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James Bond: Octopussy

Mit diesem Buch liegen alle 12 Romane und 9 Kurzgeschichten vor, die Ian Fleming über den britischen Agenten James Bond von 1953 bis zu seinem Tode im Jahre 1964 schrieb. Die gesamte Edition von Cross Cult ist auch etwas preiswerter als Gesamtausgabe in einem schmucken mit Zeichnungen von Michael Gillette versehenen Schuber zu erwerben. Flemings letztes 007-Buch erschien posthum und enthält vier bereits vorab veröffentlichte Kurzgeschichten von unterschiedlicher Qualität. Auch in diesem Buch ist genau wie bei der Story-Sammlung „In tödlicher Mission“ festzustellen, dass Fleming eher ein Roman- als ein Kurzgeschichten-Autor war.

JAMES BOND: OCTOPUSSY

Eins der beiden Highlights ist die erste Story „Octopussy“ in der James Bond nur eine kleine aber entscheidende Rolle spielt. Hauptfigur ist ein gewisser Major Dexter Smythe, der es in Österreich kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf höchst skrupellose Weise zu beträchtlichen Reichtum gebracht hat. Doch Jahrzehnte später ist die Sache aufgeflogen und der von Smythes Untaten persönlich betroffene James Bond stellt diesen auf Jamaika vor die Wahl sich vor Gericht zu verantworten oder eleganter abzutreten. Diese Geschichte spielt eine kleine Rolle im 1983 entstandenen 007-Kinofilm „Octopussy„, denn Maud Adams verkörpert in der Titelrolle die Tochter von Dexter Smythe.

Octopussy
Erstausgabe von 1966

Auch die zweite Geschichte „Der Besitz einer Dame“ fand Verwendung im Drehbuch von „Octopussy“. Geschildert wird hier wie James Bond bei der Sotheby’s-Versteigerung einer Kostbarkeit des legendären Goldschmiedes Peter Carl Fabergé einen russischen Agenten aufspürt. Während es sich in Flemings Geschichte, die er im Auftrag von Sotheby’s schrieb, um einen wunderschönen edelsteinbesetzten Globus mit Uhrwerk handelt, dreht es sich in einer kurzen Szene des Filmes „Octopussy“ um ein Fabergé-Ei.

JAMES BOND: OCTOPUSSYDie dritte Geschichte „Der Hauch des Todes“ um eine junge osteuropäische Frau, die am Cello über mehr Talent als am Scharfschützen-Gewehr verfügt, inspirierte den gleichnamigen Film. Sehr interessant ist hier der mit viel Gespür für Trümmer-Atmosphäre und Wirtschaftswunder am Horizont geschilderte Handlungsort Berlin. Doch während „Der Hauch des Todes“ auch eine sehr spannende Story erzählt, ist die letzte 10-seitige Geschichte „007 in New York“ nicht viel mehr als die Beschreibung der Highlights in Manhattan. Es wirkt fast ein wenig so, als wenn Fleming hier quasi als Entschuldigung noch das kalorienreiche Rezept für „Rührei James Bond“ angefügt hat.

James Bond: Octopussy

Cross Cult setzt seine chronologisch veröffentlichte James-Bond-Reihe fort, anschließend erschienen dort mit „Colonel Sun“ von Robert Markham und „Kernschmelze“ von James Gardner, die ersten der mittlerweile bereits knapp dreißig 007-Romane, die nicht von Fleming stammen. Parallel dazu erscheint bei Cross Cult auch das brandaktuelle neue James Bond Abenteuer “Trigger Mortis – Der Finger Gottes“ von Anthony Horowitz.

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The Silver Age of DC Comics

Große Freude kam bei mir auf, als zu erfahren war, dass der Taschen Verlag seinem riesigen Prachtband “75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking“ nicht – wie sonst oft üblich – eine kleinformatigere preiswerte Softcover-Ausgabe folgen ließ. Mit „The Golden Age of DC Comic“ wurde eine fünfbändige DC-Enzyklopädie gestartet, die sich noch ausführlicher mit jenem Comic-Verlag beschäftigt, der durch Helden wie Superman oder Batman das Comicheft salonfähig machte.

