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Watchmen

Ende der Achtziger Jahre revolutionierte Frank Miller mit seiner Batman-Version „Der dunkle Ritter kehrt zurück„, die er auch eigenhändig zeichnete, die (US-) Comicwelt. Doch ein noch größeres Meisterwerk schuf der Engländer Alan Moore („From Hell„,  „V wie Vendetta„) mit seinem Superhelden-Epos um die Watchmen.

Watchmen

Alan Moore stellt in seiner 12-teiligen Miniserie die berechtigte Frage, wer denn die Wächter überwacht und die noch berechtigtere Frage, ob unsere Welt tatsächlich besser wäre, wenn es Superhelden gäbe. Die Antwort ist ernüchternd, denn Moores kostümierte Helden, die eigens für diese Serie erfunden wurden und ansonsten niemals wieder auftauchten, scheitern auf mannigfaltige Art. Die teilweise wirklich berührenden Einzelschicksale schildert Moore unglaublich filigran verzahnt und liefert auch immer wieder Dokumente über die Hintergründe seiner sorgfältig durchdachten Parallelwelt. Moore gelang ein Meisterwerk, das immer wieder mit Gewinn gelesen werden kann und sollte!

Watchmen
Während Frank Millers „Der dunkle Ritter kehrt zurück“ seinerzeit im US-Heftformat als deutsches Tradepaperback sogar die „Spiegel“-Bestsellerliste erklomm, wurde „Watchmen“ gleichzeitig bei Carlsen in sechs viel zu großen Comicalben unter dem Titel „Die Wächter“ veröffentlicht. Diese waren auch noch mit den bonbonbunten Covern versehen, die für die französische Ausgabe entstanden sind und so gar nichts mit Dave Gibbons ansonsten verlässlich präzisen Zeichnungen gemein hatten.

WatchmenDoch Schwamm drüber, danach gab es bei Carlsen zum Glück einen angemessenen gestalteten Hardcoverband, der das gesamte Epos enthielt und mittlerweile vergriffen ist. Noch eine Ecke gelungener ist die neu übersetzte Ausgabe von Panini. Hier sind in einem 20-seitigen Anhang auch noch zusätzlich diverse Cover (auch jene bonbonfarbenen) abgebildet und ferner gibt es zu jedem Kapitel noch einmal einige recht aufschlussreiche Anmerkungen.

Watchmen Absolute Edition
Watchmen Absolute Edition

Pünktlich zum Start von Zack Snyders erstaunlich werkgetreuer “Watchmen“-Verfilmung legt Panini noch einmal kräftig nach. Neben dem atemberaubend schönen Artbook “Watching The Watchmen: Entstehung einer Graphic Novel“ erscheint auch noch eine “Watchmen Absolute Edition“ als überformatige (33 x 22 cm) 468-seitige Hardcover-Edition im Schuber. Jede Seite des Comics wurde vom damaligen Koloristen John Higgins digital und in Abstimmung mit Dave Gibbons noch einmal neu koloriert. Außerdem sind Skizzen, Entwürfe und Auszüge aus Alan Moores Originalskript enthalten.

2013 erschien unter dem Titel “Before Watchmen“ eine umstrittene Prequel-Serie zum Klassiker.

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The Silver Age of DC Comics

Große Freude kam bei mir auf, als zu erfahren war, dass der Taschen Verlag seinem riesigen Prachtband “75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking“ nicht – wie sonst oft üblich – eine kleinformatigere preiswerte Softcover-Ausgabe folgen ließ. Mit „The Golden Age of DC Comic“ wurde eine fünfbändige DC-Enzyklopädie gestartet, die sich noch ausführlicher mit jenem Comic-Verlag beschäftigt, der durch Helden wie Superman oder Batman das Comicheft salonfähig machte.

The Silver Age of DC ComicsZuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in den Zeitungen, doch nach dem riesigen Erfolg von Action Comics # 1 im Juni 1938 mit dem ersten Auftritt von Superman, war klar dass Comics mehr als nur eine Zeitungs-Beigabe sind. Comichefte wurden zu einem riesigen Geschäft.

