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Cartoons ziehen in den Krieg

Nachdem die USA 1941 in den Zweiten Weltkrieg zogen, machte auch Hollywood mobil. Besonders gut geeignet um die Bevölkerung in Kriegsstimmung zu versetzen waren Cartoons. Für zahlreiche von der Regierung finanzierte kurze Zeichentrickfilme waren Hitler, Mussolini und der japanische Kaiser jetzt dankbare Spottobjekte.

Cartoons ziehen in den Krieg

Die interessantesten Filme entstanden bei Disney. Dort wurde unter dem Titel „Victory through Airpower“ sogar ein abendfüllender Trickfilm produziert, der Werbung für die Bombardierung Deutschlands machte. Der schreiend komische Cartoon „Der Fuehrer’s Face“ mit Donald Duck gewann sogar einen Oscar. „Education for Death“ hingegen schildert sehr subtil, wie in Nazi-Deutschland junge Menschen von Propaganda verführt werden und ist einer der besten Zeichentrickfilme des Studios. Diese Disney-Cartoons sind in den USA unter dem Titel „On the Front Lines“ gesammelt auf DVD erschienen.

Cartoons ziehen in den Krieg

„Cartoons ziehen in den Krieg“ enthält eine hochinteressante 45-minütige TV-Dokumentation in der Trickfilmzeichner wie Chuck Jones zu Wort kommen. Garniert mit zahlreichen Ausschnitten wird ein aufschlussreicher Einblick in eine ungewöhnliche Art der psychologischen Kriegsführung geboten.

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Die Extras der DVD umfassen sieben passend dazu ausgewählte Cartoons: „Jungle Drums“ (Superman), „Scrap Happy Daffy“ (Daffy Duck), „Secret Agent“ (Superman),“The Ducktators“ (Daffy Duck), „Confusions of a Nutzy Spy“ (Porky Pig), „Daffy the Commando“ (Daffy Duck) und „The Sprit of 43“ (Donald Duck), insgesamt 51:22 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln.

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Ralph Ruthe: Kenn ich von Facebook!

Was der Cartoonist Ralph Ruthe (Soll das so dunkel? – Das Grillbuch) auf Facebook so treibt, gefällt mittlerweile mehr als eine Millionen Menschen. Schon um dies zu erreichen, muss Ruthe sich einigermaßen gut mit sozialen Netzen auskennen.

Ralph Ruthe: Kenne ich von Facebook!

Da er berufsbedingt einen Sinn für das Absurde hat, sieht er dort Zusammenhänge wo sie bisher noch niemand vermutet hat. Vielleicht sind Löwen ja tatsächlich wegen “dieser Ballerspiele“ so aggressiv jagende Fleischfresser, während Schachspieler sich meist zu friedlichen Fliesenlegern entwickeln.

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Vielleicht fotografieren auch Haie ihr Essen und stellen es auf Facebook. Vielleicht gibt es wirklich eine “Löffel-App“ für 79 Cent oder eine App, die ein “Leben ohne iPpad“ simuliert.

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Vielleicht gibt es aber auch Rezensenten, die einfach die besten Witze aus Cartoon-Büchern abschreibem und das dann Kritik nennen. Doch da kann ich Euch beruhigen, denn was ich hier ausgeplaudert habe, ist nur die Spitze vom Eisberg und das Büchlein enthält noch sehr viel mehr absurd- komische Ideen, die jedoch fast alle erschreckend viel Alltagsbezug haben.

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Ralph Ruthe: Soll das so dunkel? – Das Grillbuch

Bereits als Schüler schrieb Ralph Ruthe (Kenn ich von Facebook!) Texte und Gags für das Volksbank-Kundenheft “Mike“ und später für die “Käpt´n Blaubär“-Comics. Mit eigenen durchaus unverwechselbaren knuffigen Zeichnungen feierte er erste Erfolge mit gefakten Anzeigen, die in MAD erscheinen. Anschließend folgten Comicalben zu Themenkomplexen wie “Computer“ oder “Ballermann“ aber auch eigene Serien wie “Schweinskram“ oder “Frühreif!“.

Ralph Ruthe: Soll das so dunkel? – Das Grillbuch

Zu einem großen Erfolg wurde die Cartoon-Reihe “Shit happens!“, die in Zeitungen, auf Ruthes Homepage und in Form von Hardcoverbänden bei Carlsen erscheint. Innerhalb dieser Reihe hat sich im Laufe der Zeit ein Ensemble von höchst unterschiedlichen Charakteren formiert. Ruthe ist aber auch weiterhin offen für Experimente. So war Synchron-Sprecher im Disney-Film “Zoomania“, hat Cartoons auf Latein und gemeinsam mit der Kabarettistin Luise Kinseher auch auf Bayrisch veröffentlicht.

Ralph Ruthe: Soll das so dunkel? – Das Grillbuch

Ein dankbares Thema für Gags aller Art ist natürlich auch der von Baumärkten und Discountern immer stärker befeuerte deutsche Volkssport des Grillens. Zusammen mit dem Autor und Standup-Comedian Markus Barth (nicht verwandt mit Mario B.) hat Ruthe in einem Büchlein in Cartoons, Texten und Sketchen allerlei Komisches zusammengetragen.

Ralph Ruthe: Soll das so dunkel? – Das Grillbuch

Hart am Rande der Realität wird hier geschildert, wie Frauen versuchen ihre Lebensabschnittspartner davon abzuhalten, ein Vermögen in überdimensionierten Hightech-Grills anzulegen. Gegenargumente wie, dass man ja sparen kann, indem auf Gemüse und Salate verzichtet wird oder nur vorgewürztes Billigfleisch auf den Grill kommt, ziehen kaum.

Ralph Ruthe: Soll das so dunkel? – Das Grillbuch

Als Ratgeber taugt das Büchlein durchaus. Ich persönlich denke nach der Lektüre ernsthaft über die Anschaffung eines Kontakt-Grills nach. Dieser ist bei Partys recht praktisch, da er anscheinend über einen Sprach-Chip verfügt und die Gäste miteinander bekannt macht.

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