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Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino

Der nicht allzu obrigkeitsgläubige Commander Allister McLane (Dietmar Schönherr) und seine treue Crew werden aufgrund eigenmächtiger Handlungen in den Raumpatrouillendienst strafversetzt. Außerdem wird ihnen die gestrenge Beobachterin Leutnant Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) zur Seite gestellt. Bei den Routineeinsätzen mit dem Schnellen Raumkreuzer Orion entdecken sie die außerirdischen Frogs, die eine Invasion der Erde planen.

Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino

1966 strahlte die ARD die sieben einstündigen Episoden der Serie Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion aus. Manche schmunzeln immer noch über das von einem Bügeleisen und einem Bleistiftanspitzer gesteuerte Raumschiff. Andere weisen auf die guten Darsteller und die auch heute noch mitreißende Inszenierung hin.

Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino

Trotz sagenhafter Einschaltquoten von teilweise über 50% (!) wurde keine Fortsetzung der damals noch in Schwarzweiß produzierten Serie realisiert, obwohl die Trickaufnahmen schon vorsorglich in Farbe gedreht wurden. Doch die Orion und ihre Crew blieb unvergessen.

Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino

Da eine Neuauflage (für die Roland Emmerich als Regisseur oder Produzent im Gespräch war) nicht zustande kam, wurde 2003 aus den 7 Stunden der TV-Serie eine 90-minütige Kinofassung zusammengestellt. Hierfür wurde der Ton in Dolby 5.1 neu abgemischt und die immer noch utopisch anmutende Musik von Peter Thomas kommt dabei besonders gut zur Geltung.

Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino

Inhaltlich fanden hauptsächlich die ersten beiden Teile und die Abschluss-Episode im Film Verwendung. Ausschnitte aus den übrigen 4 Episoden wurden zwischendrin in Form einer Nachrichtensendung präsentiert. Für diese Sternenschau wurde neues Material mit Elke Heidenreich als Moderatorin Helma Krap („Alles wird galaktisch gut!“) gedreht. Diese neue Version funktioniert erstaunlich gut und macht verdammt viel Spaß.

Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino

Extras der DVD: Interviews mit den Orion-Machern Michael Braun, Theo Metzger, Werner Hierl, Götz Weidner, Margit Bardy, Oliver Storz, Peter Thomas, Rolf Zehetbauer und Elke Heidenreich, Musikvideo “Barfuß im Weltall“, Zeichentrickfilm “United Space Orchester“ von 1987 mit Musik von Peter Thomas, Die einzige erhaltene Szene aus der französischen Fassung, die 1966 gleichzeitig mit teilweise anderen Darstellern gedreht wurde, Szenen aus den italienischen und ungarischen Synchronfassungen, Featurette über die Premieren, Bericht über die Neueinweihung des Brandenburger Tors zu der 2002 die Orion-Melodie von Peter Thomas gespielt wurde, 75 Setfotos der Trickaufnahmen, Deutscher Kinotrailer (1:30 min, Vollbild, Stereo 2.0), Englischer Kinotrailer (1:30 min, Vollbild, Stereo 2.0), DVD-Rom Part: PC-Game FrogInvaders, Orion-Screensaver, Dialogbuch und Weblink

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Der Tiger von Eschnapur

Gemeinsam mit seiner späteren Ehefrau Thea von Harbou verfasste Fritz Lang Anfang der Zwanziger Jahre das Drehbuch zu einem großen Indien-Film. Er hätte auch gerne Regie geführt, doch diesen Job übernahm der Produzent Joe May, der Lang für zu unerfahren hielt. Das indische Grabmal kam im Oktober und November 1921 als Die Sendung des Yoghi und Der Tiger von Eschnapur in die Kinos. Der Zweiteiler wurde zu einem gewaltigen Erfolg.

Der Tiger von Eschnapur

Als die UFA 1938 eine Neuverfilmung drehte – diesmal hießen die beiden Teile Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal, stand Fritz Lang nicht zur Verfügung, da der Regisseur mit jüdischen Wurzeln bereits 5 Jahre zuvor in die USA immigriert und dort erfolgreiche Filme inszeniert hatte. Die Neuauflage des Indien-Epos war einer der wenigen deutschen Abenteuerfilme, die während des Dritten Reichs produziert wurden und füllte auch danke der exotischen Tänze von La Jana (alias Henriette Margarethe Niederauer) und der komischen Einlagen von Theo Lingen die Lichtspielhäuser.

Der Tiger von Eschnapur

Zwanzig Jahre später gelang es dem umtriebigen Produzenten Arthur Brauner den mittlerweile in Hollywood nicht mehr allzu stark gefragten Fritz Lang zu überreden, endlich eine eigene Version seines Indien-Films zu realisieren. Fritz Lang drehte 1959 mit Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal zwei routiniert umgesetzte farbenprächtigen Abenteuerfilme. Die Presse in Westdeutschland schrieb zumeist Verrisse, doch in Frankreich und USA wurde der Zweiteiler sehr viel besser aufgenommen.

Der Tiger von Eschnapur

Während sich René Delten in seiner Schurkenrolle noch ganz achtbar aus der Affäre zieht, bleiben die männlichen Hauptdarsteller Paul Hubschmid und Walter Reyer erschreckend blass. Doch die tollen Bilder aus Indien und die tänzerischen Leistungen von Debra Paget (die in Hollywood-Filmen wie Der gebrochene Pfeil gerne als Indianerin eingesetzt wurde) können auch heute noch fesseln.

Der Tiger von Eschnapur Beide Filme von 1959 sind bei Universum Film als “Fritz Lang – Indien Edition Box“ erschienen. Als Bonusmaterial gibt es eine Doku (20:11 min), einen dreiminütigen schwarzweißen und stummen 8-mm-Film, den Sabine Bethmann 1958 während der Dreharbeiten aufnahm, sowie französische Trailer zu beiden Filmen (3:09 min und 3:25 min)

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