The Silver Age of DC ComicsZuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in den Zeitungen, doch nach dem riesigen Erfolg von Action Comics # 1 im Juni 1938 mit dem ersten Auftritt von Superman, war klar dass Comics mehr als nur eine Zeitungs-Beigabe sind. Comichefte wurden zu einem riesigen Geschäft.

The Silver Age of DC ComicsDie Superhelden zogen in ihren Abenteuern auch mit in den Zweiten Weltkrieg, oftmals noch bevor die Amerikanischen Streitkräfte in der Realität in Europa oder Asien aktiv wurden. Nach Ende des Krieges erlahmte das Interesse an den kostümierten Helden und das sogenannte “Golden Age“ ging zu Ende. Andere Comic-Genres wie die Funny Animals, hier speziell die Entengeschichten von Carls Barks, oder die auch an erwachsene Leser adressierten Kriegs- und Horror-Hefte aus dem Hause EC weckten größeres Interesse. Letztere riefen Jugendschützer auf den Plan und der Comics Code, eine Art freiwillige Selbstzensur der Verlage, sorgte dafür, dass die Comics wieder kindischer (aber gelegentlich auch – wie im Falle des MAD-Magazines – satirischer) wurden.

The Silver Age of DC ComicsMitte der Fünfziger Jahre starteten die DC-Superhelden wieder durch. In den Heften Showcase # 4 und # 22 erschienen modernisierte Version von Flash, dem schnellsten Menschen der Welt, und vom allmächtigen Helden Green Lantern, der jetzt durch eine zivile Tätigkeit als Testpilot etwas geerdet wurde. Helden-Truppen wie die Justice League of America wurden so beliebt, dass DCs Konkurrent Marvel seine Fantastic Four startete. Den größten Popularitätsschub bekam allerdings Batman. Eine in den Sechziger Jahren ungemein populäre TV-Serie mit Adam West zeigte den Fledermaus-Mann nicht als Dark Knight sondern als knallbunte Pop-Art-Figur, deren Abenteuer allenfalls sehr kleine Kinder spannend und die restlichen Zuschauer höchst amüsant fanden. Durch diese TV-Serie wurden auch viele DC-Comics knallbunt und infantil. Erst durch die realitätsnahen Geschichten von Denny O’Neil und Neal Adams, die das “Bronze Age“ einläuteten, erholten sich die DC-Helden von dieser Entwicklung.

The Silver Age of DC ComicsIn “The Silver Age of DC Comics” dokumentiert Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Chef bei DC war, auf 400 reich bebilderten Seiten dieses hochinteressante Comic-Zeitalter. Der Band ist gegenüber dem schwergewichtigen Werk “75 Jahre DC Comics“ sehr viel lesefreundlicher. Dies liegt zum einen daran, dass er komplett auf Deutsch übersetzt wurde, aber auch am etwas kleineren Format. Zudem sind zahlreiche neue Abbildungen, Texte sowie ein Interview mit Neal Adams enthalten. Es darf sich schon auf die drei weiteren DC-Bände zum Bronze-, Dark- und Modern-Age gefreut werden.

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Martin Cruz Smith: Tatjana – Ein Arkadi-Renko-Roman

“Ihre Tiefe war erstaunlich. Endlos. Und in ihren Augen sah er einen besseren Mann, als er es je zuvor gewesen war.“ So ein Satz ist eigentlich nicht zu erwarten in einem ansonsten ziemlich knallharten Thriller, der in den härtesten Ecken von Moskau und Kaliningrad spielt. Doch auch in seinem achten (und leider bisher letzten) Roman mit Arkadi Renko zeigt sich Martin Cruz Smith stärker interessiert an seinen Figuren – aber auch an den pittoresken, aber wohl tatsächlich so finster aussehenden Örtlichkeiten – als an den gerade zu ermittelnden Verbrechen.

