen Charakter, und nicht nur Seiten, die man lizenzrechtlich kostengünstig reproduzieren kann. Hier müssen extra Druckvorlagen besorgt werden und das US-Original übersetzt werden.

Ein weiterer großer Unterschied ist die sehr viel aufwendigere redaktionelle Betreuung der Serie. Das überaus lesenswerte Vorwort von Dietmar Dath – ebenso sein Beitrag im Feuilleton der FAZ vom 15. Oktober – runden die Präsentation dieses Charakters wohltuend ab. Klar wird herausgestellt, dass die Figur des Batman ein milliardenschweres Kulturgut ist, über den wachsame Augen von Editoren schauen und immer den Batman den Lesern präsentieren, der sich am besten vermarkten und verkaufen lässt. Hier gelingt Dath eine kritische Metasicht.

Batman- F. A. Z. Klassiker der Comic-Literatur # 7

Diese Einschränkung der künstlerischen Freiheit wurde auch sehr klar von Jim Lee in der Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse am 22.Oktober 2005 dargelegt: Einen Charakter, der millionenschwer ist, den kann man nur in bestimmten Grenzen ändern und interpretieren. Aber dennoch ist es ihm gelungen, Batman in einer Art und Weise darzustellen, wie er schon lange nicht mehr gezeigt wurde. Dem Ausnahmekünstler und Comicfan Jim Lee ist es gelungen, durch seine Bilder wieder die Comicfigur des Batman einem größeren Publikum zugänglich zu machen und das Interesse an ihr neu zu entfachen. Und so war es von den Redakteuren der FAZ ein kluger Schachzug, ihn nach Deutschland zu holen. Die sehr geschickten Fragen von Andreas Platthaus boten dem Künstler ein wenig Gelegenheit sich und seine Arbeit vorzustellen.

Jim Lee ist ein Künstler mit Alleinstellungscharakter: Seine Arbeiten zu X-MEN, FANTASTIC FOUR: HEROES REBORN, WILDC.A.T.S und DIVINE RIGHT haben längst Kultstaus. Wie kaum ein anderer ist er über jeden Zweifel erhaben und seine Kunst findet durch alle Verlage, alle Geschmäcker und Charaktere breite Zustimmung. Er ist der moderne Michelangelo in einem neuen multimedialen Zeitalter. Er schafft im Jahre 1991 X-MEN #1, das mit einer Verkaufsauflage von 8 Millionen(!) Exemplaren das wohl auflagenstärkste Comic-Book aller Zeiten war und wohl auch bleiben wird. Lees Status als Superstar war endgültig besiegelt.

Dietmar Dath

Der Mensch Jim Lee ist trotz seines Riesenerfolges ein bescheidener und bodenständiger Mensch geblieben. Seine Arbeit macht ihm Spaß und das sieht man den Werken auch an. Immer ist er bemüht und es ist ihm nie zuviel für seine Fans da zu sein. Auf Conventions ist er gerne bereit kleine Skizzen wegzugeben – auch wenn er weiß, dass sie bei Auktionshäusern im Netz für viel Geld wieder auftauchen können. Das tun aber die wenigsten, denn wer einmal in den Besitz einer Originalzeichnung gekommen ist, wird sich so leicht nicht wieder von ihr trennen. Immer wieder macht es ihm Freude, anderen Freude zu machen. Seine sechzig Sekunden Sketche sind so etwas wie die Essenz des Künstlers – der schnelle Strich weiß zu überzeugen und ist vergleichbar den Live-Mitschnitten von Musik-Künstlern, wo man sagt, dass sie hier besonders authentisch wirken.

So auch geschehen auf der weltgrößten Buchmesse. Wohl noch nie waren die Schlangen bei der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ so lang wie dieses Jahr. Das hatte die Zeitung wohl selbst auch nicht erwartet, dass ausgerechnet ein Comic-Künstler alle Rekorde bricht und solch ein mediales Interesse hervorruft. Lee hat wieder in seiner unglaublich intelligenten, freundlichen und charmanten Art zu überzeugen gewusst.

