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John Grisham: Verteidigung

Viele seine Anwaltskollegen können von einem derart gutbezahlten Stressjob nur träumen, doch dem 32-jährige Harvard-Absolvent David Zinc platzt nach fünf Jahre in der Chicagoer Großkanzlei Rogan Rothberg der Kragen. Eines Morgens beschließt er mit dem Aufzug, der ihn eigentlich zu seinem winzigen Büro im 92. Stock des Trust Towers bringen soll, wieder herunterzufahren und stattdessen eine Kneipe aufzusuchen. Wie es der Zufall (und der Alkohol) so will, landet er in der windigen Anwaltskanzlei Finley & Figg, mustert dort an und erlebt diesen sozialen Absturz als die Zeit seines Lebens…

John Grisham: Verteidigung
Es gibt wohl kaum einen so zuverlässig mitreißenden Erzähler wie John Grisham (es sei denn er schreibt ein Sachbuch wie “Der Gefangene“). Mit einer Mischung aus bitterer Anklage gegen das US-(Rechts-)System und trockenem Humor, sowie durch äußerst interessante Charaktere, hat Grisham den Leser sofort in seinen Bann geschlagen. Neben der etwas blassen aber sehr sympathischen Hauptfigur David Zinc amüsieren vor allem die erfolglosen Winkeladvokaten Oscar Finley und Wally Figg, die sich verzweifelt darum bemühen mit unlauteren Mitteln die Opfer von Verkehrsunfällen zu ihren Mandaten zu machen. Dabei ist es durchaus hilfreich, dass ihre Büros sich in der Nähe einer vielbefahrenen äußerst unfallträchtigen Kreuzung befinden. Der jüngere Partner Wally Figg glaubt immer noch an den einen ganz großen Fall, der ihn durch eine gewaltige Entschädigungssumme finanziell sanieren könnte. Mit einer Anklage gegen einen Pharmakonzern riskiert er die letzten Rückstände und die Zukunft der kleinen Firma.

John Grisham: Das Komplott
© CNN

Seinen gesellschaftskritischen Biss hat John Grisham nicht verloren, aber er scheint etwas milder geworden als zu Zeiten seines wohl besten Buches “Die Firma“, das 1991 entstand, nachden er seinen Job als Anwalt gerade aufgegeben hatte. Alles in allem vermittelt “Verteidigung“ den Eindruck, dass – dank einiger durchaus menschlicher Juristen – ein Überleben im US-Rechtssystem doch möglich ist, sowohl für Bürger, als auch für Anwälte.

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Mein erstes Mal STAR WARS

Beim ersten Überfliegen des Buches scheinen es doch eher Fans als Prominente zu sein, die sich unter dem Motto “Es war einmal“ an ihr “erstes Mal STAR WARS“ erinnern. Zwar ist neben Uwe Boll und Oliver Berben, auch Michael “Bully“ Herbig dabei, der zu George Lucas auf die Skywalker Ranch eingeladen wurde, nachdem “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ in Deutschland mehr Kinogänger erreichte als “Star Wars – Episode III“. Die meisten der aufgeführten Namen klingen jedoch nicht allzu prominent.

Mein erstes Mal STAR WARS

Auf den zweiten Blick erscheint die Auswahl doch recht gelungen. So ist auch Hans-Georg Panczak dabei, der 1978 im Berliner Zoo-Palast bei der Premiere von “Krieg der Sterne“ (wie “Episode IV“ seinerzeit noch hieß) feststellte, dass seine Stimme ziemlich seltsam klang. Panczak war Mark Hamills Synchronsprecher und aus seiner Stimme wurden alle Tiefen herausgenommen, damit er sich von Wolfgang Pampels Syxnchronisation von Han Solo abhob. Witzig sind auch die völlig konträren Ansichten von zwei Urgesteinen der deutschen Science-Fiction.Szene.  Ronald M. Hahn, der Co-Autor des “Lexikons des Science Fiction Films“ wollte Anno 1978  eigentlich “Krieg der Sterne“ aus ideologischen Gründen  hassen, weil es sich doch ganz sicher um “hollywodschen SF-Filmschrott“ handeln würde. Hahn geriet dann jedoch in den Bann des Films und ging aus ihm raus ohne sich “beschmutzt zu fühlen“. Ganz anders sah Kollege Rolf Giesen vom “Lexikons des phantastischen Films“ den Sachverhalt, denn für “diese Art von NASA-Werbung, die moderne Technik magisch und mythologisch auflud“, war er seinerzeit “schon zu alt“.

