Schlagwort-Archive: Carl Barks

Onkel Dagobert und Donald Duck – Don Rosa Library

Die Frage, ob wirklich noch eine weitere “Library“ mit den Enten-Geschichten von Keno Don Hugo Rosa benötigt wird, kann schon nach kurzem Blättern in diesem Buch bejaht werden. Es handelt sich um eine kritisch kommentierte Gesamtausgabe, wobei der beständig mit seinem Talent als Erzähler und Zeichner hadernde Don Rosa, in den Begleittexten dieses Buches so hart mit sich ins Gericht geht, dass ihm niemand Eitelkeit vorwerfen kann.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Der fast lebenslande Fan der Duck-Comics von Carl Barks (“Ich habe sie buchstäblich seit meiner Geburt gelesen bzw. zuerst nur angeschaut) träumte immer davon einmal ähnliche Geschichten zu erzählen. Als er entdeckte, dass in den USA wieder Disney-Hefte erscheinen und hierin ein Comic veröffentlicht wurde, dessen Panels “vollständig aus Nachzeichnungen von Barks-Posen“ bestanden, war seine Chance gekommen.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Rosa zeichnete für den Verlag Gladstone die Geschichte Son of the Sun, in der Onkel Dagobert zusammen mit Donald und den Neffen bei einem Wettstreit mit seinem Gegenspieler Mac Moneysac versucht einen gewaltigen Inka-Schatz zu finden. Das selbe Abenteuer hatte er zuvor schon einmal erzählt, allerdings mit eigenen Figuren, doch: “In meinem Kopf war es als Dagobert-Geschichte entstanden.“ Als er dafür 1987 eine Nominierung für den Harvey-Award als “Best Comic  Story of the Year“ erhielt, war Don Rosa klar, dass ihm mehr als passable Fanart gelungen war.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Er machte weiter mit kürzeren Gag-Geschichten und langen Abenteuern in der Tradition von Carl Barks. Von europäischen Verlegern erhielt er den Auftrag aus dem Vorleben der reichsten Ente der Welt zu erzählen. Der Erfolg der Serie Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden ermöglichte es Don Rosa seinen lukrativen Job in der sich im Familienbesitz befindlichen Baufirma hinzuschmeißen.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Der erste Band der auf 10 Ausgaben bestehenden Gesamtausgabe enthält im Format von 22 x 29 cm neben “Der Sohn der Sonne“ noch zwölf weitere Comics, zu denen Don Rosa jeweils interessante “Hinter den Kulissen“-Texte verfasst hat. Hinzu kommen Skizzen, Titelbilder und der erste Teil von Rosas Autobiografie “Mein Leben, meine Comics“. Rosa hat über die Aufmachung des Buchs gewacht und auch dafür sorgt, dass das Lettering und die Kolorierung in seinem Sinne ist.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library
. © 2020 Disney / Egmont Comic Collection

Besonders wichtig war ihm “die Farbe des Geldes“, denn in Europa werden die Münzen in Onkel Dagoberts Geldspeicher meist gelb eingefärbt um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um Goldmünzen handelt. Barks hingegen wollte zeigen, dass die reichste Ente der Welt so geizig ist, dass sie “sogar gewöhnliches Kleingeld hortet“. Daher ist in diesem Band die Münzen silbern koloriert, “mit ein paar eingestreuten kupferfarbenen Pennys“.

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E. C. Segar: Popeye

Obwohl Popeye bei uns nicht gerade unbekannt ist, sind wir höchst selten in den Genuss der Original-Comicgeschichten gekommen, die der begnadete Elzie Crisler Segar ab 1929 bis zu seinem frühen Tode im Jahre 1938 für die amerikanischen Zeitungen zeichnete. Noch vor kurzem erschien im Rahmen der aufwändig beworbenen Bild Comic Bibliothek ein Popeye-Band, der ausschließlich Material enthielt, das ein gewisser Hy Eisman vor einigen Jahren zeichnete.

E. C. Segar: Popeye

Ein großes Problem bei einer deutschen Popeye-Ausgabe ist natürlich jenes Kauderwelsch das die Figur im Original spricht. Der Übersetzer Ebi Naumann meint hierzu, ein direktes Eindeutschen würde lediglich “irgendwie widerspiegeln, dass es im Original gerade lustig zugeht.“ Daher hat er für Popeye eine eigene Kunstsprache erfunden irgendwo zwischen Hans Albers, Werner und Kuttel Daddeldu. Popeyes Lieblingsausspruch “Blow me down!“ heißt daher bei Naumann jetzt auch nicht im geringsten wortgetreu aber völlig passend “Lot mi an Land“.

E. C. Segar: Popeye

Dank Naumanns kreativer Freiheit macht es richtig Spaß jene Geschichte aus Segars Reihe Thimble Theater zu lesen, in der ein unschwer als Matrose zu erkennender Popeye (Pfeife, Tätowierung, Kapitänsmütze usw.) erst nach etlichen Seiten (am 17. Januar 1929) als Nebenfigur auftaucht und auf Castor Öls Frage “He Du Da! Bist Du´n Seemann“ sofort die passende (und mittlerweile legendäre) Antwort (bzw. Frage) parat hat: “Seh ich etwa aus wie ‘n Cowboy?“ Im Verlaufe der weiteren Erzählung zieht Popeye recht rasch ein neues dunkles Hemd an und wird immer mehr zur Hauptfigur der großteils auf See spielenden Erzählung.