Lee ist im vorliegenden Band zwar nur durch zwei kleineren Arbeiten (und das Titelbild ist ebenfalls von ihm) vertreten, aber dennoch integraler Bestandteil des Buches. Seine Neuinterpretation der Batman-Origin ist ebenso wie die erste aus dem Jahre 1939 im Buche zu finden.

Dietmar Dath

Die Origin Story ist die Entstehungsgeschichte eines Superhelden. Am Anfang einer jeden Superheldenkarriere steht ein Ereignis – meist von einschneidendem Charakter – das den Ursprung der „Superkräfte“ erklärt und beschreibt. In einer einzigartigen Begegnung oder Begebenheit verändert sich alles für den Helden. Nach dieser Wandlung ist nichts mehr so wie vorher. Dieses nicht umkehrbare Ereignis stellt den Wendepunkt und Anfangspunkt für den Helden dar. Sie ist die Geburtsgeschichte mit Initiationsaura und hat „lebensvorprägenden“ Rang. In der Regel ist sie verbunden mit einem umwälzenden Ereignis und einer nachfolgenden ‚dedication of life‘ oder einem heiligen Eid, wie etwa hier bei Batman. Im Fall Batmans existieren verschiedene Grundversionen seiner Origin Story. Seine erste und älteste ist erstmalig in einer zweiseitigen Geschichte in DETECTIVE COMICS #33 (November 1939) beschrieben. Hier erfährt der Leser erstmals, wie aus Bruce Wayne Batman wurde. Seine Eltern – sein Vater heißt Thomas Wayne, der Name der Mutter wird noch nicht erwähnt – wurden auf offener Straße Opfer eines Raubüberfalls und der kleine Bruce musste mit ansehen, wie seine Eltern vor seinen Augen ermordet wurden. Weder der Name noch andere Angaben zu der Person des Mörders werden genannt. Aber diese knappe Geschichte beinhaltet schon alles Wichtige und man sieht, wie der kleine Bruce vor seinem Bett kniet – wie zum Nachtgebet – und schwört: ‚And I swear by the spirits of my parents to avenge their deaths by spending the rest of my life warring on all criminals‘. (Und ich schwöre bei den Seelen meiner Eltern, dass ich ihren Tod rächen werde, indem ich den Rest meines Lebens damit verbringe, jedes Verbrechen zu bekämpfen.‘)

Dietmar Dath

Und fortan widmet er sein Leben der Wissenschaft und der Ausbildung seines Körpers bis er zu einem einzigartigen Athleten geworden ist. Und am Ende seiner Ausbildung – er hat alles was er nun braucht für seinen Kampf: Wissen, Kraft und Stärke und ein riesiges Vermögen von seinem Vater – sucht er noch nach einer passenden Verkleidung. „Verbrecher sind ein abergläubisches und feiges Pack. Meine Verkleidung muss ihre Herzen mit Angst und Schrecken füllen. Ich muss zu einer Kreatur der Nacht werden, düster, angsteinflößend, zu einer…einer….“, und in diesem Augenblick – als Antwort auf sein Suchen fliegt eine riesige Fledermaus durch das geöffnete Fenster. Um den besonderen Charakter der Origin Story deutlich werden zu lassen, tritt oft noch ein besonderes – quasi transnatürliches – Ereignis hinzu. Bei Batman in Gestalt einer Fledermaus, deren Erscheinung ihm die neue Identität verleiht: ‚ A bat! That’s it! It’s an omen… I shall become a BAT!‘ „Und so wurde diese furchteinflößende Kreatur der Nacht geboren… der Rächer aller Verbrechen, Batman!“ In entscheidenden Situationen erinnert sich der Held häufig seiner Origin um, etwa in der Stunde äußerster Bedrängnis oder unter dem Druck starker Selbstzweifel und tragischer Verwicklungen, Kraft und Klarheit für den weiteren Weg zu gewinnen. Bei Batman ist die Bedeutung dieser Entstehungsgeschichte von enormer Wichtigkeit. Der junge Bruce Wayne muss mit ansehen, wie die Eltern vor seinen Augen ermordet werden. Dieses Verbrechen hinterlässt ein Traumata, welches immer wiederkehrend den Stoff für unzählige Geschichten liefert.

