Schlagwort-Archive: Brian Azzarello

Batman: Superschwer

Seit nunmehr 1939 ist Bruce Wayne Batman und Batman ist Bruce Wayne. Mit einigen Unterbrechungen: Für einige Zeit war Dick Grayson als Caped Crusader unterwegs und nach Knightfall 1993/1994 war Jean-Paul Valley Batman. Und in der Zukunft ist Terry McGinnis Batman von Bruce Waynes Gnaden.

Batman: Superschwer

Nach dem scheinbaren Tod von Batman und Joker in US-Batman #40 ist die Stelle des Batman vakant. Nun haben die Autoren als Nachfolger jemanden erkoren, von dem man es als letztes erwartet hätte: Jim Gordon. Hört sich komisch an, es funktioniert aber erstaunlich gut.

Batman: Superschwer

Die Großindustrielle Geri Powers von Powers Industries ist der Meinung, dass Gotham City einen Batman braucht. Ihre Firma hat einen High-Tech-Anzug entwickelt und sie möchte, dass James Gordon in ihm den Platz von Batman einnimmt. Parallelen zu Marvels Iron Man sind sicherlich gewollt. Ebenso hat Powers verschiedene Kampfrüstungen entwickelt. Hier wird ziemlich offensichtlich das Konzept von Tony Starks Anzügen kopiert.

Batman: Superschwer

Obwohl in dem Anzug jetzt jemand anderes steckt und jeder in der Stadt weiß, wer es ist, wird sehr viel über das Wesen von Batman gesprochen und diskutiert. Ein neuer und sehr mächtiger Gegner sorgt in Gotham City für Tod und Zerstörung: Mr. Bloom.

Batman: Superschwer

Gleichzeitig taucht unter nicht geklärten Umständen auch Bruce Wayne wieder auf. Er leidet unter Gedächtnisschwund und kann sich an seine Zeit als Batman nicht erinnern. Alfred klärt ihn zwar über vieles auf, den Tod seiner Eltern, aber lässt aus, dass er durch dieses Trauma zu Batman wurde. Gleichzeitig findet Bruce an seiner neuen Rolle Gefallen und spielt sogar mit dem Gedanken, Julia Madinson zu heiraten. Obwohl er weiß, dass ihr Vater Mallroy dem Kleinkriminellen Joe Chill die 45er verkaufte, mit der dieser Martha und Thomas Wayne erschoss.

Batman: Superschwer

Auch wenn man den Gedanken befremdlich findet mag, dass ausgerechnet der ehemalige Commissioner nun in die Rolle von Batman schlüpft und dem Leser auch klar sein dürfte, dass dies wieder nur ein kurzes Intermezzo sein wird, bis Bruce als Batman wiederkommt, so ist die vorliegende Story durchaus sehr spannend und überzeugend: Man kann dabei sein, wenn zur Batman-Historie ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.

Norbert Elbers

Batman Paperback #8: Superschwer, enthält: Divergence FCBD (2015), Juni 2015; Batman vol.2 #41 bis , August 2015; Batman Annual #4, Text: Scott Snyder, Brian Azzarello, James Tynion IV; Zeichnungen: Greg Capullo, Mark Simpson [als Jock]; Tusche: Danny Miki, Roge Antonio, Mark Simpson [als Jock]; Farben: FCO Plascencia, Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Steve Kups und Ralpg Kruhm; Prestige; Softcover: € 17,99; Hardcover: € 29,00; 220 Seiten; farbig; Februar 2017; Panini/DC Comics

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Batman/Superman: Anbetung

In dem vorliegenden Sonderband sind zwei in sich geschlossene Story (von Altmeister Paul Levitz) und gleich 11(!) Ein- bis Zwei-Seiter aus dem amerikanischen Jubiläumsheft Superman/Batman #75. Es ist eine alte Tradition, dass besondere Nummern auch immer einen besonderen Inhalt haben. Dieses Mal haben verschiedene Autoren (Steven T. Seagle, Billy Tucci, Adam Hughes, Jeffrey T. Krul,  J.T.‘, Jill Thompson, Michael Green, Mike Johnson, Duncan Rouleau, Brian Azzarello, David Finch, Peter J. Tomasi) und namhafte Künstler (Teddy H. Kristiansen, Billy Tucci, Adam Hughes, Francis Manapul, Jill Thompson, Rafael Albuquerque, Shane Davis, Sandra Hope, Duncan Rouleau, Lee Bermejo, David Finch, Scott Williams, Gene Ha) ihre Beiträge geliefert. Die Inhalte sind spannend, unerwartet und unterschiedlicher, wie sie es anders kaum sein könnten.

