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Asterix im Kino

Mit “Asterix im Land der Götter“ entstand bereits der dreizehnte Kinofilm mit den schlagfertigen Galliern. Grund genug einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der Asterix-Verfilmungen zu werfen.

Asterix der Gallier

Am 14. Oktober 1967 war es endlich auch bei uns soweit: Die in Frankreich bereits irrsinnig erfolgreichen Asterix-Comics debütierten mit achtjähriger Verspätung (wenn einmal von Rolf Kaukas zwei Jahre zuvor unter dem Titel “Siggi und Barbaras“ erfolgten Verschandelung der Serie abgesehen wird) in “MV-Comics“. Zu dieser Zeit lief in den französischen Kinos bereits ein erster Asterix-Zeichentrickfilm, der bei uns erst 1971 unter dem Titel des ersten Comics “Asterix der Gallier“ gestartet wurde. Dieser recht schlichte Film war ursprünglich fürs Fernsehen geplant und entstand hinter dem Rücken von Goscinny und Uderzo. Diese waren von der Qualität des Filmes entsetzt und stoppten eine schon fast fertig gestellte Verfilmung des zweiten Asterix-Albums „Die goldene Sichel„.

Asterix im Kino

Trotz seiner schlichten Machart war der Film in den deutschen Kinos der erfolgreichste ausländische Film des Jahres 1971 und “Asterix der Gallier“ erhielt die “Goldene Leinwand“ für mehr als drei Millionen Zuschauer (der erfolgreichste deutsche Film war im selben Jahr übrigens der erste Teil der dreizehnteiligen Reihe “Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten“). “Asterix der Gallier“ kam 1985 mit einer verbesserten Synchronisation in der Frank Zander die Hauptfigur spricht erneut in die Kinos.

Asterix und Kleopatra

Als zweiter Zeichentrickfilm folgte 1968 eine sehr gelungene Adaption des Albums “Asterix und Kleopatra“. (Seltsamerweise erschien der Comic “Asterix und Kleopatra“ innerhalb der unchronologisch veröffentlichten deutschen Asterix-Comicreihe auch an zweiter Stelle.) Die kunstvoll ausgeführte Animation dieses Filmes, bei dem Goscinny und Uderzo auch Regie führten, weiß auch heute noch zu gefallen und auch die eingefügten Musical-Szenen im Disney-Stil nerven nicht allzu sehr. In die deutschen Kinos kam der Film bereits 1970, also ein Jahr vor “Asterix der Gallier“.

Studios Idéfix

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Dieser Film unterscheidet sich nicht nur durch einen sehr viel lockeren Zeichenstil von seinen beiden Vorgängern, sondern vor allem dadurch, dass nicht auf ein bereits existierendes Comicalbum zurückgegriffen wurde. René Goscinny dachte sich eigens für den Film eine neue Geschichte aus.

Asterix im Kino

Die Story handelt von zwölf Aufgaben, die Asterix und Obelix von Julius Cäsar gestellt bekommen. Wenn sie diese, genau wie die großen Helden der Antike lösen, sollen sie die Herrschaft über Rom erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es dabei nicht allzu heroisch zugeht, sondern reichlich Alltagssatire einfließt. Die beiden Helden müssen auch schon einmal gegen gnadenlose Bürokraten ankämpfen oder entscheiden welcher Wäschehaufen blütenweißer gewaschen wurde.

Asterix erobert Rom

René Goscinnys Geschichte wurde seinerzeit in Frankreich nicht nur – wie bei uns –  als Bildband, sondern auch als ein von Uderos Bruder Marcel (Mathias erzählt) gezeichnetes Comic-Album adaptiert. Bei uns ist dieser Comic in schwarzweiß als Fortsetzung in den Ausgaben 24 bis 29 der Fachzeitschrift Comixene.

Asterix erobert Rom
Comic zum Film

2017 erschien zum 40. Geburtstag des erfolgreichsten Asterix-Film ein Bildband mit neuen Illustrationen.

Asterix erobert Rom
© 2016 LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ

Obwohl “Asterix erobert Rom“ sehr erfolgreich war, entstand in den “Studios Idéfix“ nur noch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ und bereits 1978 schlossen die Trickfilmstudios ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod noch am Leben zu erhalten.

Asterix Sieg über Cäsar

So sollte es 10 Jahre dauern, bis mit “Asterix – Sieg über Cäsar“ wieder ein gallischer Zeichentrickfilm in die Kinos kam. Der gar nicht einmal so übel animierte Film verknüpft recht geschickt die beiden Alben “Asterix als Gladiator“ und “Asterix als Legionär“. Dies ist ein wenig schade, denn gerade das Leginärs-Album wäre eine ideale Grundlage für einen tollen abendfüllenden Film.

Asterix im Kino

In dieser Hinsicht überzeugte dann der 1986 entstandene Film “Asterix bei den Briten“ vollauf, denn hier wurde erfolgreich versucht eine der besten Goscinny-Geschichten so optimal wie möglich auf die Leinwand zu bringen.

