Schlagwort-Archive: Bruce Willis

G.I. Joe – Die Abrechnung

Zwar setzte Stephen Sommers (Die Mumie) 2009 den ersten Kinofilm zum Hasbro-Spielzeug G.I. Joe ganz schön in den Sand, doch die 175 Millionen Dollar Produktion in der eigentlich nur Sienna Miller eine gute Figur machte (bzw. hatte), spielte immerhin fast das Doppelte ihrer Herstellungskosten wieder ein. Daher riskierte Paramount vier Jahre später 185 Millionen Dollar und produzierte ein mächtig aufgemotztes Sequel.

G.I. Joe – Die Abrechnung

Aus G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra wurde nur der mäßig charismatische Hauptdarsteller Channing Tatum für ein kurzes Gastspiel übernommen und ihm wurden zwei große Kaliber des Action-Kinos zur Seite gestellt bzw. vor die Nase gesetzt. Bisher dachte ich Bruce Willis und Dwayne Johnson gelingt es jedem noch so miesen Machwerk ein paar lichte Momente abzutrotzen. Doch hier gehen sie hoffnungslos in einem ganz traurigen Film unter, gegen den andere Hasbro-Movies wie Transfomers oder selbst Battleship fast wie Meisterwerke wirken.

G.I. Joe – Die Abrechnung

G.I. Joe: Die Abrechnung dürfte nach (oder wahrscheinlich noch vor) Star Wars – Episode I der schlechteste Blockbuster aller Zeiten sein. Das Werk wird sein Millionenbudget schon im Kino locker wieder einspielen, denn alle wollen Bruce und The Rock sehen. Doch abgesehen davon, dass die Story unterirdisch blöd ist (der US-Präsident wird durch ein Double ausgetauscht, das hart am Rande des Atomkriegs um die Weltherrschaft pokert), überzeugt auch die Action nicht. Es knallt zwar mächtig aber Spannung baut sich dadurch nicht auf.

G.I. Joe – Die Abrechnung

Selten hat es so wenig Spaß dabei gemacht dabei zuzusehen wie Millionen von Dollars sinnlos verballert werden.

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Surrogates – Mein zweites Ich

Sin City, 300 und Watchmen haben bewiesen, dass es möglich ist finanziell lukrative Comic-Verfilmungen zu drehen, die inhaltlich UND optisch erstaunlich nah bei ihrer gedruckten Vorlage bleiben. Surrogates hingegen ist in dieser Hinsicht ein Rückschritt, auch was den Erfolg an der Kinokasse betrifft, denn in den USA spielte der Film sehr viel weniger ein als die 80 Millionen Dollar, die er gekostet hatte

Surrogates - Mein zweites Ich

Die fünfteilige Comic-Miniserie The Surrogates vom Newcomer-Autoren Robert Vendetti und dem unkonventionellen Zeichner Brett Weldele erschien 2006 und verkaufte sich gut. Die spannende Science-Fiction-Geschichte ist zugleich modern wie auch klassisch (Blade Runner lässt grüßen). Es geht um eine Welt voller Stubenhocker, die künstlich erzeugte Doubles in die garstige Welt außerhalb ihrer vier Wände schicken. Vendetti erzählt einen spannenden Kriminalfall, der den Leser langsam mit den Zuständen im Jahre 2054 vertraut macht und Weldele setzt die Geschichte mit wenigen Strichen und sehr atmosphärischer digitaler Kolorierung in Szene.

Surrogates - Mein zweites Ich

Doch anstatt die bekannte Genre-Klischees clever umschiffende Comicgeschichte als Storyboard für den Film zu nutzen, durften jene Drehbuchautoren, die sich schon bei den Fortsetzungen von James Camerons Terminator-Filmen nicht sonderlich mit Ruhm bekleckerten, an der (Steil-) Vorlage allerlei völlig überflüssige Veränderungen bzw. Verschlimmerungen vornehmen bis hin zu einem komplett anderen erschreckend klischeehaften Ende.