Batman/Superman Sonderband 6: Anbetung

Wir erleben ein Wiedersehen mit der Mini-Liga (aus Batman/Superman Sonderband #1: Überväter). Damals schien es so, dass der kleine Superman starb – aber das Konzept der “Lil‘ Leaguers“ kam zu gut an, als dass man hier so grausam hätte bleiben können. Wir blicken mit David Finch in die (mögliche) Zukunft von Damian Wayne als Batman, wie wir sie in US-BATMAN #666 kennen gelernt haben. Wir lösen die Frage, welcher Hund – Supermans Krypto oder Batmans Ace – wohl der bessere beste Freund ist und vieles andere mehr: Geschichten von Menschlichkeit und voller Poesie!

Batman/Superman: Anbetung

Die beiden Hauptgeschichten sind von Routinier und Altmeister Levitz („75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking„). Die erste Geschichte spielt kurz nach IDENTITY CRISIS – die Ereignisse dort werden auch kurz angesprochen: Sie sind der Grund dafür, dass Lois Lane mit einem Signalgeber ausgerüstet ist, mit dem sie u.a. auch Batman erreicht.

Batman/Superman: Anbetung

Und das ist auch von Nöten, wird sie doch von einer Gruppe wahnsinniger Fanatiker entführt. Sie wollen sie verbrennen, weil sie einen Menschen – Clark Kent – geheiratet hat und nicht Superman! So muss Batman ihr zur Hilfe eilen – während der Stählerne tief im Weltall unterwegs ist. Er zerstört einen Kometen – und einige der Trümmer landen auf einem Planeten. Leider zertrümmern diese beim Aufprall einige Gebäude, worüber die Bewohner gar nicht erfreut sind.

All dies beobachtet von der Erde aus kein geringerer als Superman-Erzbösewicht Lex Luthor mit seinem Quanten Spoinage-Satelliten. Er ist hocherfreut und möchte die ablehnende Haltung der Bewohner gegenüber Superman weiter fördern, unterstützen und für seine eigenen Ziele missbrauchen. Er nennt den Planeten Lexor und sein Plan ist es, Superman dort als böse Bedrohung zu etablieren und sich selbst als Retter und Gott.

Er schickt den Bewohner – mittels Wurmloch-Technologie – Raketen mit Hilfsmitteln und technischen Geräten um deren Entwicklung zu beschleunigen und in seinem Sinne zu beeinflussen. Er betrachtet die Evolution dort als riesiges soziologisches Experiment zu seinen Gunsten. Es stellt sich ebenso heraus, dass der fanatische Kult, der Superman vergöttert und Lois töten möchte, von Lex unterstützt wird um Erkenntnisse zu sammeln, wie man Menschen derart beeinflussen kann, dass sie bestimmte Dinge tun.

In der zweiten Geschichte gibt es ein Wiedersehen mit der Legion der Superhelden – jenem Team, mit dem sich Levitz bestens auskennt. Hat er doch seit 1981 maßgeblich zu dem Erfolg dieses Superhelden-Teams beigetragen – auch ist er der augenblickliche Schreiber der neuen Abenteuer der Legion, die im Mai 2010 neu starteten.

