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Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens

In achtzehn Jahren zeichnete Mark Bagley 111 Hefte der Serie Ultimate Spider-Man. Autor Brian Michael Bendis ließ sich hier sehr viel Zeit um davon zu erzählen, wie Peter Parker zum Netzschwinger wurde. Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens scheint eine Art Gegenkonzept zu sein, denn in nur sechs Comicheften lässt Chip Zdarsky 53 Jahre verstreichen.

Während Peter Parker ansonsten bei Marvel seit seinem ersten Auftritt im Jahre 1962 kaum alterte und ewig ein junger Erwachsener blieb, ist er bei Zdarsky im Jahre 2019 ein alter Mann. Die Miniserie erzählt quasi Spider-Man in Echtzeit. Chip Zdarsky versucht alle Highlights der Serie, wie den Tod von Gwen Stacy, die Klonsaga, das schwarze Kostüm, Kraven den Jäger und auch den jugendlichen Nachfolger Miles Morales einzuarbeiten.

Zugleich geht die Serie aber auch auf historische Ereignisse, wie den Krieg in Vietnam ein, und entfesselt bereits 1967 den erst vier Jahrzehnte in den Comics gestarteten Civil-War-Konflikt zwischen Captain America und Iron Man. Dadurch entsteht ein (weiteres) alternatives Marvel-Universum, dessen am Rande erzählten Episoden teilweise stärker fesseln als die zwangsweise etwas hektisch erzählte neue Spider-Man-Saga.

Doch die großartigen Zeichnungen von Mark Bagley sorgen für Kontinuität im Chaos. Panini präsentiert eine gebundene Neuausgabe, die als Bonus noch das 2021 erschienene Spider-Man Live Story Annual 1 enthält, in dessen Zentrum der alternative Lebenslauf von J. Jonah Jameson steht.

Hinzu kommen noch faszinierende Variantcover von Meistern ihres Fachs wie Skottie Young oder John Romita JR., sowie Hintergrundinfos zu den vom auch als Zeichner aktiven Chip Zdarsky gestalteten Titelbildern.  

Falls Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens nicht zu einem Marvel-Meilenstein werden sollte, hat es garantiert nicht an dieser großartigen Edition gelegen.

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Marvel Comics Library – Avengers

Im November 1961 startete die schier unglaubliche Erfolgsgeschichte der modernen Marvel-Comics mit einem Heldenteam, den Fantastic Four. Zwei Jahre später debütierte mit den Avengers eine noch mächtigere Gruppe von Superhelden, Deren Mitglieder Ant-Man, Hulk, Thor, Iron Man (damals noch in einer goldenen Rüstung) und The Wasp hatten zuvor bereits Einzelabenteuer bestanden.

Doch im September 1963 traten sie als The Avengers gemeinsam erfolgreich gegen Thors Halbbruder Loki an. Auf dem Cover von The Avengers # 4 war dann zu lesen “Captain America Lives Again!“ Der Marvel-Held des Zweiten Weltkriegs erlebte hier ein spektakuläres Comeback. Jack Kirby und Stan Lee ließen Captain America, nachdem er Jahrzehnte als Folge eines Flugzeugabsturzes in einem Eisblock im Atlantik eingefroren war, zum Mitglied der Avengers werden.

Dieser und viele weitere klassische Comic-Momente können dank der Marvel Comic Library noch einmal so authentisch wie möglich erlebt werden. Die klassischen Hefte aus den 60er-Jahren kommen originalgetreu zum Abdruck. Dabei wurde auf eine Neukolorierung verzichtet, sondern Taschen hat alles drangesetzt, um die Rasterpunkte der alten Farbgebung originalgetreu wiederzugeben.

Dieses Bestreben ging sogar so weit, dass für die Reproduktionen der Titelbilder und Backcover Hochglanzpapier und für die Innenseiten Offsetpapier mit matter Oberfläche verwendet wurde. Die Comics inklusive der Leserbriefe und Werbeanzeigen kommen in einem knapp 630-seitigen Hardcoverband in englischer Sprache im Format von 28 x 39,5 cm zum Abdruck, also doppelt so groß wie einst die Originale.

