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Lucky Luke – Die Gesamtausgabe: 2013 – 2015

Mit diesem Buch liegt bereits der 27. Band der äußerlich vielleicht nicht gerade wunderschön, doch zumindest einheitlich, aufgemachten Gesamtausgabe von Lucky Luke vor. Die 2003 gestartete Reihe ist somit auf dem neusten Stand und enthält alle Abenteuer, die in den letzten sieben Jahrzehnten über den Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, erzählt wurden.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015Den großen als Morris bekannten Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) beerbte nach dessen Tod der Zeichner Hervé Darmenton, der die Serie als Achdé im klassischen Look sehr werkgetreu weiterführt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Die Hochphase erlebte Lucky Luke als René Goscinny Mitte der 60er Jahre – noch bevor er Asterix schuf – damit begann Lucky Luke zu texten und dem zuvor im Alleingang arbeitenden Morris dadurch eine Last von den Schultern nahm. Nach Goscinnys Tod arbeitete Morris mit ständig wechselnden Szenaristen und bei Achdé ist es ebenso. Der vorliegende Band der Gesamtausgabe enthält drei albenlange von Achdé gezeichnete Geschichten. Zwei handeln von den beliebtesten Nebenfiguren der Serie, den Daltons.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Zuvor waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war. Doch im Lucky-Luke-Album Auf eigene Faust von 2013 sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer…

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Ein starker Wurf erschien ebenfalls 2013 und enthält Geschichten mit Lucky Kid, der nicht unumstrittenen Kiddie-Version der Hauptfigur. Den von Achdé geschriebenen und gezeichneten Band eröffnet eine sechsseitige Geschichte, die mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner antritt, den er noch aus seiner Kindheit kennt.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nahm ihm die Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad austragen muss. Das restliche Album besteht aus zumeist wirklich komischen Onepagern und Strips mit Lucky Kid.

Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons

Meine Onkels, die Daltons erzählte 2015 von Emmett Junior, den nicht eben wohlerzogenen Neffen der Daltons. Dieser ist der Sohn von Emmett Dalton, den es tatsächlich gegeben hatte und der mit seinen Brüdern den Wilden Westen unsicher. Um Emmett Junior aufzupassen, werden die Dalton in den offenen Vollzug versetzt, wobei Lucky Luke als Aufpassen fungiert. Das Resultat ist nicht nur besser als das nicht sonderlich attraktive Titelbild vermuten lässt, sondern amüsanter als die meisten von Achdé gezeichneten Lucky Luke Geschichten.

Lucky Luke - Die Gesamtausgabe: 2013 - 2015

Eine schöne Ergänzung zu den drei längeren Geschichten dieses Bandes der Gesamtausgabe ist die vierseitige Kurzgeschichte Machine Gun Kid. Diese entstand bereits 1999, also lange bevor Achdé offizieller Zeichner von Lucky Luke wurde, und erschien in einem Sammelband mit Hommagen an Morris. Bei uns wurde die amüsante Story, in der Morris höchstpersönlich auftrat, erstmals 2014 in Egmonts Lucky-Luke-Band 92 Ein Menü mit blauen Bohnen veröffentlicht. Hierfür hat Achdé seine Zeichnungen noch einmal etwas überarbeitet und in der Gesamtausgabe liegt diese neue Version erstmals in Farbe vor. Abgerundet wird auch dies Buch der Gesamtausgabe durch interessantes Bonusmaterial.

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Achdé: Lucky Luke # 91 – Ein starker Wurf

