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American Gods

Shadow freut sich nach einer dreijährigen Haftstrafe auf ein Wiedersehen mit seiner Frau Laura. Doch diese ist bei einem Autounfall umgekommen. Dabei starb auch Shadows bester Freund Robbie mit dem er zusammen Pläne für die Zukunft hatte. Als er auch noch erfährt, dass Robbie und Laura ein Verhältnis hatten, bricht für Shadow eine Welt zusammen. Er beschließt für den zwielichtigen Mr. Wednesday zu arbeiten, den er auf der Reise vom Gefängnis zu Lauras Beerdigung immer wieder getroffen hat.

American Gods

Was noch halbwegs realistisch beginnt, entwickelt sich zu einem großen Fantasy-Epos. Neil Gaiman (Sandman) schreibt in seinem 2001 erschienenen Roman American Gods darüber, dass Götter nur existieren, wenn jemand an sie glaubt. Daher sind uralte Gottheiten wie Mr. Wednesday alias Odin durch die Medien, das Internet oder den Glauben an Aktienkursen vom Aussterben bedroht.

American Gods

Mittlerweile wurde aus American Gods eine bei uns auf Amazon Prime laufende TV-Serie und bei Dark Horse erscheint eine Comic-Reihe. Die Adaption und das Layout besorgte P. Craig Russell, der bereits aus Neil Gaimans Coraline eine Graphic Novel gemacht hatte. Die Zeichnungen stammen zumeist von Scott Hampton. Das Resultat kann sich sehen lassen und macht ähnlich viel Spaß wie die TV-Reihe.

American Gods

Splitter wird die Serie in sechs Hardcover-Bänden im Format 20 x 28 cm veröffentlichen. Buch 1 enthält die ersten fünf US-Hefte und ist sehr schön aufgemacht. Schade nur, dass nicht alle Titelbilder und Variantcover enthalten sind, denn sie stammen von Meistern ihres Fachs wie Glenn Fabry, Dave McKean, David Mack oder Bill Sienkiewicz.

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Jessica Jones

Am 20. November 2015 stellte Netflix mit “Jessica Jones“ nach Daredevil seine zweite Marvel-Serie online. Diese besteht aus 13 Episoden, die eine durchgehende, unerhört spannende Geschichte erzählen. Im Zentrum steht eine Privatdetektivin, die zwar über Superkräfte verfügt, diese jedoch eher spärlich einsetzt.

Jessica Jones - Alias

Krysten Ritter (Breaking Bad) überzeugt als ebenso taffe wie verletzliche Jessica Jones,  die einen scheinbar übermächtigen Gegner zu bekämpfen hat. Kilgrave wird angemessen diabolisch vom zehnten Doctor Who David Tennant gespielt und kann jeden Menschen zu einer willenlosen Marionette machen. Einst hatte er auch Jessica in seiner Gewalt, und diese ist davon immer noch traumatisiert.

Jessica Jones - Alias

Jessica Jones ist fest im Marvel Cinematic Universe verwurzelt, es wird Bezug genommen auf die Avengers-Kinofilme und die Daredevil-Serie. Es sind jedoch weniger die gelungenen Spezialeffekte oder die rasanten Action-Szenen, die faszinieren, sondern richtig spannend wird Jessica Jones dadurch, dass sich das Beziehungsgeflecht der Hauptfiguren ständig verändert. Eine wichtige Rolle spielt zudem noch Luke Cage (Mike Colter), der auf Netflix ebenfalls eine eigene Serie bekommt.

Jessica Jones

Ein Jahr nach dem Start auf Netflix erscheint Jessica Jones auf DVD und Blu-ray. Die erste Staffel steckt zwar in einem hübschen Schuber (wobei der FSK16-Vermerk nicht zu entfernen ist), doch auf Bonusmaterial wurde leider komplett verzichtet.

Jessica Jones - Alias

Der Erfolg der durchgehend positiv rezensierten Serie kommt nicht von ungefähr. Bereits 2001, schon lange vor der TV-Serie, führte der Autor Brian Michael Bendis (“Powers“) Jessica Jones ins Marvel-Universum ein. In der 28-teiligen Serie “Alias“ ließ er sie  erstmals auftreten.

Jessica Jones - Alias

Jessica war zuvor bereits als Superheldin Jewel im Umfeld der Avengers tätig. Dies tat sie allerdings so unauffällig, dass sie vor 2001 in keinem einzigen Marvel-Comicheft zu sehen war. Jessica wurde der Superhelden-Tätigkeit jedoch schnell müde und versuchte sich in New York als Privatdetektivin durchzuschlagen.