Martin Cruz Smith: Tatjana - Ein Arkadi-Renko-Roman

Zwischendrin kurz ein historischer Exkurs: 1981 schrieb Martin Cruz Smith den Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, ging das Leben von Arkadi Renko weiter. Cruz Smith ließ ihn in „Polar Star“ auf hoher See ermitteln, schickte ihn in „Das Labyrinth“ nach München und Berlin. Auch auf Kuba („Nacht in Havanna„) und in Tschernobyl („Treue Genossen“) gab es knifflige Fälle zu lösen. In der Moskauer Metro jagte Renko “Stalins Geist“ und  auch mit „Die goldene Meile“ gelang Cruz Smih ein spannender Trip quer durch die gefährlich schillernde russische Hauptstadt.

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Mittlerweile hat sich rund um den eigentlich ziemlich eigenbrötlerischen Renko ein illustres Ensemble versammelt. Hier ist deutlich zu spüren ist, dass diese markanten Typen trotz eines rauen Umgangstons stark aneinander hängen. So ist meist Renkos Kollege Kriminalleutnant Viktor Orlow mit von der Partie. Dieser benötigt die Beschäftigung mit kniffligen und brutalen Verbrechen noch stärker als die morgendliche Flasche Wodka (Klischees sind was Feines, wenn ein Fachmann sie serviert). Interessant ist auch das wackelige und nur bedingt familiäre Verhältnis, das Renko und sein Ziehsohn Schenja zueinander haben. Der mittlerweile 17-jährige Junge lebt meist ziemlich obdachlos und versucht seinen Lebensunterhalt in Bahnhofkneipen durch das Gewinnen von Schachpartien zu bestreiten. Doch das Leben ist leider unberechenbarer als das Spiel.

Frauen gibt es auch immer wieder im Leben von Arkadi Renko, obwohl dieser sich weder um ein elegantes Aussehen noch um einen gepflegten Umgangston und schon gar nicht um eine gesunde Lebensführung bemüht. Auf eine seltsame Weise ist er zur Zeit mit einer Foto-Reporterin verbandelt, die zugleich aber auch mit einem Mafia-Boss um die Häuser zieht, angeblich um zu recherchieren. Doch noch seltsamer ist Arkadis Verhältnis zu Tatjana Petrowna. Diese erfolgreiche Enthüllungsjournalistin soll Selbstmord begangen haben, doch Renko glaubt nicht daran. Tagelang macht er nichts anderes als Tonbandaufnahmen von Tatjanas Reportagen zu lauschen und wird langsam süchtig nach deren Stimme. Wenn das man gut geht…

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Martin Cruz Smith: Die goldene Meile – Ein Arkadi-Renko-Roman

1981 schrieb Martin Cruz Smith den Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, ging das Leben von Arkadi Renko weiter. Cruz Smith ließ ihn in „Polar Star“ auf hoher See ermitteln, schickte ihn in „Das Labyrinth“ nach München und Berlin. Auch auf Kuba („Nacht in Havanna„) und in Tschernobyl („Treue Genossen“) gab es knifflige Fälle zu lösen und in der Moskauer Metro jagte Renko “Stalins Geist“.

Martin Cruz Smith: Die goldene Meile

“Die goldene Meile“ entstand 2010 und ist der bereits siebte Roman mit Renko. Obwohl bzw. gerade weil der manische Schnüffler bereits so viele oft hochpolitische Kriminalfälle – ohne Rücksicht auf Rang und Namen der Täter – gelöst hat, versucht die Moskauer Staatsanwaltschaft Renko davon abzuhalten weiterhin auf eigene Faust zu ermitteln. Im Zentrum des Buchs stehen gleich zwei Fälle, die beide im zwielichtigen Umfeld von Moskaus drei dicht beieinander liegenden Bahnhöfen stattfinden.