Nach Band 89 “Lucky Kid“ folgt hier ein weiteres von Achdé geschriebenes und gezeichnetes Comic-Album mit den Jugend-Abenteuern des Mannes, der schneller als sein Schatten zieht.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Auf dem Backcover ist es allerdings kein Revolver, den der kleine Lucky zieht, sondern eine Steinschleuder. Den Band eröffnet eine etwas längere sechsseitige Geschichte, die zunächst mit einem verregneten Duell beginnt, in dem der erwachsene Lucky Luke gegen einen Gegner, den er schon aus seiner Kindheit kennt, antreten muss.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Mit jenem Billy Badwell alias Billy Bad wollte sich bereits der kleine Lucky Kid duellieren, doch seine Erziehungsberechtigte, die resolute Saloon-Wirtin Martha nimmt ihm seine Steinschleuder ab. Trotzdem kommt es zu einem Duell, das ähnlich verregnet bzw. verwässert endet wie die Konfrontation, die Lucky Luke etliche Jahre später mit dem nicht wirklich erwachsen gewordenen Billy Bad hat.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf
Diese Geschichte ist eine schöne Einstimmung in den Gag-Reigen, der danach folgt. Das restliche Album besteht aus wirklich komischen Onepagern und Strips. Hier tummeln sich neben dem kleinen Lucky Kid auch allerlei weitere Figuren um die der neue Lucky-Luke-Zeichner Achdé die Traditionsserie von Morris bereichert hat. Achdé hat erkannt, dass die Figur des Lucky Kid nicht zu albumlangen Geschichten taugt, was Mitte der Neunziger Jahre fast ganz ohne Beteiligung von Morris in den außerhalb der Serie entstandenen Comics “Oklahoma Jim“ und “Am Fluss der rosa Biber“ versucht wurde, die später als Band 73 und 82 in die “Lucky Luke“-Reihe mit aufgenommen wurden.

Achdé: Lucky Luke # 91 - Ein starker Wurf

Doch als zentrale Figur einer Reihe mit kurzen Gag-Comics, die noch unaufdringlich um kurze Wild-West-Fakten oder dem Motto “Hättest Du das gewusst?“ ergänzt wurden, taugt der kindliche Cowboy allemal.

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Achdé: Lucky Luke # 90 – Auf eigene Faust

Die Wachablösung hat perfekt geklappt. Der neue Lucky Luke Zeichner Hervé Darmenton alias Achdé liefert im Ein- bis Zwei-Jahrestakt Comicalben wie “Schikane in Quebec”, “Die Daltons in der Schlinge“ und “Der Mann aus Washington“ , die sich nicht vor den Meisterwerken verstecken müssen, die einst der große René Goscinny für die Traditionsserie textete. Auch als Zeichner weiß Achdé zu gefallen und seine Bilder sind nicht so steril wie das Spätwerk von Morris.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Die Geschichte stammt genau wie schon “Lucky Luke gegen Pinkerton“ von Daniel Pennac und Tonino Benacquista. Diesmal geht es um die beliebtesten Nebenfiguren der Serie. Bisher waren von den Daltons eigentlich nur der kleine hinterlistige Joe und der gefräßige Averell klar definierte Persönlichkeiten. Jack und William hingegen waren nur dekorative Staffage und hatten dafür zu sorgen, dass das Ganoven-Orgelpfeifen-Quintett lustig anzusehen war.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Doch im neuen Lucky Luke Album sind es Jack und William, die den Aufstand wagen. Sie wollen Joe seine bisher unumstrittene Führungsrolle streitig machen. Das Unfassbare geschieht: Die Daltons trennen sich. Doch zuvor schließen sie eine Wette ab und wer von den Brüdern zuerst eine Million ergaunert hat, ist der neue Anführer.

Achdé: Lucky Luke # 90 - Auf eigene Faust

Dies ist ein origineller Aufhänger für ein Comicalbum voller verrückter Ideen und Situationen. Während Joe weiterhin oldschool-mäßig Banken ausraubt, eröffnet William ein erfolgreiches Spielcasino und William sahnt als korrupter Politiker mächtig ab, während der gefräßige Averell sehr erfolgreich als Gastronom ist. All dies wird so pointiert und geschickt verzahnt erzählt, dass sich um die Zukunft von Lucky Luke keine Sorgen gemacht werden muss!

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Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah

Buddy Longway ist ganz sicher, die klassische Comicserie, die es am meisten verdient hat, ist in dicken Sammelbänden neu aufgelegt zu werden. Was auf den ersten Blick eher so unspektakulär wie eine brave TV-Westernserie für die ganze Familie aussieht, war in den siebziger Jahren mindestens so innovativ, wie die abgefahrenen Fantasy-Comic-Trips von Moebius, Druillet & Co.

Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah

Der Schweizer Zeichner Derib (Yakari, Go West) erzählt in seinem ersten im Alleingang gestalteten Comic vom Trapper Buddy Longway, der sich in die Indianerin Chinook verliebt und mit dieser in der Wildnis eine Familie gründet. Die sehr spannend in Szene gesetzten Geschichten vermitteln unaufdringlich Deribs Liebe zur Natur und rufen zu einem toleranten Miteinander auf.

Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah

Der zweite Band der Gesamtausgabe enthält wieder vier albenlange in sich abgeschlossene Geschichten. Das Buch trägt den Untertitel Kathleen und Jeremiah, denn im Zentrum stehen die beiden Kinder von Buddy und Chinook. In der Geschichte Das Geheimnis entdeckt Jeremiah einen Indianer namens White Crow, der sich in einer Höhle vor seinen Stammesgenossen versteckt. Ohne seine Eltern davon zu informieren versorgt Jeremiah den Indianer mit Wasser und Verpflegung. Nachdem er dabei beobachtet wird, eskaliert der Konflikt…

Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah

Eins der Highlights innerhalb der Serie ist die Geschichte Der Elch. Hier tritt erstmals Kathleen auf, die kleine Tochter von Buddy und Chinook. Im Zentrum der Handlung stehen jedoch Buddy und sein Sohn Jeremiah, die zu einem Jagd-Ausflug aufbrechen. Sie treffen dabei auf zwei Elche, die wütend aufeinander losgehen. Dabei wird der unterlegende Elch lebensgefährlich verletzt. Buddy und Jeremiah versuchen ihn von seinem Leiden zu erlösen, doch das wird ihnen durch den dominanten anderen Elch nicht eben leicht gemacht. Noch stärker als sonst verzichtet Derib in Der Elch auf Texte. Er erzählt hauptsächlich durch seine beeindruckend in Szene gesetzten Bildkompositionen, die immer wieder das seinerzeit übliche starre Comic-Layout sprengen.

Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah
Gastauftritt von Jean Giraud alias Moebius

Auch die Alben Pferde im Winter, in dem Buddy und Kathleen ein Abenteuer im eiskalten Winter erleben, sowie “Feuerwasser“, in der Jean Giraud (Blueberry) alias Moebius einer Nebenfigur als Vorlage dient, sind großartig erzählt.

Derib: Buddy Longway – Gesamtausgabe 2: Kathleen und Jeremiah
Hommage von Dany

Genau wie im ersten Band dieser vorbildlich editierten Gesamtausgabe, gibt es auch wieder zusätzliche Skizzen, Illustrationen und Comicseiten, sowie Texte in denen diesmal unter anderen der Comiczeichner Dany ein Loblied auf seinen Kollegen singt.

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Joker Anthologie

Mit der “Batman Anthologie“ erschien bei Panini ein interessant zusammengestellter Sammelband mit einigen der schönen und markantesten Geschichten des Dunklen Ritter. So mancher Leser wird sich jedoch gefragt haben, warum der Joker, als schillerndster Gegner von Batman, in diesem dicken Buch kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso gut gelungene “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgten eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

Joker Anthologie

Das Titelbild stammt auch hier von Alex Ross (Marvels, Kingdom Come). In achtzehn chronologisch geordneten in sich abgeschlossenen Geschichten erzählt das Buch wie der mit Abstand interessanteste Comic-Bösewicht 1940 in Batman # 1 seinen ersten großen Auftritt hatte und sich danach in mehr als sieben Jahrzehnten zu einem Charakter entwickelte, der auch außerhalb der Comics Karriere machte.

Joker Anthologie

Bemerkenswerterweise war es die aus heutiger Sicht erschreckend trashige “Batman“-TV-Serie, die 1966 den seit mehr als 10 Jahren aus den Comics verbannten Joker aus der Versenkung hervor holte. Durch politischen Druck hatte sich die Comic-Industrie ab 1954 mit dem Comics Code eine Selbstzensur auferlegt, um dadurch nicht mehr als “jugendgefährdend“ zu gelten. Diesem Diktat fiel auch der oft sehr verstörend agierende Joker zum Opfer. Erst nachdem ihn Cesar Romero so markant im Fernsehen verkörperte, trat der Joker auch wieder in den Comics auf.

Joker Anthologie

Eine Art Gegenbewegung zur TV-Serie waren die von Dennis O’Neil geschriebenen und von Neal Adams gezeichneten Batman-Comics. Diese machten Anfang der Siebziger Jahre aus Batman einen halbwegs realistischen oft auch als Detektiv tätigen Helden. Zu diesem Konzept passte der Joker nur bedingt. Er sollte erst 1973 in der letzten Story von O’Neil und Adams erzählten Batman-Story “Jokers fünffache Rache“ auftreten, die in dieser Anthologie auch enthalten ist.

