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©Tom: 7500 Touché

Der Berliner Zeichner ©Tom (Zee Tom bzw. Thomas Körner) liefert seit Dezember 1991 zuverlässig täglichen einen dreibildrigen Strip bei der TAZ ab. Die Gags erscheinen danach auch in weiteren Publikationen. Auf dem Comicsalon in Erlangen 2000 erhielt ©Tom für seine Serie Touché nicht nur den Preis für den besten deutschsprachigen Strip, sondern seine Ausstellung  Die Welt in drei Bildern reizte die Besucher immer wieder zu spontanen Lachkrämpfen.

©Tom: 7500 Touché

Der schräge Berliner Verlag Jochen Enterprises veröffentlichte die ersten 2000 Touché-Strips in zwei dicken Bänden, die an Ziegelsteine erinnerten und eine ganze Weile das ansonsten sehr gewöhnungsbedürftige Verlagsprogramm stützten. Nachdem Jochen Enterprises leider dicht machen musste, ist ©Tom mit Touché bei Lappan gelandet.

©Tom: 7500 Touché

Jetzt konnte nicht mehr abgewartet werden, bis der fleißige ©Tom weitere 1000 Strips gezeichnet hatte, sondern es wurden (zum exakt halben Preis der beiden vorherigen Ziegelsteine) die ersten Strips nochmals in 500er Portionen veröffentlicht. Hier hat auch der Nicht-TAZ-Leser die Möglichkeit über die wartende Oma am Postschalter (die sich nachdem sie einmal prompt bedient wurde fragt, was sie jetzt mit dem angebrochenen Vormittag anfangen soll) sowie über Tod und Teufel abzulachen.

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Mittlerweile liegen bereits 7.500 Touchés vor und F. W. Bernstein attestiert dem Zeichner im Vorwort zur 6000er-Ausgabe, dass er “kein schlechter Fechter“ sei. Tom hingegen meint: “Natürlich ist das schwer, jeden Tag einen Witz zu zeichnen. Aber nur bis zur ersten Million. Danach soll es leichter werden. Ich arbeite daran.“

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Batman: Dark Knight – Absolute Edition

Nach der ebenso kitschig-albernen wie erfolgreichen 60er-Jahre-Slapstick-TV-Serie mit Adam West trat der in den Comics wieder etwas ernsthafter und düsterer gewordene Batman ziemlich auf der Stelle. Ende 1984 tauchten jedoch erste Gerüchte auf, dass etwas im Busche wäre. Ein gewisser Frank Miller, der zuvor die Marvel-Comicserien Wolverine und Daredevil aufregend erneuert hatte, sollte nun DCs etwas abgehalftertes Zugpferd wieder aufpäppeln.

Batman: Dark Knight - Absolute Edition

Bereits in den siebziger Jahren erhielt der damals noch für Marvels Spider-Man arbeitende Miller ein erstes Angebot sich auch einmal an Batman zu versuchen. Doch damals fühlte sich Miller noch nicht reif für diese Aufgabe. Als dann aber im März 1986 schließlich unter dem Titel Batman: The Dark Knight Returns ein Vierteiler auf den Markt kam, erregte der Comic viel Aufsehen. Millers Zeichnungen, die von seiner Frau Lynn Varley und von Klaus Janson getuscht wurden, sowie seine Story stellten bis dahin (aber auch bis heute) die respektloseste Bearbeitung dar, die je ein amerikanischer Comic-Konzern einem eigenen Superhelden zugemutet hatte. Ganz nebenbei bekam auch noch DCs zweiter Säulenheiliger Superman ordentlich eins auf die Schmalzlocke und wurde als angepasster Dumpfling dargestellt. Das amerikanische Comic-Magazin Wizard erklärte den Moment aus The Dark Knight Returns in dem ein stark gealterter Batman den Stählernen zur Schnecke macht zum erinnerungswürdigsten Moment der Comic-Geschichte.

Batman: Dark Knight - Absolute Edition

In erster Linie erzählt Frank Miller jedoch von einem desillusionierten Verbrechensjäger, der sich schon seit zehn Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. Mit fünfundfünfzig legt der frustrierte alte Bruce Wayne sein Kostüm wieder an und führt einen letzten verzweifelten Kampf gegen die unhaltbar kriminellen Zustände in seiner Heimatstadt Gotham. Miller verarbeitete dabei auf fast 200 Seiten den kompletten Batman-Kosmos sowie die wichtigsten DC-Figuren.

