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Die Unglaublichen 2

Für Pixar war es eine neue Erfahrung, als Anfang dieses Jahrhunderts Brad Bird mit dem nahezu drehreifen Konzept für einen Film über Superhelden aufkreuzte. Bird, der u. a. für Disney als Animator an Cap und Capper beteiligt war, hatte mit seinem abendfüllenden Zeichentrickfilm Der Gigant aus dem All die Kritiker begeistert. Doch Warner Brothers bewarb den Film nur halbherzig und die Geschichte über einen riesigen Roboter mit Herz floppte.

Die Unglaublichen 2

Auch Die Unglaublichen wollte Bird als Zeichentrick realisieren, doch es wurde das sechste computeranimierte Pixar-Werk daraus und der erste Film des Studios in dessen Zentrum menschliche Charaktere standen. Die Unglaublichen spielte 2004 über 600 Millionen Dollar ein. Brad Bird konnte diesen Erfolg mit Ratatouille wiederholen und überraschte anschließend als er Tom Cruise in Mission: Impossible 4 am höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai herumkraxeln ließ.

Die Unglaublichen 2

Auch die Fortsetzung von Die Unglaublichen ist in erster Linie ein Film von Brad Bird, der wieder als alleiniger Autor und Regisseur fungiert. Es sollten zwar 14 Jahre vergehen bis die mit Superkräften gesegnete (oder gestrafte?) Familie Parr auf die Leinwand zurückkehrte, doch die Geschichte schließt nahtlos und auf die Sekunde genau an den ersten Film an.

Die Unglaublichen 2

Superhelden sind von der Regierung weiterhin unerwünscht, doch trotzdem treten Mr. Incredible und Elastigirl gemeinsam mit ihren drei Kinder gegen den “Tunnelgräber“ an. Mit Unterstützung eines superhelden-begeisterten Unternehmers versucht sich Elastigirl als Retterin, während ihr Mann daheim die Kinder hütet. Das Resultat ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus turbulenter Action und Familienkomödie. Einmal mehr hat Pixar bewiesen, dass Fortsetzungen nicht immer schlechter als das Erstlingswerk sein müssen.

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Ratatouille

Vor dem Hauptfilm gibt es in bewährter Tradition wieder einen kurzen Vorfilm.

Ratatouille

Lifted hatte (genau wie WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf ) eine Science-Fiction-Thematik und machte sich ziemlich köstlich über das Klischee des harmlosen (diesmal schlafenden) Bürgers lustig, der von (diesmal ziemlich tapsigen) Aliens entführt wird.

Ratatouille

Auch die Grundidee des Hauptfilms ist recht originell. Ratatouille erzählt von der Ratte Remy, die es leid ist sich wie ihre Artgenossen nur von höchst zweifelhaften Abfällen zu ernähren. Remy ist ein großer Fan des Meisterkochs Gusteau, dessen Hauptthese lautet: “Jeder kann kochen!“

Ratatouille

Dies bewahrheitet sich und Remy erweist sich – als er zufällig im Restaurant des mittlerweile verstorbenen Gusteaus landet – als begnadeter Küchenimprovisator. Der Ruhm für die von ihm zubereitete unglaublich schmackhafte Suppe fällt der Küchenhilfe Linguini zu. Dieser am Herd eher untalentierte Bursche verbündet sich mit der Ratte, was ihm die Aufmerksamkeit der netten Kollegin Colette aber auch des boshaften Chefkochs Skinner sichert.

Ratatouille

Genau wie zuvor schon Die Unglaublichen wurde auch Ratatouille von Brad Bird (Mission: Impossible IV) geschrieben und inszeniert. Stärker noch als in seinem vorherigen Pixar-Film überzeugt hier nicht nur die technische Perfektion. Natürlich haben die Pixar-Ratten ein noch kuscheligeres Fell als das Getier der Konkurrenz und die entfesselte Kamera fängt unglaublich mitreißend das turbulente Treiben in einer Großküche ein. Doch mindestens ebenso wichtig ist, dass die sich scheinbar ganz zwanglos wie von selbst entwickelnde Geschichte Humor und Herz hat.