Joker Anthologie

Einen großen Einfluss hatte auch ab 1992 die Zeichentrick-Episoden der TV-Reihe “Batman: The Animated Series“. Hier trat erstmals Jokers Komplizin Harley Quinn auf und der prägnante cartoonige Look schlug sich auch im Comic nieder. Die “Joker Anthologie“ enthält ein interessantes Beispiel dafür. Die in diesem Buch enthaltene Short Story “Nächtliches Gelächter“ wurde geschrieben von Paul Dini, dem wohl wichtigsten Autor der “Animated Series“, während es John Byrne sehr gut gelingt den Trickfilm-Stil zu treffen, aber auch eigene Akzente zu setzten.

Joker Anthologie

Das Kernstück des 370-seitigen Buchs dürfte der erstmals auf Deutsch veröffentlichte 65-seitige Comic “Der Mann, der lachte“ von Ed Brubaker (“Gotham Central“) und Doug Mahnke sein. Der Titel wurde vom Stummfilm “The Man, who laughs“ übernommen, dessen von Conrad Veidt gespielte tragische Titelfigur eine der Inspirationsquellen für den Joker war.

Joker Anthologie

Brubaker und Mahnke orientieren sich bei ihrer abwechselt von Commissioner Gordon und Batman erzählten Geschichte aber auch an einem weiteren Klassiker: “Batman: Year One“ von Frank Miller und David Mazzucchelli.

Joker Anthologie

Auch ansonsten enthält das Buch so manches Kabbinettstückchen, wie etwa die von Brian Bolland (“The Killing Joke“) auf 2 Seiten brillant gestalteten Seiten erzählte Origin des Jokers.

Joker Anthologie

Der Joker dürfte auch weiterhin eine der interessantesten Comicfiguren überhaupt bleiben, was sich auch dadurch zeigt, dass sich Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Heath Ledger, Jared Leto („Suicide Squad„) oder Mark Hamill (als Sprecher bei “Batman – The Animated Series“) erfolgreich um die Rolle bemüht haben.

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Helmut Nickel: Peters seltsame Reisen

Eben noch war der kleine Peter vertieft in die Lektüre von Piccolo-Heftchen, dann schickte Mutti ihn “Brot von gestern“ (wir befinden uns im noch nicht voll erblühten Wirtschaftswunder-Deutschland) und plötzlich trifft er auf den Comichelden Akim. Doch damit nicht genug. Auf 108 Seiten tritt Peter wahrhaft eine “seltsame Reise“ an und hat abenteuerliche Begegnungen mit so ziemlich jedem Heroen der Populärkultur, seien es Die drei Musketiere von Alexandre Dumas oder Hansrudi Wäschers Weltraumfahrer Nick.

Helmut Nickel: Peters seltsame Reisen

Die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte der spaßigen Abenteuergeschichte “Peters seltsame Reisen“ von Helmut Nickel (Robinson)  ist verzwickt und wird in gleich drei Vorworten dieses Bandes umfassend dokumentiert. Die Serie erschien ab 1958 in den Magazinen “Harry – Die bunte Jugendzeitung“ und “Hörni“ mal farbig, mal schwarzweiß und gelegentlich auch gekürzt. Anlässlich des Besuches von Helmut Nickel auf dem Comicfestival München (hier erhielt er den Comicpreis PENG! für sein Lebenswerk und wurde mit einer Ausstellung im Deutschen Jagd- und Fischerei Museum geehrt) hat Eckart Schott das Wagnis unternommen erstmals eine Gesamtausgabe von “Peters seltsame Reise“ zu veröffentlichen.

Helmut Nickel: Peters seltsame Reisen

Tatkräftige Unterstützung erhielt er vom Nickel-Experten Detlef Lorenz, der ein fachkundiges Vorwort schrieb, von Gerhard Förster, der sich auf die Jagd nach den verlorenen Peter-Seiten machte, und von Gerhard Schlegel (Laska), der nicht nur dreiundzwanzig zuvor in schwarzweiß veröffentlichte Seiten kolorierte, sondern die Comicseiten am Computer auch restaurierte und falsche Einfärbungen korrigierte. Die Mühen haben sich gelohnt, denn Helmut Nickel gelingt es den Leser gemeinsam mit Peter mühelos von einer in die nächste Abenteuerwelt zu schicken. Er hat zudem auch noch einen zeitlos modernen äußerst lockeren Zeichenstil und gestaltete für das Album sogar ein neues Schlussbild.

