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Frank Miller: Holy Terror

Ursprünglich sollte dieser Comic von Frank Miller (Batman: The Dark Knight Returns) den Titel Holy Terror, Batman! tragen, was im Bezug der lustigen Heiliges Kanonenrohr!-Ausrufe von Burt Robin Ward in der 60er-Jahre Batman-TV-Serie mit Adam West auch ein hübsches Wortspiel gewesen wäre.

Frank Miller: Holy Terror

Doch den Heiligen Krieg gegen den Terror kämpft jetzt kein Batman mehr, sondern ein gewisser Fixer, der dennoch wie der Dunkle Ritter ohne Fledermausohren aussieht. Bei seinem Amoklauf gegen islamistische Amokläufer, die u. a. eine Comic-Variante der Freiheitsstatue zerstörten, wird der maskierte Rächer zudem auch noch von der mehr als nur leicht an Catwoman erinnernden Diebin Cat Burglar assistiert.

Frank Miller: Holy Terror

Angeblich stellte Frank Miller während der Arbeit an Holy Terror fest, dass dies keine Batman-Story sei und schuf einen neuen Charakter. Tatsächlich wird er wohl erkannt haben, dass er eine derart dürftige rechtslastige Geschichte ohnehin nicht bei DC hätte veröffentlichen können und bot die Chose der Film-Firma Legendary Pictures an. Diese hatte zwar immerhin Christopher Nolans Batman-Filme und Zack Snyders Watchmen produziert, ansonsten jedoch keinerlei Erfahrungen im Veröffentlichen von Comics, was es Miller leicht machte, sein alle Erwartungen unterbietendes neues Soloalbum dort unterzubringen.

Frank Miller: Holy Terror

Doch fast noch schlimmer als die faschistoide Selbstjustiz-Glorifizierung, die in den USA (und in anderen Werken Millers) ja auch ansonsten praktiziert wird, sind die Zeichnungen des Comics. Zwar setzt Miller im Mittelteil der ansonsten kaum vorhandenen Geschichte, meisterlich das Selbstmordattentat einer weiblichen Terroristin in Szene und weckt auch Mitgefühl mit den zufällig zu Opfern gewordenen Bürgern.

Frank Miller: Holy Terror

Doch ansonsten betreibt er Seitenschinderei. Holy Terror wurde im selben Querformat wie Frank Millers Meisterwerk 300 veröffentlicht. Dadurch sehen die groben detailarmen schwarzweißen gelegentlich mit einer Schmuckfarbe versehenen Zeichnungen besonders armselig aus, passen allerdings bestens zur inhaltlichen Leere des Comics.

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Batmans größte Gegner

In Paninis Anthologie-Reihe, die sich in voluminösen Büchern meistens mit DC-Charakteren wie Batman, Joker, Harley Quinn, Flash, Wonder Woman, Aquaman oder Superman beschäftigt, erschien bereits ein Band zu den zahlreichen Mitgliedern der Birds of Prey. Jetzt folgt eine Anthologie über das beständig anwachsende Ensemble der Gegner Batmans.

Batmans größte Gegner

Unter dem Motto „Die gefährlichsten Schurken von Gotham“ sind neben 15 ausgewählten Stories, die zwischen 1993 und 2010 veröffentlicht wurden, 32 ansprechend bebilderte Who’s Whos enthalten, die jeweils auf einer Seite über die die wechselnden Entstehungsgeschichten der Schurken informieren, aber auch aufführen, wie die Figuren in Filmen, Serien oder Games eingesetzt wurden,

Batmans größte Gegner

Vertreten sind natürlich bekannte Charaktere wie Joker, Two-Face, Riddler, Pinguin, Bane, Poison Ivy, Scarecrow oder die häufig auf der Seite von Batman stehende Selina Kyle alias Catwoman. Hinzu kommen aber auch noch Einträge zu seltener eingesetzte Bösewichten wie KGBbeast, Calendar Man, Anarky, Mr. Zsasz oder Kite Man, sowie Lesetipps zu den besten Aufritten der Figuren.

