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Batman: Erde Eins

Es ist ganz gewiss nicht so, dass ein Mangel an Comic-Geschichten mit Batman herrscht. Richtig gute Stories werden über DCs Dunklen Ritter jedoch eher selten erzählt. In den laufenden Comicheft-Serien wird versucht zu überraschen, wenn unter großem Getöse Ex-Robin Dick Grayson oder Kommissar Gordon ins Fledermaus-Kostüm gesteckt wird, nur um wenig später (unter nicht minder großem Getöse) wieder Bruce Wayne als Batman zurückkehren zu lassen.

Batman: Erde Eins

Einen sehr viel interessanteren Weg beschritt 2012 Geoff Jones mit “Batman: Earth One“, indem er die Geschichte von Batman einfach neu erzählte und dabei einige kleine aber feine Änderungen vornahm. Diese betreffen weniger Bruce Wayne, der auch hier, nachdem er miterleben musste, wie seine Eltern ermordet wurden, zum maskierten Rächer wird. Der Butler Alfred Pennyworth hingegen ist bei Jones kein zur Mäßigung mahnender Sidekick, sondern ein knallharter Ex-Militär, der Bruce Wayne dazu ermutigt mit den Kriminellen in Gotham City sehr viel ruppiger umzuspringen. Am Ende des ersten Bandes von “Batman: Earth One“ bringt Pennyworth gar höchstpersönlich den Pinguin alias Oswald Copplepot um. Interessant ist auch der Polizist Harvey Bullock, der bei Geoff Jones als kalifornischer Sonnyboy nach Gotham City kommt und durch die dortigen kriminellen Verhältnisse sehr schnell zum schweren Frust-Säufer wird.

Batman: Erde Eins

Im Zentrum des lange erwarteten Fortsetzung von „Earth One“ steht eine interessante Variante von Batmans traditionellem Gegner Two Face, der diesmal tatsächlich zwei Gesichter hat. Neben dem Staatsanwalt Harvey Dent gibt es noch dessen Zwillingsschwester Jessica, die zur Bürgermeisterin von Gotham gewählt wurde und sich immer noch sehr zu Bruce Wayne hingezogen fühlt. Letzteres ist Harvey ein Dorn im Auge und das komplizierte Dreiecksverhältnis löst Geoff Jones hochdramatisch auf, ohne zu vergessen weitere Versatzstücke des Batman- Mythos zu variieren.

Batman: Erde Eins

Richtig zur Geltung kommt die brillant erzählte Geschichte aber erst durch die detailreichen höchst realistisch anmutenden Zeichnungen von Gary Frank. Der Brite ist nicht nur, wie viele seiner Kollegen, begnadet beim in Szene setzen von spektakulärer Action, sondern ihm gelingt es die Figuren durch Mimik und Gestik zum Leben zu erwecken. So spannend wie “Earth One“ wurde seit “Year One“ von Frank Miller und David Mazzucchelli kein anderer Batman-Comic erzählt! So gut wie “Earth One“ hat seit “The Killing Joke“ von Alan Moore und Brian Bolland kein anderer Batman-Comic ausgesehen!!

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Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Der zuvor eher als stimmungsvoller Illustrator softpornographischer Comics wie “Pinocchia“ aufgefallene Zeichner Jean-Pierre Gibrat („Mattéo„) überraschte Ende der Neunziger Jahre völlig mit seiner im Alleingang realisierten zweiteiligen Serie „Der Aufschub„, die nicht ohne Grund von den Kritikern des Fachmagazins „RRAAH!“ zum „Comic des Jahres“ gekürt wurde.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Auch in seinem ähnlich gelagerten ebenfalls zweiteiligen Nachfolgecomic „Von Dieben und Denunzianten“ (Originaltitel “Le Vol du corbeau“ – “Der Flug des Raben“) erzählte Gibrat wieder aus dem besetzten Frankreich des Zweiten Weltkrieges.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Doch diesmal spielt die Geschichte nicht auf dem Lande, sondern in der Metropole Paris. Hauptfigur ist die junge (und natürlich sehr attraktive) Jeanne. Am Anfang der Geschichte sitzt sie in einer Gefängniszelle weil sie denunziert wurde. Der eher gemütliche Kommissar bedauert, dass bei ihr „anstelle von Wurst und Käse eine Tasche voller Handgranaten und drei Revolvern gefunden hat“. In Jeannes Zelle wird danach der kleine Dieb Francois mit eingesperrt und beiden gelingt während eines Luftangriffes die Flucht über die Dächer von Paris.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Bei diesem spannenden und sehr mitreißend in Szene gesetzten Auftakt kann die dann folgende Geschichte nicht immer mithalten. Gibrats Artwork ist jedoch wie immer mehr als makellos und sehr häufig präsentiert er die schönen nackten Beine von Jeanne, während seine Darstellung vom von der Deutschen Wehrmacht besetzten Paris eher idyllisch als bedrohlich wirkt. Doch „Von Dieben und Denunzianten“ mündet im zweiten Band in einem spannenden Finale mit einigen echten Überraschungen.

