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Angriff der Batman-Armee

Detective Comics ist die Comicserie, dem der Verlag seinen Namen verdankt: DC Comics. Der wohl bekannteste Superheld (neben Superman und Wonder Woman) hatte hier in der Nummer #27 (Mai 1939) seinen ersten Auftritt: Batman. Seitdem war er ununterbrochen fester Bestandteil dieser Serie.

Angriff der Batman-Armee

Im Oktober 2011 war mit der Nummer #881 dann schließlich erst einmal Schluss, es folgten 52 Hefte während New 52 und nun geht es wieder weiter mit der Nummer #934 (= 881 + 52). In den USA erscheinen zwei Hefte pro Monat, das heißt, pünktlich zum 80. Geburtstag im Mai 2019 würde dann sehr werbewirksam – wenn nichts dazwischenkommt – die #1000 erscheinen.

Angriff der Batman-Armee

Irgendjemand, der sich bestens auskennt mit den Taktiken und Techniken von Batman macht Jagd auf kostümierte Vigilanten. Das erste Opfer ist Jean-Paul Valley – besser bekannt als Azrael. Und da Batman selbst keine Ahnung hat, wer dahinterstecken könnte und er Angst um seine Gefährten hat, schart er mit Hilfe von Kathy Kane eine Gruppe um sich und vereint sie in einem neuen Hauptquartier, dessen moderne Technik von Tim Drake erdacht wurde. Aus dem einsamen Mitternachtsdetektiven Batman wird in der neuen Story ein Teamplayer, der zusammen mit seiner Cousine Kathy Kane/Batwoman zuerst vier neue Teammitglieder rekrutiert: Tim Drake/Red Robin, Cassandra Cain/Orphan, Stephanie Brown/Spoiler und Basil Karlo/Clayface.

Angriff der Batman-Armee

Im neuen DC Rebirth-Universum sind neue und alte Figuren wieder unterwegs – alle in neuem Gewand -, genauso wie neue Kreative. Der Autor James Tynion IV nimmt sich sehr viel Zeit für Dialoge und Charakterisierungen der einzelnen Helden und Bösewichte, aber ohne, dass die Action zu kurz käme. Clayface kommt erstaunlich vielschichtig und nachvollziehbar rüber. Der ehemalige Gegner erweist sich im Team als große Ergänzung und Hilfe im Kampf gegen die neue Organisation, die gegen Batman vorgeht und an dessen Spitze jemand steht, von dem wir es nicht erwartet hätten.

Angriff der Batman-Armee
Das gibt dem ganzen noch einmal mehr Spannung. Der finale Kampf endet mit dem scheinbaren Tod von Tim Drake – die Leser wissen es zwar besser, aber die genauen Zusammenhänge bleiben im Dunklen. Das Batman-Team muss sich mit diesem Verlust auseinandersetzen und das ist erwartungsgemäß nicht einfach. Der große Unbekannte, der für Tims Rettung verantwortlich ist, kommt aus dem Superman-Universum und wirft schon seine Schatten voraus auf das ganz große Event: Doomsday Clock.
Der Brasilianer Eddy Barrow liefert Bilder von atemberaubender Schönheit und Detailverliebtheit (was man sehr gut an den geinkten Originalen erkennt).

Norbert Elbers

Angriff der Batman-Armee

Batman: Detective Comics Paperback 1 – Angriff der Batman-Armee Enthält: Detective Comics #934 – #940 (August 2016 bis Oktober 2016); Text: James Tynion IV; Zeichnungen: Eddy Barrows, Alejandro Barrionuevo, Alvaro Martinez; Tusche: Eber Ferreira, Alejandro Barrionuevo, Raul Fernandez; Farben: Brad Anderson, Adriano Honorato, Lucas; aus dem Amerikanischen von Ralph Kruhm; Prestige; Softcover: € 16,99; lim Hardcover mit Blechschild: € 25,00; 180 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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Enrico Marini: Batman – Der Dunkle Prinz

“Ich arbeitete gerade an meiner Comic-Reihe Die Adler Roms als plötzlich Batman an meiner Tür klopfte. Na ja eigentlich krachte er durch mein Fenster, so wie er es meistens tut, wenn er es eilig hat. Er sah zu mir herunter und sagte: Enrico, ich möchte, dass Du eine Geschichte über mich schreibst und zeichnest.“

