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Avengers: Der endlose Krieg

Die Comics des Briten Warren Ellis zeichnen sich zumeist nicht gerade dadurch aus, dass sie leichte Kost sind. Manche mögen Werke wie Transmetropolitan oder Global Frequenzy als “anspruchsvoll“ bezeichnen, andere als “unlesbar“. Wenn Ellis jetzt einen Comic geschrieben hat, den Panini als „Graphic Novel mit den Helden aus Joss Whedons Avengers“ bewirbt, ist dies dennoch keine Trittbrettfahrerei, denn Warren Ellis ist nicht ganz unschuldig an dem Erfolg der Kinofilme mit den Marvel-Superhelden.

Avengers: Der endlose Krieg

Die von ihm geschriebene Mini-Serie Iron Man: Extremis inspirierte den ersten Kinofilm mit dem Eisenmann, in dem Robert Downey jr. brillierte und die Ära der Marvel-Blockbuster einleitete. Doch höchstwahrscheinlich waren die Filmemacher weniger von Ellis‘ gewohnt wirrer Story beeindruckt, sondern sehr viel stärker durch die hyperrealistischen Zeichnungen von Adi Granov, der auch Storyboards und Entwürfe für die Rüstungen zum ersten Iron Man-Kinofilms anfertigte.

Avengers: Der endlose Krieg

Mit Der endlose Krieg gelang Ellis überraschenderweise eine Avengers-Geschichte, die auch jenen Lesern viel Vergnügen bereiten dürfte, die noch nie einen Superhelden-Comic in der Hand hatten und die Marvel-Charaktere nur aus dem Kino kennen. Das Etikett “Graphic Novel“ erhielt der Comic bereits in den USA, da er nicht wie sonst bei Marvel üblich zuerst als Fortsetzung in Heftform, sondern sofort komplett als Hardcover veröffentlicht wurde.

Avengers: Der endlose Krieg

Avengers: Der endlose Krieg ist der erste Band einer Marvel-Reihe mit “Original Hardcover Graphic Novels“. Ellis gelingt hier eine spannende Superhelden-Geschichte in der die Avengers eine große Mission zu erfüllen haben, die sowohl mit der Zweite-Weltkriegs-Vergangenheit von Captain America als auch mit Thors nordischer Götterwelt und zudem auch noch mit den real existierenden “endlosen Kriegen“ im Großraum Afghanistan zusammenhängt. Dabei wurde mit “Slorenia“ ein seit 1994 nur auf dem Marvel-Globus existierendes fiktives Land als Krisenherd gewählt wurde.

Avengers: Der endlose Krieg

Was im Kino (noch) nicht möglich ist, klappt in Der endlose Krieg problemlos: Wolverine kämpft an der Seite der Rächer. Abgerundet wird der schön aufgemachte Hardcover-Band noch durch ein Vorwort von Clark Gregg, der in den Marvel-Kinofilmen und in der leider unter Superhelden-Mangel leidenden TV-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. den Agenten Coulson spielt. Dieser outet sich als totaler Marvel-Fan. Einziges Manko am Comic sind die oftmals etwas leeren Bilder von Mike McKone. Was hätte ein genialer Zeichner wie Bryan Hitch (The Ultimates) aus einer Geschichte wie dieser gemacht, die auch perfekt als Vorlage für einen Kinofilm wäre!

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Spider-Man & Friends – Marvel Team-Up

Wolverine ist sauer auf Spider-Man, doch zum Glück helfen die Fantastischen Vier und Doctor Strange. Aus irgendeinem Grund befindet sich Iron Man unter der Maske von Dr. Doom, während Nick Fury einen Auftrag für Captain America hat. Nahezu zeitgleich müssen der Punisher und Blade gegen Mafia-Killer und Vampire antreten während Daredevil und Luke Cage ebenfalls zusammenarbeiten.

Spider-Man & Friends - Marvel Team-Up

Diese Inhaltsangabe klingt eher nach einem von jenen alljährlichen höchst dramatischen Mega-Events, die sich durch nahezu alle Superhelden-Serien eines Comic-Verlags ziehen ohne irgendetwas dauerhaft zu verändern. Doch die Marvel Monster Edition 11 enthält eher eine notdürftig durch eine Story verknüpfte Aneinanderreihung von so genannten Team-Ups bei denen sich Superhelden bekämpfen, vertragen und verbünden, ohne dass den Fans verraten wird wer denn nun stärker, schneller oder cleverer ist.