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Die Kunst zu fliegen

Im Mai 2001 stürzte sich Antonio Altarriba Lopes aus dem vierten Stock seines Altersheims. Er hinterließ einen Sohn, der ebenfalls Antonio heißt, sowie einige beschriebene Blätter mit seinen Lebenserinnerungen. Antonio Altariba jr. (Ich, der Mörder) verarbeitete die Trauer über den Tod seines Vaters zu einem Comic-Skript, welches der Zeichner Kim in ebenso detaillierte wie inspirierte schwarzweiße Bilder umsetzte.

Die Kunst zu fliegen

Im Comic schlüpft Antonio Altarriba in die Haut seines Vaters, weil er “schon immer in ihm gewesen war, denn ein Vater besteht aus seinen möglichen Kindern“ und er “war das einzige Kind, das meinem Vater möglich war.“ Er kommt dabei zu der Erkenntnis, dass “obwohl es nur wenige Sekunden zu dauern schien“ sein Vater für den “Sturz aus dem vierten Stock neunzig Jahre brauchte.“

Die Kunst zu fliegen

Daher stellte Altarriba den Kapiteln, in denen er chronologisch aus dem Leben seines Vaters erzählt, Bilder voran, die zeigen wie dieser langsam an der Fassade des Altersheims entlang in die Tiefe stürzt. Dieses Gleichnis macht durchaus Sinn, denn die Biografie von Altarribas Vater ist alles andere als die Erfolgsstory eines Aufsteigers. Nach vergeblichen Versuchen das freundlose Dorf seiner Jugend zu verlassen, kämpft Antonio Senior in den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs zunächst auf der Seite Francos und wechselt dann zu den Anarchisten, landet in einem französischen Lager, entkam den Deutschen und verzweifelte schließlich an der drögen Tristesse des Nachkriegs-Spanien.

Die Kunst zu fliegen
Doch ganz ohne Hoffnung verläuft das Leben nicht, auch wenn die erfreulichen Momente, die für den dringend benötigten Lebensmut sorgen, nur von kurzer Dauer sind. Altarriba schöpfte auch Kraft daraus, dass es ihm – trotz seiner frömmelnden Ehefrau – gelang, seinem Sohn einige anarchistische Tugenden mit auf den Lebensweg zu geben.

Die Kunst zu fliegen
“Die Kunst zu fliegen“ erzählt Geschichte im Großen wie im Kleinen so souverän und mitreißend wie kaum ein Werk der Weltliteratur.

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Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier

Der 16. Band von Paninis Manara Werkausgabe enthält gleich drei albenlange Geschichten, die zeigen, dass der italienische Star-Zeichner in allen Genres einsetzbar ist.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier

Der Höhepunkt ist zweifelsohne der 1982 von Milo Manara im Alleingang realisierte Western “Mann aus Papier“.  Hauptfigur ist ein naiver junger Mann, der allerlei seltsame Abenteuer erlebt. Er trifft auf einen kauzigen englischen Offizier und einen noch seltsameren eigentlich sehr frommen älteren Herren, der bei Regen zum Berserker wird.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier

Am meisten beeindruckt ist der Jüngling jedoch von der attraktiven Indianerin “Weißer Hase“, die ihm scheinbar die kalte Schulter zeigt und neckisch “Gelbhaar“ oder schlimmer noch “Mann aus Papier“ nennt. Der Grund hierfür ist, dass der junge Mann ein Foto seiner geliebten Gwendoline mit sich herumträgt. “Weißer Hase“ zieht daraus die logische Schlussfolgerung, dass – da “Gelbhaar“ eine Frau aus Papier liebt – er selbst ein Mann aus Papier sein muss.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier
1988 erschien „Mann aus Papier bei Schreiber & Leser

Mit spielerischer Leichtigkeit gelingt Manara eine ebenso spannende, wie skurrile und lustige Geschichte, die auch zeichnerisch zu seinen Meisterwerken gehört. “Mann aus Papier“ entstand für den französischen Verlag Dargaud. Zu einer geplanten Fortsetzung kam es leider nicht, nachdem Dargaud von einer katholisch geprägten Verlagsgruppe übernommen wurde, die kein Interesse an Comics mit erotischen Frauen hatte.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier
1991 erschien „Der Schneemensch“ bei Feest