Mein erstes Mal STAR WARSDoch den meisten Autoren des Buchs blieb das erste Mal Star Wars unvergesslich, was jedoch nur sehr selten die Episoden I bis III betraf. Auf Episode VII „Das Erwachen der Macht“ freuen sich allerdings die meisten der Autoren. Die Bebilderung mit netten Cartoons und Fotos von witzigen Merchandise-Artikeln ist ebenfalls recht charmant, so dass jeder Freund der Filmreihe seine Freude am Büchlein haben dürfte.

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Stephen King: Finderlohn

In gewisser Weise schrieb Stephen King mit “Finderlohn“ eine Fortsetzung seines Romans “Mr. Mercedes“. Es ist recht nett, die sehr sympathischen Charaktere, wie den pensionierte Polizist Bill Hodges sowie dessen unorthodoxe Helfer Jerome und Holly, wieder zu treffen. Doch ohne diese “Altlast“, die zudem auch noch eine auf eine weitere Fortsetzung zulaufende Storyline beinhaltet, wäre “Finderlohn“ höchstwahrscheinlich ein besseres Buch geworden.

Stephen King: Finderlohn

Eine der beiden Hauptfiguren ist der junge Peter Saubers, der eines Tages einen großen Koffer findet. Neben einer nicht unerheblichen Menge Bargeld enthält dieser einen noch sehr viel größeren Schatz. Der die Öffentlichkeit scheuende und seit knapp 20 Jahren nicht mehr veröffentlichende Schriftsteller John Rothstein wurde 1978 bei einem Raubüberfall ermordet. Entwendet wurden neben den daheim aufbewahrten Barschaften etliche Notizbücher, in denen Rothstein auch seine drei legendären Romane um Jimmy Gold fortgeführt hat.

Stephen King: Finderlohn
US-Ausgabe

Der Mörder ist ein gewisser Morris Bellamy, dessen Lieblingsbücher die beiden ersten Romane mit Jimmy Gold sind. Dass Rothstein seinen Helden im dritten Buch völlig demontierte, hat Bellamy dem Autor nicht verziehen und er hofft, dass sich unter den geraubten Manuskripten noch weitere Bücher mit Jimmy Gold befinden. Dies ist der Fall, doch zum Lesen kommt Bellamy nicht mehr, denn nachdem er seine Beute versteckt hat, wird er für ein anderes Delikt eingesperrt. Doch 35 Jahre später bekommt es Peter Saubers mit dem immer noch sehr gewaltbereiten Bellamy zu tun, der unbedingt “seine“ Manuskripte wieder haben will…

Stephen King: Finderlohn
Britische Ausgabe

Wie in viele Geschichten von Stephen King geht es hier auch um die Kunst des Erzählens und darum, wem die Figuren eines Buches wirklich gehören, dem Autor oder dem Leser? In gewisser Weise ist “Finderlohn“ auch eine Variation von Kings 1987 entstandenen Buch “Sie“ (“Misery“), denn auch hier steht ein fanatischer Literatur-Fan, der gewaltsam gegen seinen Lieblingsautor vorgeht, im Zentrum des Geschehens. Besonders gelungen ist das erste Drittel des Romans, in dem äußerst spannend in zwei verschiedenen sich immer mehr annähernden Zeitebene, die unweigerlich miteinander kollidierenden Geschichten von Peter Saubers und Morris Bellamy erzählt werden. Auch die nicht eben rosigen sozialen Verhältnisse in den USA spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle. Der konventioneller aufgebaute Rest des Romans hält zwar die Spannung aufrecht, konzentriert sich dabei aber auch zu häufig auf die Schilderung von Ereignissen, die nur bedingt mit der Haupthandlung zusammenhängen. Dennoch freue ich mich auf “Mind Control“, das Ende der Trilogie um den noch sehr aktiven Pensionär Bill Hodges.

