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Frank Miller: Sin City

Sin City startete 1991 bei Dark Horse. In der Story Stadt ohne Gnade erzählt Frank Miller, wie der grobe Klotz Marv eine glückliche Liebesnacht erlebt. Am nächsten Morgen wacht er neben der toten Goldie auf. Sein einziger Wunsch ist jetzt Rache, die ihn bis zur Selbstaufgabe in die höchsten Kreise der verdorbenen Stadt führt.

Frank Miller: Sin City

Das Ganze ist etwas aus dem Ruder gelaufen. Geplant hatte ich 48 Seiten, aber es ist ausgeufert. Es ist alles Marvs Schuld. Der große Trottel begann mich rumzukommandieren.“ Nachdem Frank Miller zuvor fremden Figuren wie Batman oder Daredevil neue Impulse gegeben hatte, schuf er mit Sin City in beeindruckender schwarzweißer Inszenierung sein ganz eigenes Universum.

Frank Miller: Sin City

Die Stadt, die eigentlich Basin City heißt, erinnert nicht von ungefähr an den düsteren Ort, Gotham City, den Miller in The Dark Knight Returns so eindringlich beschwor, dass Tim Burton seine beiden Batman-Filme ebenfalls dort ansiedelte. Eine wichtige Inspirationsquelle für Sin City waren Romane und Filme der Schwarzen Serie, von denen Miller zynische Mono- und Dialoge (“Das Töten selbst befriedigt mich nicht, aber alles was davor passiert wird ein Genuss“) übernahm. Doch Sin City ist keine Ansammlung von delikat angerichteten Brutalitäten, sondern die Haupttriebfeder der Geschichten ist die leider meist vergebliche Sehnsucht nach mehr Menschlichkeit.

Frank Miller: Sin City

Bereits ab 1994 erschien Sin City bei Carlsen und anschließend bei Schreiber & Leser. Doch die Serie hatte leider keinen dauerhaften Erfolg, was sich danach jedoch änderte. Etwas kleinformatiger, aber dafür in deutlich verbesserter liebevoller Aufmachung (gebunden, Vorwort von A. C. Knigge und mit Skizzen von Miller) veröffentlicht Cross Cult  die Serie in sieben Ausgaben.

Frank Miller: Sin City

Sechs Jahre nach Erscheinen der schon lange vergriffenen Cross Cult Ausgabe, folgt eine Neuedition von Frank Millers Kultserie. Der Inhalt ist zwar komplett identisch, aber die äußere Aufmachung kann sich sehen lassen. Die Reihe hat jetzt coole Cover, die ganz ohne störende Schrift auskommen und einfach nur auf Millers coole Schwarzweiß-Grafik setzen. Etwas schade ist, dass bei der Neuauflage das durchgehende Rückenmotiv mit der peitschenden Tänzerin Nancy fehlt, doch wichtiger noch ist, dass Sin City endlich wieder lieferbar ist.

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Frank Schmolke: Trabanten

In seinem ersten Comic-Album Trabanten erzählt Frank Schmolke von Franz Huber, der aus dem Gefängnis entlassen wird und versucht mit seiner kriminellen Vergangenheit abzuschließen. Zwar findet er einen Job als Anstreicher und mit Gina eine nette Frau, die sich zu ihm hingezogen fühlt. Doch die alten Bekannten lassen ihn nicht in Ruhe, was nicht besser wird, nachdem ein alter Kumpel von Franz zu Tode kommt…

Frank Schmolke: Trabanten

Geschichten unter dem Motto “Du bekommst den Mann aus dem Gefängnis heraus, aber nicht das Gefängnis aus dem Mann“ werden immer wieder in Kriminal-Romanen und im Film noir erzählt. Doch Schmolke hat seine Geschichte in das München der Achtziger Jahre verlegt und ließ zudem auch eigene Erlebnisse in die Handlung mit einfließen.

Frank Schmolke: Trabanten

In Szene gesetzt hat er Trabanten in grau kolorierten schwarzweißen Bildern, von denen er maximal vier Stück auf einer Seite platziert hat. Dadurch ist Trabanten schnell verschlungen – auch weil die spannende Erzählung zum raschen Umblättern animiert – , doch die Geschichte wirkt noch lange nach.

Frank Schmolke: Trabanten

Dies liegt auch daran, dass Schmolke die Story immer wieder durch surreale Einschübe aufbricht. So verpasst er den unbeteiligten Zuschauern einer Schlägerei schwarze Balken vor die Augen oder lässt Franz auf die halbe Körpergröße zusammenschrumpfen, wenn dieser Minderwertigkeitskomplexe hat. Hinzu kommen noch Anspielungen auf das Werk von Jackson Pollock.

Frank Schmolke: Trabanten

Trabanten macht gespannt auf das nächste Werk von Frank Schmolke, der 2017 den Finalisten-Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung gewann er für seine demnächst erscheinende Graphic Novel Nachts im Paradies gewann.

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Film Noir

Es waren die Franzosen, die in der Nachkriegszeit von jenen US-Filmen fasziniert waren, die weder nach Schema F funktionierten noch sich darauf beschränkten simple Moralvorstellungen zu bebildern. Filme wie Billy Wilders Frau ohne Gewissen, Fritz Langs Die Frau am Fenster oder Alfred Hitchcocks Vertigo verunsichern den Betrachter durch den düsteren Blick auf menschliche Abgründe, sowie häufig auch noch durch den Verzicht auf Happy Ends.

Film Noir

Da die Schauplätze der Filme meist bedrohliche und nächtliche Großstädte waren, erfanden französische Kritiker für diese Werke den Begriff Film noir, der mit einiger Verspätung auch ab Anfang der Siebziger Jahre in den USA Verwendung fand. Bei uns wird auch gerne von “Hollywoods Schwarzer Serie“ gesprochen.

Film Noir

Für viele Filmexperten startete die große Zeit des Film noir 1941 mit John Hustons Die Spur des Falken. Das Ende läutete Orson Welles 17 Jahre später mit seinem seinerzeit völlig unterschätzen Meisterwerk Im Zeichen des Bösen ein. Doch die Tradition lebt weiter und aktuelle Werke mit Film noir-Elementen wie Quentin Tarantinos Pulp Fiction, Christopher Nolans Memento oder die Verfilmung von Frank Millers Comic Sin City, bekommen heute das Etikett Neo-Noir verpasst.

Film Noir

Der Taschen Verlag hat in den 10 Bänden seiner Filme des Jahrzehnts-Serie -Reihe Highlights der Kinogeschichte in markanten Bildern und Texten vorgestellt. Unter den hier besprochenen Klassikern befinden sich schon zwangsläufig auch viele Vertreter des Film noir. Daher war es für Taschen ein Leichtes aus seinen Jahrzehnte-Kanons für seine Reihe Bibliotheca Universalis einen opulenten Bildband über den Film noir zusammenzustellen. Enthalten sind Informationen zu 50 herausragenden Vertretern der Genres Film noir. Es wurde die bereits vorhandenen Texte, sowie das jeweilige Seitenlayout mit den Filmplakaten und den sehr großformatigen Bilder aus der “Filme des Jahrzehnts“-Reihe übernommen. Ergänzt wurden noch einführende Texte zu den Grundelementen des Film noir.

Film Noir

Einmal mehr gelang Taschen ein Bildband, der auch der Tatsache Rechnung trägt, dass Film in erster Linie ein visuelles Medium ist.

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