The Silver Age of DC ComicsDie Superhelden zogen in ihren Abenteuern auch mit in den Zweiten Weltkrieg, oftmals noch bevor die Amerikanischen Streitkräfte in der Realität in Europa oder Asien aktiv wurden. Nach Ende des Krieges erlahmte das Interesse an den kostümierten Helden und das sogenannte “Golden Age“ ging zu Ende. Andere Comic-Genres wie die Funny Animals, hier speziell die Entengeschichten von Carls Barks, oder die auch an erwachsene Leser adressierten Kriegs- und Horror-Hefte aus dem Hause EC weckten größeres Interesse. Letztere riefen Jugendschützer auf den Plan und der Comics Code, eine Art freiwillige Selbstzensur der Verlage, sorgte dafür, dass die Comics wieder kindischer (aber gelegentlich auch – wie im Falle des MAD-Magazines – satirischer) wurden.

The Silver Age of DC ComicsMitte der Fünfziger Jahre starteten die DC-Superhelden wieder durch. In den Heften Showcase # 4 und # 22 erschienen modernisierte Version von Flash, dem schnellsten Menschen der Welt, und vom allmächtigen Helden Green Lantern, der jetzt durch eine zivile Tätigkeit als Testpilot etwas geerdet wurde. Helden-Truppen wie die Justice League of America wurden so beliebt, dass DCs Konkurrent Marvel seine Fantastic Four startete. Den größten Popularitätsschub bekam allerdings Batman. Eine in den Sechziger Jahren ungemein populäre TV-Serie mit Adam West zeigte den Fledermaus-Mann nicht als Dark Knight sondern als knallbunte Pop-Art-Figur, deren Abenteuer allenfalls sehr kleine Kinder spannend und die restlichen Zuschauer höchst amüsant fanden. Durch diese TV-Serie wurden auch viele DC-Comics knallbunt und infantil. Erst durch die realitätsnahen Geschichten von Denny O’Neil und Neal Adams, die das “Bronze Age“ einläuteten, erholten sich die DC-Helden von dieser Entwicklung.

The Silver Age of DC ComicsIn “The Silver Age of DC Comics” dokumentiert Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Chef bei DC war, auf 400 reich bebilderten Seiten dieses hochinteressante Comic-Zeitalter. Der Band ist gegenüber dem schwergewichtigen Werk “75 Jahre DC Comics“ sehr viel lesefreundlicher. Dies liegt zum einen daran, dass er komplett auf Deutsch übersetzt wurde, aber auch am etwas kleineren Format. Zudem sind zahlreiche neue Abbildungen, Texte sowie ein Interview mit Neal Adams enthalten. Es darf sich schon auf die drei weiteren DC-Bände zum Bronze-, Dark- und Modern-Age gefreut werden.

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75 Years of DC Comics

Es war das größte Paket, das ich je erhalten hatte. Der Paketbote hatte ganz schön zu schleppen und schon die Verpackung war spektakulär. Das gewaltige 30 x 40 cm große 720-seitige Werk steckte in einem Schuber, der zugleich auch ein Koffer war. Doch auch der Inhalt konnte begeistern.

75 Years of DC ComicsDer Comicautor Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Präsident von DC war, fasst die 75-jährige Geschichte der Superhelden-Schmiede zusammen. Im Buch ist dieser Text in Englisch enthalten, doch ein knapp hundertseitiges ebenfalls farbig bebildertes Büchlein enthält die deutsche Übersetzung (allerdings leider nicht zu den meist ebenfalls sehr interessanten Kommentaren zur reichhaltigen Bebilderung).

75 Years of DC ComicsLevitz konzentriert sich in seinen Texten auf das Wesentliche, wobei er die selbst bei DC erlebte Zeit natürlich deutlich lebendiger zu Papier bringt als etwa das Eröffnungskapitel “The Stone Age“ (“Die Steinzeit“), das recht knapp jene Zeit vor dem ersten Auftritt Supermans in “Action Comics # 1“ schildert.

75 Years of DC ComicsSehr viel schwärmerischer wird das danach anbrechende “Golden Age“ geschildert, das den Siegeszug der Comichefte einläutete und Superman schon recht bald weitere Helden wie Batman, Wonder Woman oder den schnellen Flash an die Seite stellte. Dass die Superman-Schöpfer Jerry Siegel und Joe Shuster 1938 mit einem Taschengeld abgespeist und erst sehr viel später namentlich in den Comics genannt wurden und Tantiemen erhielten wird immerhin nicht völlig verschwiegen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Superhelden schon langen vor den US-Truppen gegen die Achsenmächte kämpften, erlebten die Helden eher alberne Abenteuer an der Heimatfront, bevor 1956 schließlich das “Silver Age“ eingeläutet wurde. Das DC-Heft “Showcase“ präsentierte modernisierte Versionen von angestaubten Helden wie Flash oder Green Lantern. Das lief so gut, dass auch die Konkurrenz Marvel auf den Geschmack kam und DC mit stärker in der US-Realität verankerten Helden wie Fantastic Four oder Spider-Man recht bald den Rang ablief.