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Während seine Kollegen den Mord an einer angeblichen Prostituierten für eine alltägliche Bagatelle halten, bringen Renko seine Ermittlungen in den Kontakt mit einem unter Putin in Ungnade gefallenen Oligarchen und auf die Fährte eines Serialkillers. Gleichzeitig muss Arkadis menschenscheuer Ziehsohn Schenja feststellen, dass es Dinge im Leben gibt, die wichtiger sind als beim Schach zu gewinnen. Er versucht der 15-jährigen Maja zu helfen, der auf der Zugfahrt nach Moskau ihr Baby geraubt wurde.

Die beiden Kriminalfälle bieten Cruz Smith die Möglichkeit in sehr vielen Facetten den Alltag in Moskau zu schildern. Auf nur 250 Seiten gelingt dem Autor ein spannender Trip quer durch die gefährlich schillernde russische Hauptstadt, der gespannt macht auf den nächsten Renko-Roman “Tatjana“.

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Martin Cruz Smith: Stalins Geist – Ein Arkadi-Renko-Roman

1981 schrieb Martin Cruz Smith seinen Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, schrieb Cruz Smith mit „Polar Star“, „Das Labyrinth“, „Nacht in Havanna„, „Treue Genossen“, „Stalins Geist“, „Die goldene Meile“ und „Tatjana“ weitere ebenfalls sehr spannende und atmosphärische Bücher in denen es Renko u. a. auf ein Schiff im Packeis, nach Kuba, mitten hinein in das gewendete Moskau der frühen neunziger Jahre – aber auch in ein sehr authentisch beschriebenes München – verschlägt.

Martin Cruz Smith: Stalins Geist
Der Amerikaner Cruz Smith setzt in seinen Büchern nicht nur auf pointierte Dialoge (und hat deshalb wohl auch eine eher wortkarge Hauptfigur gewählt). Er beschreibt seine Locations so plastisch, dass dem Leser bei Winterszenen unweigerlich fröstelt. Diese lebendig beschriebenen Szenarien ‚ und weniger die etwas wirre Geschichte ‚ sind auch das große Plus von ‚Stalins Geist‘, Cruz Smiths fünften Roman mit Arkadi Renko.

Gorky Park

Dem mittlerweile wieder für die Moskauer Staatsanwaltschaft ermittelnden leidenschaftlichen Schnüffler wird dabei körperlich (er wird zweimal schwer verletzt) aber auch emotional (seine Lebensgefährtin betrügt und verlässt ihn) reichlich was abverlangt. Der arg komplizierte Kriminalfall handelt von einem durch die Moskauer Metro geisternden Stalin, den eine neue hyperpatriotische Partei für ihre Zwecke einspannt. Die wild wuchernde Story erscheint wie ein etwas dürftiger Vorwand um gemeinsam mit Renko zu einer mitreißend beschriebenen Odyssee durch das heutige Russland aufzubrechen.

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Martin Cruz Smith: Nacht in Havanna – Ein Arkadi-Renko-Roman

1981 schrieb Martin Cruz Smith seinen Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin.

Martin Cruz Smith: Nacht in HavannaDa Film und Buch sehr erfolgreich waren, schrieb Cruz Smith mit „Polar Star“, „Das Labyrinth“, „Treue Genossen“, „Stalins Geist„, „Die goldene Meile“ und „Tatjana“ noch weitere ebenfalls sehr spannende und atmosphärische Bücher in denen es Renko u. a. auf ein Schiff im Packeis oder das gewendete Moskau der frühen neunziger Jahre verschlägt. Wie gut sich der Amerikaner Cruz Smith in europäische Themen und Locations hineinversetzen kann, zeigen die sehr realistisch geschilderten Szenen aus „Das Labyrinth“, die in München und Berlin spielen.