Batmans größte Gegner

Wie leider häufig bei Comics mit Superhelden der Fall werden die in den Comicheften enthaltenen Geschichten leider nur selten der Qualität der zugehörigen Zeichnungen gerecht. Daher überzeugt dieser Band vor allem durch die meisterlichen Bilder von Künstlern wie Bret Blevins, Don Kramer, Matt Wagner, Kelley Jones und natürlich als Nachschlagewerk.

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Birds of Prey

Ein Jahr nachdem die TV-Serie Smallville mit einer frischen Version eines jungen Supermans große Erfolge gefeiert, wurde 2002 etwas Ähnliches mit Batman versucht. Doch während beim Mann aus Stahl eigentlich nur Kostüm und Umhang weggelassen wurden, versucht die Batman-Serie (fast) ganz ohne Batman auszukommen. Birds of Prey handelt von drei weiblichen Helden die versuchen in New Gotham City für Recht und Ordnung zu sorgen, nachdem Batman (höchstwahrscheinlich aus Frust) verschwunden war.

Birds of Prey

Wie bereits in Alan Moores und Brian Bollands Comicklassiker Killing Joke von 1988, wurde auch hier Barbara Gordon (Dina Meyer) alias  Batgirl durch einen Mordanschlag des Jokers gelähmt. Sie muss künftig im Rollstuhl sitzen, versucht aber als Hackerin Oracle weiterhin das Böse zu bekämpfen. Neu ist, dass sie dabei auch noch mit Huntress alias Helena Kyle (Ashley Scott), der Tochter von Batman und der ermordeten Catwoman, zusammenarbeitet. Neuzugang im Trio ist der Teenager Dinah Redmond (Rachel Skarsten), der als Black Canary über hellseherische und telekinetische Fähigkeiten verfügt.

Birds of Prey

Trotz einer guten Besetzung und eines recht interessanten Konzepts konnte sich die Batman-Serie ohne Batman nicht dauerhaft durchsetzen. Nach 11 Folgen sollte eigentlich Schluss sein, doch Warner schob noch zwei Episoden nach, um die Sache halbwegs befriedigend zu Ende zu bringen. Mittlerweile haben es die Birds of Prey auch auf die große Leinwand geschafft.

Birds of Prey

In einem Rutsch betrachtet macht Birds of Prey durchaus Spaß und die DVD-Edition der kompletten Serie enthält noch einige interessante Extras, wie eine alternative Pilotfolge, die etwas länger ist, überraschenderweise über eine bessere Bildqualität verfügt und anstelle von Mia Sara in der Rolle von Dr. Harleen Quinzel alias Harley Quinn mit Sherilyn Fenn aus Twin Peaks eine sehr viel interessantere Besetzung aufweist.

Gotham Girls

Eine hübsche und thematisch passende Beigabe sind auch  noch die 30 simpel per Flash im Batman- Animated-Style animierten recht spaßigen Kurz-Trickfilm der Serie Gotham Girls.

Birds of Prey

Extras der DVD: Nicht gesendeter Pilotfilm (49:56 min), ohne deutsche Untertitel; Alle 30 Episoden mit der Flash-animierten Trickfilmserie „Gotham Girls“, wahlweise mit deutschen Untertiteln

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DC Showcase

Quasi als Ergänzung zu den DC Universe Animated Original Movies sind in loser Folge eine Reihe von kurzen Animations-Filmen entstanden, in deren Zentrum mehr oder oft auch weniger bekannte DC-Charaktere stehen.

DC Showcase

Die Reihe wurde 2010 mit gleich vier Kurzfilmen eröffnet. Der 13-minütige Cartoon über den Racheengel The Spectre ist (ohne deutsche Tonspur) erzählt eine im Hollywood-Milieu spielende Kriminalgeschichte und ist im Bonusmaterial der Blu-ray von Justice League: Crisis on Two Earths zu finden.