Dietmar Dath

Der Abdruck beider (inhaltlich gleichen) Origins ist überaus geschickt und erklärt, dass sie von seiner ursprünglichen Kraft und Aktualität nichts eingebüsst hat. Als Autor dieser ersten Origin wird hier Bill Finger genannt. Inwieweit dieses richtig recherchiert ist, kann ich nicht beurteilen. Mehrere andere Quellen nennen Gardner Fox. Die Urheberschafft solch alter Geschichten ist nur sehr schwer nachweisbar – Quellen gibt es kaum und oft besteht einfach Unklarheit darüber oder nach all den Jahren beanspruchen mehrere Kreative das Recht darauf. Entweder weil sie sich nicht besser erinnern können, oder weil Gemeinschaftsarbeiten oft für sich allein vereinnahmt werden oder werden wollen.

Dietmar Dath

Diese Origin Story wird im Laufe der Zeit immer weiter ausgeführt und um Elemente erweitert. Neue Einzelheiten, Aspekte und Begebenheiten werden hinzugefügt, aber immer in der Tradition des Bekannten. Besonders gelungen und wichtig ist Das erste Jahr von Frank Miller und David Mazzucchelli. Diese Kriminalgeschichte beleuchtet in unvergleichbarer Art und Weise das Zusammenspiel zwischen Batman und einem seiner wichtigsten Verbündeten: Commissioner James Gordon (Einige Elemente dieser Geschichte flossen auch in den Film Batman Begins mit ein).

Die anderen Geschichten sind nicht minder wichtig und gelungen. Die neukolorierten Werke von Neal Adams wirken auf den ersten Blick fremd und ungewohnt, aber auf den zweiten geben sie doch sehr viel Preis von ihrer Schönheit und Eleganz. Adams war einer der ersten, der solch dynamische Blickwinkelveränderungen einführte. Dies konnte er deshalb, weil er damals handwerklich und künstlerisch der einzige war, der dazu in der Lage war. Akrobatische Bewegungen und menschliche Anatomie realistisch aus jeder nur denkbaren Perspektive heraus darzustellen, dazu war er einfach in der Lage wie kein anderer.

Batman . The Killing Joke

The Killing Joke von Alan Moore und Brian Bolland ist sicherlich eins der bedeutendsten Werke mit Batman überhaupt. Erzählt wird, wie der Joker mit Vorsatz einfach versucht, zu beweisen, dass jeder verrückt werden kann. Er hat einen teuflischen Plan, den er sich vorgenommen hat. Und für diesen Plan braucht er Commissioner Gordon.

Batman . The Killing Joke

Wenn jeder jeden Tag wahnsinnig werden kann, was für einen Sinn hat dann das Leben!?

Er will beweisen, dass es zwischen ihm selbst und den anderen Menschen, den Durchschnittsmenschen – wie es seiner Meinung nach auch Gordon einer ist – keinen Unterschied gibt: Ein schlechter Tag, nur ein einziger schlechter Tag und der Normalste wird verrückt. Batman muss auch einen solchen Tag gehabt haben, oder warum sonst würde er wie eine fliegende Ratte rumlaufen?

Batman . The Killing Joke

Der Joker hatte seinen und fortan ist für ihn die ganze menschliche Existenz nur ein einziger schlechter Witz und absolut sinnlos. Ertragbar nur noch mit einem Lächeln: Die Träne, die Du lachst, brauchst Du nicht weinen. Aber es kommt ganz anders für den Joker, denn ein Held verhält sich immer ganz unvorhergesehen.

