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Hail Caesar!

Hauptfigur dieses Films der Coen Brothers ist Eddie Mannix (Josh Brolin), der 1951 versucht das fiktive Hollywood-Studio Capitol Pictures am Laufen zu halten. Die Handlung spielt während eines 24 Stunden umfassenden Arbeitstag von Mannix. Dessen Hauptproblem ist, dass der Star-Schauspieler Baird Whitlock (George Clooney) während der Dreharbeiten eines Monumentalfilms entführt wird.

Hail Caesar!

Doch damit nicht genug, denn die Schwangerschaft von DeeAnna Moran (Scarlett Johansson), der unverheirateten Königin des Wasser-Balletts, lässt sich nicht mehr lange verbergen. Die (beide von Tilda Swinton gespielten) um die Wette ihre Klatsch-Reportagen schreibenden Schwestern Thora und Thessaly Thacker warten nur auf derartige Neuigkeiten.

Hail Caesar!

Große Probleme bereitet auch der nur in Western-Filmen sattelfeste Hobie Doyle (Alden Ehrenreich, Solo: A Star Wars Story), der plötzlich die Hauptrolle in einer Komödie mit ganz vielen Dialogen spielen soll und den Regisseur Laurence Laurentz (Ralph Fiennes) zur Weißglut bringt. Kein Wunder, dass Eddie Mannix ernsthaft darüber nachdenkt, zum Luft- und Raumfahrt-Unternehmen Lockheed zu wechseln.

Hail Caesar!

Die Filme der Coens sind Geschmacksache. Mit Hail Caesar! ist ihnen jedoch ein Werk gelungen, das auf vielen Ebenen funktioniert und im Kleinen stärker überzeugt, denn als Gesamtkunstwerk. Marvel-Schurke Josh Brolin (Avengers: Infinity War, Deadpool 2) bemüht sich nach Kräften den Film zusammenzuhalten, auch wenn ihm zwischendrin immer mal wieder die Show gestohlen wird. So gibt es liebevoll nachgestellte kitschige Szenen aus einem Bibel-Epos, eine unglaubliche Wild-West-Verfolgungsjagd und natürlich bleibt auch beim großen Wasser-Ballett kein Auge trocken.

Hail Caesar!

Der absolute Hammer ist jedoch ein meisterlich in Szene gesetzter Matrosen-Tanz bei dem Channing Tatum so richtig Vollgas gibt! Wer da über den tieferen Sinn des Ganzen nachdenkt, ist selbst schuld!

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White House Down

Bereits in “Independence Day“ und “2012“ hatte er das Weiße Haus spektakulär zerstört, dies jedoch jeweils als eine kleine Episode im Rahmen von “größeren“ Katastrophen-Szenarien. Daher mutet es fast schon bescheiden an, wenn sich Roland Emmerich in seinem neuen Spektakel darauf konzentriert in zwei Stunden “nur“ (naja, fast nur) das US-Nationalheiligtum nach allen Regel seiner beträchtlichen filmischen Destruktions-Kunst in Schutt und Asche zu legen.

White House Down

Wie es in Hollywood gar nicht so selten der Fall ist, startete kurz zuvor bereits ein Kinofilm, der eine ähnliche Geschichte erzählte. In “Olympus has fallen“ waren es nordkoreanische Terroristen, die den US-Präsidenten als Geisel nahmen, hauptsächlich damit sich Gerard Butler als Action-Star in Szene setzten konnte. Mit der hochrangigen Besetzung konnte Regisseur Antoine Fuqua (“Training Day“) wenig anfangen. Aaron Eckhard wurde als eher schwächlicher Präsident verschenkt, während Robert Forster, Angela Basset und selbst Morgan Freeman wenig mehr zu tun hatten als nutzlos herumzustehen. Der mit unnötig harter brachialer Gewalt in Szene gesetzte Film ist nicht minder dumm geraten als das zeitnah entstandene Remake von “Red Dawn“ in dem es nicht mehr wie im Originalfilm von 1984 die Russen, sondern ebenfalls die Nordkoreaner waren, die die USA angreifen.

