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Batman vs. Robin

Auch der nunmehr schon 22. Film aus Warners „DC Universe Animated Original Movies„-Reihe ist näher an den Comicvorlagen orientiert, als dies bei den Realfilmen um Batman oder Superman der Fall ist.

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© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Als Vorlage diente diesmal die hauptsächlich von Scott Snyder geschriebene und von Greg Capullo gezeichnete Storyline „Batman: The Court of Owls“ (auf deutsch als „Die Nacht der Eulen“ veröffentlicht), über die im Bonusmaterial eine sehr interessante Dokumentation informiert. Batman bekommt es diesmal mit einer seine Heimatstadt Gotham schon seit Jahrhunderten dominierenden Verschwörer-Bande zu tun, deren wohlhabende Mitglieder sich hinter Eulen-Masken verstecken.

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© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Doch damit nicht genug, denn der Dunkle Ritter hat auch noch erhebliche Familienprobleme. Der an seiner Seite kämpfende Robin ist nicht mehr Dick Grayson, dieser ist aus dem rot-gelb-grünen Kostüm herausgewachsen und beschützt jetzt als Nightwing im Alleingang den Küstenort Blüdhaven. (Wie es zum Bruch mit Batman kam, das beschreibt sehr schön der ebenfalls auf der Blu-ray enthaltener Kurzfilm „Old Wounds“ aus der Batman Animated Reihe). Der neue Robin ist Damian Wayne, der bereits im gleichnamigen Animationfilm eingeführte “Son of Batman“.

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© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

“Batman vs. Robin” ist eine Art Fortsetzung zu “Son of Batman“ und hat in der Originalfassung auch identische Synchronsprecher. Die Geschichte ist äußerst spannend erzählt und wurde sehr gut animiert in Szene gesetzt. Dabei geht es manchmal so hart zur Sache, dass die FSK 16 Freigabe (“The Dark Knight Rises“ war ist ab 12 Jahren freigegen) durchaus angemessen erscheint. Ebenfalls auf der Blu-ray enthalten ist eine Vorschau auf das nächste „DC Universe Animated Original Movie“ “Justice League: Götter und Monster“.

Bei Müller ist übrigens noch vor dem offiziellen Start von “Batman vs. Robin” ein “limitiertes Set mit Schleich Spielfigur“ erschienen.

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© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 79-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar von Regisseur Jay Olivia sowie Produzenten Mike Carlin und James Tucker, ohne deutsche Untertitel) noch die Dokumentationen “The Mythic Court of Owls – Gothams Geheimnis“ (31:25 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), “The Talon of the Owl – Die Krallen“ (14:03 min), Aus dem DC-Comics-Archiv: Vier thematisch passende Bonus-Cartoons: “Batman: The Brave and the Bold: The Color of Revenge“, “Batman; The Animated Series: Old Wounds“, “Superman: The Animated Series: Obsession“ und “Young Justice: Auld Acquaintance“, der Merry Melodies Kurzfilm “Super Rabbit“ mit Bugs Bunny und eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League: Gods & Monsters“ (11:08 min)

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Arrow – Die komplette erste Staffel

Der 1941 erstmals im DC-Comicheft “More Fun Comics“ # 73 als Green Arrow auftretende Oliver Queen war zunächst eine Mischung aus Superheld und Robin Hood, was sich auch durch eine kecke rote Feder am spitzen grünen Hütchen sowie durch dessen Einsatz von Pfeil und Bogen bemerkbar machte. Da Oliver Queen aber auch ein Milliardär ist, über keine Superkräfte verfügt, keine Schusswaffen benutzt und ein Arrow-Car fährt, ist er auch eine etwas weniger düstere Variante von Batman. Die Figur wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte zum auch politisch engagierten Kämpfer und aus dem kecken Hütchen wurde eine grüne Kapuze.

Arrow - Die komplette erste Staffel
Eine wichtige Komponente im Mythos von Green Arrow ist, dass Oliver Queen auf einer Kreuzfahrt Schiffsbruch erlitt, sich auf eine einsame Insel rettete und dort das Bogenschießen erlernte. Diese sehr schnell erzählte Origin spielte jedoch ansonsten in den Comics keine große Rolle, erst der Autor Andy Diggle und der Zeichner Jock widmeten dem Insulaner Oliver Queen in ihrer Serie “Green Arrow – Das erste Jahr“ sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Dieser Comic beeinflusste die TV-Serie “Arrow“ so stark, dass Andy Diggle sogar zum Namenspatron für eine der Hauptfiguren wurde. Arrows Partner der Kriegsveteranen und Bodyguard heißt John Diggle.

