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Der Zauberer von Oz

Die kleine Dorothy lebt mit Onkel Henry und Tante Em auf einer kleinen Farm in Kansas. Plötzlich baut sich ein Wirbelsturm auf. Dorothy und ihr Hund Toto können nicht mehr rechtzeitig in den Schutzkeller flüchten, sondern werden mit dem Farmhaus vom Sturm fortgetragen. Als die ohnmächtig gewordene Dorothy wieder aufwacht befindet sie sich im Lande Oz, das aufgeschlagene Haus hat die böse Hexe des Ostens getötet.

Der Zauberer von Oz

Der zuvor schwarzweiße Film ist jetzt farbig geworden. Um nach Kansas zurückkehren zu können, muss Dorothy zum mächtigen Zauberer von Oz reisen. Unterwegs schließt sie Freundschaft mit einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem furchtsamen Löwen…

Der Zauberer von Oz

Der Erfolg von Walt Disneys Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge spornte MGM dazu sich auch an einem märchenhaften Stoff zu versuchen. L. Frank Baums 1900 erschienenes Kinderbuch Der Zauberer von Oz schien ein ideales Vehikel für Shirley Temple zu sein, doch der Kinderstar stand bei einem anderen Filmstudio unter Vertrag. So bekam schließlich die mit 17 Jahren schon etwas zu reife Judy Garland die Rolle der Dorothy.

Der Zauberer von Oz

Auch für den Zauberer von Oz konnte nicht die Traumbesetzung verpflichtet werden, für W. C. Fields sprang Frank Morgan ein. Ganz so erfolgreich wie Schneewittchen war der Film dann (zunächst) nicht. Doch im Laufe der Jahre wurde er, vor allem durch das Fernsehen, zu einem beliebten Klassiker. Die knallbunten Kulissen des Landes Oz mögen Geschmacksache sein, doch die Idee mit der schwarzweißen Rahmenhandlung ist genial und die Songs – allem voran Somewhere over the Rainbow – sind unvergessliche Evergreens.

Der Zauberer von Oz

Zum 70. Geburtstag erscheint 2009 eine besonders schöne DVD- (und Blu-ray) Edition. Zwei der vier Scheiben, die in einem schmucken Schuber stecken sind identisch mit der 2005 erschienenen Special Edition. Doch die zusätzlichen Extras auf den beiden anderen DVDs sind sehr sehenswert. So gibt es interessante Dokus über den Autor L. Frank Baum und über Victor Fleming, der unmittelbar nach Beendigung der Dreharbeiten von Der Zauberer von Oz die Regie von Vom Winde verweht übernahm. Sehenswert sind auch der TV-Spielfilm The Dreamer of Oz mit John Ritter als L. Frank Baum und die diversen Oz-Stummfilme.

Der Zauberer von Oz

Interessant ist auch eine sehr sorgfältig nachträglich als 3D-Film bearbeitete Version des Films.

Der Zauberer von Oz

Bonusmaterial der Collector’s Edition: Disc 1: Der Spielfilm; Audiokommentar von Historiker John Fricke, ohne deutsche Untertitel; Optionale Tonspur mit Musik und Geräuschen oder Original-Monotonspur; Dolby 5.1 Feature zum Mitsingen; Märchenbuch The Wonderful Wizard of Oz gelesen von Angela Lansbury (10:20 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Prettier than Ever: Eine Legende wird restauriert (11:27 min); Wir wurden einander noch nicht vorgestellt … Profile der Nebendarsteller (21:24 min); Disc 2: Der wunderbare Zauberer von Oz – Das Making-of eines Klassikers (50:51 min); Erinnerungen an Oz (27:36 min); Die Kunst der Fantasie – Eine Hommage an Oz (29:46 min); Weil es immer wieder verzaubert: Das Vermächtnis von Oz (25:57 min); Amateurfilme von Komponist Harold Arlens (4:37 min); Nicht verwendete Szenen (14:20 min); Ein Wirbelwind! Ein Wirbelwind! Testaufnahmen des Tornados (8:16 min); “From the Vault“ – Drei Filmberichte von 1939: “Another Romance of Celluloid“ (10:30 min), “Metro Studio Tour“ (1:25 min) und über die Oscar-Verleihung (2:13 min); Aufnahmen aus den Tonarchiven: Jukebox, Radiosendungen und Werbung; Fotogalerie; Trailergalerie (11:21 min); Von Chuck Jones animierte Auszüge aus der TV-Serie: „Off to See the Wizard“ von 1967 (3:57 min)