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Ganz so wie es der Comic-Zeichner Enrico Marini (Gipsy, Raubtiere: Jäger der Nacht) in seinem Vorwort zu diesem Band beschreibt, hat es sich dann doch nicht zugetragen. Vielmehr hat Marini daheim schon eine Art Batsignal angeschmissen, damit der Dunkle Ritter auch wirklich zu ihm kommt.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Als der Zeichner feststellte, dass seine französischen Verleger bei Dargaud-Lombard über ihr Label Urban Comics auch die Superhelden aus dem Hause DC herausbrachten, fragte er, halb im Scherz, ob sie nicht dafür sorgen könnten, dass er sich auch einmal an Batman versuchen dürfe. Dies kam DC-Chef Jim Lee zu Ohren, der Marinis Comics kennt und schätzt, was schließlich in den Comic Batman: Der Dunkle Prinz resultierte.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

In Europa erscheint das Werk zunächst in zwei Hardcover-Alben im “frankobelgischen“ Format und mittlerweile liegt auch eine Gesamtausgabe vor. Genau wie bei Die Adler Roms fungiert Marini bei seiner Batman-Version als Zeichner und Autor. In seiner Geschichte tritt Batman einmal mehr gegen den Joker an, hat eine Affäre mit Catwoman und auch Harley Quinn ist dabei. Anfangs gibt es reichlich Verfolgungsjagden und krude Joker-Brutalitäten, also nichts Überraschendes. Ganz witzig wird es, als Batman Commissioner Gordon veralbert, weil dieser eine elektrische Zigarette raucht, worauf der Polizist entgegnet: “Sagt der Kerl, der im Fledermauskostüm rumrennt.“

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz
Doch dann schiebt sich ein interessanter Handlungsstrang ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Kleiner Spoiler: Eine Kellnerin behauptet, Bruce Wayne sei der Vater ihrer kleinen Tochter Alina und eine DNA-Analyse scheint dies zu bestätigen. Doch dann wir  Alina vom Joker entführt.

Enrico Marini: Batman - Der Dunkle Prinz

Stärker noch als die Story fesselt bei diesem Comic die souveräne Art, mit der Marini sich das Batman-Universum aneignet. Es schimmern zwar bekannte Versatzstücke durch, vor allem aus den Batman-Kinofilmen (die eher bunte als finstere Farbgebung scheint sich stärker an Joel Schumacher als an Burton, Nolan oder Snyder zu orientieren), doch Marini ist es scheinbar problemlos gelungen mit dem Dunklen Ritter einen Comic-Geschichte zu erzählen, die sich nahtlos in sein faszinierendes Gesamtwerk einfügt.

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DC Universe: Rebirth

Seit nunmehr fast 80 Jahren erscheinen monatlich bei DC Superhelden-Comics. Bei einer so langen Zeit und vielen wechselnden Autoren und Kreativen (die alle den diversen Figuren ihren persönlichen Stempel aufdrücken möchten) ist es fast schon normal, dass sich die Interpretationen der Charaktere unterscheiden, wiedersprechen und Handlungsstränge sich verändern. Daher ist es nötig, alle paar Jahre mal wieder aufzuräumen und in die Kontinuität etwas Ordnung zu bringen.

DC Universe: Rebirth

Die ganz großen DV-Events der letzten Jahre waren Crisis on Infinite Earths (1985/1986), Zero Hour (1994), Infinite Crisis (2005), Final Crisis (2008), Flashpoint (2011), The New 52 (2011) und Convergence (2015). Man sieht, die Abstände werden immer kürzer. Das neueste Event hat den Namen DC Rebirth.

DC Universe: Rebirth

Das DC Rebirth-Universum bevölkern wieder viele Charaktere, welche nach Flashpoint und während der New 52-Ära keine Auftritte in den DC-Heften hatten. Aqualad, Doctor Fate, Ryan Choi u.v.a.m. sind wieder da und der frühere Flash Wally West muss darum kämpfen, dass Bruce Wayne, Barry Allen und die anderen Helden sich an die Vor-Flashpoint-Ära erinnern.