Gibrat: Von Dieben und Denunzianten

Mittlerweile liegt „Von Dieben und Denunzianten“ auch als sehr schöne Hardcover-Gesamtausgabe vor, die als Bonusmaterial noch 18 Seiten mit Skizzen und zusätzlichen Illustrationen enthält. Weitere wunderschöne Aquarelle von Gibrat enthält das Artbook “Jeanne und Cécile“. In Laufe der Geschichte, die Gibrat in “Von Dieben und Denunzianten“ erzählte, eröffnet er dem Leser, dass es sich bei der Hauptfigur Jeanne um die Schwester von Cécile handelt, die im Zentrum von “Der Aufschub“ stand!

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Gibrat: Der Aufschub

„Cambeyrac, 1943, Ein Land im Krieg, ein Dorf in dem der Krieg weit weg ist.“
Der junge Julien Sarlat sollte aus seinem kleinen französischen Dörfchen nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert werden. Bei einem Zugunglück kann er fliehen. Als er zu seiner Tante zurückkehrt, erfährt er, dass er als tot gilt, weil eine Leiche mit seinen Papieren gefunden wurde. Er versteckt sich im leeren Schulhaus des Dorfes, beobachtet seine eigene Beerdigung und vor allem höchst eifersüchtig seine geliebte Cécile.

Gibrat: Der Aufschub

„Der Aufschub“ wurde vom zuvor eher für softpornographische Comics bekannten Jean-Pierre Gibrat („Mattéo„) spannend erzählt und in sehr stimmungsvoll aquarellierte Bilder umgesetzt. Die Kritiker des Fachmagazins „RRAAH!“ kürten den ersten Band von „Der Aufschub“ zum „Comic des Jahres“ und entsprechend hoch waren die Erwartungen danach beim abschließenden zweiten Teil.

Gibrat: Der Aufschub

Doch Gibrat enttäuschte auch hier nicht und erzählt weiterhin scheinbar idyllisch vom Zweiten Weltkrieg in der französischen Provinz. Zwar gab es auch 1944 immer mal wieder unangenehme Zwischenfälle mit der Miliz und der immer stärker werdenden Resistance, aber Julien interessiert sich eigentlich nur für seine Cécile, der er endlich gezeigt hat, dass er noch lebt. Er darf nun zwar in ihrem Zimmer schlafen, aber so richtig auf seine Kosten kommt er doch nicht, angeblich weil die Großmutter nebenan schläft.

Gibrat: Der Aufschub

Julien hat in seinem Versteck auch Waffen für den Widerstand gebunkert. Von den Resistance-Kämpfern wird er ziemlich rüde behandelt, als diese ihr Material abholen. Dies öffnet ihm die Augen und er bricht nach Paris auf um dort für den Widerstand arbeiten…

Gibrat: Der Aufschub

Mittlerweile liegt auch eine sehr schöne Hardcovergesamtausgabe von “Der Aufschub“ vor, die als Bonusmaterial noch 16 Seiten mit Skizzen und zusätzlichen Illustrationen enthält. Weitere wunderschöne Aquarelle von Gibrat enthält das Artbook “Jeanne und Cécile“. In Laufe der Geschichte, die Gibrat in seinem Comic “Von Dieben und Denunzianten“ erzählte, eröffnet er dem Leser, dass es sich bei der Hauptfigur Jeanne um die Schwester von Cécile handelt.