Asterix im Kino

Doch schon 1989 wurden erneut zwei Comicbände (diesmal “Kampf der Häuptlinge“ und “Der Seher“) zu einem Film namens “Asterix – Operation Hinkelstein“ verwurstet.  Hierbei handelte es sich, bedingt durch den riesigen Erfolg den die Comics auch bei uns hatten, erstmals um eine deutsch-französisch Koproduktion. Das Drehbuch verfasste gemeinsam mit Yannik Voigt der deutsche Asterix-Verleger Adolf Kabatek, der auch die Comicreihe “Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe“ getextet hatte.

Asterix in Amerika

Mit “Asterix in Amerika“ kam 1994 eine rein deutsche Produktion in die Kinos. Regisseur Gerhard Hahn und Produzent Jürgen Wohlrabe hätten gut daran getan, sich stärker am zugrunde liegenden Album “Die große Überfahrt“ zu orientieren und nicht andauernd nutzlose Kapriolen einzubauen. Ferner ist es mehr als fraglich ob Ottfried Fischer wirklich die optimale deutsche Stimme für Obelix ist.

Asterix im Kino

Noch krasser wurde es allerdings als der Film 2003 unter dem Titel “Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer“ noch einmal mit den Stimmen von Erkan und Stefan als Asterix und Obelix in die Kinos kam. Wer will kann schon drüber lachen, wenn aus Wildschweinen Döner werden und die Frau von Majestix plötzlich Krassemine heißt. (Die ersten sechs Asterix-Filme bekamen übrigens von Kinowelt bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich jeweils eine sächsische, hessische, bayrische, berlinerische, schwäbische oder kölsche Dialekttonspur spendiert).

Asterix im Kino

Tricktechnisch jedenfalls ist “Asterix in Amerika“ wohl der bis dahin gelungenste Asterix-Zeichentrickfilm. Besonders die Szenen mit der Ozeanüberquerung der Gallier bei sehr rauher computeranimierter See wissen zu überzeugen.

Asterix und Obelix gegen Cäsar

Dann war (erstmal) Schluß mit Zeichentrick und als deutsch-französisch-italienische Coproduktion kam 1999 “Asterix & Obelix gegen Caesar“ in die Kinos. Nachdem Steven Spielberg zuvor erfolgreich aus der Familie Feuerstein einen Realfilm gemacht hatte, wurde dies auch mit den Galliern probiert und mit Gérard Depardieu die Idealbesetzung für die Rolle des Obelix gefunden. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Komödienspezialisten Claude Zidi, der das Drehbuch gemeinsam mit dem auch als Regisseur erfahrenen Comickünstler Gerard Lauzier verfasste. Leider erzählt auch dieser Film keine der genialen Goscinny-Geschichten komplett nach, sondern ist eher eine Art “Best of“-Sampler. Da gibt es den Seher, die schöne Falbala (Laetitia Casta spielte später auch die Bardot), das Treffen der Druiden im Kanutenwald, eine Fischschlacht, Zirkusspiele und Machtintrigen gegen Cäsar. Also Handlung genug um zu verhindern, das lediglich protzig die durchaus vorhandenen Schauwerte und die guten Spezialeffekte (vom späteren “Catwoman“-Regisseur Pitof) “vorgeführt werden.

Asterix im Kino

Die meisten Darsteller fügten sich auch sehr gut in das Gesamtgefüge ein. Zwar reißen Christian Clavier (“Die Zeitritter“) und Depardieu ihre Augen immer ganz weit auf, um auch wirklich wie die Comicvorlagen auszusehen, aber es wirkt und man nimmt ihnen die Rollen ab. Gut gewählt ist auch Louis de Funés alter Chef-Gendarm Michel Galabru als Majestix und Marianne Sägebrecht als seine Frau. Nur Gottfried John als Cäsar nervt etwas. Rein optisch ist er zwar eine gute Wahl. Er sieht sich jedoch gezwungen einen Grimassenwettbewerb mit Roberto Benigni (“Das Leben ist schön“) anzutreten und ist diesem natürlich hoffnungslos unterlegen. Überhaupt ist Benigni als intriganter Römer Destructivus eine sehr gute Wahl. Goscinny hätte garantiert seine Freude dieser Figur gehabt und ihn vielleicht sogar in ein Comicalbum eingebaut.

Asterix Mission Kleopatra

Bezeichnenderweise wurde nach dem Erfolg von “Asterix & Obelix gegen Caesar“ als zweites Abenteuer für einen Realfilm wieder zu “Asterix und Kleopatra“ gegriffen, dem optisch wohl ansprechendsten Comic innerhalb der Serie. Ursprünglich war Isabelle Adjani für die Rolle der Kleopatra im Gespräch, doch Monica Bellucci war sicherlich auch keine schlechte Wahl. Von der Besetzung des ersten Filmes waren bei “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ nur noch Clavier und Depardieu dabei, während der glücklose Architekt Numerobis von James Debbouze, dem einarmigen Darsteller aus “Die fabelhafte Welt der Amélie“ gespielt wurde.