DC Universe: Rebirth

Andere Charaktere wie zum Beispiel Blue Beetle/Ted Kord kehren in ihrer Vor-Flashpoint-Inkarnation zurück. Aus Gründen, die bisher noch im Dunkeln liegen zeigt sich, dass Dr. Manhattan (aus dem Watchmen-Universum) jedem Charakter des alten DC-Universums etwa 10 Jahre genommen hat und ihn jünger machte.

DC Universe: Rebirth

Am Ende findet Batman in seiner Höhle einen sehr bekannten und ikonenhaften Button: Den Smiley-Button auf dem sich das Blut des Comedians von den Watchmen befindet. Es ist also kein Geheimnis mehr: Die Watchmen kehren zurück und werden eingegliedert in das “normale“ DC-Universum!

DC Universe: Rebirth

Das erste Paperback zu Rebirth enthält neben dem Heft auch noch auf ca. 30 Seiten Zusatzinformationen, Bonusmaterial (diverse Cover und Entwürfe), Charakter-Design-Studien und viele Erklärungen zu einzelnen Szenen und zu den Watchmen.

Norbert Elbers

Enthält: DC Universe: Rebirth #1; Text: Geoff Johns; Zeichnungen: Ivan Reis, Phil Jimenez, Ethan Van Sciver, Gary Frank; aus dem Amerikanischen von Christian Heiß; Prestige; Softcover: € 12,99; Hardcover: € 20,00, 116 Seiten; farbig, Panini/DC Comics

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Justice League Anthologie

Nach den voluminösen Büchern Batman Anthologie, Joker Anthologie, Harley Quinn Anthologie, Flash Anthologie und Wonder Woman Anthologie folgt ein Sammelband über das wichtigste Team im DC-Universum.

Justice League Anthologie

Bereits 1940 formierten sich DC-Helden wie Flash, Hawkman oder Green Lantern zur Justice Society of America. Als die Serie 20 Jahre später revitalisiert werden sollte, erschien der Begriff “Society“ zu elitär und es wurde der bei Baseball-Liga entlehnte Name Justice League of America geeigneter.

Justice League Anthologie

Zum Team gehörten jetzt neben dem großen DC-Helden-Trio Superman, Batman und Wonder Woman noch Flash, Green Lantern, Aquaman und Martian Manhunter. Ihr ersten Auftritt hatte die League 1960 im Heft The Brave and the Bold # 28.

Justice League Anthologie

Hier musste das Team gegen einen besonders skurrilen Gegner antreten. Bei dem galaktischen Eroberer Starro handelt es sich um ein an einen riesigen Seestern erinnerndes Monster…

Justice League Anthologie

Diese erste Geschichte kommt in der Justice League Anthologie komplett zum Abdruck. Enthalten sind 13 weitere Comics von unterschiedlicher Länge aus fünf Jahrzehnten voller heldenhafter Einsätze der Gerechtigkeitsliga, wie das Team bei uns genannt wurde.

Justice League Anthologie

Hinzu kommen informative Texte, die Biografien bedeutender Comickünstler wie Gardner Fox, Grant Morrison oder Geoff Jones enthalten und auch auf die deutsche Veröffentlichungsgeschichte eingehen.

Justice League Anthologie

Außerdem sind noch Pläne der sich im Laufe der Jahrzehnte verändernden Hauptquartiere der Justice League auf der Erde und auf dem Mond enthalten. Eine so lebendig präsentierte Comicgeschichte bereitet viel Vergnügen und lässt auf viele weitere DC-Anthologien hoffen.

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Batman: Ich bin Gotham

New-52 ist zu Ende und die DC-Rebirth-Ära hat begonnen. Mit dem Neustart des DC-Universums debütiert Tom King in der Hauptserie Batman, die in USA nun 14-tägig erscheint. Von Scott Snyder (der immerhin von November 2011 bis Juli 2016 die Serie schrieb) übernimmt Tom King die Batman-Serie und Bruce Wayne übernimmt wieder die Rolle des Batman. Gordon ist wieder der Commissioner. Und es geht sehr actionreich zu.

Batman: Ich bin Gotham

King zelebriert einen Ritt Batmans auf einem abstürzenden Flugzeug, der zwar schier unmöglich ist, aber gekonnt und temporeich daherkommt. In letzter Sekunde kommen ihm zwei neue Superhelden mit übermenschlichen Kräften zu Hilfe: Gotham und Gotham Girl. Selten war Batman härter, cooler und actionreicher.