Der Zauberer von Oz

Disc 3: Victor Fleming: Ein wahrer Meister (34:08 min), L. Frank Baum: Der Mann hinter den Kulissen (27:44 min); Hollywood feiert seine größten kleinen Stars! (9:55 min), die Munchkins erhalten einen Stern auf dem Hollywood Boulevard; „The Dreamer of Oz“ (92:48 min), ein TV-Film von 1990 mit Annette O´Toole und John Ritter als L. Frank Baum, „The Wonderful Wizard of Oz“ (13:18 min), Stummfilm von 1910 mit Musik; „The Wizard of Oz“ (8:10 min), ein Cartoon von 1933, der ebenfalls in Schwarzweiß beginnt und dann das Land Oz in Technicolor zeigt; Disc 4: His Majesty, The Scarecrow of Oz“ (59:04 min), Stummfilm von 1914 mit Soundtrack, inszeniert von L. Frank Baum; „The Magic Cloak of Oz“ (41:28 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Patchwork Girl of Oz“ (48:30 min), Stummfilm von 1914 ohne Soundtrack, produziert von L. Frank Baum; „The Wizard of Oz“ mit Larry Semon und Oliver Hardy als Tin Man (71:51 min), Stummfilm von 1925 mit Soundtrack

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Louis, das Schlitzohr

Als der kleine Angestellte Antoine Maréchal (André Bourvil) mit seiner Citroën 2CV „Ente“ nach Italien verreisen will, rammt ihn schon nach wenigen Metern die Luxuskarosse des schwerreichen Industriellen Léopold Saroyan (Louis de Funès).

Louis, das Schlitzohr

Zur Wiedergutmachung darf Antoine in Léopolds Cadillac von Neapel nach Bordeaux fahren. Er nimmt das großzügige Angebot an, ahnt jedoch nicht, dass Saroyan ein schlitzohriger Schmuggler ist, der im Cadillac Diebesgut im Wert von mehreren Millionen Francs versteckt hat. Der gutmütige Antoine  soll ohne Wissen Diamanten über die Grenze schmuggeln…

Louis, das Schlitzohr

Im Vorspann des Filmes mag es etwas verwundern, dass zunächst der damals sehr viel populärere Name von André Bourvil und erst danach Louis de Funés genannt wird. Dies wiederholte sich zwei Jahre später als Gérard Oury (Die Abenteuer des Rabbi Jacob) in seinem besten Film Die große Sause wieder mit dem Komiker-Duo arbeitete.

Louis, das Schlitzohr

Doch auch wenn de Funés in einer Schurkenrolle nur die zweite Geige spielt, steuert er doch einige Kabinettstückchen bei, die ihm Gérard Oury quasi als Entschädigung ins Drehbuch geschrieben hatte. So ist es köstlich anzusehen, wie de Funés neidisch neben einem Muskelmann unter der Dusche steht und seinen Körper vergeblich nach Muskeln absucht.

Louis, das Schlitzohr

Zum Glück enthält die Blu-ray-Edition nicht nur die erste deutsche Synchronfassung von 1965, als der Film unter dem Titel Scharfe Sachen für Monsieur in die Kinos kam und bei der Louis de Funés von Anton Reimer gesprochen wurde. 1976 wurde der Film unter dem Titel Louis, das Schlitzohr neu gestartet und hierzu entstand eine zweite deutsche Fassung (der Film) mit dem vertrauten Stammsprecher Gerd Martienzen, die auch auf Special Edition enthalten ist.

Louis, das Schlitzohr

Extras der Blu-ray: Die Dokumentation „Die Dreharbeiten von Louis, das Schlitzohr“ (82:42 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Extras), Geschnittene Szene: Sicherheit auf der Straße (3:02 min), hier agiert Louis de Funés an der Serite von  Michèle Morgan, der Ehefrau von Regisseur Gérard Oury und den französischen Trailer (3:19 min)

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Mamma Mia!

Auf der idyllischen griechischen Insel Kalokairi bereitete die etwas gluckenhafte alleinerziehende Mutter Donna (Meryl Streep) die Hochzeit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) vor. Doch diese möchte endlich erfahren, wer eigentlich ihr Vater und daher lädt sie die drei dafür in Frage kommenden Herren (Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgard) ohne Wissen ihrer Mutter zu den Feierlichkeiten ein.