Spider-Man & Friends - Marvel Team-Up

Robert Kirkman (Marvel Zombies) erzählte schon in seiner Erfolgsserie The Walking Dead einen Zombie-Film, der niemals endet. Ähnlich verfährt er (sich) bei der Reihe Marvel Team-Up und zaubert immer wieder einen weiteren Superhelden aus dem Hut. Der rote Faden ist zwar nur wirr bis dünn, doch Spaß macht die Sache schon. Dies liegt am gelungenen Artwork von  Scott Kolins (das auf dem rauen Papier der deutschen Ausgabe nicht seine volle Wirkung entfaltet) und an vielen kleinen netten Marvel-Momenten.

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Marvels

1994 unternahm der Comicautor Kurt Busiek (Astro City) ein höchst interessantes Experiment. Er verknüpfte die Geschichte der Marvel-Comics mit der tatsächlichen Geschichte.

Marvels

In seiner Story diskutieren die Bürger New Yorks im Jahre 1939 nicht nur über den aufziehenden Zweiten Weltkrieg, sondern auch über einen brennenden Superhelden namens The Human Torch. Kurz darauf steigt ein Unterwassermensch namens Namor aus dem Hudson River und Captain America sowie weitere bunt kostümierte Helden ziehen gegen die Nazis in den Krieg.

Marvels

In den 60er Jahren erleben die Bürger New Yorks dann wie sich die Fantastic Four formieren, zwei Mitglieder des Superhelden-Teams glamourös heiraten und das Quartett anschließend die Menschheit vor dem riesigen Weltenverschlinger Galactus rettet. Diese Ereignisse erlebt der Leser scheinbar hautnah durch die Augen des Fotoreporters Phil Sheldon, also quasi aus der Froschperspektive. Sheldon wird aber auch mit der panischen Angst seiner New Yorker Mitbürger konfrontiert, die in Lynchjustiz-Stimmung ausartet und erlebt schließlich hautnah den Tod von Spider-Mans Freundin Gwen Stacy.

Marvels

Ohne die ebenso hyperrealistischen wie kunstvollen plastischen Bilder von Alex Ross (der danach mit Kingdom Come ein ähnlich ambitioniertes Projekt für DC gestaltete) wäre die vierteilige Miniserie Marvels ganz gewiss nicht jener Klassiker geworden, der er heute zweifelsohne und verdientermaßen auch ist.

Marvels

Zum 10-jährigen Geburtstag von Marvels erschien in den USA ein prachtvoll ausgestatteter Jubiläumsband, der u. a. auch über viele kleine Anspielungen in den Bildern von Ross informiert. So hat dieser nicht nur Figuren aus Alan Moores Klassiker Watchmen  sondern auch die Reporter Lois Lane und Clark Kent sowie sogar Stan Lee und Jack Kirby in seinen Zeichnungen versteckt.

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Marvel’s Agent Carter

Mittlerweile ist es wohl nicht mehr nötig die Blu-ray-Veröffentlichungen der Marvel-Blockbuster aus dem Hause Disney durch eigens dafür produzierte Kurzfilme noch attraktiver zu machen. Doch 2013 war im Bonusmaterial von “Iron Man 3“ der wohl beste Beitrag der fünfteiligen Reihe „Marvel One-Shot“ zu finden. Die Titelrolle im 15-minütigen Film “Agent Carter“ spielte die bereits aus “Captain America: The First Avenger“ bekannte Britin Hayley Atwell.

Iron Man 3 AGENT CARTER

Die Handlung spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, kurz nach dem Verschwinden von Captain America. Im Einsatz der Strategic Scientific Reserve gelingt es der schlagkräftigen jungen Agentin Peggy Carter sich gegen ihren arroganten männlichen Vorgesetzten zu behaupten und dadurch für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Der flott erzählte Kurzfilm enthält noch einige nette Gastauftritte und wurde zu einer Art Pilotfilm für eine Anfang 2015 gestartete TV-Serie.

Marvel’s Agent Carter

“Marvel’s Agent Carter“ spielt ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Peggy Carter muss sich in der New Yorker Zentrale der Strategic Scientific Reserve weiterhin gegenüber ihren männlichen Kollegen durchsetzen. Auch Iron Mans Papa Howard Stark (wieder verkörpert von Dominic Cooper) ist mit von der Partie, doch eine größere Rolle spielt dessen spleeniger Butler Edwin Jarvis (James D’Arcy), der über einige unerwartete Talente verfügt.

