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Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Ähnlich wie in “Das Film Buch” hat auch hier der Dorling Kindersley Verlag versucht, ein Thema so übersichtlich und interessant bebildert wie möglich aufzuarbeiten. Doch während es unmöglich ist, alle wichtigen Filme zwischen zwei Buchdeckeln aufzuarbeiten, sieht es im Genre Musical etwas anders aus.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Ein Musical, das nach seiner Premiere beim Publikum nicht ankommt, verschwindet schnell vom Spielplan, wird nicht in anderen Städten aufgeführt und natürlich auch nicht verfilmt. Von daher ist die Anzahl von immer wieder neu inszenierten Dauerbrennern natürlich übersichtlich.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Als erstes “richtiges“ Musical definiert das Buch die am 27. Dezember 1927 im New Yorker Ziegfeld Theater gestartete Bühnenshow “Show Boat“, die dreimal verfilmt und bis hinein in die 90er Jahre immer wieder neu inszeniert wurde. In diesem Musical wurden nicht nur zu Evergreens gewordene Songs wie “Ol‘ Man River“ geschmettert, sondern “Show Boat“ erzählte eine auch interessante dramatische Geschichte gezählt, in der es u. a. um eine “gemischtrassige“ Beziehungen ging. Wie brisant dies Thema war, zeigte sich daran, dass es sehr lange dauern sollte, bis schwarze Darsteller in den Hauptrollen “Show Boat“zu sehen waren.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Das Buch beschreibt chronologisch geordnet bis hinein in die Gegenwart die erfolg- und einflussreichsten Musicals wie “Porgy und Bess“, “The Wizard of Oz“, “Singin‘ in the Rain“, “My Fair Lady“, “West Side Story“, “Mary Poppins“, “Hair“, “The Rocky Horror Picture Show“, “Cats“, “Billy Elliot“, “Mathilda“, aber auch “Die Drei-Groschenoper“ findet Berücksichtigung.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Dabei geht es um Bühnen- wie auch um Film-Musicals. Ein Anhang bietet noch Kurzinfos zu weiteren Musicals. Besonders interessant sind die Doppelseiten auf denen die Strukturen einzelner Musicals übersichtlich dargestellt werden. Hier ist zu sehen, wie die Handlung verläuft und wann die einzelnen Songs zum Einsatz kommen.

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Außerdem gibt es noch Biographien zu Persönlichkeiten wie George und Ira Gershwin, Fred Astaire, Irving Berlin, Cole Porter, Andrew Lloyd Webber, Julie Taymor oder Elton John. Leider sind die von mehreren Autoren verfassten Texte oft etwas trocken und nur selten so amüsant wie im Falle der Beschreibung von “Mamma Mia!“. Hier wird auch eine Kritik zum zugehörigen Film zitiert, in der es heißt, dass man: “so schnell nicht wieder hautnah erleben kann, wie erstklassige Schauspieler betrunken Karaoke singen.“

Musicals: Geschichte – Shows – Komponisten

Für das Buch spricht auch, dass es für die deutsche Ausgabe noch ergänzt wurde. Aufnahme fanden hier auch einheimische Produktionen wie “Linie 1“ oder “Elisabeth“ und ein Anhang beschreibt deutsche Musicals wie “Heiße Ecke“, “Rocky“, “Hinterm Horizont“ oder den DDR-Erfolg “Mein Freund Bunbury“. Abschließend sei auch noch das thematisch passende schlichte aber ergreifende Glitzer-Cover erwähnt.

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Science Fiction Kultfilme

Der Begriff „Kultfilm“ ist sehr dehnbar. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um Filme, die bei ihrem Kinostart vom Publikum zumeist ignoriert wurden, doch dann nach und nach zu Klassikern geworden sind. In diesem Sinne passt die in diesem Buch besprochene “Rocky Horror Picture Show“ bestens in meine Schublade, auch “The War Game“ und “Blade Runner“ würde ich gelten lassen.