Asterix im Kino

Nachdem der erste Realfilm teilweise auch in den Münchener Bavaria-Studios gedreht wurde (hieraus ist mittlerweile eine kleine Touristenattraktion geworden), war “Mission Cleopatra“ eine rein französische Angelegenheit. Insgesamt kann der Film sehr viel stärker überzeugen als sein Vorgänger. Das Comicalbum wird recht werkgetreu und tricktechnisch gelungen umgesetzt. Die Piraten z. B. ähneln erstaunlich exakt ihren gezeichneten Vorbildern. Wenn der Comicerzählung im Film neue Gags hinzugefügt wurden, sind diese oft erstaunlich gelungen. Etwas Punktabzug gibt es für den unmotivierten Einbau einiger Musiknummern aus den 70er Jahren. Doch ansonsten bietet „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ beste Unterhaltung, ohne die zugrunde liegende Comicvorlage allzu sehr zu verwässern.

Asterix und die Wikinger

Da der Film jedoch nur in Frankreich wirklich gut lief entstand 2006 als nächstes wieder ein Zeichentrickfilm. Als Vorlage wurde das Album “Asterix und die Normannen“ gewählt. Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Der Filmtitel lautet jedoch “Asterix und die Wikinger“, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen Filme “Hilfe, ich bin ein Fisch“ und “Terkel in Trouble“ belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark inszeniert wurden.

Asterix im Kino
Der Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen. Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion“ zu finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix (zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem ängstlichen Jüngling ihren Champion.

Asterix im Kino

“Asterix und die Wikinger“ kann sich sehen lassen und ist technisch der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comicvorlagen. Inhaltlich wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch natürlich reizvoller als wenn – wie im Comic – nahezu die komplette Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.

Alain Delon als Cäsar

Nach dem liebevoll umgesetzten, aber leider nicht allzu erfolgreichen, Zeichentrickfilm folgte ein Jahr später mit „Asterix bei den Olympischen Spielen“ wieder ein Realfilm mit Gérard Depardieu. Asterix hingegen wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis Cornillac an, der bereits im Film “Sky Fighters“ eine Comicfigur verkörperte. Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (“Alice“-Aushängeschild Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von Asterix und Obelix unterstützt…

Asterix im Kino

Leider wurde das Comicalbum “Asterix bei den Olympischen Spielen“ nicht nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt, sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft. So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier Benoit Poelvoorde (“Mann beisst Hund“) gespielte Brutus zusätzlich auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“ Herbig als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Jean-Pierre Cassel (“Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“), für den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.

Asterix im Kino

Auch in Sachen Ausstattung kann “Asterix bei den Olympischen Spielen“ durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde. Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft) zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist “Asterix bei den Olympischen Spielen“ eigentlich immer nur dann wenn der Film nahe bei der Comicvorlage bleibt.

Catherine Deneuve

Der vierte Auftritt von Gérard Depardieu als Obelix fiel dann in „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ sehr viel weniger peinlich als erwartet aus. Es wurde sich hierbei leider nicht wie im äußerst gelungenen Zeichentrickfilm von 1986 ausschließlich auf das schöne Comicalbum “Asterix bei den Briten“ konzentriert, sondern noch Elemente aus dem zuvor schon als Trickfilm abgefertigten Comic “Asterix und die Normannen“ hinzugefügt.
Nachdem Alain Delon im vorherigen Realfilm als Julius Cäsar für einige wenige Glanzlichter sorgte, wurde auch diesmal wieder eine französische Kinolegende verpflichtet. Historisch alles andere als korrekt spielt Catherine Deneuve die englische Queen des Jahres 50 vor Christi. Doch sie macht dies so souverän, dass man es ihr durchgehen lässt.

Asterix im Kino

Auch der neue Asterix-Darsteller Edouard Baer hat einen lässigen entspannten Charme der seinen beiden Vorgängern Christian Clavier und Clovis Cornillac abging. Etwas schade ist, dass auch die Briten von Franzosen gespielt werden, die in der Originalfassung nicht sehr überzeugend versuchen mit einem englischen Akzent zu sprechen. Wie viel Spaß hätten hier Auftritte von britischen Darstellern wie Simon Pegg oder Hugh Grant machen können.
Die Love Storys die Asterix und Obelix im Kino diesmal ziemlich ausführlich angedichtet werden, scheinen nicht so recht im Sinne der Comic-Vorlage zu sein. An manchen Gags hingegen – wie einem schönen optisches Zitat aus der Verfilmung von Frank Millers Comic “300“ oder wenn Julius Cäsar (diesmal nicht Delon sondern Fabrice Luchini) schwer atmend sagt “Asterix, ich bin Dein Vater“ – hätte René Goscinny bestimmt seinen Spaß gehabt.