E. C. Segar: Popeye

Nachdem der Marebuchverlag bereits mit Band 25 seiner Bibliothek zu maritimen Themen einen wuchtigen Sammelband mit “tollkühnen Abenteuer der Ducks auf hoher See“ aus der Feder von Carl Barks veröffentlichte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die erste wirklich gelungene deutschsprachige Popeye-Ausgabe ebenfalls in diesem Umfeld erscheint. Der dicke querformatige Sammelband enthält sieben oft epische Popeye-Abenteuer, die alle ebenfalls großteils auf hoher See angesiedelt sind.

E. C. Segar: Popeye

Chronologisch geordnet ist hier mitzuerleben, wie der begnadete Erzähler Segar seine Hauptfigur zeichnerisch immer besser in den Griff bekam, ihn mit markanten Nebenfiguren wie Wimpy (“Ich lade Dich zum Entenessen ein. Vergess nicht die Ente.“) oder dem Fabelwesen Jeep (der dem Army-Fahrzeug als Namenspate diente) umgab und aus dem eher unscheinbar-bürgerlichen Ensemble des Thimble Theater nur Popeyes Herzblatt Olivia Öl (mit den Maßen: 48 / 48 / 48) übernahm. Die Geschichten sind oft schrullig versponnen und die aus den Popeye-Trickfilmen und späteren Comics bekannten Schlägereien mit Popeye als spinatfressender Superheld finden bei Segar eher selten statt.

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Art Spiegelman (Maus) weist im Vorwort des Buches noch einmal auf die Einmaligkeit von Segars Popeye hin: “Die filmischen Popeyes sind Mordskerle, aber der echte Popeye (…) ist einer der bedeutendsten Beiträge zur Literatur des 20. Jahrhunderts – oder vielleicht eher zur bildenden Kunst oder wäre zum Theater richtiger.“ Der Mare Verlag wollte den einmaligen Matrosen zusätzlich auch noch mit “Sonderedelausgabe in einem Schuber aus leeren Spinatdosen“ feiern, fand jedoch bedauerlicherweise keinen geeigneten Lieferanten.

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Bild-Comic-Bibliothek 9: Phantomias

Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen. Eigentlich sind diese gebundenen Bände, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider waren die Bücher meist nicht dort erhältlich, wo die Bild-Zeitung verkauft wurde.

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Während im Band 2 der Comic-Bibliothek kein Wort über Carl Barks verloren wird, ist er jetzt plötzlich der Erfinder von Phantomias. Dies ist natürlich Quatsch, denn Barks hat zwar der Ente 1949 in der Geschichte Der Supermensch (Super Snooper) tatsächlich gewaltige Kräfte (aber kein Kostüm) verliehen und dabei gleichzeitig kräftig über Superhelden abgelästert. Doch die 10-seitige Story blieb ohne Folgen und erst 1969 erfanden in Italien der Zeichner Giovan Battista Carpi und der Autor Guido Martina die Superheldenfigur Paperinik, indem sie Donald (der in Italien Paperino heißt) die Spezialausrüstung des Gentleman-Verbrechers Phantomias vorfinden ließen.

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Ihren ersten Auftritt in Deutschland hatte die Figur 1976 in Walt Disneys Lustigem Taschenbuch Nr. 41 („Donald mal ganz anders“). Der Comic-Bibliothek-Band enthält jetzt leider ausschließlich neueres Material, das ab 1996 bei Ehapa erschien. Die mit Manga-Elementen versetzten Zeichnungen sind grafisch durchaus hochwertig ist, die Inhalte können jedoch kaum fesseln (oder gar amüsieren). Diese Version von Phantomias hat sich nicht dauerhaft behauptet und ist ganz gewiss kein Comic-Highlight.

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Bild-Comic-Bibliothek 2: Donald Duck

Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen. Eigentlich sind diese gebundenen Bände, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider waren die Bücher meist nicht dort erhältlich, wo die Bild-Zeitung verkauft wurde.

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Der zweite Band ist Donald Duck gewidmet und enthält eine überdurchschnittlich gelungene Zusammenstellung von 14 Donald-Stories die meist der Ehapa-Reihe “Hall of Fame“ entnommen wurden. Die jeweils zuständigen Künstler, darunter Volker Reiche, Jan Gulbransson, Romano Scarpa, Don Rosa und natürlich Carl Barks, werden jedoch lediglich bei den Geschichten in der zweiten Hälfte des Buches genannt.

