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I, Tonya

Die vielbeschäftigte Darstellerin Margot Robbie (Suicide Squad, Goodbye Christopher Robin, Legend of Tarzan) konnte zunächst nicht glauben, dass das Drehbuch zu I, Tonya auf tatsächlichen Ereignissen bzw. – wie im Vorspann zu lesen ist – auf “ironiefreien, extrem widersprüchlichen und absolut wahren Interviews“ basierte. Doch dann stieg sie mit vollen Körpereinsatz (und auch noch als Produzentin) in das Projekt ein.

I, Tonya

Tonya Harding war eine sehr athletische Eiskunstläuferin, der es als erste Frau gelang innerhalb einer Kür gleich zweimal einen dreifachen Axel zu springen (und beide Male sicher zu landen). Doch richtig prominent wurde sie erst, nachdem es zu einem Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan kam. Hardings Ehemann Jeff Gillooly hatte – wahrscheinlich ohne das Wissen von Tonya Harding – einen Attentäter auf Kerrigan angesetzt, der diese so am Knie verletzte, dass sie 1994 nicht an den US-Meisterschaften teilnehmen konnte.

I, Tonya

Der australische Regisseur Craig Gillespie (Lars und die Frauen, Fright Night) erzählte die Lebensgeschichte von Tonya Harding als Tragikomödie. Er zeigt sie als talentierte Sportlerin, die keine Chance hat ihrer White Umgebung zu entkommen. Das liegt ganz sicher an ihrem Ehemann Jeff, der sie schlägt, sowie an ihrem Klamotten- und Musik-Geschmack.

I, Tonya

Stärker noch war wohl der negative Einfluss ihrer Mutter. Diese spielt Allison Janney (The West Wing) mit einer so starken Kraft als gefühlskaltes, scharfzüngiges, kettenrauchendes Monster, dass sie dafür 2018 einen Oscar als beste Nebendarstellerin erhielt. Doch auch Margot Robbie, die sich im Laufe der Handlung immer wieder direkt ans Publikum wendet, und der ganze bitterböse Film sind preiswürdig.

I, Tonya

Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 120-minütigen Hauptfilm noch ein 14-minütiges Making Of (wahlweise mit deutschen Untertiteln) in dem auch viel über die Spezialeffekte zu erfahren ist, sowie den deutschen Trailer (2:22 min)

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Monster’s Ball

Hank Grotowski (Billy Bob Thornton) arbeitet als Wärter im Staatsgefängnis von Georgia, ganz genau wie sein sensibler Sohn Sonny (Heath Ledger) und einst sein mittlerweile pensionierter rassistischer Vater Buck (Peter Boyle) . Als Sonny dem Job, der auch das Durchführen von Hinrichtungen umfasst, nicht mehr gewachsen ist und durchknallt, quittiert auch Hank den Dienst und versucht ein neues Leben zu beginnen. Hierzu gehört auch die langsam aufkeimende Freundschaft und Liebe zur farbigen Kellnerin Leticia (Halle Berry). Doch diese Beziehung ist nicht nur von Vorurteilen gefährdet, sondern auch dadurch, dass Hank zuvor die Hinrichtung an Leticias Mann vollzogen hat.

Monster’s Ball

Ohne Halle Berrys stark verweinte Oscar-Übernahme hätte Monster’s Ball unsere Kinos wahrscheinlich gar nicht erreicht. Das wäre sehr schade gewesen, denn der Film greift das Problem des Rassismus auf, ohne dabei allzu plakativ zu werden. Dies liegt in erster Linie an Billy Bob Thornton. Sein Hank hält zu Beginn des Filmes zwar nicht allzu viel von Farbigen, doch im Gegensatz zu seinem ausgebrannten Vater ist Hank jedoch ein beherrschter seinen Hass einigermaßen kontrollierender Rassist. Dadurch ist es glaubhaft, wenn Hank im Laufe des Filmes zu einem Menschen wird, der Freundschaften zu farbigen Mitbürgern nicht mehr ausschließt.