75 Years of DC Comics
Foto: Promo

Doch eine bewusst trashige TV-Serie mit Adam West machte Batman Ende der Sechziger Jahre zum Millionen-Seller und DC fit für das 1970 beginnende “Bronze Age“. Hier war der Verlag mit einer von Denny O´Neil getexteten und von Neal Adams gezeichneten Serie in der Green Lantern und Green Arrow nicht nur mit Rassenhass und Drogenmissbrauch konfrontiert – sondern auch in ihrer Heldenfunktion hinterfragt wurden – voll auf der Höhe der Zeit.

75 Years of DC ComicsAuch im – nicht von allen Comichistorikern anerkannten – “Dark Age“ hatte DC ab 1984 die Nase vorn und veröffentlichte bahnbrechende düstere Meisterwerke wie Frank Millers “The Dark Knight Returns“ oder “Watchmen“ von Alan Moore und Dave Gibbons, was auch Hollywood nicht verborgen blieb. Das “Modern Age“ lässt Levitz schließlich im Jahre 1998 beginnen und setzt aktuell auch weiterhin große Hoffnungen auf den Marvel-Flüchling Jim Lee, der für DC erfolgreiche Serien mit Batman und Superman zeichnete. Ein eher nichtsagender Ausblick auf das “Digital Age“ schließt das im Anhang noch mit interessanten Kurzbiografien zu wichtigen DC-Persönlichkeiten ergänzte Buch ab.

75 Years of DC ComicsJedes Kapitel wird mit dicken glänzenden goldenen, silbernen oder bronzenen Pappseiten eingeleitet und enthält außerdem zu jedem “Zeitalter“ noch eine Klappseite mit tabellarischer Übersicht. Zusätzlich gibt es außerdem jeweils noch unglaublich reich bebilderte Anhänge, die sich vertiefend mit einzelnen Superhelden aber auch Künstlern wie Bob Kane, Neal Adams oder Frank Miller des jeweiligen Zeitraums beschäftigen.

75 Years of DC ComicsDie im Buch reproduzierten Comiccover gewinnen durch das Riesenformat aber auch dadurch, dass hier meist Hefte mit leichten Gebrauchsspuren abgebildet wurden.  Aufmachung, Gliederung und Bebilderung machen “75 Jahre DC Comics“ zu einem einzigartigen Buch, das seinem Riesenformat voll gerecht wird.

75 Years of DC Comics
Taschen präsentiert außerdem eine fünfbändige ergänzte Neuauflage von “75 Jahre DC Comics“. Die kleinformatigeren Bücher zum “Golden Age“, “Silver Age“, “Bronze Age“, “Dark Age“ und zum “Modern Age“ enthalten Interviews mit den in den jeweiligen Zeitaltern besonders aktiven Comicschaffenden Joe Kubert, Neal Adams, Denny O’ Neil, Jeanette Kahn und Jim Lee sowie über 1000 zusätzliche Abbildungen!

75 Years of DC Comics

Doch natürlich ist 150 Euro für den Prachtband eine Menge Holz. Daher hat Taschen noch vor Abschluss der fünfbändigen Ausgabe eine deutlich preiswertere Ausgabe von “75 Years of DC Comics“ herausgebracht. Dieses ist mit 25 x 34 cm zwar etwas kleiner, enthält jedoch alle 720 Seiten der Originalausgabe und der Preis mit knapp 50 Euro beträgt nur ein Drittel der Erstausgabe.

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Star Wars Classic Comics

Der erste Comic zu Star Wars erschien bei uns 1978 beim Williams Verlag noch unter dem damaligen Filmtitel Krieg der Sterne. und war eine Adaption jenes Filmes, der heute den Titel Episode IV – Eine neue Hoffnung trägt. Dieser Comics entstand bei Marvel und wurde gezeichnet und veröffentlicht bevor der Film in die Kinos kam. Dem Autor Roy Thomas (75 Years of Marvel Comics) diente das Drehbuch von George Lucas als Vorlage, da der Film noch gar nicht in den Kinos lief, als er bereits an der Comic-Adaption arbeitete. Daher ließ Thomas den Zeichner Howard Chaykin Situationen in Szene setzen, die im Film gar nicht zu sehen sind (obwohl sie teilweise gedreht wurden).

