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The Phantom

The Phantom war nicht die einzige erfolgreiche Comicfigur, die Lee Falk (1911 – 1999) geschaffen hatte. Als der aus St. Louis in Illinois stammende 19-jährige Falk mit seinem Vater New York besuchte, schaute er auch bei einigen Verlagen vorbei. Er hatte einige Short Stories und Theaterstücke im Gepäck.

The Phantom

Anklang fand jedoch nur sein Comic-Strip Mandrake the Magician, von dem er Material für eine Laufzeit von zwei Wochen ganz alleine geschrieben und gezeichnet hatte. Die Legende will wissen, dass er zunächst einen vollen Tag im Vorzimmer von King Features, der führenden Firma für Zeitungs-Comics, gewartet hatte. Der zuständige Manager hatte Falk ganz einfach vergessen, führte ihn aber zum Ausgleich durchs New Yorker Nachtleben.

The Phantom

Falk war angemessen beeindruckt und sein Comic-Strip Mandrake stieß auf großes Interesse. Er machte trotzdem zunächst seinen College-Abschluss bevor die Serie schließlich ab 1934 erfolgreich in den Zeitungen erschien. Der Erfolg ermutigte Falk noch eine weitere Figur zu erschaffen. Auch hier zeichnete er das Stripmaterial für die ersten zwei Wochen eigenhändig. Am 17. Februar 1936, kurz vor Falks 25. Geburtstag – und lange vor Superman (1938)! – startete The Phantom. Ursprünglich wollte Falk die Figur The Gray Ghost nennen (und eine Figur dieses Namens spielte als Vorbild für den jungen Bruce Wayne eine Rolle in Batman: The Animated Series). Der erste  Zeichner von The Phantom war – nach Lee Falk – Ray Moore, der zuvor bei Mandrake assistiert hatte.

The Phantom

Lee Falk sollte auch ein erfolgreicher Theaterproduzent werden und das Phantom bis zu seinem Tode im Jahre 1999 texten, wobei er ausschließlich für die Zeitungs-Strips verantwortlich war, die weltweit erfolgreich liefen. In Comicheften hingegen konnte sich das Phantom, zumindest in den USA, im Gegensatz zu Batman und Superman. nie dauerhaft durchsetzen.

The Phantom

Zwar ist das Phantom, genau wie der kurz danach entstandene Batman, kein “wirklicher“ Superheld mit übernatürlichen Kräften, aber viele wichtige Zutaten des Genres waren bereits von Anfang an vorhanden. Bei dem aktuellen Phantom der Comics handelt es sich um den 20. Nachfahren des Ur-Phantoms, eines Schiffbrüchigen, der zuvor Schiffjunge bei Christop Columbus war.

Phantom

Nachdem sein Schiff 1525 von Piraten überfallen wurde, rächte er sich an den Seeräubern und vererbte einen Schwur an seine Nachkommen. Diese müssen nun immer einen Sohn zeugen und diesen auf seine spätere Aufgabe vorbereiten. Nach dem Tod des Vaters übernehmen sie desseb Position als Phantom. Hierdurch wirkt die Figur scheinbar unsterblich. Außerdem gibt es dadurch für Lee Falk immer mal wieder die Gelegenheit Geschichten von den Phantom-Vorfahren zu erzählen.

The Phantom

Das Phantom hat eine Geheimidentität als Kit Walker, ein farbenfrohes Kostüm mit quergestreifter “Unterhose“, die wie bei vielen Superhelden über dem violetten Trikotanzug getragen wird und einen beeindruckenden Schlupfwinkel. Die Totenkopfhöhle diente unzweifelhaft als Vorbild für die Bat-Höhle. Wichtig sind auch noch die Ringe des Phantoms, die dauerhafte Spuren hinterlassen. Der Totenkopf-Ring an der rechten Hand “markiert“ Bösewichter und der Ring mit P-Kreuz, an der näher am Herzen gelegenen linken Hand. macht Freunde kenntlich.

