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Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro

Nun hat es schon wieder eine Disney-Reihe erwischt. Nachdem Egmonts sehr interessant zusammengestellte Comicreihen “Disneys Hall of Fame“ und “Disneys heimliche Helden“ nach 20 bzw. 10 Bänden beendet wurden, wird auch die danach gestartete Serie “Die besten Geschichten von…“ mit diesem 10. Band nach einer zweijährigen Laufzeit leider eingestellt. Präsentiert wurden sehr schön editierte Sammelbände von aktuellen Disney-Zeichnern wie den holländischen Brüdern Bas und Mau Heymans, aber auch von Klassikern wie Floyd Gottfredson oder Romano Scarpa.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Nachdem der neunten Band der Reihe inhaltlich wie stilistisch sehr traditionsbewusste Enten-Geschichten vom Norweger Arild Midthun präsentierte, wird mit zum Abschluss der Serie ein Altmeister geehrt. Al Taliaferro ist als Zeichner der Duck-Familie längst nicht so bekannt wie Don Rosa oder Carl Barks (der bevor er selbst Comiczeichner wurde, bereits Gags für Taliaferros Zeitungsstrips schrieb). Doch er war es, der Walt Disney 1937 davon überzeugte, dass ein täglicher Comic mit Donald garantiert ein Hit werden würde. Im Gegensatz zu Floyd Gottfredson der – oftmals von Taliaferro getuschte – epische Fortsetzungsgeschichten mit Micky Maus in Szene setzte, war Taliaferro ein Mann der kurzen ohne viel Worte auskommenden Slapstick-Gags. Seine zeitlos komischen Onepager werden auch heute noch sehr gerne in Disney-Comicheften veröffentlichtt.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Bei Taliaferro trug Donalds seine Matrosenbluse erstmals in schwarz, wie die danach im Comic üblich. In Taliaferros Strips hatten Donalds Neffen Tick, Trick und Track sowie Oma Duck ihre ersten Auftritte. Das Buch “Die besten Geschichten von Al Taliaferro“ enthält chronologisch geordnet markante und teilweise auch kommentierte Donald-Comics aus den mehr als drei Jahrzehnten, in denen der Zeichner für Disney arbeitete. Darunter befinden sich als deutsche Erstveröffentlichung auch Silly Symphony Comics mit Bucky Bug und den drei kleinen Schweinchen. Abgerundet wird der Band noch durch eine Biographie und ein Interview mit Taliaferro.

Walt Disney: Die besten Geschichten von Al Taliaferro
© 2014 Disney Enterprises, Inc.

Es ist sehr schade, dass hierzulande jemand wie Stefan-Raab-Sidekick Elton herangeholt werden muss, um ein Buch zum 80. Geburtstag von Donald Duck an den Leser zu bringen, weil anscheinend kein Interesse an bibliophil aufgemachten und inhaltlich anspruchsvollen Sammelbänden mit Disney-Comics wie “Die besten Geschichten von…“ besteht.

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Karl der Kleine bei den Karolingern

Viel ist passiert, seit Neufred alias Alfred Neuwald („Die Weltenbummler„) seine Comicfigur “Karl der Kleine“ erfunden hat. Die wirklich lustigen Gagstrips, die sich oft mit historischen aber auch aktuellen Ereignissen in Aachen beschäftigen, sind ein Hit auf Facebook, werden in lokalen Zeitungen veröffentlicht und es liegt unter dem Titel “Karl der Kleine – Die Stadt der Printen“ auch ein erster gebundener Sammelband im Querformat mit ausgewählten Strips vor.