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Spider-Man – Die spannende Welt des Superhelden

Bereits 2007 brachte der Panini Verlag als Lizenzprodukt unter dem Titel “The Amazing Spider-Man – Die Welt des Netzschwingers“ einen Vorläufer dieses Buches heraus. Es war in der Originalausgabe bei Dorling Kindersley dem Spezialisten für opulente Bildbände erschienen. Parallel zu einer Neuauflage von “Batman – Die Welt des dunklen Ritters“ präsentiert Dorling Kindersley eine komplett überarbeitete Ausgabe des Spider-Man-Buches.

Spider-Man - Die spannende Welt des SuperheldenDies hängt ganz sicher auch mit dem Kinofilm “The Amazing Spider-Man“ zusammen, auch wenn das Buch sich ausschließlich mit den Comics beschäftigt. Geblieben ist in der Neuauflage das grenzwertige Vorwort von Marvel-Legende Stan Lee. „Nun, bevor ich die Idee zu dem beliebten Netzakrobaten hatte, waren bereits Die Fantastischen Vier und Hulk meiner Feder entsprungen. Kaum war Spidey fertig, schenkten Marvel und ich dem dankbaren Publikum weitere Charaktere wie die X-Men, Daredevil, Iron Man, die Rächer...“ Hier wären einige klärende Worte angebracht, denn Stan Lees Beitrage zur Entstehungsgeschichte dieser Superhelden des Marvel Verlages ist höchst umstritten und war garantiert kein Alleingang.

Spider-Man - Die spannende Welt des Superhelden
Doch ansonsten ist die etwas kleinere, etwas dickere und preiswertere Neuauflage eine deutliche Verbesserung. Auf 200 mit ebenso viel Sachverstand wie Liebe zum Detail layouteten Seiten werden dem Leser bzw. Blätterer die wichtigsten Stationen, Krisen, Schicksalsschläge und Schurken präsentiert, mit denen der Spinnen-Mensch in den ersten 50 Jahren seiner Existenz konfrontiert wurde. Dabei werden auch wichtige Einzelhefte vorgestellt und gelegentlich wird hinter die Kulissen des Marvel Verlags geblickt. Besonders schön ist eine Doppelseite, mit 21 teilweise sehr witzigen Varianten des Covers von Amazing Fantasy # 15, jenes Heftes in dem Spider-Man im August 1962 debütierte.

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Roger Moore: Bond über Bond

Das 50. Kino-Jubiläum von James Bond wurde nicht nur auf der Leinwand gebührend mit dem ebenso traditionsbewussten wie innovativen “Skyfall“ gefeiert, sondern auch mit der Veröffentlichung der Soundtrack-Compilation “Best Of Bond… James Bond“ und allerlei Druckerzeugnissen. Besonders beeindruckend ausgefallen ist „The James Bond Archiv„, ein riesiges reich bebildertes Buch des Taschen Verlags im Breitwand-Format. Von der Opulenz her kann der Beitrag des Knesebeck Verlags zum 007-Jubiläum  zwar nicht mithalten, doch dafür ist der Autor kein Geringerer als James Bond himself!

Roger Moore: Bond über Bond

Nach sieben Filmen ist Sir Roger Moore immer noch der Darsteller mit den meisten (offiziellen, also “Sag niemals nie“ nicht mitzählenden) Kinoauftritten als James Bond. Zudem war er mit den 007-Produzenten Cubby Broccoli und Harry Saltzman befreundet, die es ihm ermöglichten auch die ersten Bond-Filme vorab zu sehen.

Roger Moore: Bond über Bond

Außerdem ist Moore ein guter Kumpel von Sean Connery. All dies dürfte ihn zum absoluten Experten in Sachen James Bond machen. Hinzu kommt noch sein erfrischender selbstironischer Humor, der ihn bereits im Kino deutlich vom sehr viel raubeinigeren Macho Connery abhob.