Science Fiction Kultfilme

Doch “2001: Odyssee im Weltraum“, “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, “Die phantastische Reise“, “Total Recall – Die totale Erinnerung“, “Matrix“ oder “Inception“ sind Filme, die bereits unmittelbar nach ihrer Premiere viel Aufmerksamkeit erfahren haben und in jede gut sortierte Science-Fiction-Film-Bibliothek gehören.

Science Fiction Kultfilme

Auf die ganz sicher sehr kultige TV-Serie “Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ trifft die Bezeichnung “Science Fiction Kultfilm“ garantiert nicht zu, während “Dune – Der Wüstenplanet“ trotz diverser verlängerter Neuauflagen eine Enttäuschung geblieben ist. Eher in die Rubrik “Geheim gebliebene Geheimtipps“ gehören hingegen Andrzej Żuławskis “Der silberne Planet“ (Polen 1988) und Gabriele Salvatores‘ “Nirvana – Jagd im Cyberspace“ (Italien 1997).

Nirvana – Jagd im Cyberspace

Doch als ein Buch in dem 13 Autoren ihre ganz persönlichen Science-Fiction-Film-und-TV-Favoriten vorstellen, funktioniert das Buch bestens. Es ist zwar etwas albern, dass der Text zu “Dune- Der Wüstenplanet“ in englischer Sprache zum Abdruck kam, doch ansonsten laden die im Rahmen einer Vorlesungsreihe entstandenen Film-Analysen durchaus dazu ein, sich manches der besprochenen Werke endlich einmal (wieder) anzusehen.

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Star Wars Rogue One – Die illustrierte Enzyklopädie

Der Dorling Kindersley Verlag hat bereits zahlreiche opulent bebilderte Bücher zu Filmen und Serien wie Star Wars oder Star Trek herausgebracht. Dabei sind oft die Schwierigkeiten zu spüren, die die Autoren damit hatten zu den großartigen Fotos von phantasievoll gestalteten Kostümen, Masken oder Raumschiffe auch halbwegs informative Texte zu verfassen.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Nicht zu jeden einigermaßen interessant aussehenden Charakter, der mal kurz im Hintergrund eines Science-Fiction-Films zu sehen war, hatten sich die Drehbuchautoren auch eine Hintergrundgeschichte einfallen lassen.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Beim ersten Star Wars Anthologie-Film “Rogue One“ sieht es jedoch anders aus. Wohl kaum ein Kinobesucher wird sich noch an den Auftritt der Miliz des von Forest Whitaker verkörperten Saw Gerrera erinnern. Zu dieser bunten Truppe gehören Mitglieder wie Wheeteef Cyu-Bee oder Kullbee Sperado. Dank dieses Buchs ist jetzt zu erfahren, dass Ersterer ein winziger Talpini ist, dessen Spezialität Haftbomben sind, während der Revolverheld Kullbee auch schon einmal “beim Beten am Tempel der Whills gesehen wurde“.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Vom Spielzeug der kleinen Jyn Erso dürfte Kinobesuchern nur “Sturmi“, der putzige Stormtrooper aus Stoff in Erinnerung geblieben sein. Doch eine Doppelseite der illustrierten Enzyklopädie blickt ins Kinderzimmer der Tochter von Galen Erso und zeigt noch viele weitere Spielkameraden wie “Sterni den Tooka“ oder “Mister Iggy“.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Durch die vielen in diesem Buch enthaltenen Hintergrundinfos und Risszeichnungen entsteht der Eindruck, dass sich bei der Produktion von “Rogue One“ mehr Gedanken über die vielen Neben-Charaktere, Raumschiffe und exotischen Schauplätze gemacht wurde, als darüber eine interessante und durchgehend spannende Geschichte zu erzählen.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Für das prall bebilderte 200-seitige Buch spricht aber auch, dass hier nicht nur Gaga-Wissen für Hardcore-Fans enthalten ist, sondern zum Abschluss noch auf 10 Seiten ein informativer Blick hinter die Kulissen geboten wird.