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Die Unglaublichen

Das waren noch Zeiten als Mr. Incedible und Elastigirl alias Robert und Helen Parr noch ungeniert ihre beträchtlichen Superkräfte einsetzen durften. Doch am Tag vor ihrer Hochzeit passierte ein Unglück.

Die Unglaublichen

Mr. Incredible wurde schon ewig von einem Jungen namens Buddy belästigt, der sich ebenfalls für einen Superhelden namens Incrediboy hielt und sich sogar Raketenstiefel gebastelt hatte. Dies konnte natürlich nicht gut gehen und als Mr. Incredible den unkontrolliert herumfliegenden Buddy, der zu allem Überfluss auch noch eine Bombe bei sich hatte, retten wollte, kommt es zu einem Beinahe-Unglück mit einem Hochgeschwindigkeitszug. Die Fahrgäste des Zuges verklagen Mr. Incredible und dies entfesselt eine wahre Prozesslawine. Die Regierung seiht daraufhin gezwungen ein Umsiedlungsprogramm zu starten. Alle Superhelden müssen fortan im grauen Alltag verschwinden und versprechen keine weiteren Heldentaten mehr zu vollbringen.

Die Unglaublichen

Dadurch ist Bob Parr (deutsche Stimme: Markus Maria Profitlich) gezwungen als ganz normaler Sachbearbeiter bei einer Versicherungsgesellschaft zu arbeiten. Er versucht hier auch nach Kräften Gutes zu tun und gelegentlich sogar einmal den Schadensersatzforderungen der Versicherten nachzukommen und Geld auszuzahlen. Dadurch bekommt er jedoch immer wieder Streit mit seinem Chef Mr. Huph (der nicht nur so aussieht wie Herbert Feuerstein, sondern in der deutschen Fassung sogar von diesem gesprochen wird).

Die Unglaublichen

Nach Feierabend zwängt sich der massige Bob Parr in seinen Wagen im Trabbi-Format und fährt in die Vorstadt. Dort wird er regelmäßig mit den Problemen seiner Kinder konfrontiert, die Schwierigkeiten haben ihre Superkräfte nicht in der Schule einzusetzen. Während die Tochter Violetta (deutsche Stimme: Felicitas Woll aus Berlin, Berlin) sich unsichtbar machen und Schutzschilde aufbauen kann, hat Flash Super-Geschwindigkeitskräfte. Nur beim erst zwei Jahre alten Jack-Jack ist noch nicht klar, ob er einmal Superkräfte bekommt.

Die Unglaublichen

Um den nicht gerade einfachen häuslichen Problemen zumindest gelegentlich zu entfliehen, hat Bob Parr einmal die Woche einen „Bowling-Abend“ mit seinem besten Freund Lucius (Stimme in der Originalfassung: Comic-Fan Samuel L. Jackson), der früher unter dem Namen Frozone ebenfalls als eiskalter Held in der „Weltrettungs-Branche“ tätig war. Doch so richtig befriedigend ist diese Jagd auf Kleinkriminelle auch nicht und daher kommt es Bob ganz gelegen, dass er als Agent einer ganz geheimen Regierungsabteilung eingesetzt werden soll.

Die Unglaublichen

Während er seiner Frau erzählt, dass er auf Geschäftsreise ist, versucht er sich unter großen Mühen in sein Kostüm zu zwängen. Schließlich kleidet sich Bob bei der Superhelden-Designerin Edna Mode ein. Diese Figur sieht zwar so aus, wie die kleinwüchsige Darstellerin Linda Hunt aus, wird aber in der Originalfassung vom Die Unglaublichen– Regisseur Brad Bird (Mission: Impossible IV) gesprochen.