KARL DER KLEINE

Doch damit nicht genug. Der Aachener Karnevalsverein hat zwar bereits ein Maskottchen namens Barki, wollte aber trotzdem nicht auf eine Zusammenarbeit mit Karl dem Kleinen verzichten. Das Resultat ist ein farbiges Comicalbum im klassischen 48-Seiten-Format in dem Barki gemeinsam mit Karl den Kleinen auf eine Zeitreise durch die Aachener Geschichte geschickt werden. Ausgelöst hat diesen Zeitsprung eine allzu gut funktionierende App, die Karl und Barki fragt, “ob sie wirklich mehr Informationen“ zu einem Fresko im Krönungssaal des Aachener Rathaus möchten. Ein Klick und das Duo erfährt mehr über die ehemalige Kaiserstadt als es je wissen wollte, denn es landet im Jahre 772.

KARL DER KLEINE BEI DEN KAROLINGERN

Dabei kommt es zu einem Zeitparadoxon, denn der eher freundliche Karl der Kleine trifft auf seinen etwas zweifelhafteren Namensvetter Karl der Große. Dieser machtbewusste Herrscher setzte sich einerseits “mit aller Kraft für Reformen zum Wohle seines Volkes ein“, doch andererseits klaut er Karl und Barki ihre letzte Printe. Ganz langsam und soweit es die Energie ihres Tablets erlaubt, arbeitet sich das Duo in der Zeit vor und der Leser wird mit weiteren bemerkenswerten Ereignissen aus der Aachener Geschichte konfrontiert.

Das Konzept des Comics humorvoll mit historischen Ereignissen zu spielen, funktioniert bestens und trägt erstaunlich Blüten. Am 1. April 2014 wurde in Aachen bei Ausgrabungen gar eine alte Münze mit dem Konterfei von Karl dem Kleinen gefunden. Außerdem konnte Alfred Neuwald auf dem Aachener Festival Comiciade bei seinen Signieraktionen alle von ihm angebotenen Ausgaben von “Karl der Kleine bei den Karolingern“ an die begeisterten Fans der Figur bringen, was kein Aprilscherz ist!

KARL DER KLEINE

Mittlerweile liegt “Karl der Kleine bei den Karolingern“ auch als Hörspiel-CD mit viel Musik vor und ein zweites (bzw. drittes) Comicalbum liegt auch schon vor. In “Karl der Kleine und der Talisman“ wird wieder von einer Zeitreise erzählt. Diesmal reisen Karl der Kleine und Barki ins Jahr 1804. Dort kommt es u. a. zu einer Begegnung mit Napoleon Bonaparte.

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Umpah-Pah Gesamtausgabe

Acht Jahre bevor sie ihre Erfolgserie “Asterix“ starteten, erzählten René Goscinny und Albert Uderzo von einem anderen unbeugsamen Helden. “Oompah Pah – The Indian“ erlebte seine ersten Abenteuer in Strip-Form. Die Geschichte spielte in den damaligen Vereinigten Staaten und sollte auch dort erscheinen.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Goscinny gelang es durch seine guten Comic-Kontakte zur New Yorker MAD-Redaktion die englisch übersetzten Texte vom Letterer von Milton Caniff (“Terry and the Pirates“) in Uderzos Zeichnungen platzieren zu lassen (Diese Version ist auch in diesem Sammelband enthalten). Doch leider wollte niemand die Serie veröffentlichen. Erst als Goscinny und Uderzo die weiteren Abenteuer von Oumpah-Pah le Peau-Rouge oder Umpah-Pah (wie er in Deutschland genannt wurde) ins späte 18. Jahrhundert verlegten und der muskelbepackten Rothaut den dürren und tollpatschigen Hubert de la Pâte Feuilletée (auf deutsch: Hubert von Täne oder auch Hubert von Kremfresch) zur Seite stellten, kamen schließlich ab 1958 fünf albenlange Geschichten im Comicmagazin Tintin zum Abdruck.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE
Doch nachdem Asterix zu einem gewaltigen Erfolg wurde, verloren Goscinny und Uderzo das Interesse an der zwar mit einem ähnlichen Humor gesegneten aber längst nicht so populären Serie. Bei uns erschient Umpah-Pah zunächst in Zack, danach als Umpah-Pah und Doppelskalp in Rolf Kaukas Lupo und seine Freunde, dann bei Comicplus+ und schließlich bei Ehapa, der verlegerischen Heimat von Asterix. Dort gab es zunächst eine Gesamtausgabe in drei Bänden. Hierfür schuf Uderzo neue Titelbilder. Diese und auch die ursprünglichen Cover fehlen jetzt leider in dieser Gesamtausgabe, die in einer zweiten noch um einige Seiten mit interessanten Hintergrundinformationen ergänzten Auflage vorliegt.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Wer “Umpah-Pah“ in den Siebziger oder Achtziger Jahren gelesen hat, wird mit der neueren Übersetzung, die erstmals bei der Gesamtausgabe von Comicplus+ zum Einsatz kam, etwas fremdeln, doch ansonsten ist diese Edition äußerst gelungen.

