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Garth Ennis: A Walk through Hell

Einmal mehr ist es nicht nur äußerst interessant was Garth Ennis, sondern auch wie er es erzählt. A Walk through Hell handelt von einem mysteriösen Lagerhaus, in das zunächst zwei FBI-Agenten hineingehen, aber nicht wieder herauskommen. Daraufhin folgen ihnen zwei Kollegen. Die Handlung pendelt hin und her zwischen dem, was diese Agenten erlebten bevor und nachdem sie die Schwelle des geheimnisvollen Gebäudes überquert hatten.

Garth Ennis: A Walk through Hell

Während Agent McGregor noch halbwegs idealistisch an seine oft sehr frustrierende Arbeit herangeht, gibt sich seine Kollegin Shaw abgebrüht, wird aber von Alpträumen geplagt. Den Auftakt des Comics bildet ein höchstwahrscheinlich rassistisch motivierter Doppelmord, wobei die Hate-Kommentare auf Twitter auf ihre hämische Art fast ebenso schlimm wie die Tat sind. In diesem Zusammenhang lässt Ennis seine Protagonisten auch über den amtierenden US-Präsidenten reden.

Garth Ennis: A Walk through Hell

Vor diesem realistisch anmutenden Background erscheint die von Ennis erzählte Horror-Geschichte durchaus von dieser Welt zu sein. Zur starken Wirkung der Comic-Serie, deren erste fünf Hefte dieser Sammelband enthält, tragen auch die realistischen Bilder von Goran Sudžuka bei. Beeindruckend ist die Inszenierung des Auftakts, denn die einzelnen Hefte zeigen auf Cover und Seite 1 immer die selben markanten oft ganz schön schockierenden Motive, die einmal im Blaulicht und einmal im Rotlicht der Polizeisirene schimmern.

Garth Ennis: A Walk through Hell

Der in Zagreb geborene Sudžuka, der für DC und Marvel arbeitet, hat sich schon lange gewünscht mit Ennis zusammen zu arbeiten. Cross Cult bietet im Anhang des ersten Sammelbands von A Walk through Hell neben einigen Variantcovern auch einen Einblick in den Arbeitsprozess. Erstaunlich wie detailliert das fast schon in Romanform verfasste Szenario die Handlung beschreibt und wie Sudžuka dann gelegentlich doch noch etwas uminterpretiert. Solche Einblicke sind das Salz in der Suppe bei der Veröffentlichung von bemerkenswerten Comic-Geschichten.

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Mark Millar: Jupiter’s Circle

Im April 2013 startete Mark Millar seine Superhelden-Serie Jupiter’s Legacy und erzählte von einigen Menschen, die nachdem sie 1932 eine geheimnisvolle Insel besucht hatten, plötzlich über spezielle Fähigkeiten verfügten. Doch nicht nur die Intrigen zwischen den ihre Kräfte für unterschiedliche Zwecke einsetzenden frisch gebackenen Superhelden, die sich in der nächsten Generation fortsetzten, sorgten für Aufregung.

Mark Millar: Jupiter’s Circle

Da der Zeichner Frank Quitely (All-Star Superman) sehr detailreich arbeitete, herrschte auch große Spannung bezüglich des Erscheinungsdatums des nächsten Heftes. So vergingen insgesamt fast zwei Jahre bis endlich Anfang 2015 die fünfte den ersten Zyklus abschließende Ausgabe erschien. Bevor es dann im nächsten Jahr mit der Hauptserie weiterging, schob Mark Millar noch ein Prequel-Serie dazwischen.

Mark Millar: Jupiter’s Circle

Die erste Ausgabe von Jupiter’s Circle startete im April 2015 bei Image und das zwölfte Heft erschien pünktlich im Mai 2016, kurz bevor es dann mit Jupiter’s Legacy weiterging. Die recht rasche Erscheinungsweise war möglich, da diesmal neben Hauptzeichner Wilfredo Torres mit Davide Gianfelice, Chris Sprouse, Rick Burchett und Ty Templeton noch weitere Künstler am Werk waren, was manchmal zu leichten Stilbrüchen führte.