Norbert Elbers

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Batman: The Dark Knight Returns

Nachdem ein Jahr zuvor in der direkt für den Heimkinomarkt produzierten Zeichentrickreihe DC Universe Animated Original Movies der Comic-Meilenstein Batman: Year One von Frank Miller und David Mazzucchelli sehr werkgetreu adaptiert wurde, wagt sich das Team um Bruce Timm an DEN Klassiker des modernen Superhelden-Comic heran. Aus Frank Millers einflussreicher Miniserie Batman: Die Rückkehr des dunklen Ritters wurde ein Zeichentrickfilm.

Batman: The Dark Knight Returns

Frank Millers düstere Darstellung der Stadt Gotham City beeinflusste bereits maßgeblich die Optik von Tim Burtons Batman-Filmen und Bruce Timms Animated Serie. Die Handlung des Comics setzt zehn Jahre später ein, nachdem Batman in den Ruhestand getreten ist. Gotham City ist in Dekadenz und Gesetzlosigkeit versunken. Als ihn die Stadt am meisten braucht schlüpft ein nicht mehr ganz schlanker Bruce Wayne wieder ins enge Batman-Kostüm und legt sich mit einer Bande von Mutanten an. Unterstützung erhält er dabei vom kurz vor der Pensionierung stehenden Commissioner James Gordon und von der jungen Carrie Kelly, die zum weiblichen Robin wird.

Batman: The Dark Knight Returns

Der zunächst als Zweiteiler veröffentlichte Trickfilm adaptiert Frank Millers Comic sehr werkgetreu und mit viel Respekt vor dem Original. Doch bei The Dark Knight Returns war es meiner Meinung nach weniger die etwas überladene Geschichte, die diesen Comic zum Meilenstein des Superhelden-Genres werden ließ. Sehr viel stärker beeindruckte Millers respektlose Darstellung eines schmerbäuchigen Batmans und vor allem sein kunstvoll roher Zeichenstil.

Batman: The Dark Knight Returns

Beides findet nur sehr gelegentlich innerhalb der glattgebügelten ordentlich ausgeführten Animation des Trickfilms seine Entsprechung, siehe auch die völlig unpassenden überhaupt nicht “miller-mäßigen“ DVD- und Blu-ray-Cover. Schade, denn die Kinofilme Sin City und 300 – aber auch die Batman Anmated-Episode Legends of the Dark Knight – profitierten sehr stark davon, dass sie sich nicht nur inhaltlich sondern auch optisch an Miller orientierten. Doch immerhin wurde auch Frank Millers subversives Porträt der DC-Ikone Superman in den Trickfilm gerettet. Der Prototyp aller Superhelden ist hier ein naives Landei, das sich ohne Widerworte zum Instrument einer reaktionären US-Regierung machen lässt.

Batman: The Dark Knight Returns

Nachdem der Trickfilm The Dark Knight Returns zunächst als Zweiteiler veröffentlicht wurde, folgt eine Deluxe Blu-ray Edition, die den kompletten 148-minütigen Trickfilm sowie interessante Dokus über den Batman-Schöpfer Bob Kane, über den Joker und exklusiv einen knapp 70-minütigen hochinteressanten Film über die Entstehung von Frank Millers Comic-Klassiker enthält!

Batman: The Dark Knight Returns

Extras der Deluxe Blu-ray Edition: Audiokommentar von Regisseur Jay Oliva, Drehbuchautor Bob Goodman und Voice Director Andrea Romano, ohne deutsche Untertitel; Ein Meisterwerk – Frank Millers The Dark Knight Returns (68:54 min), diese hochinteressante Dokumentation über die Entstehung von Frank Millers Comic gibt es nur auf der Deluxe-Blu-ray, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln;“Ihr Name ist Carrie… ihre Rolle ist Robin – Bericht über Carrie Kelley, dem weiblichen Robin (12:23 min); Dokumentation über Bob Kane: „Batman & Me“ (38:26 min); Kurzbericht „Superman vs. Batman: When Heroes Collide“ (9:24 min); „Der Joker: Dem Tod ins Gesicht lachen“ (14:05 min); Von der Skizze auf den Bildschirm: Jay Oliva erklärt den Adaptionsprozess bei der Realisierung des Trickfilms (43:30 min); Aus dem Archiv von DC Comics: fünf 22-minütige Episoden ausgewählt von Bruce Timm: „Battle of the Superheroes“ aus „Batman: The Brave and the Bold“ sowie aus “Batman: The Animated Series”: „Two Face“ Teil 1 + 2, „The Last Laugh“ und „The Man who killed Batman“; Digitaler Comic: „Batman – The Dark Knight Returns“ – Einige Seiten in englischer Sprache