Monster’s Ball

Halle Berry ist ebenfalls sehr gut als am Leben verzweifelnde Mutter. Sie sollte die Rolle zunächst nicht bekommen, weil sie eigentlich zu attraktiv für diesen Part ist. Diese Bedenken sind in diesem Fall nachvollziehbar. Bei aller Differenziertheit kann dem Film durchaus unterstellt werden, er wolle zeigen, dass die richtige schwarze Frau jedem Mann von seinen rassistischen Flausen heilen könnte. Doch zum Glück hat Monster’s Ball deutlich mehr zu bieten als diese Binsenweisheit. Dazu gehört auch die scheinbar nur beiläufig gezeigte Hinrichtung am Anfang des Filmes. Die kurzen Großaufnahmen von den uralten primitiven Bauteilen des Elektrischen Stuhls sagen als Kommentar zur Todesstrafe mehr aus als ganze Filme zu diesem Thema wie Dead Man Walking.

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The Death of Stalin

In seiner Comic-Serie Es war einmal in Frankreich erzählte der französische Autor Fabien Nury (W. E. S. T.) die Biografie des Schrotthändlers Joseph Joanovici, der während des Zweiten Weltkriegs Waffen an Nazis und Résistance verkaufte. Auch bei seiner Schilderung der Tage nach dem Tode von Josef Stalin ließ Nury seiner Fantasie freien Lauf.

The Death of Stalin

Belegt ist, dass Josef Stalin am frühen Morgen des 1. Mai 1953 einen Schlaganfall erlitt. Bevor Ärzte gerufen wurden, versammelten sich etliche Mitglieder des Politbüros um den bewusstlosen Diktator. Ärzte kamen erst später hinzu und am 5. März 1953 verstarb Stalin.

The Death of Stalin

Fabien Nury spekulierte darüber, wie seinerzeit wohl die Machtkämpfe verlaufen sind, aus denen schließlich Nikita Chruschtschow als Sieger hervorging. Der Zeichner Thierry Robin (China Rot) setzte die Geschichte, die in Frankreich 2010 und 2012 in zwei Alben erschienen ist, in kantige Bilder am Rande der Karikatur in Szene.

The Death of Stalin

Rechtzeitig zum Kinostart der Verfilmung von The Death of Stalin veröffentlichte der Splitter Verlag eine schön aufgemachte deutsche Gesamtausgabe. Den Film inszenierte der für Polit- und sonstige Satiren bekannte britische Regisseur Armando Iannucci.

The Death of Stalin

Es konnte ein großartiges Ensemble verpflichtet werden, wobei besonders Steve Buscemi als Chruschtschow, Monty Python Michael Palin als Molotow und Jason Isaacs (Star Trek: Discovery) als mit Unmengen von Orden behängter General Schukow Höchstleistungen erbringen. Wer gerne dabei zuschaut, wie böse Menschen sich gegenseitig austricksen, ist mit Comic und Film bestens bedient.

The Death of Stalin

Die DVD von Concorde enthält neben dem 107-minütigen Film noch entfallene Szenen (9:58 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interviews (34:04 min) und sowie zwei deutsche und einen englischsprachigen Trailer.

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Mission: Impossible – Fallout

Die 1996 gestartete Filmreihe Mission: Impossible geht in die sechste Runde und der mittlerweile 56-jährige Tom Cruise spielt immer noch glaubhaft den Action-Helden Ethan Hunt. Etwas weniger überzeugt der diesmal etwas penetrante Versuch Hunt mit so etwas wie einem Charakter auszustatten. Mindestens zweimal zu oft ist im Laufe des Filmes zu hören, dass Ethan Hunt – ganz im Gegensatz zu seinen Geheimdienst-Vorgesetzten – eher eine Mission platzen als eins seiner Team-Mitglieder sterben lässt.