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ASTERIX: DAS GESCHENK CÄSARS – ULTIMATIVE EDITION

Die 1974 zuerst in der französischen Zeitung Le Monde als Fortsetzung vorabgedruckte 21. Asterix-Geschichte spielt fast ausschließlich in der näheren Umgebung des kleinen Dörfchens. Dieses hat Cäsar dem nicht sonderlich diensteifrigen Legionär Keinentschluss zu seiner Pensionierung “geschenkt“, doch dieser besäuft sich gleich nach der Entlassung aus der römischen Legion und bezahlt die Zeche mit dem gallischen Dorf.

Asterix Das Geschenk Cäsars

Der Gastwirt Orthopädix bricht daher mit Gattin Gelatine und Tochter Zechine nach Gallien auf, um sein Besitztum zu übernehmen. Doch bei den Bewohnern des Dorfes erntet er nur Gelächter als er mit seiner in Stein gemeißelten und von Cäsar unterschriebenen Besitzurkunde herumfuchtelt. Häuptling Majestix meint nur: “Man kann gar nicht verschenken, was einem nicht gehört! Julius Cäsar ist im Besitz ganz Galliens mit Ausnahme dieses Dorfes!“.

Dennoch bietet Majestix dem Gastronomen an sich niederzulassen, da es im Dorf noch keine Taverne gibt. Das Haus, das Orthopädix mit seiner Familie bezieht, liegt neben der Hütte des Fischhändlers Verleihnix und daher riecht es dort etwas streng. Dies aber auch das arrogante Verhalten der Häuptlingsgattin Gutemine bewirkt bei Gelatine, dass sie ihren Gatten Orthopädix bedrängt doch Häuptling anstelle des Häuptlings zu werden. Bei dem daraus resultierenden Wahlkampf-Getümmel wird fast übersehen, dass die Römer sich mit neuen Kriegsgeräten zum Angriff auf das Dorf rüsten…

Rene Goscinny schickt unsere Gallier hier nicht auf eine Reise sondern erzählt die an allen Ecken humorvoll menschelnde Geschichte eines gut nachvollziehbaren Konfliktes, der gegen Ende (nicht völlig unerwartet) in eine turbulente Prügelei und ein großes Festbankett unter freiem Himmel mündet. Uderzos detailreich ausgeführten Bilder kommen in der großformatigen prachtvoll neu kolorierten Ultimativen Edition bestens zur Geltung. Diese nun fast komplett vorliegende Asterix-Gesamtausgabe ist ideal zur Erst- oder Wiederbegegnung mit dem Comic-Klassiker.

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Der Fall E. P. Jacobs

Bei Carlsen erschien bereits – in immer neuen erweiterten Auflagen – die Comic-Biographie “Die Abenteuer von Hergé“ von Jose-Luis Bocquet, Jean-Luc Fromental und Stanislas. Obwohl es sich dabei um alles andere als eine unkritische Bejubelung des Schöpfers von „Tim und Struppi“ handelt, verlegte sie dessen deutscher Hausverlag. Eine gar nicht so kleine Rolle in dieser Comic-Biographie spielte – genau wie auch im Leben von Hergé – ein gewisser Edgar Pierre Jacobs, dessen Serie “Blake und Mortimer“ ebenfalls von Carlsen herausgebracht wird.

