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Trinity: Gemeinsam stark

Der Dunkle Ritter. Der Mann aus Stahl. Die Amazonen-Kriegerin. Die drei größten Helden im DC-Universum vereint in einer neuen monatlichen Serie. Dieser nicht ganz leichten Herausforderung nimmt sich Francis Manapul an. Er ist Schreiber und Zeichner in Personalunion. Unterstützt wird er zeichnerisch von Clay Mann und Emanuela Lupacchino. Heraus kommt ein wahrhaft poetisches Meisterwerk.

Trinity: Gemeinsam stark

Alle Pflanzen lieben Sonnenenergie. Niemand weiß das besser als Poison Ivy. Einerseits hat sie die Fähigkeit, sich mit allen Pflanzen verbinden zu können, andererseits hat sie auch den Wunsch, nach eigenen Kindern. Sie wird fündig in der magischen Traumwelt, die erschaffen wird von der parasitären, außeririschen Pflanze Black Mercy und ihrem Wirt. Jener Pflanze also, die von keinem geringeren als Alan Moore in For the Man Who Has Everything für Superman Annual #11 (1985) eingeführt wurde.

Trinity: Gemeinsam stark

Ihr ist jedes Mittel recht und so benutzt sie Superman (und Batman und Wonder Woman), um von einer Traumrealität sich das (Pflanzen-)Wesen White Mercy in ihre Welt zu holen. Supermans enorme Sonnensignatur ist wohl stark genug, um dies zu leisten. White Mercy ist ein (Traum-)Wesen, das von Mongul in seiner Traumwelt geschaffen wurde. Ganz im Bann von Black Mercy müssen die drei Helden durch diese Traumwelten reisen und erleben Schlüsselmomente ihres Lebens und lernen viel über sich selbst und die anderen.

Trinity: Gemeinsam stark

Erzählt wird eine einfühlsame Geschichte von Freundschaft. Großartig das Setting und die grafische Umsetzung. Die gewählten Orte der Handlungen und die Momente der Traumsequenzen sind mit viel Ehrfurcht und Geschick ausgesucht: Das Treffen der drei Superhelden zum Dinner auf der Farm der Kents, die geniale Einbindung von Supermans und Lois‘ Sohn Jon und viele andere kleine Besonderheiten runden dieses Werk ab. Es fällt einem nicht schwer, dieses besondere Gesamtkunstwerk zu lieben, das durch beeindruckende Bilder und seine Story zu überzeugen weiß.

Norbert Elbers

Trinity 1: Gemeinsam stark enthält: “US- Trinity (volume 2)” #1 – #6 (November 2016 bis April 2017); Text: Francis Manapul; Zeichnungen: Francis Manapul, Clay Mann, Emanuela Lupacchino; Tusche: Francis Manapul, Clay Mann, Seth Man, Matt Santorell, Ray McCarthy; Kolorierung: Francis Manapul; aus dem Amerikanischen von Marc Schmitz; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 444 Exemplare: € 20,00; 148 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover von Francis Manapul, Cover variant: Jason Fabok