Asterix im Kino

So wie es aussieht ist mit „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ die Geschichte der Real-Verfilmungen mit Gérard Depardieu beendet und die Zukunft gehört der Computer-Animation. 2014 entstand auf der Grundlage des 17. Asterix-Album “Die Trabantenstadt“ der Animationsfilm „Asterix im Land der Götter“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

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Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

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Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 2: Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Im ersten Band von Carlsens Gesamtausgabe kamen die ersten Spirou-Comics von André Franquin („Gaston„) aus den Jahren 1946 bis 1950 zum Abdruck. Der begnadete Zeichner hatte die Serie von seinem Mentor Jijé übernommen. Franquin arbeitete sich ein, indem er zunächst halbwegs lustige und relativ konventionelle Geschichten um den abenteuerlustigen Pagen und seinem Reporter-Freund erzählte. Der zweite Band der Gesamtausgabe enthält drei lange Stories in denen Franquin sich die Serie aneignet und um wesentliche Bestandteile erweiterte.

Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 2: Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Das Szenario zur 1950 im Spirou Magazin gestarteten Geschichte „Der Zauberer von Rummelsdorf“ stammt von Henri Gillain alias Jean Darc, dem Bruder von Jijé. Schauplatz des Geschehens ist diesmal keine austauschbare Abenteuerkulisse, sondern das nur scheinbar idyllische Örtchen Rummelsdorf. Gleich am Anfang der Geschichte lernen wir den Bürgermeister das Städtchens kennen, der gerne lange sinnlose Ansprachen hält und ganz stolz darauf ist, das sein Ort über eine Ampel aber leider über keine Kreuzung verfügt.

Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 2: Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Der wichtigste Bewohner des Städtchens ist jedoch zweifelsohne Pankratius Hieronymus Ladislaus Adalbert Graf von Rummelsdorf. Der würdevolle ältere Herr lässt Riesenpilze wachsen, aus denen sich eine Substanz herstellen lässt, die Superkräfte verleiht. In der Zukunft der Serie sollten die Erfindungen des Grafen immer wieder Auslöser für turbulente Abenteuer von Spirou und Fantasio sein.

Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 2: Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Eine noch wichtigere Figur führte Franquin im nächsten Abenteuer der Serie “Eine aufregende Erbschaft“ ein. Hier half Spirou seinem Freund Fantasio dabei drei Aufgaben zu erfüllen, die Voraussetzung dafür waren, dass er eine angeblich sehr große Erbschaft antreten konnte. Nachdem Fantasio zunächst einen Huckepack-Hubschrauber erfand und sich dann in einem Autorennen beweisen musste, führte die dritte Aufgabe das Duo in den Urwald von Palumbien. Hier sollten Spirou und Fantasio das mysteriöse Marsupilami suchen. Sie fanden es und der Rest ist Comicgeschichte. Als Franquin Ende der Sechziger Jahre seine Arbeit an der Serie “Spirou und Fantasio“ einstellte, nahm er das gelbschwarze Fantasie-Tier mit dem Riesenschwanz mit und ließ es in Solo-Abenteuern erleben. Erst diese Tage kehrt das Marsupilami zu Spirou und Fantasio zurück.

Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 2: Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Das dritte und letzte in diesem Band enthaltende Abenteuer trägt den Titel “Die Entführung des Marsupilamis“ und ist eine direkte Fortsetzung von “Eine aufregende Erbschaft“. Hier wird erzählt wie das Marsupilami nicht im Zoo verödet, sondern zum ständigen Begleiter von Spirou und Fantasio wird. Dieser Comic ist zugleich auch die erste Geschichte der Traditions-Serie , die auf Deutsch veröffentlicht wurde. Dies geschah 1958 als Fortsetzung im Comicheft “Der heitere Fridolin“.

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Auch dieser Band von Carlsens Gesamtausgabe wird wieder abgerundet durch interessantes Bonusmaterial, wie ein nicht ganz ernst gemeintes Interview mit Franquin, Hinweise zu Besonderheiten innerhalb der Geschichten und Informationen zur den deutschen Veröffentlichungen der Serie, die bei uns auch einmal “Pit und Pikkolo“ hieß. In dieser chronologisch geordneten und sachkundig kommentierten Form macht eine Begegnung mit einem der ganz großen frankobelgischen Comic-Klassiker sehr viel Spaß!

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Manara Werkausgabe 14: Jolanda de Almaviva

Dieser vierzehnte Band der Werkausgabe erfüllt ganz sicher nicht die Erwartungen an einem Prachtband mit Comics des italienischen Star-Zeichners Milo Manara. Doch zu einer Werkausgabe gehört selbstverständlich auch das Frühwerk und bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Daher sei dieses Buch vor allem jenen Comicfreunden empfohlen, die sich für Manaras erste Versuche als Zeichner innerhalb der italienischen Fließband-Comicproduktion interessieren.

Manara Werkausgabe 14: Jolanda de Almaviva

Von 1970 bis 1974 zeichnete Manara die erotischen Piraten-Geschichte „Jolanda de Almaviva“, die seinerzeit auf Deutsch im Freibeuter Verlag erschien, aber danach bei uns nicht wieder aufgelegt wurde. Der Comic basiert auf dem Buch „Jolanda, die Tochter des schwarzen Kosaren“ des „italienischen Karl Mays“ Emilio Salgari („Sandokan“).