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Das Vorwort ist mal wieder etwas ärgerlich, denn schlichte Gemüter könnten glauben, dass das “Comic-Genie“ Walt Disney (“ein Pedant, ein Lebemann, ein Trinker“) alles im Alleingang gezeichnet hat. In diesen Fall wissen Bild-Leser tatsächlich mehr, denn in der Zeitung wird neben Walt Disney auch gleichberechtigt Carl Barks vorgestellt. Verschwiegen wird jedoch, dass die in der Bild-Zeitung (und der Comic-Bibliothek) veröffentlichte Story Sicherheit für Entenhausen von Vicar stammt.

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Das Massenblatt Bild machte 2005 in seinen Ausgaben mit Otto Waalkes und täglichen Comics mächtig Werbung für seine 12-bändige Comic-Bibliothek, die am 1. August gestartet wurde und im Wochentakt erschienen. Eigentlich sind diese gebundenen Bände, die für nur 5 Euro 160 farbige Seiten von ausgewählten Comicklassikern präsentieren, eine prima Idee. Doch leider waren die Bücher meist nicht dort erhältlich, wo die Bild-Zeitung verkauft wurde.

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So gab es keine Möglichkeit den Startband mit Asterix-Geschichten im Bereich des Münchner Hauptbahnhof zu erwerben. Weder in den Buchhandlungen noch an den Kiosken (die etliche Ausgaben der DVD-Edition der Süddeutschen Zeitung vorrätig hatten) und schon gar nicht im Comic-Shop. Es war zu erfahren, dass die angebotenen Konditionen zu ungünstig seien. Doch immerhin hatte der große Buchladen Hugendubel am Stachus einen ganzen Stoß roter Asterix-Bände prominent im Eingangsbereich präsentiert und äußerlich war das Buch wirklich ansprechend aufgemacht.

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Der Inhalt war jedoch etwas enttäuschend. Klar, das erste Album Asterix der Gallier gehört unbedingt in so einen Sammelband. Doch danach folgt dann leider keine weitere der meisterlichen Geschichten von René Goscinny sondern Uderzos eher schwaches Soloalbum Der große Graben als “Parodie auf die Mauer, die Deutschland trennte“. Nun ja und den Abschluss bilden dann die von Uderzo kommentierten Short Stories aus Asterix plaudert aus der Schule, die erst knapp zwei Jahre zuvor bei Ehapa erschienen sind.

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Insgesamt ist die Zusammenstellung zwar nicht optimal und eine redaktionelle Betreuung so gut wie nicht vorhanden (nicht einmal die Übersetzter werden genannt). Doch zum Glück ist es sehr schwierig bei einem “Asterix“-Sampler so richtig daneben zu greifen.

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Es war auch nicht ganz leicht an den zweiten Band der Reihe zu gelangen. In der nicht gerade kleinen Hugendubel-Filiale in München-Pasing kannte man zwar die “Bild-Comic-Bibliothek“, doch der erste Band war nicht mehr und der Zweite noch nicht vorrätig. Also mal wieder ab zum Stachus, wo Donald Duck, diesmal allerdings in deutlich kleineren Mengen, im Eingangsbereich auslag.

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Der zweite Band enthält eine überdurchschnittlich gelungene Zusammenstellung von 14 Donald-Stories die meist der Ehapa-Reihe “Hall of Fame“ entnommen wurden. Die jeweils zuständigen Künstler, darunter Volker Reiche, Jan Gulbransson, Romano Scarpa, Don Rosa und natürlich Carl Barks, werden jedoch lediglich bei den Geschichten in der zweiten Hälfte des Buches genannt.

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Das Vorwort ist mal wieder etwas ärgerlich, denn schlichte Gemüter könnten glauben, dass das “Comic-Genie“ Walt Disney (“ein Pedant, ein Lebemann, ein Trinker“) alles im Alleingang gezeichnet hat. In diesen Fall wissen Bild-Leser tatsächlich mehr, denn in der Zeitung wird neben Walt Disney auch gleichberechtigt Carl Barks vorgestellt. Verschwiegen wird jedoch, dass die in der Bild-Zeitung (und der Comic-Bibliothek) veröffentlichte Story Sicherheit für Entenhausen von Vicar stammt.

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Beim dritten Band gab es im Süden feiertagsbedingt einige Verzögerungen. Während die Bild-Zeitung seltsamerweise auch am Mariä-Himmelfahrts-Montag in München völlig unbeachtet erschienen ist und den großen Artikel zu Lucky Luke und zur Comic-Bibliothek enthielt, war das zugehörige Buch erst am Dienstag in einigen größeren Buchhandlungen zu erhalten.

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Bei Hugendubel am Stachus war dann noch etwas Asterix, kein Donald Duck und reichlich Lucky Luke vorrätig. Aus Hamburg wurde gemeldet, dass dort die kleinen Kiosken gar nicht mehr mit der Bild-Comic-Bibliothek beliefert wurden, da plötzlich die großen Buchhandlungen nach der unerwartet starken Nachfrage mehr Exemplare haben wollen und wegen geringer Anzahl an Vorbestellungen zu wenig gedruckt wurde.