Roger Moore: Bond über Bond

Im Vorwort zu “Bond über Bond“ schreibt Roger Moore ganz bescheiden, dass er hier die “Lücken zwischen einer Handvoll hübscher Fotos mit interessanten Worten, Gedanken und Erinnerungen“ gefüllt hat und meint abschließend: “Und woran ich mich nicht mehr erinnern kann, das werde ich wohl dazu erfinden müssen.“ Vielleicht trifft dies ja auch auf jene Anekdote über eine erste Vorführung von “Im Geheimdienst ihrer Majestät“ zu. Ein US-Produzent meinte nach der Sichtung des Filmes in dem der Australier George Lazenby zum ersten (und einzigen) Mal als James Bond zu sehen war: “Ihr hättet ihn umbringen und das Mädchen retten sollen!“

Roger Moore: Bond über Bond

Auch ansonsten hat Roger Moores allerlei witzige Stories rund um James Bond auf Lager. Er lästert dabei nicht nur über seine Agenten-Kollegen (insbesondere über George Lazenby) sondern gelegentlich sogar über sich selbst. Dies macht sich auch in der interessanten Bebilderung bemerkbar, darunter auch Karikaturen enthält, die sich ziemlich respektlos über das zunehmende Alter des James Bond Darstellers lustig machen. Der 2003 in den Adelstand erhobene Darsteller meint dazu nur lässig: “Ach, 56 müsste man noch mal sein…“

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James Bond: Octopussy

Mit diesem Buch liegen alle 12 Romane und 9 Kurzgeschichten vor, die Ian Fleming über den britischen Agenten James Bond von 1953 bis zu seinem Tode im Jahre 1964 schrieb. Die gesamte Edition von Cross Cult ist auch etwas preiswerter als Gesamtausgabe in einem schmucken mit Zeichnungen von Michael Gillette versehenen Schuber zu erwerben. Flemings letztes 007-Buch erschien posthum und enthält vier bereits vorab veröffentlichte Kurzgeschichten von unterschiedlicher Qualität. Auch in diesem Buch ist genau wie bei der Story-Sammlung „In tödlicher Mission“ festzustellen, dass Fleming eher ein Roman- als ein Kurzgeschichten-Autor war.

JAMES BOND: OCTOPUSSY

Eins der beiden Highlights ist die erste Story „Octopussy“ in der James Bond nur eine kleine aber entscheidende Rolle spielt. Hauptfigur ist ein gewisser Major Dexter Smythe, der es in Österreich kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf höchst skrupellose Weise zu beträchtlichen Reichtum gebracht hat. Doch Jahrzehnte später ist die Sache aufgeflogen und der von Smythes Untaten persönlich betroffene James Bond stellt diesen auf Jamaika vor die Wahl sich vor Gericht zu verantworten oder eleganter abzutreten. Diese Geschichte spielt eine kleine Rolle im 1983 entstandenen 007-Kinofilm „Octopussy„, denn Maud Adams verkörpert in der Titelrolle die Tochter von Dexter Smythe.

Octopussy
Erstausgabe von 1966

Auch die zweite Geschichte „Der Besitz einer Dame“ fand Verwendung im Drehbuch von „Octopussy“. Geschildert wird hier wie James Bond bei der Sotheby’s-Versteigerung einer Kostbarkeit des legendären Goldschmiedes Peter Carl Fabergé einen russischen Agenten aufspürt. Während es sich in Flemings Geschichte, die er im Auftrag von Sotheby’s schrieb, um einen wunderschönen edelsteinbesetzten Globus mit Uhrwerk handelt, dreht es sich in einer kurzen Szene des Filmes „Octopussy“ um ein Fabergé-Ei.

JAMES BOND: OCTOPUSSYDie dritte Geschichte „Der Hauch des Todes“ um eine junge osteuropäische Frau, die am Cello über mehr Talent als am Scharfschützen-Gewehr verfügt, inspirierte den gleichnamigen Film. Sehr interessant ist hier der mit viel Gespür für Trümmer-Atmosphäre und Wirtschaftswunder am Horizont geschilderte Handlungsort Berlin. Doch während „Der Hauch des Todes“ auch eine sehr spannende Story erzählt, ist die letzte 10-seitige Geschichte „007 in New York“ nicht viel mehr als die Beschreibung der Highlights in Manhattan. Es wirkt fast ein wenig so, als wenn Fleming hier quasi als Entschuldigung noch das kalorienreiche Rezept für „Rührei James Bond“ angefügt hat.