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Batman: Gotham Knight

2003 brachte Warner parallel zum Kinofilm Matrix Reloaded die in Japan entstandene Trickfilm-Kollektion Animatrix heraus. Dieses Spielchen wiederholte sich fünf Jahre später.

Batman: Gotham Knight

Um Stimmung für den neuen Batman-Kinofilm The Dark Knight zu machen, erscheint unter dem Titel Batman: Gotham Knight eine Zusammenstellung von sechs je 12-minütigen Trickfilmen im japanischen Anime-Stil, die nach Superman: Doomsday und Justice League: The New Frontier als dritter Beitrag der Reihe DC Universe Animated Original Movies veröffentlicht wurde. Die Regie der einzelnen Episoden übernahmen japanische Trickfilmer der Studios Madhouse, Production I.G., Be Train und Studio 4°C , während die Storys unter der Oberaufsicht von Bruce Timm (Batman: The Animated Series) von US-Autoren verfasst wurden.

Batman: Gotham Knight

Den Reigen eröffnet Have I Got a Story For You geschrieben von Josh Olson (A History of Violence). Hier geht es um einige Kinder, die sich versuchen gegenseitig mit ihren widersprüchlichen Geschichten über Batman zu übertreffen. Vorlage war eine Comicstory, von 1973, die sehr viel interessanter innerhalb der Batman Anmated-Reihe als Legends of the Dark Knight (teilweise im Look von Frank-Millers The Dark Knight Returns) adaptiert wurde. Die zweite Geschichte Crossfire stammt von Greg Rucka (Gotham Central), ist äußerst spannend und erzählt wie die Polizisten Allen und Ramirez mitten in einen Bandenkrieg geraten. Auch Field Test von Jordan Goldberg ist nicht ohne und zeigt wie ein sehr junger (und sehr japanischer) Bruce Wayne neue Wunderwaffen von Lucius Fox erhält.

Batman: Gotham Knight

David Goyer, der Drehbuchautor von Blade und Batman Begins, lässt anschließend in Darkness Dwells Batman gegen Scarecrow und Killer Croc antreten. Der Höhepunkt der Zusammenstellung ist Working Through Pain vom Comicautor Brian Azzarello (The Dark Knight III: The Master Race). Hier erfahren wir einige Details aus den Lehr- und Wanderjahren von Bruce Wayne, der von der fernöstlichen Expertin Cassandra das Ertragen von Schmerzen lernt, aber dann doch nicht zum Ghandi taugt.

Batman: Gotham Knight

Abschließend erzählt Alan Burnett in Deadshot wie Batman gegen den gleichnamigen Meisterkiller antritt. Diese Story strotzt nicht nur vor Action, sondern verdeutlicht auch die Abscheu des Dunklen Ritters gegenüber Schusswaffen.

Batman: Gotham Knight

Extras der DVD: Audiokommentar von Gregory Noveck, Dennis O’Neil and Kevin Conroy, nicht untertitelt;“Batman and Me: The Bob Kane Story“ (38:23 min), wie alle übrigenExtras wahlweise mit deutschen Untertiteln;“A Mirror for the Bat“ – Bericht über die Schurken (35:46 min); Vier Episoden aus der „Batman Animated“-Serie : „Heart of Ice“, „I Am the Night“, „Legends of the Dark Knight“ und „Over The Edge“, ohne deutsche Tonspur

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Batman Anthologie

Dieses 372-seitige Hardcover-Buch feiert den 75. Geburtstag von Batman mit 20 interessant ausgewählten in sich abgeschlossenen Comic-Geschichten.