Der Fall E. P. Jacobs

Auch daher liegt dort jetzt eine gezeichnete Biographie von E. P. Jacobs vor, in der natürlich auch Hergé auftritt. Dieser setzte den vielseitig begabten Jacobs in den Vierziger Jahren gerne als Mitarbeiten bei “Tim und Struppi“ ein, verweigerte ihm jedoch die eigentlich berechtigte Nennung als Ko-Autor. Daraufhin widmete sich Jakobs ausschließlich eigenen Projekten und feierte große Erfolge mit seiner Serie “Blake und Mortimer“, die – im Gegensatz zu “Tim und Struppi“ – auch nach dem Tode ihres Schöpfes noch heute von wechselnden Teams fortgeführt wird.

Der Fall E. P. Jacobs

Dennoch erscheint “Ein Leben für den Comic“ als Untertitel eines Buches über jemanden der nicht nur als Zeichner sondern auch als Opernsänger Beachtliches geleistet hat als nicht ganz passend gewählt. Auf dem Cover der französischen Originalausgabe heißt es “Une vie en Bande Dessinée“, was vielleicht treffender mit “Ein Leben im Comic“ übersetzt worden wäre.

Der Fall E. P. Jacobs

Noch stärker als Stanislas in “Die Abenteuer von Hergé“ orientiert sich Louis Alloing (“In der Sekte: Mein Leben in Scientology“) bei seiner Bebilderung an dem Stil des porträtierten Zeichners. In seinen oft sehr großen Panels trifft Alloing recht gut Jacobs‘ Mischung aus Ligne Claire und detailfixierten Realismus. Der Autor Rodolphe (“Kenya“) hingegen folgt in seinem Erzählstil (zum Glück) nur bedingt den Vorgaben von Jacobs, denn er fülllt die Sprechblasen nicht bis zum Bersten mit Texten. Abgerundet wird diese gelungene Comic-Biographie noch durch ein Gespräch mit Rodolphe und Skizzen von Louis Alloing.

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Marvel Classics

Unter dem Titel “Marvel Classics“ veröffentlich Koch Media drei Comic-Verfilmungen, die aus einer Zeit stammen als die Superhelden aus dem “Haus der Ideen“ noch nicht die Vorlage für Big-Budget-Blockbuster sondern eher im Fernsehen beheimatet waren. In einem Pappschuber mit problemos abstecken in schmalen Plastikhüllen mit bedingt stilsicheren Comic-Covern drei recht spaßige Comic-Filme, wobei zwei davon Neuauflagen von bereits erschienenen DVDs sind.

MARVEL CLASSICS

DER UNGLAUBLICHE HULK (1977)

Während 1977 nahezu zeitgleich eine “Spider-Man“-TV-Serie nach nur 13 Episoden eingestellt wurde, gelang es dem Produzenten und Regisseur Kenneth Johnson (“V – Die Außerirdischen kommen“, “Alien Nation“) die Marvel-Comicfigur Hulk in den Mittelpunkt einer 82-teiligen Erfolgsserie zu stellen. Johnson, der 1997 auch einen Film mit dem DC-Superhelden Steel drehte, nahm einige Veränderungen bzw. Vereinfachungen an der Figur vor, wozu auch das Umtaufen von Hulks menschlichem Alter Ego Bruce Banner in David Banner gehörte. Wichtiger war jedoch noch, dass die TV-Serie nicht im von Superhelden bevölkerten Marvel-Universum spielte, sondern fest in der Realität verankert war (erst in einigen später entstandenen Hulk-Specials gab es Gastauftritte von Daredevil und Thor).