James Bond: Octopussy

Cross Cult setzt seine chronologisch veröffentlichte James-Bond-Reihe fort, anschließend erschienen dort mit „Colonel Sun“ von Robert Markham und „Kernschmelze“ von James Gardner, die ersten der mittlerweile bereits knapp dreißig 007-Romane, die nicht von Fleming stammen. Parallel dazu erscheint bei Cross Cult auch das brandaktuelle neue James Bond Abenteuer “Trigger Mortis – Der Finger Gottes“ von Anthony Horowitz.

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The Silver Age of DC Comics

Große Freude kam bei mir auf, als zu erfahren war, dass der Taschen Verlag seinem riesigen Prachtband “75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking“ nicht – wie sonst oft üblich – eine kleinformatigere preiswerte Softcover-Ausgabe folgen ließ. Mit „The Golden Age of DC Comic“ wurde eine fünfbändige DC-Enzyklopädie gestartet, die sich noch ausführlicher mit jenem Comic-Verlag beschäftigt, der durch Helden wie Superman oder Batman das Comicheft salonfähig machte.

The Silver Age of DC ComicsZuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in den Zeitungen, doch nach dem riesigen Erfolg von Action Comics # 1 im Juni 1938 mit dem ersten Auftritt von Superman, war klar dass Comics mehr als nur eine Zeitungs-Beigabe sind. Comichefte wurden zu einem riesigen Geschäft.

The Silver Age of DC ComicsDie Superhelden zogen in ihren Abenteuern auch mit in den Zweiten Weltkrieg, oftmals noch bevor die Amerikanischen Streitkräfte in der Realität in Europa oder Asien aktiv wurden. Nach Ende des Krieges erlahmte das Interesse an den kostümierten Helden und das sogenannte “Golden Age“ ging zu Ende. Andere Comic-Genres wie die Funny Animals, hier speziell die Entengeschichten von Carls Barks, oder die auch an erwachsene Leser adressierten Kriegs- und Horror-Hefte aus dem Hause EC weckten größeres Interesse. Letztere riefen Jugendschützer auf den Plan und der Comics Code, eine Art freiwillige Selbstzensur der Verlage, sorgte dafür, dass die Comics wieder kindischer (aber gelegentlich auch – wie im Falle des MAD-Magazines – satirischer) wurden.

The Silver Age of DC ComicsMitte der Fünfziger Jahre starteten die DC-Superhelden wieder durch. In den Heften Showcase # 4 und # 22 erschienen modernisierte Version von Flash, dem schnellsten Menschen der Welt, und vom allmächtigen Helden Green Lantern, der jetzt durch eine zivile Tätigkeit als Testpilot etwas geerdet wurde. Helden-Truppen wie die Justice League of America wurden so beliebt, dass DCs Konkurrent Marvel seine Fantastic Four startete. Den größten Popularitätsschub bekam allerdings Batman. Eine in den Sechziger Jahren ungemein populäre TV-Serie mit Adam West zeigte den Fledermaus-Mann nicht als Dark Knight sondern als knallbunte Pop-Art-Figur, deren Abenteuer allenfalls sehr kleine Kinder spannend und die restlichen Zuschauer höchst amüsant fanden. Durch diese TV-Serie wurden auch viele DC-Comics knallbunt und infantil. Erst durch die realitätsnahen Geschichten von Denny O’Neil und Neal Adams, die das “Bronze Age“ einläuteten, erholten sich die DC-Helden von dieser Entwicklung.