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Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Alle paar Jahrzehnte scheint es bei langlebigen Serienfiguren vonnöten, dem Helden einen Relaunch zu verpassen, um die Figur nicht hinter dem schnöden Zeitgeist herhinken zu lassen. Das geht meist einher mit einer Rückbesinnung auf das Wesentliche, erweitert durch aktuelle An- und Einsichten.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Dieses Schicksal hat jetzt erneut die Figur des Trenchcoat-Magiers John Constantine (Hellblazer) ereilt – und ist dem aktuellen Autor Simon Oliver vortrefflich misslungen. Natürlich war die Latte hoch gehängt, trotzdem, was hätte er sich bei dieser Fülle an Möglichkeiten nicht alles aus den Fingern saugen können.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit
Der Zeichner Moritat gestaltete die ersten vier Kapitel des vorliegenden Tradepapers und er hat seine hellen Momente, kann mich allerdings insgesamt nicht überzeugen. Für das Artwork der beiden letzten Kapitel ist Pia Guerra (Y – The Last Man) verantwortlich, mit gewohntem elegant schönem Strich, die Schwächen der Geschichte kann sie natürlich nicht ausmerzen.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit
Der Constantine der 80er und 90er Jahre offenbarte sich dem Leser durch sein Denken und Handeln als egoistischer Drecksack. Der neue Hellblazer wird zwar als solcher beschimpft, seine realen Taten erschöpfen sich allerdings vorwiegend in zweideutigem Grinsen und sympathischem Augenzwinkern. Sicher, er ist auch nach dem Rebirth gerissen und smart, aber die Person der Schöpfer Alan Moore, Jamie Delano und Garth Ennis war darüber hinaus ein gnadenloser Zyniker und Alkoholiker, der weit mehr als nur coole Sprüche klopfte.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Jetzt glänzt Constantine als glattgebügelter Magie-Wischiwaschi, der mitnichten an seine Herkunft aus dem Horror-Genre erinnert. Gerne würde ich der Serie Erfolg wünschen, alleine mir fehlt der Glaube. Seufz.

Rainer Schneider

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Batman und Harley Quinn

Der 29. Film der Reihe DC Universe Animated Original Movies geht ganz weit zurück in die Historie des Superhelden-Zeichentrickfilms. 1992 tauchte in der Episode Joker’s Favor der genialen TV-Serie Batman – The Animated Series eine attraktive Dame im Harlekin-Kostüm auf. Harley Quinn gehörte zur Bande des Jokers und verfügte über mehr Humor als Batmans wohl gefährlichster Gegner, was in einer komplizierten Beziehung resultierte.

Batman und Harley Quinn

Im Comic Mad Love lieferten Harley Quinns Väter Paul Dini und Bruce Timm 1994 eine durchaus tragische Entstehungsgeschichte nach. Hier war zu erfahren, dass die kostümierte Dame die Psychologin Dr. Harleen Frances Quinzel ist, die in Arkham Asylum vom Joker verführt wurde und zur dunklen Seite der Macht überlief. Mit so einer schillernden Figur lassen sich unzählige Geschichten erzählen, was mittlerweile nicht nur im Trickfilm, sondern auch im Comic oder im Kino mit Suicide Squad geschehen ist. Aktuell trägt Harley keine Narrenkappe mehr, sondern ihr Haar in Form von verrückt gefärbten Rattenschwänzen.

Batman und Harley Quinn

Bruce Timm startete 2007 mit Superman: Doomsday eine Reihe von Zeichentrickfilmen, die ihre Premiere auf DVD und Blu-ray erleben und sich näher an den Comic-Vorlagen orientieren, als die meisten Realfilme mit Superhelden. Für Batman und Harley Quinn hat Timm sich stärker als ansonsten in letzter Zeit innerhalb der Reihe engagiert. Er fungierte nicht nur als Produzent, sondern auch als Autor. Timm wollte Harley Quinn zwar wieder in ihrem klassischen Kostüm, doch ohne den Joker, auftreten lassen. Stattdessen versucht sie, diesmal an der Seite von Batman und Nightwing, ihre alte Freundin Poison Ivy zu bekämpfen.

Batman und Harley Quinn

Das Resultat ist (inklusive eines Vorspanns in Pink-Panther-Look) sehr stylisch in Szene gesetzt, wirklich sehr komisch, wenn sich die Geschichte auf die menschlichen Schwächen des Trios Batman, Nightwing und Harley konzentriert, jedoch nur mäßig spannend, wenn Poison Ivy gemeinsam mit dem nervigen Floronic Man finstere Pläne in den Sümpfen von Louisiana schmiedet.

Batman und Harley Quinn

Als nächstes darf sich bei den DC Universe Animated Original Movies auf eine Adaption des von Mike Mignola gezeichneten Elseworld-Comic Gotham by Gaslight gefreut werden. Hier jagt Batman in einem viktorianischen Gotham Jack the Ripper!