Mission: Impossible - Fallout

Auch die Beziehung zu seiner Ex-Frau, der Ärztin Julie (Michelle Monaghan), hat sich etwas seltsam entwickelt. Diese ist aus Sicherheitsgrünen abgetaucht, hält aber Kontakt zu Hunt, was diesen irgendwie motiviert. Der Auftakt von Mission: Impossible – Fallout ist etwas delikat. Hier ist zu erfahren, dass anarchistische Terroristen Atombomben in Rom, Jerusalem und Mekka gezündet haben. Zwar entpuppt (Vorsicht Spoiler!) sich dieses als Bluff, doch es wirkt etwas merkwürdigt, wenn in einem Film, in dem der prominenteste Scientologe die Hauptrolle spielt, die zentralen Kultstätten von drei Weltreligionen zerstört werden.

Mission: Impossible - Fallout

Ansonsten entstand hier eine wieder von Christopher McQuarrie (Edge of Tomorrow) inszenierte direkte Fortsetzung von Mission: Impossible – Rogue Nation. Gegner ist wieder der Anarchist Salomon Lane (Sean Harris), doch auch die Zusammenarbeit mit dem vom Superman-Darsteller Henri Cavill gespielten CIA-Agenten August Walker verläuft für Hunt alles andere als optimal. Doch dafür kann er sich auf sein von Ving Rhamses, Simon Pegg und Rebecca Ferguson verkörpertes Team verlassen.

Mission: Impossible - Fallout

Das Konzept der Reihe erscheint, mit in Paris und London gedrehten allzu vertraut anmutenden Verfolgungsjagden, ein wenig abgegriffen. Das Finale in Kaschmir (das zum Teil in Norwegen gedreht wurde) ist dann doch noch ein gelungener Abschluss und lässt auf weitere Filme hoffen, die wieder nahtloser an die unwiderstehliche Mischung aus Action und Humor anknüpfen können, mit der J. J. Abrams die Reihe 2006 in Mission: Impossible III revitalisierte.

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Face/Off – Im Körper des Feindes

Als John Woo, der Regie-Gott des Hongkong-Kinos nach Hollywood ging, um einen Film mit Jean-Claude Van Damme zu drehen, waren seine Fans ziemlich entsetzt. Dies war im Anbetracht von Hard Target, der nur verstümmelt in die Kinos gelangte, auch noch halbwegs angebracht. Doch dass sich das Entsetzen auch auf Face/Off übertrug, verwundert schon ein wenig.

Face/Off - Im Körper des Feindes

Der Film ist ein bis heute ungeschlagenes Meisterwerk des modernen Actionkinos und begeistert sogar Menschen, die mit diesem Genre ansonsten eher wenig anfangen können. John Travolta überzeugt als fanatischer FBI-Agent, der einen von Nicolas Cage gespielten wahnsinnigen Kriminellen jagt. Um einen Bombenanschlag zu verhindern muss der Travolta-Charakter in den Körper der Cage-Figur schlüpfen. Doch auch der Gangster setzt anschließend die Maske des Biedermannes auf und sperrt diesen ein…

Face/Off - Im Körper des Feindes
Diese Verwandlungen meistern die beiden Darsteller so grandios, dass die Handlung niemals im furiosen Action-Dauerfeuerwerk untergeht. Anfangs lag Face/Off jedoch nur in einer mäßigen DVD-Veröffentlichung vor, die zu allem Übel auch noch in der Mitte des Filmes umgedreht (!) werden musste. Dies ist bei der sparsam mit Extras (immerhin ein prima Trailer) ausgestatteten Special Edition zum Glück nicht mehr der Fall.

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Molly’s Game – Alles auf eine Karte

Mit seinem Theaterstück A Few Good Man (Eine Frage der Ehre) feierte Aaron Sorkin große Erfolge. Er verfasste auch das Drehbuch als Carl Reiner 1992 einen Film mit Tom Cruise und Jack Nicholson daraus machte. Sorkins Spezialität sind clevere Dialoge voller Pointen, die besonders gut rüberkommen, wenn die Darsteller sie blitzschnell aufsagen.