Surrogates - Mein zweites Ich

Da kann auch der uninspirierte Inszenierungsstil von Jonathan Mostow (Terminator 3) nichts mehr retten. Selten wirkten spektakulär gemeinte Actionszenen so langweilig wie hier. Das Gleiche gilt für die Spezialeffekte. David Finchers ansonsten eher blödsinniger Der seltsame Fall des Benjamin Button hatte zuvor bewiesen, dass es mittlerweile möglich ist einen Darsteller wie Brad Pitt künstlich auf sehr jung zu trimmen. Doch die Versuche dieses in Surrogates auch mit Bruce Willis zu machen – wenn er zunächst als blondierter künstlicher Polizist ermittelt und später zum Glück durch seinen glatzköpfigen “Steuermann“ ersetzt wird – fallen eher albern aus.

Surrogates - Mein zweites Ich

Da es noch nicht möglich ist das Werk von seinem Surrogaten betrachten zu lassen, ist es ratsam sich vor dem Kinobesuch die hervorragende Comicvorlage zu Gemüte zu führen – bei Cross Cult gibt es eine wohlfeile Gesamtausgabe – um dann beurteilen zu können was für ein toller Film uns vorenthalten wurde.

Surrogates - Mein zweites Ich

Für einen halbwegs spannenden Abend daheim ist Surrogates – Mein zweites Ich jedoch durchaus brauchbare Munition für den DVD- oder Blu-ray-Player.

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The Surrogates

Im Jahre 2054 muss niemand mehr zur Arbeit gehen, zumindest nicht mit dem eigenen Körper. Die Menschen können bequem daheimbleiben und lassen stattdessen ihre ferngesteuerten Roboter-Stellvertreter – die sogenannten Surrogaten – malochen.

The Surrogates

Alles könnte so schön sein, doch eine fanatische Sekte sowie ein Terrorist, der Surrogaten per Elektroschocks zerstört, sind mit der schönen neuen Gesamtsituation unzufrieden. Der Polizist Harvey Greer versucht den Ersatzkörper-Killer zu stellen, doch dabei geht sein Surrogat flöten. Entgegen dem allgemeinen Trend nimmt Harvey mit eigenem Körpereinsatz höchstpersönlich die Ermittlungen auf.

The Surrogates

Was wie eine Geschichte von Philip K. Dick (Blade Runner) klingt, ist das Comicdebüt von Robert Venditti, dem in seiner fünfteiligen Miniserie The Surrogates eine äußerst komplexe (Anti-?) Utopie gelang. Das liegt auch an den Anhängen der einzelnen Hefte, die – ähnlich wie einst Alan Moore bei Watchmen – durch kurze Prosatexte, gefakte Zeitungsartikel und Werbekampagnen der Zukunft eine Historie geben.

The Surrogates

Auch der Zeichner Brett Weldele leistet Erstaunliches. Mit wenigen sehr sicheren Strichen reduziert er seine Bilder auf das Wesentliche, sorgt aber durch digitale Farbeffekte für Tiefe und Atmosphäre.

The Surrogates

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich mittlerweile auch Hollywood der Sache angenommen hat. Durch Regisseur Jonathan Mostow (Terminator 3), Hauptdarsteller Bruce Willis und einem zu erwartenden Spezialeffekt-Feuerwerk der Sonderklasse hätte eigentlich der Blockbuster-Status von Surrogates – Mein zweites Ich vorprogrammiert sein müssen, doch das Resultat fiel eher enttäuschend aus.

The Surrogates

Alle Science-Fiction- und Comicfans sollten sich zuvor die auch ohne 88-Millionen-Dollar-Budget äußerst beeindruckende Vorlage zu Gemüte führen, zumal Cross Cult sich einmal mehr beim Verlegen der Gesamtausgabe große Mühe gegeben hat. Der Hardcover-Band erscheint im Format der US-Hefte und wurde zudem noch mit hochinteressanten Bonusmaterial wie Entwürfen, Interviews, Covers und sogar Deleted Scenes garniert.