Star Wars Rogue One - Die illustrierte Enzyklopädie

Sehr komisch ist ein Foto, das zeigt wie sich Statisten im Stormtrooper-Kostüm während einer Drehpausen in der nachts zur “Zitadelle von Scarif“ umgebauten U-Bahn-Station “Canary Wharf“ ausruhen.

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William Shatner: Spock und ich

Wer den Film “Mind Meld – Secets Behind The Voyage Of A Lifetime” gesehen oder William Shatners Autobiografie “Durch das Universum bis hierher“ gelesen hat, dem dürfte dies Buch wenig Neues bieten. Einmal mehr wirkt Shatner erfolgreich dem Eindruck entgegen, er und sein 2015 verstorbener Star-Trek-Co-Star Leonard Nimoy wären lebenslange Konkurrenten gewesen.

William Shatner: Spock und ich

Recht offen schreibt Shatner darüber, dass es ihn zunächst etwas eifersüchtig machte, als der von Nimoy verkörperte außerirdische Mr. Spock sehr viel mehr Aufsehen erregte, als seine Darstellung des gradlinigen Captain James T. Kirk. Obwohl Shatner als Erster im Vorspann von „Star Trek“ genannt wurde und die höchste Gage erhielt, war es Nimoy, von dem die meisten TV-Zuschauer ein Autogramm haben wollten.

William Shatner: Spock und ich
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten

Doch wahrscheinlich, weil die im selben Jahr geborenen (zwischen den Geburtstagen von Shatner und Nimoy liegen nur vier Tage) Darsteller vor “Star Trek“ ähnliche Lebenswege beschritten hatten, entdeckten sie schon recht bald ihre verwandten Seelen. Beide stammen aus jüdischen Familien der unteren Mittelschicht und wuchsen im West End von Großstädten auf, Nimoy in Boston, Shatner in Montreal.

William Shatner: Spock und ich
© Reuters

Im ersten Teil des Buches gelingt es Shatner (bzw. seinem Co-Autor David Fisher) recht spannend die Gemeinsamkeiten der Biographien, aber auch einige entscheidende Unterschiede, herauszuarbeiten. Während sich Shatner als eher klassisch orientierter Schauspieler meist auf sein Bauchgefühl verlässt, ist Nimoy ein Method Actor, der alles über die von ihm verkörperte Figur wissen möchte. Daher erarbeitete er sich den Charakter von Spock selbstständig und machte diesen zu einer glaubhaften Figur.

William Shatner: Spock und ich
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten

Nachdem die erste Star-Trek-Serie nach drei Seasons beendet wurde, blieben Shatner und Nimoy in Kontakt, auch weil sie zu immer besser bezahlten Auftritten auf Fan-Conventions eingeladen wurden. Doch das Buch beschränkt sich nicht auf Anekdoten rund um Star Trek. Sehr nachdenklich machen die Ausführungen über Nimoys nur unter großen Schwierigkeiten überwundene Alkoholsucht. Nimoy wiederum stand Shatner bei, als dessen ebenfalls suchtkranke Gattin Nerine 1999 im Vollrausch im Swimmingpool ertrunken war. Insgesamt ist “Spock und ich“ ein Buch mit vielen Höhen, aber nicht ohne gelegentlichen Tiefgang.

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William Shatner: Durch das Universum bis hierher

Es dauert zwar 130 Seiten bis William Shatner auf seine Paraderolle des Captain James T. Kirk zu sprechen kommt, doch der gebürtige Kanadier hat in seiner amüsant und gelegentlich auch ergreifend geschriebenen Autobiografie sehr viel mehr zu erzählen als Anekdoten von den Dreharbeiten zu Star Trek (mit denen er bisher immerhin schon zwei Bücher füllte). Spannend sind auch Shatners Erlebnisse auf den Theaterbühnen und aus den Kindertagen des Mediums Fernsehen.