Arrow - Die komplette erste Staffel

Die 23 Episoden der ersten Staffel von “Arrow“ erzählen wie Oliver Queen fünf Jahre nach seinem Schiffsbruch in seine Heimatstadt Starling City zurückkehrt und dort zum “Arrow“ wird. Zwischendrin gibt es immer wieder Rückblenden, die Queens Erlebnisse auf der vor der chinesischen Küste gelegenen gar nicht so einsamen Insel Lian Yu schildern und gelegentlich an die Serie “Lost“ denken lassen. Hauptinspirationsquelle für „Arrow“ dürfte jedoch zweifelsohne die Erfolgserie “Smallville“ gewesen sein, in der nicht nur von der Superman-Werdung des jungen Clarke erzählt wurde, sondern auch ein von Justin Hartley verkörperter “Green Arrow“ eine gar nicht so kleine Rolle spielte. Auch der pompöse Familiensitz der Familie Queen dürfte “Smallville“-Fans bekannt vorkommen, denn es ist das selbe in Kanada gelegene Hatley Castle in dem auch Lex Luthor residierte.

Arrow - Die komplette erste Staffel

Justin Hartleys Erbe trat der zunächst etwas unscheinbar wirkende Stephen Amell an, der Oliver Queen bzw. den Arrow mit sehr viel körperlichem Einsatz spielt. Aus dem großen Pool an interessanten Nebendarstellern ragen vor allem zwei sehr gegensätzliche Vaterfiguren heraus: Paul Blackthorne (“Lagaan – Es war einmal in Indien“) als schwer frustrierter Polizist und John Barrowman (“Torchwood“) als der schurkische Vater von Oliver Queens bestem Freund. In kleinen Portionen von Werbung unterbrochen auf VOX betrachtet, entfaltet “Arrow“ sein Potential nur bedingt. Doch als geballte Ladung auf DVD und Blu-ray in sehr guter Bild- und Tonqualität rollt vor den Augen des Betrachters ein großes Superhelden-Drama ab. Dieses mündet in ein wahrhaft knalliges Finale, das gespannt macht auf die zweite Staffel.

Arrow - Die komplette erste Staffel

Bonusmaterial der Blu-ray: „Wie Arrow zum Leben erweckt wurde“ (29:35 min) ein sehr interessantes Making Of, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Bericht über die oft vom Hauptdarsteller Stephen Amell selbst durchgeführten Stunts (18:53 min), zu einigen Episoden gibt es noch teilweise recht aufschlussreiche zusätzliche Szenen, verpatzte Szenen (2:08 min), Cast & Crew auf dem Paley Fest 2012 (27:26 min), Folder mit Infos zu den einzigen Episoden

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David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City war schon immer ein hässlicher Ort. Aber so prägnant, bedrohlich und wahrhaft vorstellbar beschrieben wie von David Lapham war diese Stadt noch nie dargestellt worden. Lapham steht für Horror- und Kriminalgeschichten von allererster Güte. Sein Meisterwerk „Stray Bullets“ erschien ab März 1995 (bis März 2014) bei El Capitan Books und gewann ein Jahr später den Eisner Award in der Kategorie „Best Writer/Artist“.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City ist ein Ungeheuer, dass unzählige Monster gebiert und ebenso viele Unschuldige verschlingt. Mittendrin versucht das Dynamische Duo aus Dunklem Ritter und dem Wunderknappen Robin wenigstens einige Wenige zu retten in diesem schier ausweglosen immerwährenden Kampf. Bei ihren Streifzügen durch diese Stadt begegnen ihnen unvorstellbares Leid, abgrundtiefe Verbrechen und menschliche Abgründe. Auf der Suche nach dem Dealer einer 14-jährigen Drogentoten muss Batman erkennen, dass es akutere und brennendere Fälle gibt. Was anfangs aussah wie ein gewöhnlicher Hausbrand entpuppt sich als die Spitze eines Eisberges um Menschenhandel und Korruption, in den nicht nur der Besitzer der Iceberg Lounge, der Pinguin, verwickelt ist, sondern auch die allerhöchsten Kreise in Gotham City.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Der Autor versteht es bestens, auch andere klassische Batman-Gegner wie Mr. Freeze und Killer Croc einzubauen und ihnen wichtige Schlüsselrollen zukommen zu lassen. Nebenbei werden auch neue Figuren kreiert. Die von Lapham meisterhaft komponierten und bitterbös modellierten Gedankengänge gehen mit den Bildern von Bachs eine einzigartige Symbiose ein. Der Horror ist wieder zurück in Batmans Welt! Die 12-telige Story (plus Prolog) erscheint endlich zusammengefasst in einem Band. Auch fast zehn Jahre nach ihrem ersten Erscheinen ist die Geschichte immer noch atemberaubend zu lesen. In der monatlichen Batman-Heft-Serie (von 2005 bei Panini) war sie schon einmal über die Hefte 9 bis 21 verteilt veröffentlich worden – aber in einem Rutsch gelesen entfaltet dieses Epos all seine Wucht und es fällt leicht, ganz in diesen Moloch einzutauchen und dort zu verschwinden…