The Phantom

Genau wie später Bob Kane (bzw. sein Zeichner Bill Finger) bei Batman, zeichnete Ray Moore als er das Phantom entwarf, anstelle der hinter einer schwarzen Maske befindlichen Augen einfach schlichte weiße Schlitze. Der Zeichner Billy Lignant erregte Aufsehen dadurch, dass er richtige Augen zeichnete und prompt wirkte die Figur unecht.

The Phantom

1980 heiratete das 21. Phantom schließlich eine gewisse Diana Palmer, die kurz darauf Zwillinge (den Jungen Kit und das Mädchen Heloise) zur Welt brachte. Danach flachte das Interesse an der Figur etwas ab.

Phantom

1995 versuchte Marvel vergeblich eine Superhelden-Heftserie zu etablieren, nachdem DC bereits Ende der achtziger Jahre ebenfalls daran gescheitert war. In Deutschland veröffentlichte ab 1949 die Hamburger Morgenpost den täglichen Strip bis weit in die 80er-Jahre

Phantom

Von 1952 bis 1955 erschienen Phantom-Comichefte, in denen auch Geschichten mit Prinz Eisenherz, Blondie, Mandrake und Rip Kirby veröffentlicht wurden.

The Phantom

Nachdem 1974 der Kelter Verlag eine sehr lesenswerte Romanversion des Phantom-Mythos, die später bei Fischer innerhalb der Reihe Bibliothek der phantastischen Abenteuer noch einmal mit einem ziemlich idiotischen Cover neu aufgelegt wurde.

The Phantom

Von 1974 bis 1983 brachte der Bastei-Verlag 238 großformatige Comic-Hefte mit Lee Falks wandelnden Geist heraus.

The Phantom

Am erfolgreichsten ist die Figur jedoch nicht in den USA, sondern in Neuseeland,  Australien und als Fantomen in Skandinavien. In Schweden haben sogar die Zwillinge Kit und Heloise als Fantomen Kids eine eigene Serie!

Fantomen Kids

Außerdem gab es in Eskilstuna in der Nähe von Stockholm von 1986 bis 2009  innerhalb eines Tierparks namens Parken Zoo ein Fantomenland.

The Phantom

Die Filmografie des Phantoms ist eher dünn, aber nicht uninteressant. 1943 produzierte Columbia ein 15-teiliges Phantom-Serial. In der Titelrolle war ein gewisser Tom Tyler zu sehen, der zwei Jahre zuvor in einem Captain Marvel-Serial auftrat und bereits seit 1924 Actionfilme drehte.

The Phantom

Weiterhin ist vielleicht noch bemerkenswert, dass ein gewisser Frank Shannon mitspielte, der in allen drei Flash Gordon-Serials den Dr. Zarkoff verkörperte. Obwohl der Regisseur “Breesy“ Reeves Eason eigentlich ein Händchen für Action-Szenen hat – er inszenierte 1926 das Wagenrennen in der ersten Ben Hur-Verfilmung und den Brand von Atlanta in Vom Winde verweht – gilt The Phantom als mittelprächtiges bis misslungenes Serial.

The Phantom
Danach war es außerhalb der Comics lange, lange Zeit ruhig um den wandelnden Geist, der allenfalls grausam animiert, manchmal gemeinsam mit Mandrake und Flash Gordon durch das US-Vormittags-Fernsehprogramm geisterte. In den sechziger Jahren entstand ein TV-Pilotfilm, der jedoch nie gesendet wurde. Paulette Goddard,  Charlie Chaplins Partnerin in Moderne Zeiten und Der große Diktator, spielte hier mit.

 Phantom 2040

Ferner gab es ab 1994 mit Phantom 2040 noch einen peinlichen Zeichentrickversuch, der bei uns auf Video erschien. Hier wurde versucht die Figur zu einem ökologischen Moralapostel der Zukunft zu machen.

The Phantom

Nachdem sich zuvor Sergio Leone (Für eine Handvoll Dollar) als Regisseur ins Gespräch gebracht hatte, ließ 1996 Gremlins-Regisseur Joe Dante als Produzent den Simon Wincer (Free Willy) das Phantom halbwegs angemessen für die Leinwand umsetzen.