Manara Werkausgabe 14: Jolanda de Almaviva

Als Comicautor fungierte Roberto Renzi, der zuvor gemeinsam mit dem Zeichner Augusto Pedrazza den auch bei uns populären Dschungelhelden „Akim“ schuf. Vorlage für die sehr oft unbekleidet agierende Hauptfigur war die Schauspielerin Senta Berger.

Manara Werkausgabe 14: Jolanda de Almaviva

Manara musste damals alle vierzehn Tage mehr als 100 Comicseiten abliefern. Da der Comic im Taschenbuchformat veröffentlicht wurde, bestanden die Seiten jedoch nur aus jeweils ein bis zwei Panels. Auf den Seiten der Werkausgabe wurden jeweils meistens vier dieser Taschenbuchseiten platziert, ohne dass diese ummontiert und dem Format angepasst wurden. Einige besonders gelungene bzw. erotische Einzelseiten kommen jedoch großformatiger zum Abdruck. Dadurch entsteht ein etwas gewöhnungsbedürftiges Leseerlebnis.

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Christophe Gaultier: Gauguin – Paradies und Wildnis

Comic-Biographien sind eine Spezialität beim Knesebeck Verlag, hier erschienen bereits entsprechende Bücher über Karl Marx, Albert Einstein, Richard Wagner, Egon Schiele und Willy Brandt. Nach einem Szenario von Maximilien Le Roy beschäftigt sich der Franzose Christophe Gaultier mit dem letzten Kapitel im Leben des (post-) impressionistischen Malers Paul Gauguin und schildert dessen zweiten Aufenthalt in Französisch-Polynesien.

Gauguin: Paradies und Wildnis

Gauguin als äußerst reiz- und streitbarer Zeitgenosse dargestellt. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm die „Pfarrer und Gendarmen“, denen der Maler auch auf den scheinbar paradiesischen Inselwelten nicht entkommen kann. Der Comic wandelt nicht nur auf den Spuren von Gauguin, sondern wechselt immer wieder die Erzählperspektive. Le Roy erzählt auch von einem Zeitgenossen, der den Maler leider verpasst hat und der im August 1903 wenige Monate nach dessen Tod im Jahre Gauguins Frauen, Freunde und Feinde aufsucht. Durch diesen Teil der Erzählung erhält der Comic eine zusätzliche Tiefe.

Gauguin: Paradies und Wildnis

Doch mindestens ebenso faszinierend sind die nur auf den ersten Blick äußerst simpel anmutenden Zeichnungen von Christopher Gaultier, dessen in einem ähnlich schlichten Stil gestaltete Adaption von Gaston Leroux‘ „Das Phantom der Oper“ ebenfalls bei Knesebeck erschienen ist. Ein nicht zu unterschätzendes Element ist die klar strukturierte Farbgebung von Gaultiers Ehefrau Marie Galopin, auch dadurch wird diese Künstler-Biographie zu einem sehr eigenständigen Stück Comickunst.

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Peanuts: Auf zu den Sternen, Charlie Brown!

Bereits 2012 erschien bei Carlsen unter dem Titel „Das Glück ist eine Schmusedecke“ eine neue nach dem Tode von Charles M. Schulz entstandene Comic-Geschichte mit den „Peanuts„. Eigentlich ist es ja eine kleine Sensation, dass die Traditions-Serie fortgeführt wird. Doch dies erregte ebenso wenig Aufsehen, wie der dem Comic zugrundeliegende (nahezu) gleichnamige auch bei uns auf DVD und Blu-ray veröffentlichte Animationsfilm „Das Glück ist eine wärmende Decke„.

Peanuts: Auf zu den Sternen, Charlie Brown!

Nicht von Schulz gezeichnete Peanuts-Comics wurden bereits zu dessen Lebzeiten in den 50er und 60er Jahren in Comicheften aus dem Hause Dell veröffentlicht, doch niemals in den Zeitungen. Die in Los Angeles ansässigen BOOM! Studios hatten bereits Erfolge mit „Planet der Affen„-Comics und einer preisgekrönten von Roger Langridge gezeichneten Comicversion der „Muppets Show„. Hier ist auch die neue verlegerische Heimat der Peanuts. Die Mannschaft um das Ehepaar Vicki und Bob Scott lässt den Mythos der Li’l Folks Charlie Brown, Linus, Lucy und Snoopy weiterleben.

Peanuts: Auf zu den Sternen, Charlie Brown!