DC Showcase

Im selben Jahr entstand neben einem Kinofilm Jonah Hex auch ein animierter Kurzfilm über den Südstaaten-Cowboy mit der ungewöhnlichen Kauleiste. Während auf der großen Leinwand Josh Brolin als Jonah Hex zu sehen war, war im Trickfilm die Stimme des ebenfalls für die Hauptrolle vorgesehenen  Thomas Jane (The Punisher) zu hören.  Der 13-minütige Cartoon ist (ohne deutsche Tonspur) auf der Blu-ray von  Batman: Under the Red Hood zu finden.

DC Showcase

Der mittlerweile auch im Zentrum einer erfolgreichen TV-Serie stehende Bogenschütze Green Arrow trat auch in einem Cartoon auf, der ihn als Leibwächter einer jugendlichen Königin und an der Seite von Black Canary zeigt. Der 12-minütigen Kurzfilm ist (ohne deutsche Tonspur) im Bonusmaterial der Blu-ray von Superman/Batman: Apocalypse zu finden.

DC Showcase

Der mit 22 Minuten etwas längere DC-Showcase-Film Superman/Shazam!: The Return of Black Adam erlebte seine Premiere auf DVD und Blu-ray. Erzählt wird von einer Begegnung zwischen Superman und dem mittlerweile auch aus dem Kino bekannten  Helden Shazam!, der im wirklichen Leben ein kleiner Junge ist.

DC Showcase

Diese leider nicht bei uns erschienene Heimkino-Edition enthält deutsche Tonspuren, auch zu den ebenfalls enthaltenen DC Showcase Animated Shorts mit The Spectre, Jonah Hex und Green Arrow.

DC Showcase

2011 folgte ein 15-minütiger, nur bedingt jugendreier Kurzfilm mit einer im Rotlich-Milieu ermittelnden Catwoman, der thematisch passend im Bonusmaterial des Animationsfilms Batman: Year One enthalten ist.

Batman: Hush

Danach pausierte die Reihe und erst 2019 gab es Nachschub. Im Bonusmaterial der Blu-ray zu Batman: Hush befindet sich ein 15-minütiger Films in dessen Zentrum Sgt. Rock steht. DCs Super-Soldat tritt hier mit einer an die Universal Monsters erinnernden Spezialeinheit gegen Nazi-Zombies an.

Death

Das Bonusmaterial von Wonder Woman: Bloodlines enthält einen knapp 20-minütigen Animationsfilms mit der von Neil Gaiman geschaffenen ebenso mystischen wie attraktiven Figur Death, die den an sich zweifelnden Künstler Vincent sehr mitfühlend ins Reich ins Reich der Toten begleitet.

The Phantom Stranger

Auch der Blu-ray von Superman: Red Son enthält einen Kurzfilm, der diesmal von Bruce Timm, dem Mastermind von Batman: The Animated Series, höchstpersönlich in Szene gesetzt wurde. Angesiedelt in den 70er-Jahren treffen hier einige abenteuerlustige Kids auf den gefährlichen Sektenführer Seth. Mit dieser Mischung aus Scooby-Doo und Texas Chainsaw Massacre verbeugt sich dieser sehr stylische Kurzfilm vor dem DC-Heroen The Phantom Stranger.

Adam Strange

Das Bonusmaterial der bisher nur in den USA und GBR erschienenen Blu-ray von Justice League Dark: Apokolips War enthält einen weiteren Animationsfilm. Im Zentrum steht diesmal der Science-Fiction-Haudegen Adam Strange, der auf einem unwirtlichen Planeten gestrandet ist und dort ein Abenteuer erlebt, dessen Atmosphäre an James Camerons Aliens und dessen Monster an Paul Verhoevens Starship Troopers erinnert.