Phantom

Das ganz große Vorbild ist unübersehbar: Steven Spielbergs Jäger des verlorenen Schatzes, dessen ironisch-unbeschwerter Umgang mit Mythen aller Art zwar angestrebt, aber nur selten erreicht wird.

The Phantom

Immerhin wird wie bei der gleichfalls sympathischen Comic-Verfilmung Rocketeer, die Story in den 30er-Jahren angesiedelt. Kirsty Swanson (die Ur-Buffy die Vampirjägerin) ist eine toughe Diana Palma, doch sehr viel besser profilieren kann sich Catherine Zeta Jones, als im Laufe der Handlung geläuterte Schurkin Sala. Erwähnenswert sind auch noch Treat Williams als Bösewicht Xander Drax und Patrick McGoohan (Nummer 6), der das verstorbene 20. Phantom als „wandelnden Geist“ spielt.

The Phantom

Die Hauptrolle spielte Billy Zane (Titanic), der sich gegen Bruce Campbell durchsetzte und am Drehort Australien ein großer Star ist. Der Film eine US-australische Co-Produktion, da – wie ja bereits erwähnt – die Figur „downunder“ sehr viel populärer ist, als in ihrem Entstehungsland. Nachdem der Film in den USA böse floppte, kam er bei uns gar nicht erst in die Kinos, sondern erschien nur auf Video und DVD, aber leider immer noch nicht auf Blu-ray.

The Phantom

2009 entstand die zweiteilige Miniserie Das Phantom. Produzenten waren Robert Halmi, Jr. und Robert Halmi Sr., die Experten für relativ aufwändige TV-Movies wie Das zehnte Königreich, die sich meist aus dem Fantasy-Fundus bedienen und oft – genau wie in Das Phantom – Isabella Rossellini als Darstellerin an Bord hatten. Das richtige Händchen hatten die Halmis leider nicht. So braucht der erste Teil ewig, bis er endlich in Fahrt kommt.

The Phantom

Lee Falks Mythos vom Phantom wird zwar mit Skeletthöhle und Rückblende in Form von Comiczeichnungen recht stimmungsvoll beschworen. Etwas zweifelhaft erscheint es jedoch die langjährige Abwesenheit des Phantoms mit dem Aufkommen des internationalen Terrorismus und gar dem 11. September in Verbindung zu bringen. Das neue Hightech-Kostüm, das dem 22. Phantom schließlich verpasst wird, sieht eher albern aus und macht sich auch im temporeichen Showdown des zweiten Teils nicht wirklich gut.

The Phantom

Doch Lee Falks Mythos um das Phantom ist genauso unsterblich wie diese Figur und hat auch diese Miniserie überlebt.

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Die fantastische Welt von Oz

MGMs Kinoklassiker Der Zauberer von Oz – unvergessen auch durch den von Judy Garland so großartig interpretierten Ohrwurm Somewhere over the Rainbow – ging erst in Produktion nachdem Walt Disney mit Schneewittchen und die sieben Zwerge bewiesen hatte, dass farbenprächtige Märchenfilme zu Kassenschlagern werden können. 1939 war Der Zauberer von Oz allerdings zunächst nicht der ganz große Hit, sondern der prächtige Film brachte es erst durch das Medium Fernsehen zu unsterblichem Ruhme.

Die fantastische Welt von Oz

Auch die Walt Disney Company versuchte sich im allgemeinen Fantasy-Rausch der 80er Jahre mit Oz – Eine fantastische Welt an einer (zu Unrecht fast völlig vergessenen) Verfilmung der Oz-Bücher von L. Frank Baum. Doch 2013 dürfte es eher der große Erfolg von Tim Burtons starbesetzter (aber eigentlich eher blödsinniger) Alice im Wunderland-Verfilmung sein, der die Disney Company dazu bewegte einen weiteren Kinderbuch-Klassiker hochkarätig besetzt in 3D auf die Leinwände zu wuchten.