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Doch nun zum Inhalt: Mit dem Abdruck der kompletten Alben Goldrausch! (1965), Ma Dalton (1971), Die Daltons und der Psycho-Doc (1975) und Der Kaiser von Amerika (1976), die alle von Goscinny getextet wurden, präsentiert der Band einen sehr guten Querschnitt durch die Serie. Die Zeichnungen von Morris leiden sehr viel weniger als die Arbeiten von Uderzo unter dem kleineren Format und dem etwas matten Druck. Insgesamt kann durchaus gesagt werden, dass (abgesehen vom etwas mauen Vorwort) Lucky Luke kaum besser präsentiert werden kann.

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Diesmal war es nicht möglich den vierten Band am Erscheinungstag in Aachen oder Köln zu erwerben. Gut sortierte Kioske verwiesen auf die Buchhandlungen und dort sollte Micky Maus dann erst am nächsten Tag geliefert werden. Bei Hugendubel in München gab es das Buch am Dienstag problemlos zu kaufen, doch von den restlichen Bänden der Comic-Bibliothek fehlte jede Spur.

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Inhaltlich werden über 30 Micky-Maus-Geschichten geboten, wobei sowohl Einseiter als auch Fortsetzungsgeschichten enthalten sind. Die Namen der Zeichner werden nicht genannt, obwohl dies ansonsten selbst bei Disney mittlerweile üblich ist. Das Vorwort und der zugehörige Bild-Zeitungsartikel widmen sich, wie schon bei dem Donald Duck – Band, fast ausschließlich dem “schweren Trinker, Playboy und FBI-Spitzel“ Walt Disney. Auch die Präsentation der Geschichten ist nicht optimal.

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Als Druckvorlagen dienten Micky Maus-Hefte aus den 50er und 60er Jahren, was nicht ohne nostalgischen Charme ist. Doch deutlich besser gelettertes und koloriertes Material wäre problemlos aufzutreiben gewesen. So wurde z. B. die im Buch enthaltene Geschichte Die verschwundene Eisenbahn im kurz zuvor erschienen Hall of Fame-Band zu Paul Murry unvergleichbar besser präsentiert. Der Micky-Maus-Band ist durch sein wahllos zusammengewürfeltes Material, die nicht mehr zeitgemäße Bearbeitung der Comics und die oft unnötig schlechte Druckqualität der bisher schwächste Band der Reihe.

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Auf geht´s in die fünfte Runde. Mittlerweile war in der neusten Ausgabe von Zack schon so einiges über die weiteren Inhalte der Comic-Bibliothek zu erfahren, wie z. B. dass der Spirou & Fantasio-Band ausschließlich Material von André Franquin enthalten solle, was ja so schlimm nicht ist. Hugendubel am Stachus hielt auch gleich einen ganzen Stoß der neuen Ausgabe bereit. Auch Donald Duck und Micky Maus waren noch vorhanden, während Asterix und Lucky Luke vergriffen waren. 1:0 für Francobelgien!

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Etwas störend ist, dass der eher geringfügig an den Comics beteiligte Autor Greg auf dem Cover gleichberechtigt neben Franquin steht. Beim Vorwort und dem zugehörigen Artikel in der Bild-Zeitung entsteht wieder das Gefühl, dass es den Autoren nur um Haaresbreite gelingt ihre Unkenntnis zu verbergen und sie auch noch falsch voneinander abschreiben.

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Im Vorwort des Buches steht etwas vom “schüchternen, später depressiven“ Franquin. Der Autor Blieswood macht in der Bild-Zeitung daraus einen “schüchternen (später aggressiven)“ Franquin. Doch zum Glück sind im Buch auch noch Volker Hamanns fundierte redaktionelle Seiten enthalten, die schon die Spirou-Neuausgabe von Carlsen zierten. Geboten wird mit Das Nest im Urwald, Der Plan des Zyklotrop und QRN ruft Bretzelburg durchweg gutes Comicmaterial an dem es nun wirklich nichts zu meckern gibt.

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Zeitgleich mit dem sechsten Band der Bild-Comic-Bibliothek startete auch die Reihe Klassiker der Comic-Literatur der FAZ. Auch hier war es nicht ganz leicht ein Exemplar zu bekommen. Dies klappte in München weder bei Hugendubel (dort waren mittlerweile alle Ausgaben der Bild-Comic-Bibliothek vorrätig) noch in den Bahnhofsbuchhandlungen, doch im Comic-Shop war der erste FAZ-Band zu Superman schließlich erhältlich. Diese Reihe ist zwar kleinformatiger und nicht gebunden, enthält dafür aber ausführliche Vorworte.

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Als Band 6 der Bild-Comic-Bibliothek war Conan angekündigt. Wer sich Abenteuer mit muskulösen Barbaren erhoffte, war sicherlich etwas enttäuscht, als er einen kleinen Jungen mit Sherlock-Holmes-Mütze auf der Rückseite des Buches abgebildet sah. Geboten wird der Manga Detektiv Conan, der stilecht von hinten nach vorne zu lesen ist. Hier geht es um den 16-jährigen Meisterdetektiv Shinichi Kudo, der durch ein seltsames Gift in einen sechsjährigen Jungen verwandelt wird. Er nennt sich nun Conan (nach seinem Lieblingsautor Sir Arthur Conan Doyle) und lebt fortan unerkannt im Hause seiner Freundin, deren Vater praktischerweise auch noch ein erfolgloser Privatdetektiv ist.