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Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Zum Glück hat es diesmal keine 12 Jahre gedauert, bis Bruce Willis als John McClane nach Stirb langsam 4.0 ein weiteres Mal für alles andere als Ruhe und Ordnung sorgt. Als zu erfahren war, dass der Film hauptsächlich in Osteuropa gedreht wurde, wobei Budapest als Double für Moskau fungierte, war zu befürchten, dass es sich um einen billigen Schnellschuss handelt, ähnlich wie die Videotheken-Ware die Bruce Willis’ Action-Mitbewerber Jean-Claude Van Damme, Chuck Norris oder Steven Segal in den letzten Jahren verbrochen haben.

Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Als dann auch noch zu erfahren war, dass unser Feinripp-Held diesmal an der Seite seines mittlerweile ausgewachsenen Sohnes John „Jack“ McClane Jr. in den Kampf zieht, drängte sich der Verdacht auf, dass recht bald eine Wachablösung bei Die Hard ansteht. Doch in beiden Fällen kann Entwarnung gegeben werden. Die Action in Russland ist nicht minder dynamisch als bei McClanes Einsätzen in Los Angeles, New York oder Washington. Der Australier Jai Courtney (Terminator Genisys) ist als McClane Jr. zwar nicht unsympathisch, verblasst allerdings ziemlich hinter dem wieder voll in seiner Rolle aufgehenden Bruce Willis. Dennoch sind die Vater-Sohn-Dialoge willkommene lustige Ruhepausen zwischen Ballereien und Hubschrauber-Abstürzen.

Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Ein würdiger Nachfolger für Alan Rickman alias Hans Gruber ist diesmal ein “echter“ Deutscher. Ausgerechnet der immer wieder als weichgespülter Gutmensch eingesetzte Sebastian Koch (Das Leben der Anderen) legt einen derart charismatischen Machtmenschen hin, dass Christoph Waltz in Hollywood in Zukunft nicht mehr die einzige Wahl für Schurken mit dem gewissen Etwas sein dürfte. Wie zu hören war, möchte Bruce Willis noch mindestens einen weiteren “Stirb langsam„-Film drehen und das ist gut so!

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Stirb langsam 4.0

Elf Jahre nach seinem letzten Einsatz war Bruce Willis 2007 ein viertes Mal als John McClane zu sehen. Während John McTiernan, der Teil 1 und 3 inszenierte, diesmal als Produzent fungierte, führt Len Wiseman Regie, der es bereits in den beiden Underworld-Filmen ordentlich krachen ließ. Glücklicherweise ist der Experte für gotisch anmutenden Horror auch bekennender Die Hard-Fan und er liefert den Fans der Reihe bodenständige durch die Hauptfigur geerdete Action.

Stirb langsam 4.0

Der Originaltitel des Films lautet übersetzt “Leb frei oder stirb langsam“ und ließ befürchten, dass John McClane diesmal haufenweise ausländische Terroristen zu bekämpfen hatte. Doch die Story ist (sicher auch im Hinblick auf ein auf US-Hurra-Patriotismus nicht immer begeistert reagierendes internationales Kinopublikum) deutlich raffinierter.

Stirb langsam 4.0

Der Schurke im Film ist ein Abfallprodukt der konkurrierenden US-Behörden und Geheimdienste, die miteinander darum wetteiferten das Land nach dem 11. September sicher und kontrollierbar zu machen. Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) war einigen Bürokraten gegenüber zu nassforsch und wurde gefeuert. Das Computer-Genie weiß nun ganz genau, welche Knöpfe er drücken muss. um die Verkehrswege, Stromversorgung und den Geldfluss des Landes lahm zu legen.