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Gibrat: Jeanne und Cécile

Mit „Der Aufschub“ und „Von Dieben und Denunzianten“ hörte Jean-Pierre Gibrat („Mattéo„) damit auf softpornographische Comics nach fremden Vorlagen ansprechend in Szene zu setzten und erzählte mitreißende Geschichte vor dem Hintergrund des von der Deutschen Wehrmacht besetzten Frankreichs. Dies hielt ihn aber nicht davon ab äußerst attraktive junge Frauen zu zentralen Figuren der beiden Serien zu machen.

Gibrat: Jeanne und Cécile

Cécile aus „Der Aufschub“ und Jeanne aus „Von Dieben und Denunzianten“ sind zwei unvergessliche Frauencharaktere, die in der Phantasie der Comicleser weiterleben. In Laufe der Geschichte von „Von Dieben und Denunzianten“ eröffnet Gibrat dem Leser, dass die junge Dame mit dem rot weiß gepunkteten Kleid und die Frau mit dem roten Barett nicht nur “der gleichen weiblichen Art angehören“ sondern sogar Schwestern sind. Am Ende der Geschichte treffen sie schließlich sogar aufeinander.

Gibrat: Jeanne und Cécile

In einem Bildband präsentiert Gibrat zahlreiche Illustrationen, die zwischen 1997 und 2005 entstanden sind. Losgelöst von einer Erzählstruktur aber angesiedelt im selben historischen Kontext setzt der begnadete Zeichner und Aquarellmaler Jeanne und Cécile in Szene. Er porträtiert sie sehr erotisch aber niemals plump. Die Illustrationen konfrontieren die jungen Frauen auch mit Personen der Zeitgeschichte wie General de Gaulle oder Winston Churchill, dessen Fliege aus dem selben punktierten Stoff wie Céciles Kleid besteht.

Gibrat: Jeanne und Cécile

„Jeanne und Cécile“ ist nicht nur das wunderschöne Artbook eines großen Künstlers, sondern es bietet zugleich auch die Möglichkeit ein weiteres Mal in dessen faszinierende Comicwelten einzutauchen.

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Gibrat: MATTÉO # 2 – AUGUST 1917 – 1918

Nachdem es dem jungen Mattéo mehr schlecht als recht gelungen ist, sich vor dem Grauen des Ersten Weltkrieges zu drücken, stürzt er sich munter in ein neues Krisengebiet. Den etwas naiven Jüngling mit spanisch-französischer Abstammung zieht es nach St. Petersburg, denn “dort herrscht Revolution“. Doch nicht nur Abenteuerlust und Idealismus treiben Mattéo an. Er hofft, dass die geliebte aber unglücklich verheiratete Juliette ihm nach Russland folgt. Doch stattdessen lernt er die selbstbewusste pfeifenrauchende Revolutionärin Lea kennen und lieben, aber auch mit der Krankenschwester Amélie gibt es ein Wiedersehen…

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918
Während der erste Band von “Mattéo“ vor allem durch die sehr eindringliche Schilderung des Grauens und der Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs überzeugte, bezieht Jean-Pierre Gibrat (“Der Aufschub“, “Von Dieben und Denunzianten“) keine wirkliche Position zur Russischen Revolution. Ähnlich naiv wie sein Titelheld stürzt er sich mitten hinein ins verschneite St. Petersburg und bricht dann auch noch zu einem etwas unmotiviert wirkenden Ausflug nach Paris auf.

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918

Dieser Comic begeistert hauptsächlich durch die wunderschön mit Aquarellfarben kolorierten Bilder und Gibrats Fähigkeit starke Frauenfiguren in eleganten Kostümen (aber auch ohne diese!) zu Papier zu bringen, was auch die schönen Skizzen im Anhang des Albums belegen. Es wäre schade, wenn dies wirklich schon der Abschluss einer grandios gestarteten Serie sein sollte. Speziell die Szenen mit Mattéos abgeklärter Mutter, die genau weiß, dass sie ihren Sohn nicht dauerhaft von Dummheiten abhalten kann, zeigen, dass Gibrat nicht nur ein begnadeter Zeichner, sondern auch ein ebensolcher Erzähler sein kann.

Gibrat: MATTÉO # 2 - AUGUST 1917 - 1918

Der im Jahre 1936 spielende dritte Band von „Mattéo“ kann dann wieder voll überzeugen.