MARVEL CLASSICS Hulk

Die “Marvel Classics“ Edition enthält den Pilotfilm, der erzählt wie Dr. David Banner durch ein wissenschaftliches Experiment (im Comic war es eine Atombombe) radioaktiv verstrahlt wird. Dadurch verwandelt er sich immer wenn er wütend wird in ein grünes Monster. Die Rolle von David Banner übernahm der sympathische Bill Bixby (“Mein Onkel vom Mars“, „Der Magier„) und der Bodybuilder Lou Ferrigno bekam den Part des Hulks für den auch Arnold Schwarzenegger (zu klein) und Bond-Beisser Richard Kiel (nicht muskulös genug) in Erwägung gezogen wurden. Interessant ist dieser immer noch äußerst sehenswerte TV-Klassiker auch im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Kinofilm mit Edward Norton, der sich nicht nur beim Vorspann an der Serie orientiert hat.

MARVEL CLASSICS Hulk

Die “Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 91-minütigen Pilot-Film im Vollbild-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), wahlweise mit einem nicht deutsch untertitelten Audiokommentar von Regisseur und Produzent Kenneth Johnson, eine Einführung von Lou Ferrigno (3:53 min), eine alternative deutsche Synchronfassung, einen Trailer für die deutsche Kinoauswertung (2:34 min), eine Super-8-Fassung (31:53 min) sowie eine schön zusammengestellte Bildergalerie mit 80 Plakaten und Aushangfotos.

CAPTAIN AMERICA (1979)

Vor dem aufwändigen Kinofilm von 2011 gab es einige weitere Versuche Captain America ins Kino oder auf die Bildröhre zu bringen. So entstand bereits 1944 ein 15-teiliges “Captain America“-Serial, das dem Publikum in den US-Kinos stückchenweise vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt wurde und bei uns auf DVD bei intergroove erschienen ist. 1990 sollte der 50. Geburtstag von Captain America mit einem halbwegs werkgetreuen Kinofilm von Albert Pyun gefeiert werden, der dann jedoch nur auf Video veröffentlicht wurde. Bei uns ist das zwar trashige aber gar nicht so schlechte Werk mittlerweile bei Ascot Elite auch auf Blu-ray erschienen.

MARVEL CLASSICS Captain America

Zwischen dem Serial und dem Möchtegern-Kinofilm wurde auch noch versucht Captain America zum Helden einer TV-Serie zu machen. 1979 entstand ein Pilotfilm mit dem nicht völlig unsympathischen Footballer Reb Brown in der Titelrolle. Der Film vereinfachte die Entstehungsgeschichte stark und verlegte sie komplett in die damalige Gegenwart. Die Figur ist hier wenig mehr als ein naher Verwandter des damals im TV populären Sechs-Millionen-Dollar-Mann, der auf einem schnittigen Motorrad durch die Gegend braust. Für Marvel-Fans ist es dennoch sehr erfreulich, dass dieser Film als deutsche DVD-Premiere der “Marvel Classics“-Box beiliegt. Im selben Jahr entstand unter dem Titel „Captain America II: Death Too Soon“ noch ein zweiter und letzter Marvel-Film mit Reb Brown in dem Christopher Lee in der Schurkenrolle als Terrorist zu sehen war.

MARVEL CLASSICS Captain America

Die „Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 93-minütigen Film im Vollbild-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), sowie eine Galerie mit 28 Bildern.

HOWARD THE DUCK (1986)

