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Super 8

Das waren noch Zeiten als Steven Spielberg das Publikum mit von ihm inszenierten oder produzierten Filmen wie E. T., Unheimliche Begegnung der Dritten Art, Gremlins, Die Goonies oder Poltergeist überraschte, leicht schockierte und vor allem amüsierte. Alle diese Werke spielen in einer gesichtslosen US-Vorstadt, handeln von altklugen Kindern mit ebensoviel Tatendrang wie Medienkompetenz und von ihren überforderten Mittelklasse-Eltern. Es ist nur konsequent, wenn J. J. Abrams eine (lustigerweise auch noch von Spielberg produzierte) Hommage an Filme dieser Art im Jahre 1979 spielen lässt.

Super 8

Der Auftakt von Super 8 ist grandios: Im Stahlwerk von Lilian, Ohio wird an einer Tafel die dreistellige Zahl von unfallfreien Tagen auf einen umgeändert, in der nächsten Einstellung sitzt ein 13-jähriger Junge namens Joe Lamb einsam auf einer Schaukel und trägt einen schwarzen Anzug. Joes Vater ist der Sheriff des Ortes und möchte nicht, dass sein Sohn weiterhin gemeinsam mit seinen seltsamen Freunden auf Super 8 einen Zombie-Film dreht. Doch Joe lässt sich bremsen, verliebt sich in die Hauptdarstellerin des Amateur-Films (der während des Nachspanns komplett gezeigt wird) und muss sie aus den Klauen eines Monsters befreien, das aus einem Transport-Güterzuges der Air Force entkommen ist…

Super 8
Wenn Super 8 versucht zunehmend spannender zu werden, verliert der Film etwas an Subtilität und die seltsame Gegenlicht-Dramaturgie befremdet etwas. Doch ansonsten beschwört Abrams echtes Spielbergsches Frühwerk-Feeling. Dies liegt ganz sicher auch an seinem Komponisten Spezi Michael Giacchino, der für J. J. Abrams bereits “Alias“, Lost, Mission Impossible III und Star Trek vertonte. Mit dem mehr als 100 Musiker umfassenden Hollywood Studio Orchester und einer Hammondorgel sorgte Giacchino für sanfte aber bedrohliche Töne in der Tradition von John Williams oder Jerry Goldsmith. Die Soundtrack-CD konzentriert sich auf den Orchester-Score, erfreut durch lange Laufzeit und nicht verwendete Bonus-Tracks.

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Maleficent – Die Dunkle Fee

Am Ende dieses Märchenfilms singt Lana Del Rey eine herrliche Version von „Once Upon a Dream“, dieses fürs Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski komponierte Musikstück wurde bereits 1958 für den Disney-Zeichentrickfilm „Dornröschen“ mit einem Text versehen. Das ist eine mehr als nette Zugabe, doch wenn der Abspann abrollt, sind ohnehin bereits alle Erwartungen übertroffen. Zu bestaunen war sehr viel mehr als ein trendiger starbesetzter Realfilm nach einem Kinderfilm-Klassiker. „Maleficent – Die Dunkle Fee“ ist als Fantasy-Film sehr viel überzeugender als Tim Burtons „Alice im Wunderland„, ja insgesamt sogar noch schöner als Disneys „Die fantastische Welt von Oz“.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dies liegt natürlich an der sagenhaften Angelina Jolie, sowie an der tollen Ausstattung und den unglaublichen Effekten auf Peter-Jackson-Niveau, die auch in 2D sehr plastisch wirken. Es liegt aber auch daran, dass hier nicht nur eine leicht finstere Realfilm-Version von einem der wohl optisch schönsten Disney-Zeichentrickfilmen entstanden ist, sondern etwas ganz eigenes. „Maleficent“ nimmt sich sehr viele Freiheiten und orientiert sich eigentlich nur in der Szene, in der die dunkle Fee das gerade neugeborene Dornröschen verflucht, sehr nah am Zeichentrickfilm. Es wird nicht nur eine Erklärung nachgeliefert, wieso Maleficent „böse“ geworden ist, sondern die Geschichte wird komplett neu aufgerollt.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dazu gehört auch, dass der Vater von Dornröschen hier ein echter Fiesling ist, den der auf seltsame Charaktere spezialisierte Südafrikaner Sharlto Copley („Distict 9„, „Elysium„) mit viel Spielfreude ansprechgend bedrohlich auf die Leinwand zaubert. Interessant ist auch der von Sam Riley („Das finstere Tal„) gespielte zum Menschen gewordene Rabe Diaval, der eine interessante Ergänzung zu Angelina Jolie ist. Etwas blass bleibt hingegen Elle Fanning als Dornröschen, während Imelda Staunton, Juno Temple und Lesley Manville als nervige Feen gottseidank nur sehr selten zu sehen sind. Überhaupt ist dies kein reiner Kinderfilm und die Blu-ray enthält zum Glück die etwas längere FSK12-Version sowie schönes Bonusmaterial.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Bonusmaterial der Blu-ray: „Vom Märchen zum Kinofilm“ (8:13 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Eine epische Schlacht (5:48 min), Maleficents Stil (1:34 min), Hinter den Kulissen von „Maleficent – Die Dunkle Fee“ (4:45 min), Aurora: Wie sie zur Schönheit wird (4:53 min), zusätzliche Szenen (6:41 min), Trailershow

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