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Jay & Silent Bob Reboot

Im Comic-Laden Brodie’s Secret Stash erfahren Jay und Silent Bob, dass aus der Superhelden-Serie Bluntman & Chronic ein Multi-Millionen-Film gemacht werden soll. Für diesen Comic waren sie die Vorbilder, gingen aber leer aus. Daher machen sie sich von Leonardo, New Jersey nach Hollywood, Kalifornien auf, um den Film zu verhindern…

Jay and Silent Bob Reboot

Das gab es doch schon mal? Das ist richtig, Kevin Smith setzte Jay und Silent Bob erstmals 1994 in seinem Independent-Erfolg Clerks ein. Auch in seinen darauffolgenden Filmen Mallrats, Chasing Amy und Dogma waren Smith als Silent Bob und sein Kumpel Jason Mewes als Jay dabei. 2001 bekamen sie mit Jay und Silent Bob schlagen zurück sogar ihren eigenen Film, in dem sie zum Chronic Con aufbrachen, um einen Film mit Bluntman & Chronic zu verhindern.

Jay and Silent Bob Reboot

Knapp zwei Jahrzehnte wiederholt sich die Geschichte, doch Smith präsentiert jetzt kein Sequel und auch kein Remake, sondern ein Reboot. Wer mehr über die feinen Unterschiede erfahren möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Auch wer in seiner Jugend Spaß am abgefahrenen Humor von Kevin Smith hatte, wird sich freuen, dass dieser nach seinen ziemlich verunglückten Horror-Experimenten Red State, Tusk und Yoga Hosers zu seinem View Askewniverse also den New-Jersey-Filmen zurückgekehrt ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Für Neueinsteiger eignet sich diese Ansammlung von Insider-Späßen eher weniger, zumal Kevin Smith und Jason Mewes einiges von ihrem früheren “Stan & Ollie Charme“ eingebüßt haben. Doch nach einer Weile gewinnt das Reboot an Fahrt, gerade dadurch, dass vor allem Jay im Laufe der Jahrzehnte gereift ist. Er reagiert erstaunlich erwachen, als er erfährt, dass er eine fast volljährige Tochter hat.

Jay and Silent Bob Reboot

Dies wird zu einem doppelbödigen Spaß verarbeitet, denn Jays Tochter trägt den bescheuerten Star-Wars-Vornamen Millennium (und auch noch den Nachnamen Faulken) und wird zu allem Überfluss auch noch gespielt von Kevin Smiths Tochter, die mit dem Vornamen Harley Quinn gesegnet ist. Da darf natürlich Jason Mewes‘ leibliche Tochter Logan Lee nicht fehlen, die kurz als Amy die Tochter des wieder von Ben Affleck und Joey Lauren Adams gespielten Pärchens aus Chasing Amy zu sehen ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Wer Spaß an solchen Späßchen, sowie den zahllosen teilweise wirklich hochkarätigen Gastauftritten (erwähnt seien nur Chris Hemsworth und Stan Lee) und Kevin Smiths unverwüstlichen Klassikern aus dem letzten Jahrtausend hat, der sitzt hier garantiert im richtigen Film. Die Party geht dann im Bonusmaterial weiter, wenn die zahllosen Gaststars über ihre Erfahrungen beim Dreh plaudern.

Jay and Silent Bob Reboot

Die Blu-ray von Universal enthält neben dem 105-minütigen Film noch diese Extras: Interviews mit sehr vielen Mitwirkenden (58:54 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln ), „Jay und Silent Bob Haar Reel“ (1:38 min), Pannen und verpatzte Szenen (0:57 min)

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Kevin Smith: Jersey Girl

Der erfolgreiche Musikmanager Ollie Trinke (Ben Affleck) wird ganz plötzlich vom Pech verfolgt. Bei der Geburt der Tochter stirbt seine geliebte Frau Gertrude (Jennifer Lopez). Als kurz darauf auch noch eine von ihm organisierte Promotion-Veranstaltung für Will Smith katastrophal verläuft, verliert er seinen Job und zieht vom turbulenten New York ins kleinstädtische New Jersey.

Kevin Smith: Jersey Girl

Dort arbeitet er in der Straßenbaufirma seines Vaters und beginnt eine schüchterne Romanze mit der Videothekarin Maya (Liv Tyler). Doch dann hat er die große Chance in seinen alten Job zurückzukehren. Leider ist das Vorstellungsgespräch jedoch ausgerechnet zum selben Zeitpunkt an dem seine Tochter in einer Schulaufführung auftritt…

Kevin Smith: Jersey Girl

Klingt reichlich ausgelutscht das Ganze und war in den USA auch ein ziemlicher Flop, was sicher auch daran lag, dass Ben Affleck 2004 durch nicht immer gelungene Filme und die zahlreichen Berichte über seine dann doch nicht stattgefundene Hochzeit mit Jennifer Lopez etwas zu präsent war.

Kevin Smith: Jersey Girl

Man kann über die Fähigkeiten des Darstellers ganz sicher streiten, aber unter der Regie von Kevin Smith hat er immer überzeugt, sei es in einer großen Rolle wie in Dogma oder in selbstironischen Gastauftritten wie in Jay und Silent Bob kehren zurück. Seine bisher beste Rolle spielte Affleck in Kevin Smiths bisher besten Film Chasing Amy und da kann Jersey Girl leider doch nicht mithalten.

Kevin Smith: Jersey Girl

Allzu deutlich ist zu spüren, dass der Regisseur und Autor hier in erster Linie darum bemüht ist, eine konventionelle Geschichte mit konventioneller Moral zu erzählen. Es soll natürlich nicht verraten werden, ob Pappi zum Schluss noch in die Schulvorstellung – gegeben wird Sweeney Todd – seiner Tochter stürmt oder doch lieber den schnöseligen Job im kalten New York antritt…

Jersey Girl

Smith und seine gut aufgelegte Besetzung (inklusive einiger Überraschungsgäste) bemühen sich die Standartsituationen mit Leben zu erfüllen und dies gelingt manchmal sogar. Doch es fehlen die schrägen Elemente früherer Filme (und erstmals auch Jay und Silent Bob, die nur kurz als computeranimierte Figuren im Vorspann zu sehen sind), so dass Jersey Girl leider wenig mehr als eine ganz nette Angelegenheit ist.

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