Die Unglaublichen

Die Dame rät aus Sicherheitsgründen von Capes ab. Dieses sehen zwar schneidig aus, bergen aber große Unfallgefahren. Parr hat zunächst großen Spaß an seinen neuen Einsätzen, findet aber schließlich heraus, dass hinter seinen Einsätzen nicht die Regierung steckt, sondern ein mächtiger Gegner, der schon etliche ehemalige Superhelden liquidiert hat. Plötzlich ist die komplette Familie Incredible mitten in einem gefährlichen Einsatz, der nur mit vereinten (Super-)Kräften zu meistern ist…

Die Unglaublichen

Die Unglaublichen ist kein Produkt das ausschließlich in den Pixar-Studios in Emeryville, Kalifornien entstanden ist. Es spricht für die Firma, dass sie sich nicht nur auf die beträchtlichen Eigenressourcen verlässt, sondern auch offen für Vorschläge von externen Kräften ist. Der Regisseur Brad Bird kam bereits mit einem kompletten Konzept, das ursprünglich als konventioneller Zeichentrickfilm geplant war, zu den Experten für Computeranimationen.

Die Unglaublichen

Neben seiner Liebe zu Superheldencomics hatte Bird in die Geschichte auch seine Erfahrungen als frischgebackener Vater mit einfließen lassen: „Im Kern ist es die Geschichte einer Familie, die lernen muss ihre individuellen Interessen auszubalancieren mit ihren Gefühlen füreinander.“

Die Unglaublichen

Bird hatte zuvor einige Episoden der Simpsons inszeniert und großes Aufsehen mit Der Gigant aus dem All erregt. Dieser sehenswerte Zeichentrickfilm um einen riesengroßen auf der Erde gestrandeten außerirdischen Roboter hat, genau wie Die Unglaublichen einen Retro-Look und verbreitet bei aller spektakulären Action ebenfalls eine sehr anheimelnde Atmosphäre. Doch leider wurde der Film von der Produktionsfirma Warner nur sehr halbherzig promotet und verschwand sehr schnell wieder aus den Kinos. Bezeichnenderweise warf Warner im Windschatten von Die Unglaublichen eine DVD-Specialedition von Der Gigant aus dem All auf den US-Markt.

Die Unglaublichen

Brad Bird, der auch schon für die Zeichentrickabteilung von Disney gearbeitet hatte, brachte seine eigenen Erfahrungen mit und stellte während der Produktion seltsame Dinge fest: „Es ist für einen Computeranimationsexperten überhaupt kein Problem die Explosion eines ganzen Planeten in Bilder umzusetzen, aber wehe Du forderst, dass eine Figur der anderen ans T-Shirt fassen soll. In dieser Disziplin gab es noch reichlich Platz für aufsehenerregende neue Entwicklungen.“

Die Unglaublichen

Erstmals stehen menschliche Charaktere im Zentrum eines abendfüllenden Pixar-Films. Doch durch den Kurzfilm Geri´s Game in dem ein alter Mann gegen sich selber Schach spielt war Brad Bird überzeugt, dass dies machbar ist. Im Gegensatz zu den eher steril als perfekten computeranimierten Menschen in Filmen wie Final Fantasy oder Der Polarexpress wurde hier „totaler Realismus als Sackgasse“ empfunden. Brad Bird: „Die Figuren dürfen nicht zu realistisch gestaltet sein, sonst sehen sie alle wie Zirkusfreaks aus“ Doch zu künstlich dürfen die Figuren auch nicht wirken. Mittels „Sub-Surface-Scattering“ wurden Oberflächen aufgeraut und verhindert, dass die Haut wie Plastik aussieht.