Star Wars Classic Comics

So gab es im Comic (aber auch im Roman zum Film) einige zusätzliche Szenen in denen Luke Skywalker mit seinem Jugendfreund Biggs zusammentrifft, der ebenfalls als Kampfpilot dabei war als der Todesstern angegriffen wurde, dies aber nicht überlebte. Howard Chaykin war für den Comic-Fan George Lucas der Wunschkandidat für die Comic-Adaption von Star Wars. Der Zeichner fertigte 1976 für den San Diego Comic Con auch ein Plakat an, das neugierig auf den Film machen sollte (und machte!).

Star Wars Classic Comics

Als George Lucas 1997 eine überarbeitete Version von Star Wars- Episode IV in die Kinos brachte, entstand auch eine neue Comicversion des Filmes. Hier war der begnadete Al Williamson als Tuscher beteiligt, der die definitiven Comicversionen zu Episode V und Episode VI aber auch zu Dino de Laurentiis´ Flash Gordon zeichnete. Diese neue Adaption wirkt sehr viel glatter, geleckter und gleichgeschalteter als die wild und frei anmutende 70er-Version von Chaykin, der es danach noch doller treiben durfte als Star Wars bei Marvel  einfach frisch, fröhlich und ohne Oberaufsicht von George Lucas fortgesetzt wurde. Was Luke, Han und Leia hier erleben hat nichts mit den Ereignissen aus Das Imperium schlägt zurück oder Die Rückkehr der Jedi-Ritter zu tun“. Es wird z. B. eine galaktische Variante zum Westernklassiker Die glorreichen Sieben erzählt, in der Han Solo an der Seite eines 1,80 m großen grünen Hasen namens Jaxxon kämpft.

Star Wars Classics, Bd. 1: Doomsworld
Band 1 von Paninis Reihe Star Wars Classics enthält die ersten 10 Star Wars-Comichefte (und somit sämtliche Arbeiten von Howard Chaykin für diese Reihe), wobei in Band 1 bis 6 die bekannte Filmstory erzählt wird. Da im Gegensatz zu den frühren Ausgaben bei Carlsen und Ehapa diesmal auch noch alle sehr schön gestalteten Cover enthalten sind, ist dieser Sammelband unverzichtbar für alle Fans der klassischen Star Wars-Filme.

Star Wars: The Original Marvel Years Omnibus

In den USA hat durch den Deal des Mutter-Konzerns Disney, der Episode VII Das Erwachen der Macht in die Kinos brachte, mittlerweile Marvel wieder die Rechte an den Star Wars Comics und veröffentlicht die klassischen Ausgaben in voluminösen Omnibus-Editionen. Es ist erstaunlich wie viele verschiedene Comic-Versionen bereits zu Star Wars erschienen sind!

Star Wars Comic-Kollektion

Im zweiten Band der Star Wars Comic-Kollektion von Panini ist eine von Chris Sotomayo neu kolorierte Version von Howard Chaykins klassischem Comic enthalten.

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Tex – Der letzte Rebell

Seit 1948 werden in Italien monatlich Comics mit dem Texas-Ranger Tex Wille veröffentlicht. Obwohl die Hefte in schwarzweiß erscheinen, wird durch die Titelbilder klar, dass eins der markantesten Merkmale des Helden sein strahlend gelbes Hemd ist. Bei uns ist es nie gelungen die Serie dauerhaft zu etablieren, doch in Italien ist Tex heute so erfolgreich wie eh und je. 1985 entstand mit “Tex und das Geheimnis der Todesgrotten“ eine TV-Verfilmung mit Guiliano Gemma (“Auch die Engel essen Bohnen“) in der Titelrolle.

