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Avengers: Der endlose Krieg

Die Comics des Briten Warren Ellis zeichnen sich zumeist nicht gerade dadurch aus, dass sie leichte Kost sind. Manche mögen Werke wie Transmetropolitan oder Global Frequenzy als “anspruchsvoll“ bezeichnen, andere als “unlesbar“. Wenn Ellis jetzt einen Comic geschrieben hat, den Panini als „Graphic Novel mit den Helden aus Joss Whedons Avengers“ bewirbt, ist dies dennoch keine Trittbrettfahrerei, denn Warren Ellis ist nicht ganz unschuldig an dem Erfolg der Kinofilme mit den Marvel-Superhelden.

Avengers: Der endlose Krieg

Die von ihm geschriebene Mini-Serie Iron Man: Extremis inspirierte den ersten Kinofilm mit dem Eisenmann, in dem Robert Downey jr. brillierte und die Ära der Marvel-Blockbuster einleitete. Doch höchstwahrscheinlich waren die Filmemacher weniger von Ellis‘ gewohnt wirrer Story beeindruckt, sondern sehr viel stärker durch die hyperrealistischen Zeichnungen von Adi Granov, der auch Storyboards und Entwürfe für die Rüstungen zum ersten Iron Man-Kinofilms anfertigte.

Avengers: Der endlose Krieg

Mit Der endlose Krieg gelang Ellis überraschenderweise eine Avengers-Geschichte, die auch jenen Lesern viel Vergnügen bereiten dürfte, die noch nie einen Superhelden-Comic in der Hand hatten und die Marvel-Charaktere nur aus dem Kino kennen. Das Etikett “Graphic Novel“ erhielt der Comic bereits in den USA, da er nicht wie sonst bei Marvel üblich zuerst als Fortsetzung in Heftform, sondern sofort komplett als Hardcover veröffentlicht wurde.

Avengers: Der endlose Krieg

Avengers: Der endlose Krieg ist der erste Band einer Marvel-Reihe mit “Original Hardcover Graphic Novels“. Ellis gelingt hier eine spannende Superhelden-Geschichte in der die Avengers eine große Mission zu erfüllen haben, die sowohl mit der Zweite-Weltkriegs-Vergangenheit von Captain America als auch mit Thors nordischer Götterwelt und zudem auch noch mit den real existierenden “endlosen Kriegen“ im Großraum Afghanistan zusammenhängt. Dabei wurde mit “Slorenia“ ein seit 1994 nur auf dem Marvel-Globus existierendes fiktives Land als Krisenherd gewählt wurde.

Avengers: Der endlose Krieg

Was im Kino (noch) nicht möglich ist, klappt in Der endlose Krieg problemlos: Wolverine kämpft an der Seite der Rächer. Abgerundet wird der schön aufgemachte Hardcover-Band noch durch ein Vorwort von Clark Gregg, der in den Marvel-Kinofilmen und in der leider unter Superhelden-Mangel leidenden TV-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. den Agenten Coulson spielt. Dieser outet sich als totaler Marvel-Fan. Einziges Manko am Comic sind die oftmals etwas leeren Bilder von Mike McKone. Was hätte ein genialer Zeichner wie Bryan Hitch (The Ultimates) aus einer Geschichte wie dieser gemacht, die auch perfekt als Vorlage für einen Kinofilm wäre!

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Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 2

Mittlerweile ist es ja kein Geheimnis mehr, dass es sich bei Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. um eine Marvel-Serie ohne Superhelden handelt. Während in der ersten Staffel immerhin noch Samuel L. Jackson zwei mehr oder weniger kurze Gastauftritte als Nick Fury absolvierte, wird diesmal nur noch über ihn geredet. In Rückblenden ist zweimal Hayley Atwell als Agent Carter dabei, Cobie Smulder ist kurz auf einem Monitor als Maria Hill zu sehen und Thors Waffengefährtin Lady Sif (Jaimie Alexander) steht im Zentrum einer Episode, die mit der Haupthandlung wenig zu tun hat.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. - Staffel 2

Das waren auch schon die Bezugspunkte zum Marvel Cinematic Universe, wenn vom eigentlich im ersten Avengers-Kinofilm verstorbenen S.H.I.E.L.D. – Agenten Phil Coulson (Clark Gregg) abgesehen wird. Dieser steht gemeinsam mit der ebenso coolen Ming-Na Wen als Agent Melinda May alias „Die Kavallerie“ im Zentrum der Serie. Um das Duo herum gruppiert sich ein ganzer Haufen deutlich jüngerer Agenten, die auch schon einmal überlegen, ob sie nicht lieber für eine der Gegenseiten arbeiten sollen.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. - Staffel 2