Batman und Harley Quinn

Die Blu-ray von “Batman und Harley Quinn“ wird von Amazon auch mit einer exklusiven Harley-Quinn-Figur angeboten, die genauso aussieht wie ihr animiertes Ebenbild. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 74-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Der Harley Faktor“ (21:15 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “Nightwing und sein Synchronsprecher Loren Lester“ (11:46 min); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons aus der klassischen Batman-Trickfilmserie: “Harley and Ivy“ und “Harley‘s Holiday“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Batman: Gotham by Gaslight“ (8:30 min)

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Superman: Super-Söhne

Im Dezember 1972 führte Bob Haney in World’s Finest #215 die Super-Söhne ein. Sie waren die leiblichen Söhne von Superman bzw. Batman. Wer die Mütter waren, wurde nie gesagt.

Superman: Super-Söhne

Obwohl in der ersten Super-Söhne-Geschichte darauf hingewiesen wurde, dass es sich um tatsächliche Abenteuer aus dem Leben von Superman und Batman handelte, zeigte die letzte Geschichte von World’s Finest #263 (Juli 1980; „Final Secret of the Super-Sons“ von Dennis O’Neil), dass es die Söhne nie wirklich gegeben hatte – sie waren nur Computersimulationen. Geschaffen von Supermans Super-Computer aus seiner Festung der Einsamkeit. Aber bis dahin erfreuten sie sich über elf Hefte aus der Feder von Haney allergrößter Beliebtheit unter den Lesern.

Superman: Super-Söhne

Batman Jr. und Superman Jr. sprachen mit einem etwas übertriebenen Jugend-Slang, der in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren sehr populär war. Sie betrachten einander als Brüder, da beide den Druck verstanden, der daraus resultierte, der Sohn einer lebenden Legende zu sein. Kein Wunder also, dass dieses Konzept wieder mal aus der Mottenkiste der Ideen gekramt und wiederbelebt wird. Und wer wäre für diesen Job besser geeignet als Peter Tomasi? Er hat schon in seinen Erzählungen um Damian Wayne unter Beweis gestellt, dass er sich bei Geschichten, die sich um das Vater/Sohn-Verhältnis drehen, bestens auskennt. Nicht zuletzt, weil er viel aus eigenen Erfahrungen aus seiner Familie schöpft.

Superman: Super-Söhne

Damian und Jon werden als weltbeste F(r)e(u)inde für immer vorgestellt, die die Welt zusammen retten, wenn sie sich nicht vorher töten. Aber bis es soweit ist, müssen sie sich ganz schön zusammenraufen. Damian hat Jon nachspioniert und alles Mögliche über seine DNA herausgefunden. Nicht nur das, er weiß auch, dass Superboy versehentlich mit seinem Hitzeblick die Katze der Familie verdampft hat. Mit viel Wortwitz und Situationskomik charakterisieren Tomasi/Gleason die Kinder und deren Interaktion.

Superman: Super-Söhne

In der anderen Geschichte verschlägt es Superman, seinen Sohn Jon und den Superhund Krypto auf Dinosaurier-Island. Dort gibt es ein Wiedersehen mit dem letzten Überlebenden der Losers, Captain William Storm. Storm hatte seinen ersten Auftritt schon 1964. Und als Gruppe The Losers traten sie zum ersten Mal in G.I. Combat #138; Oktober/November 1969, geschaffen von Robert Kanigher, zusammen. Während der Crisis on Infinite Earths (1985) starben sie den Heldentod in dem fiktiven europäischen Kleinstaat Markovia. Unvergesslich ist aber ihr Wiedersehen in der Miniserie DC: The New Frontier (2004). Hier wurden sie zur Dinosaurierinsel geschickt, um Rick Flag zu retten. Nach und nach starben sie, bis nur noch Storm überlebte. Diese rührende Geschichte ist Darwyn Cooke gewidmet, dem Autor und Zeichner von DC: The New Frontier, der 2016 viel zu früh im Alter von 53 Jahren verstarb. DC: The New Frontier gewann mehrere Eisner Awards, Harvey Awards und Shuster Awards. In der dritten Geschichte (Annual #1) muss Superman von Swamp Thing so einiges über sich lernen. Seine Energiesignatur ist so ganz anders, als die des New-52-Supermans und passt nicht so richtig auf diese Erde. Es bleibt also spannend…