Norbert Elbers


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Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Größer konnte damals der Bruch nicht sein: Nach dem Ende der vielbeachteten Storyline “Hush“ (sie endete mit US-Batman-Heft #619) von Jeph Loeb und Jim Lee übernahmen Brian Azzarello und Eduardo Risso die monatliche Heftserie. War Hush noch ganz geprägt von bunten Farben und einer grandiosen Detektivgeschichte, so bietet das Team Azzarello/Risso zwar auch eine Detektivgeschichte, aber in einer Stadt, die die dunkelste vorstellbare zu sein scheint. Menschliche Abgründe und einen Batman, der sich stark von seinen bisherigen künstlerischen Interpretationen unterscheidet.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Azzarellos bitterböse Sicht auf alles: Mensch, Stadt, Gefühle, Schicksal – das Leben schlechthin! “Broken City“ wird von Panini nun schon zum dritten Mal publiziert – nicht ohne Grund! Sind die beiden alten Veröffentlichungen doch längst vergriffen.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Das mit vielen Preisen überschüttete „100 Bullets„-Team Azzarello/Risso schildert uns in dieser Noir-Story einen Mordfall, der scheinbar aussieht wie ein gewöhnlicher Routine-Fall: Elisabeth Lupo wurde auf grausame Art und Weise ermordet und vieles deutet auf den (kannibalischen) Killer Croc hin. Aber der scheint es nicht gewesen zu sein – vielmehr deutet mehr auf Angel Lupo (Elisabeths Bruder) hin, einen Kleinganoven. Dieser hat eine ebenso äußerst attraktive wie undurchsichtige Freundin: Margo Farr.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Nun passiert ein Doppelmord, der starke Parallelen zu dem Mord an Bruce Waynes Eltern aufweist: Ein kleiner Junge wird Vollwaise! Ein Grund für Batman mehr, sich mächtig ins Zeug zu legen und den wahren Mörder zu jagen! Dieser sinnlose Mord lässt Batman ein wenig zu sehr Eifer an den Tag legen, sodass er Gefahren und Zusammenhänge droht zu übersehen.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Azzarello versteht es bestens, auch andere klassische Batman-Gegner wie den Penguin und den Ventriloquist einzubauen und ihnen wichtige Schlüsselrollen zukommen zu lassen. Nebenbei integriert Azzarello noch zwei neue japanische Super-Schurken-Mutanten (Fat Man und Little Boy – wieder bitterböse: Dies sind die Decknamen der über Nagasaki und Hiroshima abgeworfenen Atombomben).

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Zu guter Letzt kommt dem Joker – der die ganze Zeit im Arkham Asylum einsitzt – noch eine wichtige Funktion bei der Auflösung der vielen Rätsel zu, die selbst Batman tief erschüttert.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Risso setzt diese dunkle Geschichte perfekt um – große Schattenflächen huschen die Häuserwände entlang, seine Perspektive erzeugt schwarze Tiefe und hoffnungslose Verlassenheit.

Norbert Elbers


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Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Während der Startexter Garth Ennis den etwas abgetakelten Geheimdienst-Chef Nick Fury mehr als erfolgreich wiederbelebte, holte er sich beim grünen Koloss Hulk eine blutige Nase. Dieser vom Hitman-Zeichner John McCrea gezeichnete Comic liegt auch bei uns komplett als „Hulk kämpft“ vor und bietet wenig mehr als ein Kriegsgeschichte, bei der ein Haufen hilfloser US-Soldaten in der Wüste von Nevada mit dem Hulk konfrontiert wird. Doch zur Ehrenrettung von Ennis muss gesagt werden, dass auch Stan Lee und Jack Kirby 1962 zunächst nicht allzu viel mit dem anfangs noch grauen Hulk anfangen konnten und die Serie nach nur sechs Heften erst einmal einstellt wurde.

Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Da ist es schon ziemlich überraschend, dass es ausgerechnet Richard Corben gelingt mit Marvels Wüterich einen interessanten Comic zu gestalten. Corbens größter Erfolg „Den“ stammt noch aus den siebziger Jahren und dürfte auch aus dem „Heavy Metal“-Film bekannt sein. „100 Bullets„. Texter Brian Azzarello schildert in „Banner“ den wütenden Hulk als amoklaufendes Monster im Stile von Godzilla. Richard Corben setzte Azzarellos Zerstörungsorgien dann in Bilder voller roher Gewalt um. Hier ist die Wucht direkt spürbar, die immer dann zum Ausbruch kommt, wenn der freundliche Wissenschaftler D. Bruce Banner zum unkontrollierbaren Hulk wird.

