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The Commuter

2008 war es noch eine Nachricht, als ein Schauspieler von einem Kaliber wie Liam Neeson in einem Action-Reißer wie 96 Hours auftrat. Der von Luc Besson (Valerian – Die Stadt der tausend Planeten) produzierte Film zog zwei Fortsetzungen, eine TV-Serie und mit Mistaken – Rettungslos bescheuert sogar eine Parodie nach sich.

The Commuter

Doch ein weiteres Resultat des Erfolgs war, dass der einst für Schindlers Liste Oscar-nominierte Neeson mittlerweile im Kino fast nur noch herumballert oder sich Faustkämpfe liefert. Regie führte bei diesen Showdowns oft der Spanier Jaume Collet-Serra. Mit diesem drehte Neeson in Berlin Unknown Identity, sowie den ausschließlich in einem Flugzeug angesiedelten Thriller Non-Stop, der 220 Millionen Dollar einspielte.

The Commuter

Mit The Commuter versuchen sich Collet-Serra und Neeson an einer Non-Stop-Variante, deren Hauptschauplatz ein Zug ist. Liam Neeson spielt den Ex-Polizisten Michael McCauley, der mittlerweile als Versicherungsmakler arbeitet und seit 10 Jahren zwischen seinem Arbeitsplatz in Manhattan und einem ruhigen Vorort pendelt. Der 60-Jährige erhält eines Tages nicht nur seine Kündigung, sondern auch das Angebot in wenigen Minuten 100.000 Dollar zu verdienen.

The Commuter

McCauley muss hierfür lediglich jemanden ausfindig machen, der sich ansonsten nicht in seinem Pendler-Zug befindet, ein Gepäckstück mit geheimnisvollen Inhalt bei sich trägt und bis zur Endstation fährt. Als sich McCauley nicht auf die Sache einlassen will, droht ihm die mysteriöse Joana (Vera Farmiga) damit, seine Familie zu töten.

The Commuter

Die Ausgangssituation des komplett in Großbritannien und dort zumeist in den Pinewood-Studios gedrehten Films ist somit durchaus spannend. Die Besetzung mit Sam Neill, Patrick Wilson und Elizabeth McGovern ist hochklassig, wobei es schade ist, dass Jonathan Banks (Mike aus Breaking Bad und Better Call Saul) so wenig zu tun hat.

The Commuter

Jaume Collet-Serra gelingt so manche für sich betrachtet packende Sequenz. Doch das Drehbuch ist leider ziemlicher Unsinn. Die geheimnisvolle Organisation für die Joana arbeitet, erscheint allmächtig und hat die Umgebung von Michael McCauley fest im Griff. Daher drängt sich immer wieder die Frage auf, wofür dieser überhaupt benötigt wird. So ganz ohne Logik kann leider keine Hochspannung aufkommen.

The Commuter

Die Blu-ray von Studiocanal enthält neben dem 104-minütigen Hauptfilm noch ein deutschsprachiges Making of (3:15 min), Interview mit Liam Neeson (4:21 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln) und der deutsche Trailer (1:32 min)

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Es war einmal in Amerika – Extended Director’s Cut

In einer gemeinsam mit insgesamt fünf Drehbuchautoren verfassten und nahezu ein halbes Jahrhundert umspannenden Geschichte erzählt Sergio Leone (Für eine Handvoll Dollar) von der komplizierten Freundschaft der jüdischen Gangster Noodles (Robert De Niro) und Max (James Woods). Vor dem Hintergrund der sich rasant verändernden Stadt New York gelingt es Noodles nicht, sich des Einflusses Max zu entziehen und mit seiner Jugendliebe Deborah (Elizabeth McGovern / Jennifer Connelly) glücklich zu werden.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Eigentlich war Sergio Leone schon nach Beendigung seiner Dollar-Trilogie die Western leid und wollte endlich mit Es war einmal in Amerika beginnen, der gemeinsam mit Todesmelodie und Spiel mir das Lied vom Tod eine Art Trilogie bildete. Besonders faszinierend an Leones letztem Film ist seine komplizierte aber nicht undurchdringliche Rückblendenstruktur.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Durch diese Form – aber auch durch die schlagartigen kurzen drastischen Gewaltszenen – könnte Leones Film Quentin Tarantino zu Pulp Fiction inspiriert haben. Doch zweifelsohne war es der ebenfalls nicht chronologisch erzählte zweite Teil von Francis Ford Coppola Der Pate, der Leone maßgeblich beeinflußt haben dürfte. Obwohl Es war einmal in Amerika in Europa zu einem Riesenerfolg wurde, lief der Film in den USA nur in einer entstellten und gekürzten Fassung, die ihm durch die chronologische Erzählweise jegliche Faszination austrieb.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Auf Blu-ray liegt der Film jetzt in einer knapp 30 Minuten längeren „Extended Version“ vor. Die neu eingefügten Szenen sind durch ihre sehr viel schlechtere Bildqualität sofort erkennbar. Sie wurden nicht synchronisiert und nur untertitelt. Dennoch ist es erfreulich etwas mehr von Es war einmal in Amerika zu sehen.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Am schönsten fand ich einen Moment, der zeigte, was passierte nachdem Noodles mit seinen Gauner-Kumpels und dem Auto „baden“ ging. Auch die zusätzliche Szene mit einem vom Produzenten Arnon Milchan gespielten Chauffeur ist ein interessantes neues Mosaiksteinchen. Dieser Chauffeur ist genau wie Noodles Jude und lässt diesem wissen, dass er Gangster verabscheut und auf ehrliche Art zu Wohlstand kommen möchte. Noodles meint dazu, dass er dann ja wohl erst zu Geld kommt, wenn er alt ist und „keinen mehr hoch bekommt“. Später muss der Chauffeur dann miterleben, wie Noodles in dessen Wagen seine Freundin Deborah vergewaltigt.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Außerdem gibt es jetzt noch kurz vor Ende des Filmes ein längeres recht interessantes Gespräch zwischen Max und dem von Treat Williams verkörperten Gewerkschaftler James Conway O’Donnell zu sehen, sowie einen Bühnenauftritt von Deborah als Kleopatra und einige Szenen mit der im Kino gar nicht zu sehenden Louise Fletcher (Einer flog über das Kuckucksnest) als Friedhofs-Direktorin. Ich persönlich habe mich darüber gefreut, diese Sequenzen sehen zu dürfen.

Es war einmal in Amerika - Extended Director's Cut

Extras der Extended Director’s Cut Blu-ray: Auf einer zweiten Blu-ray liegt die 229-minütige Kinofassung bei, allerdings wieder ohne die alte Kinosynchronisation. Hier gibt es einen Audio-Kommentar vom Filmkritiker Richard Schickel, ohne deutsche Untertitel, ein Auszug aus der Dokumentation “Once upon a time: Sergio Leone“ (19:34 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln, US-Kinotrailer (1:33 min)

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