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Doomsday Clock

Als 2012 mit Before Watchmen in zahlreichen Comic-Heften die Vorgeschichte des Klassikers von Alan Moore und Dave Gibbons erzählt wurde, war dies schon ein wenig frevelhaft. Wenn es in Doomsday Clock jedoch gar zu einer Begegnung der Watchmen Rorschach, Ozymandias, Dr. Manhattan und Comedian mit den DC-Heroen Superman und Batman kommt, kann das selbst dann nicht gut gehen, wenn mit dem Briten Gary Frank (Midnight Nation) ein großartiger Zeichner verpflichtet wurde.

Doomsday Clock
Der gefeierte Autor Geoff Jones, der bereits bei Batman: Year One und Shazam! mit Gary Frank zusammenarbeitete, verwechselt eine komplizierte Erzählweise mit einer anspruchsvollen Geschichte. Um Ähnlichkeit zum großen Comic-Klassiker herzustellen, hat er sich für jedes Kapitel Anhänge mit Pseudo-Dokumenten, wie Zeitungsartikel, Speisekarten oder Webseiten ausgedacht. Dazu gehören auch Berichte über den 1954 im DC-Universum ermordeten fiktiven Hollywood-Star Carver Colman, dessen letzter, vom real existierenden Regisseur Jacques Tourneur (Katzenmenschen) inszenierter Film Die Abrechnung irgendwie wichtig zu sein scheint.

Doomsday Clock
Eine weitere Schlaumeierei ist, dass Geoff Jones, genau wie einst Alan Moore, einige Figuren aus dem Fundus der Charlton Comics nahm und diese nach seinen Vorstellungen umgestaltete. So wurde bei ihm aus Punch & Jewlee, das turtelnde Schurkenpaar Mime und Marionette.

Doomsday Clock

In diesem Zusammenhang mutet es fast schon selbstverständlich an, dass das Seitenlayout von Doomsday Clock natürlich immer aus neun gleichgroßen (gelegentlich zu größeren Bildern addierten) Einzelpanels besteht, schließlich haben Moore und Gibbons es ja auch so gemacht.

Doomsday Clock
Panini wird die zwölf Hefte der Originalausgabe zunächst in Form von vier Trade-Paperbacks veröffentlichen. Enthalten sind sehr informative Vor- und Nachworte. Wer mag, kann auch zwei Variant-Cover-Ausgabe erwerben (natürlich gegen Aufpreis), auf denen Batman oder Rorschach anstellen von Superman das Titelbild zieren. Das alles ist ebenso hübsch wie überflüssig.

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Batman/Flash: Der Button

Anfang der 1980er Jahre ging es mit dem Verkauf von Comics stark bergab. In USA verkauften sich die Hefte schlechter als seinerzeit die Superman/Batman-Hefte bei Ehapa. So schlecht sogar, dass der Redakteur bei DC Comics, Julie Schwartz auf die Idee kam, extra eigene Geschichte für den deutschen Markt zu schaffen, der immer noch nicht gesättigt schien. Einige wurde davon später in USA veröffentlicht, einige gar nicht. In Amerika ist diese Tatsache und sind die Geschichten weitestgehend unbekannt.

Batman/Flash: Der Button

Um den negativen Trend der Verkaufszahlen – eine Krise im wörtlichen Sinne – herumzureißen, erdachte man sich eine gewaltige Story, die alles wieder in Ordung bringen sollte und neue Käuferschichten zu generieren: Crisis on Infinite Earths (1985/1986).

Batman/Flash: Der Button

Die Rechnung ging auf: Danach kam für Superman das Byrne’sche Totalneuanfang (The Man of Steel; 1986) und die Geschichten wurden realistischer (was immer das sein mag) und vor allem dunkler. Zeitgleich erschien Frank Millers The Dark Knight Returns (1986) und von September 1986 – Oktober 1987 Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons.

Batman/Flash: Der Button

Comics waren wieder in Mode. Immer mehr Autoren versuchten den Ton von Moore zu kopieren und es wurde immer dunkler. Es scheint im wörtlichen Sinne ziemlich clever zu sein, Dr. Manhattan verantwortlich für diese Verschiebung zu machen. Er ist ein Metawesen mit gottähnlichen Fähigkeiten. Andererseits ist WATCHMEN ein solch wichtiges und außergewöhnliches Werk, dass eine Fortsetzung die Gefahr birgt, dass diese dessen Platz in der Comic-Geschichte mindert.