William Shatner: Durch das Universum bis hierher

In den Fünfziger Jahren wurden TV-Filme meist noch live übertragen. Daher trat ein bekannter Schauspieler wie Sherlock Holmes Basil Rathborne lieber im kanadischen Fernsehen auf, weil dort nicht wie in den USA dreißig bis fünfzig Millionen Zuschauer sondern “nur zehn Millionen“ dabei zusahen, wenn er sich live blamierte (was er dann mit einem Fuß im Eimer auch ausgiebig tat). Dem hyperaktiven Shatner, der noch heute kaum ein Angebot ablehnt, war die (im Vergleich zu TV und Theater) sehr langsame Arbeit in Hollywood ein Gräuel, während schnell produzierte TV-Sendungen zu seinem Medium wurden, wo er als unberechenbar-pompöser Anwalt Denny Crane in der Serie “Boston Legal“ auch später noch große Erfolge feierte.

William Shatner: Durch das Universum bis hierher

Zum Thema Star Trek ist zu erfahren, dass Shatner Gene Roddenberry, den häufig vergötterten Schöpfer der Serie, für einen nur an schneller Abzocke interessierten Egomanen hält, es heute sehr bedauert seine Co-Stars seinerzeit untergebuttert zu haben, doch mittlerweile mit Leonard Nimoy eng befreundet ist. Shatners Ausführungen über die Alkoholsucht des Darstellers des Mr. Spock und zu den Problemen mit seiner suchtkranken 1999 im Vollrausch im Swimmingpool ertrunkenen Gattin Nerine sind ohne Plattitüden geschrieben, gehen zu Herzen und regen zum Nachdenken an.

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Christian Grawe: Jane Austen. 100 Seiten

Mit gleich 10 Bänden hat der Reclam Verlag seine Reihe “100 Seiten“ gestartet. Der Name ist natürlich Programm, denn diese Bücher hören tatsächlich mit Seite 100 auf (und – was ungewöhnlich ist – sie beginnen tatsächlich mit Seite 1). Unter den Motto “persönlich geschrieben“ und “modern gestaltet“ werden hier Themen wie Jane Austen, Ötzi, Twin Peaks, Menschenrechte, Ovid, JFK aber auch Asterix oder Superhelden “unterhaltsam präsentiert“. Weitere Bände sind bereits angekündigt.

Christian Grawe: Jane Austen. 100 Seiten

Die 100 Seiten zu Jane Austen stammen von Christian Grawe, der die Romane der britischen Autorin gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula übersetzte und auch einige Bücher über sie geschrieben hat. Nachdem Grawe den ersten Satz von Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil“ gelesen hatte, war es sofort um ihn geschehen: “Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“

Christian Grawe: Jane Austen. 100 Seiten

Christian Grawe beschreibt sehr lebendig das Leben von Jane Austen, das sich in einem sehr übersichtlichen Teil von Südengland abspielte. Er analysiert und zitiert aus den Romanen, versucht dabei aber nicht zu spoilern. Einziges Manko des Buchs ist, dass Grawe die zahlreichen Jane-Austen-Verfilmungen wie “Sinn und Sinnlichkeit“ oder “Emma“, die gerade hierzulande für die große Popularität der Autorin gesorgt haben, auf wenig mehr als drei Seiten abhandelt. Doch immerhin macht er auch das sehr fundiert und pointiert.

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Das Film-Buch: Berühmte Filme einfach erklärt

Natürlich besticht auch dieses schlicht “Das Film Buch“ betitelte Werk aus dem Hause Dorling Kindersley durch seine gut ausgewählte und reichhaltige Bebilderung. Ein fünfköpfiges Team von britischen Film-Journalisten hat über 100 Filme aus allen Epochen der Geschichte des Kinos, von Georges Méliès “Die Reise zum Mond“ (1902) bis Richard Linklaters “Boyhood“ (2014), ausgewählt und diese werden auch durch die Abbildung von Standbildern und Plakaten vorgestellt.