Norbert Elbers

Superman Sonderband 2: Super-Söhne; Enthält: “US- Superman volume 4” #7 – #11 (Dezember 2016 bis Januar 2017), Superman Annual #1 (Januar 2017); Text: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason; Zeichnungen: Patrick Gleason, Doug Mahnke, Jorge Jimenez; Tusche: Mick Gray, Jaime Mendoza; Kolorierung: John Kalisz, Will Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 333 Exemplare: € 20,00; 156 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Beide Cover von Patrick Gleason, Variant-Cover: Ivan Reis und Joe Prado

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Wonder Woman

Oh, Wunder, es scheint doch möglich zu sein einen diskutablen Film mit DC-Superhelden zu drehen. Ohne Zweifel hat hier Marvels erster Film mit Captain America Pate gestanden. Um dies etwas zu kaschieren wurde die Geschichte vom Erstkontakt der 1941 erstmals im Comic aufgetretenen Amazone mit der Menschheit vom Zweiten in den Ersten Weltkrieg verlegt.

Wonder Woman

Dass hierbei etwas arg sorglos mit der historischen Figur des General Ludendorff umgegangen wird, ist auch schon die einzige Schwäche des Films. Mit Patty Jenkins wurde jene Regisseurin verpflichtet, die Charlize Theron 2003 zum Oscar als beste Hauptdarstellerin in Monster verholfen hatte. Auch in Wonder Woman überzeugt die Hauptdarstellerin. Bereits in Batman v Superman: Dawn of Justice konnte Gal Gadot stärker beeindrucken als Ben Affleck oder Henry Cavill. In Wonder Woman behauptet sie sich einmal mehr in einer von Männern dominierten Welt und bestimmt sogar, wo es langgeht.

Wonder Woman

Doch der Film ist dabei kein verbissener Emanzen-Trip, sondern spielt mit viel Humor mit den Klischees des Superhelden- und Abenteuer-Genres. Einen guten Gegenpart findet Gal Gadot in Chris Pine, der sich mit viel Vergnügen auf ein Kräftemessen mit der selbstbewussten Amazone einlässt. Auch wenn die Schützengräben des Ersten Weltkriegs angemessen düster dargestellt werden, ist Wonder Woman sehr viel weniger finster und gewalttätig ausgefallen als die bisherigen Filme des DC Extended Universe.

Wonder Woman

Es bleibt abzuwarten, ob etwas von dieser positiven Grundstimmung in im November startenden DC-Film Justice League herübergerettet werden kann. Hier ist zwar wieder Gal Gadot als Wonder Woman mit an Bord, doch auf dem Regiestuhl sitzt einmal mehr Zack Snyder, der sehr viel stärker an Brutalitäten als an Zwischentönen interessiert ist.

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Teen Titans: Der Judas-Auftrag

Der 28. Film der Reihe DC Universe Animated Original Movie ist eine Fortsetzung von Justice League vs. Teen Titans zugleich aber auch eine Adaption der Comic-Storyline The Judas Conflict von Marv Wolfman und George Pérez aus dem Jahre 1984. Innerhalb dieses Comics hatte nicht nur der Schurke Deathstroke seinen ersten Auftritt, sondern Dick Grayson legte hier auch sein Robin-Kostüm ab und wurde zu Nightwing.