Brian Azzarello & Richard Corben: Banner

Sogar die Computercolorierung kann überzeugen, denn es gelingt dem „Studio F.“ so gut die plastische Farbgebung Corbens am Rechner zu erzeugen, dass „Banner“ wirklich keinen Grund zum wütend werden ist.


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Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Nachdem Garth Ennis‘ Kultserie „Preacher“ nach 66 US-Heften planmäßig beendet wurde, erhofften sich in den USA das DC-Label Vertigo, bzw. bei uns zunächst Speed und danach  Panini von „100 Bullets“ einen ähnlichen Erfolg. Wenn es nach dem auf Seite 3 verteilten Vorschußlorbeeren geht, dann handelt es sich um einen massiven Knaller. Neben Ennis („100 Bullets trifft jedes Mal ins Schwarze.“) loben u. a. Alex Ross, Paul Dini und Jim Steranko „100 Bullets“ über den grünen Klee und Warren Ellis („Transmetropolitan“) behauptet sogar die Serie zu kaufen!

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Ein Blick in den ersten Sammelband kann danach nur ernüchternd sein. Im Gegensatz zu den tollen Covern von Dave Johnson ist das Artwork etwas enttäuschend. Eduardo Risso geht zwar sehr großzügig mit kühnen Layouts und Schwarzflächen um, kann aber nicht immer vertuschen, dass seine höchst konventionell colorierten Zeichnungen oft eher ungelenk und grob wirken.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Auch die Story von Brian Azzarello („The Dark Knight III: The Master Race„) will (noch?) nicht restlos begeistern: Eine gewisse Dizzy wird aus dem Knast entlassen und erhält von dem Vertreter einer obskuren Regierungsorganisation nicht nur Informationen über die Mörder ihres Mannes und ihres Sohnes, sondern auch noch ein sehr verlockende Angebot.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Sollte sie die Mörder ihrer Familie umbringen, wird sie gänzlich straffrei ausgehen. So weit so (halbwegs) originell, doch die darauf folgenden familiären Verwickelungen der armen Dizzy und der erste Showdown sind noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Naja, immerhin hat der Mann von der Regierung am Ende des Comics noch einiges mit Dizzy zu besprechen, was vielleicht Anlass zu Hoffnung gibt.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets


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Luke Cage

Am 30. September 2016 stellte Netflix mit “Luke Cage“ seine nach „Daredevil“ und „Jessica Jones“ dritte Marvel-Serie online. Im Zentrum steht ein seit 1972 unter dem Motto “Hero for Hire“ im Marvel Universum, und dort zumeist im New Yorker Stadtteil Harlem, tätiges ehemaliges Gang-Mitglied, das – nachdem es im Knast Experimenten unterzogen wurde- nahezu unzerstörbar ist.

Luke Cage

Genau wie schon in Netflix‘ Jessica Jones wird Luke Cage auch diesmal wieder vom charismatischen Mike Colter verkörpert und Rosario Dawson ist als Krankenschwester Claire Temple auch hier wieder ein Bindeglied der TV-Serien mit Marvel-Charakteren. Panini hat es sich auch diesmal nicht nehmen lassen, rechtzeitig zum Start der Serie einen Comic-Klassiker mit der Hauptfigur herauszubringen bzw. neu aufzulegen.

Luke Cage
Softcover-Cover

Die fünfteilige Miniserie “Cage“ erschien 2002 im Marvel-Label MAX, mit dem der Superhelden-Verlag versuchte durch Aufdrucke auf den Heften, wie „Parental Advisory Explict Content“, ein erwachseneres Publikum neugierig zu machen. Marko Djurdjevic‘ am TV-Erscheinungsbild von Mike Colter angelehntes Motiv auf dem Cover der Neuauflage täuscht ein wenig, denn inhaltlich geht es zumindest von der Optik her in eine andere Richtung.

Luke Cage

Die eher konventionelle Geschichte stammt vom viel beschäftigten Autor Brian Azzarello („100 Bullets„, „Batman: Dark Knight III„), während die Zeichnungen von der Underground- und Fantasy-Legende Richard Corben stammen. Zwar leidet das Artwork ein wenig darunter, dass der auch für seine knalligen Farben bekannte Corben hier nicht selbst kolorierte.