Das Film-Buch: Berühmte Filme einfach erklärt

Doch noch wichtiger sind die übersichtlich gegliederten Texte des Buchs. So werden zu jedem Film tabellarisch nicht nur Genres, Regisseure, Drehbuchautoren und Stars benannt, sondern die Rubriken “Früher“ und “Später“ verdeutlichen auch gegenseitige Beeinflussungen.

Das Film-Buch: Berühmte Filme einfach erklärt

Zudem gibt es noch Kurzbiographien zu Regisseuren und Schauspielern, sowie Empfehlungen zu jeweils ähnlich gelagerten Filmen. Eine sehr schöne Idee, die leider nicht bei jedem der aufgeführten Filme zum Einsatz kam, ist die “Minute für Minute“ Analyse, die zeigt wie die Filme zeitlich gegliedert sind. Dies ist als Gegenbeispiel zu allzu stark normierter Hollywood-Kost höchst interessant.

Das Film-Buch: Berühmte Filme einfach erklärt

Bei Büchern wie diesen ist natürlich immer wieder interessant, warum bestimmte Filme ausgewählt wurden und andere nicht. In diesem Fall stellt sich etwa die Frage ob es “gerecht“ ist, wenn zwar jeweils zwei Filme von Billy Wilder (“Sunset Boulevard“, “Manche mögen‘s heiß“), Stanley Kubrick (“Dr. Seltsam“, “2001: Odyssee im Weltraum“) oder Ridley Scott (“Alien“, “Blade Runner“) aber nur ein Werk von ebenso wichtigen Regisseuren Charlie Chaplin („Lichter der Großstadt“), „Alfred Hitchcock (“Vertigo“), Martin Scorsese (“Taxi Driver“) oder Woody Allen (“Der Stadtneurotiker“) Berücksichtigung fand.

Das Film-Buch: Berühmte Filme einfach erklärt

Doch zum Ausgleich wurde versucht nicht nur Filme aus Hollywood (und Großbritannien) in den Kanon aufzunehmen, sondern auch das weltweite Kino zu berücksichtigen. Zudem vertritt das Buch gar nicht den Anspruch die optimale Auswahl an Filmen getroffen zu haben, sondern möchte neugierig machen und den Blick auf das Gesehene schärfen. Dies ist bestens gelungen!

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Florence Foster Jenkins: Die wahre Geschichte

“Die Leute mögen ja sagen, ich konnte nicht singen, doch niemand kann behaupten, dass ich es nicht getan habe.“ Dieser Satz von Florence Foster Jenkins dürfte recht gut erklären, warum die “untalentierteste Sängerin aller Zeiten“ auch über 70 Jahre nach ihrem Tod sehr viel populärer ist, als die meisten gefeierten Sangeskünstler ihrer Zeit.

Florence Foster Jenkins: Die wahre Geschichte

Foster Jenkins Schallplatten-Aufnahmen von Arien wie “Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus Mozarts „Zauberflöte“ und vor allem das Stück „Adele’s Laughing Song“ (“Mein Herr Marquise“ aus “Die Fledermaus“ von Johann Strauss) sind noch heute Hits. Als optimale Ergänzung zu einem mit Meryl Streep und Hugh Grant optimal besetzten Film, über die New Yorker Jahre sowie Florence Foster Jenkins‘ legendäres Konzert in der Carnegie Hall, erscheint eine Biografie.