Tex - Der letzte Rebell

Neben den schwarzweißen Heftchen erscheint zusätzlich eine farbige und großformatige Reihe namens “Tex Albo Speciale“, in der international bekannte Comickünstler wie Paolo Serpieri, die Spanier Jordi Bernet („Andrax„) und Manfred Sommer oder der US-Amerikaner Joe Kubert zum Zuge kommen (Kuberts Tex-Comic erschien bei uns in vier Alben unter dem Titel “Die gnadenlosen Vier“ bei Kult Editionen). Für den 14. Band dieser Serie konnte 2000 der Neuseeländer Colin Wilson („Tag X“,Wonderball„) gewonnen werden. Dies war eine sehr gute Wahl, denn Wilson zeichnete von 1985 bis 1994 insgesamt sechs Comic-Album, in denen die Jugend-Abenteuer des von Jean-Michel Charlier und Jean “Mœbius” Giraud geschaffenen legendären Westernhelden Blueberry erzählt wurden.

Tex - Der letzte Rebell
Diese Illustration fertigte Colin Wilson für die hölländische „Tex“-Ausgabe an.

Die künstlerischen Qualitäten, die Wilson bei “Blueberry“ einbrachte, sind auch bei seinem “Tex“ spürbar. Ganz so akribisch sind seine Zeichnungen hier zwar meist nicht ausgearbeitet, was aber auch daran liegt, dass bei “Tex” pro Seite nicht vier sondern nur drei Panel-Reihen zu zeichnen hatte und die großformatigen Bilder etwas gröber ausgefallen sind. Die Geschichte „Der letzte Rebell“ vom vielbeschäftigten italienischen Autor Claudio Nizzi hat Schwung und erzählt von einer Bande ehemaliger Südstaatler, die nach dem Sezessionskrieg brutale Verbrechen im großen Stil begehen. Tex soll im Gefängnis als angeblicher Häftling das Vertrauen eines dort eingesperrten Bandenmitglieds gewinnen und nach einem Ausbruch das Versteck der Bande finden…

Tex - Der letzte Rebell
Bluebery pokert gegen Tex

Mit diesem 230-seitigen Western-Abenteuer hat Panini eine gute Wahl für sein neu gestartetes Album-Programm getroffen. Abgerundet wird dasr schön aufgemachte großformatige Hardcoverbuch durch ein kenntnisreiches Vorwort von Tito Faraci, das in die klassische Serie einführt, ein hochinteressantes Interview, das Alexander Bubenheimer exklusiv für dieses Buch mit Colin Wilson über dessen gesamte Karriere führte, sowie einige zusätzliche Illustrationen, auf denen u. a. Tex gegen Blueberry pokert. Hinzu kommen einige der Lieblingsseiten des Zeichners aus seinem Tex-Comic, die in schwarzweiß abgedruckt wurden und dadurch noch beeindruckender wirken als im manchmal etwas sterilen kolorierten Comic.

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Will Eisner: Ich bin Fagin

In seinem letzten Comic “Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion“ beschäftigte sich Will Eisner (“Ein Vertrag mit Gott“) kurz vor seinem Tod 2005 sehr ausführlich mit Antisemitismus und einem gefälschten Dokument, das die angebliche jüdische Weltverschwörung belegen soll. Bereits zwei Jahre zuvor hat Eisner ein ähnliches Thema behandelt.

Will Eisner: Ich bin Fagin

In Charles Dickens Roman “Oliver Twist“ gibt es einen nicht eben sympathisch gezeichnete jüdischen Straßenganoven namens Fagin, der eine ganze Kinderschar zu Straftaten anstachelt. Einige von Dickens‘ Zeitgenossen empfanden diese Figur als eine unangenehme rassistische Karikatur. Dies wurde noch durch George Cruikshanks Illustrationen zum Roman unterstrichen, in denen Fagin hässlich mit Zottelbart und Hakennase dargestellt wurde. Der Autor eliminierte in späteren Auflagen etliche Stellen in denen er Fagin einfach nur als “Der Jude“ bezeichnet hatte. Doch das Klischee vom diebischen und hinterhältigen Juden überlebte. So legte sich z. B. Alec Guinness 1948 bei einer “Oliver Twist“-Verfilmung von David Lean bei seiner Darstellung des Fagin dermaßen stark in die (rassistische) Kurve, dass viele seiner Szenen in den USA und bei uns herausgeschnitten wurden.