The Silver Age of DC ComicsIn “The Silver Age of DC Comics” dokumentiert Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Chef bei DC war, auf 400 reich bebilderten Seiten dieses hochinteressante Comic-Zeitalter. Der Band ist gegenüber dem schwergewichtigen Werk “75 Jahre DC Comics“ sehr viel lesefreundlicher. Dies liegt zum einen daran, dass er komplett auf Deutsch übersetzt wurde, aber auch am etwas kleineren Format. Zudem sind zahlreiche neue Abbildungen, Texte sowie ein Interview mit Neal Adams enthalten. Es darf sich schon auf die drei weiteren DC-Bände zum Bronze-, Dark- und Modern-Age gefreut werden.

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Martin Cruz Smith: Tatjana – Ein Arkadi-Renko-Roman

“Ihre Tiefe war erstaunlich. Endlos. Und in ihren Augen sah er einen besseren Mann, als er es je zuvor gewesen war.“ So ein Satz ist eigentlich nicht zu erwarten in einem ansonsten ziemlich knallharten Thriller, der in den härtesten Ecken von Moskau und Kaliningrad spielt. Doch auch in seinem achten (und leider bisher letzten) Roman mit Arkadi Renko zeigt sich Martin Cruz Smith stärker interessiert an seinen Figuren – aber auch an den pittoresken, aber wohl tatsächlich so finster aussehenden Örtlichkeiten – als an den gerade zu ermittelnden Verbrechen.

Martin Cruz Smith: Tatjana - Ein Arkadi-Renko-Roman

Zwischendrin kurz ein historischer Exkurs: 1981 schrieb Martin Cruz Smith den Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, ging das Leben von Arkadi Renko weiter. Cruz Smith ließ ihn in „Polar Star“ auf hoher See ermitteln, schickte ihn in „Das Labyrinth“ nach München und Berlin. Auch auf Kuba („Nacht in Havanna„) und in Tschernobyl („Treue Genossen“) gab es knifflige Fälle zu lösen. In der Moskauer Metro jagte Renko “Stalins Geist“ und  auch mit „Die goldene Meile“ gelang Cruz Smih ein spannender Trip quer durch die gefährlich schillernde russische Hauptstadt.

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Mittlerweile hat sich rund um den eigentlich ziemlich eigenbrötlerischen Renko ein illustres Ensemble versammelt. Hier ist deutlich zu spüren ist, dass diese markanten Typen trotz eines rauen Umgangstons stark aneinander hängen. So ist meist Renkos Kollege Kriminalleutnant Viktor Orlow mit von der Partie. Dieser benötigt die Beschäftigung mit kniffligen und brutalen Verbrechen noch stärker als die morgendliche Flasche Wodka (Klischees sind was Feines, wenn ein Fachmann sie serviert). Interessant ist auch das wackelige und nur bedingt familiäre Verhältnis, das Renko und sein Ziehsohn Schenja zueinander haben. Der mittlerweile 17-jährige Junge lebt meist ziemlich obdachlos und versucht seinen Lebensunterhalt in Bahnhofkneipen durch das Gewinnen von Schachpartien zu bestreiten. Doch das Leben ist leider unberechenbarer als das Spiel.

Frauen gibt es auch immer wieder im Leben von Arkadi Renko, obwohl dieser sich weder um ein elegantes Aussehen noch um einen gepflegten Umgangston und schon gar nicht um eine gesunde Lebensführung bemüht. Auf eine seltsame Weise ist er zur Zeit mit einer Foto-Reporterin verbandelt, die zugleich aber auch mit einem Mafia-Boss um die Häuser zieht, angeblich um zu recherchieren. Doch noch seltsamer ist Arkadis Verhältnis zu Tatjana Petrowna. Diese erfolgreiche Enthüllungsjournalistin soll Selbstmord begangen haben, doch Renko glaubt nicht daran. Tagelang macht er nichts anderes als Tonbandaufnahmen von Tatjanas Reportagen zu lauschen und wird langsam süchtig nach deren Stimme. Wenn das man gut geht…

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Martin Cruz Smith: Die goldene Meile – Ein Arkadi-Renko-Roman

1981 schrieb Martin Cruz Smith den Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, ging das Leben von Arkadi Renko weiter. Cruz Smith ließ ihn in „Polar Star“ auf hoher See ermitteln, schickte ihn in „Das Labyrinth“ nach München und Berlin. Auch auf Kuba („Nacht in Havanna„) und in Tschernobyl („Treue Genossen“) gab es knifflige Fälle zu lösen und in der Moskauer Metro jagte Renko “Stalins Geist“.