Batman: Ich bin Gotham

Vieles aus dem Werdegang der Geschwister Gotham (Hank Clover) und Gotham Girl (Claire Clover) wird erzählt, die ganze Geschichte wie sie zu ihren Kräften kamen, muss noch geliefert werden. Es gibt ein Wiedersehen mit alten gefährlichen Widersachern von Batman (Hugo Strange, Psycho Pirate) und einigen alten Lachnummern aus alten Tagen (Captain Stingaree und Kite Man). Hier erleben viele alte Charaktere ihren ganz persönlichen Rebirth-Moment.

Batman: Ich bin Gotham

Sehr gefühlvoll charaterisiert King die Figuren. Tom King wurde 1978 in Amerika geboren. Er studierte Philosophie und Geschichte an der Columbia University, Abschluss 2000. Nach den Terroanschlägen 9/11 (2001) war er sieben Jahre CIA-Agent  bei der Terrorabwehr. Er hat für Marvel gearbeitet (Vision) und u.a. für DC bei Nightwing. Aus seiner Feder (zusammen mit Tim Seeley) ist ebenfalls die als Agententhriller angelegte Stroyline Grayson – hier wird Dick Grayson zum Agenten 37 bei Spyral. Die harten und detailreichen Zeichnungen von Finch passen perfekt.

Norbert Elbers

Batman Paperback 1 – Ich bin Gotham; enthält: Batman: Rebirth #1 und Batman (vol. 3) #1 – #6 (August 2016 bis Oktober 2016); Text: Scott Snyder, Tom King; Zeichnungen: David Finch, Ivan Reis, Mikel Janin; Tusche: Danny Miki; Oclair Albert, Mikel Janin, Matt Branning, Scott Hanna, David Finch, Joe Prado, Sandra Hope-Archer; Farben: Jordie, ellaire, June Chung, Marcelo Maiolo; aus dem Amerikanischen von Ralph Kruhm; Prestige; Softcover: € 16,99; lim Hardcover mit Blechschild: € 25,00; 180 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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Trinity: Gemeinsam stark

Der Dunkle Ritter. Der Mann aus Stahl. Die Amazonen-Kriegerin. Die drei größten Helden im DC-Universum vereint in einer neuen monatlichen Serie. Dieser nicht ganz leichten Herausforderung nimmt sich Francis Manapul an. Er ist Schreiber und Zeichner in Personalunion. Unterstützt wird er zeichnerisch von Clay Mann und Emanuela Lupacchino. Heraus kommt ein wahrhaft poetisches Meisterwerk.

Trinity: Gemeinsam stark

Alle Pflanzen lieben Sonnenenergie. Niemand weiß das besser als Poison Ivy. Einerseits hat sie die Fähigkeit, sich mit allen Pflanzen verbinden zu können, andererseits hat sie auch den Wunsch, nach eigenen Kindern. Sie wird fündig in der magischen Traumwelt, die erschaffen wird von der parasitären, außeririschen Pflanze Black Mercy und ihrem Wirt. Jener Pflanze also, die von keinem geringeren als Alan Moore in For the Man Who Has Everything für Superman Annual #11 (1985) eingeführt wurde.

Trinity: Gemeinsam stark

Ihr ist jedes Mittel recht und so benutzt sie Superman (und Batman und Wonder Woman), um von einer Traumrealität sich das (Pflanzen-)Wesen White Mercy in ihre Welt zu holen. Supermans enorme Sonnensignatur ist wohl stark genug, um dies zu leisten. White Mercy ist ein (Traum-)Wesen, das von Mongul in seiner Traumwelt geschaffen wurde. Ganz im Bann von Black Mercy müssen die drei Helden durch diese Traumwelten reisen und erleben Schlüsselmomente ihres Lebens und lernen viel über sich selbst und die anderen.

Trinity: Gemeinsam stark

Erzählt wird eine einfühlsame Geschichte von Freundschaft. Großartig das Setting und die grafische Umsetzung. Die gewählten Orte der Handlungen und die Momente der Traumsequenzen sind mit viel Ehrfurcht und Geschick ausgesucht: Das Treffen der drei Superhelden zum Dinner auf der Farm der Kents, die geniale Einbindung von Supermans und Lois‘ Sohn Jon und viele andere kleine Besonderheiten runden dieses Werk ab. Es fällt einem nicht schwer, dieses besondere Gesamtkunstwerk zu lieben, das durch beeindruckende Bilder und seine Story zu überzeugen weiß.