Batman: Death in the Family

Im Oktober erscheint mit Batman: Death in the Family ein weiterer Beitrag zur Reihe DC Showcase. Es handelt sich allerdings um “an extended interactive short“, bei dem der Zuschauer wohl selbst entscheiden kann, ob Jason Todd alias Robin II einen mörderischen Angriff des Jokers überleben wird. Dieser klassische Comic-Moment spielte bereits eine Rolle im Animationsfilm Batman: Under the Red Hood. Die DVD- und Blu-ray-Edition von Batman: Death in the Family enthält außerdem noch die bereits veröffentlichten Kurzfilme Sgt. Rock, Death, The Phantom Stranger und Adam Strange.

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Batman: Hush

Im Dezember 2002 startete mit der 12-teiligen Comic-Serie Hush ein moderner Batman-Klassiker. Der Autor Jeph Loeb (Batman: The Long Halloween) schickte den Dunklen Ritter auf die Jagd nach dem maskierten Mörder Hush und konfrontierte ihn dabei nicht nur mit seinen gefährlichsten Gegnern, sondern auch mit düsteren Erinnerungen. Großes Aufsehen erregte die Serie auch durch das atemberaubende Artwork von Jim Lee, der zuvor für Marvel und seinen eigenen Verlag WildStorm arbeitete.

Batman: Hush

2019 entstand als 35. Beitrag zur Reihe DC Universe Animated Original Movies eine gelungene Verfilmung von Hush. Hierfür wurde das Finale des Comics etwas gestraft. Die Produzenten nahmen sich nicht so viele Freiheiten heraus, wie bei der Adaption des Comic-Meilensteins Batman: Gotham by Gaslight. Stärker betont wurde im Film jedoch die Love Story zwischen Batman und Catwoman, wobei es hier – genau wie schon eine ganze Weile im Comic – nicht nur platonisch zugeht.

Batman: Hush

Batman: Hush ist zugleich auch der 13. Film aus dem DC Animated Movie Universe (DCAMU), das sich darum bemüht eine fortlaufende Geschichte in einem in sich logischen DC-Universum zu erzählen. Doch die daraus resultierenden kleinen Episoden (Batman sich mit seinem Sohn Damon über seine Beziehung zu Catwoman unterhalten, Lex Luthor versucht Mitglied der Justice League zu werden) steigern eher noch den Unterhaltungswert.

Batman: Hush

Zwar war es erwartungsgemäß nicht möglich den aufwändigen Zeichenstil von Jim Lee in bewegte Bilder umzusetzen, doch die Optik kann durchaus überzeugen, während die Geschichte flott, spannend und pointiert erzählt wurde.

Batman: Hush

Als kleinen Bonus enthält die Blu-ray erstmals seit 2011 wieder einen animierten Kurzfilm der Reihe DC Showcase, in dessen Zentrum diesmal Sgt. Rock steht. DCs Super-Soldat tritt hier mit einer an die Universal Monsters erinnernden Spezialeinheit gegen Nazi-Zombies an.

Batman: Hush

Die Blu-ray von “Batman: Hush“ enthält neben dem 82-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar vom Kreativ-Team, ohne deutsche Untertitel) noch dieses Bonusmaterial: Der KurzfilmSgt. Rock“ aus der Reihe DC Showcase (nur englische Sprache, 14:55 min); Dokumentation “Batman: Love in Time of War“ (16:53 min); Aus dem DC-Comics-Archiv“: Den thematisch passende Cartoon “Batman – The Animated Series: Catwalk“, sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Wonder Woman: Bloodlines“ (10:00 min)

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DC und die Looney Tunes

Bereits 2000 kam es mit der vierteiligen Miniserie Superman / Bugs Bunny zu einem Crossover zwischen den DC-Superhelden und den Charakteren aus den Looney-Tunes-Trickfilmen. Damals schrieb Mark Evanier (Groo the Wanderer) eine ziemlich witzige durchgehende Geschichte, die im konventionellen, doch recht gut zu den Animations-Figuren passenden, Retro-Stil gezeichnet wurde.