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Gibrat: MATTÉO # 1 – AUGUST 1914 – 1915

Nachdem er in “Der Aufschub“ und in “Von Dieben und Denunzianten“ Geschichten vor dem Hintergrund des von Deutschen besetzten Frankreichs im Zweiten Weltkrieg erzählte, geht Jean-Pierre Gibrat in seinem neuesten Werk noch etwas weiter zurück in der Zeit. Das Elend der Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs kann im Medium Comic schwerlich noch eindringlicher als in Jacques Tardis Comics wie “Grabenkrieg“, “Soldat Varlot“ oder „Elender Krieg“ dargestellt werden. Dessen scheint sich auch Gibrat bewusst zu sein und sein Comic setzt andere Akzente.

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Äußerst sensibel wird erzählt, wie der Titelheld Mattéo darunter leidet, dass er nicht mit den jungen Franzosen in den Krieg ziehen darf, da er gebürtiger Spanier ist. Die Bevölkerung des kleinen Dorfes in Süden Frankreichs schneidet den jungen Mann und die von ihm angehimmelte Juliette wendet sich noch stärker einem Nebenbuhler zu, der als Offizier in den Krieg zieht. Mattéo erhält zwar eindringliche Briefe seines Freundes Paulin, der ihm den Horror an der Front schildert und ihm schreibt, dass er “wirklich saudumm“ wäre, wenn er nicht da bleiben würde, wo er gerade ist. Dennoch meldet Mattéo sich schließlich freiwillig, was ein Freund der Familie recht treffend kommentiert: “Du hast recht, melde ich! Die großen Dummheiten muss man als Junge machen, damit man sie sein ganzes Leben lang bedauern kann… wenn sie Dir dazu die Möglichkeit geben…“

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Auch Jean-Pierre Gibrat schildert den alltäglichen Wahnsinn des Krieges äußerst plastisch in Bild und Wort (“Die martialischen Truppen, die stolz im Gleichschritt auf dem Pflaster aus der Kaserne marschierten waren weit weg. Das hier war nur noch ein schwankender total fertiger Haufen Hampelmänner, deren Glieder kraftlos herunterhingen.“) Doch fast noch stärker ist er daran interessiert, was der Krieg mit den Überlebenden anrichtet. Der zum Glück nur leicht verletzte Mattéo und der durch Senfgas erblindete Paulin werden nicht mehr heimisch in ihrem Dorf. Der junge Spanier sehnt sich schon beinahe zurück an die Front, doch seine Mutter hat andere Pläne mit ihm…

Gibrat: MATTÉO # 1 - AUGUST 1914 - 1915

Gibrat erzählt seine Gesichte in stimmungsvoll mit Aquarellfarben kolorierten Bildern und bevölkert sie mit glaubhaften Charakteren. Der Auftakt von “Mattéo“ macht äußerst gespannt auf Band 2 und Band 3.

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Goscinny & Uderzo: Pitt Pistol

Pitt Pistol arbeitet als Bedienung im Wirtshaus “Zum einbeinigen Piraten“. Er träumt davon als Kosar im Auftrag des Königs auf Kaperfahrt zu gehen. Doch er belässt es nicht beim Träumen, sondern er kauft ein schrottreifes Schiff, trommelte eine äußerst bunte Mannschaft zusammen und bricht auf um den berüchtigten Piraten Grünbart zu fangen.

Goscinny & Uderzo: Pitt Pistol

Lange vor ihrem Erfolg mit Asterix kreierten Albert Uderzo und René Goscinny  – nachdem ein erster Versuch mit dem Indianer Umpah-Pah scheiterte – mit Jehan Pistolet alias Jehan Soupole alias Pitt Pistol ihre erste gemeinsame regelmäßig veröffentlichte Comicserie. Die Reihe erschien zunächst 1952 in schwarzweiß in La Libre Junior, der Jugendbeilage der Zeitung La Libre Belgique und anschließend in Pistolin, dem Werbeheft eines Schokoladenkonzerns. Uderzos Zeichenstil ist hier natürlich noch nicht voll ausgereift und schwankt oft etwas unentschlossen zwischen Realismus und Karikatur, wobei eine große formale Nähe zu Al Capps Zeitungsstrip Li’l Abner spürbar ist.