Beim zweiten in diesem Sammelband enthaltenen Comic fungierte Manara nicht als Autor. “Der Schneemensch“ ist eine von Alfred Castelli geschriebene eher konventionelle (und schlimmer noch ganz ohne weibliche Hauptfiguren auskommende) Geschichte über eine Himalaya-Expedition, die 1978 für die italienische Comic-Serie “Ein Mann ein Abenteuer“ entstand.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier
Flucht von Pirandesi

Den Abschluss des Bands bildet der 2002 von Manara geschriebenen und getexteten Comics “Flucht von Piranesi“.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier
2003 erschien „Piranesi“ bei der Edition Erotik (Verlag Schreiber & Leser)

Inspiriert wurde die Science Fiction Geschichte u. a. von Moebius und sollte, genau wie dessen “Sternenwanderer“, zumächst Werbung für ein Auto, in diesem Fall den “Mini“ machen. Daraus wurde dann doch nicht, aber was das verwirrende Storytelling betrifft (irgendwie geht es um Genmanipulation), kann Manara locker bei Moebius mithalten, allerdings ist auch sein Artwork nahezu ebenbürtig.

Manara Werkausgabe 16: Der Mann aus Papier

Abgerundet auch dieser Band der Werkausgabe durch interessante Texte und viele wunderschöne oft ganzseitige Illustrationen.

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Django Unchained als Comic

Comics zum Film sind zumeist ein fades Abfallprodukt zum Blockbuster (Ausnahmen wie der “Alien – Der Comic zum Film“ bestätigen die Regel). Doch der Comic zu Quentin Tarantinos Kinoerfolg “Django Unchained“ ist etwas ganz Besonderes, was auch Tarantino in seinem Vorwort zum Ausdruck bringt, denn dieser liebt nicht nur Comics, sondern “ganz besonders“ Western-Comics.

Django Unchained als Comic

Die Comicadaption von “Django Unchained“ erzählt nicht nur die aus dem Kino bekannte Handlung nach. Das Buch enthält auch einige von Tarantino geschriebene Sequenzen, die es nicht in den Film geschafft haben, wie etwa eine schön in Szene gesetzte Kurzfassung der Nibelungensage. Am Interessantesten dürfte jedoch die ausführliche Schilderung der tragischen Ereignisse sein, die dazu führten, dass die schöne Sklavin Broomhilda von Shaft in die Hände des skrupellosen Plantagenbesitzers Calvin Candie geriet.

Django Unchained als Comic

Gezeichnet wurde dieser Director’s Cut, der dank seiner sorgfältigen Machart erst Monate nach dem Start des Films komplett vorliegt, großteils von R. M. Guéra. Dieser wurde 1959 in Belgrad als Rajko Miloševic geboren und hatte seit frühster Jugend den Spitznamen “Gera“. Er las schon als Kind viele Comics und wurde ganz besonders inspiriert vom Westernklassiker “Leutnant Blueberry“, der von Jean-Michel Charlier getextet und von Jean Giraud alias Moebius gezeichnet wurde. In Jugoslawien veröffentliche er einige von Sergio Leone inspirierte Western-Comics. Als 1991 die Jugoslawienkriege ausbrachen, zog er nach Barcelona und nannte sich fortan R. M. Guéra. Sein größter bisheriger Erfolg ist die in der Gegenwart angesiedelte Western-Reihe “Scalped“, die in den USA erfolgreich bei DC Vertigo erschienen ist.

Django Unchained als Comic
R. M. Guéra auf dem Comicfestival München

Tarantino-Erfahrung hatte Guéra auch schon vor “Django Unchained“, denn er zeichnete als Werbung zum Film für den Playboy einige Seiten einer Comic-Adaption von ”Inglourious Basterds” (auch hier erzählte er eine Episode, die nicht im Film enthalten war). Guèra war 2013 auf dem Comicfestival München zu Gast. Dort hatte er einige seiner schönsten Comicseiten aus “Django Unchained“, die übrigens alle noch keine Sprechblasen enthielten, für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt und stand auch für ein Gespräch zur Verfügung. Hier war zu erfahren, dass Guéra den Comic gezeichnet hatte, ohne die Filmvorlage zu kennen und daher die Comicfiguren unabhängig von dem Aussehen der zugehörigen Darsteller entwickelt hatte.

Django Unchained als Comic

Der schön aufgemachte Hardcover-Band von Eichborn enthält nicht nur den Inhalt der sechs US-Hefte, sondern auch noch einige von Guèras Skizzen, sowie zahlreiche Coverillustrationen, die von bekannten Comickünstlern wie Jim Lee, Alex Ross (Marvels, Kingdom Come). Guillem March oder Frank Quitely gestaltet wurden.