Stirb langsam 4.0

Der alles durch Computer regelnde Gabriel ist in der Tat ein 4.0-Update des von Alan Rickman verkörperten Hans Gruber, der in Stirb Langsam lediglich ein Hochhaus in seine Gewalt brachte und nicht das halbe Land. Ein Typ wie Gabriel ist natürlich der optimale Gegenspieler für den technikfeindlichen John McClane, der seinen Gegnern lieber “Yippie-Ya-Yeah“-mäßig in den Allerwertesten tritt. Sicherheitshalber hat McClane diesmal den lichtscheuen Computer-Nerd Matt Farrell (Justin Long), sowie dessen bei seiner Mutter wohnenden Guru Warlock (Kevin Smith alias Silent Bob), an seiner Seite.

Stirb langsam 4.0

Der 52-jährige glatzköpfige Bruce Willis ist immer noch absolut glaubhaft als verletzlicher Actionheld und seine Präsenz verhindert, dass die teilweise unglaubliche Materialschlacht, wie es sie in dieser Größenordnung und Perfektion seit James Camerons True Lies nicht mehr auf der Leinwand zu sehen gab, lediglich zu einer Leistungsschau der Stuntmen und Tricktechniker verkommt.

Stirb langsam 4.0

Zum Glück hat es dannach keine 12 Jahre gedauert, bis Bruce Willis als John McClane in Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben ein weiteres Mal für alles andere als Ruhe und Ordnung sorgt.

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Kevin Smith: Tough Sh*t

Ob es sinnvoll ist dieses Buch unter dem Label Heyne Hardcore neben Jack Ketchums Evil realistischen Schauerromanen oder Titel wie XXX – 30 Porno-Stars im Porträt zu veröffentlich sei einmal dahingestellt. Kevin Smiths Tough Sh*t ist keine Brachial-Prosa, sondern in erster Linie die Autobiographie eines Filmmachers aus New Jersey, der als Regisseur alles erreicht hat und dann Hollywood den Stinkefinger zeigt um sein eigenes Ding durchzuziehen.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Es ist hochinteressant zu lesen, wie unabgehoben und bescheiden Smith über seine mehr als beachtliche Filmkarriere urteilt. Nachdem er 1994 für weniger als 30.000 Dollar den Indie-Hit Clerks – Die Ladenhüter drehte, ging es zügig weiter. Der Misserfolg seiner Universal-Produktion Mallrats inspirierte ihn dazu die sehr viel mainstreamigeren (aber auch deutlich bessere) Lovestory Chasing Amy zu drehen. Später sollte er sich dafür hassen, weil er diesen Film in erster Linie gedreht zu haben um sich vor den Kritiker zu rechtfertigen.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Der religionskritische und starbesetzte Film Dogma wurde zu Smiths größtem Erfolg, danach folgte der etwas alberne Klamotte Jay und Silent Bob schlagen zurück, während die sehr nette romantische Komödie Jersey Girl in erster Linie dadurch scheiterte, dass 2004 fast jeder Ben Affleck und Jennifer Lopez hasste.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Die Dreharbeiten zur Fortsetzung Clerks II waren für Kevin Smith die letzten glücklichen Tage als Filmemacher. Danach floppte Zack and Mira make a Porno durch eine unglückliche prüde Werbekampagne, während die Dreharbeiten zu Cop Out traumatisch verliefen. Smith hatte sich darauf gefreut mit Bruce Willis zusammenzuarbeiten, den er seit dessen Auftritt in der TV-Serie Das Modell und der Schnüffler bewundert.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Doch der coole Held der Stirb langsam-Filme war beim Dreh zu Cop Out ein völliger Stinkstiefel. Dennoch brachte Smith den Film über die Runden und unterschritt sogar das eingeplante Budget. Das hätte ihn zum Auftragsregisseur bei Warner Brothers qualifiziert, doch er ging völlig andere Wege.