Das in einer Auflage von 5.000 nummerierten Exemplaren produzierte Resultat revitalisiert durch akribische Rekonstruktion den Charme der Original-Comichefte. Als Beigabe gibt es ein ausführliches Vorwort des Comicautoren Kurt Busiek (Marvels), sowie Credits mit Inhaltsangabe zu jedem der enthaltenen Hefte.

Die Interessenten für mit 150 Euro nicht ganz billige – weil aufwändig produzierte – Sammler-Ausgaben dürften durch das beständig expandierende Marvel Cinematic Universe nicht weniger werden. Daher setzt Taschen seine Marvel Comics Library mit Bänden zu Fantastic Four. Vol. 1. 1961 – 1963, Captain America und Spider-Man fort.

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What if…?

Seit 1977 erzählt Marvel in der Comic-Serie What if alternative Superhelden-Geschichten. Hier finden sich Antworten auf brennende Fragen, wie was passiert, wenn Spider-Man Mitglied der Fantastic Four wäre, wenn Captain America zum US-Präsident werden würde oder Loki den Hammer von Thor schwingen könnte.

What if…?

Der Sinn dieser Comic-Spekulationen erschließt sich nur einer relativ kleinen Zielgruppe von Marvel-Nerds. Doch die Filme des Marvel Cinematic Universe dürften mittlerweile Milliarden von Zuschauern erreicht haben. Daher erscheint es nur logisch, wenn auf Disney+ eine Serie gestreamt wird, die in halbstündigen Episoden darüber spekuliert, was auf der Leinwand auch hätte geschehen können.

What if…?

What if…? wurde in einer aufwändigen Animationstechnik realisiert, die es ermöglicht, die aus dem Kino bekannten Darsteller und Szenerien wie ganz sorgfältig von Hand gezeichnet wirken zu lassen. Am 11. August 2021 versuchte die erste Episode die Frage “Was wäre, wenn Captain Carter die Erste der Avengers geworden wäre?“ zu beantworten.

What if…?

Als Antwort wird ein Action-Trip präsentiert, der zeigt wie Steve Rogers von einem Hydra-Agenten angeschossen wird, kurz bevor ihm das Supersoldaten-Serum verabreicht wird. Da das Experiment nicht mehr zu stoppen ist, lässt sich Peggy Carter die Substanz verabreichen. Plötzlich verfügt sie über gewaltige Kräfte. Doch sind die Militärs bereit eine Frau einzusetzen, um den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen?

What if…?

In der Originalfassung der Episode sind die Stimmen von Hayley Atwell als Agent Carter und die Stimmen von fast allen Darstellern aus dem Kinofilm Captain America: The First Avenger wie Samuel L. Jackson oder Jeremy Renner zu hören. Nur Chris Evans konnte nicht dafür gewonnen werden, den nicht zu Captain America gewordenen Steve Rogers zu sprechen…

What if…?

What if…? läuft im Wochentakt auf Disney+ und es ist immer erst Mittwochs zu erfahren, welches Türchen zu einem alternativen Universum diesmal geöffnet wird. Nach dem grandiosen Auftakt war die zweite Episode eine ziemliche Enttäuschung.

What if…?

Hier wurde die gar nicht so brennende Frage gestellt, was passiert wäre, wenn  T’Challa zu Star Lord geworden wäre? Es sei gespoilert, dass in dieser Episode zwar Black Panther doch weder Gamora noch Drax, Groot und Rocket dabei sind.

What if…?

Unter den neun Episoden der ersten Staffel von What if…? befinden sich Gurken wie Was wäre, wenn Doctor Strange statt seiner Hände sein Herz verloren hätte? Spaßig hingegen ist die Antwort auf Was wäre, wenn Thor ein Einzelkind gewesen wäre? Ein großartiges Mini-Epos fragt kurz und bündig Was wäre, wenn … Zombies!?

What if…?

Mittlerweile gibt es übrigens auch schon Lego-Minifiguren zu den alternativen What-If-Charakteren wie Captain Carter oder  Captain America als Zombie.

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Wer ist Black Panther?