Die Unglaublichen

Die Entstehung eines computeranimierten Filmes beschreibt Bird als scheinbar nicht enden wollende Ansammlung von Besprechungen und Diskussionen: „Im Gegensatz zu einem per Hand gedrehten Film, in dem man jeden Fortschritt linear voranschreiten sieht, kommt es einem vor, als schmeiße man unbegrenzt Informationen in ein schwarzes Loch, ohne dass sich auch nur irgendetwas bewegt. Und dann läuft plötzlich alles zusammen. Das war beängstigend, erst passiert überhaupt nichts und dann ist der ganze Film fertig.“

Die Unglaublichen

Das mit 111 Minuten etwas überlange Resultat ist stilistisch und tricktechnisch einmal mehr eine Wucht. Die Geschichte der Familie Incredible hingegen ist nur bedingt tauglich für die ganze Familie und dürfte ganz kleine Kinder, die nicht mit Comic-Superhelden vertraut sind etwas überfordern. Insider hingegen werden nicht gerade mit Anspielungen auf vertraute Comic-Figuren oder – Situationen verwöhnt. Der Film ist nicht nur ein Superhelden-Abenteuer, sondern im selben Maße auch eine Hommage an die James Bond-Filme der Sechziger Jahre. Als großer Actionspaß geht Die Unglaublichen aber allemal durch und 14 Jahre später gelang Brad Bird eine gleichwertige Fortsetzung.

Die Unglaublichen

Der Film erschien auf DVD und dann auch als Blu-ray in 1 : 2,35 – Widescreen-Format mit zahlreichen höchst informativen Extras. So gibt es etwa den auch im Kino gezeigten Kurzfilm “Ein Schaf ist von der Wolle“ zu sehen. Exklusiv entstanden sind die Kurzfilme “Jack-Jack Superstar“ und “Mr. Incredibles erster Auftritt“, eine im nostalgischen TV-Look gehaltene sehr spaßige Superhelden-Parodie.

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Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Mit “mageren“ knapp 400 Millionen Dollar weltweitem Einspielergebnis blieb Mission: Impossible III weit hinter seinen beiden Vorgängern zurück. Dies schien weniger am Film zu liegen, den J. J. Abrams noch atemberaubender als die ersten Teile in Szene gesetzt hatte, sondern am Hauptdarsteller. Tom Cruise ging der Öffentlichkeit mit Liebesschwüren und Scientology-Bekenntnissen gehörig auf den Keks. Im Gegensatz zu Karl-Theodor zu Guttenberg ließ er sich für seine Rückkehr als Weltretter vom Dienst jedoch sehr viel Zeit.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Fünf Jahre sollte es dauern, bis er als Ethan Hunt zurückkehrte. Im neuen Film ist er zwar als Action-Held agiler denn je. Er verzichtete laut Presseheft nahezu komplett auf Doubles und kraxelte höchstpersönlich am höchsten Gebäude der Welt in Dubai herum. Zugleich räumte Cruise aber auch seinen Mitspielern sehr viel mehr Raum als sonst ein und ist teamfähiger denn je.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Während er im Teil 3 noch eindeutig der Obermotz seiner kleinen Gruppe war, hat er jetzt mit Jeremy Renner (Oscar-Nominierung für seine Hauptrolle in The Hurt Locker) einen nahezu gleichberechtigten Partner an seiner Seite. Auch Simon Pegg, der in Teil 3 nur lustig am Computer herumsaß, ist jetzt deutlich mehr als ein Sidekick und Paula Patton (Déjà Vu, Precious) ist die schlagkräftigste IMF-Agentin der Filmreihe.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Einzig der eher softe Michael Nyqvist aus der Millennium-Trilogie will als atomkriegsgeiler Schurke nicht so recht überzeugen. Doch dafür war die Wahl des Pixar-Regisseurs Brad Bird (Die Unglaublichen, Ratatouille) eine sehr gute! In seinem ersten Realfilm zieht er alle Register, setzt wahnwitzige Ideen in ebensolche Bilder um, legt ein Wahnsinnstempo vor und gibt den Figuren dennoch Konturen ja manchmal sogar etwas Tiefe.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Apropos Tiefe, obwohl viele Szenen geradezu nach 3D-Effekten schreien, wurde der Film konventionell “flach“ gedreht und funktioniert trotzdem. Damit dürfte sich die Sache mit den lästigen Brillen und dem Aufpreis von 5 Euro (erstmal) erledigt haben.

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