Kevin Smith: Tough Sh*t
Als nächstes inszenierte und produzierte er den für ihn völlig untypischen Horror- und Actionfilm Red State, der längst nicht so spannend ist, wie Kevin Smiths Vermarktungsstrategie. Er entschied sich den Film nicht an einen Verleih zu verkaufen, sondern tingelte höchstpersönlich durch die USA und trat im Anschluss des Filmes noch als Stand-Up-Comedian auf. Dadurch sowie durch den Verkauf der TV- und DVD-Rechte schrieb er schnell schwarze Zahlen. Smith fühlt sich mittlerweile bei Bühnenauftritten z. B. gemeinsam mit seinem Kumpel Jason Mewes alias Jay sehr viel wohler als am Filmset.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Tough Sh*t ist garantiert kein Ladenhüter, denn Kevin Smith bringt seine Lebenserfahrungen erfrischend locker an den Leser. Er ermutigt diesen dazu seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen zu lassen, denn “wenn ein Fettsack wie ich das kann, schafft ihr es auch!“

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Kevin Smith: Cop Out

Anscheinend hat es während der Zusammenarbeit bei Stirb Langsam 4.0 – hier spielte Kevin Smith (Dogma, Clerks 2, Zack and Miri Make a Porno) einen nerdigen Computer-Guru – gezündet, denn mit Cop Out inszeniert der schwergewichtige Independent-Filmemacher eine mainstreamige Krimi-Komödie mit dem Immer-Noch-Superstar Bruce Willis.

Kevin Smith: Cop Out

Wenn man Kevin Smiths Autobiographie Tough Sh*t glaubt waren die Dreharbeiten dann jedoch ein Alptraum, denn Willis war beim Dreh zu Cop Out ein völliger Stinkstiefel.

Kevin Smith: Cop Out

Thematisch fast passend zum Comic-Geek Kevin Smith steht eine Baseball-Trading-Card im Zentrum des in Brooklyn angesiedelten Geschehens. Diese möchte der gerade mal wieder suspendierte und nicht sonderlich ehrgeizige Cop Jimmy Monroe (Willis) verkaufen um – anstelle des neuen Ehemanns (schmieriger Gastauftritt von Smiths Stammschauspieler Jason Lee) seiner Exfrau – die Hochzeit seiner Tochter finanzieren zu können. Doch gerade als Jimmy die Card zum Verkauf anbietet, wird der Laden vom durchgeknallten Kleinkriminellen (Seann William Scott in American Pie-Höchstform) überfallen und dabei die Karte gestohlen. Als Jimmy versucht seinen Besitz zurückzubekommen, gerät er mitten in einen sehr viel größeren Kriminalfall.

Kevin Smith: Cop Out
Doch all diese Dinge erlebt Jimmy nicht alleine, sondern er hat auch noch seinen nervigen Partner Paul (Tracy Morgan aus 30 Rock) am Hals. Sonderlich glaubhaft wirkt es nicht, dass der coole Jimmy und der alberne aufgedrehte nervige Paul es bereits neun Jahre zusammen ausgehalten haben. Auch die Krimihandlung ist arg konstruiert, während Harold Faltermeyer einfach seinen Beverly Hills Cop-Soundtrack recycelte.

Kevin Smith: Cop Out

Das Resultat ist ein etwas antiquiert wirkendes aber durchaus sympathisches Buddy-Movie mit gelegentlichen komödiantischen Glanzlichtern, die allerdings weniger vom eigentlich dafür zuständigen Tracy Morgan, sondern meist von Seann William Scott kommen.

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Glass

Nach seinem riesigen Erfolg mit dem sehr überraschend endenden Mystery-Thriller The Sixth Sense hatte M. Night Shyamalan bei seinem nächsten Film völlig freie Hand. Auch bei Unbreakable arbeitete er wieder mit Bruce Willis zusammen und ihm gelang 2000 ein spannender Film, der diesmal weniger ein Thriller als vielmehr eine originell in Szene gesetzte Superhelden-Geschichte war. Da dies in den Werbekampagnen nicht vermittelt wurde, verwirrte Unbreakable viele Zuschauer, hat sich im Laufe der Jahre jedoch eine treue Fangemeinde erspielt.