Mamma Mia!

Das ist ein durchaus solides Grundgerüst für eine turbulente romantische Komödie, doch speziell in der ersten Hälfte des Filmes wird Turbulenz leider ziemlich häufig mit Hysterie verwechselt. Andauernd rennen Menschen wild kreischend aufeinander zu und brüllen sich zu, wie sehr sie sich freuen sich endlich wieder zu sehen. Vielleicht soll dieser „Kunstgriff“ dem Zuschauer helfen zu verstehen, dass jemand der so drauf ist auch jederzeit völlig grundlos mit dem Absingen von ABBA-Liedern beginnen kann.

Mamma Mia!

Dass es durchaus klappen kann, wenn versucht wird möglichst viele Songs einer Erfolgsband in eine Handlung zu quetschen, hat kürzlich die Beatles-Revue Across the Universe bewiesen. Doch da war die begnadete Julie Taymor (Frida) am Werk, die Geschmack und Rhythmus hat. Bei Mamma Mia! hingegen hüpft meistens – im Stile von deutschen 70er-Jahre Schlagerfilmen wie Musik, Musik, da wackelt die Penne – eine Laienspielschar völlig alleingelassen vom Choreografen durch hübsche Naturkulissen.

Mamma Mia!

Okay, wir wollen nicht nur gemein sein, denn am Film waren ja auch jene Menschen beteiligt, die dafür sorgten, dass das 1999 in London gestartete Bühnenmusical Mamma Mia! zu einem weltweiten Erfolg wurde. Durch bisher mehr als 30 Millionen Besucher ist die Show für Benny Andersson und Björn Ulvaeus mittlerweile sogar lukrativer als die immer noch sehr üppigen ABBA-Tantiemen. Will sagen, wenn soviel Fliegen bzw. Mücken zusammenkommen, muss ja wohl irgendwas dran sein.

Mamma Mia!

Dies ist auch so, denn wer die erste Hälfte des Filmes schadensfrei überstanden hat, bekommt doch noch ein paar hübsche Sachen zu sehen. So setzt Julie Walters ihre nicht vorhandene Gesangsstimme sehr gefällig in Szene und nachdem die nicht mehr ganz junge Christine Baranski einen Haufen sehr männlicher Teenies am Strand zu Does Your Mother Know um den Verstand getanzt hat, hätte ich daheim wohl auf die Repeat-Taste gedrückt.

Mamma Mia!

Auch das Finale vorm Altar ist auf seine rührende Art zwar routiniert, aber immerhin routiniert. Muriels Wedding bleibt weiterhin der definitive ABBA-Film, doch spätestens, wenn im Abspann die Hauptdarsteller entfesselt in Glitzerklamotten performen macht auch Mamma Mia! Bock auf Schweden-Rock.

Mamma Mia! Here We Go Again

10 Jahre später folgte die Fortsetzung Mamma Mia! Here We Go Again. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller Ansatz gefunden. Erzählt wird wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

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Fright Night

1985 gelang Tom Holland (Chucky die Mörderpuppe) mit Fright Night – Die rabenschwarze Nacht eine in allen Belangen sehr gut funktionierende Mischung aus Horror und Humor. Der zeitlos perfekte Film braucht nicht unbedingt ein Update, doch Colin Farrell als Vampir, Toni Collette in einer Neuauflage ihrer Mutterrolle aus The Sixth Sense und die gerne im Horror-Genre eingesetzte 3D-Technik wecken dennoch eine gewisse Neugierde, die nicht völlig unbefriedigt blieb.

Fright Night
Tom Holland verwendete seinerzeit sehr viel (Lustspiel-)Zeit darauf seinen jugendlichen Helden Charlie Brewster zu zeigen, wie er langsam feststellt, dass der neue Nachbar Jerry ein Vampir ist und wie er vergeblich versucht die Obrigkeit davon zu überzeugen. Der australische Regisseur Craig Gillespie (I, Tonya) ist eher am Rande an humorvollen Situationen interessiert und setzt stärker auf hübsch plastisch in Szene gesetzte Action-Szenen und Splatter-Effekte.

Fright Night
Ein Opfer dieser Entwicklung ist auch die Figur des Vampir-Experten Peter Vincent, den Roddy McDowall 1985 viel Selbstironie als abgetakelten Gastgeber einer TV-Trash-Horror-Sendung spielte. Im Update ist David Tennant (der 10. Doctor Who) ein prominenter Gothic-Magier mit gewaltiger Bühnenshow und tragischer Vergangenheit.