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Geboten werden die ersten 18 Fälle der Serie. Gosho Aoyamas schwarzweiße Grafik kommt im größeren Format besser zur Geltung als in den Taschenbüchern. Detektiv Conan ist keine schlechte Serie, doch als einzige Manga-Serie innerhalb der Bild-Comic-Bibliothek (die FAZ-Reihe verzichtet ganz auf Mangas) wäre vielleicht die ebenfalls bei Egmont-Ehapa erschienene und deutlich originellere Serie Ranma ½ die bessere Wahl gewesen.

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“Knatterton war die deutsche Antwort auf James Bond“ ist in der Bild-Zeitung vom 12.9.2005 zu lesen und auf dem Buchrücken des siebten Bandes ist es noch etwas peinlicher formuliert: “Manfred Schmidt erfand Nick Knatterton 1950 als James-Bond-Parodie“. James Bond hat seinen ersten Auftritt erst 1953 im Roman Casino Royale und der erste Kinofilm Dr. No kam 1962 in die Kinos.

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Kombiniere, da hat jemand mal wieder keine Ahnung und verschenkt auch die schönste Legende um Nick Knatterton: Mit der Figur des superschlauen Super-Detektives wollte sich Manfred Schmidt eigentlich lustig machen über die amerikanischen Comic-Superhelden. Doch seine ab 1950 in der Illustrierten Quick veröffentlichten Bildgeschichten wurden so erfolgreich, dass sich Manfred Schmidt immer neue Großtaten für Knatterton ausdenken musste und Sklave seiner eigenen Erfindung wurde.

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Ansonsten ist der Band für Knatterton-Novizen durchaus brauchbar. Enthalten sind auf 190 schwarzweißen Seiten im Querformat und in der für die Buchausgaben überarbeiteten Form die ersten sieben Abenteuer von Der Schuss in den künstlichen Hinterkopf bis Das Geheimnis der Superbiene.

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Vom achten Band zu Tim und Struppi war am Erscheinungstag gerade noch ein nicht mehr eingeschweißtes Exemplar zu ergattern. Die Bild-Zeitung hat aufgrund der Wahlberichterstattung erstmals nicht auf der Titelseite auf den Begleitartikel zur Comic-Bibliothek hingewiesen.

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Im Innenteil der Zeitung befindet sich dann jedoch ein Artikel über den “berühmtesten Reporter der Welt“. Ebenfalls zum Abdruck gekommen sind drei verkleinerte Seiten (im selben Format wie in der Comic-Bibliothek) aus Tim und der Sonnentempel, in den nächsten Tagen wurde das Finale des Zweiteilers als Fortsetzung abgedruckt.

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Band 8 enthält mit Die sieben Kristallkugeln, Tim und der Sonnentempel und Der Fall Bienlein einen guten Querschnitt durch die Serie, aber leider auch wieder ein Vorwort. Norbert Körzdörfer schreibt von den “Zwillingsdetektiven Schulze und Schultze mit Melone, Regenschirm und Fliege“. Ein Blick in eins von Hergés Comicalben macht sofort klar, dass das Duo Krawatten trägt. Warum schreibt hier nicht jemand, wie z. B. bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur,  der wirklich etwas von der Materie versteht.

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Während im Band 2 der Comic-Bibliothek kein Wort über Carl Barks verloren wird, ist er jetzt plötzlich der Erfinder von Phantomias. Dies ist natürlich Quatsch, denn Barks hat zwar der Ente 1949 in der Geschichte Der Supermensch (Super Snooper) tatsächlich gewaltige Kräfte (aber kein Kostüm) verliehen und dabei gleichzeitig kräftig über Superhelden abgelästert.

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Doch die 10-seitige Story blieb ohne Folgen und erst 1969 erfanden in Italien der Zeichner Giovan Battista Carpi und der Autor Guido Martina die Superheldenfigur Paperinik, indem sie Donald (der in Italien Paperino heißt) die Spezialausrüstung des Gentleman-Verbrechers Phantomias vorfinden ließen.

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Ihren ersten Auftritt in Deutschland hatte die Figur in Walt Disneys Lustigem Taschenbuch Nr. 41 („Donald mal ganz anders“). Der Comic-Bibliothek-Band enthält jetzt leider ausschließlich neueres Material, das ab 1996 bei Ehapa erschien. Die mit Manga-Elementen versetzten Zeichnungen sind grafisch durchaus hochwertig ist, die Inhalte können jedoch kaum fesseln (oder gar amüsieren). Diese Version von Phantomias hat sich nicht dauerhaft behauptet und ist ganz gewiss kein Comic-Highlight.

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Beim 10. Band der Bibliothek zu Brösels Werner gibt es dann erstmals wirklich gar nichts zu meckern. Ich ergatterte mein Buch noch vor dem eigentlichen Verkaufstag und seltsamerweise trug es die Inschrift „zweite Auflage“. Im Vorwort sind keine Fehler auszumachen und die Auswahl der enthaltenen Comicbeiträge deckt erstmals wirklich die volle Bandbreite der “behandelten“ Figur ab.