Norbert Elbers

Trinity 1: Gemeinsam stark enthält: “US- Trinity (volume 2)” #1 – #6 (November 2016 bis April 2017); Text: Francis Manapul; Zeichnungen: Francis Manapul, Clay Mann, Emanuela Lupacchino; Tusche: Francis Manapul, Clay Mann, Seth Man, Matt Santorell, Ray McCarthy; Kolorierung: Francis Manapul; aus dem Amerikanischen von Marc Schmitz; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 444 Exemplare: € 20,00; 148 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover von Francis Manapul, Cover variant: Jason Fabok

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Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Alle paar Jahrzehnte scheint es bei langlebigen Serienfiguren vonnöten, dem Helden einen Relaunch zu verpassen, um die Figur nicht hinter dem schnöden Zeitgeist herhinken zu lassen. Das geht meist einher mit einer Rückbesinnung auf das Wesentliche, erweitert durch aktuelle An- und Einsichten.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Dieses Schicksal hat jetzt erneut die Figur des Trenchcoat-Magiers John Constantine (Hellblazer) ereilt – und ist dem aktuellen Autor Simon Oliver vortrefflich misslungen. Natürlich war die Latte hoch gehängt, trotzdem, was hätte er sich bei dieser Fülle an Möglichkeiten nicht alles aus den Fingern saugen können.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit
Der Zeichner Moritat gestaltete die ersten vier Kapitel des vorliegenden Tradepapers und er hat seine hellen Momente, kann mich allerdings insgesamt nicht überzeugen. Für das Artwork der beiden letzten Kapitel ist Pia Guerra (Y – The Last Man) verantwortlich, mit gewohntem elegant schönem Strich, die Schwächen der Geschichte kann sie natürlich nicht ausmerzen.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit
Der Constantine der 80er und 90er Jahre offenbarte sich dem Leser durch sein Denken und Handeln als egoistischer Drecksack. Der neue Hellblazer wird zwar als solcher beschimpft, seine realen Taten erschöpfen sich allerdings vorwiegend in zweideutigem Grinsen und sympathischem Augenzwinkern. Sicher, er ist auch nach dem Rebirth gerissen und smart, aber die Person der Schöpfer Alan Moore, Jamie Delano und Garth Ennis war darüber hinaus ein gnadenloser Zyniker und Alkoholiker, der weit mehr als nur coole Sprüche klopfte.

Hellblazer 1: Die giftige Wahrheit

Jetzt glänzt Constantine als glattgebügelter Magie-Wischiwaschi, der mitnichten an seine Herkunft aus dem Horror-Genre erinnert. Gerne würde ich der Serie Erfolg wünschen, alleine mir fehlt der Glaube. Seufz.

Rainer Schneider

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Batman und Harley Quinn

Der 29. Film der Reihe DC Universe Animated Original Movies geht ganz weit zurück in die Historie des Superhelden-Zeichentrickfilms. 1992 tauchte in der Episode Joker’s Favor der genialen TV-Serie Batman – The Animated Series eine attraktive Dame im Harlekin-Kostüm auf. Harley Quinn gehörte zur Bande des Jokers und verfügte über mehr Humor als Batmans wohl gefährlichster Gegner, was in einer komplizierten Beziehung resultierte.

Batman und Harley Quinn

Im Comic Mad Love lieferten Harley Quinns Väter Paul Dini und Bruce Timm 1994 eine durchaus tragische Entstehungsgeschichte nach. Hier war zu erfahren, dass die kostümierte Dame die Psychologin Dr. Harleen Frances Quinzel ist, die in Arkham Asylum vom Joker verführt wurde und zur dunklen Seite der Macht überlief. Mit so einer schillernden Figur lassen sich unzählige Geschichten erzählen, was mittlerweile nicht nur im Trickfilm, sondern auch im Comic oder im Kino mit Suicide Squad geschehen ist. Aktuell trägt Harley keine Narrenkappe mehr, sondern ihr Haar in Form von verrückt gefärbten Rattenschwänzen.