Gorky Park

In „Nacht in Havanna“ erlebt Arkadi Renko sein viertes Abenteuer und Cruz Smith lässt ihn diesmal in einem verzwickten Mordfall in der kubanischen Hauptstadt ermitteln. Hierbei geht es um einen ermordeten Russen, der möglicherweise Arkadis alter KGB-Gegenspieler Pribluda sein könnte. Bei seinen Nachforschungen ist der Ermittler natürlich wie immer höchst unerwünscht. Trotzdem gelingt es Arkadi immer wieder an höchst spannende Orte vorzudringen. Cruz Smith hingegen gelingt es höchst authentisch wirkende Eindrücke von Kuba zu vermitteln. Der gebannt folgende Leser wird dabei unendlich neugierig auf diese sich ständig im Umbruch befindliche Insel.

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James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät

Nachdem er zuvor im Roman “Der Spion, der mich liebte“ nicht sonderlich erfolgreich versuchte Neuland zu betreten und einen James-Bond-Roman mit sehr wenig James Bond schrieb, gab Ian Fleming in seinem elften 007-Buch den Fans alles was den Reiz der Reihe ausmacht. Er schrieb das Buch 1963 in seinem Haus Goldeneye auf Jamaika, während nebenan die Dreharbeiten zum ersten 007-Film “Dr. No“ stattfanden. Daher tritt die “Dr. No“-Hauptdarstellerin Ursula Andress kurz im Roman auf. Außerdem wird erstmals erwähnt, dass James Bond genau wie Sean Connery Schotte ist. Die Hauptrolle im Film “Im Geheimdienst ihrer Majestät“ übernahm dann jedoch der Australier George Lazenby.

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät

In gewisser Weise war “Der Spion, der mich liebte“ mit seiner starken und gut charakterisierten Frauenfigur Vivenne Michel für Fleming eine Art Fingerübung für den nächsten 007-Roman. In „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ trifft James Bond mit der korsischen Mafia-Prinzessin Tracy di Vicenzo auf eine atemberaubende Frau, die der Spion nicht nur liebt, sondern sogar heiratet und dies auch noch im ansonsten von ihm nicht eben schmeichelhaft beschriebenen Deutschland. In München verbringt Bond einen schnellen “Junggesellenabschied“ mit einer Zufallsbekanntschaft, einem Taxifahrer, der bei der Luftwaffe gedient hatte. Nach einem Haufen Weißwürsten, vier Maßkrügen Bier schwören sie sich, “dass sie sich nie wieder bekämpfen würden.“

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät
Erstausgabe von 1963

Alles hätte so schön werden können mit Tracy und James, die nach ihrer Hochzeit glaubten “Alle Zeit der Welt“ (so der Titel des letzten Kapitels) zu haben, wenn es nicht den hinterhältigen Ernst Stavro Blofeld gäbe. Dieser plant von einer Bergfestung in der Schweiz aus ein heimtückisches Attentat auf die britische Landwirtschaft. Blofelds Achillesferse ist seine Sehnsucht nach einem Adelstitel, daher gibt sich Bond als Heraldiker aus und erfährt bei der Vorbereitung auf diese Rolle mit “Die Welt ist nicht genug“ auch sein eigenes Familien-Motto.

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät
“Im Geheimdienst ihrer Majestät“ ist eine mitreißende Mischung aus Thriller und Romantik. Dieser vielleicht perfekteste James-Bond-Roman wurde sechs Jahre später zwar ohne Sean Connery aber dafür mit “Emma Peel“ Diana Rigg adäquat verfilmt.

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James Bond: Der Spion, der mich liebte

Der Spion, der mich liebte“ mit Roger Moore ist einer der erinnerungswürdigsten James Bond Filme. Unvergesslich sind Curd Jürgens als Superschurke mit Weltuntergangs-Phantasien, sein U-Boot schluckender Super-Tanker, der tauchende Lotus Esprit und 007s Fallschirm mit dem Union Jack. Von all diesen Dingen ist jedoch nichts im gleichnamigen Roman von Ian Fleming zu finden, in dem James Bond erst im letzten Drittel der Geschichte auftaucht.