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Es sind sowohl die grafisch sehr schlichten aber dabei auch unglaublich komischen Frühwerke wie z. B. die Klassiker Bescheid oder Werner im Krankenhaus in der rohen schwarzweißen Urversion enthalten als auch ausgefeiltere Spätwerke wie Würfelkönig oder das 50-seitige Epos Wer bremst hat Angst!, die im Team realisiert wurden und leider meist weniger spaßig als bunt sind.

Highlights sind jene zwei Kapitel aus der Reihe Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Hier agiert Werner als Lehrling zusammen mit Meister Röhrich („Sanitäre Anlagen, Heizungsbau, Klima- und Schwimmbadtechnik“) und Lehrling Eckat, Brösels wohl schönsten Figuren. Die Mischung aus pointierter Alltagsbeobachtung und völlig abgedrehten Slapstick-Humor erwecken schon jetzt den Eindruck einen unverwüstlichen Comicklassiker zu lesen.

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Der elfte Band ist Rolf Kaukas Fix & Foxi gewidmet und war bereits sehr zeitig erhältlich. Geboten werden chronologisch geordnet Geschichten aus den Jahren 1963 bis 1991 (wobei leider die Frühphase fehlt).

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Ein Impressum benennt dankenswerterweise, die jeweiligen Fix & Foxi-Hefte aus denen die Stories stammen. Auch befinden sich umfassende Copyrightvermerke zu jeder Geschichte im Buch, doch für die Namen der Autoren und Zeichner (vertreten sind u. a. Florian Julino und Branco Karabajic) blieb dann leider mal wieder kein Platz mehr.

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Der Hauptklopper im Vorwort ist diesmal die „Information“, dass das erste Fix & Foxi-Heft von 1953 „heute circa 125.000 Euro wert“ ist. Der aktuelle Comicpreiskatalog listet hingegen maximal 1.500 Euro! In einem Nachwort weist Alexandra Kauka noch ganz besonders auf die erste Geschichte hin. Ein Name für die Wissenuni erlebt in diesem Buch seine Premiere und stammt vom neuen Fix & Foxi-Zeichnerteam um Lutz Mathesdorf.

Bild-Comic-Bibliothek 11: Fix & Foxi

Nahezu zeitgleich mit dem Bild Comic Bibliothek Band erlebte auch die Heftserie einen kurzen Relaunch. Die neuen Zeichner hatten die Nebenfiguren (darunter Karikaturen von TV-Promis namens Gunter Bauch, Jürgen Viellaber, Tom Teufelernst und Stefano Kräh) deutlich besser im Griff als die etwas unsicher modernisierten Hauptfiguren. Doch insgesamt macht die Geschichte, die auch noch eine Harry Potter-Parodie enthält, durchaus Spaß.

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Bezüglich des Abschlussbandes über Popeye herrschte ganz besondere Spannung. Dieser Spinatmatrose war in Elzie Crisler Segars Comicserie Thimble Theater von der Nebenfigur zur Hauptattraktion aufgestiegen. Eine ähnliche Karriere machte er auch im Zeichentrickfilm. 1933 trat er in einem Cartoon mit Betty Boop auf, schlug voll ein und bekam gleich seine eigene Serie.

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Doch der Comic-Bibliothek-Band enthält keinerlei Comics von Segar, sondern “153 Geschichten“ (bzw. Sonntagsseiten), die ausschließlich aus der Feder von Hy Eisman stammen. Eisman, der sich zuvor auch schon am Comicklassiker The Katzenjammer Kids versucht hat, kann bezüglich Zeichnungen und Gags bei Popeye durchaus punkten.

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Doch es mutete etwas sinnlos an in einen Comic-Bibliothek-Band zu Popeye ausschließlich Material aus den späten 90er Jahren zu veröffentlichen. Das Vorwort hingegen geht überhaupt nicht auf Eisman ein und enthält wieder Unfug wie “In Popeye steckt die Abenteuerlust von Donald Duck, die Frechheit von Asterix und die Kraft von Superman – und im Mund die Pfeife von Nick Knatterton.“ Ganz klar, Popeye wurde maßgeblich beeinflusst von all diesen sehr viel später entstandenen Figuren.

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Abschließend ist bezüglich der Bild-Comic-Bibliothek festzustellen, dass Format, buchbinderische Aufmachung und Drucktechnik deutlich besser gelungen sind als bei der FAZ-Reihe Klassiker der Comic-Literatur.

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Doch die Auswahl des Materials kann nur selten überzeugen (Ausnahmen sind die Bände zu Lucky Luke und Spirou) und die einleitenden Worte zeigen, dass hier nicht mit Sachverstand vorgegangen wurde.

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Disney-Anthologien: Onkel Dagobert

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Onkel Dagobert ist die einzige Figur dieser Anthologie-Reihe, die nicht im Kino debütierte.