DC und die Looney Tunes

Nachdem Ende 2015 bei DC fünfundzwanzig Variant-Cover für reguläre Superhelden-Hefte produziert wurden, auf denen Catwoman auf Tweety traf oder Flash mit Speedy Gonzales und dem Road Runner um die Wette lief, folgte zwei Jahre später eine Reihe mit Cross-Over-Geschichten. Das absolute Highlight ist dabei ganz gewiss die Begegnung zwischen Batman und Elmer Fudd, dem lispelnden Erzfeind von Bugs Bunny und Daffy Duck.

DC und die Looney Tunes

Die vom hochgelobten Autor Tom King (The Vision, Sheriff of Babylon) geschriebene Geschichte Pray for me (Bete für mich) wäre nur die halbe Miete, wenn der erfahrene Daredevil-Zeichner Lee Weeks sie nicht souverän als Film noir in Szene gesetzt hatte. Die Story erzählt wie Batman versucht zu verhindern, dass Elmer Fudd, der sich mal wieder auf Hasenjagd befindet, Bugs Bunny erledigt. Einer der Clous der Story ist, dass Bugs durch einen Menschen verkörpert wird, dessen Aussehen etwas an dessen Sprecher Mel Blanc erinnert.

DC und die Looney Tunes

Pray for me ist optisch und inhaltlich das absolute Highlight dieses Sammelbands, der noch fünf weitere Crossover zwischen Superhelden und Trickfilm-Figuren enthält. Hübsch anzusehen sind alle diese Geschichten und auch die Paarungen wurden originell ausgewählt. So trifft Wonder Women auf den Tasmanischen Teufel, die Legion of Superheroes muss sich mit Bugs Bunny auseinandersetzten, während mit Jonah Hex und Yosemite Sam zwei hart gesottene Burschen aufeinandertreffen. Fast schon ein Zungenbrecher ist der Titel des außerirdischen Begegnungs-Hefts Martian Manhunter / Marvin the Martian.

DC und die Looney Tunes

Potential gehabt hätte auch die Sache mit Lobo und dem Road Runner zumal mit dem neuen MAD-Chefredakteur Bill Morrison (The Simpsons) ein versierter Autor am Werke war. Doch die Geschichte plätschert eher dahin, doch es bleibt immerhin die Freude am Betrachten der herrlich morbiden Bilder von Batman-Ikone Kelley Jones. Es ist schade, dass das Niveau der meisten Geschichten und auch der jeweiligen im Animations-Look gestalteten Zweit-Storys nicht beim teilweise wirklich spektakulären Comic-Artwork mithalten kann.

DC und die Looney Tunes

Jetzt folgen unter dem Motto “Der Irrsinn geht weiter“ neue Crossovers. Doch der zweite Band ist mit nur vier anstatt sechs Begegnungen etwas dünner ausgefallen. Auch diesmal sind die Ideen zumeist origineller als die Ausführung. Dies bezieht sich jedoch eher auf die zumeist etwas arg bemühten Storys als auf die auch diesmal sehr gelungenen Bilder, die sich wieder daran versuchen „realistische“ Versionen der Looney Tunes zu Papier zu bringen.

DC und die Looney Tunes

Die am prominentesten besetzte Begegnung kam auf das Cover des Panini-Sammelbandes und zeigt Daffy Duck gemeinsam mit dem Joker in der Klapsmühle. Catwoman trifft in einer weiteren Geschichte auf den Kater  Sylvester, hier kommt es zugleich auch noch zu einer Begegnung zwischen dem Vögelchen Tweety und Black Canary. In Lex Luthor/Porky Pig kommt es zum Gipfeltreffen der Glatzenträger.