Florence Foster Jenkins: Die wahre Geschichte

Das Buch versucht die Jugend von Foster Jenkins zu rekonstruieren und dabei Spekulationen zu vermeiden. Nicht völlig sicher ist, ob sie tatsächlich von ihrem ersten Ehemann Frank Thornton Jenkins mit Syphilis angesteckt wurde. Doch die zu Anfang des letzten Jahrhunderts weit verbreitete, aber tot geschwiegene Krankheit, sowie die von Quacksalbern als ebenso nutzlose wie gefährliche Gegenmaßnahme verordnete Einnahme von Quecksilber, könnte dazu geführt haben, dass das Gehör so weit geschädigt war, dass Foster Jenkins “sich selbst für melodisch“ hielt.

Florence Foster Jenkins: Die wahre Geschichte

Die Biographie von Nicholas Martin und Jasper Rees ist zugleich ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Für das Buch spricht auch die gut ausgewählte Bebilderung, die zur Hälfte aus historischen Fotos und Dokumente sowie aus Film-Bildern besteht.

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Blake Snyder: Rette die Katze!

Das Hauptproblem dieses hochgelobten Ratgebers ist, dass es dem Verfasser Blake Snyder zwar gelang eine ganze Menge der von ihm mit verfasste Drehbücher an große Hollywood-Studios zu verkaufen, realisiert wurden jedoch lediglich “Mac Millionär – Zu clever für ’nen Blanko-Scheck“ und “Stop! Oder meine Mami schießt!“. Beide Filme sind alles andere als Blockbuster und erhielten fast ausschließlich negative Kritiken. Doch für sein Drehbuch zu „Stop! Oder meine Mami schießt!“, in dem Sylvester Stallone die Hauptrolle spielte, wurde Snyder immerhin mit der “Goldenen Himbeere“ ausgezeichnet.

Blake Snyder: Rette die Katze!

In seinem “ultimativen Buch übers Drehbuchschreiben“ führt Snyder immer wieder Beispiele aus seinen nicht verfilmten Drehbüchern an, um zu untermauern, wie der perfekte Erfolgsfilm auszusehen hat. Noch sehr viel starrer als Drehbuch-Guru Syd Field legt Snyder fest, auf exakt welcher Seite des Drehbuchs “Setup“, “Debatte“, “B-Story“ und natürlich die beiden Plotpoints stattzufinden haben. Als Untermauerung seine Thesen dienen ihm unvergessliche Filme wie “Natürlich Blond“ oder “Miss Undercover“. Wer sich nicht an Snyders “Beat-Sheet“ hält, dem droht der kommerzielle Misserfolg oder (schlimmer noch) er kann gleich fürs europäische Kino schreiben.

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Der Titel des Buchs “Rette die Katze!“ bezieht sich darauf, dass am Anfang jedes erfolgreichen Films, der Held eine Art kleine Heldentat begehen sollte, um sich bei Publikum einzuschmeicheln. Diese Idee ist alles andere als neu und William Goldman, der mit “Zwei Banditen“, “Der Marathon-Mann“ und “Die Unbestechlichen“ einige echte Klassiker geschrieben hat, griff 1966 in seinem zweiten verfilmten Drehbuch darauf zurück. In der Eröffnungsszene von “Ein Fall für Harper“ charakterisiert er Paul Newman als Privatdetektiv auch dadurch, dass dieser als er morgens keinen Kaffee mehr hat, einen alten Kaffeefilter von gestern aus dem Mülleimer fischt und diesen aus der Not geboren ökologisch korrekt erneut benutzt. In seinem ebenso informativen wie amüsanten Sachbuch “Das Hollywood Geschäft“ beschreibt Goldman, wie positiv das Kinopublikum auf diese kleine Szene reagierte. Dies Buch und Goldmans “Wer hat hier gelogen?“ seien allen angehenden Drehbuchschreibern wärmstens empfohlen.

Blake Snyder: Rette die Katze!

