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Das Experiment

Für 4000,- DM stellen sich 20 Freiwillige für ein Experiment zur Erforschung von Aggressionsverhalten zur Verfügung. Acht der Probanden fungieren als „Strafvollzugsbeamte“ und sollen die übrigen zwölf Testpersonen in einem künstlichen Knast bewachen. Hierbei gilt es Regeln wie „Alle Mahlzeiten sind komplett zu verzehren“ einzuhalten. Der Reporter Tarek (Moritz Bleibtreu) nimmt am Versuch teil, erhofft sich eine große Story und heizt die Stimmung noch ein wenig an. Es kommt zu immer härter werdenden Konflikten und das Experiment eskaliert schließlich.

Das Experiment

Üblicherweise heißt es ja: „Gar nicht einmal so schlecht für einen deutschen Film.“ Doch ein derart gönnerhaftes Kompliment hat Das Experiment von Oliver Hirschbiegel (Der Untergang, 4 Blocks) wirklich nicht verdient. Der Film setzt sein packendes Thema sehr spannend und direkt um. Neben Moritz Bleibtreu ist es vor allem Christian Berkel, als ins Experiment eingeschleuster Luftwaffen-Offizier, der aus der auch ansonsten sehr guten Besetzung herausragt.

Das Experiment

Lediglich das nicht so richtig überzeugende Ende und eine eher unnötige Liebesgeschichte lassen den Film konventioneller erscheinen als er wirklich ist. Fazit: Experiment gelungen! Dies schlug sich auch darin nieder, dass 2010 ein US-Remake mit Adrien Brody und Forest Whitaker entstand.

Das Experiment

Extras der DVD: Zehn geschnittene Szenen (9:27 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0);  Audiokommentar von Oliver Hirschbiegel und Moritz Bleibtreu; Einzelgespräche mit der Versuchsleitung: Castinggespräche mit den “Häftlingen“ (16:27 min) und mit den “Strafvollzugsbeamten“ (15:51 min); Hinter den Kulissen: “Der Crash“ (4:11 min) und “Im Knast“ (4:55 min); Teaser (1:15 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0); Trailer (1:40 min, 16:9, nicht anamorph, Stereo 2.0); Bio- und Filmographien von Moritz Bleibtreu (5 Texttafeln), Maren Eggert (2 Texttafeln), Christian Berkel (4 Texttafeln), Justus von Dohnanyi (3 Texttafeln), Oliver Stokowski (3 Texttafeln), Timo Dierkes (3 Texttafeln), Nicki von Tempelhoff (3 Texttafeln), Antoine Monot, jr. (3 Texttafeln), Wotan Wilke Möhring (3 Texttafeln), Andrea Sawatzki (3 Texttafeln), Edgar Selge (3 Texttafeln), Oliver Hirschbiegel (4 Texttafeln), sowie 21 Texttafeln zu 11 weiteren Crew-Mitgliedern; Interviews mit Moritz Bleibtreu (2:32 min), Maren Eggert (2:21 min), Christian Berkel (2:22 min), Justus von Dohnanyi (1:32 min), Oliver Stokowski (2:27 min), Andrea Sawatzki (1:50 min) und Oliver Hirschbiegel (2:32 min); 18 Texttafeln mit Produktionsnotizen

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Der Untergang

Basierend auf den Erinnerungen von Traudl Junge, die in den letzten Kriegsjahren als Hitlers Sekretärin arbeitete, schrieb Bernd Eichinger das Drehbuch zu einem der aufwändigsten deutschen Filme. Der von Oliver Hirschbiegel (Das Experiment, 4 Blocks) als Mischung aus Kammerspiel und Kriegsspektakel inszenierte Film wurde zu einem großen Erfolg und bekam eine Oscar-Nominierung, hinterließ aber auch ein etwas flaues Gefühl.

Der Untergang

Für Traudl Junge, die von Alexandra Maria Lara mit großäugiger Naivität verkörpert wurde, ist Adolf Hitler eine Art Vaterfigur, der sich in den letzten Tagen der Eroberung Berlins durch die Russen für sie verantwortlich fühlt. Bruno Ganz hat als Adolf Hitler zwar immer mal wieder einen Wutausbruch hinzulegen, in dem er jenen auch von Parodisten gerne genutzten abgehackten Sprachduktus benutzt.