Marvel’s Agent Carter

Die hübsch ausgestattete Serie konnte mit Action, Humor, emanzipatorischen Untertönen und nostalgischen Charme punkten. Daher folgte 2016 eine zweite Staffel von “Marvel’s Agent Carter“, die aus 10 statt 8 Episoden bestand und durch den neuen Schauplatz Los Angeles (inklusive Hollywood) einen etwas anderen Look hatte.

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Die zweite Staffel ist leider etwas langatmiger erzählt als die Erste. Wohl auch daher wurde “Marvel’s Agent Carter“, trotz des großen Potentials, leider nicht fortgeführt. Beide Staffeln erzählen in sich abgeschlossene durchgehende Geschichten, wobei ein kleiner Cliffhanger am Ende von Season 2 andeutet, dass eine Weiterführung geplant war. Die von Disney veröffentlichte DVD- und Blu-ray-Edition enthält mit 18 Episoden tatsächlich “Die komplette Serie“. Als Bonusmaterial gibt es noch Blooper zu Season 1 (2:55 min) und Season 2 (3:48 min).

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Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren Spionage-Chef Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe, die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der nicht von einer Spinne gebissen wird.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman (Sandman) wollte 2003, nach dem 911-Anschlag, in seinem ersten Marvel-Comic keine im damaligen New York spielenden Abenteuer erzählen. Daher holte er sehr weit aus und entwarf eine 400 Jahre zurückliegende Frühgeschichte des Marvel-Universums. Eingebettet in eine spannende Story präsentiert er faszinierende Ur-Versionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man, den X-Men , sowie ein überraschende Version von Captain America.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Doch es gelingt Gaiman tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte zugleich auch ins aktuelle Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich Elseworld gehört. Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert (Wolverine Origin)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden in Schabtechnik von Scott McKowen gestalteten Titelbilder sind eine Klasse für sich. Ein nette kleine Beigabe war auch, dass Spider-Man-Schöpfer Steve Ditko einige Zeichnungen zum Comic beisteuerte.

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Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe und scjhließlich auch noch als fast doppelt so große gebundene DeLuxe Edition. Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

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Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei 1602 keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel 1602 – Die neue Welt eine erste Fortsetzung, an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


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Jessica Jones

Am 20. November 2015 stellte Netflix mit “Jessica Jones“ nach Daredevil seine zweite Marvel-Serie online. Diese besteht aus 13 Episoden, die eine durchgehende, unerhört spannende Geschichte erzählen. Im Zentrum steht eine Privatdetektivin, die zwar über Superkräfte verfügt, diese jedoch eher spärlich einsetzt.

Jessica Jones - Alias

Krysten Ritter (Breaking Bad) überzeugt als ebenso taffe wie verletzliche Jessica Jones,  die einen scheinbar übermächtigen Gegner zu bekämpfen hat. Kilgrave wird angemessen diabolisch vom zehnten Doctor Who David Tennant gespielt und kann jeden Menschen zu einer willenlosen Marionette machen. Einst hatte er auch Jessica in seiner Gewalt, und diese ist davon immer noch traumatisiert.

Jessica Jones - Alias

Jessica Jones ist fest im Marvel Cinematic Universe verwurzelt, es wird Bezug genommen auf die Avengers-Kinofilme und die Daredevil-Serie. Es sind jedoch weniger die gelungenen Spezialeffekte oder die rasanten Action-Szenen, die faszinieren, sondern richtig spannend wird Jessica Jones dadurch, dass sich das Beziehungsgeflecht der Hauptfiguren ständig verändert. Eine wichtige Rolle spielt zudem noch Luke Cage (Mike Colter), der auf Netflix ebenfalls eine eigene Serie bekommt.

Jessica Jones

Ein Jahr nach dem Start auf Netflix erscheint Jessica Jones auf DVD und Blu-ray. Die erste Staffel steckt zwar in einem hübschen Schuber (wobei der FSK16-Vermerk nicht zu entfernen ist), doch auf Bonusmaterial wurde leider komplett verzichtet.

Jessica Jones - Alias

Der Erfolg der durchgehend positiv rezensierten Serie kommt nicht von ungefähr. Bereits 2001, schon lange vor der TV-Serie, führte der Autor Brian Michael Bendis (“Powers“) Jessica Jones ins Marvel-Universum ein. In der 28-teiligen Serie “Alias“ ließ er sie  erstmals auftreten.