Fright Night

Sehr viel Kapital zieht der neue Fright Night aus seinem Schauplatz, einem isoliert mitten in der Wüste gelegenen Vorort-Kaff von Las Vegas, wo ohnehin viele Bewohner die Fenster abgedunkelt haben, um tagsüber zu schlafen, wenn auch nicht unbedingt in einem Sarg.

Fright Night

Ein weiteres Plus ist der auch ansonsten gerne als Rabauken-Macho auftretende Colin Farrell, der als Vampir Jerry angemessen bedrohlich ist. Insgesamt gelang ein eigenständiges Remake, das keine Horror-Komödie ist, sondern ein  witziger, aber auch recht spannender Vampir-Film.

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The Purge

Es ist schon erstaunlich, was dieser Jason Blum so alles produziert. Sein für nur 15.000 Dollar produzierte Horror-Thriller Paranormal Activity spielte über 200 Millionen Dollar ein. Doch Blumhouse Productions konzentrierte sich nicht nur auf Horror, sondern ermöglichte es J. K. Simmons in Whiplash die Rolle seines Lebens zu spielen und einen Oscar für seine Darstellung eines Musik-Lehrers (der zugegebenermaßen zu Horror-Methoden greift) zu erhalten. Ein interessante Blumhouse Production war auch der sehr eigenständige Thriller Get Out, der raffiniert mit rassistischen Vorurteilen spielt.

The Purge

Auch eine gesellschaftskritische Einfärbung hat die Erfolgsserie The Purge, die Jason Blum zusammen mit Michael Bay produzierte. Der erste Film entstand 2013 und hatte trotz namhafter Besetzung (Ethan Hawke und Lena Headey) ein moderates Budget von 3 Millionen Dollar. Der Film präsentierte als Dystopie eine etwas seltsame Zukunft, in der den USA-Bürgern durch die Regierungspartei NFFA (New Founding Fathers of America) einmal im Jahr die Möglichkeit geboten wird, ohne Angst vor Bestrafung, ihre Mitmenschen zu ermorden. Dadurch lässt sich nicht nur die blutrünstige Seele säubern, sondern auch – wenn etwa Obdachlose einfach abgeknallt werden – das ganze Land.

The Purge

Die in einem scheinbar sicheren Vorort spielende Film The Purge – Die Säuberung war ein ganz brauchbares Gleichnis darauf, wie sich die (US-) Oberschicht auf Kosten ihrer Mitmenschen ungeniert bereichert. Doch der Film war auch ein gut funktionierender hochspannender Thriller, der an das Frühwerk von John Carpenter denken ließ (daher verwundert es nicht, dass Blumhouse sich demnächst an einer weiteren Fortsetzung von Carpenters Halloween versuchen wird).

The Purge

The Purge spielte über 80 Millionen Dollar ein und ging in Serie. 2014 startete The Purge: Anarchy, der diesmal in einer Großstadt spielt. Der Film ist diesmal kein gesellschaftskritisches Kammerspiel, sondern ein rasanter Action-Thriller, dessen Kassenerfolg einen dritten (wieder etwas politischeren) Teil ermöglichte. Im Zentrum von The Purge: Election Year steht eine idealistische Präsidentschafts-Kandidatin, die die alljährliche Säuberung abschaffen will und von ihren politischen Gegnern bei der nächsten Purge, die kurz vor der Wahl stattfindet, gejagt wird.

The Purge

Aktuell steht mit The First Purge eine weitere Fortsetzung an, die von der ersten Säuberung erzählt. Diese wird auf der hermetisch abgeriegelten Insel Staten Island als gesellschaftspolitisches Experiment durchgeführt wird. Es bleibt spannend in welche Richtung sich die Filmreihe entwickelt.

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Hitch – Der Date Doktor

Alex Hitch Hitchens betreibt eine florierende Ich-AG. Er ist Flirt-Trainer (oder Date Doktor wie ihn der deutsche Kinotitel nennt) und bringt scheinbar hoffnungslose Fälle an die Frau ihrer Träume. Doch wie es so (im Kino) ist, hat Hitch selbst kein Glück beim anderen Geschlecht und seine Dates mit der überarbeiteten Zeitungskolumnistin Sara Melas (Eva Mendes) enden immer ziemlich katastrophal.