Oliver Twist George Cruikshanks
Illustration zu Oliver Twist von George Cruikshanks

Ungefähr zur selben Zeit ließ Eisner neben seinem maskierten Comic-Detektiv “The Spirit“ einen kleinen dunkelhäutigen Helfer namens Ebony agieren, den Brian Michael Bendis nicht grundlos im Vorwort zu diesem Buch als “offen gesagt ziemlich rassistische Karikatur“ bezeichnet. In späteren Jahren, als sich Eisner in seinen Comics wie in “Zum Herzen des Sturms“ (enthalten im Sammelband “Lebensbilder“) mit seiner jüdischen Herkunft beschäftigte, war ihm dieser Ebony etwas peinlich.

Will Eisner: Ich bin Fagin

Dies könnte einer der Gründe sein warum Eisner sich mit Dickens‘ markanter Nebenfigur Fagin beschäftigte. In seinem 2003 entstandenen Comic “Fagin the Jew“ (der deutsche Titel des Buch ist mit “Ich bin Fagin“ alle andere als werkgetreu) erhält der Schurke eine tragische Vorgeschichte an. Nah orientiert an historischen Tatsachen erzählt Eisner, was es bedeutete im London des 19. Jahrhunderts als jüdisches Kind aufzuwachsen. Der schon früh seinen Vater verlierende Fagin wird am Anfang des Comics gar zu einer Art jüdischen Oliver Twist. Eisners Bestreben historische Zusammenhänge zu vermitteln, lassen diesen Teil der Geschichte manchmal etwas arg konstruiert wirken. In der zweiten Hälfte seines Comics erzählt Eisner, der auch “Moby Dick“ und “Don Quichotte“ als Comic adaptierte, die aus Dickens‘ “Oliver Twist“ bekannte Geschichte noch einmal neu. Dabei lässt er Fagin allerdings deutlich sympathischer erscheinen.

Will Eisner: Ich bin Fagin
Cover der Originalausgabe

Abgerundet wird dieses sehr schön editierte Buch durch hochinteressante Vor- und Nachworte von Eisner und dem Journalisten Jeet Heer. Der Comicautor Brian Michael Bendis (“Ultimate Spider-Man“) schreibt in seinem Vorwort recht treffend zu “Fagin the Jew“: “Ich finde, einen wahren Meister erkennt man daran, dass auch eins seiner kleinen Werke ein wichtiges Werk ist.“

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Will Eisner: Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion

1864 verfasste Maurice Joly in Paris das Buch “Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu“ mit dem er die diktatorischen Herrschaftsmethoden von Napoleon III anprangern wollte. Dieses Buch missbrauchte der russische Fälscher Matwej Golowinski als er es im Auftrag einiger intriganter russischer Adliger in die “Protokolle der Weisen von Zion“ umschrieb und als Niederschrift eines 1897 in Basel durchgeführten zionistischen Nationalkongresses ausgab.

Will Eisner: Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion

Diese gefälschten Protokolle dienen immer wieder und immer noch als “Beweis“ einer jüdischen Weltverschwörung. Beständig wurden schlagende aber nie endgültige Gegenbeweise angeführt, doch die Protokolle erleben weiterhin weltweit auch heute noch zahlreiche Neuauflagen. Will Eisner (“The Spirit“, „Ein Vertrag mit Gott„), der Vater der anspruchsvollen Comicerzählung, hat zu diesem Thema ausführlich recherchiert. Sehr klar gegliedert und mit all seiner Zeichenkunst vermittelt er die Entstehung der “Protokolle“ und deren Missbrauch.

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“Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion“ war für Will Eisner eine Herzensangelegenheit. Im Vorwort des Buches ist zu lesen, dass er in seiner Jugend “schmerzvolle Zwischenfälle und Ungerechtigkeiten erlebte, die Juden damals in der amerikanischen Gesellschaft erdulden mussten“. “Das Komplott“ wurde zur letzten Graphic Novel des im Januar 2005 verstorbenen Will Eisners. Das sorgfältig editierte und mit einigen informativen Vor- und Nachworten (u. a. von Umberto Eco) versehene Buch belegt schlüssig, dass es sehr viel leichter ist ein Gerücht in die Welt zu setzen als es danach wieder aus der Welt zu schaffen.

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Will Eisner: The Spirit

In den USA fanden Comics zunächst nur in den Zeitungen und dort ganz besonders in den Sonntagsbeilagen statt. Hier gab es in den dreißiger Jahren neben abgeschlossenen Cartoons und Strips atemberaubend bebilderte Fortsetzungsgeschichten um „Tarzan„, „Flash Gordon“ und „Prinz Eisenherz„. Doch die durch erste Superhelden wie Superman und Batman an Popularität rasch zunehmenden Comichefte waren für die oft nur wegen der Comicbeilage gekauften Zeitungen eine erhebliche Konkurrenz.