Gotham in Tim Burtons "Batman" (1989)
Gotham in Tim Burtons „Batman“ (1989)

Alles in allem war es jedoch wohl weniger die manchmal etwas konfuse Story, sondern viel eher die in düsteren Bildern sehr durchgestylte dargestellte Stadt Gotham (die Miller in späteren Werken Sin City nennen sollte), die Batman für das Medium Film interessant machte. So übernahm Tim Burton 1989 in seinen ersten Batman-Film zwar viele visuelle aber kaum inhaltliche Momente aus Millers Dark Knight.

Batman: Dark Knight - Absolute Edition

Nachdem Watchmen, der andere Comic-Meilenstein der Achtziger Jahre bei uns bereits als großformatige Absolute Edition vorliegt, folgt eine ebenso schön aufgemachte Veröffentlichung von Dark Knight. Anlass hierfür war der Besuch von Klaus Janson auf dem Comic Salon 2014 in Erlangen. Der Absolute Dark Knight Prachtband steckt in einem stylischen schwarzen Schuber. Ebenfalls enthalten ist die weniger gelungene Quasi-Fortsetzung The Dark Knight Strikes Again von 2001, sowie die Kurzgeschichte Wanted: Santa Claus — Dead or Alive! von 1980, die insofern bedeutend ist, weil Frank Miller hier erstmals Batman zeichnete. Da auch noch reichlich Bonusmaterial wie Skizzen, Entwürfe für Merchandise oder Millers kompletter (beim Zeichnen noch überarbeitete) Script zum ersten Kapitel von The Dark Knight Returns enthalten ist, bleibt kein Wunsch offen.

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Gibrat: MATTÉO # 3 – AUGUST 1936

Mit “Mattéo“ ist Jean-Pierre Gibrat (“Der Aufschub“, “Von Dieben und Denunzianten“) eine Serie gelungen, die sich sehr überraschend entwickelt. Im ersten Band erzählt er, wie der Titelheld Mattéo im Jahre 1914 darunter leidet, dass er nicht mit den jungen Franzosen in den Krieg ziehen darf, da er gebürtiger Spanier ist. Die Bevölkerung des kleinen Dorfes in Süden Frankreichs schneidet den jungen Mann und die von ihm angehimmelte Juliette wendet sich einem gut betuchten Nebenbuhler zu, der als Offizier in den Krieg zieht. Obwohl sein Freund Paulin an der Front durch Senfgas erblindet ist, zieht es Mattéo in den Krieg.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936

Doch nicht allzu lange, denn im zweiten Band der Comicreihe stürzt Mattéo sich munter in ein neues Krisengebiet. Abenteuerlust und Idealismus lassen den etwas naiven Jüngling nach St. Petersburg reisen, denn “dort herrscht Revolution“. Er verliebt sich in die selbstbewusste pfeifenrauchende Revolutionärin Lea, es gibt aber auch ein Wiedersehen mit der Krankenschwester Amélie, die den verletzten Frontkämpfer Mattéo aufopfernd pflegte. Dieser Teil von Mattéos Abenteuer endet etwas abrupt und lässt den Titelhelden eine weitere Dummheit begehen. Er stellt sich den französischen Behörden freiwillig und wird als Deserteur zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936Dass Mattéo dann doch nicht ganz so lange eingesessen hat, davon erzählt der dritte Band der Serie. Im August des für Frankreich sehr hoffnungsfrohen Jahres 1936 besucht Mattéo gemeinsam mit seinem erblindeten Freund Paulin sowie mit Amélie und ihrem kommunistischen Ehemann Augustin sein Heimatdorf an der spanischen Grenze. Gibrat fängt hier sehr gut die Stimmung eines Frankreichs ein, dass sich einerseits durch die sozialistische Regierung von Leon Blum in einen Wohlfahrtstaat zu verwandeln schien, andererseits jedoch keine Position im spanischen Bürgerkrieg bezog und nichts unternahm um den dortigen Genossen gegen die Franco-Diktatur beizustehen. Davon wie sich diese politische Großwetterlage auch auf die privaten Beziehungen niederschlug, erzählt Gibrat äußerst mitreißend.