Martin Cruz Smith: Die goldene Meile

“Die goldene Meile“ entstand 2010 und ist der bereits siebte Roman mit Renko. Obwohl bzw. gerade weil der manische Schnüffler bereits so viele oft hochpolitische Kriminalfälle – ohne Rücksicht auf Rang und Namen der Täter – gelöst hat, versucht die Moskauer Staatsanwaltschaft Renko davon abzuhalten weiterhin auf eigene Faust zu ermitteln. Im Zentrum des Buchs stehen gleich zwei Fälle, die beide im zwielichtigen Umfeld von Moskaus drei dicht beieinander liegenden Bahnhöfen stattfinden.

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Während seine Kollegen den Mord an einer angeblichen Prostituierten für eine alltägliche Bagatelle halten, bringen Renko seine Ermittlungen in den Kontakt mit einem unter Putin in Ungnade gefallenen Oligarchen und auf die Fährte eines Serialkillers. Gleichzeitig muss Arkadis menschenscheuer Ziehsohn Schenja feststellen, dass es Dinge im Leben gibt, die wichtiger sind als beim Schach zu gewinnen. Er versucht der 15-jährigen Maja zu helfen, der auf der Zugfahrt nach Moskau ihr Baby geraubt wurde.

Die beiden Kriminalfälle bieten Cruz Smith die Möglichkeit in sehr vielen Facetten den Alltag in Moskau zu schildern. Auf nur 250 Seiten gelingt dem Autor ein spannender Trip quer durch die gefährlich schillernde russische Hauptstadt, der gespannt macht auf den nächsten Renko-Roman “Tatjana“.

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Martin Cruz Smith: Stalins Geist – Ein Arkadi-Renko-Roman

1981 schrieb Martin Cruz Smith seinen Roman „Gorky Park“. Der hiernach entstandene Film ist ein kleiner Klassiker. Der „Held“ von Smiths Geschichte heißt Arkadi Renko und ist Ermittler bei der Mordkommission in Moskau. William Hurt legte in dieser Rolle möglicherweise die beste Leistung seiner leider schon beinahe beendeten Filmkarriere hin. Da Film und Buch sehr erfolgreich waren, schrieb Cruz Smith mit „Polar Star“, „Das Labyrinth“, „Nacht in Havanna„, „Treue Genossen“, „Stalins Geist“, „Die goldene Meile“ und „Tatjana“ weitere ebenfalls sehr spannende und atmosphärische Bücher in denen es Renko u. a. auf ein Schiff im Packeis, nach Kuba, mitten hinein in das gewendete Moskau der frühen neunziger Jahre – aber auch in ein sehr authentisch beschriebenes München – verschlägt.

Martin Cruz Smith: Stalins Geist
Der Amerikaner Cruz Smith setzt in seinen Büchern nicht nur auf pointierte Dialoge (und hat deshalb wohl auch eine eher wortkarge Hauptfigur gewählt). Er beschreibt seine Locations so plastisch, dass dem Leser bei Winterszenen unweigerlich fröstelt. Diese lebendig beschriebenen Szenarien ‚ und weniger die etwas wirre Geschichte ‚ sind auch das große Plus von ‚Stalins Geist‘, Cruz Smiths fünften Roman mit Arkadi Renko.

Gorky Park

Dem mittlerweile wieder für die Moskauer Staatsanwaltschaft ermittelnden leidenschaftlichen Schnüffler wird dabei körperlich (er wird zweimal schwer verletzt) aber auch emotional (seine Lebensgefährtin betrügt und verlässt ihn) reichlich was abverlangt. Der arg komplizierte Kriminalfall handelt von einem durch die Moskauer Metro geisternden Stalin, den eine neue hyperpatriotische Partei für ihre Zwecke einspannt. Die wild wuchernde Story erscheint wie ein etwas dürftiger Vorwand um gemeinsam mit Renko zu einer mitreißend beschriebenen Odyssee durch das heutige Russland aufzubrechen.

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