Batman Anthologie

Nicht fehlen dürfen natürlich Batmans erster Auftritt, die sechsseitige Geschichte “Der Fall des Chemie-Syndikats“ von Bob Kane und Bill Fingers aus “Detective Comics 27“ (Mai 1939) sowie die ein halbes Jahr später auf zwei Seiten nachgereichte Entstehungsgeschichte des Dunklen Ritters. Es folgt der erste Auftritt des Wunderknaben Robin. In dieser im April 1940 erschienenen Geschichte, an der Jerry Robinson als Zeichner beteiligt war, zeigt sich welch einen gewaltigen Fortschritt die Batman-Comics künstlerisch und erzählerisch im ersten Jahr machten.

Batman Anthologie

Dies setzt sich fort und das Buch belegt dies an gut ausgesuchten Beispielen. Interessant ist zum Beispiel die Geschichte “Unfälle nach Plan“, die eine witzige Erklärung dafür liefert, warum der zunächst sehr rundliche Butler Alfred plötzlich spindeldürr wurde. Der wahre Grund ist hierfür jedoch, dass die Comicfigur dem Darsteller William Austin angeglichen wurde, der den Butler 1943 im 15-teiligen Kino-Serial “The Batman“ verkörperte. Das erste Kapitel des Buches über den Batman des Golden Age beendet die Geschichte “Die Sensation des Jahrhunderts“ in der erstmals die später von Kim Basinger verkörperte Reporterin Vicki Vale auftrat.

Batman Anthologie

Das Silver Age schließlich wird eingeleitet mit einer Geschichte vom „Captain Future“ Schöpfer Edmond Hamilton von 1955 in der das dynamische Duo auf einen “Batman von morgen“ aus dem Jahre 3054 trifft. Die Batman-Comics wurden zu dieser Zeit immer alberner und die schwarze Fledermaus auf Batmans Brust mit einem gelben Oval unterlegt. Auf Wunsch der Produzenten der erfolgreichen TV-Serie mit Adam West debütierte 1967 in den Batman-Comics Batgirl als Identifikationsfigur für ein weibliches Publikum. Diese Story ist im Buch enthalten, genauso wie “Das Geheimnis der offenen Gräber“ das erste Batman-Team-Up von Autor Dennis O’Neil und Zeichner Neal Adams. Dieses Duo sorgte dafür, dass die Comics wieder ernsthafter wurden und dadurch ebneten sie den Weg für Frank Miller “The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons “Batman“-Kinofilm. Ebenfalls enthalten ist Frank Millers erste Batman-Geschichte “Gesucht: Santa Klaus – Tot oder lebendig“, geschrieben von Dennis O’Neil.

Batman Anthologie

Die letzten Batman-Comics im chronologisch geordneten Buch gehören sicher nicht zu den absoluten Höhepunkten, was auch daran liegt, dass seit Ende der Achtziger Jahre im Superhelden-Comic verstärkt auf epische sich über etliche Heft-Ausgaben und –Serien hinziehende Erzählungen gesetzt wird. Gute in sich abgeschlossene Geschichten sind eher Mangelware, doch ein Beispiel aus “Batman – Black and White“ oder auch “Mad Love“ von Paul Dini und Bruce Timm hätten dem Buch zur Zierde gereicht. Auch Beiträge von Jim Lee und Grant Morrison hätten meiner Meinung nach in eine „Batman Anthologie“ gehört. Doch dafür entschädigen die ausführlichen über das ganze Buch verteilten Texten, die alle Aspekte in der abwechslungsreichen Karriere des Mitternachtsdetektiv gebührend würdigen.

Joker Antologie

So mancher Leser mag sich wundern, warum der Joker, der mit Abstand schillerndste Gegner des Dunklen Ritter, in der “Batman Antologie“ kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso interessant zusammengestellte “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgte eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

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