Will Eisner: The Spirit

Daher wurde im Herbst 1939 der 22-jährige Will Eisner („Ein Vertrag mit Gott“) beauftragt ein 16-seitiges Comic-Magazin mit abgeschlossenen Geschichten zu konzipieren. Dieses sollte Zeitungen landesweit beigelegt werden. Eisner füllte das Magazin mit der kostümierten „Lady Luck“ von Chuck Mazoujian, dem Zauberer „Mr. Mystic“ von Bob Powell und seiner eigenen Schöpfung „The Sprit“, die schließlich als Einzige übrig blieb, nachdem der Umfang des Magazins auf 8 Seiten reduziert wurde.

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Beim Spirit handelt es sich um den angeblich toten Privatdetektiv Denny Colt. Dieser trägt auch eine Maske, hat aber ansonsten wenig mit den Superhelden gemein. Eisners Zeichenstil ist von Anfang an eher cartoonhaft als bemüht realistisch. Die Stories hingegen sind oft alles andere als lustig und erzählten auf 8 Seiten richtige kleine Dramen. Dabei trat bei Bedarf die Hauptfigur schon einmal völlig in den Hintergrund. Versehen mit einigen informativen Vorworten (u. a. von Will Eisner und von Alan Moore) beginnt der Salleck Verlag jetzt erstmals in chronologischer Reihenfolge mit einer Veröffentlichung aller Spirit-Abenteuer. Der erste Band enthält die von 2. Juni bis 29. Dezember 1940 entstandenen und naturgemäß noch etwas simpleren Geschichten.

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Die interessantesten Spirit-Stories entstanden jedoch nachdem Eisner aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrte. Daher übersprang die Reihe auch zunächst einmal jene Geschichten, die ganz ohne die Beteilung des Spirit-Schöpfers entstanden. Der US-Herausgeber Denis Kitchen meint hierzu, dass “diese Geschichten von Ende 1942 bis Dezember 1945 keine hohe – noch nicht einmal mittelmäßige Comickunst sind.“ Daher ist auf dem Cover von Band 12 des “Spirit-Archives“ auch zu lesen “Will Eisner ist zurück“ und es sind einige wirklich ergreifende oder auch richtig lustige Geschichten enthalten.

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Der Reihe ist ein langes Leben zu wünschen, damit auch noch die absoluten Juwelen unter den „Spirit“-Geschichten in dieser optimalen Form erscheinen.

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Will Eisner: New York – Großstadtgeschichten

Es ist sehr erfreulich, dass Carlsen recht zügig und mustergültig (bräunlicher Druck auf gelblichen Papier) die Graphic Novels von Will Eisner („The Spirit„) veröffentlicht. Nach dem Sammelband “Ein Vertrag mit Gott“ folgen unter dem Titel “New York weitere Großstadtgeschichten“  und mit „Lebensbilder“ war die Reihe leider schon beendet. Der einzige Nachteil dieses Bandes dürfte sein, dass die Storys chronologisch geordnet sind.

Will Eisner: New York - Großstadtgeschichten

Den Reigen eröffnet Eisners “Big City Blues“ (1981). Diese oft nur eine Seite umfassenden thematisch gegliederten “Eindrücke und Beobachtungen“ über Mensch und Bebauung sind zwar meisterlich gezeichnet aber meistens alles andere als pointiert oder tiefsinnig. Deutlich interessanter sind da schon die ebenfalls sehr kurzen, nach Themenkomplexen geordneten Geschichten und Beobachtungen aus Eisners “City People Notebook“ (1989). In Begleitung eines Obdachlosen setzt sich der zeichnende Eisner gelegentlich am Rande der Minidramen selbst in Szene und liefert interessante Betrachtungen über das Mit- und Gegeneinander in der Großstadt.