Luke Cage

Doch Corbens ulkig proportionierten Gestalten sind auch heute noch eine angenehme Abwechslung, im ansonsten das Superhelden-Genre dominierenden Pseudo-Realismus.

Luke Cage
Hardcover-Cover

Sehr erfreulich ist, dass der Panini-Sammelband zudem noch alle „Cage“-Cover von Richard Corben, sowohl in der schwarzweißen, als auch in der von José Villarrubia kolorierten Version, enthält. Eins davon ziert die auf 222 Exemplare limitierte Hardcover-Version des Comics.

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Batman: Der letzte Kreuzzug

14 Jahre nach “The Dark Knight Strikes Back“ kehrt Frank Miller zu Batman zurück. Gemeinsam mit dem als Co-Autor fungierenden Brian Azzarello (“100 Bullets“, “Before Watchmen“) hat er nicht nur die eher monumentale, auf 9 Hefte angelegte, Serie “The Dark Knight III: The Master Race“ geschrieben, sondern auch noch ein Prequel zu seinem Meilenstein “The Dark Knight Returns“.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Auch durch den daran beteiligten Zeichner ist dieser Comic eine kleine Sensation. Der zuvor meist für Marvel tätige John Romita Jr. erregte zuvor schon viel Aufmerksamkeit, als er die von Geoff Johns geschriebene Superman-Miniserie “Men of Tomorrow“ in Szene setzte.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Romita Jr. hat Batman zwar bereits in einem Crossover mit dem Punisher gezeichnet, doch in “The Dark Knight Returns: The Last Crusade“ taucht er voll ins DC-Universum ein. Die Geschichte von Miller und Azzarello schildert, wie Batman mit dem Ruhestand hadert und sich eine gemeinsame Zukunft mit Selina Kyle alias Catwoman durchaus vorstellen kann, zumal ihre Beziehung mittlerweile nicht mehr nur platonischer Natur ist.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Für Batman kommt es jedoch leider nicht in Frage das Fledermaus-Kostüm an den zweiten Robin Jason Todd zu übergeben, denn dieser agiert bei den nächtlichen Einsätzen oftmals übertrieben brutal. Batman denkt daran “in Rente zu gehen und ihn von der Höhle aus“ anzuleiten. Doch aus dieser “Batman Beyond“-Lösung wird (zumindest im Bezug auf Jason Todd) nichts, denn der Joker hat auch noch mehr als ein Wörtchen mitzureden…

Batman: Der letzte Kreuzzu

Was Miller und Azzarello hier auf 57 Seiten erzählen, ist weniger eine in sich abgeschlossene Story, sondern vielmehr ein Jonglieren mit aus anderen Batman-Geschichten bekannten Situationen und Figurenkonstellationen. Über alle Zweifel erhaben ist jedoch das Artwork von Romita Jr.  Seine klaren, zugleich aber auch sehr detailreichen, Bilder bestätigen einmal mehr, dass hier der – meiner Meinung nach – immer noch beste Zeichner von Superhelden-Geschichten am Werke war.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Panini Deutschland hat “Batman: Der letzte Kreuzzug” auch mit einem alternativen Cover von Lee Bermejo und 27 weiteren „Comic-Shop-Variants“ veröffentlicht.

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Batman: The Killing Joke

Als 26. Beitrag der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“ entstand nach “The Dark Knight Returns“ und “Year One“ eine weitere Zeichentrick-Adaption eines absoluten Batman-Klassikers.

Batman: The Killing Joke

1987 zeigte Alan Moore mit seinem von Dave Gibbons gezeichneten Comic “Watchmen“, das Superhelden-Geschichten kein Kinderkram sein müssen. Ein Jahr später widmete er sich dem Dunklen Ritter und auch “Batman: The Killing Joke“ hinterließ bleibende Eindrücke. Die Geschichte beschäftigte sich mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Batman und seinem Widersacher, dem Joker. Eine äußerst extreme Szene zeigte, wie letzterer das ehemalige Batgirl Barbara Gordon durch einen Revolverschuss für immer an den Rollstuhl fesselt.