Teen Titans: Der Judas-Auftrag

Der Animationsfilm lässt neben Nightwing auch wieder den von Batmans Sohn Damian verkörperten Robin mitspielen, orientiert sich ansonsten jedoch stark an der Comic-Vorlage. Zu den Teen Titans gehören hier neben den beiden Robins noch Raven, Beast Boy, Blue Beetle, Starfire und die etwas undurchsichtige Terra. Da das Team aus fast ebenso viel weiblichen wie männlichen Mitgliedern besteht, menschelt es gewaltig.

Teen Titans: Der Judas-Auftrag
Die Animation der Action-Sequenzen ist ebenso gut gelungen, wie die Inszenierung der ruhigeren Szenen. Trotz der Hauptfiguren im Teenie-Alter ist die Erzählweise auch in diesem Animationsfilm sehr viel erwachsener ausgefallen als in den meisten Realfilmen des DC Extended Universe.

Teen Titans: Der Judas-AuftragDie Blu-ray von “Teen Titans: Der Judas-Auftrag“ wird von Amazon auch mit einer exklusiven Blue-Beetle-Figur angeboten. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 85-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Titanic Minds: Marv Wolfman and George Pérez“ (27:36 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “Deathstroke“ (9:00 min); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons: “Teen Titans: Terra“ und “Teen Titans: Titan Rising“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Batman und Harley Quinn“ (9:08 min)

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Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Lois Lane und Superman sind schwanger. Und der Joker hat keine Lust mehr immer wieder gegen Batman den Kürzeren zu ziehen: Er ersinnt sich einen Plan, wie er endlich mal auf Kosten eines Anderen es so richtig krachen lassen kann. Joker tötet erst Jimmy Olsen und dann bringt er noch Superman mit Hilfe von Scarecrows Angstgas dazu, Lois und das ungeborene Kind zu töten. Und nicht genug damit – Joker hatte eine Atombombe gestohlen und den Auslöser an Lois‘ Herzschlag gekoppelt. Als dieses aufhört zu schlagen detoniert die Bombe in Metropolis und elf Millionen Menschen sterben.

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Batman bringt den Joker ins Arkham Asylum und ist sich sicher, dass es etwas gibt, dass so rein ist, dass selbst Joker es nicht verderben kann: Superman. Aber diesmal irrt der Dunkle Ritter! Superman tötet den Joker!!

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Aber nicht nur das: Er sagt jeder Form von Tyrannei den Kampf an – sei es ein Diktator oder eine von Nevada aus gesteuerte US-amerikanische Drohne, die Rebellenführer töten soll mit den bekannten Kollateralschäden. Der Streit zwischen so vielen Interessen eskaliert. In der Bathöhle kommt es zu einer interessanten Unterredung zwischen Superman und Batman – Superman wirft Batman vor, zu wenig gegen Joker unternommen zu haben. Superman unterstellt ihm, dies getan zu haben, weil er den Joker liebte und das Kräftemessen mit ihm bräuchte.

INJUSTICE: GÖTTER UNTER UNS 4

Aquaman – der König aller Meere und von Atlantis – geht mit ziemlich harten Methoden gegen Walfänger vor und kommt somit mit Superman in Konflikt. Um Superman gruppieren sich Mitglieder der Justice League: Wonder Woman, Shazam, Green Lantern. Sie sorgen sich zwar weiterhin um die Menschen und helfen bei Katastrophen – stehen aber über den Gesetzen. Sie wollen die Insassen vom Arkham Asylum an einen unbekannten und sicheren Ort bringen. So möchte Superman sicherstellen, dass so etwas wie die Tat des Jokers nicht mehr möglich ist – alle Freaks und alle wahnsinnigen Verbrecher weggesperrt für immer.