Jessica Jones - Alias

Jessica war zuvor bereits als Superheldin Jewel im Umfeld der Avengers tätig. Dies tat sie allerdings so unauffällig, dass sie vor 2001 in keinem einzigen Marvel-Comicheft zu sehen war. Jessica wurde der Superhelden-Tätigkeit jedoch schnell müde und versuchte sich in New York als Privatdetektivin durchzuschlagen.

Jessica Jones - Alias

In den Geschichten, die Bendis mit Jessica Jones erzählt, tauchen zwar Superhelden wie Captain America, Daredevil oder Ant Man auf. Doch Actionsequenzen sind Mangelware, denn in erster Linie geht es um das Schicksal ganz normaler Menschen. Da die Serie in Marvels Label MAX für reifere Leser erschienen ist, gab es in den Comics kaum Tabus.

Jessica Jones - Alias

Sehr gelungen ist etwa die in den Alias-Heften 11 bis 14 erzählte Geschichte eines plötzlich verschwundenen Kleinstadt-Mädchens. Bei ihren Ermittlungen findet Jessica heraus, dass die hochtalentierte Rebecca für eine Mutantin gehalten wurde und daher von ihren Mitschülern ausgestoßen wurde. Mit Unterstützung des nüchternen Artworks von Michael Gayos beschwört Bendis eine anfangs idyllische Welt unter deren Oberfläche Abgründe von religiösen Wahnsinn und Intoleranz lauern.

Jessica Jones - Alias

Die Bilder von Michael Gayos mögen auf ihre grobe Art etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch sie gewinnen durch das originelle oft über zwei Seiten gehende Layout und eignen sich bestens um zähflüssige Verhöre oder unangenehme Gespräche in Szene zu setzen. Wer es gerne etwas dekorativer mag, dem hat die Serie mit ihren kunstvollen Covern von David Mack, sowie einigen ganzseitigen Illustrationen vom Maler-Meistern Bill Sienkiewicz, ebenfalls einiges zu bieten.

Jessica Jones - Alias

Panini veröffentlicht den ersten Run von “Jessica Jones“ in zwei fetten Tradepaperbacks, inklusive der Cover und einigen zusätzlichen Illustrationen von Gayos. Wer die Netflix-Serie mochte, sollte hier unbedingt zuschlagen!

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Captain America: White

1991 arbeiteten der Autor Jeph Loeb und der Zeichner Tim Sale erstmals bei einer achtteiligen Miniserie über die von Jack Kirby geschaffene DC-Heldentruppe “Challengers oft he Unknown“ zusammen. Dies hatte Folgen, denn nach einigen bemerkenswerten Batman-Comics zu denen auch der Meilenstein “The Long Halloween“ gehört, beschäftigte sich das Duo damit, wie Menschen mit Superkräften zu Helden wurden.

Captain America: White
Softcover-Cover

Nach “Superman for all Seasons“ arbeiteten Loeb und Sale hauptsächlich für Marvel. Hier entstand mit “Daredevil: Yellow“ (2001), “Spiderman: Blue“ (2002) und “Hulk: Gray“ (2004) eine Art Farbenlehre der Superhelden. 2008 sollte “Captain America: White“ folgen und ein vielversprechendes Heft # 0 mit einem Prolog ist seinerzeit auch erschienen.

Captain America: White

Danach sah es so aus, als wenn die gesamte Serie nur eine Nullnummer wäre. Doch ab September 2015 erschienen in rascher Folge plötzlich doch noch die fünf Hefte der Serie und Panini legt zeitnah eine 140-seitige Gesamtausgabe vor. Diese gibt es auch als auf 333 Exemplare limitiertes Hardcover. Einziges Manko dieser Edition ist, dass hier nicht die schön aufgemachten Making-Of-Seiten aus dem ersten US-Comicheft übernommen wurden.

Captain America: White
Hardcover-Cover

“Captain America: White“ beschäftigt sich hauptsächlich mit jener Zeit, als der erste Avenger gemeinsam mit seinem jugendlichen Sidekick James Buchanan Barnes alias Bucky an der Seite einer Spezialeinheit kämpfte. Diese “Howling Commandos“ wurden von einem gewissen Nick Fury angeführt, der seinerzeit weder Augenklappe noch schwarze Hautfarbe trug, aber auch schon damals selten einer Meinung mit dem Captain war.

