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Henk Kuijpers: Franka

Während sich seine rothaarige Titelheldin im Laufe der mittlerweile schon mehr als 20 Alben von einem Comic-Püppchen zu einer ausgereiften Schönheit entwickelt hat, ist Henk Kuijpers zu einem ausgefuchsten Erzähler geworden, der seinen Lesern deutlich mehr bietet als in sich abgeschlossene 48-seitige Abenteuergeschichten.

Henk Kuijpers: Franka

Der Zeichner Kuijpers feilte von Album zu Album immer weiter an seinem äußerst eigenständigen Stil, der sich am ehesten noch als unangestrengter Spagat zwischen Ligne Claire und École Marcinelle – also zwischen Hergé und Franquin – beschreiben lässt. Franka überraschte immer wieder durch noch atemberaubender wiedergegebene Fahrzeuge, Fluggeräte, Designs, Schauplätze und Klamotten für die mittlerweile recht zahlreichen weiblichen Hauptfiguren.

Henk Kuijpers: Franka

Inhaltlich hingegen kam der Quantensprung mit Band 19 Das Schwert von Iskander. Das zunächst von Kuijpers im gewohnt flockig leichten Stil erzählte Abenteuer endete erschreckend drastisch. Achtung Spoiler: Frankas Freund, der dem Leser langsam ans Herz gewachsene charmante ehemalige Gauner Rix, starb völlig überraschend eines gewaltsamen Todes. In den beiden folgenden Bänden Die weiße Göttin und Das silberne Feuer wird nicht nur der Abenteuerplot um das legendäre Zauberschwert von Alexander dem Großen weitergesponnen (inklusive einer äußerst interessanten Rückblende mit einem Gastauftritt der jungen Agatha Christie), sondern Franka (bzw. Kuijpers) nimmt sich auch immer wieder Zeit Abschied von Rix zu nehmen.

Henk Kuijpers: Franka

In diesem Zusammenhang ist es mehr als erfreulich, dass der kleine Epsilon Verlag den langen Atem hatte, diese einst von Carlsen aufgegebene meisterliche Serie dem deutschen Leser in einer preiswerten Album-Edition komplett zugänglich zu machen.

Das Geheimnis von 1948

Ab Band 23 Das Geheimnis von 1948 hat Finix Comics das Veröffentlichen von Franka übernommen.

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Maurice Tillieux: Cäsar

Der 1921 im belgischen Huy geborene Maurice Tillieux ist hierzulande sehr viel weniger bekannt als andere Vertreter der École Marcinelle, jener etwas weniger steifen zeichnerischen Alternative zu Hergés Ligne Clair, der auch André Franquin (Gaston) und Morris (Lucky Luke) zugerechnet werden. Doch wer in seiner Jugend Rolf Kaukas Comicmagazin Primo gelesen hat, konnte dort die Abenteuern von Tillieuxs Privatdetektives Jeff Jordan (als Harro und Platte) miterleben oder auch auf Onepagern bei dessen Cäsar (dieser heißt im Original kaum anders: César) vorbeischauen.

Maurice Tillieux: Cäsar

Cäsar ist ein ganz normaler Bürger, der sich allenfalls dadurch von den meisten seiner (damaligen) Mitmenschen unterscheidet, dass er ein Singledasein führt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er unter Einsamkeit leidet, auch wenn er es gelegentlich sehr gerne so hätte. Für Abwechslung und Gags sorgen die Nachbarstochter Ernestine (bei uns zuerst Luischen, später dann Effi), deren Vater, der Polizist Peticarné (alias Meier bzw. Knöllchen) und die nicht sonderlich fleißige Raumkosmetikerin Églantine (Zwiebulke bzw. Felicitas). Diesem Personal trotzte Tillieux von 1959 bis 1966 knapp 300 einseitige Comicgeschichten ab.

Maurice Tillieux: Cäsar

Nachdem uns die Ehapa Comic Collection bereits mit einer vierbändigen Gesamtausgabe von Tillieuxs Jeff Jordan erfreute, folgt ein dicker Band mit dem kompletten Cäsar. Neben den Onepagern sind hier auch dessen erste Auftritte in Form von längeren Geschichten, halbseitigen schwarzweißen Gagstrips und Mini-Récits-Heftchen zum Zusammenbasteln enthalten. Hinzu kommen, neben einem leider etwas drögen Vorwort, noch zahlreiche Titelbilder, Fotos, Skizzen und Illustrationen. Schöner kann eine Comicserie nicht präsentiert werden!

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