Norbert Elbers

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Batman Anthologie

Dieses 372-seitige Hardcover-Buch feiert den 75. Geburtstag von Batman mit 20 interessant ausgewählten in sich abgeschlossenen Comic-Geschichten.

Batman Anthologie

Nicht fehlen dürfen natürlich Batmans erster Auftritt, die sechsseitige Geschichte “Der Fall des Chemie-Syndikats“ von Bob Kane und Bill Fingers aus “Detective Comics 27“ (Mai 1939) sowie die ein halbes Jahr später auf zwei Seiten nachgereichte Entstehungsgeschichte des Dunklen Ritters. Es folgt der erste Auftritt des Wunderknaben Robin. In dieser im April 1940 erschienenen Geschichte, an der Jerry Robinson als Zeichner beteiligt war, zeigt sich welch einen gewaltigen Fortschritt die Batman-Comics künstlerisch und erzählerisch im ersten Jahr machten.

Batman Anthologie

Dies setzt sich fort und das Buch belegt dies an gut ausgesuchten Beispielen. Interessant ist zum Beispiel die Geschichte “Unfälle nach Plan“, die eine witzige Erklärung dafür liefert, warum der zunächst sehr rundliche Butler Alfred plötzlich spindeldürr wurde. Der wahre Grund ist hierfür jedoch, dass die Comicfigur dem Darsteller William Austin angeglichen wurde, der den Butler 1943 im 15-teiligen Kino-Serial “The Batman“ verkörperte. Das erste Kapitel des Buches über den Batman des Golden Age beendet die Geschichte “Die Sensation des Jahrhunderts“ in der erstmals die später von Kim Basinger verkörperte Reporterin Vicki Vale auftrat.

Batman Anthologie

Das Silver Age schließlich wird eingeleitet mit einer Geschichte vom „Captain Future“ Schöpfer Edmond Hamilton von 1955 in der das dynamische Duo auf einen “Batman von morgen“ aus dem Jahre 3054 trifft. Die Batman-Comics wurden zu dieser Zeit immer alberner und die schwarze Fledermaus auf Batmans Brust mit einem gelben Oval unterlegt. Auf Wunsch der Produzenten der erfolgreichen TV-Serie mit Adam West debütierte 1967 in den Batman-Comics Batgirl als Identifikationsfigur für ein weibliches Publikum. Diese Story ist im Buch enthalten, genauso wie “Das Geheimnis der offenen Gräber“ das erste Batman-Team-Up von Autor Dennis O’Neil und Zeichner Neal Adams. Dieses Duo sorgte dafür, dass die Comics wieder ernsthafter wurden und dadurch ebneten sie den Weg für Frank Miller “The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons “Batman“-Kinofilm. Ebenfalls enthalten ist Frank Millers erste Batman-Geschichte “Gesucht: Santa Klaus – Tot oder lebendig“, geschrieben von Dennis O’Neil.

Batman Anthologie

Die letzten Batman-Comics im chronologisch geordneten Buch gehören sicher nicht zu den absoluten Höhepunkten, was auch daran liegt, dass seit Ende der Achtziger Jahre im Superhelden-Comic verstärkt auf epische sich über etliche Heft-Ausgaben und –Serien hinziehende Erzählungen gesetzt wird. Gute in sich abgeschlossene Geschichten sind eher Mangelware, doch ein Beispiel aus “Batman – Black and White“ oder auch “Mad Love“ von Paul Dini und Bruce Timm hätten dem Buch zur Zierde gereicht. Auch Beiträge von Jim Lee und Grant Morrison hätten meiner Meinung nach in eine „Batman Anthologie“ gehört. Doch dafür entschädigen die ausführlichen über das ganze Buch verteilten Texten, die alle Aspekte in der abwechslungsreichen Karriere des Mitternachtsdetektiv gebührend würdigen.

