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Rhea M … Es begann ohne Warnung

Insgesamt scheinen sich immer weniger Menschen dafür zu interessieren, Filme auf DVD oder Blu-ray zu sammeln. Dennoch boomt das Geschäft mit den nicht eben preiswerten Mediabooks. Dabei handelt es sich um dekorativ aufgemachte Editionen, die in einer Box mit einigen Buchseiten den jeweiligen Film in möglichst guter Bildqualität auf Blu-ray und DVD enthalten. Oft handelt es sich dabei um betagte Horrorfilme, die einst indiziert waren und nach einer Neubewertung durch die FSK plötzlich ab 16 Jahren freigegeben sind.

Rhea M … Es begann ohne Warnung

Dies ist auch bei der Neuauflage von Rhea M …Es begann ohne Warnung der Fall. Dieser Film von 1986 ist schon dadurch bemerkenswert, dass es sich um die einzige Regiearbeit von Stephen King handelt. Dieser adaptierte hierfür seine Kurzgeschichte Trucks über Amok fahrend LKWs aus der Storysammlung Nachtschicht und ließ im Film auch noch weitere (aber nicht alle) Gerätschaften auf die Menschheit los.

Rhea M … Es begann ohne Warnung
Stephen King absolviert auch einen Gastauftritt

Seinerzeit erregte Maximum Overdrive, wie das Werk im Original heißt, wenig Aufsehen. King selbst, der später zugab “während der Produktion völlig zugekokst gewesen zu sein“ hält Rhea M für einen Film “für Trottel“ und für “die schlechteste Adaption“ seiner Arbeit. Doch die Zeit ist mit dem Film recht gnädig umgegangen. Ein großer Pluspunkt ist der durchgehend aus Rockmusik von AC/DC bestehende Soundtrack, die sympathische von einem sehr souverän agierende Emilio Estevez angeführte Besetzung und die sorgfältig handwerkliche Machart, die ganz ohne am Computer erzeugte Tricks auskommt.

Rhea M … Es begann ohne Warnung

Ein weiterer Pluspunkt ist der originelle “Schurke“ des Films, der LKW einer Spielwarenhandlung mit dem grünen Gesicht von Spider-Mans Gegner Green Goblin. Mit der Wiederentdeckung dieses markanten Kultobjekts beschäftigt sich eine in diesem Mediabook enthaltene Doku. Zu Wort kommen auch sehr ausführlich Darsteller wie Yeardley Smith, die es nach Rhea M als Synchronsprecherin von Lisa Simpson zu einigem Ruhm gebracht hat oder der Makeup-Artist Dean Gates.

Rhea M … Es begann ohne Warnung

Alle Interviewpartner loben die gute Atmosphäre am Set, obwohl Produzent Dino de Laurentiis eine großteils nur italienisch sprechende Crew angeheuert hat. Das hervorragend zusammengestellte Bonusmaterial enthält auch noch ein Audiointerview mit Stephen King und eine interessante Doku über den Drehort Wilmington in North Carolina, der einst eine vitale Filmindustrie beherbergte. Dort entstanden kurz vor Rhea M auch die Stephen-King-Filme Der Feuerteufel, Werwolf von Tarker Mills und Katzenauge.

Rhea M … Es begann ohne Warnung
Mediabook A

Das Mediabook von Koch Media präsentiert den jetzt ab 16 Jahren freigegebenen Film auf Blu-ray (98:08 min) und DVD (94:07 min, meine alte Kinowelt mit FSK 18 hat eine Länge von 93:39 min). Hinzu kommt interessantes Bonusmaterial. Zum Hauptfilm gibt es zwei interessante Audiokommentare (leider ohne deutsche Untertitel): Einmal von den King-Experten Michael Felsher und Tony Magistrale, sowie vom Darsteller Jonah Ray und Blumhouse-Produzent Ryan Turek. Hinzu kommen noch der deutsche Trailer (2:37 min), der von Stephen King anmoderierte US-Trailer (2:01 min), US-TV-Spots (1:03 min) und eine Galerie mit 41 Aushangfotos. Plakaten usw.