Molly's Game - Alles auf eine Karte

Dies ist auch eins der Markenzeichnen der von Sorkins 1999 ins Leben gerufenen Serie The West Wing. In sieben Staffeln werden hier alle Höhepunkte und Enttäuschungen während der (fiktiven) Präsidentschaft von Josiah Bartlet (Martin Sheen) geschildert. Eine Art Abfallprodukt dieser brillanten Politserie war 1995 der unterhaltsame Kinofilm Hallo, Mr. Präsident, in dem Michael Douglas als “Herrscher der freien Welt“ auf Freiersfüßen wandelt.

Molly's Game - Alles auf eine Karte

Doch erst 2017 wagte es Aaron Sorkin auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen und legte ein beeindruckendes Debüt hin. Auf der Basis der Memoiren von Molly Bloom erzählt er von einer jungen Frau, die es durch von ihr organisierte private Poker-Partien am Rande der Legalität zu beträchtlichen Reichtum brachte. Doch da bei ihr Prominente aus Showbusiness, Politik und Wirtschaft um große Beträge spielten, geriet sie in die Fänge von Mafia und US-Behörden.

Molly's Game - Alles auf eine Karte

Mit Jessica Chastain fand Sorkin die ideale Hauptdarstellerin. Die erfolgreichen Filme der vielseitigen Schauspielerin wie The Help, Zero Dark, Thirty, A Most Violent Year oder Die Erfindung der Wahrheit sind fast schon ein eigenes Genre geworden. Chastain macht auch in Molly’s Game eine mehr als gute Figur. Bei den geistreichen Dialogen wird sie optimal unterstützt von ihren Co-Stars Idris Elba und Kevin Costner, der als Mollys scheinbar gefühlskalter Vater sein beeindruckendes Alterswerk um ein weiteres Highlight bereichert.

Molly's Game - Alles auf eine Karte

Die DVD von Universum Film enthält zum 135-minütigen Hauptfilm einen Audiokommentar, von Aaron Sorkin und den drei Cuttern Alan Baumgarten, Elliot Graham und Josh Schaeffer, leider ohne deutsche Untertitel. Hinzu kommen Interviews mit Molly Bloom (5:42 min, wie alle übrigen Untertitel wahlweise mit deutschen Untertitel), Aaron Sorkin (3:33 min), Jessica Chastain (1:06 min), Idris Elba (2:57 min) und Kevin Costner (2:55 min), sowie eine deutschsprachige Featurette (2:54 min), eine B-Roll (2:59 min) und der deutsche Trailer (1:49 min)   

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The King of Comedy

The King of Comedy ist die fünfte Zusammenarbeit von Robert De Niro und Martin Scorsese. Der Film war 1982 ein völliger Flop und spielte – bei einem Budget von knapp 20 Millionen Dollar – wenig mehr als 2 Millionen wieder ein. Das lag sicher auch daran lag, dass Erwartungen nicht erfüllt wurden. So hätte niemand einen Darsteller wie Jerry Lewis in der Hauptrolle eines Scorcese-Films erwartet.

The King of Comedy

Wahrscheinlich gar nicht so weit von seiner tatsächlichen Persönlichkeit entfernt, spielte der Star-Komiker den erfolgreichen Showmaster Jerry Langford spielt, der privat keinen Spaß versteht. Ausgerechnet ihn hat sich Rupert Pupkin als Idol auserkoren und erwartet Dankbarkeit dafür, wenn er sich als Langfords größter Fan bezeichnet. Noch schlimmer ist, jedoch, dass sich Pupkin auch noch für einen geborenen Komiker hält, der nur auf seinen großen Durchbruch wartet.

The King of Comedy

Robert De Niro porträtiert Rupert Pupkin als einen Menschen, der zunächst durch seine große aufgesetzte Freundlichkeit nervt, doch genau genommen nicht weniger gefährlich ist, als in seiner Rolle als Parade-Psychopath Travis Bickle in Taxi Driver. Als Langford nicht daran denkt Pupkin zum Erfolg zu verhelfen, knallt dieser völlig durch. Kurzentschlossen entführt Pupkin sein Idol, um für sich einen TV-Auftritt zu erpressen. Unterstützt von der ebenfalls großartig durchgeknallt aufspielenden Sandra Bernhard geht Travis bei seinem Vorhaben erstaunlich brutal vor.