INJUSTICE: GÖTTER UNTER UNS 4

Im Arkham Asylum kommt es dann zu einer tragischen Wende: Damian, der sich – gegen seinen eigenene Vater – auf die Seite von Superman stellt, liefert sich einen Kampf mit Nightwing, der loyal zu Bruce steht. Im Kampfgetümmel kommt Nightwing zu Tode. Der Widerstand gegen Superman wächst – allen voran nun der Dunkle Ritter Batman. Auch dieser schart Freunde und Kämpfer um sich: Huntress, Black Canary, Green Arrow, Black Lightning, Batwoman, Aquaman und Captain Atom. Den Rechtsbruch rechtfertigt Superman dadurch, indem er argumentiert, dass er zum Wohle der Menschen sei und die Menschen dadurch vor Schlimmerem bewahrt würden. Tom Taylor liefert eine überaus schlüssige und spannende Story ab. Angesiedelt ist diese gut runter geschriebene Geschichte in einer alternativen Realität des bekannten DC Universums mit den bekannten Helden und Schurken.

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In dem offiziellen Comic zum Videospiel aus dem Jahr 2013 „Injustice: Götter unter uns“ wird die Vorgeschichte zum Game erzählt und wieso auf einmal Helden gegen Helden kämpfen. Im Mai 2017 kam „Injustice 2“ auf den Markt.

Norbert Elbers

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr 1 (von 2);  Enthält: US-Injustice #1 – #6 (2013); Text: Tom Taylor; Zeichnungen: Jheremy Raapack, Alex Gimenez, Mike S. Miller, Bruno Redondo, David Yardin:, Tom Derenick; Tusche: Jheremy Raapack, Alex Gimenez, Mike S. Miller, Bruno Redondo, David Yardin, Tom Derenick, Jonas Trindade, Le Beau L. Underwood; Farben: Alejandro Sanchez, David Yardin, Alejandro Sanchez, Andrew Elder, David López, Jonas Trindade;aus dem Amerikanischen von  Peter Thannisch; Prestige; Softcover: € 16,99; 196 Seiten; farbig;  Panini/DC Comics

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Der Sohn von Superman

Im Juni 2016 startete DC mit DC-Rebirth den Neustart aller Heft-Serien, der nun auch bei uns in Deutschland angekommen ist. Nach dem Tod des New 52-Supermans (geschrieben von Grant Morrison) übernimmt der Nach-Crisis-Vor-Flashpoint-Superman wieder die Rolle des Supermans im DC Universum.

Der Sohn von Superman

Seit Convergence wissen wir, dass John Byrnes Post-Crisis Superman noch da war. Jetzt lebt er zusammen mit seiner Frau Lois Lane und ihrem gemeinsamen Sohn Jonathan unerkannt als Familie White auf einer Farm. Er vollbringt im Verborgenen seine guten Taten, Lois schreibt unter Pseudonym Enthüllungsbücher. Und der kleine Jon wächst unter der Fürsorge seiner Eltern behütet auf. Alles ändert sich aber, als seine Kräfte immer stärker werden und als dann noch der Eradicator auf der Erde auftaucht, und seine ganz eigenen Pläne mit dem Halb-Mensch-Halb-Kryptonier verfolgt, scheint die Situation zu eskalieren.

Der Sohn von Superman

Gleichzeitig bekommt Familie White auch noch Besuch einer Abordnung der Justice League in Person von Batman und Wonder Woman. Sie stehen dem neuen Superman skeptisch gegenüber und auch seinem Sohn. Mit viel Witz und Einfallsreichtum stellt Tomasi wieder einmal unter Beweis, dass er sich in Familienproblemen und der Gedankenwelt Heranwachsender bestens auskennt. Seine Geschichten über Damian Wayne in Batman and Robin waren von den Fans und Kritikern hochgelobte Geschichten.

Jon setzt seinen Hitzeblick ein, um die geliebte Hauskatze aus den Fängen eines Falken zu retten. Blöd nur, dass er dabei beide grillt und noch blöder, dass er dabei von dem Nachbarmädchen beobachtet wird. Diese aber zum Glück das Gesehene erst einmal für sich behält. Beim gemütlichen Plausch auf einem Ast eines großen Baumes über das Unglück, passiert gleich das nächste: Jon greift zu fest in den Ast und dieser bricht und Jon bleibt (seltsamerweise) bewusstlos auf dem Boden liegen. Der Opa des Mädchens bringt Jon zur Farm und Superman fliegt mit Lois und Sohn zur Festung der Einsamkeit des toten Supermans.