White House Down

Roland Emmerich ist weniger daran interessiert Ängste zu schüren, sondern er serviert einmal mehr allerfeinstes Popcorn-Kino mit sanften liberalen Untertönen. Dem Film ist die Freude am Zerstören aber auch der Spaß an absurden Momenten anzumerken ist. Die spektakuläre Autoverfolgungsjagd im Vorgarten des Weißen Hauses wirkt fast schon wie eine Parodie, das gilt noch mehr für die angreifenden Kampfhubschrauber, die so tief fliegen, dass sie von einer Verkehrkontrolle geblitzt werden.

White House Down

Auch Emmerich hat einen großartigen Cast, er verschafft allen seinen Darstellern erinnerungswürdige Momente und macht sie zu etwas mehr als zu austauschbaren Blockbuster-Pappkameraden. Das Zusammenspiel zwischen Channing Tatum als Actionheld im Feinripp-Unterhemd (“Stirb Langsam“ lässt auch ansonsten mehrmals grüßen) und Jamie Foxx als smarter tatkräftiger Präsident funktioniert bestens, die Motive der Schurken sind zumindest nachvollziehbar (hier lässt “The Rock“ grüßen). Einmal mehr gelang Emmerich ein Wohlfühl-Katastrophenfilm.

White House Down

Die DVD von “White House Down“ enthält als Bonusmaterial sehr viel weniger als die Blu-ray. Enthalten sind vier kurze aber nicht uninteressante Dokumentationen: “Männer der Tat“ (4:00 min), “Ein dynamisches Duo“ (3:36 min), “Roland Emmerich – Es geht noch mehr“ (4:58) und “Treffen Sie die Insiders“, alle wahlweise mit deutschen Untertiteln.

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Jupiter Ascending

Sicher hat sich schon so mancher gefragt, warum Mila Kunis nicht mehr in “Ted 2“ dabei ist. Die Antwort lautet, sie spielte die Titelrolle im neusten Werk der Geschwister Wachnowski, die einmal mehr versuchten, nach “Matrix“ den nächsten großen Kracher zu landen. Das gelang schon nicht bei den beiden Fortsetzungen und danach noch weniger bei “Speed Racer“ oder “Cloud Atlas“. “Jupiter Ascending“ hingegen ist ganz vergnüglich geraten.

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© Warner Home Video

Mila Kunis spielt spielt eine junge Russin namens Jupiter Jones, die in Chicago Toiletten putzt, doch in Wirklichkeit die Hoffnungsträgerin des ganzen Kosmos ist. Ein attraktiver Krieger namens Caine Wise (Channing Tatum), der halb Mensch und halb Hund ist, rettet sie vor außerirdischen Aggressoren und schleudert Jupiter mitten hinein in wahnwitzige galaktische Abenteuer.

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© Warner Home Video

“Jupiter Ascending“ ist zweifelsohne eine oft ewas klischeehafte Space Opera, doch was den Film so sympathisch macht ist, dass er so wirkt, als wenn George Lucas ohne viel nachzudenken eine Girlie-Variante zu “Star Wars“ und gleichzeitig Mel Brooks eine Parodie darauf im besten “Spaceballs“-Stil gedreht hat. Es wimmelt nur so von optischen Zitaten auf kunterbunte 80er-Jahre-Filme wie “Flash Gordon“ oder “Dune – Der Wüstenplanet“. Doch dank gewohnt solide aufspielender Darsteller wie Sean Bean oder James D’Arcy wird es nie völlig albern. Immerhin konnte der Film sein Budget von 176 Millionen Dollar wieder einspielen und ist es allemal wert zumindest einmal geguckt zu werden.

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© Warner Home Video

Die DVD von Warner enthält neben dem 122-minütigen Hauptfilm noch die Dokus “Jupiter Jones und ihre Bestimmung“ (6:39) und “Modifizierte Gene“ (9:59 min), beide wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die Blu-ray hat noch 5 weitere Dokumentationen an Bord.

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