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Gerhard Seyfried: Verdammte Deutsche!

Der 1948 in München geborene Gerhard Seyfried ist einer der bedeutendsten deutschen Comiczeichner. Seine politischen Cartoons waren immer witzig und nie verbissen. Sie hingen in den Siebziger Jahren an fast jeder Uni-Pinwand und in sehr vielen WGs. In den letzten Jahren hat sich Seyfried ein neues Tätigkeitsfeld erschlossen. Er verfasst historische Romane. Auf Herero über die deutsche Kolonialpolitik in Afrika, Gelber Wind über den Boxer-Aufstand in China und Der schwarze Stern der Tupamaros über die alternative Szene in München folgte Verdammte Deutsche!.

Gerhard Seyfried: Verdammte Deutsche!

Die Geschichte endet mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und schildert die von (künstlich erzeugten) Vorurteilen geprägten Beziehungen zwischen Deutschland und England. Zentrale Figur ist der Marineoffizier Adrian Seiler, der 1911 in London an die Deutsche Botschaft abkommandiert wird. Da der junge Mann in Großbritannien aufgewachsen ist und perfekt englisch spricht, erscheint er ideal zum Auskundschaften von militärischen Anlagen. In seiner Naivität lässt sich Adrian darauf ein und wird einer der ersten deutschen Geheimagenten. Dabei verliebt er sich in Vivian, die Tochter eines aus Deutschland stammenden Buchhändlers. Beide geraten in ein lebensgefährliches Netz aus Lügen und Intrigen…

Gerhard Seyfried: Verdammte Deutsche!

Verdammte Deutsche! ist ganz sicher ein hochspannendes Buch, dabei aber alles andere als ein vor pittoresker historischer Kulisse in Szene gesetztes unpolitisches Phantasiegebilde. Dem Roman ist auf jeder Seite anzumerken wie sorgfältig Seyfried Zeitepoche und Örtlichkeiten seiner Erzählungen recherchiert hat. Ein Glossar informiert darüber, dass viele der teilweise pittoresken Hauptfiguren tatsächlich gelebt haben, wie etwa der “deutsche James Bond“ Gustav Steinhauer oder der skurrile Autor William Tufnell Le Queux, der mit in britischen Zeitungen veröffentlichten Romanen wie Spies of the Kaiser oder The Invasion of 1910 heftig den Hass auf alles Deutsche schürte.

Gerhard Seyfried: Verdammte Deutsche!

Gerhard Seyfried bietet dem Leser nicht nur eine sehr spannende Geschichte inklusive zweier mitreißender Love Stories, sondern lädt ihn auch noch zu einigen aufschlussreichen Geschichtsstunden ein.

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Stan & Ollie

Nachdem Stan Laurel und Oliver Hardy Anfang der 50er-Jahre in Europa ihren letzten (katastrophal schlechten) letzten Film Atoll K drehten, war noch lange nicht Schluss mit der Karriere des begnadeten Comic-Duos. So traten sie 1953 in den Music Halls von englischen Kleinstädten vor teilweise nur sehr wenig Publikum auf. Diese eher unbekannte Phase im Leben von Stan und Ollie steht im Mittelpunkt einer faszinierenden Filmbiografie.

Stan & Ollie

Regisseur Jon S. Baird (Drecksau) zeigt am Anfang von Stan & Ollie kurz wie das Duo 1937 bei den Dreharbeiten von Zwei ritten nach Texas (Way Out West) auf dem Höhepunkt seines Ruhms stand. Es wird klar, dass Laurel sehr viel ehrgeiziger als Hardy ist und vom Produzenten Hal Roach verlangt, mehr Kontrolle über die Filme zu bekommen. Dies führte zeitweise zur Trennung und Laurel nahm es Hardy übel, dass dieser auch Filme ohne ihn drehte.

Stan & Ollie

Stan & Ollie erzählt auch davon, wie Laurel und Hardy während ihrer England-Tour alte Konflikte austragen, doch sich bei ihren Bühnenauftritten auch immer wieder zusammenreißen und feststellen, dass sie nur zusammen gut funktionieren. Der sorgfältig gestaltete und menschlich sehr anrührende Film hätte ohne seine großartige Besetzung nicht funktioniert.

Stan & Ollie

Der Brite Steve Coogan (Nachts im Museum, In 80 Tagen um die Welt) überzeugt dezent geschminkt als Stan Laurel, während John C. Reilly (Der Gott des Gemetzels) jedem Tag ein neuer Fatsuit zur Verfügung stand, der auch noch mit Gewichten versehen wurde, damit er ganz in der Rolle aufging. Dem Drehbuchautor Jeff Pope gelang es einige Glanznummern von Laurel & Hardy in die Handlung zu integrieren, die Coogan und C. Reilly brillant interpretiert haben.

Stan & Ollie

Die Blu-ray von Capelight Pictures enthält neben dem 98-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: „Laurel und Hardy: Der zermürbende Klaviertransport“ (1932, 24:37 min) in Deutsch aus der Serie Dick und Doof“; Ausschnitt aus “Lachen Sie mit Stan und Ollie“ mit Theo Lingen (4:25 min), Interviews mit Regisseur Jon S. Baird (5:03 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Shirley Henderson (5:56 min); Steve Coogan und John C. Reilly (5:49 min); Featurettes „Die Prothesen“ (3:06 min) und „Die Beziehung“ (3:21 min); Deutscher Kinotrailer (2:17 min)

Stan & Ollie

Außerdem gibt es “Stan & Ollie“ noch als 3-Disc Limited Collector’s Mediabook. Die schöne Buchedition mit 24 Seiten Infos enthält den Film auf DVD und Blu-ray mit den selben Extras wie bei den Einzel-Editionen. Hinzu kommt noch eine Blu-ray mit der hervorragenden Dokumentation “Laurel and Hardy: Die komische Lebensgeschichte von “Dick & Doof“ (Their Lives and Magic)“ von Andreas Baum. Dieser Film entstand 2011 für ZDF und Arte, die Blu-ray enthält den Director`s Cut (102:43 min)

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