The King of Comedy

Martin Scorsese gelang hier nicht nur ein weiterer großartiger New-York-Film, sondern auch eine bitterböse Satire auf das Showbusiness und das Streben nach Erfolg um jeden Preis. Eine Blu-ray-Veröffentlichung zeigt, dass The King of Comedy ganz gewiss nicht der Tiefpunkt in den Filmografien von Robert De Niro und Martin Scorsese ist.

The King of Comedy

Die Blu-ray-Edition von Filmconfect präsentiert interessantes Bonusmaterial. Neben dem 109-minütigen Hauptfilm ist noch das Making Of “A Shot at the Top” von 2002 (18:10 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), Deleted and Extended Scenes (39:11 min) und der Bericht “Inside Rupert Pupkin“ (39:21 min) enthalten.

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Ant-Man and the Wasp

Der 2015 entstandene Marvel-Film Ant-Man wurde mit einem Einspiel-Ergebnis von 500 Millionen Dollar zu einem soliden, wenn auch nicht überragenden Erfolg. Die Kritiken waren jedoch durch die Bank gut. Paul Rudd absolvierte als Kleinkrimineller Scott Lang, der sich durch eine Hightech-Anzug seine Größer variieren konnte,  einen größeren Gastauftritt in The First Avenger: Civil War. Im Gegensatz zu fast allen Marvel-Superhelden aus dem Hause Disney fehlte Ant-Man jedoch in Avengers: Infinity War.

Ant-Man and the Wasp

Letzterer Film endete mit einem ebenso gewaltigen wie überraschenden Cliffhanger, der die Zukunft des gesamten Marvel Cinematic Universe betrifft und erst nächstes Jahr aufgelöst wird. Es sei verraten, dass in Ant-Man and the Wasp erst in jenen kleinen Szenen zwischen den Credits im Nachspann auf die in Infinity War erzählten Ereignisse  Bezug genommen wird.

Ant-Man and the Wasp

Das ist gut so, denn die wieder von Peyton Reed inszenierte Fortsetzung greift den locker-flockigen Tonfall des ersten Ant-Man-Films auf und präsentiert eine irre Abfolge von Verfolgungsjagden mit Fahrzeugen und Menschen, die ständig ihre Größe wechseln. Dies kommt natürlich besonders gut in 3D. Erfreulich ist auch, dass wieder Michael Douglas als Ur-Ant-Man Hank Pym und Evangeline Lilly als dessen Tochter Hope alias The Wasp dabei sind.

Ant-Man and the Wasp

Interessante Neuzugänge sind Michelle Pfeiffer und Laurence Fisburne, doch auch die ganzen sehr lustigen Nebendarsteller wie Michael Peña oder Bobby Cannavale aus dem ersten Film sind wieder dabei. Das Resultat ist ein Non-Stop-Action-Film, der sich nicht allzu ernst nimmt und zeigt, wie viele Möglichkeiten es gibt, interessante Geschichten über Menschen mit Superkräften zu erzählen.

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Mamma Mia! Here We Go Again

1999 erlebte das Musical Mamma Mia! seine Premiere in London. Die mit Musikstücken aus dem Fundus der schwedischen Band ABBA bestückte Story um Donna, die nicht weiß, welcher ihrer Ex-Lover der Vater ihrer Tochter Sophia ist, wurde zu einem Welterfolg, der sich knapp 10 Jahre auf der Leinwand wiederholte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die Hauptdarsteller Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard trampelten (um es mit den Worten der Kanzlerin auszudrücken) ziemlich auf den Musikstücken von Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Doch dies an Karaoke im Urlaub erinnernde Klang-Erlebnis, sowie die teilweise recht unbeholfene Choreographie vor wunderschönen griechischen Naturkulissen, ließen den Film frisch und spontan wirken.