Die Disney-Anthologien

Daher beschäftigt sich auch einer der Texte des Buchs „Die reichste Ente der Welt“ damit, wie Disney versuchte auch aus Dagobert Duck einen Filmstar zu machen, was nicht ganz einfach war. Der große Carl Barks erfand den geizigen Milliardär 1947 für die Geschichte Die Mutprobe. Da er sich anfangs noch gar nicht ähnlich sah, fehlt diese Story in der Anthologie.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Stattdessen sind mit Der zählende Papagei, Die Kunst, Geld auszugeben und Der arme reiche Mann drei der schönsten Barks-Geschichten mit Dagobert enthalten. Bemerkenswert sind auch die Zeitungsstrips Eine Woche mit Onkel Dagobert von 1951, in denen Al Taliaferro entgegen seiner sonstigen Gewohnheit eine von einem Kollegen geschaffene Comic-Figur auftreten ließ. Natürlich darf in diesem Buch auch nicht Don Rosa fehlen, denn dieser hat mit Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden eine umfangreiche Biographie der reichsten Ente der Welt zu Papier gebracht.

Die Disney-AnthologienDie jeweils 430-seitigen Anthologien zu Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Daisy Duck und Onkel Dagobert sind eine interessant zusammengestellte Mischung aus Texten und Comic-Geschichten. Cover und Rückseiten gestaltete mit Ulrich Schröder einer der besten Disney-Zeichner. Für die Bände spricht auch, dass sie ein durchgehendes Motiv auf dem Buchrücken haben.

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Disney-Anthologien: Daisy Duck

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Wenn es um das gesamte Disney-Universum geht, dann dürfte eher Minnie Maus „Entenhausens First Lady“ sein. Doch den Bereich Comic dominiert die Entendame Daisy Duck.

Die Disney-Anthologien

Diese hieß zunächst Donna Duck und hatte ihren ersten Auftritt 1937 im Zeichentrickfilm Don Donald hatte. Den Namen Daisy erhielt sie erst drei Jahre später im Cartoon Mr. Duck Steps Out. Bereits kurz danach – am 4. November 1940 – trat sie auch erstmals im Comic auf, in einem von Al Taliaferros Zeitungsstrips.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Den Auftakt der Anthologie bilden dann auch einige von Taliaferros kunstvollen Short Stories aus dem Jahre 1940, die von den ersten Begegnungen zwischen Daisy und Donald erzählen. Natürlich sind auch Comics von Carl Barks enthalten, der einige schöne Storys über die Rivalität von Donald und Gustav Gans beim Wettbalzen um Daisy geschrieben hat. Bemerkenswert ist auch ein Auszug Aus Daisy Ducks Tagebuch. In dieser Reihe bemühte sich der US-Verlag Dell 1960 eher vergeblich darum, Comichefte auch für Mädchen interessant zu machen. Ein Jahrzehnt später versuchte sich Daisy als Superheldin Phantomime die Feministin und auch ansonsten enthält der Band einige schöne Beispiele dafür, wie die Disney-Comics sich an aktuellen Trends orientieren.

Die Disney-AnthologienDie jeweils 430-seitigen Anthologien zu Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Daisy Duck und Onkel Dagobert sind eine interessant zusammengestellte Mischung aus Texten und Comic-Geschichten. Cover und Rückseiten gestaltete mit Ulrich Schröder einer der besten Disney-Zeichner. Für die Bände spricht auch, dass sie ein durchgehendes Motiv auf dem Buchrücken haben.

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Disney-Anthologien: Donald Duck

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney, wobei bei der Ausgabe zu Donald Duck unter dem Motto „Die Ente – Die Legende“ natürlich aus dem Vollen geschöpft werden kann.

Die Disney-Anthologien

Doch es ist schwer nachvollziehbar, dass die Zusammenstellung nur einen sehr klein reproduzierten Onepager von Al Taliaferro enthält und gar nichts von Don Rosa, der aber in der Onkel-Dagobert-Anthologie zum Zuge kommt. Dafür wird Carl Barks mit den zwei 10-seitigen Geschichten Die fabelhafte Hasenpfote und Der Fluch des Albatros, sowie dem Abenteuer Der goldene Helm gebührend gewürdigt.

Die Disney-Anthologien
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Ansonsten sind noch Jack Bradbury, Tony Strobl, Romano Scarpa, Luciano Bottaro, Massimo De Vita, Maximino, Daan Jippes, Freddy Milton, Vicar, William Van Horn, Daniel Branca, Giorgio Cavazzano und Arild Midthun vertreten. Auch der deutsche Zeichner Volker Reiche (Strizz) ist mit der Story Ritterliche Zeiten dabei. Ein Höhepunkt ist die vom Finnen Kari Korhonen geschriebene Geschichte Das Bildnis des Donald Duck, die von 12 Zeichnern in Szene gesetzt wurde, die sich auch selbst karikiert haben!

Die Disney-AnthologienDie jeweils 430-seitigen Anthologien zu Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Daisy Duck und Onkel Dagobert sind eine interessant zusammengestellte Mischung aus Texten und Comic-Geschichten. Cover und Rückseiten gestaltete mit Ulrich Schröder einer der besten Disney-Zeichner. Für die Bände spricht auch, dass sie ein durchgehendes Motiv auf dem Buchrücken haben.