Black Panther wurde 1966 von Stan Lee und Jack Kirby auf die Comic-Bühne gehievt. Zwar besiegte der erste afrikanische Marvel-Held die Fantastic Four, doch erst 1973 sollte der maskierte Herrscher von Wakanda eine eigene Heftreihe bekommen. 2005 schließlich erschien mit Who is Black Panther? eine sechsteilige Serie, die T’Challa fit für die Teilnahme beim Marvel Cinematic Universe machte.

Wer ist Black Panther?

Reginald Hudlin, der 1992 Boomerang mit Eddie Murphy inszenierte, hatte bereits fest in der Filmbranche Fuß gefasst, als er sich seinen Jugendtraum erfüllte und damit begann Comics zu schreiben. Später sollte er nicht nur Quentin Tarantinos Django Unchained produzieren, sondern auch die zugehörige Comic-Adaption verfassen.

Wer ist Black Panther?

In Who is Black Panther? verpasste Hudlin dem Marvel-Helden einen epischen Background. Er holte weit aus und zeigt, wie sich die Bewohner Wakandas bereits im 5. Jahrhundert mit trickreich konzipierten Waffen gegen einen feindlichen Stamm verteidigen. Dies setzte sich bis in die Gegenwart fort, und auch der zur Zeit des Zweiten Weltkriegs von der US-Regierung nach Wakanda entsandte Captain America hatte keine Chance gegen Black Panther. Doch es wurde weiterhin versucht, an die Technologie und Bodenschätze Wakanda zu gelangen.

Wer ist Black Panther?

Hudlin stellt die Militärs und Politiker der USA ähnlich unvorteilhaft dar, wie die in seiner Geschichte auftretenden Marvel-Schurken Claw und Rhino. Der gesellschaftskritische Ansatz mindert den Unterhaltungswert von Who is Black Panther? jedoch kein bisschen, was auch daran liegt, das die beeindruckende Grafik von John Romita Jr. (Superman: Das erste Jahr, Kick-Ass, Daredevil: Der Mann ohne Furcht) stammt!

Wer ist Black Panther?

Mittlerweile ist eine Neuauflage von Wer ist Black Panther? als preisgünstige Hardcover-Ausgabe in Paninis Reihe Marvel Must-Have erschienen. Enthalten ist auch interessantes Bonusmaterial, wie etwa Entwurfszeichnungen von John Romita Jr.

Wer ist Black Panther?

Es sei auch noch auf eine sehr werkgetreue Verfilmung von Who is Black Panther? hingewiesen, die im Rahmen der Reihe Marvel Knights Animation als Motion Comic. Hierfür wurden sehr behutsam und mit sparsamer Computeranimation die Comic-Zeichnungen von John Romita Jr. in Bewegung versetzt.

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Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Garth Ennis (Preacher) feierte zwar seine größten Erfolge im Superhelden-Genre, doch der mittlerweile in New York lebende Ire hat nie wirklich verstanden, warum auch erwachsene Menschen so begeistert von kostümierten Rächern sind. In seiner Jugend faszinierten Ennis englische Kriegs-Comics sehr viel stärker als die US-Hefte von Marvel oder DC.

Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Daher erzählte der erfolgreiche Autor auch immer wieder realistische Kriegsgeschichten. Dies geschah sowohl im Rahmen der Serien The Boys, Hitman oder Punisher als auch in eigenständigen Comics, wie der Reihe War Stories. Ab 2009 schrieb Ennis für Dynamite Entertainment die Kriegs-Anthologie Battlefields. Hierin wurde auch von der russischen Soldatin Anna Kharkova erzählt.

Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Diese kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Pilotin einer Fliegerstaffel, die ausschließlich aus Frauen besteht. Diese gab es tatsächlich und sie wurde von den deutschen Soldaten “Nacht-Hexen“ genannt und daher trägt das erste Abenteuer von Anna Kharkova den Titel The Night Witches.

Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

In diese Richtung geht auch die 2018 als erste Veröffentlichung von TKO Studios erschienende Miniserie Sara, die Panini in einer schönen Hardcover-Gesamtausgabe veröffentlicht. Hauptfigur ist die junge Russin Sara, die 1942 gemeinsam mit sechs anderen Frauen als treffsichere Heckenschützin vor Stalingrad gegen die übermächtige deutsche Wehrmacht ankämpft.

Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Doch für Sara sind nicht nur die gegnerischen Soldaten der Feind.  Garth Ennis streut immer wieder Rückblenden ein, die davon erzählen, wie Stalin die Kampfkraft der Roten Armee durch perverse Säuberungsaktionen ausbremste, denen Sara Familie zum Opfer fiel.

Garth Ennis: Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Für den Comic spricht auch die detailreiche und realistisch anmutende Grafik von Steve Epting. Dieser entwickelte bei seiner Zusammenarbeit mit dem Autor Ed Brubaker in der Serie Captain America die auch im Marvel Cinematic Universe sehr populären Figur des Winter Soldier. Durch die interessant charakterisierten weiblichen Hauptfiguren, sowie die spannende Bild-Inszenierung Eptings wurde Sara zu einem Comic, an dem der junge Garth Ennis viel Freude gehabt hätte.

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Jack Kirby – Die Comic-Biografie

Wer sich über Jack Kirby informieren wollte, kam bisher nicht um die von Mark Evanier verfasste reich bebilderte Biografie King of Comics herum. Doch jetzt kommt eine weitere Option hinzu, die zwar auch nur in englischer Sprache vorliegt, doch Comic-Freunden sehr entgegenkommen dürfte. Tom Scioli hat das Leben der Marvel-Legende auf knapp 200 Seiten in Comic-Form zu Papier gebracht.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Als Erzähler fungiert dabei Jack Kirby selbst, wobei sich Scioli auf zahlreiche Quellen beruft, die er im Anhang  benennt. Die Kriegserlebnisse von Kirby, der zuvor bereits zusammen mit Joe Simon Captain America erfunden hatte und anschließend ab 1943 in Frankreich gegen die Deutschen kämpfte, bringt Scioli schlicht aber eindringlich zu Papier.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Doch für Comic-Fans am interessantesten ist natürlich die Arbeitsbeziehung zu Stan Lee, aus der ab 1961 viele noch heute erfolgreich im Marvel Cinematic Universe tätige Comic-Charaktere hervorgingen. Der sehr umtriebige Lee hat es immer so dargestellt und auch in die Comic-Credits geschrieben, dass von ihm die Ideen (“Script“) und von Kirby die Zeichnungen (“Art“ oder “Layout“) stammen.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Sciolo hingegen erzählt im Comic davon, dass Kirby die Tantiemen für die zahlreichen von ihm geschaffenen Figuren und die von ihm erzählten Geschichten vorenthalten wurden. Dadurch war der Vater von vier Kindern gezwungen, bis zum Umfallen für Marvel zu arbeiten.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Besonders gut kommt Stan Lee in Sciolos Comic nicht weg. Der Zeichner zeigt ihn Anfang der 60er-Jahre als unscheinbaren Angestellten mit Stirnglatze und lässt ihn dann plötzlich zu einem farbenfroh bekleideten Paradies-Vogel mutieren, dem “ein ganzer Kopf voller Haare über Nacht“ gewachsen war.

Jack Kirby - Die Comic-Biografie

Tom Sciolis hat seinem Comic einen „Altpapier-Look“ verpasst. Die handelnden Figuren zeichnet er karikierend, während die “graphischen Zitate“ respektvoll und exakt ausgefallen sind. Die hoffentlich auch bald bei uns erscheinende Biographie lädt zu einer spannenden Zeitreise ein, die fast 100 Jahre Comic-Geschichte erzählt.

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House of M

Magnetos Tochter Wanda Maximoff alias Scarlet Witch (auch bekannte aus WandaVision) kann mit der Kraft ihres Willens die Realität verändern. Da sie geistig verwirrt ist, kommt es zu einer Sondersitzung der X-Men und der Avengers (hier war Wanda einst Mitglied). Es wird erwogen Scarlet Witch umzubringen, doch man beschließt zunächst einmal mit ihr zu sprechen. Doch bevor es dazu kommt, gibt es ein weißes gleißendes Licht und Wanda hat wie befürchtete das gesamte Marvel-Universum im Sinne ihrer kühnsten Träume auf den Kopf gestellt.