Mediabook A
Stephen Kings Rhea M… Es begann ohne Warnung

Auf einer zweiten Blu-ray gibt es noch dieses Bonusmaterial: Audiointerview von Regisseur Mick Garris (“The Stand“) bei seinem Podcast “Post Mortem“ mit Stephen King (15:03 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); Interviews mit Produzentin Martha de Laurentiis (15:39 min); Darstellerin Laura Harrington (9:56 min); den Darstellern John Short und Yeardley Smith (18:18 min); Darsteller Holter Graham (17:09 min) und mit Makeup-Artist Dean Gates (16:32 min); Featurette „Der Wilmington Faktor“ über die Filmtechniker (29:32 min); Featurette über AC/DC (6:32 min); Featurette über das „Goblin Projekt“ (9:48 min); Hinter den Kulissen (8:43 min); Bildergalerie mit seltenem Werbematerial und ein 20-seitiges Booklet mit einem Text von Uwe Anton (“Wer fürchtet sich vor Stephen King“)

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Flash Gordon

Am 7. Januar 1934 erschien die erste Comic-Folge von Flash Gordon in den US-Zeitungen. Gleich auf der ersten Seite schickte der begnadete Zeichner Alex Raymond seinen blonden Helden samt seiner Zufallsbekanntschaft Dale Arden und des Wissenschaftlers Dr. Hans Zarkov ins All. Das Trio landete auf dem Planeten Mongo und erlebte Abenteuer, die Raymond wöchentlich in immer beeindruckender ausgeführten exotischen Bildern in Szene setzte.

Flash Gordon

Dies rief unweigerlich Hollywood auf den Plan und bereits 1936 kam ein 13-teiliges Flash Gordon-Serial in die Kinos. Zwei weitere Fortsetzungsserien folgten und 1974 entstand die Sex-Parodie Flesh Gordon. George Lucas wollte angeblich auch zunächst Flash Gordon verfilmen, bekam jedoch nicht das nötige Kleingeld für die Rechte am Comic zusammen und schrieb daher seine eigene Space Opera Star Wars.

Flash Gordon

Der Erfolg von Lucas Weltraummärchen brachte Dino De Laurentiis auf den Plan, der zuvor bereits die Comics Barbarella und Diabolik auf die Leinwand brachte. Diesem sollte es 1980 schließlich gelingen Flash Gordon in die Kinos zu bringen. Das Resultat ist ein kunterbunter Film, der sich niemals ernst nimmt. Der dadurch entstehende Mangel an Spannung wird durch die interessante Besetzung mit Ornella Muti, Max von Sydow, Topol, Timothy Dalton und Sam J. Jones in der Heldenrolle, sowie den sehr guten Soundtrack von Queen (Flash-aha!) allemal ausgeglichen.

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King Kong (1976)

1976 packte den italienischen Produzenten Dino De Laurentiis der schiere Größenwahn und er produzierte eine Neuverfilmung des Klassikers „King Kong und die weiße Frau„. Leider machte De Laurentiis seinem Vornamen keine Ehre und der Film kam ganz ohne die beliebten Dino-Saurier des Originals aus. Lediglich gegen eine popelige Riesen-Schlange musste King Kong auf seiner Heimatinsel Skull Island antreten.

King Kong (1976)

Zwar wurde für den Film  von Carlo Rambaldi ein “lebensgroßer“ King Kong gebaut, doch der war nahezu unbeweglich. Daher wurde der Riesenaffen meistens durch einen Menschen (in diesem Fall den „American Werewolf“-Maskenbildner Rick Baker) in einem Kostüm verkörpert, was das 24 Millionen Dollar teuren Remake in die Nähe der Godzilla-Reihe rückte.

King Kong (1976)

Ein paar Qualitäten hat der Film dennoch, wie z. B. den Soundtrack vom James-Bond-Komponisten John Barry. Auch der Auftakt ist recht spannend. Hier ist die Modernisierung wirklich gelungen, wenn diesmal kein abenteuer-lustiges Film-Team, sondern profit-orientierte Öl-Sucher, auf King Kongs nebeliger Insel landen.

King Kong (1976)

Die Hauptrollen sind sehr sympathisch besetzt, Jessica Lange machte anschließend mit „Tootsie“ Karriere und Jeff Bridges machte  danach noch manchen weiteren halbgaren phantastischen Film wie „Tron“ oder „Starman“ einigermaßen erträglich.

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Besonders pikant aus heutiger Sicht mutet es natürlich an, wenn King Kong zum großen Finale nicht wie Anno 33 das Empire State Building, sondern das World Trade Center besteigt und auch noch Hubschrauber in das Gebäude krachen lässt. Hier wirkt der Film dann wieder genauso naiv wie sein Vorgänger.

King Kong (1976)

Quasi als Abfallverwertung produzierte Dino De Laurentiis zehn Jahre später die noch sehr viel grottigere Fortsetzung “King Kong lebt“. Hier gründet der Riesenaffe eine Familie. In der weiblichen Hauptrolle war die zwei Jahre zuvor durch “Terminator“ zum Star gewordene Linda Hamilton zu sehen. Der 18 Million Dollar teure Film spielte nur knapp 5 Millionen ein.

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