Der Eradicator (ein von General Zod erschaffener Roboter) erscheint und möchte das reine Krypton wiederherstellen. Ein Mischwesen würde nur stören, damit Krypton wahr und rein wieder aufgebaut werden kann. Der Kampf weitet sich aus und wird schließlich fortgesetzt in Batmans geheimer Bathöhle auf dem Mond. Lois schlüpft in Batmans Hellbat-Rüstung und vereint können sie die Maschine besiegen. Die Bilder von Gleason sind einfach, aber seine Fähigkeit, Gesichter und Emotionen darzustellen sind für die Story äußerst hilfreich: Das Dreamteam Tomasi/Gleason gehört sicherlich zum Besten, was DC im Moment zu bieten hat.

Norbert Elbers

Superman Sonderband 1: Der Sohn von Superman;  Enthält: “US- Superman” #1 – #6 (August 2016 bis November 2016); Text: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason; Zeichnungen: Patrick Gleason, Doug Mahnke, Jorge Jimenez; Tusche: Mick Gray, Jaime Mendoza; Kolorierung: John Kalisz, Will Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 14,99, variant und limitiert auf 555 Exemplare: € 18,00; 132 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Beide Cover von Patrick Gleason

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Swamp Thing

1971 erzählten der Autor Len Wein und der im März 2017 verstorbene Zeichner Bernie Wrightson die tragische Geschichte vom Biologen Alec Holland. Dieser wurde von einem eifersüchtigen Kollegen, der es auf dessen Frau abgesehen hatte, umgebracht. Anschließend wurde Alec “zum stinkenden Sumpf getragen und dort vergraben“. Doch Alec ging eine Metamorphose mit den wilden Sumpfblüten ein, wurde zum mächtigen Swamp Thing und rächte sich an seinem Mörder. Doch das entfremdete ihn von seiner Frau und traurig ging das Ding zurück in den Sumpf…

Swamp Thing

Diese auf nur acht Comic-Seiten im DC-Heft House of Secrets # 92 erzählte Geschichte wurde zu einem gewaltigen Erfolg. Nach anfänglichem Zögern machten sich Wein und Wrightson daran, aus Swamp Thing einen Serien-Helden zu machen. Sie ließen ihr tragisches Ungetüm auf das Monster von Frankenstein aber auch auf Batman treffen. Nach 10 Heften verließ Wrightson die Serie und drei Ausgaben später ging Len Wein von Bord. 1976 war dann erst einmal Schluss mit Swamp Thing.

Swamp Thing

1982 drehte Wes Craven eine gar nicht einmal so gute Verfilmung von Swamp Thing, der trotzdem sieben Jahre später eine etwas amüsantere Fortsetzung folgte. Ab 1993 entstand eine erstaunlich langlebige TV-Serie, die es auf 72 Episoden brachte. Dies alles belebte auch den Comic wieder, der zu einem Höhenflug ansetzte, als Alan Moore (Watchmen) 1983 als Autor einstieg und innerhalb der Serie ganz nebenbei auch noch den Detektiv und Magier John Constantine einführte.

Swamp Thing

Nach vielen weiteren Neustarts trat Len Wein 2016 wieder als Autor von Swamp Thing in Erscheinung. Die in sechs Heften erzählte Story hatte er bereits 30 Jahre zuvor gemeinsam mit Bernie Wrightson entwickelt. Doch als dieser plötzlich nicht mehr als Zeichner zur Verfügung stand, hatte DC kein Interesse an einer Veröffentlichung. Doch es gab ein Happy End, denn mit Kelley Jones wurde der optimale Zeichner gefunden.