Django Unchained Comic
Frank Quitely

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Suite française

60 Jahre hat es  gedauert bis die zwei Romane “Sturm im Juni“ und “Dolce“ der französischen Bestsellerautorin Autorin Irène Némirovsky nach ihrer Niederschrift endlich erschienen sind. Die jüdische Schriftstellerin wurde 1942 von der Polizei im von Deutschen besetzten Frankreich verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Einen Monat später starb sie dort an Typhus. Denise und Elisabeth Némirovsky bewahrten 50 Jahre lang einen Koffer ihrer Mutter auf, in dem sich ein in Leder gebundenes Buch befand. Sie trauten sich lange Zeit nicht das vermeintliche Tagebuch zu lesen und waren erstaunt, als sie in der Kladde stattdessen die Niederschrift von zwei Romanen vorfanden.

Suite française
Irène Némirovsky

2004 schließlich erschienen die beiden Bücher – Némirovsky plante einen aus fünf Romanen bestehenden Zyklus – gemeinsam unter dem Titel “Suite française“ und wurden zum Weltbestseller. Mittlerweile ist bei btb eine schöne, preiswerte, kleinformatige, in Leinen gebundene Edition mit Leseband erschienen, die als Anhang eine umfangreiche Dokumentation mit Hintergrundinformationen enthält.

Suite française

Némirovsky beschrieb in “Suite française“ detailreich und fast schon dokumentarisch den Zusammenbruch der französischen Gesellschaft während und nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht. Dabei ist es angesichts des großen Ensembles nicht immer leicht den Überblick zu behalten, doch wer sich auf die Lektüre einlässt, wird als Leser reich belohnt und zum Zeitzeugen eines düsteren Stücks europäischer Geschichte.

Suite française

Ein guter Einstieg in das Werk sind zwei gelungene Adaptionen. Beim Verlagshaus Jacoby & Steward ist eine Comic-Version von Némirovskys ersten “Suite française“-Roman “Sturm im Juni“ erschienen. Diese stammt von Emmanuel Moynot, dessen Zeichenstil an den großen Jaques Tardi (“Elender Krieg 1914 – 1919“, “Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB“) erinnert, weswegen dieser ihn auch zu seinem Nachfolger bei den Comic-Adaptionen von Léo Malets Kriminalromanen um den Detektiv Nestor Burma (“120, Rue de la Gare“) kürte.

Suite française

Bei seinem Comic “Sturm im Juni“ arbeitet Emmanuel Moynot mit klaren oft sehr lässig hingehauenen Zeichnungen, die durch die Grautöne von Chantal Quillec wie Standbilder aus einem Schwarzweiß-Film der vierziger Jahre wirken. Das schafft die richtige Atmosphäre für die breitangelegte Darstellung des Schicksals von drei französischen Familien, die 1940 versuchen der heranrückenden Wehrmacht zu entkommen. Am Anfang des Comic-Buchs befindet sich eine Übersicht über die Hauptfiguren, was den Einstieg in die vielschichtige Geschichte erleichtert.

Suite française

Irène Némirovskys zweiter “Suite française“-Roman “Dolce“ diente als Vorlage für den großteils in Belgien gedrehten britisch-französisch-kanadischen Kinofilm “Suite française – Melodie der Liebe“. Diese Schilderung der deutschen Besetzung eines französischen Dorfs ist u. a. mit Kristin Scott Thomas, Tom Schilling, Sam Riley und Heino Ferch großartig besetzt. Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf die problematische Liebesgeschichte zwischen der jungen unglücklich verheirateten Lucile Angellier (Michelle Williams) und dem musisch veranlagten Wehrmachts-Offizier Bruno von Falk (Matthias Schoenaerts), der im Zivilleben Komponist war.

Suite française
Michelle Williams und Matthias Schoenaerts

Vor dem Hintergrund dieser Love Story vernachlässigt der britische Regisseur Saul Dibb (“Die Herzogin“) keineswegs den zeitgeschichtlichen Hintergrund. Sein Film erzählt auch vom fragilen alles andere als sozial gerechten Machtgefüge im Dorfe, das durch die deutschen Besatzer erheblich ins Schwanken gerät. Film und Comic sind eine gute Grundlage um danach zu Irène Némirovskys großartiger Prosa zu greifen und noch tiefer in die Materie einzudringen.

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