Gibrat: MATTÉO # 3 - AUGUST 1936Das konsequente Finale dieses Comics macht sehr gespannt auf die Fortsetzung. Obwohl es kaum möglich erscheint, hat Gibrat sich innerhalb der Serie künstlerisch sogar noch gesteigert. Selten waren seine Bilder so stimmungsvoll, seine Farben so flirrend und seine weiblichen Hauptfiguren so attraktiv.

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Grant Morrison: SUPERHELDEN – Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Der Schotte Grant Morrison (“Batman: Arkham Asylum“) ist nicht nur einer der erfolgreichsten US-Comicautoren sondern auch ein Experte auf dem Gebiet der Superhelden. Eine lebenslange Liebe verbindet ihn mit der Figur des Supermans, der er in der 12-teiligen Miniserie “All Star Superman“ ein Denkmal setzte und im Neustart der klassischen Serie “Action Comics“ die Über-Unterhose wegrationalisierte.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Im Buch “Superhelden“ erzählt Morisson sowohl die Geschichte der Superhelden-Comics als auch seine eigene Biographie. Das funktioniert zunächst sehr gut. Informativ und gelegentlich auch pointiert analysiert Morrison die ersten Auftritte von Superman und Batman, die zahllose weitere Superhelden-Comics nach sich zogen. Hier wäre eine etwas großzügigere, nicht nur DC-Comics zeigende, Bebilderung wünschenswert gewesen, während es etwas fraglich ist, ob “Panel“ mit “Panele“ wirklich optimal ins Deutsche bzw. Österreichische übersetzt wurde.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Doch ansonsten ist Morrisons “Superhelden“ in der ersten Hälfte sowohl für Neueinsteigern aber auch für Experten ein spannend zu lesendes Comic-Sachbuch. Interessant ist die Schilderung jener Zeit in den Fünfziger Jahren als sich die Superman-Comics bedingt durch den Erfolg einer spießigen TV-Serie mit George Reeves aber auch unter dem Zensur-Druck des Comics Code mehr mit alltäglichen Problemen als mit galaktischen oder gar kapitalistischen Bedrohungen beschäftigten. Im Kapitel “Superman auf der Couch“ erzählt Morrison davon, wie sich DC-Herausgeber Mort Weisinger einer Psychotherapie unterzog und “seine Schreiber mit dem in den jeweiligen Sitzungen anfallenden Material“ versorgte. Das Resultat waren dann Hefte mit Clark Kents Kollegen Jimmy Olsen als Transvestiten oder einer gegen Superman die Peitsche schwingenden Lois Lane.

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Während Morrison anfangs nur sehr gelegentlich davon erzählt, wie er die beschriebenen Comics als jugendlicher Leser empfunden hat, gerät das Buch auf den letzten 250 Seiten merklich aus dem Gleichgewicht. Hier betritt Morrison auch als Comicschaffender die Bühne und nutzt diese zunächst ausgiebig um Spitzen gegen seinen noch etwas prominenteren Kollegen Alan Moore abzufeuern. Dessen anerkannten Meilenstein “Watchmen“ findet Morrison gar nicht so bedeutend und seine Argumentation liest sich recht amüsant. Während er sich für einen verständnisvollen “Anthropologen“ der US-Comics hält, bezeichnet er Alan Moore als rücksichtslosen “Missionar“, der Superhelden-Lesern seine “eigenen Wertvorstellungen und Vorurteile“ aufzwingen möchten. Laut Morrison sieht Moore Superhelden als primitive Eingeborene über deren “farbenprächtige Trachten“ er sich nicht nur lustig macht, sondern diese dazu zwingt “lederne Trenchcoats zu tragen“ und zudem auch noch bis zum “Nervenzusammenbruch drangsaliert“.

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In den letzten Kapiteln versucht Morrison den Eindruck zu erwecken, dass fast jeder bedeutende Comic der letzten 20 Jahre aus seiner Feder stammte. Statt über die Werke anderer Comicschaffender zu berichten, ist der Autor hier stärker daran interessiert seine Erfahrungen mit mystischem Hokuspokus oder die Vorteile einer rasierten Glatze zu schildern. Das trübt zwar ein wenig den positiven Eindruck der ersten Hälfte des Buches, hat aber durchaus Unterhaltungswert.