DC und die Looney Tunes

In der wohl schönsten Geschichte des Bands trifft Harley Quinn auf ein weniger bekanntes Mitglied der Looney Tunes. Das haarige rote Monster Gossamer hatte eine Vorliebe für weiße Turnschuhe und strahlte bei aller Bedrohlichkeit auch eine gewisse Unschuld aus. Auch diesmal gibt es wieder Zweitstories, die im Animated-Look gehalten sind und den Band gut abrunden.

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Batman vs. Two-Face

Außerhalb der mittlerweile auf knapp 30 Zeichentrickfilme angewachsenen Reihe DC Universe Animated Movies entstand 2016 mit Batman: The Return of the Caped Crusaders ein Animationsfilm, der auf der klassischen TV-Serie aus den 60er Jahren basiert. Als Synchronsprecher standen die Original-Darsteller Adam West, Burt Ward und Julie Newmar als Batman, Robin und Catwoman zur Verfügung.

Batman vs. Two-Face

Mit Batman vs. Two-Face folgte ein Jahr später ein weiterer Trickfilm, in dem zusätzlich noch William Shatner als Two-Face zu hören ist. Adam West konnte hierfür seine Texte als Batman noch einsprechen, bevor er am 9. Juni 2017 verstarb. Das Resultat ist eine tricktechnisch recht ansprechende und sehr unterhaltsame Hommage an die legendäre TV-Serie, die Freunde des Dunklen Ritters durch allerlei Gastauftritte etwa von Dr. Harleen Quinzel alias Harley Quinn , erfreuen dürfte. Witzig ist auch der Nachspann, in dem die Hauptfiguren völlig entfesselt herumtanzen.

Batman vs. Two-Face

Fast noch gelungener als der Hauptfilm ist das (leider nur auf der US-Veröffentlichung enthaltene) Bonusmaterial. Geboten wird ein Bericht über eine Gesprächsrunde zum Gedenken an Adam West, die 2017 auf dem San Diego Comic Con stattfand. Teilgenommen hat neben Kevin Smith noch Lee Meriwether, die als Catwoman im Kinofilm Batman hält die Welt in Atem zu sehen Atem. Interessant ist auch ein Bericht über den Robin-Darsteller Burt Ward, der allen Ernstes sein spezielles Hundefutter entwickelt hat, durch das die Vierbeiner zwei- bis dreimal so lange leben. Heilger Fressnapf!

Batman vs. Two-Face

Die amerikanische und britische Blu-ray von Warner enthält neben dem 82-minütigen Animationsfilm (zu dem es leider keine deutsche Tonspur gibt) noch die Specials “Adam West Tribute Panel auf dem San Diego Comic Con“ (39:27 min), “The Wonderful World of Burt Ward“(14:34 min) sowie kurze Statements von Burt Ward und Lee Meriwether. Außerdem liegen noch drei witzige Postkarten bei. In Deutschland ist der Film unter dem Originaltitel lediglich als DVD erschienen, hier fehlt leider das Bonusmaterial .

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Batman: Gotham By Gaslight

1989 erschien mit Gotham by Gaslight der erste DC-Comic, der als Elseworlds-Story bezeichnet wurde. Brian Augustyns Geschichte spielt in einer Welt, die nicht das bekannte DC-Universum ist. Erzählt wird von einem Batman, der bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts versucht seine Heimatstadt Gotham vor Übeltäter zu schützen. Dabei bekommt er es mit Jack the Ripper zu tun…

Batman: Gotham By Gaslight

Als 30. Film der Reihe der Reihe DC Universe Animated Original Movies entstand ein Film, der weniger eine Adaption des Comics ist, sondern vielmehr eine völlig neue Geschichte mit der selben Grundidee erzählt. Begründet wird dies von Produzent Bruce Timm (Batman: The Animated Series) damit, dass der 48-seitige Comic für einen knapp 80-minütigen Film etwas zu wenig Handlung hat. Doch anstatt, wie bei der Verfilmung des Comic-Klassikers Batman: The Killing Joke die Vorlage um einen Prolog und einen Epilog zu ergänzen, entstand etwas Neues.

