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Woody Allens Anything Else

Jerry Falk (Jason Biggs) ist völlig verunsichert. Ist er nun Gag-Autor oder Schriftsteller? Soll er seinem völlig unfähigen Agenten (Danny DeVito) kündigen? Soll er in New York bleiben oder gemeinsam mit seinem leicht durchgeknallten Kumpel David Dobel (Woody Allen) nach Los Angeles gehen? Den schlimmsten Stress hat er jedoch an der Beziehungsfront: Er ist völlig verschossen in die unberechenbare Amanda (Christina Ricci), doch anstatt dass diese ein halbwegs normales Liebesleben mit ihm führt, quartiert sie auch noch ihre Mutter (Stockard Channing) bei ihm ein…

Woody Allens Anything Else

Wer nun vermutet, dass die Besetzung der Hauptrolle in Woody Allens  34. Kinofilm mit dem American Pie-Dödel Jason Biggs ein Schielen auf ein jugendlicheres Publikum bedeutet, wird angenehm enttäuscht. Biggs überzeugt (sehr viel stärker als etwa Kenneth Branagh in Celebrity) als jüngeres Update von Woody Allen. Als Jerry gerät er in die Fänge einer Frau, die noch verwirrter als er selbst ist.

Woody Allens Anything Else

Es soll auch keiner glauben, Woody Allen würde ins Charakterfach wechseln und als “Yoda des Autorenfilms“ seinem jugendlichen Helden weise Ratschläge geben. Tipps gibt Allen in der Rolle des neurotischen Möchtegern-Gagsschreibers David Dobel seinem jungen Freund Jerry schon, doch diese schaffen eher Probleme als Lösungen. Insgesamt sind Biggs und Allen also eine Art doppelter Allen.

Woody Allens Anything Else

2003,  zwei Jahre bevor Woody Allen mit Match Point ein grandioses Comeback feierte, drehte er Anything Else inszenierte . Trotz einer großen Werbekampagne konnte der Film seine Herstellungskosten nicht wieder einspielen. Es sollte dreizehn Jahre dauern bis der Film endlich bei uns als DVD und sogar als Blu-ray vorliegt. Bonusmaterial gibt es keins, doch es ist schön, dass diese Lücke endlich geschlossen wurde.

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Speed Racer

Aus seiner Manga-Serie Mach Go Go Go entwickelte der Zeichner Tatsuo Yoshida eine 52-teilige Zeichentrickserie, die ab 1967 im japanischen Fernsehen lief, dort jedoch kein großes Aufsehen erregte. Dies änderte sich als die Serie für die Ausstrahlung in den USA etwas überarbeitet wurde und unter dem neuen Titel Speed Racer zu einem großen Erfolg wurde. Als sie Serie hingegen 1971 als erstes Anime in Deutschland gezeigt wurde, setzte die ARD sie nach nur drei Episoden ab, denn es gab heute kaum noch nachvollziehbare Proteste in der Presse und von besorgten Eltern wegen angeblicher Brutalitäten.

Speed Racer

Die Geschwister Wachowski haben sich bei ihrer aufwändigen Realverfilmung an der US-Version von Speed Racer orientiert. Die (gar nicht so vielen) nicht am Computer entstandenen Sequenzen wurden in den Babelsberger Filmstudios gedreht, was erklärt warum neben den stärker involvierten Benno Fürmann als Inspector Detector und Ralph Herforth als Cannonball Tyler auch noch Cosma Shiva Hagen, Moritz Bleibtreu oder Werner Daehn in sehr kleinen Rollen zu sehen sind.

Speed Racer

Der Film erzählen vom hoffnungsvollen jugendlichen Draufgänger Speed Racer (Emile Hirsch), der sich anschickt mit seinem Mach 5-Rennwagen alle Bahnenrekorde – sogar jenen seines verschollenen Bruders Rex – zu brechen. Doch einige skrupellose Industrielle wollen die Ergebnisse der Rennen manipulieren und ihnen sind der naive Speed und sein tugendhafter Familienclan ein Dorn im Auge…

Speed Racer

Das filmische Resultat ist ziemlich erschütternd. Talentierte Darsteller wie John Goodman, Christina Ricci oder Susan Sarandon spielen Rollen für die der Begriff “klischeehaft“ noch zu hoch gegriffen ist, die simple Geschichte wird auf über 2 Stunden breit getreten und die Spezialeffekte wirken, als wenn die nicht enden wollenden Autorennen auf bunt lackierten Carrera-Bahnen stattfinden. Am aufdringlichsten ist jedoch der verzweifelte Versuch eine Anime-Ästhetik nachzuäffen indem Vorder-, Mittel- und Hintergrund gleichermaßen scharf wiedergegeben und zudem noch haufenweise ziemlich sinnlose Bildermontagen zusammengebastelt wurden.

Speed Racer

Mit Matrix gelang den Wachowskis visuell aber auch inhaltlich ein einmaliger Filmtrip dessen Wirkung sich mit jedem Genuss noch steigert. Speed Racer hingegen nervt schon beim ersten Mal ganz furchtbar.

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