James Bond: Der Spion, der mich liebte

Dennoch ist der spannend erzählte Roman sehr lesenswert. Hauptfigur und Erzählerin ist die junge Kanadierin Vivienne Michel, die auf einer Vespa-Tour durch die US-Provinz in ein arges Schlamassel gerät. Doch sie ist Kummer gewohnt und hat zuvor in England zwei katastrophale Beziehungen – eine davon mit einem gefühlskalten Klischee-Deutschen! – hinter sich gebracht. Daher hält sie sich recht achtbar, als das Dreamy Pines Motel im Staate New York, das sie beaufsichtigen soll, plötzlich von zwei zwielichtigen Typen belagert wird.

Der Spion der mich liebte
Erstausgabe von 1962

Doch zum Glück taucht auch ein geheimnisvoller Engländer auf, der Vivienne von einer Mission gegen Mitglieder der Terror-Organisation SPECTRE – darunter ein ehemaliger Gestapo-Mann – in Toronto erzählt. James Bond ist per Auto zum Rapport nach Washington unterwegs und landet wegen einer Reifenpanne im Dreamy Pines. Dort steht der von seiner letzten Mission noch etwas angeschlagene 007 Vivienne gegen die beiden abgebrühten Ganoven Sol Horror und Sluggsy Morant bei.

James Bond: Der Spion, der mich liebte
“Der Spion, der mich liebte“ ist ein ungewöhnlicher James-Bond-Roman. Dem 54-jährigen Ian Fleming gelang es scheinbar mühelos in die Haut einer jungen Frau zu schlüpfen. Er zeigt sich an Viviennes tragischen Männergeschichten stärker interessiert als an den Action-Szenen am Ende des Buches. Der Roman bekam schlechte Kritiken, woraufhin Fleming verhinderte, dass in Großbritannien eine Taschenbuch-Ausgabe erschien und verfügte, dass für eine etwaige Verfilmung nur der Titel verwendet werden darf. Dennoch dürften die metallischen Zähne von Mr. Sol Horror die Inspiration für den von Richard Kiel sowohl in “Der Spion, der mich liebte“ als auch in “Moonraker“ verkörperten Beißer gewesen sein.

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James Bond: Feuerball

Nach “Casino Royale“ ist “Feuerball“ das am häufigsten verfilmte Buch von Ian Flemings. Während dessen erster James Bond Roman einmal fürs Fernsehen (1954), einmal als alberne Komödie (1967) und 2006 schließlich knallhart mit Daniel Craig in Szene gesetzt wurde, sollte “Feuerball“ eigentlich schon 1962 als erster 007-Film in die Kinos kommen. Doch da Ian Fleming nicht der alleinige Rechteinhaber von “Feuerball“ war, wurde zunächst “Dr. No“ verfilmt.

feuerball

“Feuerball“, basiert auf einer Geschichte, die Fleming zunächst gemeinsam mit den Autoren Kevin McClory, Jack Whittingham, Ivar Bryce und Ernest Cuneo als Drehbuch für eine geplante TV-Serie verfasste. Als diese nicht zustande kam, machte Ian Fleming daraus schließlich 1961 seinen neunten James Bond Roman. McClory und Whittingham verklagten ihn daraufhin, was dazu führte, dass sie bei der 1965 entstandenen Verfilmung als Produzent und Drehbuchautor genannt wurden. Ein Resultat dieses Rechtsstreits war, dass “Feuerball“ schließlich 1983 nochmals unter dem Titel “Sag niemals nie“ außerhalb der „regulären“ Serie verfilmt wurde und als Krönung des Ganzen Sean Connery nach 12-jähriger Pause als James Bond zurückkehrte!