Captain America: White

Der Geschichte ist anzumerken, dass Loeb versucht, sich darin nicht allzu weit zu entfernen, von den mittlerweile aus diversen Marvel-Kinofilmen bekannten Figuren und Situationen. Doch in erster Linie geht es ihm und Sale darum noch einmal jenes Goldene Zeitalter der Superhelden aufleben zu lassen, als beim Kampf gegen die Nazis völlig klar war, wer die Guten und wer die Bösen waren. Für etwas Abwechslung innerhalb der Story sorgt eine (natürlich sehr attraktive) französische Widerstandskämpferin, die darauf besteht auch einen Teil zur Befreiung ihres Heimatlandes beizutragen.

Captain America: White

Einmal mehr überzeugen aber auch Tim Sales klar durchkomponierte Bilder, die prachtvoll von Dave Steward koloriert wurden. Es ist schön, dass das Duo Loeb & Sale wieder zurück ist!

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The First Avenger: Civil War

Hierbei handelt es sich sehr viel weniger um einen dritten Film über Captain America als um ein neues Kapitel in Disneys Marvel Cinematic Universe. Daher stellt sich im 13.  Beitrag zu dieser Reihe nicht die Frage wer diesmal alles dabei ist, sondern wer eine Auszeit genommen hat. Abgesehen von Chris Hemsworth als Thor, Mark Ruffalo als Hulk und Samuel L. Jackson (das Trio ist dafür 2017 in „Thor: Ragnarok“ dabei) fehlt kaum einer aus der Riege der markant besetzten Marvel-Superhelden.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Vielmehr gibt es interessante Neuzugänge. Chadwick Boseman debütiert als Black Panther und als große Überraschung hat Spider-Man jetzt von Sony zu Disney gewechselt. Dabei überrascht die Besetzung des jungen Briten Tom Holland als Peter Parker weniger als (Vorsicht Spoiler) der Kurzauftritt von Marisa Tomei als Tante May.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Als Aufhänger für den Film diente die Storyline “Civil War“, die sich 2006 durch fast alle Marvel-Comicserien zog. Nachdem es beim Einsatz von Superhelden zu einer Katastrophe kam, beschloss die US-Regierung alle Superhelden zu registrieren und in ihre Dienste zu stellen. Ausgerechnet Captain America lehnte es ab Befehle von der Regierung der Vereinigten Staaten entgegenzunehmen, während Tony Stark alias Iron Man sich für die Registrierung stark machte.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Diese Konstellation wurde als eins der Handlungsmomente aus der Comic-Reihe übernommen, doch im Hinblick auf eine internationale Vermarktung sind  es nun die Vereinigten Nationen, die es vor allen nach den weltweiten Einsätzen der Superhelden in “Avengers: Age of Ultron“ nicht mehr hinnehmen wollten, dass ganze Städte Kollateralschaden bei galaktischen Gefechten werden.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Doch damit es – im Gegensatz zum letzten Captain-America-Film „The Return of the First Avenger“ – nicht allzuzu politisch wird, gibt mit dem von Daniel Brühl verkörperten Zemo noch einen Einzelschurken, der versucht von dem Konflikt der Helden zu profitieren. Auch ansonsten ist der Film mit den Schauplätzen Berlin und Leipziger Flughafen recht “deutsch“ geraten.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Interessant ist „The First Avenger: Civil War“ aber auch, oder vielleicht sogar in erster Linie, weil hier Handlungselemente aus früheren Marvel-Filmen fortgeführt werden und einige der Helden sich erstmals kennenlernen. Wir erfahren so etwa Details über den tragischen Tod von Tony Starks Eltern. Die diesmal ziemlich dominante Action wurde wieder sehr dynamisch und glaubhaft in Szene gesetzt. Trotz des ernsten Themas kommt aber auch der Humor nicht zu kurz, etwa beim diesmal ziemlich köstlichen Gastauftritt von Stan Lee.

The First Avenger: Civil War
© 2016 Marvel

Die Blu-ray von Disney enthält den 148-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar von den Regisseuren Anthony und Joe Russo sowie den Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommen neben einem zweiteiligen Making Of (22:25 min + 23:18 min) noch die Kurz-Dokus “Captain America: The Road to Civil War” (4:11 min), “Iron Man: The Road to Civil War” (4:27 min), Deleted & Extended Scenes  (7:52 min), Pannen vom Dreh (2:53 min) und die Vorschau “Open Your Mind: Marvel’s Doctor Strange“ (4:02 min)

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Captain America – Das Serial

Parallel zum DVD- und Blu-ray-Start des Blockbusters Captain America – The First Avenger wurde auch der erste Kinoauftritt des Marvel-Superhelden veröffentlicht. 1944 entstand ein 15-teiliges Serial, das dem Publikum in den US-Kinos stückchenweise vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt wurde. Produziert hatten es die Republic Pictures, dort entstand drei Jahre zuvor bereits eine recht werkgetreue Serial-Adaption des Superhelden Captain Marvel.