Der Untergang

Doch dazwischen wird Hitler auch als enttäuschter alter Mann dargestellt, der sich rührend um seine Untergebenen sorgt. Diese allzu menschliche Interpretation eines Unmenschen wird auch durch die bombastischen Nachstellungen des Kriegselends außerhalb des Führerbunkers nur bedingt neutralisiert.

Der Untergang

Bereits ein Jahr nach dem Kinostart zeigte die ARD an zwei Abenden eine um circa 25 Minuten längere Fassung von Der Untergang. Diese Version, die auch auf DVD vorliegt, ist durch einige zusätzliche bzw. verlängerte Szenen etwas gelungener (und beklemmender) als die Kinofassung. Doch leider muss der Betrachter auf die dts-Tonspur der “Kurzfassung“ verzichten.

Der UntergangBonusmaterial auf der DVD mit der Extended Version: Audiokommentar von Bernd Eichinger; Making of (58:33 min); Melissa Müller, die Coautorin von Traudl Jungs Buch „Bis zur letzten Stunde“ im Gespräch (30 min); „Unterwelt-Experte“) Dietmar Arnold spricht über die Entstehung der Bunkeranlagen (21:05 min); Der Bunker – Ein virtueller Rundgang; 34 teilweise sehr interessante Interviews mit Cast und Crew (insgesamt 83:22 min); Zwei Berichte von den Dreharbeiten (17:59 min + 30:03 min); Oliver Hirschbiegel kommentiert Storyboards (2:10 min); Texttafeln zu den historischen Figuren und ihren Darsteller, sowie den Filmemachern

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Das Dschungelbuch – Soundtrack

Überraschenderweise fand sich in der eher finsteren Neu-Inszenierung, die Iron Man-Regisseur Jon Favreau dem Disney-Klassiker Das Dschungelbuch unterzog, noch Platz für zwei unvergessliche Songs aus dem Originalfilm. 1967 sang in der deutschen Fassung  Edgar Ott die Entspannungs-Hymne Probier’s mal mit Gemütlichkeit und Klaus Havenstein ließ es bei Ich wäre gern wie Du kräftig swingen. Die deutschen Versionen waren sehr nah dran an den Original-Filmsongs The Bare Necessities und I Wanna Be Like You, die von den US-Entertainern Phil Harris und Louis Prima interpretiert wurden.

Das Dschungelbuch - Soundtrack

Die neuen 2016er Versionen der Lieder sind allerdings auch nicht zu verachten. Als Synchronsprecher für den am Computer animierten Bären Balu konnte die Idealbesetzung verpflichtet werden. Bill Murray ist zwar eher ein Fan der Dschungelbücher des englischen Autors Rudyard Kipling als vom Zeichentrickfilm. Doch seine Interpretation von The Bare Necessities ist ebenso entspannt wie das Original.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Der neue King Louie erinnert im Kino stärker an King Kong, als an den irgendwie doch sympathischen (aber nicht wirklich in den indischen Dschungel gehörenden) Zeichentrick-Orang-Utan. Daher wurde der auf finsterere Charaktere abonnierte Christopher Walken als Sprecher verpflichtet. Dieser ist bisher noch nicht als Sänger aufgefallen, wurde aber immerhin für seine tänzerischen Fähigkeiten im Musical-Flop Tanz in den Wolken gelobt. Walkens bringt seine Version von I Wanna Be Like You halbwegs unpeinlich über die Runden. Bemerkenswert ist, dass Richard M. Sherman für den Song einige neue Textzeilen geschrieben hat. Dieser hatte zusammen mit seinem mitlerweile verstorbenen Bruder Robert B. die Musik zu Mary Poppins sowie viele weitere unvergessliche Disney-Songs geschrieben.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

In der deutschen Version lassen sich die Gesangseinlagen von Armin Rohde bei Probier’s mal mit Gemütlichkeit und Christian Berkel bei Ich wäre gern wie Du ebenfalls gut anhören. Auch die übrigen Songs und Melodien aus dem Zeichentrick-Klassiker hat der Komponist John Debney in seinen Soundtrack mit einfließen lassen. Debney schrieb bereits den Soundtrack zum Disney-Zeichentrickfilm Ein Königreich für ein Lama.