In Deutschland hat sich Cross Cult der Sache angenommen, sicher auch im Hinblick auf den neuen Peanuts-Animationsfilm. Der erste dort in einem etwas kleineren Format als in den USA veröffentlichte Band „Auf zu den Sternen, Charlie Brown!“ trägt im Original den schöneren Titel „The Beagle has landed, Charlie Brown!„. Dies ist natürlich eine Anspielung auf die Eagle genannte Mondlande-Fähre der NASA. Das Büchlein enthält allerlei lustige neue Comic-Kurzgeschichten, die meist um Snoopys Versuche kreisen mit seiner Hütte zum Mond zu fliegen. In einer längeren Story am Ende des Buches gelingt es dem Beagle schließlich gemeinsam mit dem Vögelchen Woodstock auf dem Mond zu landen. Abgerundet wird das Buch noch durch einige Seiten mit Skizzen und Entwurfszeichnungen.

Peanuts: Auf zu den Sternen, Charlie Brown!

Als nächster Band erschien bei Cross Cult die sehr lustige durchgehend erzählte Geschichte „Auf nach Tokio, Charlie Brown!“ Hier reisen die Peanuts nach Japan um bei einem Baseball-Turnier anzutreten. Es ist schön, dass es jetzt auch bei uns auf einem so hohen Niveau und mit so viel Respekt vor dem Werk von Charles M. Schulz mit den Peanuts weitergeht.

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Texas Cowboys 2

Das ehemalige Greenhorn Harvey Drinkwater verschlägt es im zweiten Band von „Texas Cowboys“ wieder nach Fort Worth, Texas. Erneut will der Reporter aus Boston den großstädtischen Lesern wilde Geschichten aus dem Westen liefern und wird einmal mehr fündig. Gemeinsam mit seinem rauhbeinigen Kumpel Ivy Forest erlebt er Geschichten, die Stoff genug für zehn Western-Filme gewesen wären. Unter anderem ist in immer abstruser werdenden Varianten zu erfahren, wie der Kriegs-Veteran Thomas Woodham angeblich seinen Arm verloren hat.

Texas Cowboys

Lewis Trondheim (“A.L.I.E.E.N.“, “Donjon“), der Mann mit dem unglaublichen Output von schnell hingekritzelten Comics, und der eher akribisch im Bereich des realistischen Abenteuer-Comics arbeitende Matthieu Bonhomme (“Der Marquis von Anaon“) scheinen nicht so recht zusammen zu passen. Doch vor “Texas Cowboys“ arbeitete das Duo bereits bei der ebenfalls bei Salleck im “Graphic Novel Format“ erschienenen Comicgeschichte “Omni-Visibilis“ zusammen.

Texas Cowboys 2

„Texas Cowboys 2“ erzählt wieder nicht nur eine durchgehende Story, sondern die einzelnen Kapitel – ja oft sogar die einzelnen Seiten – sind abgefahrene Kurzgeschichten am Rande des Surrealen. Zu Papier gebracht hat Bonhomme diese in einem unglaublich lässigen Zeichenstil, der fast ein wenig so wirkt als wenn Moebius und nicht Jean Giraud den “Leutnant Blueberry“ gezeichnet hätte. Dies brachte ihm den Auftrag den Hommage-Band “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ zu zeichnen und zu schreiben.

Der Mann, der Lucky Luke erschoss
Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Abgerundet wird dieser schöne Comic noch durch die als Titelbilder des fiktiven Magazins „Texas Cowboys – The Best Wild West Stories Published“ gestalteten Einleitungen zu den einzelnen Kapitel, sowie durch einem Anhang, der erzählt wie das weitere Leben der einzelnen Figuren verlief. So will die Legende wissen, dass Thomas Woodham ein einziges Mal doch tatsächlich die Wahrheit darüber erzählte, wie er seinen Arm verloren hat.

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Die Weltenbummler – Band 2: Karneval

Schon nach kurzer Zeit folgte die lang und heiß ersehnte Fortsetzung. Heiner Lünstedt (Text) und Alfred Neuwald (Zeichnung), das deutsche Comics-Duo mit vielversprechender Zukunft, schickt „Die Weltenbummler“ wieder ins Rennen – und überrascht mit einem genialen Trick! Die Hauptdarsteller sind nicht nur Monate, sondern gleich ein paar Jährchen gereift, was sich vor allem natürlich bei dem ehemaligen Gör Vic sehr vorteilhaft und ansehnlich bemerkbar macht.

Die Weltenbummler - Band 2: Karneval

Auch im zweiten Abenteuer der Weltenbummler liefern Lünstedt und Neuwald wieder die probate Mischung aus spannender Unterhaltung und informativem Einstieg in die Geschichte. Diesmal bietet die Lagunenstadt Venedig, die Serenissima, die Krone der Adria, viel Flair, Ambiente und Historie. Ja, so bekommen die Leser richtig Appetit auf Geschichtsunterricht. Comic und Infotainment at it’s best! Wer diesen Karneval in Venedig liest, der hat Lust, sofort selbst auf den Spuren der Weltenbummler in der Lagunenstadt Venedig, der Serenissima, der Krone der Adria, einherzu- und zu lustwandeln. So wie „Die Weltenbummler“ könnten und sollten übrigens Comics aussehen, die als sogenannte „Städte-Comics“ für PR-Zwecke eingesetzt werden.