Die fantastische Welt von Oz

Die Namen der Mitwirkenden sind ebenso überraschend wie das Resultat. Der für brachialen Horror (Tanz der Teufel, Drag Me to Hell) oder Superhelden-Filme (Spider-Man, Darkman) bekannte Über-Inszenierer Sam Raimi erscheint nicht gerade der Top-Kandidat für einen Oz-Film zu sein. Doch der Judy-Garland-Klassiker ist ein derart vitaler Bestandteil der US-Kultur, dass es auch prominente Darsteller wie James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz oder Michelle Williams nicht lassen konnten, neue Interpretationen altbekannter Figuren abzuliefern.

Die fantastische Welt von Oz

Raimis Oz-Film beschreitet sowohl die Yellow Brick Road als auch neue Wege. Ähnlich wie in einer Superhelden-Geschichte (erst nach einigen Heften erfuhren in den Dreißiger Jahren die Leser von Detective Comics warum Bruce Wayne zu Batman wurde) wird auch hier die Origin bzw. die Entstehungsgeschichte einer Figur nachgeliefert. In diesem Fall handelt es sich um “Oz the Great and Powerful“ (wie auch der Originaltitel des Films lautet), der sich am Ende des Filmklassikers als unverfrorener aber recht effizienter Betrüger herausstellt.

Die fantastische Welt von Oz

Die fantastische Welt von Oz“ beginnt genau wie der Film von 1939 in schwarzweiß und erzählt vom leichtlebigen Jahrmarktszauberer Oscar Diggs (James Franco) der von einem Wirbelsturm in die kunterbunte Breitwand-Märchenwelt von Oz gerät. Doch dort geht es weniger abgefahren skurril wie in Tim Burtons “Wunderland“ zu, sondern es menschelt ganz heftig, auch beim fliegenden Affen Finley.

Die fantastische Welt von Oz

Figuren wie das traurig-tapfere Porzellanpüppchen China Girl
oder die mit viel Herzenswärme von Michelle Williams verkörperte fast ein wenig zu gute Zauberin Glinda müssten eigentlich kitschig wirken, sorgen jedoch stattdessen dafür, dass die Geschichte nicht nur durch die 3D-Technik plastisch wirkt. Eine Klasse für sich ist die von Mila Kunis gespielte eigentlich gutmütige Hexe Theodora, deren tragisches Schicksal wirklich zu Herzen geht.

Die fantastische Welt von Oz

Die fantastische Welt von Oz ist einer der wenigen nach dem Tode von Walt Disney entstandenen Walt Disney Filme auf den Walt Disney wirklich stolz gewesen wäre!

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Spider-Man 3

Obwohl Spider-Man 2 mit 200 Millionen Dollar sehr viel mehr kostet als sein Vorgänger und 2014 etwas weniger einspielte als dieser, folgte drei Jahre später eine zweite Fortsetzung von Sam Raimis Comic-Verfilmung.

Spider-Man 3

Diesmal bekommt es Peter Parker (Tobey Maguire) gleich mit drei mächtigen Gegnern zu tun: Der Kleinkriminelle Flint Marko (Thomas Haden Church aus Sideways), der zudem noch für den Tod von Peters Onkel Ben verantwortlich ist, verwandelt sich in den gewaltigen Sandmann, Harry Osborn (James Franco) tritt das Erbe seines Vaters als Green Goblin an, und aus dem All kommt eine schwarze Substanz, die erst von Peters Spider-Man-Kostüm Besitz ergreift und dann den Fotografen Eddie Brock (Topher Grace) in den gefährlichen Venon verwandelt.

Spider-Man 3

Doch auch an der Beziehungsfront gibt es einige Neuigkeiten: Mary Jane (Kirsten Dunst) fühlt sich unverstanden von dem durch seine Superkräfte berauschten Peter, nachdem sie einen herben Rückschlag in ihrer Schauspielerkarriere hinnehmen muss. Sie interessiert sich daher wieder stärker für Harry Osborn. Peter hingegen plant einen Heiratsantrag, ist zugleich aber auch fasziniert von seiner neuen Kommilitonin, der blonden Gwen Stacy (Bryce Dallas Howard).