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Hellblazer – Garth Ennis Collection

Nun liegen sie komplett vor, die von Garth Ennis getexteten Geschichten mit dem Mystiker John Constantine. Den Anfang des fünften diesmal besonders voluminösen Hardcover-Bandes bildet die sich Anno 1994 durch die Hellblazer-Hefte 78 bis 83 ziehende Storyline Das letzte Gefecht. Hier bekommt es Constantine mit dem Teufel höchstpersönlich zu tun und einige liebgewonnene Figuren verlassen die Serie für immer.

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Ennis und der 2016 verstorbene Zeichner Steve Dillon befinden sich hier bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Genau wie bei ihren nächsten Meisterwerken Preacher und Punisher wechseln sich brutale überraschende Momente mit ruhigen nachdenklich machenden Dialogen und Monologen ab. Es geht dabei um nichts Geringeres als Gottes Unfähigkeit die Menschen gut sein zu lassen und Constantines Unvermögen wirklich von ganzen Herzen zu lieben, obwohl er in der Lage ist “mit minimalem Aufwand ein Maximum an Anhänglichkeit herauszukitzeln“.

Hellblazer - Garth Ennis CollectionDeutlich ruhiger als in Das letzte Gefecht geht es danach in der 58-seitigen 1997 als Hellblazer Special veröffentlichten Geschichte Heartland. John Constantine taucht hier gar nicht auf. Im Zentrum steht dessen ehemalige Freundin Kathy Ryan alias Kit, sowie ihre vier Geschwister und deren nicht eben harmonisch verlaufender Vergangenheit. Mit dieser erstaunlich gut geerdeten Geschichte ganz ohne Hokuspokus auskommende Geschichte über das nicht eben leichte Leben in Belfast verabschiedete sich der Zeichner Steve Dillon von Hellblazer.

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Garth Ennis kehrte 1998 noch einmal kurz zurück und konfrontierte John Constantine in der fünfteiligen Hellblazer-Miniserie Menschensohn mit den brutalen Auswirkungen einer vor langer Zeit aus verständlichen Gründen begangenen magischen Untat. Das zentrale Motiv der Figur, die durch seine Versuche Böse zu verhindern Böses anrichtet, wird hier schön drastisch herausgearbeitet. Die glatten fast schon cartoonmäßig anmutenden Zeichnungen vom Watchmen-Koloristen John Higgins sind etwas gewöhnungsbedürftig. Einziges Manko dieses prall mit beeindruckenden Geschichten gefüllten Hardcover-Bandes ist, dass die beeindruckenden Cover-Gemälde von Glenn Fabry leider meist nur sehr klein auf einer Viertelseite abgedruckt wurden.

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Blacksad 5: Amarillo

Im Umfeld der unglaublich produktiven frankobelgischen Comiclandschaft sind fünf Blacksad-Alben in dreizehn Jahren kein gewaltiger Output. Dennoch wurde die Serie der beiden Spanier Juan Diaz Canales und Juanjo Guarnido zu einem der größten Erfolge in Frankreich und die Comicfans sehnen sich nach weiteren Bänden dieses im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaften Comics. Bei uns läuft die Reihe ebenfalls recht gut, was sich schon dadurch bemerkbar macht, dass bei Carlsen im Gegensatz zu anderen Serien-Importen alle Blacksad-Alben und der sehr schöne Hinter den Kulissen-Band immer noch lieferbar sind.

Blacksad 5: Amarillo

Der hartgesottene Detektiv John Blacksad ist ein schwarzer Kater, der meist einen grünlichen Anzug und eine locker geschnürte gestreifte Krawatte trägt. Sein bester Kumpel ist der kleine Wiesel Weekly und eine wichtige Rolle spielt der bei der Polizei arbeitende deutsche Schäferhund Smirnov. Auch die restliche Belegschaft entstammt dem Tierreich. Da gibt es Nilpferde, Flamingos, Krokodile, Gorillas, Ziegen oder Eisbären, die alle im Stile der 40er Jahre gekleidet sind.