Jessica Jones - Alias

In den Geschichten, die Bendis mit Jessica Jones erzählt, tauchen zwar Superhelden wie Captain America, Daredevil oder Ant Man auf. Doch Actionsequenzen sind Mangelware, denn in erster Linie geht es um das Schicksal ganz normaler Menschen. Da die Serie in Marvels Label MAX für reifere Leser erschienen ist, gab es in den Comics kaum Tabus.

Jessica Jones - Alias

Sehr gelungen ist etwa die in den Alias-Heften 11 bis 14 erzählte Geschichte eines plötzlich verschwundenen Kleinstadt-Mädchens. Bei ihren Ermittlungen findet Jessica heraus, dass die hochtalentierte Rebecca für eine Mutantin gehalten wurde und daher von ihren Mitschülern ausgestoßen wurde. Mit Unterstützung des nüchternen Artworks von Michael Gayos beschwört Bendis eine anfangs idyllische Welt unter deren Oberfläche Abgründe von religiösen Wahnsinn und Intoleranz lauern.

Jessica Jones - Alias

Die Bilder von Michael Gayos mögen auf ihre grobe Art etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch sie gewinnen durch das originelle oft über zwei Seiten gehende Layout und eignen sich bestens um zähflüssige Verhöre oder unangenehme Gespräche in Szene zu setzen. Wer es gerne etwas dekorativer mag, dem hat die Serie mit ihren kunstvollen Covern von David Mack, sowie einigen ganzseitigen Illustrationen vom Maler-Meistern Bill Sienkiewicz, ebenfalls einiges zu bieten.

Jessica Jones - Alias

Panini veröffentlicht den ersten Run von “Jessica Jones“ in zwei fetten Tradepaperbacks, inklusive der Cover und einigen zusätzlichen Illustrationen von Gayos. Wer die Netflix-Serie mochte, sollte hier unbedingt zuschlagen!

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Fight Club 2 – Tyler Durden lebt

1999 gelang David Fincher mit “Fight Club“ ein ebenso verstörender wie brillant inszenierter Film. Grundlage war ein drei Jahre zuvor erschienener Roman von Chuck Palahniuk, der seine Geschichte jetzt als Comic-Serie bei Dark Horse fortführte. Noch vor dem US-Trade-Paperback erscheint bei Splitter erscheint ein großformatiger deutschsprachiger Sammelband. Enthalten sind die ersten von Cameron Stewart (“Batman & Robin“) gezeichneten Ausgaben, sowie diverse Titelbilder, die zumeist von David Mack (“Kabucki“) stammen.

Fight Club 2 - Tyler Durden lebt

Gestartet wurde die Serie im Mai 2015 mit einem 22-seitigen Gratis-Heft, das in den USA am Free Comic Book Day verteilt wurde, aber leider nicht im Sammelband enthalten ist. Im Zentrum des Geschehens steht wieder ein “Mann ohne Namen“, der als Sebastian ein stinknormales Leben führt, aber auch immer wieder auf Tyler Durden trifft, bzw. zu diesem wird. Verheiratet ist “Sebastian“ mit der bereits aus Buch und Film bekannten Marla Singer.

Fight Club 2 - Tyler Durden lebt

“Fight Club 2“ schildert wie “Sebastian“ versucht ein guter Vater und Ehemann zu sein, zugleich aber auch als Tyler Durden die Weltrevolution vorbereitet. Schauplätze sind einmal mehr Selbsthilfegruppen und jenes alte Holzhaus in dem die Kämpfe genauso lange dauern, wie sie dauern müssen.

Fight Club 2 - Tyler Durden lebtFinchers Film beeindruckte nicht nur durch die Geschichte, sondern auch dadurch wie diese erzählt wurde. Wohl auch daher gibt es im Comic immer wieder sehr originell gestaltete Comic-Seiten zu bestaunen. Mal scheinen sehr plastisch wirkende Tabletten und Pillen direkt auf den Seiten zu liegen und ein besonders brutaler Faustkampf endet mit einem riesigen Button der US-Selbstzensur “Comics Code“.

Fight Club 2 - Tyler Durden lebt

Cameron Stewarts sehr sorgfältig ausgeführten Comicseiten kommen im Großformat gut zur Geltung und Chuck Palahniuks verzwickte Geschichte macht gespannt auf die Fortsetzung.

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