Feuerball
Erstausgabe von 1961

Der Roman “Feuerball“ ist zweifelsohne eins von Flemings abwechslungsreichsten Büchern. Köstlich ist der Auftakt in dem der Agent mit der Lizenz zum Töten aufgrund seiner ungesunden Lebensführung von seinem Chef M auf eine Gesundheitsfarm geschickt wird. Dort beschließt 007 zum Schrecken seiner schottischen Haushälterin May sich das Rauchen und Trinken abzugewöhnen. Das klappt zwar nicht, doch ansonsten war der Aufenthalt im Sanatorium ein voller Erfolg, denn Bond gerät dort mitten hinein in eine groß angelegte Operation zur atomaren Erpressung der gesamten westlichen Welt. Bedingt dadurch trifft Bond auf den Bahamas seinen alten Kumpel Felix Leiter, der nicht mehr für Pinkerton sonder wieder für den CIA arbeitet. Mit vereinten Kräften treten sie hier gegen die Verbrecher-Organisation SPECTRE an.

thunderball

In der schön aufgemachten Neuauflage von Cross Cult macht die Erst- oder Wieder-Begegnung mit diesem 007-Klassiker sehr viel Spaß, denn es wird sehr schnell klar warum dieses Buch zwei auf eine höchst unterschiedliche Art gelungene Filme inspirierte.

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Ian Fleming: James Bond – Dr. No

Es war kein Zufall, dass 1962 nicht der erste 007- Roman Casino Royale verfilmt wurde. Als Start der James-Bond-Film-Serie wurde Dr. No adaptiert, was ganz sicher daran lag, dass das Buch auch heute noch eine sehr spannende Lektüre ist. Noch wichtiger ist jedoch, dass Ian Flemings 1958 verfasstes sechstes James-Bond-Buch bereits alles enthält, was die Filme mit dem britischen Geheimagenten zu weltweiten Erfolgen machte.

James Bond: Dr. No

Als exotischer Schauplatz diente hier Jamaika, eine Örtlichkeit, die Fleming bestens kannte, da er dort seit Kriegsende ein Haus namens Goldeneye besaß. Der halb chinesische und halb deutsche Dr. No mit seinen Klauenhänden, seinem Insel-Stützpunkt, seinem riesigen Aquarium inklusive Haifisch sowie seinen Plänen zur Weltherrschaft ist der Prototyp des Superschurken, während die liebliche Muschel-Sucherin Honey Rider auch durch ihre tragische Vorgeschichte (im Roman ist sie auch noch durch eine gebrochene Nase entstellt) möglicherweise das unvergesslichste Bond-Girl ist.

Dr. No
Erstausgabe von 1958

Im Gegensatz zu vielen späteren Filmen wurde der Roman im Kino fast 1:1 umgesetzt, was sicher auch daran lag, dass Fleming bei den Dreharbeiten vorbeischaute. Die Änderungen im Drehbuch fielen geringfügig aus, so trat hier im Gegensatz zum Roman auch Bonds CIA-Freund Felix Leiter auf und James Bond ist im Kino ein charmanter Schürzenjäger, während er im Roman in erster Linie als äußerst effizienter Außendienst-Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes tätig ist.

James Bond: Dr. No

Der Roman Dr. No geht auch auf die vorherigen 007-Romane ein. Am Ende des zuvor erschienenen Buches Liebesgrüße aus Moskau sah es so aus, als wenn James Bond durch ein vergiftetes “Schuh-Messer“ der russischen Schurkin Rosa Klett umgekommen war. Doch in Dr. No erfahren wir, dass er überlebt hat und sein Chef M ihn zur Schonung auf eine vermeintlich harmlose Mission schickt. Auf Jamaika trifft Bond erneut auf den Fischer Quarrel der ihm hier genau wie in Leben und sterben lassen treu zur Seite steht..

James Bond: Dr. No

Um die nicht unerheblichen Unterschiede zwischen dem literarischen und dem verfilmten James Bond zu erleben, lohnt es sich Flemings zeitlos spannende Romane in chronologischer Reihenfolge zu lesen, was dank der schön aufgemachten Cross Cult Reihe endlich möglich ist.

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