Die Weltenbummler - Band 2: Karneval

Die Charaktere aus dem ersten Band spielen sich nun auch im „Karneval“ noch besser und routinierter die Bälle zu. Zum Brüllen komisch sind diesmal die Fiasko-Brothers, wenn sie eine Busladung Senioren auf Bildungsurlaub zu Quartalsäufern umschulen. Allerdings empfiehlt sich hier ein mahnender Hinweis: Ein Comic mit einem (Bildungs-) Anspruch wie „Die Weltenbummler“, der sich so sehr für den Einsatz im Schulunterricht eignet, sollte künftig die Wirkung alkoholischer Getränke nicht zu sehr verharmlosen, auch wenn es für die Story und für die Zeichnung der Charaktere ‚leicht was hergibt‘. Wie schon im ersten Band „Leinen los!“, ist auch diesmal Hauptfigur Hakan ganz deutlich das coole Alter Ego von Autor Heiner Lünstedt. Wir hoffen natürlich, dass er in den nächsten Abenteuern der Weltenbummler eine gewisse Distanziertheit gegenüber Girls wie Vic oder Lucia ablegt.

Die Weltenbummler - Band 2: Karneval

Ja, Lünstedt und Neuwald haben mit ihren Figuren ein nunmehr eingespieltes Ensemble geschaffen, das hoffentlich noch viele Abenteuer bestehen wird. Wir freuen uns darauf, dass jede Story – wie auch diesmal – wie einem tollen Bang endet.

Reinhold Reitberger

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Die Weltenbummler Band 1: Leinen Los

So könnten und sollten Comics aussehen, die von Schülern begeistert und dazu noch mit dem Segen der Pädagogen verschlungen werden! Ja, „Die Weltenbummler“ liefern beste und spannende Unterhaltung und dazu fließt noch wie nebenbei und ganz unverkrampft genau die richtige Dosis Geschichtsinfos in die Story ein, so dass der Leser so richtig Appetit auf ‚mehr‘ bekommt – mehr „Weltenbummler“ und mehr Geschichtsmaterial.

Die Weltenbummler Band 1: Leinen Los

Im ersten Band der „Weltenbummler“ zeigt Autor Heiner Lünstedt, wie so ein vorbildlicher Comic für die jüngere Leserschaft heute aussehen muss. Er nimmt ganz einfach und locker Material in dem er sich auskennt – hier die Lokalität seiner Heimat Hamburg und dazu die Geschichte vom Piraten Klaus Störtebeker, der ja im Norden der Republik wohl so eine Art Nationalheiligen abgibt. Dazu mixt der in seiner Jugend bereits ausgezeichnete (im Sinne von mit Preisen bedachte) Autor geschickt die jüngere Vergangenheit – hier die Nachfolgelasten des Bombardements der englischen Flieger auf Helgoland nach dem II. Weltkrieg und serviert uns so ganz easy einen spannenden Storybogen: Die jugendlichen Helden suchen Störtebekers Schatz.

Die Weltenbummler Band 1: Leinen Los

Zwei Freunde, ein naseweises Gör, ein alter Kapitän, Schurken und ein paar Trottel (‚Die drei Fiaskos‘) für Comic Relief zum Ablachen, das alles ist klug gemixt und liest sich wie Butter auf einer Butterfahrt nach Helgoland (haha, der musste an der Stelle sein). Wenn man den Fotos trauen darf, die vorne im Album die Infos zu den Schöpfern ergänzen, ist Hakan, der sympathisch coole Held der Geschichte, nicht nur optisch das Alter Ego von Autor Heiner Lünstedt.

Die Weltenbummler Band 1: Leinen Los

Soviel darf noch verraten werden: Die Story endet mit einem schönen großen Knall. Ja, das macht Lust auf mehr – auf mehr Story, mehr Geschichtsinfo, mehr Abenteuer mit den Weltenbummlern.

Reinhold Reitberger

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Willy Brandt: Sein Leben als Comic

Wer war Willy Brandt? Und was bedeutet er uns heute noch? Das fragen sich zum 100. Geburtstag nicht nur nostalgische Sozialdemokraten und historisch Interessierte, sondern auch eine kürzlich erschienene Graphic Novel. „Willy Brandt: Sein Leben als Comic“ von Heiner Lünstedt (Szenarist) und Ingrid Sabisch (Illustratorin) nähert sich der Ikone Brandt mit Grundsympathie und doch erfreulich unprätentiös.

Willy Brandt: Sein Leben als Comic

Durch die notwendige erzählerische Verdichtung liest sich das Leben des Lübecker Arbeiterjungen wie ein Schnelldurchlauf durch das 20. Jahrhundert. Der Mensch Willy Brandt wird dabei ein gutes Stück fassbarer. Der Leser bekommt eine Ahnung von seinen Motiven und seiner Gefühlswelt. Doch wie alle wirklich großen Männer bleibt auch Willy Brandt nach der Lektüre dieser grafischen Erzählung eine Projektionsfläche. Einen besonderen Reiz stellen dabei die inzwischen ikonisch gewordenen Bilder wie etwa der Kniefall zu Warschau dar. Gezeichnet und damit aus der historischen Fotooptik herausgelöst, glauben wir die Bilder wieder neu zu sehen.