Goscinny & Uderzo: Pitt Pistol

Doch Pitt Pistol ist nicht nur etwas für Comic-Historiker, denn die Geschichten zeigen bereits Goscinnys Meisterschaft spannende und lustige Elemente perfekt aufeinander abzustimmen. In Pitt Pistols Mannschaft tummeln sich übrigens auch zwei Gestalten, die große Ähnlichkeit mit dem Zeichner und dem Texter der Serie haben.

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Die beiden ersten der insgesamt fünf Geschichten um Pitt Pistol erschienen auch noch einmal im französischen Magazin Pilote, sowie in Deutschland bereits ab 1960 in Fix & Foxi und dann erneut Anfang der Neunziger Jahre in der Ehapa-Reihe Collection Al Uderzo. 2005 startete Ehapa eine gebundenen Neuedition der Serie. Hierfür gestaltete Uderzo neue Cover in einem deutlich lockereren Zeichenstil, sowie eine einleitende Seite, die die Figuren vorstellt. Die mit interessanten Hintergrundinformationen garnierte Gesamtausgabe verdient ihren Namen zu Recht, denn sie enthält zusätzlich auch noch die nie in Albumform veröffentlichte 23-seitige Kurzgeschichte Pitt Pistol und der verrückte Erfinder.

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Die Abenteuer von Hergé

Unterteilt in sechszehn Kapitel versucht sich dieses Album an einer Comicbiographie des „Tim und Struppi„-Schöpfers Georges Rémi alias Hergé.

Die Abenteuer von Hergé

Die Autoren rütteln dabei nicht allzu sehr an der Legende des ehemaligen Pfadfinders, denn dazu sind sie selbst viel zu sehr beeinflusst und beeindruckt von den klassischen Abenteuern des pfiffigen Reporters und vor den zahlreichen farbigen Nebenfiguren wie Käpt´n Haddock oder Professor Bienlein. Daher kann dieser Comic bei uns, im Gegensatz zu Frankreich und Belgien, auch problemlos in Hergés Hausverlag Carlsen erscheinen.

Die Abenteuer von Hergé

Bei aller Mäßigung werden aber doch ein paar düstere Punkte in Hergés Vergangenheit angesprochen. Sehr dezent wird mit seinen Frauengeschichten umgegangen und recht amüsant ist Hergés Neid über den großen Erfolg der „Asterix“-Comics. Etwas weniger harmlos ist die Tatsache, dass Hergé nach dem Zweiten Weltkrieg zwar als Kollaborateur verhaftet und angeklagt wurde, weil er während der Besetzungszeit in Belgien für von Deutschen kontrollierte Zeitungen zeichnete. Dank seiner großen Popularität kam er jedoch, im Gegensatz zu Zeitgenossen, die für ähnliche Delikte standrechtlich erschossen wurden, recht schnell wieder frei.

Die Abenteuer von Hergé
Cover der ersten Carlsen Ausgabe

Mittlerweile liegt bereits eine zweite überarbeitete Neuausgabe vor, die im Hardcover-Format veröffentlicht wurde. Nachdem die erste Neuauflage um zwei sehr interessante Kapitel (die in den Jahren 1928 und 1953 angesiedelt sind) ergänzt wurde, gibt es jetzt noch zwei zusätzliche Seiten, die sich mit dem Verhandlungen zwischen Hergé und Steven Spielberg um die Verfilmung beschäftigen.

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Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