Mamma Mia! Here We Go Again

Da Mamma Mia! in den Kinos 600 Millionen Dollar einspielte, folgte 10 Jahre später die Fortsetzung. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller Ansatz gefunden. Richard Curtis, der erfahrene Autor und Regisseur von meisterlichen romantischen Komödien wie Notting Hill oder Tatsächlich… Liebe, hörte auf seine Tochter, als diese meinte, sie würde am liebsten sehen, wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die junge Donna wird jetzt recht temperamentvoll von Lily James (Cinderella) gespielt, während Meryl Streep lediglich am Ende des Films einen kurzen Gastauftritt absolviert (sehr viel mehr hat die in der Werbung groß herausgestellt Cher auch nicht zu tun). Anfangs macht das Drehbuch einige Verrenkungen um mehr oder weniger geschickt ABBA-Songs in die Handlung einzubauen, die noch nicht im ersten Film zu hören waren, .

Mamma Mia! Here We Go Again

In Oxford auf Donnas Abschlussfeier singt Donna mit ihren Freundinnen Tanja und Rosie When I Kissed The Teacher. Weiter geht es nach Paris in ein Napoleon-Themen-Restaurant, um dort – richtig geraten – den European-Song-Contest-Erfolg Waterloo schmettern zu können. Doch ganz so blöd geht es dann zum Glück doch nicht weiter.

Mamma Mia! Here We Go Again

Richtig rührend wird es, wenn Lily James die griechische Insel Kalokairi erreicht und dort jenes malerische Haus sieht, aus dem einmal Donnas Traumhotel werden soll. Wenn sich die junge Frau ausmalt, was sie aus dem verfallenen Gebäude machen will, dann passt hierzu recht gut der ABBA-Hit I Have A Dream. Schön auch, dass im Film weniger bekannte Songs wie Andante, Andante zum Zuge kommen, die zeigen, was für ein beeindruckendes Werk das schwedische Quartett in seiner nur 8 Jahre andauernden Karriere hingelegt hat.

Mamma Mia! Here We Go Again

ABBA-Songs galten immer ein wenig als plumpe Trash-Musik. Doch wer in den 70er und 80er Jahren groß geworden ist, kam um die Hits der Gruppe nicht herum, und hat auch sehr viel Schlimmeres hören müssen. Mir hat durch diesen Film eine Wiederbegegnung mit irgendwie doch guten Songs wie Fernando, The Name Of The Game, Dancing Queen oder natürlich Mamma Mia viel Spaß gemacht.

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Der Zauberer von Oz

Die kleine Dorothy lebt mit Onkel Henry und Tante Em auf einer kleinen Farm in Kansas. Plötzlich baut sich ein Wirbelsturm auf. Dorothy und ihr Hund Toto können nicht mehr rechtzeitig in den Schutzkeller flüchten, sondern werden mit dem Farmhaus vom Sturm fortgetragen. Als die ohnmächtig gewordene Dorothy wieder aufwacht befindet sie sich im Lande Oz, das aufgeschlagene Haus hat die böse Hexe des Ostens getötet.

Der Zauberer von Oz

Der zuvor schwarzweiße Film ist jetzt farbig geworden. Um nach Kansas zurückkehren zu können, muss Dorothy zum mächtigen Zauberer von Oz reisen. Unterwegs schließt sie Freundschaft mit einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem furchtsamen Löwen…

Der Zauberer von Oz

Der Erfolg von Walt Disneys Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge spornte MGM dazu sich auch an einem märchenhaften Stoff zu versuchen. L. Frank Baums 1900 erschienenes Kinderbuch Der Zauberer von Oz schien ein ideales Vehikel für Shirley Temple zu sein, doch der Kinderstar stand bei einem anderen Filmstudio unter Vertrag. So bekam schließlich die mit 17 Jahren schon etwas zu reife Judy Garland die Rolle der Dorothy.