Batman/Flash: Der Button

Am Ende von DC Universe: Rebirth #1 (2016) fand Batman in seiner Höhle einen sehr bekannten und ikonenhaften Button: Den Smiley-Button auf dem sich das Blut des Comedian von den Watchmen befindet. Hier erfahren wir, wie es weitergeht: Alles beginnt, als durch Zufall der Button mit der Medusamaske des Psycho-Piraten reagiert und der totgeglaubte Reverse-Flash (Eobard Thawne) in der Höhle steht. Als dieser den Button berührt, verschwindet er in einem Blitz, um wenig später wieder zurück zu sein, noch um schnell “Ich sah Gott..!“ zu sagen und dann abermals zu sterben. Und so machen sich der weltgrößte Detektiv Batman und der Forensiker Flash auf, das Geheimnis zu lüften. Eine furiose Reise durch Zeit und unendliche Realitäten und Universen. Es gibt ein rührendes Wiedersehen zwischen Batman/Bruce Wayne und seinem toten Vater Dr. Thomas Wayne aus der Flashpoint-Continuity, in welcher er Batman ist.

Batman/Flash: Der Button

In der Story bekommen wir auch die Bestätigung, dass Dr. Manhattan die DC-Geschichte verändert hat und zum Beispiel eine ganze Generation von DC-Helden (Jay Garrick und die JSA) aus der Existenz entfernte. Seit den ersten Andeutungen, dass die beiden Universen DC/Watchmen in Verbindung stehen könnten, ist dies nun der vierteilige Storybogen, der als Prelude zu dem noch größeren 12-monatigen Event Doomsday Clock zu verstehen ist.

Norbert Elbers

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Superman: Pfad zur Verdammnis

In Action Comics #1 hatte der Superheld schlechthin seinen ersten Auftritt. Im Juni 1938 fing das Goldene Zeitalter der Comics mit Superman an. Im Oktober 2011 war mit der Nummer #904 dann schließlich erst einmal Schluss, es folgten 52 Hefte während New 52 und nun geht es wieder weiter mit der Nummer #957 (= 1 + 904 + 52). In den USA erscheinen nun zwei Hefte im Monat, und pünktlich zum 80.ten Geburtstag in diesem Jahr erscheint #1000.

Superman: Pfad zur VerdammnisNachdem der New 52-Superman gestorben war und die Welt scheinbar ohne einen Superman war, ergriff Lex Luthor die Gunst der Stunde und ernannte sich selbst – mit einer hochmodernen Rüstung (wie Iron Man) ausgestattet – zu Superman.

Superman: Pfad zur Verdammnis

Von allen unbemerkt kehrten während des Großereignisses Convergence aber John Byrnes Post-Crisis Superman und seine Frau Lois und deren gemeinsamen Sohn Jon zurück auf diese Welt. Jetzt, da diese Welt keinen Superman mehr hat und da der alte Superman einen Lex Luthor von seiner Welt nur als Widersacher kennt, und als noch zu allem Übel Doomsday erscheint, wird es Zeit, dass sich der echte Superman der Welt wieder offenbart.

Superman: Pfad zur Verdammnis

Altmeister Dan Jurgens kennt sich bestens aus in der Historie von Superman. Er ist der Erfinder von Doomsday und so lässt er ihn direkt im ersten Heft wieder erscheinen. Dann tritt da noch jemand auf, der allen Ernstes behauptet Clark Kent zu sein.

Superman: Pfad zur Verdammnis

Ferner gibt es einen großen Unbekannten, der im Hintergrund agiert und all dies wirft schon seine Schatten voraus auf das ganz große Event: Doomsday Clock.

Superman: Pfad zur Verdammnis

Eine Interaktion von Superman als Superheld, fürsorglicher Vater und liebender Ehemann ist ganz neu. Den Autoren gelingt es aber sehr nachvollziehbar, diesen Spagat glaubhaft, spannend und unterhaltend darzulegen. Superman kann das: Auch hier ist er super!

Norbert Elbers

Superman Paperback 1 – Pfad zur Verdammnis enthält: Justice League #52, Superman: Rebirth #1, Action Comics #957 – #962 (August 2016 bis Oktober 2016); Text: Dan Jurgens, Patrick Gleason, Peter J. Tomasi; Zeichnungen: Tom Grummet, Tyler Kirkham, Doug Mahnke, Stephen Segovia, Patrick Zircher; Tusche: Scott Hanna, Tyler Kirkham, Jaime Mendoza, Danny Miki, Mark Morales, Arthur Thibert, Patrick Zircher; Farben: Ulises Arreola, Gabriel Eltaeb, Tomeu Morey, Arif Prianto, Wilfredo Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 16,99; lim Hardcover mit Blechschild: € 25,00; 180 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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