Glass
© 2019 Buena Vista Home Entertainment, Inc.

2016 überraschte Shyamalan einmal mehr, als er am Ende seines sehr erfolgreichen Thrillers Split Bruce Willis auftreten ließ. Dieser ganz kurze Moment ist eine Art Vorspiel zu Glass, in dem neben dem von James McAvoy verkörperten schizophrenen Killer Kevin Wendell Crumb auch noch Bruce Willis und Samuel L. Jackson wieder in ihren Rollen aus Unbreakable dabei sind.

Glass
© 2019 Buena Vista Home Entertainment, Inc.

Nach einem atemberaubenden Auftakt, in dem Bruce Willis als immer noch als Vigilant tätiger David Dunn sich mit dem ebenfalls mit Superkräften gesegneten Kevin Wendell Crumb einen beeindruckenden Zweikampf liefert, wechselt der Film in das Raven Hill Memorial Psychiatric Research Center,  ein extrem schlecht bewachtes Hochsicherheits-Sanatorium für Menschen, die auf eine besonders originelle Art durchgeknallt sind. Natürlich wird hier auch Elijah Price (Samuel L. Jackson), alias Mr. Glass, aufbewahrt.

Glass
© 2019 Buena Vista Home Entertainment, Inc.

Das Trio liefert sich schließlich einen spektakulär gemeinten Kampf, der auch dank eines – wohl großteils für Gagen verwendeten – Gesamtbudgets von 20 Millionen Dollar leider kaum beeindruckt. War James McAvoy als Killer mit multipler Persönlichkeitsstörung bereits in Split eher im albernen Bereich angesiedelt, erinnert seine Rückkehr in diese Rolle (bzw. diese Rollen) jetzt noch mehr an Kasperl-Theater.

Glass
© 2019 Buena Vista Home Entertainment, Inc.

Wie der Anfang von Glass zeigt, hätte eine Rückkehr von Bruce Willis als Superheld im Regenmantel eine interessante Variante zu den aktuellen immer höher budgetierten Superhelden-Filmen sein können, die es zu den Zeiten von Unbreakable noch nicht in dieser Menge gab. Doch leider ist Glass ein sehr unbefriedigender Film geworden, was auch darin liegen kann, dass sich M. Night Shyamalan, dessen Lieblings-„Comics“ die TV-Serien Batman mit Adam West und Der unglaubliche Hulk mit  Lou Ferrigno sind, nur sehr oberflächlich mit der Mythologie der Superhelden beschäftigt hat.

Glass
© 2019 Buena Vista Home Entertainment, Inc.

Die Blu-ray enthält neben dem 129-minütigen Hauptfilm noch einen alternativen Anfang (2:58 min, mit Einleitung von M. Night Shyamalan, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Zusätzliche Szenen (25:39 min, mit Einleitung von M. Night Shyamalan), Featurettes zu den Figuren (8:57 min), Gespräch mit M. Night Shyamalan und James McAvoy (5:10 min), Das Team kommt wieder zusammen (2:54 min), David Dunn gegen die Bestie (2:11 min), Die Stunts (1:28 min), Das Glass Universum (2:54 min), Der Filmemacher M. Night Shyamalan (2:46 min), Die Effekte (2:53 min), Der Sound (1:50 min), Raven Hill Memorial Hospital (2:16 min) und Nights Vision: Die Storyboards (1:56 min)

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The Sixth Sense

Der Kinderpsychologe Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) feiert mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) die Verleihung einer Auszeichnung, die er für besondere Leistungen in seinem Beruf erhalten hat. Da Regisseur M. Night Shyamalan hierbei zu eher gedeckten Farben greift und auch Komponist James Newton Howard nicht so richtig jubiliert, ist klar dass es gleich zu einer verhängnisvollen Situation kommen wird und tatsächlich da steht doch plötzlich ein kaum bekleideter Mann im Badezimmer.