Noch gelungener sind jedoch “The Building“ (1987) und “Unsichtbare Menschen“ (1992). Auch hier erzählt Eisner in Episodenform, doch die einzelnen Geschichten sind deutlich länger und bilden sehr viel stärker eine Einheit. In “The Building“ geht es um vier Menschen, deren glücklose Leben mit einem an das New Yorker Flatiron Building erinnernden Gebäude verknüpft waren. Nachdem dieses abgerissen wurde, sind die Geister dieser Menschen noch immer da. Die drei Geschichten aus “Unsichtbare Menschen“ gehören zu den Höhepunkten in Eisners Schaffen. Äußerst mitreißend beschäftigt er sich hier damit, dass viele Großstädter inmitten einer Millionenschar von Mitmenschen ein sehr einsames Leben führen und dies teilweise auch nicht anders wollen.

Insgesamt ist dieser Band eine faszinierend vielschichtige nicht nur auf New York bezogene Betrachtung über das zumeist recht harte Leben in einer Großstadt. In einer Short Story stellt Eisner jedoch unmissverständlich klar, dass ein Umzug in ländlichere Regionen (zumindest für ihn) keine Alternative dazu ist.

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Will Eisner: Lebensbilder

Auch in den Geschichten aus “Ein Vertrag mit Gott“ ließ Will Eisner („The Spirit„) Teile der eigenen Biografie einfließen, wie etwa den Tod der einzigen Tochter Alice, die im Alter von 16 Jahren an Leukämie starb. Doch die Geschichten in “Lebensbilder“, dem dritten Band von Carlsens Eisner Reihe, hängen allesamt noch stärker mit dem Leben des wohl einflussreichsten US-Comickünstlers zusammen.

Will Eisner: Lebensbilder

Den Auftakt bildet “Sonnenuntergang in Sunshine City“, hier verarbeitet Eisner seinen Umzug vom geliebten New York in den Alterswohnsitz im sonnigen Florida. In “Der Träumer“ schildert er seine Erfahrungen in den Anfangsjahren der Comic-Industrie. Beide Geschichten sind bei uns bereits beim Fest Verlag unter dem Titel “Sunshine City“ erschienen. Die dort ebenfalls enthaltenen Kurzgeschichten “Detective Story“, “Menschen“ und “Der Einspruch“ fehlen in “Lebensbilder“, doch dafür gibt es ein aufschlussreiches Nachwort zu “Der Träumer“ in dem Denis Kitchen erklärt welche Comicgrößen neben dem als Jack King gut zu erkennenden Jack Kirby Eisner jeweils leicht überzeichnet porträtierte.

In der epischen Erzählung “Zum Herzen des Sturms“ tritt Eisner selbst als Soldat auf, der 1942 per Zug die USA durchquert um in den Krieg zu ziehen. In Rückblenden erinnert er sich an eigene Erlebnisse und die Biografien seiner Eltern und Großeltern, die alle geprägt sind von Vorurteilen und Antisemitismus. Im Vorwort dazu schrieb er: “Ich jedenfalls halte an der Hoffnung fest, dass die Generation, die jetzt heranwächst, nicht mehr einfach davon ausgehen kann, dass sie gesellschaftliche Überlegenheit und damit ein Recht habe andere zu diskriminieren.“

In der ebenfalls sehr umfangreichen Erzählung “So läuft das Spiel“ widmet sich Will Eisner dem Stammbaum seiner aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden Frau Ann. Diese Geschichte aus dem Jahre 2003 wurde bei uns bisher noch nicht veröffentlicht, vielleicht auch, weil Eisner hier einen Clan von dünkelhaften jüdischen Geld-Aristokraten nicht eben vorteilhaft porträtiert und Applaus aus der falschen Richtung befürchtet wurde. Besonders interessant an “So läuft das Spiel“ ist, dass am Ende der Geschichte Eisner sich selbst als aufstrebenden Poeten auftreten lässt und darüber spekuliert, was geschehen wäre, wenn er seinerzeit dem Angebot seines Schwiegervaters gefolgt wäre und in die Welt der Hochfinanz gewechselt hätte.

Das voluminöse Buch beendet die kurze aber wohl wahre traurige Humoreske “Der Tag an dem ich zum Profi wurde“. Wenn “Lebensbilder“ tatsächlich schon der letzte Band von Carlsens Eisner-Reihe ist, dann wäre das sehr bedauerlich. Noch haufenweise hochinteressante Erzählungen von ihm warten auf ihre deutsche Erstveröffentlichung und sind allemal lesenswerter als das meiste Zeug, dass derzeit unter dem Label Graphic Novel in die Buchhandlungen gewuchtet wird.

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