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Ready Player One

Steven Spielberg hatte die Arbeiten an diesem Film unterbrochen, um so schnell wie möglich das Polit-Drama Die Verlegerin zu drehen, das auch als Gleichnis auf die Ära Trump funktioniert . Die Produktion eines Films über die schon seit Jahrzehnten als ganz große Sache prophezeite Virtuelle Realität erschien ihm hingegen weniger dringlich.

Ready Player One

Ready Player One spielt im Jahre 2045, die Lebensumstände, denen ein Großteil der Bevölkerung in überdimensionalen Trailer-Parks ausgesetzt ist, sind so trostlos, dass eine Flucht in digitale Wunderwelten der einzige Ausweg zu sein scheint. Doch der auf einem Roman von Ernest Cline basierende Film beschäftigt sich weniger mit der Zukunft, sondern sehr viel mehr mit dem Einfluss von kulturellen Erzeugnissen vergangener Zeiten.

Ready Player One

Der Held Wade Owen Watts alias Parzival benutzt bei der Jagd nach den drei magischen Schlüsseln in der virtuellen Welt OASIS den aus Zurück in die Zukunft bekannten schnittigen Sportwagen DeLorean (für den Soundtrack wurde diesmal nicht John Williams, sondern Alan Silvestri verpflichtet, der die Musik zu Back to the Future komponierte).

Ready Player One

Wichtige Szenen spielen im von Stanley Kubrick geschaffenen Grusel-Hotel Overlook aus der Stephen King Verfilmung Shining. Neben King Kong sind auch u. a. die Mörderpuppe Chucky, Batman, der Riesenroboter aus dem unterschätzten Zeichentrickfilm Der Gigant aus dem All, sowie zahllose Charaktere, die der Zuschauer erst beim wiederholten Betrachten von Ready Player One entdecken dürfte.

Ready Player One

Das Resultat ist so rasant, dass nicht weiter auffällt, wie unterentwickelt sämtliche Charaktere sind und wie aufgesetzt die Kapitalismus-Kritik ist. Doch dadurch lassen wir uns den Spaß an dieser atemberaubenden Mischung aus Real- und Trickfilm nicht verderben, also 3D-Brille auf und durch!

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Die Verlegerin

Bevor die Watergate-Affäre Richard Nixon 1974 die Präsidentschaft kostete, gab es den Skandal um die Pentagon-Papiere. Dieser betraf gleich fünf US-Präsidenten, die es zu verhindern wussten, dass die Öffentlichkeit erfuhr, dass der Vietnam-Krieg von langer Hand geplant und auch weitergeführt wurde, als schon lange feststand, dass er nicht mehr zu gewinnen war.

Die Verlegerin

Während sich Hollywood der Watergate-Affäre bereits 1976 mit Die Unbestechlichen – hier spielten Robert Redford und Dustin Hoffman wackere Reporter der Washington Post – annahm, sollte es mehr 45 Jahre dauern, bis auch die Pentagon-Affäre im Zentrum eines Kinofilms mit Star-Besetzung stand.

Die Verlegerin

Tom Hanks spielt diesmal den unerschrockenen Journalisten Ben Bradlee , doch im Zentrum steht Meryl Streep als Katharine Graham, die Herausgeberin der Washington Post. Daher ist hier ausnahmsweise der deutsche Titel Die Verlegerin treffender als der Originaltitel The Post. Doch auch die Zeitung steht im Zentrum des Geschehens und Steven Spielberg erzählt davon, wie die zuvor eher regierungsfreundliche Washington Post durch das Veröffentlichen der Pentagon-Papiere mit der New York Times gleichzog und zu einer der wichtigsten US-Zeitungen wurde.

Die Verlegerin

Das Resultat ist ein Film, der auf vielen Ebenen, etwa als Emanzipations- oder Polit-Drama, aber auch als Thriller und gelegentlich als Dokumentarfilm über das Zeitungswesen bestens funktioniert, aber auch immer wieder Humor ins Spiel bringt.

Die Verlegerin

Am beeindruckendsten ist vielleicht eine Szene, die Richard Nixon als Silhouette im Weißen Haus zeigt, während dazu Originaltöne eines angesichts der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere gegen die Presse fluchenden Präsidenten zu hören sind. Bei diesem stark an aktuelle Verhältnisse erinnernden Moment wird klar, warum Spielberg die Arbeiten an seinem Science-Fiction-Film Ready Player One unterbrochen hat, um so schnell wie möglich Die Verlegerin zu drehen.

Die Verlegerin

Die DVD von Universal enthält neben dem 111-minütigen Hauptfilm noch diese Dokus: Die Style-Abteilung: Eine Ära wieder aufleben lassen (16:20, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Das Anhalten der Pressen: Filmstart von „Die Verlegerin“ (24:31 min); Kunst und Kultur: Musik in „Die Verlegerin“ (6:28 min)

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