The Sixth Sense

Dieser ist Vincent, ein ehemaliger, mittlerweile erwachsener Patient, der Crowe vorwirft ihn nicht mit der nötigen Sorgfalt therapiert zu haben. Um seinen Worten den nötigen Nachdruck zu verleihen, schießt Vincent auf Crowe. Ein Jahr später trifft Crowe auf den kleinen Cole Sear (Haley Joel Osment), der Tote sehen und mit ihnen reden kann. Crowe sieht nun eine Chance seinen Fehler mit Vincent wiedergutzumachen.

The Sixth Sense

Bruce Willis spielt hier einmal nicht seine gewohnten Rolle, denn es gibt keine einzige Actionszene. Dr. Malcolm Crowe ist ein ziemlich depressiver Mensch, denn seine Ehe läuft auch nicht mehr so recht. Insgesamt ein ganz passabler Film, der mehr auf Charakterstudie macht und weniger ein parapsychologischer Thriller sein will, obwohl es durchaus lebende Tote zu sehen gibt.

The Sixth Sense

So ist es zunächst etwas verwunderlich, dass dieser stille und gut gespielte Film an den US-Kinokassen sogar das Blair Witch Projekt deutlich schlug und darüber hinaus auch noch zum bisher erfolgreichsten Bruce Willis-Film wurde. Doch kurz vor Ende wird dann schon klar, worin der ganz besondere Reiz von The Sixth Sense besteht. Mehr sollte nun aber wirklich nicht verraten werden.

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Unbreakable – Unzerbrechlich

Noch sehr viel mehr als bei The Sixth Sense, der 1999 entstandenen irrsinnig erfolgreichen Zusammenarbeit von Regisseur M. Night Shyamalan und Bruce Willis, ist es bei Unbreakable sehr wichtig so wenig wie möglich über den Film zu verraten, denn der unvorbereitete Betrachter hat das größtmögliche Vergnügen an diesem Film.

Unbreakable - Unzerbrechlich

Während The Sixth Sense anfangs wie ein biederer Psycho-Thriller wirkt und erst nach der sehr überraschenden Schlusspointe (und dann beim zweiten Betrachten) wirklich überzeugen kann, bietet Unbreakable schon beim ersten Sichten eine ganze Menge. Dafür fällt dann die eigentliche „Pointe“ ein wenig unbefriedigend aus. Zwar herrscht auch hier genau wie in The Sixth Sense ein etwas düsterer und depressiver Grundton, der durch einige brillante Kameraeinstellungen jedoch etwas abgemildert wird.

Unbreakable - Unzerbrechlich
Soviel noch zum Inhalt: Bruce Willis spielt David Dunn, der als Einziger ein Zugunglück nicht nur überlebt, sondern völlig unbeschadet überstanden hat. Hierdurch erregt er die Aufmerksamkeit des Comic-Sammlers Elijah Price (Samuel L. Jackson), der alles andere als unzerbrechlich ist und sich seit seiner Geburt andauernd Knochenbrüche eingehandelt hat.

Unbreakable - Unzerbrechlich

M. Night Shyamalan wäre es lieber gewesen, wenn der Verleih Unbreakable seinerzeit als Comic-Film und nicht als Thriller in der Tradition von The Sixth Sense beworben hätte. So waren manche Besucher etwas enttäuscht (während vielleicht die Zielgruppe teilweise fernblieb). Doch über die letzten Jahre hat Unbreakable eine große Fangemeinde erworben.

Unbreakable - Unzerbrechlich

Daher ist es erfreulich, dass es zu einer Art von Sequel kommt. Am Ende von Shyamalans Thriller Split (2016) taucht (Vorsicht, Spoiler!) kurz Bruce Willis als David Dunn auf. Dies ist eine Art Vorspiel zu Glass, in dem neben dem von James McAvoy verkörperten schizophrenen Killer auch noch Bruce Willis und Samuel L. Jackson in ihren Rollen aus Unbreakable dabei sind!

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