Blacksad 5: Amarillo

Die Proportionen zwischen den Figuren entsprechen zwar nicht immer den Vorgaben von Mutter Natur, im neusten Band sitzt etwa die Katze Blacksad im Auto neben einer Hyäne und einem Papagei, die alle nahezu die gleiche Körpergröße haben. Doch Juanjo Guarnido, dem beim Disney-Trickfilm Tarzan mitarbeitete, gelang ein glaubhaftes Universum, in dem tierische Figuren Abenteuer erleben, die an die Romane von Chandler und Hammett aber auch an Hollywoods “Schwarzer Serie“ erinnern.

Blacksad 5: Amarillo

Guarnidos direkt kolorierte detailverliebte Zeichnungen lassen sofort den Grund erahnen, warum hier nicht wie am Fließband, alljährlich ein weiteres Album erscheinen kann. Sein Stil ist im fünften Band lockerer und ausdrucksstärker denn je, was bestens zur alles andere als schreiend komischen Geschichte passt.

Blacksad 5: Amarillo

Sind es auch auf dem ersten Blick Guarnidos Bilder, die Blacksad zu einer herausragenden Comicserie machen, soll nicht vergessen werden, dass Juan Diaz Canales‘ Geschichten ebenfalls großartig sind, was sicher auch daran liegt, dass dieser ebenfalls ein sehr guter Zeichner ist. Der ersten Blacksad-Band Irgendwo zwischen den Schatten erzählte noch einen eher konventionellen Kriminalfall, hatte aber schon ein paar tragische Untertöne.

Dies setzte sich weiter fort und es menschelte immer mehr in Blacksads Tierreich. Im fünften Band Amarillo gibt es wieder allerlei clevere Anspielungen u. a. auf Filme wie Ist das Leben nicht schön und Freaks oder die Motorradbande aus Der Wilde. Am schönsten ist vielleicht Guarnidos Verlagerung eines klassischen Comic-Covers von Harvey Kurtzmans MAD ins Blacksad-Universum.

Blacksad 5: Amarillo

Doch in erster Linie bangt der Leser um den literarisch begabten und von zerstörerischen Selbstzweifeln geplagten jungen Löwen Chad. Wenn Guarnido und Canales dieses Niveau halten, warte ich gerne ein paar Jährchen auf den nächsten Blacksad-Band!

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Constantine: Der Funke und die Flamme

Im Rahmen des im September 2011 erfolgten “New 52“-Relaunch startete DC gleichzeitig 52 Comic-Serien neu und feierte dies mit Ausgaben, die alle die Nummer 1 auf dem Cover trugen. Hierzu musste teilweise ganz schön tief in die Mottenkiste gegriffen werden und Serientitel wie “Mister Terrific“, “Captain Atom“, “Blue Beetle“ oder “Resurrection Man“ wurden mittlerweile schon längst wieder eingestellt.

Constantine

Immer noch am Laufen (und auch bei Panini auf Deutsch lieferbar) ist die von Peter Milligan getextete Serie “Justice League Dark“. Hier formierten sich “düstere“ DC-Figuren mit einem Hang zu Zauberei und Magie wie Madame Xanadu, Deadman, Shade, the Changing Man, Zatanna aber auch Frankenstein zu einem Team. Mit dabei ist natürlich auch der britische Mystery-Detektiv John Constantin, der sich zuvor innerhalb der Serie “Hellblazer“ eher bei der für erwachsenere Comic-Geschichten zuständigen DC-Tochter Vertigo herumtrieb.

Constantine: Der Funke und die Flamme

Nachdem “Hellblazer“ kurz zuvor mit Ausgaben 300 eingestellt wurde, bekam John Contantine ab Anfang 2013 eine eigene Serie im DC-Universum. “Constantine“ startete mit der vierten Welle der “New 52“-Comics und wird von den beiden auch als Zeichner tätigen Kanadiern Jeff Lemire (“Essex Country“, “Sweet Tooth“) und Ray Fawkes getextet. Beide haben auch schon für “Justice League Dark“ geschrieben. Ihr John Constantine reist innerhalb der fünfteiligen Eröffnungs-Serie “Der Funke und die Flame“, die Panini gebündelt veröffentlicht, über Norwegen und Myanmar (alias Birma oder Burma) zwar auch in seine Heimatstadt London, doch sein Hauptwohnsitz ist jetzt New York.