Joker Antologie

So mancher Leser mag sich wundern, warum der Joker, der mit Abstand schillerndste Gegner des Dunklen Ritter, in der “Batman Antologie“ kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso interessant zusammengestellte “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgte eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

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Hellblazer – Garth Ennis Collection

Nun liegen sie komplett vor, die von Garth Ennis getexteten Geschichten mit dem Mystiker John Constantine. Den Anfang des fünften diesmal besonders voluminösen Hardcover-Bandes bildet die sich Anno 1994 durch die Hellblazer-Hefte 78 bis 83 ziehende Storyline Das letzte Gefecht. Hier bekommt es Constantine mit dem Teufel höchstpersönlich zu tun und einige liebgewonnene Figuren verlassen die Serie für immer.

Hellblazer - Garth Ennis Collection

Ennis und der 2016 verstorbene Zeichner Steve Dillon befinden sich hier bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Genau wie bei ihren nächsten Meisterwerken Preacher und Punisher wechseln sich brutale überraschende Momente mit ruhigen nachdenklich machenden Dialogen und Monologen ab. Es geht dabei um nichts Geringeres als Gottes Unfähigkeit die Menschen gut sein zu lassen und Constantines Unvermögen wirklich von ganzen Herzen zu lieben, obwohl er in der Lage ist “mit minimalem Aufwand ein Maximum an Anhänglichkeit herauszukitzeln“.

Hellblazer - Garth Ennis CollectionDeutlich ruhiger als in “Das letzte Gefecht“ geht es danach in der 58-seitigen 1997 als Hellblazer Special veröffentlichten Geschichte Heartland. John Constantine taucht hier gar nicht auf. Im Zentrum steht dessen ehemalige Freundin Kathy Ryan alias Kit, sowie ihre vier Geschwister und deren nicht eben harmonisch verlaufender Vergangenheit. Mit dieser erstaunlich gut geerdeten Geschichte ganz ohne Hokuspokus auskommende Geschichte über das nicht eben leichte Leben in Belfast verabschiedete sich der Zeichner Steve Dillon von Hellblazer.

Hellblazer - Garth Ennis Collection

Garth Ennis kehrte 1998 noch einmal kurz zurück und konfrontierte John Constantine in der fünfteiligen Hellblazer-Miniserie Menschensohn mit den brutalen Auswirkungen einer vor langer Zeit aus verständlichen Gründen begangenen magischen Untat. Das zentrale Motiv der Figur, die durch seine Versuche Böse zu verhindern Böses anrichtet, wird hier schön drastisch herausgearbeitet. Die glatten fast schon cartoonmäßig anmutenden Zeichnungen vom Watchmen-Koloristen John Higgins sind etwas gewöhnungsbedürftig. Einziges Manko dieses prall mit beeindruckenden Geschichten gefüllten Hardcover-Bandes ist, dass die beeindruckenden Cover-Gemälde von Glenn Fabry leider meist nur sehr klein auf einer Viertelseite abgedruckt wurden.

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Batman / Superman: Gefahr für zwei Welten

Ja, so ein Neustart bietet viele Möglichkeiten, alte Geschichten neu zu erzählen.Eine beliebte und klassische Geschichte ist das erste Zusammentreffen der beiden größten Helden des Hauses DC: Batman und Superman. Historisch geschehen ist dies in der Mai/Juni Ausgabe von Superman #76 im Jahr 1952 auf der S.S. Varania geschehen. Weil das Schiff überbucht war mussten sich Bruce Wayne und Clark Kent eine Kabine teilen und lernten doch recht schnell die jeweils andere geheime Identität des anderen kennen. Nachzulesen ist dies auf Deutsch in Superman/Batman 6/1969 „Doppelrollen“ (Ehapa) bzw. in der DC Archiv Edition #10 von Panini von 2002.

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

In World’s Finest #94 von 1958 wurde dann noch einmal das allererste Aufeinandertreffen erzählt, bevor dann schließlich in Adventure Comics #275 („Origin of the Superman-Batman Team“, August 1960) doch noch erzählt wurde, wie das aller-allererste Zusammentreffen doch in Wirklichkeit war. Auf Deutsch erschienen beide Geschichten mehrmals bei Ehapa. Im Gedächtnis geblieben sein dürfte die Geschichte von dem jungen Bruce, der als Fliegender Fuchs in Smallville auftaucht, als er seinen Onkel und seine Tante dort besuchte. Klar, dass er in Smallville natürlich auf Superboy traf!