Unbenannt
© intergroove / Savoy Film

Republics Version von Captain America hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit dem Superhelden aus den Comics. Obwohl das Serial zu einer Zeit entstand als sich die USA mit voller Kraft am Zweiten Weltkrieg beteiligten, ist der der von Dick Purchell verkörperte Captain hier kein Soldat sondern Zivilist. Er ist Staatsanwalt und heißt Grant Gardener anstatt Steve Rogers wie in den Comics. Auch von dem ihn zum Übermenschen machenden Supersoldatenserum und dem rotweißblauen Schild fehlt – anders als auf dem DVD-Cover zu sehen – jede Spur.

Unbenannt

Fast vier Stunden lang versucht Republics Captain America einen gewissen Scarab dingfest zu machen. Dieser ist im Besitz eines gefährlichen Vibrators, der mit Soundwellen Gebäude zerstören kann. Während ansonsten in Serials die Identität des Superschurken erst in der letzten Episode enthüllt wird, ist hier bereits von Anfang an klar, dass Scarab kein anderer als Dr. Cyrus Maldor ist, der vom Horrorstar Lionel Atwill (Frankensteins Sohn) verkörpert wird.

Unbenannt

Mit einem Gesamtbudget von um die 200.000 Dollar war Captain America angeblich das teuerste Republic-Serial, doch aus heutiger Sicht wirkt es ziemlich trashig. Trotzdem ist es sehr erfreulich, dass diese frühe Superhelden-Verfilmung endlich auch in einer ordentlich synchronisierten deutschen Fassung vorliegt.

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Avengers – Age of Ultron

Nach vier mit dem Marvel Cinematic Universe verknüpften Kinofilmen folgt der zweite große Leinwand-Auftritt der Avengers. Dieser ist der Höhepunkt von Marvels “Phase 2“ und wieder ist es Buffy-Schöpfer Joss Whedon, dem es obliegt einen großen Superhelden-Ensemble-Film mit Schauspielern und Charakteren zu drehen, die fast alle bereits bewiesen haben, dass sie auch im Alleingang einen Blockbuster stemmen können.

Avengers – Age of Ultron
Dies sollte im Kino bedacht werden, wenn der eine oder andere Zuschauer die ungebremste Downey- Jr.-Star-Power aus Iron Man 3, den unbeschwerten Fantasy-Humor aus Thor – The Dark Kingdom, die gesellschaftskritischen Ansätze aus The Return of the First Avenger und den Outsider-Charme aus Guardians of the Galaxis vermisst. Avengers – Age of Ultron ist sehr viel mehr eine Bestandsaufnahme und Neuausrichtung als ein gradlinig erzählter Superhelden-Actionfilm. Die Rächer sammeln sich in Anbetracht einer gewaltigen neuen scheinbar unüberwindbaren Bedrohung zum gemeinsamen Wundenlecken. Dies geschieht in der Mitte des Films – genau wie schon in Iron Man 3 – etwas arg plakativ  im ländlichen US-Heartland. Zum Ausgleich operiert das Marvel-Heldenteam diesmal jedoch nicht hauptsächlich im Großraum New York (sowie kurz in Stuttgart), sondern rettet weltweit die weite Welt.

Avengers – Age of Ultron

Im Gegensatz zum ersten Avengers Film findet die Action diesmal nicht hauptsächlich im großen, aber auch auf Dauer etwas ermüdenden Finale statt, sondern ist sehr viel besser über den ganzen Film verteilt. Dank seiner beträchtlichen TV- und Kino-Erfahrung mixt Joss Whedon sehr routiniert lustige, tragische, rührende sowie einige wirklich unvergessliche Momente zu einem bekömmlichen Marvel-Cocktail. Er fährt dabei die den ersten Film alles überstrahlende Star-Power von Robert Downey Jr. etwas zurück. Am Ende des Filmes erscheinen – genau wie im Comic – Avengers-Geschichten ohne die (irgendwann unbezahlbaren Darsteller der) ganz großen Marvel-Helden nicht nur denkbar, sondern als innovativer Ansatz fast schon wünschenswert.

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