Constantine: Der Funke und die Flamme

Gezeichnet wurden die Miniserie, in der es um einen magischen Kompass geht, recht ansprechend von den Brasilianern Renato Guedes und Fabiano Newes. Zwar fehlt der Geschichte ein wenig der gesellschaftskritische gegenwartsbezogene Touch den Autoren wie Garth Ennis immer wieder bei “Hellblazer“ einbrachten, doch als Mystery-Serie funktioniert „Constantine“ bestens.

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Ralf König: Konrad und Paul – Raumstation Sehnsucht

Ralf Königs langlebigsten Figuren sind der Schöngeist Konrad und der ewige Rammler Paul, wobei diese so etwas wie das Über-Ich und das Es des zeichnenden Autors sein könnten. König hat seit 1990 zahllose Kurzgeschichten mit dem ungleichen schwule Pärchen erzählt, viele davon sind im Ehapa-Sammelband “Ist der Ruf erst ruiniert…“ enthalten, doch mit dem Duo lassen sich auch längere Geschichten erzählen, siehe “Bullenklöten“ (Männerschwarm) oder “Sie dürfen sich jetzt küssen“ (Rowohlt) oder „Herbst in der Hose„.

Ralf König: Konrad und Paul - Raumstation Sehnsucht

Auch im Zentrum von “Raumstation Sehnsucht“ stehen Konrad und Paul. Die Comicgeschichte enthält einige Anspielungen auf das Werk von Tennessee Williams und besteht aus drei Teilen. Zum einen geht es um die schwärmerischen Gefühle, die Konrad für seinen jungen sensiblen rumänischen Klavierschüler Anton hegt, der eine ganze “Glasmenagerie“ von Likörgläsern besitzt. Antons Mutter möchte ihren Sohn am liebsten mit Konrad verkuppeln. Doch Konrad hat moralische Bedenken, genau wie der eigentlich sehr viel unbedenklichere Paul. Dieser soll eigentlich seiner hochschwangeren Schwester Edeltraut beistehen, fühlt sich aber zugleich zu seinem behaarten muskelbepackten Schwager Porky hingezogen, der an Stanley Kowalski aus “Endstation Sehnsucht“ erinnert, aber auch eine “tätowierte Rose“ am Oberarm trägt.

Ralf König: Konrad und Paul - Raumstation Sehnsucht

Als dritte Ebene der Geschichte gibt es noch schwarzweiß illustrierte Prosa-Auszüge aus einem Science-Fiction-Roman an dem Paul gerade arbeitet. Im Laufe der nur bedingt futuristischen Erzählung “Im Weltraum hört Dich keiner grunzen“ hat der von Barry Hoden, dem Piloten des Raumschiffs “Libido XL“, begehrte Monteur Brick immer mehr Ähnlichkeit mit Pauls Schwager Porky.

Ralf König: Konrad und Paul - Raumstation Sehnsucht

König erweist sich einmal mehr als souveräner Erzähler. Seine ansprechend kolorierten Zeichnungen sind scheinbar lässig hingehauene Skizzen und das Lettering wirkt fast schon geschmiert. Trotzdem wird der Leser stärker in Königs Welt hineingezogen als dies den Schöpfern von vielen optisch aufwändiger gestalteten Comics gelingt.

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ASTERIX: DIE GROSSE ÜBERFAHRT – UTIMATIVE EDITION

Mit “Die große Überfahrt“ traten Asterix und Obelix im Jahre 1977 n. Chr. ihre vielleicht spektakulärste Reise an. Schuld daran war der Fischhändler Verleihnix, der seine verderbliche Ware lieber aus dem fernen Lutetia kommen lässt, anstatt im nahen Meere zu fischen. Doch ein “einigermaßen frisches Stück Fisch“ ist eine unverzichtbare Zutat des Zaubertrankes und daher stechen unsere beiden Gallier in See.