Batman: Gotham By Gaslight

Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass Gotham by Gaslight nicht der ganz große Batman-Klassiker ist, wie die ebenfalls innerhalb der Reihe als Animationsfilme umgesetzten Frank-Miller-Comics Year One oder The Dark Knight Returns. Möglicherweise waren die markanten, viele schwarze Flächen einsetzenden Bilder von Mike Mignola (Hellboy) der Hauptgrund für den Erfolg von Gotham by Gaslight. Doch die Story von Brian Augustyn, die 1869 in Wien beginnt und Bruce Wayne als Studenten von Sigmund Freud zeigt, ist auch nicht ohne und hätte es verdient werkgetreu verfilmt zu werden.

Batman: Gotham By Gaslight

Die Adaption des Comics lässt zusätzlich Elemente von Brian Augustyns Gotham by Gaslight-Fortsetzung Master of the Future (diesmal zeichnete nicht Mignola, sondern Eduardo Barreto) mit in die Geschichte einfließen. Daher geht es auch um eine Weltausstellung, die inklusive eines Zeppelins nach Gotham kommt. Während der Mörder aus der Comic-Vorlage nur kurz im  Hintergrund zu sehen ist, gibt es Auftritte von allerlei vertrauten Figuren wie Selina Kyle alias Catwoman, den Polizisten Harvey Bullock, Poison Ivy, Dr. Leslie Thompkins, sowie gleich drei Robins, die in der Vorlage gar nicht vorkommen. Optisch hingegen orientiert sich der Film, so gut wie es das Budget zulässt, an den Bilderwelten von Mike Mignola und kann insgesamt durchaus gefallen.

Batman: Gotham By Gaslight

Die Blu-ray von “Batman: Gotham by Gaslight“ enthält neben dem 77-minütigen Hauptfilm noch einen Audiokommentar von Produzent Bruce Timm, Drehbuch-Autor Jim Krieg und Regisseur Sam Liu (leider ohne Untertitel), die Dokumentation “Caped Fear: The First Elseworld“ (20:45 min, wahlweise mit deutschen Untertitel); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons, einmal der klassischen Batman-Trickfilmserie: “Harley and Ivy“ und aus Batman: The Brave and the Bold “Showdown“ (beide Filme , wahlweise mit deutschen Untertitel); sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Suicide Squad: Hell to Pay“ (8:33 min, ohne Untertitel)

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Enrico Marini: Batman – Der Dunkle Prinz

“Ich arbeitete gerade an meiner Comic-Reihe Die Adler Roms als plötzlich Batman an meiner Tür klopfte. Na ja eigentlich krachte er durch mein Fenster, so wie er es meistens tut, wenn er es eilig hat. Er sah zu mir herunter und sagte: Enrico, ich möchte, dass Du eine Geschichte über mich schreibst und zeichnest.“

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Ganz so wie es der Comic-Zeichner Enrico Marini (Gipsy, Raubtiere: Jäger der Nacht) in seinem Vorwort zu diesem Band beschreibt, hat es sich dann doch nicht zugetragen. Vielmehr hat Marini daheim schon eine Art Batsignal angeschmissen, damit der Dunkle Ritter auch wirklich zu ihm kommt.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Als der Zeichner feststellte, dass seine französischen Verleger bei Dargaud-Lombard über ihr Label Urban Comics auch die Superhelden aus dem Hause DC herausbrachten, fragte er, halb im Scherz, ob sie nicht dafür sorgen könnten, dass er sich auch einmal an Batman versuchen dürfe. Dies kam DC-Chef Jim Lee zu Ohren, der Marinis Comics kennt und schätzt, was schließlich in den Comic Batman: Der Dunkle Prinz resultierte.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