House of M

Urplötzlich bevölkern unzählige Mutanten die Erde und die Menschen sind nur noch eine unterdrückte Minderheit. Über die Welt herrscht Magnetos Königreich, das House of M. Auch die alten Helden sind kaum wieder zu erkennen. Während Captain America ein alter Mann ohne Superkräfte ist, lebt Peter Parker glücklich zusammen mit seiner Ehefrau Gwen Stacy. Nur Wolverine erinnert sich daran, dass alles einmal ganz anders war. Er versucht mit aller Kraft seine ehemaligen Gefährten davon zu überzeugen…

House of M

2005, ein Jahr bevor Marvel mit der fast alle Comicserien tangierenden (und teilweise wirklich verändernden!) Storyline Civil War riesige Erfolge feierte, erschien das Mega-Event House of M. Auch hier gab es eine (diesmal achtteilige) Kernserie, die dieser Sammelband enthält, sowie weitere Handlungs-Häppchen in 16 anderen Marvel-Comicreihen.

House of M

Während sich die Handlung von Civil War auch Neueinsteigern sofort erschließt und der Konflikt zahlreiche Bezüge zur aktuellen politischen Lage in den USA hat, richtet sich House of M eher an den eingefleischten Marvelianer. Diesen erzählt Brian Michael Bendis (Ultimate Spider-Man) eine personalreiche und spannende Geschichte voller Action, die der aus Frankreich stammende Oliver Coipel ebenso ansprechend wie detailreich bebilderte. Somit enthält dieser Sammelband in kompakter Form einen kleinen Klassiker und ein nicht unwichtiges Stück Marvel-Comicgeschichte.

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Spider-Man: Homecoming

Obwohl The Amazing Spider-Man 2 mehr als 700 Millionen Dollar einspielte, beschloss Sony keine weiteren Filme mit Andrew Garfield als Peter Parker zu drehen. Stattdessen wurde sich mit Disney verbündet und Spider-Man ins sich immer erfolgreiche entwickelnde Marvel Cinematic Universe eingegliedert. Sony behielt bei den Soloauftritten von Spider-Man jedoch die Verleih- und Heimkino-Rechte.

Spider-Man: Homecoming

Bereits 2016 trat Tom Holland als der neue Spider-Man in The First Avenger: Civil War auf und klaute Captain America auf dem Leipziger Flughafen sein Schild. Auch ein Jahr später in seinem ersten eigenen Film Spider-Man: Homecoming stand Peter Parker unter der Fuchtel von Robert Downey Jr. als Iron Man. Dieser stattete ihn zwar mit einem High-Tech-Kostüm aus, nahm ihn aber ansonsten nicht sonderlich ernst.

Spider-Man: Homecoming

Dabei wäre es durchaus sinnvoll auf Peter Parker zu hören, denn dieser ist scharf auf seine Mitschülerin Liz und bekommt dadurch mit, dass deren Vater, der Abbruchunternehmer Adrien Toomes mit nach dem großen Kampf im ersten Avengers-Film überall in New York zu findenen Alien-Technologie, finstere Pläne schmiedet.

Spider-Man: Homecoming

Der ehemalige Batman Michael Keaton liefert als Toomes eine faszinierende Leistung, denn er ist sowohl väterlich als auch diabolisch. Tom Holland hat große Schwierigkeiten gegen die Charismaten Keaton und Downey Jr. zu bestehen, macht aber durch sein sympathisches Wesen trotzdem eine gute Figur. Ein interessanter Neuzugang ist auch noch Marisa Tomei als Peter Parkers erstaunlich attraktive Tante May.

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming gliedert sich nahtlos ins Marvel Cinematic Universe ein und war eine gute Vorlage für den zwei Jahre später entstandenen Spider-Man: Far From Home, der dann als erster Film über den Spinnenmann mehr als eine Milliarde Dollar einspielte!