Spider-Man 3

Sam Raimi packte etwas zu viel Zutaten in seinen dritten (überlangen) Spider-Man“-Film. Darunter befindet sich auch einiger Unfug wie etwa ein alberner Balztanz, den Peter in einem Nachtclub vor Mary Janes Augen mit Gwen Stacy aufführt. Noch dämlicher wird es, wenn Peters Frisur unter dem Einfluss des schwarzen Kostüms plötzlich an Adolf Hitler denken lässt. Albern aber gut und mittlerweile schon Tradition ist der Gastauftritt von Raimis Kumpel Bruce Campbell, der diesmal einen allzu diensteifrigen französischen Kellner mimt.

Spider-Man 3

Zwar haben die Spezialeffekte nicht ganz die Wucht wie in Spider-Man 2, die spektakulären Kämpfe funktionieren aber trotzdem gut. Durch die konsequente Weiterführung der Geschichte und die abwechslungsreiche Mischung aus Drama, Komödie, Action und Schnulze ist auch Spider-Man 3 eine erstaunlich werkgetreue Verfilmung der Comic-Vorlage.

Spider-Man 3

Obwohl Spider-Man 3 mit 890 Millionen Dollar deutlich mehr als seine beiden Vorgänger eingespielt hatte, wurde beschlossen keinen vierten Teil folgen zu lassen, Zum einen waren die Kritiken zum Film nicht allzu positiv ausgefallen, zum anderen konnte sich das Studio nicht mit Sam Raimi über die weitere Ausrichtung der Serie einig werden. Stattdessen wurde fünf Jahre später mit The Amazing Spider-Man ein Neustart gewagt.

Spider-Man 3

Doch auch das ist mittlerweile wieder Geschichte und der aktuelle Spider-Man ist Tom Holland. Parallel zum Heimkino-Start von dessen Film Spider-Man: Homecoming erschien in den USA eine Blu-ray-Neuauflage von Sam Raimis Spider-Man-Trilogie als “Legacy Collection“. Als Bonus enthält diese einen “Editors Cut“ des dritten Teils. Bemerkenswerterweise verfügt diese bei uns (noch?) nicht erschienene Edition in den USA über eine deutsche Tonspur!

Spider-Man 3

Der “Editors Cut“ ist bemerkenswerterweise zwei Minuten kürzer als die Kinoversion, obwohl einige neue Szenen enthalten sind. Ein guter Neuzugang ist eine Sequenz, in der sich der von allen gejagte Sandman in eine große Burg aus Sand verwandelt, um seine kleine Tochter Penny zu erfreuen, was den Charakter sympathischer erscheinen lässt. Einige peinliche Momente, etwa mit Peters Vermieter Mr. Ditkovitch oder Tante May, wurden gekürzt und der Soundtrack neu justiert. Das Resultat ist zwar kein richtig guter Film, doch deutlich besser als die 2007 im Kino gezeigte Version.

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Marvel Zombies vs. Army of Darkness

Ashley J. „Ash“ Williams hat schon allerlei schreckliche Dinge erlebt, so z. B. den Tanz der Teufel oder die Armee der Finsternis. Doch zum Glück ist er mit einer Knarre und – als Ersatz für seine abgetrennte rechte Hand – einer Kettensäge bewaffnet. Diese kann er auch gut gebrauchen, denn er befindet sich urplötzlich in einen Universum, das von seltsamen Superhelden bevölkert wird, die sich dann auch noch alle in Zombies verwandeln.

Marvel Zombies vs. Army of Darkness

Bruce Campbell verkörperte in der Evil Dead-Filmtrilogie von Spider-Man-Regisseur Sam Raimi den grimmig-trotteligen Ash so unverwechselbar, dass dieser Charakter auch als Comicfigur weiterlebte und für Dynamite Entertainment weiterhin seine Kettensäge schwang. In einem erstaunlich gut funktionierenden und sehr schön schräg erzählten Crossover verschlägt es Ash nun in die Welt der Marvel Zombies. Die untoten Versionen bekannter Superhelden tauchten zunächst in den Heften 21 bis 23 der Serie Ultimate Fantastic Four auf und 2006 schließlich in einer Mini-Serie auf, die sich ungewöhnlich gut verkaufte.