Batman: The Killing Joke

Mehr als bemerkenswert ist auch das unglaublich detailreich ausgeführte Artwork des Briten Brian Bolland, das sich nur bedingt (und vor allem nicht mit einem moderaten Budget) in animierte Bilder umsetzen lässt. Daher orientierten sich die Trickfilmer des Produzenten Bruce Timm (“Batman – The Animated Series“) an den etwas einfacher gestrickten Comic-Zeichnungen von Kevin Nowlan, der wiederum von Bolland beeinflusst ist. Das gelingt recht gut und abgesehen von der (in der Originalfassung von Mark Hamill gesungenen) Musical-Einlage “I Go Looney“ des Jokers, sowie ein paar zusätzlich in die Handlung eingefügten Zirkus-Freaks, ist das Kernstück des Zeichentrickfilm eine sehr werkgetreue und ziemlich intelligente Adaption der Comic-Vorlage.

Batman: The Killing Joke

Dies kann allerdings nicht von den ersten 30 Minuten behauptet werden. Um auf eine Spieldauer von 76 Minuten zu kommen, wurde Moores kompakte auf nur 48 Seiten erzählte Geschichte für die Verfilmung noch um einen Prolog, sowie einen sehr kurzen Epilog, ergänzt. Dies erledigte der vielbeschäftigte Comic-Autor Brian Azzarello (“The Dark Knight III“, “100 Bullets“) zum Missvergnügen von so manchem Fan der Comic-Vorlage. Mir persönlich hat die Vorgeschichte gefallen. Hier wird erzählt, wie sich die als Batgirl tätige Barbara Gordon von dem an den Joker erinnernden Ganoven Paris Franz fasziniert zeigte und deswegen schließlich ihr Kostüm ablegte. Zugleich wird eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Batman mehr als nur angedeutet. Der Epilog erzählt aber auch davon, wie in den 80er Jahren durch das Erscheinen von ganz schön finsteren Comic wie “The Killing Joke“ die fröhlich-naiven Jahre der DC-Superhelden beendet wurden.

Batman: The Killing Joke

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 76-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Batman: The Killing Joke: The Many Shades of The Joker“ (17:43 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “ Madness Set to Music“ (11:54 min); Zwei thematisch passende Cartoons der klassischen “Batman – The Animated Series“: „Christmas with the Joker“ und „Old Wounds“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League Dark“ (8:14 min) und kurze Berichte über die weiteren DC-Animationsfilme “The Dark Knight Returns“ und “Batman: Assault on Arkham“ Leider fehlt das 10-minütige sehr informative Making Of zu „The Killing Joke“, das auf Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ enthalten ist.

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Frank Miller: The Dark Knight III: The Master Race

Lange hat es gedauert, 14 Jahre nach “The Dark Knight Strikes Back“ kehrt Frank Miller zu Batman zurück.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Doch die zweite Fortsetzung zum Comic-Meilenstein “The Dark Knight Returns“ ist alles andere als ein Solo-Projekt. Gezeichnet wird die Reihe von Andy Kubert und geinkt wieder von Klaus Janson. Auch beim Texten holte sich Miller Unterstützung. Als Co-Autor fungiert Brian Azzarello (“100 Bullets“, “Before Watchmen“).

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Inhaltlich ist nach Lektüre des ersten Hefts natürlich noch nicht auszumachen, wohin die Reise innerhalb der 8-teiligen Mini-Serie gehen soll. Die etwas geleckt wirkende Optik lässt ein wenig den speziellen Miller-Touch vermissen.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Doch die Verwendung kleiner Panels, die etwa auf einer Doppel-Seite die Sicht verschiedener TV-Medien darstellen, steht in der Tradition von “The Dark Knight Returns“.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Ein breiter Spielraum wird – genau wie schon bei “The Dark Knight Strikes Back“ – anderen DC-Heroen eingeräumt. Im ersten Heft haben Supergirl und vor allem Wonder Woman größere Auftritte.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Das Heft endet mit einigen Überraschungen, die jedoch eher im konventionellen Bereich angesiedelt sind.  Wirklich überraschend ist jedoch die Zweitstory um “The Atom“, hier fungiert Azzarello zwar wieder als Co-Autor, doch gezeichnet hat die Geschichte Frank Miller himself.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
© 2015 DC COMICS

Begleitet wird die Veröffentlichung von zahllosen Variant-Cover, die in den USA teilweise nur über spezielle Händler oder Comic-Shops zu beziehen sind.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
Variant-Cover von Brian Bolland © 2015 DC COMICS

Eins der schönsten Titelbilder stammt von Frank Miller. Nicht nur daher ist es erfreulich zu erfahren, dass dieser den vierten “Dark Knight“ Comic im Alleingang schreiben und hoffentlich auch wieder selber zeichnen wird.

