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Christian Keßler: Endstation Gänsehaut

Eins der Highlights des 2013 leider eingestellten Magazins Splatting Image waren die Artikel von Christian Keßler Hier beschäftigte er sich besonders gerne mit längst vergessenen Trashfilmen, oft mit jenen, die in den 70er Jahren in Italien entstanden sind und Billigversionen von US-Blockbustern waren. Dabei gelangen ihm schreiend komische Inhaltsangaben, die meist unterhaltsamer als das besprochene Filmchen war.

Christian Keßler: Endstation Gänsehaut

Diese verdienstvolle Arbeit setzte Keßler in Büchern wie Wurmparade auf dem Zombiehof fort. In Endstation Gänsehaut hingegen pickt sich Keßler nicht die Trash-Perlen heraus, sondern verfasste eine ebenso umfassende wie persönliche Exkursion durch die Geschichte des Horror-Kinos. Dabei werden auch Klassiker gewürdigt, Das Schlusskapitel ist daher eine Lobeshymne auf Todd Brownings unbequemes Meisterwerk Freaks von 1933, das erst Mitte der 60er Jahre in Großbritannien gezeigt werden durfte.

Christian Keßler: Endstation Gänsehaut

Auf knapp 400 sehr schön und farbig bebilderten Seiten beschäftigt sich Keßler in neun Kapiteln mit Geistern, Vampiren, Werwölfen, Mumien, Zombies, Hexen/Religion, sowie irren Wissenschaftlern und Killern. Das Buch taugt auch dank seines Registers als Nachschlagewerk, ist dabei aber auch erfrischend subjektiv und der Autor macht keinen Hehl daraus, dass ihm rasant geschnittene Filme mit Computertricks nicht sonderlich beeindrucken. Was Kessler als “Meinen kleinen Rundgang durch das Horrorkino“ bezeichnet ist sehr viel mehr, z. B. eine unaufdringliche Einladung dazu sich schleunigst eine Unmenge von bisher übersehenen Genrefilmen anzuschauen.

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