Marvel Zombies vs. Army of Darkness

Als Texter fungiert bei Marvel Zombies vs. Army of Darkness nicht mehr Robert Kirkman (The Walking Dead) sondern John Layman (Chew – Bulle mit Biss). Der große Erfolg der Reihe hängt ganz sicher auch mit den knallig-blutigen Covern von Arthur Suydam zusammen. Dieser Sammelband erhält nicht nur alle Variantversionen der Titelbilder, sondern es sind auch die Cover jener klassischen Marvel-Comichefte abgebildet, die Suydam dann durch den Fleischwolf drehte und “zombiefizierte“.

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Walt Disney: Ein toller Käfer

1968 wurde der Realfilm Ein toller Käfer zu einem gewaltigen Erfolg für die Walt Disney Company. Der im Original sehr viel passender The Love Bug betitelte Film erzählt die vergnügliche und skurrile Geschichte vom hässlichen kleinen VW-Rennauto Herbie mit der Nummer 53, das den erfolglosen Rennfahrer Jim Douglas (Dean Jones) zu Ruhm und Herzensglück verhilft.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Für den Film spricht auch seine sympathische Besetzung. Hauptdarsteller Dean Jones war so etwas wie Walt Disneys Leading Man und auch in Produktionen wie Zotti das Urviech oder Käpt’n Blackbeards Spuk-Kaschemme mit Peter Ustinov zu sehen. Die Schurkenrolle übernahm der aus den Disney-Filmen Mary Poppins und Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett bekannte britische Darsteller David Tomlinson, während die auch als Sängerin aktive Michele Lee in der weibliche Hauptrolle eine gute Figur machte.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Eine Klasse für sich ist Buddy Hackett als Jims bester Kumpel Ted Steinmetz. Der rundliche Komiker spielt, passend zum Handlungsort San Francisco, dessen Hippie-Bewohner im Film sanft veralbert werden, einen esoterisch angehauchten Automechaniker. Dieser lebt in einem alten Spritzenhaus, meditiert viel, war bereits in Tibet, bastelt Skulpturen aus Schrottteilen und setzt sein Schweißgerät zum Kochen von Irish Coffee ein. Hackett wird in der deutschen Fassung von Klaus Havenstein gesprochen, genau wie King Louie in Das Dschungelbuch.

Walt Disney: Ein toller Käfer
Gemälde von Peter Ellenshaw

Obwohl Ein toller Käfer in der damaligen Gegenwart spielt, hat die Handlung etwas märchenhaftes. Dies liegt ganz sicher auch daran, dass nicht immer an Originalschauplätzen gedreht wurden, sondern, wie bereits in Disneys ersten Realfilm Die Schatzinsel, oftmals Gemälde des großen britischen Künstlers Peter Ellenshaw mit im Studio gedrehten Aufnahmen kombiniert wurden.

Walt Disney: Ein toller Käfer
Gemälde von Peter Ellenshaw

Ein toller Käfer kann auch als Reflektion darüber verstanden werden, dass Autos die Leben vieler Menschen dominieren und ist so etwas wie der freundliche Bruder von Stephen Kings Christine. 1968 waren nur 2001: Odyssee im Weltraum und Funny Girl mit Barbra Streisand erfolgreicher an den Kinokassen, was natürlich Folgen hatte. So entstand in Deutschland die fünfteilige Plagiatsreihe um den ADAC-gelben Wunderkäfer Dudu.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Mit Herbie groß in Fahrt kam 1973 die erste der deutlich schwächeren offiziellen Fortsetzung in die Kinos. Ken Berry, der später auch in der Disney-Komödie Die Katze aus dem Weltraum die Hauptrolle spielte, war ein schwacher Ersatz für den smarten Dean Jones. Die restliche Besetzung kann sich jedoch sehen lassen,  vor allem Stefanie Powers – bekannt aus der TV-Serie Hart aber herzlich – als resolute Krankenschwester.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Helen Hayes, die einen Oscar für Airport erhielt, war als Tante von Tennessee Steinmetz zu sehen, die zusammen mit Herbie dafür kämpft, dass das Spritzenhaus nicht abgerissen wird. Der Schurke im Spiel ist  der Spekulant Alonzo Hawk, den Keenan Wynn bereits in den beiden Disney-Filmen um den “fliegenden Pauker“ spielte.