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Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Der 98. Band der Traditions-Serie Lucky Luke erzählt wieder kein durchgehendes Abenteuer, sondern kurze Geschichten aus der Jugendzeit des einsamen Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht. Das ist sehr schade, denn gerade in den letzten beiden Alben Das gelobte Land und Ein Cowboy in Paris vom Team Achdé und Jul zeigte sich die Serie wieder in alter Größe.

Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Doch nun also bereits der siebte Sammelband mit Geschichten von Lucky Kid (oder Kid Lucky, wie er im Original heißt). Zur Eröffnung gibt es auch diesmal eine etwas längere sechsseitige Geschichte, der es recht gut gelingt eine Verbindung zwischen Lucky Luke, wie wir ihn kennen, und seiner kleinwüchsigen Jugend-Version herzustellen. Dabei geht es um Pferdediebe, denen der Galgen droht…

Lucky Luke # 98: Volle Fahrt voraus

Das restliche Album ist mit Onepagern von Achdé gefüllt, bei denen manchmal der Schlussgag bereits im ersten Panel zu erraten ist. Doch es gibt auch pfiffigere Short Storys, die in Aussicht stellen, dass Lucky Luke auch Totengräber oder ein Superheld wie Captain America hätte werden können. Naja, zur Verkürzung der Wartezeit auf das nächste längere Abenteuer des Westernhelden taugt dieser Comic durchaus.

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Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Die eher ungelenken Zeichnungen waren es gewiss nicht, die die Comic-Serie Scott Pilgrim (die bei uns bei Panini erschienen ist) zum Hit werden ließen. Vielmehr dürfte es die Selbstverständlichkeit sein, mit der Autor und Zeichner Bryan Lee O’Malley die anfangs noch sehr realistische und sensible Schilderung der Lebensumstände einiger Heranwachsender in Toronto urplötzlich ins Spektakuläre umkippen lässt.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Wenn sich der 23-jährige Titelheld und Hobbymusiker, der zuvor ein minderjähriges Schulmädchen datete, auf einmal handfeste Prügelorgien mit den sieben mit Superkräften ausgestatteten Ex-Lovern seiner neuen Flamme Ramona Flowers liefern muss, erinnert dies an jenen Moment, in dem From Dusk till Dawn völlig überraschend vom Krimi zum Horrorfilm mutierte. Gerade die seltsame Mischung aus erzählerischer Raffinesse, zeichnerischem Unvermögen, Underground-Comic, Manga, Kung Fu, Garagen-Rockmusik und Videogame-Elementen machten Scott Pilgrim zu etwas ganz besonderem.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Dies beeindruckte auch den britischen Regisseur Edgar Wright (Hot Fuzz, The World’s End, Baby Driver, Last Night in Soho), der die wilden Action-Elemente des Comics als “überaktive Vorstellungskraft“ eines jungen Mannes interpretiert, der nicht mit Schlafliedern und Märchen sondern mit Videogames groß geworden ist. Wright, dessen wilde und temporeiche Komödien auch durchaus spannend gerieten, erwies sich 2010 als der ideale Regisseur für Scott Pilgrim.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Im Gegensatz zum Comic spickt Wright den Film von Anfang an mit allerlei Merkwürdigkeiten. Er platziert immer wieder lustige erläuternde Texteinblendungen im Bild und wenn es schließlich zu den furios in Szene gesetzten Action-Szenen kommt, dann fügen sich diese harmonisch in das konsequent schräge Gesamtbild ein.

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Doch nicht nur visuell und erzählerisch kann der “vor Ort“ in Toronto gedrehte Film überzeugen, auch die Besetzung ist exquisit. Michael Cera (Superbad, Juno) und Mary Elizabeth Winstead (Stirb Langsam 4.0, Birds of Prey) sind ein Traumpaar, Newcomerin Ellen Wong eine süße Versuchung.

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Während Superman Brandon Routh und  Captain America Chris Evans ihre Rollen garantiert nicht grundlos bekamen, mutet es fast schon prophetisch an, dass auch Brie Larson zum Cast gehörte, denn sie trat erst neun Jahre später als Captain Marvel auf.

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