Überraschenderweise war eine Ente die erste Marvel-Comicfigur, die im Mittelpunkt eines aufwändigen Film-Spektakels stand. 1986 produzierte George Lucas – der sich persönlich dafür einsetzte dass die Comicversion zu “Star Wars“ bei Marvel erschien – eine als Blockbuster geplante Verfilmung der Serie “Howard the Duck“.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Der Film basiert auf einer eher Insidern bekannten Comicfigur, die seit 1973 sporadisch im Marvel-Universum herumkaspert. Erzählt wird wie Howard von seinem Enten-Planeten plötzlich per Energiestrahl auf die Erde geschickt wird. Er lernt dort Beverly Switzler (Lea Thompson aus „Zurück in die Zukunft“ spielte einige Jahre später auch die Mutter des Comic-Lausbuben „Dennis the Menace“) und ihre New-Wave-Frauenband kennen. Außerdem rettet er schließlich auch noch die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Sein Budget von 37 Millionen Dollar spielte der Film nicht wieder ein, was auch nicht weiter verwunderte. Das Enten-Kostüm in dem ein Liliputaner steckte und die nicht allzu bewegliche Gesichtsmaske sind eher albern (genau wie viele der Gags), Spaß macht “Howard the Duck“ trotzdem. So gibt es neben einem hemmungslos herumkaspernden Tim Robbins und einen abgedreht bedrohlichen Jeffrey Jones im großen Finale noch ein richtig gutes Stop-Motion-Monster irgendwo zwischen Ray Harryhausen und Lovecraft.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Die „Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 106-minütigen Film im 16:9-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), zwei US-Kinotrailer (1:32 + 0:58 min) in mäßiger Bildqualität sowie eine kurze „Teaser-Duckumentary“ (1:48 min)in der auch George Lucas zu sehen ist.

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Milo Manara Werkausgabe # 13: X-Men – Frauen auf der Flucht

Um X-Men – wie auf dem Cover zu lesen – geht es in diesem Comic überhaupt nicht. Weder Wolverine noch Cyclops oder Professor Xavier spielen eine Rolle. Stattdessen stehen bzw. posieren die weiblichen Teammitglieder Rogue, Storm, Psylocke, Emma Frost und Kitty Pryde, die sich auf die Suche nach dem entführten Marvel Girl machen, im Zentrum des ziemlich textilfreien Geschehens.

Milo Manara Werkausgabe # 13: X-Men - Frauen auf der Flucht

Diese (nun ja) Geschichte stammt zwar von Comic-Urgestein Chris Claremont, der ab 1976 die zuvor sehr schlecht laufende Serie X-Men (und zahlreiche X-Ableger) zu den ganz großen Hits von Marvel machte. Doch Claremonts Story, die die X-Mädels mit einem exotischen Volk von Flugzeuge als Götter anbetenden so genannten Cargo-Cultisten konfrontiert, ist wenig mehr als ein schwacher Vorwand um leicht bis kaum bekleidete Damen in Aktion zu zeigen.

Milo Manara Werkausgabe # 13: X-Men - Frauen auf der Flucht
Die ganze Sache wäre kaum der Rede wert, wenn nicht der italienische Meister des Erotik-Comics Milo Manara den Griffel geschwungen hätte. Daher wird die (nach schwarzweißer Erstveröffentlichung in Italien) in den USA eher unscheinbar in einem Comicheftchen präsentierte X-Lady-Chose bei uns durch Panini als Hardcover veröffentlicht. Die etwas zu knallige Kolorierung ist dem US-Geschmack geschuldet, die Story ist Schrott, an den zahlreichen Mädels kann man(n) sich jedoch durchaus erfreuen.

Milo Manara Werkausgabe # 13: X-Men - Frauen auf der Flucht
Als Zweitveröffentlichung wurde “X-Men: Frauen auf der Flucht“ in Paninis Manara-Werkausgabe mit aufgenommen. Diese neue Edition erfreut durch allerlei schönes Bonusmaterial. So gibt es ein kurzes Interview mit Manara sowie ein Portfolio mit 12 Titelbildern, die der italienische Zeichner für diverse Marvel-Serien anfertigte. Am schönsten ist jedoch, dass der komplette Comic in dieser Ausgabe zweimal abgedruckt wurde. Einmal in der etwas sterilen US-Kolorierung, sowie zusätzlich noch in schwarzweiß und ohne störende Sprechblasen mit nichtssagenden Texten. Hier zeigt sich was für ein meisterlicher Zeichner Manara immer noch ist.

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