Walt Disney: Ein toller Käfer

1976 kehrte Dean Jones als Jim Douglas in Der tolle Käfer in der Rallye Monte Carlo auf die Leinwand zurück. Wie der Titel andeutet erzählt der Film davon, wie Herbie an einem Autorennen in Europa teilnimmt. Dabei verliebt er sich in einen Lancia namens Giselle, dessen Fahrerin Diane Darcy (Julie Sommars) wiederum Jim Douglas  recht gut gefällt. Hinzu kommt noch ein gestohlener Diamant, den die Diebe in Herbies Tank versteckt haben. Genug Stoff also für halbwegs vergnügliche 105 Minuten.

Walt Disney: Ein toller Käfer

1980 schließlich entstand mit Herbie dreht durch (1980) erst einmal die letzte und mit Abstand schwächste Kino-Fortsetzung. Die unnötig kompliziert Geschichte erzählt von einem Inka-Schatz und zwei jungen Männern, die Herbie geerbt haben. Der Film spielt in Mexiko, Panama und großteils auf einem Kreuzfahrt-Schiff. Aus dem blassen Ensemble ragen einzig die beiden Mel-Brooks Darsteller Cloris Leachman (“Frau Blücher“ aus Frankenstein Junior) und Harvey Korman (“Hedley Lamarr“ aus Der wilde, wilde Westen) hervor, die für eine gewisse „gehobene Albernheit“ sorgen.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Dean Jones war danach der Star einer fünfteiligen TV-Serie namens Herbie, the Love Bug, die 1982 ausgestrahlt wurde. Hier betrieb Jim Douglas zusammen mit Herbie eine Fahrschule und eroberte mit Hilfe seines tollen Käfers das Herz einer alleinerziehenden Mutter. 1997 spielte Tanz der Teufel-Star Bruce Campbell die Hauptrolle im TV-Film Ein toller Käfer kehrt zurück, in dem auch Dean Jones einen Gastauftritt als Jim Douglas absolvierte.

Walt Disney: Ein toller Käfer
Bruce Campbell und Alexandra Wentworth in „Ein toller Käfer kehrt zurück“

2005  entstand mit Herbie: Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch eine recht interessante Fortsetzung. Herbies mimische Fähigkeiten haben sich zwar durch digitale Hilfe etwas gesteigert, doch ansonsten ist das kleine wackere Auto immer noch darum bemüht Außenseitern zum Erfolg zu verhelfen. Diesmal ist Maggie Peyton die Glückliche. Zunächst ist die Teenagerin gar nicht so erfreut, als sie von ihrem Vater nicht mehr als einen rostigen VW-Käfer zum Highschool-Abschluss erhält. Doch plötzlich rückt Maggies Traum erfolgreich an einem NASCAR-Rennen teilzunehmen in greifbare Nähe.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Die Hauptrolle spielt die frisch fröhliche Lindsay Lohan, die bereits in den Remakes der Disney-Filme The Parent Trap (Ein Zwilling kommt selten allein) und Freaky Friday zu sehen war. In recht ergiebigen Nebenrollen sind Michael Keaton als Maggies Vater und Matt Dillon als schmieriger Rennfahrer zu sehen. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen, denn es geht respektvoll mit der Vorlage um und belegt in der Hitliste aller Herbie-Filme einen hervorragenden zweiten Platz.

Walt Disney: Ein toller Käfer

Einen hübschen Nebeneffekt hatte Herbie: Fully Loaded. Zum Erfolg von Ein toller Käfer trug 1968 auch die schwungvolle Musik von Disneys Dschungelbuch-Komponisten George Bruns bei. Diese wurde jedoch nie auf einen Tonträger gepresst. Als halbwegs passabler Ersatz dienen zwei Remixe dieser Melodie von The Blacksmoke Organisation, die sich auf dem Soundtrack von Herbie: Fully Loaded befinden.

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