1934 startete die “Berliner Illustrirte Zeitung“ (kein Schreibfehler) die Serie “Vater und Sohn“, die zwar ohne Texte auskam, aber durch ihre meist in sechs Panels erzählten Geschichten durchaus als Comic bezeichnet werden kann.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Der in Plauen aufgewachsene Zeichner Erich Ohser signierte die Geschichten mit dem Pseudonym e.o.plauen, da er in der Weimarer Republik Karikaturen gegen die Nazis angefertigt hatte. Ohser stellte die Serie 1937 ein, weil er Angst davor hatte, dass seine Figuren kommerzialisiert werden (was er auch in einem Comic verarbeitete) bzw. von den Nazis noch stärker für Propaganda-Zwecke genutzt wurden.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Der von einem Nachbarn wegen antinationalsozialistischer Äußerungen denunzierte Ohser, beging im Gefängnis Selbstmord, bevor im Volksgerichtshof des Blutrichters Freisler abgeurteilt werden konnte. Seine Serie “Vater und Sohn“ lebte jedoch in der Nachkriegszeit weiter. Viele Lehrer ließen ihre Schüler die Erlebnisse der zweiköpfigen Kleinfamilie in Aufsatzform nacherzählen und 2003 wurden “Vater und Sohn“ auf einer Briefmarke der Bundespost verewigt. Nachdem Ohser insgesamt 192 Comics mit seinen beliebten Figuren zeichnete, wird die Serie nach 77 Jahren fortgeführt.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Marc Lizano (“Das versteckte Kind“) hat sich der Zeichner Ulf K. („Geschichten vom Herrn Keuner„) neue Geschichten ausgedacht und diese dann zu Papier gebracht. Die Figuren hat Ulf K. gut erkennbar neu interpretiert. Nachdem Ohser das Duo 1937 in Richtung Mond entschwinden ließ, steigen sie in den “Neuen Geschichten von Vater und Sohn“ vom Erdtrabanten wieder auf unsere Welt herab.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Die Schmuckfarbe Rot ist nicht die einzige Neuerung, denn Vater und Sohn sind zweifelsohne in unserer Gegenwart angekommen. TV und Computer sind ihnen nicht fremd. Während bei Ohser ein einziges Mal eine Mutter im Comic mitspielte, weilt diese bei Lizano und Ulf K. nicht mehr unter den Lebenden, was in zwei Geschichten einfühlsam thematisiert wird.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Panini hat diese gelungene Neuinterpretation in einem schönen Hardcover-Band herausgebracht, der Appetit auf Fortsetzungen (vielleicht auch von anderen Zeichnern) macht.

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Jeff Smith: Rasl

Noch bevor er 2004 seine auf 1.300 Seiten angewachsene knuffige Fantasy-Serie “Bone“ abgeschlossen hatte, schuf Jeff Smith mit „Shazam! – The Monster Society of Evil“ eine durchaus eigene Version des Superhelden Captain Marvel. Ab 2008 startete Smith dann seine neue Serie „Rasl“, die zunächst in 15 schwarzweißen Comicheften veröffentlicht wurde.

Jeff Smith: Rasl

2015 hat “Tokyopop“ ein Unterlabel namens “Popcom“ ins Leben gerufen. Hier liegt eine schöne farbige Bone-Hardcover-Ausgaben in neun Einzelbänden oder wahlweise auch als Complete Box vor. Ebenfalls zum günstigen Preis erscheint im selben Format eine gebundene 472-seitige Gesamtausgabe von “Rasl“, die genau wie “Bone“ von Steve Hamaker sehr einfühlsam koloriert wurde.

Jeff Smith: Rasl

Rasl ist der (Anti-) Held der Serie und warum er diesen Namen trägt ist am Ende der Geschichte zu erfahren. Er ist eine ehemaliger militärischer Ingenieur, der die verlorenen Tagebücher des mysteriösen Nikola Tesla aufspürt hat. Die schillernde Biographie des vor allem im Bereich der Elektrotechnik tätigen Erfinders Tesla lässt Smith genauso in seine Geschichte mit einfließen, wie das geheimnisvolle “Philadelphia-Experiment“, durch das während des Zweiten Weltkriegs angeblich ein US-Kriegsschiff verschwunden und wieder aufgetaucht sein soll. Im Zentrum der Erzählung steht jedoch Rasl, der durch Teslas Technik immer wieder zu Dimensionssprüngen in parallele Universen aufbricht, dort als Kunstdieb betätigt, aber auch versucht das Leben einer Freundin zu retten.

Jeff Smith: Rasl

Ob die verschachtelte Erzählung voller kultureller Anspielungen  anspruchsvoll ist und sich erst nach mehrmaliger Lektüre voll erschließt oder einfach nur wirres Zeug, muss der Leser selbst entscheiden.

Jeff Smith: Rasl

Smiths genau wie bei „Bone“ im leicht niedlichen Bereich angesiedeltes Figuren-Design, sowie seine Kunst äußerst spannend mit Bildern und oftmals ohne viele Worte zu erzählen, können auch hier beeindrucken.

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