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Daredevil: Der Mann ohne Furcht

„Von Zeit zu Zeit schlägt ein neuer großartiger Zeichner bei Marvel wie eine Bombe ein. Wir versprechen hoch und heilig, dass Frank Miller so ein Zeichner ist.“ Dies meinten 1979 einige Kreativkräfte des Marvel-Verlags wie etwa Chefredakteur Jim Shouter oder Inker Klaus Janson. Platziert wurde dieses Statement in eine schreiend gelbe Blase auf der ersten Seite von Heft 158 der laufenden Reihe „Daredevil – The Man without Fear“.

Daredevil: Der Mann ohne Furcht
Softcover-Cover

Hier hatte Miller einen seiner ersten Auftritte als professioneller Zeichner. Miller war seinerzeit zunächst gezwungen die eher konventionellen Geschichten von Roger McKenzie um den blinden Anwalt Matt Murdock alias „Daredevil“ in eher konventionelle Zeichnungen umzusetzen, denen dann auch noch der Inker Janson seinen Stempel aufdrückte. Doch so nach und nach nahm Miller auch Einfluss auf die Erzählung und übernahm schließlich auch komplett das Schreiben der Geschichten.

Softcover-Cover

Frank Miller sollte die in ihn gesetzten Erwartungen übererfüllen, auch wenn er seinen größten (kommerziellen) Triumph 1986 bei Marvels Konkurrenten DC mit „Batman: The Dark Knight Returns“ (und ein Jahr später als Autor bei “Batman: Year One“) haben sollte. Es folgten dann Höhenflüge wie „Sin City“ und „300„, in denen Miller unglaubliche Dinge mit dem Medium Comic anstellte und zudem auch noch ganz ohne Superhelden auskam. Doch Miller kehrte als Autor auch zu Daredevils zurück. Bei “Daredevil: Born Again“ arbeitete Miller genau wie bei “Batman: Year One“ 1986 mit dem Zeichner David Mazzucchelli zusammen. Millers letzte Daredevil-Story sollte 1993 in fünf Heften sehr ausführlich erzählen, wie Matt Murdock zu Daredevil wurde.

Softcover-Cover
Hardcover-Cover

“Daredevil: Der Mann ohne Furcht“ zeichnete mit John Romita Jr. (“Superman – The Men of Tomorrow“) einer der talentiertesten Superhelden-Künstler, dessen Artwork dank des Inkings von Al Williamson („Star Wars„) besonders gut zur Geltung kommt. Der Comic erschien bei uns bereits 1998 als Band 5 der Reihe “Marvel Exklusiv“ in einer schönen Hardcoverausgabe. Dennoch lohnt sich die Anschaffung von Paninis Neuveröffentlichung, die auch als limitierte Hardcover-Ausgabe vorliegt. Hier sind neben den Titelbildern der US-Hefte auch noch einige nicht verwendete Comicseiten enthalten, sowie die (höchstwahrscheinlich satirisch überspitzte) Niederschrift einiger Telefonate von John Romita Jr., die einen interessanten und sehr amüsanten Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses Comic-Klassikers bieten.

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