Das Dschungelbuch - Soundtrack

Die  CD mit der Filmmusik zum neuen Dschungelbuch enthält sowohl die deutschen als auch die englischen Versionen der Lieder. Hinzu kommt noch das von Scarlett Johansson als Sprechgesang interpretierte Schlangen-Lied Trust in me, sowie Dr. Johns Mardi-Gras-kompatible Cajun-Version von The Bare Necessities. Somit dürfte diese Scheibe in jede gut sortierte Disney-Soundtrack-Sammlung gehören.

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Walt Disney: The Jungle Book

1967 entstand mit Das Dschungelbuch der letzte Zeichentrickfilm an dem Walt Disney noch höchstpersönlich mitarbeitete. Wer diesen Klassiker seinerzeit im Kino erlebte, den werden Mogli, Baghira und Balu, aber auch die fröhlichen Songs wie Probier’s mal mit Gemütlichkeit Zeit seines Lebens begleiten. Die Aussicht auf eine am Computer animierte Neuverfilmung weckt daher nur wenig Vorfreude, denn der Zeichentrickfilm ist auf seine Art absolut perfekt.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Doch dem Team vom Iron-Man-Regisseur Jon Favreau gelang ein Wunder, auch wenn die ersten Minuten des neuen Dschungelbuchs  gewöhnungsbedürftig sind. Das vor allen Disney-Filmen gezeigte Schloss ist diesmal nicht 3D-animiert, sondern im Stile eines klassischen von Hand gezeichneten Trickfilms gestaltet. Die Kamera fährt zurück und plötzlich befindet sich der Zuschauer in einem perfekt visualisierten (und in der 3D-Version sehr plastischen) Dschungel, durch den der halbwüchsige Mogli mit seinen Wolfs-Kameraden rennt.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Während die kleinen Wölfe zwar täuschend echt aussehen, aber dennoch unverkennbar, ausgereifte Produkte der Computeranimation sind, wird Mogli von einem echten Jungen verkörpert, dem 12-jährigen New Yorker Neel Sethi. Das Team geht dadurch den Problemen aus dem Weg, die es immer noch bereitet glaubhafte menschliche Charaktere zu animieren. Das Zusammenspiel zwischen Sethi und den nur gelegentlich vermenschlichten Tieren funktioniert sehr überzeugend. Doch wichtiger noch ist Justin Marks wirklich interessante Neubearbeitung des klassischen Stoffs.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Die Geschichte enthält alle markanten Szenen des Zeichentrick-Klassikers. Überraschenderweise gehören dazu auf dem Soundtrack sogar die beiden Songs The Bare Necessities und I Wanna Be Like You, die jetzt in der Originalfassung  von Bill Murray als Balu und Christopher Walken als King Louie gesungen werden. In der deutschen Version lassen sich die Gesangseinlagen von Armin Rohde bei Probier’s mal mit Gemütlichkeit und Christian Berkel bei Ich wäre gern wie Du auch gut anhören. Joachim Króls schnoddriger Zungenschlag ist hingegen nicht wirklich eine Alternative zu Ben Kingsley, der den Panther Baghira im Original spricht.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Doch das neue Dschungelbuch ist mehr als das achtbare Remake eines Klassikers. In die Geschichte flossen auch noch zusätzliche Elemente aus Rudyard Kiplings literarischer Vorlage mit ein. So ist der Tiger Shir Khan von Anfang an als der Schurke der Geschichte sehr präsent . Seine Angst vor den Menschen, die das Feuer beherrschen, ist klar herausgearbeitet. Der Tiger ist nicht nur eine Bedrohung für Mogli, sondern auch für das Wolfsrudel, das das Menschenkind großgezogen hat.

Walt Disney: Das Dschungelbuch (2016)

Eine großartige Szene zeigt, wie im Dschungel für einen Moment Frieden herrscht, als durch niedrigen Wasserstand eine mystische Steininsel aus einem Fluss auftaucht. Hier wird das Misstrauen aber auch die Neugier, die die unterschiedlichen Tiere des Dschungels füreinander empfinden sehr plastisch vermittelt. Insgesamt überrascht der mitreißend visualisierte Film durch seine intelligente Erzählweise, die Humor und Spannung perfekt ausbalanciert.

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