ASTERIX: DIE GROSSE ÜBERFAHRT - UTIMATIVE EDITION

Dass Obelix auf Befehl von Asterix mitten im stärksten Sturm ordnungsgemäß das Netz auswirft ohne es jedoch zuvor am Boot zu vertäuen ist, noch das geringste Problem bei dieser Reise. Nach einer stürmischen Seefahrt bei der sie natürlich auf die Piraten treffen und eine merkwürdige nächtliche Begegnung haben (auf zwei Seiten dieses Comics ist wegen Nacht und Nebel gar nicht zu erkennen), landen sie auf einer seltsamen Insel. Hier treffen sie auf Truthähne, einen Bären und Eingeborene mit Federschmuck, die Obelix für getarnte Römer hält…

ASTERIX: DIE GROSSE ÜBERFAHRT - UTIMATIVE EDITION
“Die große Überfahrt“ ist zwar erschreckend schnell durchgelesen, da viele Sequenzen ohne große Worte auskommen, doch optisch ganz gewiß eins der schönsten Alben der Reihe. Goscinny und Uderzo versuchen so viele US-amerikanische Nationalsymbole wie möglich in ihrer Geschichte unterzubringen. So stellt sich Asterix als menschlicher Leuchtturm in der selben Pose (und möglicherweise sogar an der selben Stelle) wie später die Freiheitsstatue auf. Ein zu Boden gehender Indianer sieht weiße Sterne auf blauen Grund genau wie auf der US-Flagge und nachdem die Gallier die Neue Welt verlassen haben, werden sie durch einen wunderschönen Marterpfahl verewigt.

Asterix: Gallien in Gefahr

In der Ultimativen Edition kommt die Pracht von Uderzos Bildern erst richtig zur Geltung und langsam aber sicher liegen zum Glück alle Bände der Reihe in dieser optimalen Form vor.

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Moebius & Stan Lee: Silver Surfer – Parabel

Ende der Achtziger Jahre kam es zu einer höchst merkwürdigen Zusammenarbeit. Als sich Stan Lee und der französische Star-Zeichner Jean Giraud alias Moebius („Sternwanderer„) in den USA trafen, tauschten sie zunächst Komplimente aus, kamen jedoch schon recht bald auf ein gemeinsames Projekt zu sprechen. Nachdem Moebius erwähnte, dass er die Figur des Silver Surfers besonders schätzt, beschloss Stan Lee eine “poetische und philosophische“ Geschichte zu schreiben. Die 1966 erstmals innerhalb der Serie “Fantastic Four“ auftauchende Figur des Silver Surfers neigt zu Grübeleien und ist alles andere als begeistert davon wie die menschliche Zivilisation funktioniert bzw. nicht funktioniert.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel

In der 1988 bei Marvels Label Epic erschienenen zweiteiligen Heftserie “The Silver Surfer“, die später denn Titel “Parabel“ bekam, kehrt der riesige Weltenverschlinger Galactus auf die Erde zurück und wird von der Menschheit als Gott verehrt. Doch dem Silver Surfer, der Galactus einst dienen mußte, ist sofort klar, dass der Planetenfresser nichts anderes im Sinn hat als seinen Hunger zu stillen…

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel
Stan Lees Geschichte handelt davon wie schnell Menschen bereits sind falschen Propheten zu folgen. Moebius liefert dazu höchst eigenständige Bilder der Marvel-Figuren Silver Surfer und Galactus. Das Umfeld in dem die Geschichte spielt erinnert dabei aber keineswegs an die realistisch dargestellte Erde des Marvel-Universums, sondern es scheint sich eher um die Welt des Incals oder der Hermetischen Garage zu handeln.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel
“Silver Surfer – Parabel“ bekam 1989 einen Eisner Award als beste Miniserie. Bei uns erschien der Comic zunächst 1989 bei als Hardcover-Band bei Splitter und zwei Jahre später bei Carlsen als viertes Album innerhalb der Moebius-Reihe “Universum der Wunder“. Die neue Panini-Ausgabe ist zwar etwas kleinformatiger als die Splitter-Edition, hat aber sehr viel mehr Bonusmaterial zu bieten. Neben den bereits bekannten Vor- und Nachworten gibt es noch es noch Abbildungen von diversen Titelbildern der Miniserie sowie die Marvel Press Poster von Moebius, die ungewöhnliche Versionen von Figuren wie Wolverine, Iron Man oder dem Punisher zeigen.

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