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

Nach der Krise der unendlich vielen Welten, war all dies ja nie geschehen und so konnte man abermals ein erstes Zusammentreffen von Superman und Batman erzählen: So passiert durch John Byrne in Man of Steel #3 im Jahr 1986. Nach dem kompletten Relaunch in New 52 glaubte man lange Zeit, dass sich die beiden in Justice League #1 zum ersten Mal trafen. Aber weit gefehlt: Nun endlich erfahren wir, wie es wirklich war!

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

All den alten Geschichten ist gemeinsam, dass man sie nicht vergessen konnte. Aber ob das Greg Pak mit seiner Geschichte gelungen ist? Er führt eine neue Gegnerin ein: Kaiyo. Sie verfügt über magische und mächtige Kräfte. Sie ist eine Göttin und gehorcht Darkseid. Sie möchte herausfinden, welches Batman/Superman-Team stärker ist – das von Erde-1 oder Erde-2. Auf Erde-1 sind sich unsere beiden Helden noch nie begegnet, aber die beiden Gegenstücke auf Erde-2 sind schon ein Team. Das Erde-1 (noch nicht-)Team ist unerfahren und weiß auch noch nichts von der Parallelwelt. Sie hauen aufeinander ein, begegnen alten Vertrauen und doch ist alles so fremd. Erde-2 Batman ist mit Catwoman verheiratet, die Eltern von Erde-2 Superman leben noch, wohingegen die von Erde-1 Superman schon tot sind.

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten
Variant-Cover

Zeitlich einzuordnen ist es also vor den Geschichten in Action Comics #1 und Justice League #1. Clark ist 22 Jahre alt und erst seit ein paar Monaten läuft er mit dem Cape rum. Abgerundet wird die Geschichte durch poetische Rückblenden aus der Kindheit von Bruce un Clrak, in denen Alfred kurz nach der Ermordung von Martha und Thomas Wayne eine Autopanne in Smallville hat und Bruce hier auf Clark trifft. Die Zeichnungen von Jae Lee sind sehr schön anzusehen.

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Constantine: Der Funke und die Flamme

Im Rahmen des im September 2011 erfolgten “New 52“-Relaunch startete DC gleichzeitig 52 Comic-Serien neu und feierte dies mit Ausgaben, die alle die Nummer 1 auf dem Cover trugen. Hierzu musste teilweise ganz schön tief in die Mottenkiste gegriffen werden und Serientitel wie “Mister Terrific“, “Captain Atom“, “Blue Beetle“ oder “Resurrection Man“ wurden mittlerweile schon längst wieder eingestellt.

Constantine

Immer noch am Laufen (und auch bei Panini auf Deutsch lieferbar) ist die von Peter Milligan getextete Serie “Justice League Dark“. Hier formierten sich “düstere“ DC-Figuren mit einem Hang zu Zauberei und Magie wie Madame Xanadu, Deadman, Shade, the Changing Man, Zatanna aber auch Frankenstein zu einem Team. Mit dabei ist natürlich auch der britische Mystery-Detektiv John Constantin, der sich zuvor innerhalb der Serie “Hellblazer“ eher bei der für erwachsenere Comic-Geschichten zuständigen DC-Tochter Vertigo herumtrieb.

Constantine: Der Funke und die Flamme

Nachdem “Hellblazer“ kurz zuvor mit Ausgaben 300 eingestellt wurde, bekam John Contantine ab Anfang 2013 eine eigene Serie im DC-Universum. “Constantine“ startete mit der vierten Welle der “New 52“-Comics und wird von den beiden auch als Zeichner tätigen Kanadiern Jeff Lemire (“Essex Country“, “Sweet Tooth“) und Ray Fawkes getextet. Beide haben auch schon für “Justice League Dark“ geschrieben. Ihr John Constantine reist innerhalb der fünfteiligen Eröffnungs-Serie “Der Funke und die Flame“, die Panini gebündelt veröffentlicht, über Norwegen und Myanmar (alias Birma oder Burma) zwar auch in seine Heimatstadt London, doch sein Hauptwohnsitz ist jetzt New York.

Constantine: Der Funke und die Flamme

Gezeichnet wurden die Miniserie, in der es um einen magischen Kompass geht, recht ansprechend von den Brasilianern Renato Guedes und Fabiano Newes. Zwar fehlt der Geschichte ein wenig der gesellschaftskritische gegenwartsbezogene Touch den Autoren wie Garth Ennis immer wieder bei “Hellblazer“ einbrachten, doch als Mystery-Serie funktioniert „Constantine“ bestens.

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