Der Zauberer von Oz

Auch für den Zauberer von Oz konnte nicht die Traumbesetzung verpflichtet werden, für W. C. Fields sprang Frank Morgan ein. Ganz so erfolgreich wie Schneewittchen war der Film dann (zunächst) nicht. Doch im Laufe der Jahre wurde er, vor allem durch das Fernsehen, zu einem beliebten Klassiker. Die knallbunten Kulissen des Landes Oz mögen Geschmacksache sein, doch die Idee mit der schwarzweißen Rahmenhandlung ist genial und die Songs – allem voran Somewhere over the Rainbow – sind unvergessliche Evergreens.

Der Zauberer von Oz

Zum 70. Geburtstag erscheint 2009 eine besonders schöne DVD- (und Blu-ray) Edition. Zwei der vier Scheiben, die in einem schmucken Schuber stecken sind identisch mit der 2005 erschienenen Special Edition. Doch die zusätzlichen Extras auf den beiden anderen DVDs sind sehr sehenswert. So gibt es interessante Dokus über den Autor L. Frank Baum und über Victor Fleming, der unmittelbar nach Beendigung der Dreharbeiten von Der Zauberer von Oz die Regie von Vom Winde verweht übernahm. Sehenswert sind auch der TV-Spielfilm The Dreamer of Oz mit John Ritter als L. Frank Baum und die diversen Oz-Stummfilme.

Der Zauberer von Oz

Interessant ist auch eine sehr sorgfältig nachträglich als 3D-Film bearbeitete Version des Films.

Der Zauberer von Oz

Bonusmaterial der Collector’s Edition: Disc 1: Der Spielfilm; Audiokommentar von Historiker John Fricke, ohne deutsche Untertitel; Optionale Tonspur mit Musik und Geräuschen oder Original-Monotonspur; Dolby 5.1 Feature zum Mitsingen; Märchenbuch The Wonderful Wizard of Oz gelesen von Angela Lansbury (10:20 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Prettier than Ever: Eine Legende wird restauriert (11:27 min); Wir wurden einander noch nicht vorgestellt … Profile der Nebendarsteller (21:24 min); Disc 2: Der wunderbare Zauberer von Oz – Das Making-of eines Klassikers (50:51 min); Erinnerungen an Oz (27:36 min); Die Kunst der Fantasie – Eine Hommage an Oz (29:46 min); Weil es immer wieder verzaubert: Das Vermächtnis von Oz (25:57 min); Amateurfilme von Komponist Harold Arlens (4:37 min); Nicht verwendete Szenen (14:20 min); Ein Wirbelwind! Ein Wirbelwind! Testaufnahmen des Tornados (8:16 min); “From the Vault“ – Drei Filmberichte von 1939: “Another Romance of Celluloid“ (10:30 min), “Metro Studio Tour“ (1:25 min) und über die Oscar-Verleihung (2:13 min); Aufnahmen aus den Tonarchiven: Jukebox, Radiosendungen und Werbung; Fotogalerie; Trailergalerie (11:21 min); Von Chuck Jones animierte Auszüge aus der TV-Serie: „Off to See the Wizard“ von 1967 (3:57 min)

Der Zauberer von Oz

Disc 3: Victor Fleming: Ein wahrer Meister (34:08 min), L. Frank Baum: Der Mann hinter den Kulissen (27:44 min); Hollywood feiert seine größten kleinen Stars! (9:55 min), die Munchkins erhalten einen Stern auf dem Hollywood Boulevard; „The Dreamer of Oz“ (92:48 min), ein TV-Film von 1990 mit Annette O´Toole und John Ritter als L. Frank Baum, „The Wonderful Wizard of Oz“ (13:18 min), Stummfilm von 1910 mit Musik; „The Wizard of Oz“ (8:10 min), ein Cartoon von 1933, der ebenfalls in Schwarzweiß beginnt und dann das Land Oz in Technicolor zeigt; Disc 4: His Majesty, The Scarecrow of Oz“ (59:04 min), Stummfilm von 1914 mit Soundtrack, inszeniert von L. Frank Baum; „The Magic Cloak of Oz“ (41:28 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Patchwork Girl of Oz“ (48:30 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Wizard of Oz“ mit Larry Semon und Oliver Hardy als Tin Man (71:51 min), Stummfilm von 1925 mit Soundtrack

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