In Europa erscheint das Werk zunächst in zwei Hardcover-Alben im “frankobelgischen“ Format und mittlerweile liegt auch eine Gesamtausgabe vor. Genau wie bei Die Adler Roms fungiert Marini bei seiner Batman-Version als Zeichner und Autor. In seiner Geschichte tritt Batman einmal mehr gegen den Joker an, hat eine Affäre mit Catwoman und auch Harley Quinn ist dabei. Anfangs gibt es reichlich Verfolgungsjagden und krude Joker-Brutalitäten, also nichts Überraschendes. Ganz witzig wird es, als Batman Commissioner Gordon veralbert, weil dieser eine elektrische Zigarette raucht, worauf der Polizist entgegnet: “Sagt der Kerl, der im Fledermauskostüm rumrennt.“

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz
Doch dann schiebt sich ein interessanter Handlungsstrang ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Kleiner Spoiler: Eine Kellnerin behauptet, Bruce Wayne sei der Vater ihrer kleinen Tochter Alina und eine DNA-Analyse scheint dies zu bestätigen. Doch dann wir  Alina vom Joker entführt.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Stärker noch als die Story fesselt bei diesem Comic die souveräne Art, mit der Marini sich das Batman-Universum aneignet. Es schimmern zwar bekannte Versatzstücke durch, vor allem aus den Batman-Kinofilmen (die eher bunte als finstere Farbgebung scheint sich stärker an Joel Schumacher als an Burton, Nolan oder Snyder zu orientieren), doch Marini ist es scheinbar problemlos gelungen mit dem Dunklen Ritter einen Comic-Geschichte zu erzählen, die sich nahtlos in sein faszinierendes Gesamtwerk einfügt.

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Batman: Little Gotham

Veränderungen bergen immer eine Chance. Das Stellen von bekannten Charakteren in neue Kontexte ist ein probates Mittel um den Figuren Neues und Interessantes abzugewinnen.

Batman: Little Gotham

So auch geschehen hier. In diesem kleinen Gotham sind die Helden und Bösewichte alle etwas niedlicher und nicht ganz so böse wie sonst. Alles ist etwas charmanter und kindlicher.

Batman: Little Gotham

Mit viel Witz werden die handelnden Personen pointiert dargestellt: Nicht nur Batman und seine ganze Bat-Familie (Damian, Nightwing, Huntress, Red Hood, Red Robin, Alfred, Barbara,…) haben ihre Auftritte sondern auch eine riesige Heerschar seiner klassischen Widersacher (Joker, Harley Quinn, Catwoman, Poison Ivy, Penguin, Mr. Freeze, Calendar Man, Solomon Grundy, Bane, Ra’s al Ghul usw.,.., die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen) bis hin zu Lobo.

Batman: Little Gotham

Die Zielgruppe sind daher nicht nur Jugendliche, sondern auch alte Fans, die ihre Figuren schon seit Langem gut kennen. Die interessanten Kurzstorys sind aufgrund ihrer Thematik und Erzählstruktur für jedermann geeignet. Das neue und moderne Design altbekannter Ikonen weiß durchaus sehr zu gefallen. Dustin Nguyens Aquarellbilder sind etwas ganz Besonderes.

Batman: Little Gotham

Die kleinen Geschichten nehmen uns mit zu Halloween, Weihnachten, Silvester, Neujahr und Thanksgiving, denn an keinem dieser Feiertage kehrt in Gotham Ruhe ein…

Norbert Elbers

Enthält: US- Li’l Gotham #1- #6 (Juni 2013 – November 2013); Text: Dustin Nguyen; Derek Fridolfs; Zeichnungen und Tusche: Dustin Nguyen; aus dem Amerikanischen von Horus Wolfgang Odenthal; Geschenkband-Format; Softcover: € 16,99; 132 Seiten; farbig, Panini/DC Comics

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