Swamp Thing

Für Jones, der zu den interessantesten Batman-Zeichnern zählt, war Wrightson eine große Inspirationsquelle. Seine morbiden Bilder bilden den Hauptanreiz der Neu-Interpretation von Swamp Thing. Len Weins Story hingegen erscheint als ein eher schwacher Vorwand um Gastauftritte von Figuren wir Phantom Stranger, Zantana, Deadman, Spectre oder den von Jack Kirby erfundenen Dämonen Etrigan zu ermöglichen.

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Batman: Superschwer

Seit nunmehr 1939 ist Bruce Wayne Batman und Batman ist Bruce Wayne. Mit einigen Unterbrechungen: Für einige Zeit war Dick Grayson als Caped Crusader unterwegs und nach Knightfall 1993/1994 war Jean-Paul Valley Batman. Und in der Zukunft ist Terry McGinnis Batman von Bruce Waynes Gnaden.

Batman: Superschwer

Nach dem scheinbaren Tod von Batman und Joker in US-Batman #40 ist die Stelle des Batman vakant. Nun haben die Autoren als Nachfolger jemanden erkoren, von dem man es als letztes erwartet hätte: Jim Gordon. Hört sich komisch an, es funktioniert aber erstaunlich gut.

Batman: Superschwer

Die Großindustrielle Geri Powers von Powers Industries ist der Meinung, dass Gotham City einen Batman braucht. Ihre Firma hat einen High-Tech-Anzug entwickelt und sie möchte, dass James Gordon in ihm den Platz von Batman einnimmt. Parallelen zu Marvels Iron Man sind sicherlich gewollt. Ebenso hat Powers verschiedene Kampfrüstungen entwickelt. Hier wird ziemlich offensichtlich das Konzept von Tony Starks Anzügen kopiert.

Batman: Superschwer

Obwohl in dem Anzug jetzt jemand anderes steckt und jeder in der Stadt weiß, wer es ist, wird sehr viel über das Wesen von Batman gesprochen und diskutiert. Ein neuer und sehr mächtiger Gegner sorgt in Gotham City für Tod und Zerstörung: Mr. Bloom.

Batman: Superschwer

Gleichzeitig taucht unter nicht geklärten Umständen auch Bruce Wayne wieder auf. Er leidet unter Gedächtnisschwund und kann sich an seine Zeit als Batman nicht erinnern. Alfred klärt ihn zwar über vieles auf, den Tod seiner Eltern, aber lässt aus, dass er durch dieses Trauma zu Batman wurde. Gleichzeitig findet Bruce an seiner neuen Rolle Gefallen und spielt sogar mit dem Gedanken, Julia Madinson zu heiraten. Obwohl er weiß, dass ihr Vater Mallroy dem Kleinkriminellen Joe Chill die 45er verkaufte, mit der dieser Martha und Thomas Wayne erschoss.

Batman: Superschwer

Auch wenn man den Gedanken befremdlich findet mag, dass ausgerechnet der ehemalige Commissioner nun in die Rolle von Batman schlüpft und dem Leser auch klar sein dürfte, dass dies wieder nur ein kurzes Intermezzo sein wird, bis Bruce als Batman wiederkommt, so ist die vorliegende Story durchaus sehr spannend und überzeugend: Man kann dabei sein, wenn zur Batman-Historie ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.

Norbert Elbers

Batman Paperback #8: Superschwer, enthält: Divergence FCBD (2015), Juni 2015; Batman vol.2 #41 bis , August 2015; Batman Annual #4, Text: Scott Snyder, Brian Azzarello, James Tynion IV; Zeichnungen: Greg Capullo, Mark Simpson [als Jock]; Tusche: Danny Miki, Roge Antonio, Mark Simpson [als Jock]; Farben: FCO Plascencia, Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Steve Kups und Ralpg Kruhm; Prestige; Softcover: € 17,99; Hardcover: € 29,00; 220 Seiten; farbig; Februar 2017; Panini/DC Comics

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