Mark Millar: Jupiter’s Circle

Die Story ist jedoch aus einem Stück und spielt Ende der 50er-Jahre. Gastauftritte absolviert neben dem FBI-Chef J. Edgar Hoover auch Katharine Hepburn. Der Look ist weit entfernt von Frank Quitelys akribischen Stil, sondern erinnert eher an quietschbunte Pop Art. Innerhalb der Geschichte kommt es zwar auch zu Superhelden-Action, doch diese scheint die Haupthandlung kaum zu tangieren.

Mark Millar: Jupiter’s Circle

Soap-Elemente dominieren die Geschichte und dieses “Wer mit wem?“ mutete trotz aller offen angesprochener Probleme (etwa bezüglich Homosexualität in den 50er-Jahren) eher freundlich und harmlos an. Doch wer dieses in gewohnter Millar-Qualität produzierte Vorspiel gelesen hat, dürfte beim zweiten Teil der sehr viel düstereren Hauptserie Jupiter’s Legacy nicht nur besser durchblicken, sondern auch emotional stärker eingebunden sein.

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Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar

Zwischen 1965 (Schüsse aus dem Geigenkasten) und 1969 (Todesschüsse am Broadway) entstandenen insgesamt acht Filmen nach den deutschen Heftromanen um Jerry Cotton (2010 folgte eine Parodie mir Christian Tramitz und Christian Ulmen). In den 60er Jahren spielte den FBI-Agenten der US-Amerikaner George Nader, der 1955 für seine Rolle in Die Nacht der Rache mit den Golden Globe als bester Nachwuchsdarsteller erhielt. Wohl auch weil er sich als Homosexueller geoutet hatte, erhielt er keine Angebote mehr in Hollywood und ging nach Europa.

Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar

Die Regie bei Der Tod im roten Jaguar führte Harald Reinl (Der Schatz im Silbersee), der Meister des deutschen Trivial-Films. Er hatte die drei letzten in Farbe gedrehten vielleicht besten Cotton-Filme in Szene gesetzt. An der Seite von Jerry Cotton ist als dessen Sidekick Phil Decker wieder der spätere Traumschiff-Kapitän Heinz Weiss zu sehen. Für kleinere Rollen konnten prominente Darsteller wie Grit Boettcher, Friedrich Schütter, Gert Haucke, Robert Fuller (Am Fuß der blauen Berge) sowie Ilse Steppat (Im Geheimdienst ihrer Majestät) verpflichtet werden.

Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar

Im Gegensatz zur Edgar-Wallace-Reihe herrschte bei den Jerry-Cotton-Filmen absolutes Humor-Verbot. Daher musste sich das Publikum die Stellen selbst suchen, an denen es lachen konnte. Daran herrschte jedoch kein Mangel, denn die in Berlin oder Hamburg gedrehten Filme versuchten vorzugaukeln, die Handlung würde sich in New York abspielen.

Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar

Neben George Naders gradliniger Verkörperung des G-Man war es vor allem der beschwingte jazzige Soundtrack von Peter Thomas (Raumpatrouille Orion) der die Filme sehenswert machte. Nachdem die ersten sechs Jerry-Cotton-Filme bereits auf DVD vorlagen, hat sich das Label Filmjuwelen der beiden letzten gedrehten Titel der Reihe angenommen und diese als liebevoll präsentierte Editionen auch auf Blu-ray veröffentlicht.

Jerry Cotton: Der Tod im roten Jaguar

Die Blu-ray der Reihe Filmjuwelen enthält neben dem 91-minütigen, noch Drehberichte zu diversen Jerry-Cotton-Filmen (insgesamt 4:26 min), den deutsche Trailer (3:21 min), sowie ein 16-seitiges Booklet mit Texten von Oliver Bayan.

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