Dies gilt nur bedingt für Blake Snyders “Rette die Katze!“, das nicht nur dank seines Umfangs von knapp 200 Seiten reichlich dünn ausgefallen ist. Das Buch kommt manchmal arg besserwisserisch daher und hat hauptsächlich gegen Ende hin, wenn es darum geht wiw Agenten und Produzenten zu finden sind, doch noch einen gewissen Gebrauchswert. Achja, fast schon vergessen, der Tipp sich auf Geschichten zu konzentrieren, deren Quintessenz sich in einem markanten Satz zusammenfassen lässt, ist dann vielleicht doch noch 20 Euro wert.

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Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

Nachdem bereits im selben Riesen-Format von 42 x 31 cm voluminöse Bildbände zu Stanley Kubrick, Charlie Chaplin und James Bond erschienen sind, erweitert der Taschen Verlag seine Archiv-Reihe um Bücher über Walt Disneys Animationsfilme. Im Zentrum des 620-seitigen ersten Bandes stehen jene Filme, die zu Disneys Lebzeiten entstanden sind.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

Etwas kurz kommen dabei jene ersten Cartoons mit Micky, Donald und Goofy, die sicher noch in einem weiteren Band gewürdigt werden. Doch ansonsten wird ein ebenso umfassender wie auch überraschender Überblick über das Lebenswerk Walt Disneys geboten.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

Das Buch hält sich nicht lange mit Disneys Herkunft und Privatleben auf. Stattdessen beschäftigt sich “The Disney Film Archive“ ausgiebig mit dem schöpferischen Prozess, der mit primitiven Kurzfilmen wie den Laugh-O-grams begann und spätesten ab Ende der 30er Jahre den Animationsfilm zur auch kommerziell erfolgreichen Kunstform machte. Disneys erster Langfilm “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wurde zu einem der größten Blockbuster seiner Zeit.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

Dem Herausgeber Daniel Kothenschulte ist es wichtig nicht nur die Erfolgsgeschichte Walt Disneys zu dokumentieren. Er weist auch auf Filme hin, die im Schatten von kommerziellen Erfolgen wie “Peter Pan“, “Mary Poppins“ oder dem letzten noch von Walt Disney persönlich produzierten Animationsfilm “Das Dschungelbuch“ stehen. Im Vorwort widerspricht Kothenschulte energisch der allgemein herrschenden Auffassung Disney hätte zwischen “Bambi“ (1942) und “Cinderella“ (1950) nichts Bedeutendes produziert.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968Um dieser These entgegen zu wirken, enthält  das Buch ausführliche reich bebilderte Kapitel zu den Kurzfilm-Zusammenstellungen “Saludos Amigos“, “The Three Caballeros“, “Make Mine Music“, “Fun and Fancy Free“ (“Fröhlich, frei, Spaß dabei“), “Melody Time“ (“Musik, Tanz und Rhythmus“) und “The Adventures of Ichabod and Mr. Toad“, die zumeist nur unter Schwierigkeiten als Heimkino-Editionen aufzutreiben sind.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968

In diese Rubrik gehört auch der umstrittene doch tricktechnisch eindrucksvolle Misch-Film “Song of the South“ (“Onkel Remus‘ Wunderland“) von 1946, der auf einer Südstaaten-Plantage spielt und seit VHS-Zeiten auch in den USA nicht mehr erschienen ist. Mit diesem oft des Rassismus bezichtigten Films beschäftigt sich der Trickfilm-Papst Leonard Maltin in einem die Fakten sorgsam abwägenden Text.

Das Walt Disney Filmarchiv. Die Animationsfilme 1921–1968Neben der exklusiven Bebilderung, auch zu den während des Zweiten Weltkriegs produzierten Propaganda-Filmen oder den in Zusammenarbeit mit Wernher von Braun entstandenen TV-Spezials über die Eroberung des Weltraums, sind es die von verschiedenen Trickfilm-Experten verfassten sehr aufschlussreichen (in einem Extraheft als deutsche Übersetzung beiliegen) Texte, die für dieses schöne Buch sprechen.

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