Batman und Harley Quinn

Bruce Timm startete 2007 mit Superman: Doomsday eine Reihe von Zeichentrickfilmen, die ihre Premiere auf DVD und Blu-ray erleben und sich näher an den Comic-Vorlagen orientieren, als die meisten Realfilme mit Superhelden. Für Batman und Harley Quinn hat Timm sich stärker als ansonsten in letzter Zeit innerhalb der Reihe engagiert. Er fungierte nicht nur als Produzent, sondern auch als Autor. Timm wollte Harley Quinn zwar wieder in ihrem klassischen Kostüm, doch ohne den Joker, auftreten lassen. Stattdessen versucht sie, diesmal an der Seite von Batman und Nightwing, ihre alte Freundin Poison Ivy zu bekämpfen.

Batman und Harley Quinn

Das Resultat ist (inklusive eines Vorspanns in Pink-Panther-Look) sehr stylisch in Szene gesetzt, wirklich sehr komisch, wenn sich die Geschichte auf die menschlichen Schwächen des Trios Batman, Nightwing und Harley konzentriert, jedoch nur mäßig spannend, wenn Poison Ivy gemeinsam mit dem nervigen Floronic Man finstere Pläne in den Sümpfen von Louisiana schmiedet.

Batman und Harley Quinn

Als nächstes darf sich bei den DC Universe Animated Original Movies auf eine Adaption des von Mike Mignola gezeichneten Elseworld-Comic Gotham by Gaslight gefreut werden. Hier jagt Batman in einem viktorianischen Gotham Jack the Ripper!

Batman und Harley Quinn

Die Blu-ray von “Batman und Harley Quinn“ wird von Amazon auch mit einer exklusiven Harley-Quinn-Figur angeboten, die genauso aussieht wie ihr animiertes Ebenbild. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 74-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Der Harley Faktor“ (21:15 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “Nightwing und sein Synchronsprecher Loren Lester“ (11:46 min); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons aus der klassischen Batman-Trickfilmserie: “Harley and Ivy“ und “Harley‘s Holiday“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Batman: Gotham by Gaslight“ (8:30 min)

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Superman: Super-Söhne

Im Dezember 1972 führte Bob Haney in World’s Finest #215 die Super-Söhne ein. Sie waren die leiblichen Söhne von Superman bzw. Batman. Wer die Mütter waren, wurde nie gesagt.

Superman: Super-Söhne

Obwohl in der ersten Super-Söhne-Geschichte darauf hingewiesen wurde, dass es sich um tatsächliche Abenteuer aus dem Leben von Superman und Batman handelte, zeigte die letzte Geschichte von World’s Finest #263 (Juli 1980; „Final Secret of the Super-Sons“ von Dennis O’Neil), dass es die Söhne nie wirklich gegeben hatte – sie waren nur Computersimulationen. Geschaffen von Supermans Super-Computer aus seiner Festung der Einsamkeit. Aber bis dahin erfreuten sie sich über elf Hefte aus der Feder von Haney allergrößter Beliebtheit unter den Lesern.

Superman: Super-Söhne

Batman Jr. und Superman Jr. sprachen mit einem etwas übertriebenen Jugend-Slang, der in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren sehr populär war. Sie betrachten einander als Brüder, da beide den Druck verstanden, der daraus resultierte, der Sohn einer lebenden Legende zu sein. Kein Wunder also, dass dieses Konzept wieder mal aus der Mottenkiste der Ideen gekramt und wiederbelebt wird. Und wer wäre für diesen Job besser geeignet als Peter Tomasi? Er hat schon in seinen Erzählungen um Damian Wayne unter Beweis gestellt, dass er sich bei Geschichten, die sich um das Vater/Sohn-Verhältnis drehen, bestens auskennt. Nicht zuletzt, weil er viel aus eigenen Erfahrungen aus seiner Familie schöpft.

Superman: Super-Söhne

Damian und Jon werden als weltbeste F(r)e(u)inde für immer vorgestellt, die die Welt zusammen retten, wenn sie sich nicht vorher töten. Aber bis es soweit ist, müssen sie sich ganz schön zusammenraufen. Damian hat Jon nachspioniert und alles Mögliche über seine DNA herausgefunden. Nicht nur das, er weiß auch, dass Superboy versehentlich mit seinem Hitzeblick die Katze der Familie verdampft hat. Mit viel Wortwitz und Situationskomik charakterisieren Tomasi/Gleason die Kinder und deren Interaktion.