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Disney´s heimliche Helden # 10: Klaas Klever

Nach Supergoof, Phantomias, Gundel Gaukeley, Gamma, Onkel Dagoberts Geldspeicher,  Daisy Duck, Gustav Gans und Donalds „313“-Auto  wird jetzt – wie zuvor schon Kater Karlo eine eher schurkische Figur zu einem von „Disney´s heimliche Helden„. Wie so viele Mitglieder des Entenuniversums ist auch die Figur des Klaas Klevers eine Erfindung des großen Carl Barks. Dieser ließ den mit Dagobert Duck um den Status des reichsten Mannes der Welt ringenden Tycoon 1961 in der in diesem Buch enthaltenen Geschichte Das Bootsrennen erstmals auftreten.

Disney´s heimliche Helden # 10: Klaas Klever

Die Übersetzerin Erika Fuchs nannte Onkel Dagoberts “Geschäftsfreund“ Emil Erpel, genau wie den Gründer von Entenhausen. Im Original hieß er jedoch – in Anspielung auf John D. Rockefeller – John D. Rockerduck und dieser Name führte dazu, dass Barks die Figur nur einmal einsetzte. Wolfgang J. Fuchs´ wieder sehr interessantem Vorwort ist zu entnehmen, dass 1961 Rockefellers Sohn Michael C. unter mysteriösen Umständen in Neuguinea verschwand, was – da dieses Ereignis Parallelen zu den Geschehnissen in seiner Comicstory Das Bootsrennen aufwies – dazu führte, dass Barks auf weitere Einsätze von Rockerduck/Klever/Erpel verzichtete. Doch bereits 1962 lebte die Figur in den italienischen Disney-Comics weiter.

Disney´s heimliche Helden # 10: Klaas Klever

Das Hardcoverbuch enthält neben der Barks-Story noch vier Beispiele von italienischen Comics mit Klass Klever, die zur Hälfte deutsche Erstveröffentlichungen sind. Abgesehen von der äußerst gelungenen letzten Geschichte aus der schwungvollen Feder von Danilo Barozzi sind diese Storys (obwohl sich hier Comickünstler wie Romano Scarpa oder Giorgio Cavazzano beteiligt waren) zeichnerisch eher unteres Mittelmaß. Leider handelt es sich hier um den Abschlussband der Reihe. Das ist sehr schade, denn es gäbe noch genug “Heimliche Helden“, man denke nur an die Panzerknacker, Kommissar Hunter, Dicky, Dacky und Ducky oder Helferlein

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Disney´s heimliche Helden # 8: Gustav Gans

Nach Supergoof, Phantomias, Gundel Gaukeley, Gamma, Onkel Dagoberts Geldspeicher,  Kater Karlo, Daisy Duck und Donalds „313“-Auto ist die 10-teilige Reihe „Disney´s heimliche Helden“ auch diesmal wieder jemandem gewidmet, der streng genommen kaum als Held durchgeht. Auch Gustav Gans (im Original: Gladstone Gander) wurde vom großen Carl Barks erfunden und trat erstmals 1948 in der köstlichen Geschichte Die Wette auf. Diese fehlt leider in dieser Zusammenstellung, was daran liegen könnte, dass Gustav Gans hier noch nicht jener unbesiegbare Glückspilz war, als der er schließlich zum wichtigen Mitglied des Enten-Universums und zu Donalds Erzrivalen wurde.

Disney´s heimliche Helden # 8: Gustav Gans

Die Zusammenstellung ist auch diesmal wieder gut ausgewählt, startet mit drei Barks-Geschichten, lässt sechs Storys von Vicar folgen und enthält natürlich auch einen neunmalklugen Beitrag des unvermeidlichen Don Rosa. In seinem interessanten Vorwort zitiert Wolfgang J. Fuchs auch aus einem umstrittenen “Sachbuch“. In Die Ducks – Psychogramm einer Sippe behauptet Grobian Gans, dass das Glück von seinem Namensvetter Gustav Gans nur dadurch erklärbar ist, dass dieser in den Diensten des CIAs steht. Wer sonst sollte ihn “bei einer überraschend hereinbrechenden Springflut mit einem Gummielefanten versorgen.“ Fuchs widerspricht Gans (“so geheim kann der Geheimdienst gar nicht arbeiten, dass die Autoren der Geschichten nichts aus dieser Tatsache gemacht hätten“) verschweigt jedoch, dass Grobian Gans sogar so weit ging, zu behaupten Gustav Gans wäre homosexuell, scharf auf Donald und wird daher vom CIA erpresst.

Disney´s heimliche Helden # 8: Gustav Gans

Wie dem auch sei, die Figur des Gustav Gans zeigt, dass Glück alleine nicht glücklich macht, denn sonst müsste der Nervbolzen nicht andauernd damit angeben. Vielmehr wird hier jene Erkenntnis belegt, die der TV–Philosoph Franz Xaver Gernstl so schön auf den Punkt brachte: “Glück macht nicht zufrieden, aber Zufriedenheit macht glücklich“.

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