Willy Brandt: Sein Leben als Comic

Heiner Lünstedt – unter anderem auch einer der beiden Leiter des Comicfestivals in München – und die Illustratorin Ingrid Sabisch zeichnen historische Gegebenheiten biographisch nach. Sie beobachten dabei glücklicherweise mehr als sie erklären und lassen so dem Leser die Freiheit, sich Willy Brandt selbst einmal – oder auch wieder einmal – anzueignen.

Willy Brandt: Sein Leben als Comic

Willy Brandt: Sein Leben als Comic“ ist ein faszinierendes Leseerlebnis. Für jüngere Leser mag es ein Stück Geschichtsunterricht in Bildern sein. Für Kenner von Willy Brandt und der Zeitgeschichte ist es ein Anlass, den wohl ungewöhnlichsten Menschen unter unseren Kanzlern noch einmal mit neuen Augen zu sehen. Beglückend ist dabei, dass der „Comic-Held“ in diesem Fall tatsächlich einer war. Selten habe ich einen Comicband stolzer zugeschlagen.

Gunther Brodhecker (neben Alexis Martinez – einer der Autoren von „Das Tagebuch des Ricardo Castillo„)

Hans-Jochen Vogel

Hans-Jochen Vogel schrieb ein Vorwort zum Willy-Brandt-Comic, hier ist er zusammen mit Autor Heiner Lünstedt zu sehen.

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Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

Die bisher schönste Ausgabe von Winsor McCays Comic-Klassiker „Little Nemo“ um einen Jungen, der immer dann wenn es am spannendsten ist aus seinen Träumen gerissen wird, stammt aus dem Jahre 2000 und vom Taschen Verlag. Enthalten waren die Comics aus den Jahren 1905 bis 1914, also jene Zeitungsseiten, die unter dem Titel „Little Nemo in Slumberland“ im New York Herald und danach ab 1911 bei der Konkurrenz des Verlegers William Randolph Hearst als „In the Land of Wonderful Dreams“ erschienen sind.

Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

2014 legte Taschen noch einen drauf und präsentierte im ziemlich genau doppelt so großen Format den kompletten „Little Nemo„. Diesmal sind auch noch jene 130 Seiten enthalten, die McCay von 1924 bis 1927 wieder unter dem Ursprungstitel „Little Nemo in Slumberland“ für die New York Herald Tribune zeichnete. Gegenüber der alten Taschen-Ausgabe wurde auch noch der „Little Nemo“ Comic vom 23. August 1914 ergänzt und zudem noch alle Seiten mit dem Erscheinungs-Datum versehen (wodurch es jetzt nicht mehr zu Verwechslungen in der Reihenfolge kommt).

Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

Während die alte Ausgabe in deutscher Sprache veröffentlicht wurde, die Texte jedoch aufgrund des kleineren Formates kaum zu lesen waren, liegt die neue Edition in englischer Sprache vor. Dies ist nicht allzu schlimm, denn sehr viel stärker als die erzählte Geschichte  faszinieren bei „Little Nemo“ McCays atemberaubende Bilder. Diese kommen auf dem rauen Papier der Neuausgabe authentischer rüber, da der Leser jetzt eher den Eindruck hat, er würde in einer Zeitung blättern und nicht in einem Hochglanz-Comicalbum.

Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

Als wäre dies noch nicht genug, hat Taschen auch noch eine besondere Zugabe zu bieten und der in einem Pappkoffer verpackten Edition im selben Großformat (aber als Softcover) noch Alexander Brauns fabelhaften schon lange vergriffenen deutschsprachigen Ausstellungskatalog „Winsor McCay – Comics, Filme, Träume“ beigelegt. Von so einer Ausgabe konnte Little Nemo bisher nur träumen!

Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

150,- Euro für diese Gesamtausgabe sind jedoch eine Menge Holz und wie immer veröffentlicht Taschen einige Zeit nach der Erstveröffentlichung eine preiswerte Alternative. Diese ist jetzt für 59,90 Euro zu haben und erscheint gebunden im selben Großformat von 34,4 x 44 cm wie die Gesamtausgabe. Alexander Brauns komplettes 150-seitiges reich bebildertes Sachbuch über Winsor McCay ist in deutscher Sprache im Buch enthalten.

Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe

Hinzu kommen alle von 1905 bis 1919 erschienenen “Little Nemo“-Comics in der englischsprachigen Originalversion. Die nicht in diesem Buch enthaltenen knapp 350 “Little Nemo“-Seiten werden wahrscheinlich von Taschen in einem zweiten Band nachgeliefert. Als Einstieg ist dieses Buch auf alle Fälle optimal, auch weil es besser in der Hand liegt als die Gesamtausgabe.

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