Superman: Super-Söhne

In der anderen Geschichte verschlägt es Superman, seinen Sohn Jon und den Superhund Krypto auf Dinosaurier-Island. Dort gibt es ein Wiedersehen mit dem letzten Überlebenden der Losers, Captain William Storm. Storm hatte seinen ersten Auftritt schon 1964. Und als Gruppe The Losers traten sie zum ersten Mal in G.I. Combat #138; Oktober/November 1969, geschaffen von Robert Kanigher, zusammen. Während der Crisis on Infinite Earths (1985) starben sie den Heldentod in dem fiktiven europäischen Kleinstaat Markovia. Unvergesslich ist aber ihr Wiedersehen in der Miniserie DC: The New Frontier (2004). Hier wurden sie zur Dinosaurierinsel geschickt, um Rick Flag zu retten. Nach und nach starben sie, bis nur noch Storm überlebte. Diese rührende Geschichte ist Darwyn Cooke gewidmet, dem Autor und Zeichner von DC: The New Frontier, der 2016 viel zu früh im Alter von 53 Jahren verstarb. DC: The New Frontier gewann mehrere Eisner Awards, Harvey Awards und Shuster Awards. In der dritten Geschichte (Annual #1) muss Superman von Swamp Thing so einiges über sich lernen. Seine Energiesignatur ist so ganz anders, als die des New-52-Supermans und passt nicht so richtig auf diese Erde. Es bleibt also spannend…

Norbert Elbers

Superman Sonderband 2: Super-Söhne; Enthält: “US- Superman volume 4” #7 – #11 (Dezember 2016 bis Januar 2017), Superman Annual #1 (Januar 2017); Text: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason; Zeichnungen: Patrick Gleason, Doug Mahnke, Jorge Jimenez; Tusche: Mick Gray, Jaime Mendoza; Kolorierung: John Kalisz, Will Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 333 Exemplare: € 20,00; 156 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Beide Cover von Patrick Gleason, Variant-Cover: Ivan Reis und Joe Prado

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Wonder Woman

Oh, Wunder, es scheint doch möglich zu sein einen diskutablen Film mit DC-Superhelden zu drehen. Ohne Zweifel hat hier Marvels erster Film mit Captain America Pate gestanden. Um dies etwas zu kaschieren wurde die Geschichte vom Erstkontakt der 1941 erstmals im Comic aufgetretenen Amazone mit der Menschheit vom Zweiten in den Ersten Weltkrieg verlegt.

Wonder Woman

Dass hierbei etwas arg sorglos mit der historischen Figur des General Ludendorff umgegangen wird, ist auch schon die einzige Schwäche des Films. Mit Patty Jenkins wurde jene Regisseurin verpflichtet, die Charlize Theron 2003 zum Oscar als beste Hauptdarstellerin in Monster verholfen hatte. Auch in Wonder Woman überzeugt die Hauptdarstellerin. Bereits in Batman v Superman: Dawn of Justice konnte Gal Gadot stärker beeindrucken als Ben Affleck oder Henry Cavill. In Wonder Woman behauptet sie sich einmal mehr in einer von Männern dominierten Welt und bestimmt sogar, wo es langgeht.

Wonder Woman

Doch der Film ist dabei kein verbissener Emanzen-Trip, sondern spielt mit viel Humor mit den Klischees des Superhelden- und Abenteuer-Genres. Einen guten Gegenpart findet Gal Gadot in Chris Pine, der sich mit viel Vergnügen auf ein Kräftemessen mit der selbstbewussten Amazone einlässt. Auch wenn die Schützengräben des Ersten Weltkriegs angemessen düster dargestellt werden, ist Wonder Woman sehr viel weniger finster und gewalttätig ausgefallen als die bisherigen Filme des DC Extended Universe.

Wonder Woman

Es bleibt abzuwarten, ob etwas von dieser positiven Grundstimmung in im November startenden DC-Film Justice League herübergerettet werden kann. Hier ist zwar wieder Gal Gadot als Wonder Woman mit an Bord, doch auf dem Regiestuhl sitzt einmal mehr Zack Snyder, der sehr viel stärker an Brutalitäten als an Zwischentönen interessiert ist.

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