Das Ganze ist dank interessanter Darsteller, besonders dominant ist diesmal Kyle MacLachlan aus Twin Peaks, guter aber wohl dosierter Spezialeffekte und sorgfältig choreographierter Action-Szenen (großartig ist es, wenn Ming-Na Wen gegen sich selbst kämpft) alles andere als öde. Da Buffy-Schöpfer Joss Whedon auch hier mit am Konzept geschraubt hat, passiert zwischenmenschlich so einiges.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. - Staffel 2

Richtig zu Herzen gehen dabei die Szenen mit dem britischen Nerd-Duo Leo Fitz und Jemma Simmonds (ganz entzückend: Iain De Caestecker und Elizabeth Henstridge), die einfach nicht zusammenkommen wollen (oder sollen). Was anfangs nicht zu erwarten war, ist dann doch noch geschehen. Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. geht in die vierte Staffel und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. - Staffel 2
© 2017 Marvel & ABC Studios

Die Blu-ray-Box von Touchstone enthält auf 5 Scheiben alle 22 Episoden der zweiten Staffel, der deutsche Ton ist in 5.1 und die englische Tonspur nur in 2.0. Es gibt mit einigen recht witzigen verpatzten Szenen (3:56 min) und 11 zusätzlichen oder verlängerten Szenen (10:11 min) weniger Bonusmaterial als bei der ersten Staffel.

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Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Der Vorfreude folgte die Enttäuschung. Die groß angekündigte im Marvel-Universum angesiedelte Serie kam ganz ohne Superhelden aus. Gelegentlich gab es zwar Querverweise zu Kinofilmen wie Thor – The Dark Kingdom oder The Return oft the First Avenger. Doch abgesehen von zwei mehr oder weniger kurzen Gastauftritten von Samuel L. Jackson als Nick Fury, ließ sich keiner der Hauptfiguren aus dem Marvel Cinematic Universe innerhalb der 22 Episoden blicken. Kleinere Ausnahmen wie Thors Waffengefährtin Lady Sif (Jaimie Alexander) bestätigen diese Regel.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.

Wer sich damit abgefunden hat, kann durchaus seinen Spaß an Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. haben. Kreiert wurde die Serie von Joss Whedon, der nicht nur in seinen Avengers-Kinofilmen, sondern auch zuvor schon bei der TV-Serie Buffy – Im Bann der Dämonen bewiesen hatte, dass er gut er mit einem großen Ensemble umgehen, aber auch wie selbstverständlich heitere und hochdramatische Momente zu einem faszinierenden Ganzen zusammenfügen kann.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.

Daher wächst dem Zuschauer die von höchst unterschiedlichen Individuen bevölkerte Truppe des eigentlich im ersten Avengers-Kinofilm verstorbenen S.H.I.E.L.D. Agenten Phil Coulson (Clark Gregg) unweigerlich ans Herz. Da es sich bei den sechs Hauptfiguren zu gleichen Teilen um Vertreter beiderlei Geschlechter handelt, menschelt es gewaltig. Genau wie bei den Geschichten mit der Vampirjägerin Buffy wird nicht nur gekämpft, sondern auch geschmachtet. Hinzu kommt eine oftmals etwas skurrile Erzählweise, die an britische Serien wie Mit Schirm, Charme und Melone oder Doctor Who denken lässt, sowie eine aufwändige Inszenierung in Kinoqualität, so dass sich insgesamt doch auf die nächsten Staffeln gefreut werden darf.

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Die Blu-ray-Box von Touchstone enthält auf 5 Scheiben alle 22 Episoden der ersten Staffel, der deutsche Ton ist in 5.1 und die englische Tonspur nur in 2.0.  Es gibt Audiokommentare zu zwei Episoden (ohne deutsche Untertitel), sowie einen interessanten Bericht vom Auftritt von Cast & Crew auf dem San Diego Comic Con (13:13 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), die Dokumentation “Marvel Studios: Ensembling an Universe“ (43:03 min), 5 Einsatzberichte (circa 20 min), Kurzdokus zu den visuelle Effekte (2:45 min), verpatzte Szenen (6:33 min) und 9 zusätzliche Szenen (6:55 min).

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