Frank Miller: DARK KNIGHT III: THE MASTER RACE
Variant-Cover von Frank Miller © 2015 DC COMICS

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Batman: Gotham Knight

2003 brachte Warner parallel zum Kinofilm “Matrix Reloaded“ die in Japan entstandene Trickfilm-Kollektion “Animatrix“ heraus. Dieses Spielchen wiederholte sich fünf Jahre später. Um Stimmung für den neuen Batman-Kinofilm “The Dark Knight“ zu machen, erscheint unter dem Titel “Batman: Gotham Knight“ eine Zusammenstellung von sechs 12-minütigen Trickfilmen im japanischen Anime-Stil, die nach “Superman: Doomsday“ und “Justice League: The New Frontier“ als dritter Beitrag der Reihe “DC Universe Animated Original Movies” veröffentlicht wurde. Die Regie der einzelnen Episoden übernahmen japanische Trickfilmer der Studios “Madhouse“, „Production I.G.“, „Be Train“ und “Studio 4°C“ , während die Storys unter der Oberaufsicht von Bruce Timm (“Batman: The Animated Series“) von US-Autoren verfasst wurden.

Batman: Gotham Knight
© DC / Warner Bros. Entertainment

Den Reigen eröffnet „Have I Got a Story For You“ geschrieben von Josh Olson (“A History of Violence”). Hier geht es um einige Kinder, die sich versuchen gegenseitig mit ihren widersprüchlichen Geschichten über Batman zu übertreffen. Vorlage war eine Comicstory, von 1973, die sehr viel interessanter innerhalb der “Batman Anmated“-Reihe als “Legends of the Dark Knight“ (teilweise im Look von Frank-Millers “The Dark Knight Returns“) adaptiert wurde. Die zweite Geschichte „Crossfire“ stammt von Greg Rucka i(„Gotham Central„) st äußerst spannend und erzählt wie die Polizisten Allen und Ramirez mitten in einen Bandenkrieg geraten. Auch „Field Test“ von Jordan Goldberg ist nicht ohne und zeigt wie ein sehr junger (und sehr japanischer) Bruce Wayne neue Wunderwaffen von Lucius Fox erhält.

Batman: Gotham Knight
© DC / Warner Bros. Entertainment

David Goyer, der Drehbuchautor von “Blade” und “Batman Begins”, lässt anschließend in “Darkness Dwells“ Batman gegen Scarecrow und Killer Croc antreten. Der Höhepunkt der Zusammenstellung ist „Working Through Pain“ vom Comicautor Brian Azzarello („The Dark Knight III: The Master Race„). Hier erfahren wir einige Details aus den Lehr- und Wanderjahren von Bruce Wayne, der von einer fernöstlichen Expertin das Ertragen von Schmerzen lernt, aber dann doch nicht zum Ghandi taugt. „Deadshot“ von Alan Burnett erzählt wie Batman gegen den gleichnamigen Meisterkiller antritt. Diese Story strotzt nicht nur vor Action, sondern verdeutlicht auch die Abscheu des Dunklen Ritters gegenüber Schusswaffen.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Extras: Audiokommentar von Gregory Noveck, Dennis O’Neil and Kevin Conroy, nicht untertitelt;“Batman and Me: The Bob Kane Story“ (38:23 min), wie alle übrigenExtras wahlweise mit deutschen Untertiteln;“A Mirror for the Bat“ – Bericht über die Schurken (35:46 min); Vier Episoden aus der „Batman Animated“-Serie : „Heart of Ice“, „I Am the Night“, „Legends of the Dark Knight“ und „Over The Edge“, ohne deutsche Tonspur

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