Hitch - Der Date Doktor

Will Smith wurde durch die Sitcom Der Prinz von Bel Air bekannt, doch im Kino hat er Komödien bisher gemieden. Er spielte Actionrollen, diese allerdings meist mit humoristischen Einschlag wie in Men in Black, Wild, Wild West oder Bad Boys. Nachdem er auch in Dramen wie Die Legende von Bagger Vance oder Ali überzeugte, ist Will Smith jetzt erstmals in einer romantischen Komödie zu sehen.

Hitch - Der Date Doktor

Am Anfang des Filmes gibt es eine kleine aber feine Szene, die deutlich macht, dass Hitch seinen Job nicht als Kuppler für eine Nacht sieht, sondern er will Menschen dauerhaft zusammenbringen. Hierfür scheint er alle Patentrezepte zu kennen, doch sein hoffnungslosester Fall Albert (Kevin James aus King of Queens) landet bei seiner Traumfrau gerade dadurch, dass er die Tipps von Hitch völlig ignoriert und ganz er selbst bleibt.

Hitch - Der Date Doktor

Insgesamt ist Hitch sicher nicht der ultimative Film über den Kampf der Geschlechter, doch etwas mehr als eine weitere plumpe Hollywood-Komödie gelang Andy Tennant (Sweet Home Alabama) schon. Dies liegt neben dem entspannt aufspielendem Smith vor allem an den sympathischen Nebenfiguren. Für den Film spricht auch, dass anstelle der meist nicht wirklich witzigen Aufnahmen von Patzern während der Dreharbeiten diesmal im Nachspann eine urkomische Tanznummer mit dem Ensemble zu sehen ist.

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Rubbeldiekatz

Mit Rubbeldiekatz kehrt Detlef Buck (Männerpension) nach Knallhart und Same Same But Different zurück zur Komödie. Er wildert fröhlich bei Billy Wilders Manche mögen’ s heiß. Beim mittelprächtig erfolgreichen Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) sind es zwar keine ihn verfolgende Gangster, die ihn dazu zwingen Frauenfummel anzuziehen.

Rubbeldiekatz

Vielmehr ist es sein ehrgeiziger Bruder Jürgen (Detlef Buck himself dreht hier gut auf und castete sich selbst in dieser Nebenrolle, weil ja Sydney Pollack schließlich in Tootsie auch den Manager von Dustin Hoffman spielte), der ihn dazu bringt sich als “Darstellerin“ für eine in Babelsberg gedrehte Hollywood-Produktion zu bewerben. Natürlich bekommt Alexander die Rolle und genauso natürlich verliebt er sich in die Hauptdarstellerin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara).

Rubbeldiekatz

Wenn das schon alles wäre, bliebe immerhin die Freude am auch hier prächtig aufspielenden Matthias Schweighöfer und an einigen nett gegen den Strich gebürsteten Buck-Momenten, wie etwa dem winterliche Grill-Fest, einem Jungesellinnen-Abschied auf der Reeperbahn oder dieser seltsame Vier-Mann-WG in der die Honks hausen.

Rubbeldiekatz

Doch das Salz in der Suppe ist die Idee, die nur bedingt originelle Geschichte vor dem Hintergrund der Produktion eines Hollywood-Filmes über Nazi-Deutschland (natürlich inklusive eines Hitler-Darstellers) zu erzählen. Bei so viel Munition dauert es dann doch ganz schön lange bis der sympathisch-turbulente Film kurz vor Ende doch noch zur klischeehaften romantischen Komödie wird.

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Der letzte schöne Herbsttag

Etwas völlig anderes als in seinem Überraschungserfolg Shoppen bietet Ralf Westhoff in seinem nächsten Film Der letzte schöne Herbsttag nicht wirklich. Doch das ist wohl auch ganz gut so, denn warum sollte jemand mit einem Händchen für halbwegs romantische Komödien einen Actionfilm drehen. Doch nachdem Shoppen ein Film mit einem riesigen Ensemble von paarungswütigen Münchner Speed-Datern war, hat Westhoff es diesmal einige Nummern kleiner.

Der letzte schöne Herbsttag

Anfangs scheint Der letzte schöne Herbsttag gar ein Zweipersonen-Stück zu sein. Alles dreht sich um das ungleiche Pärchen Claire (Julia Koschitz) und Leo (Felix Hellmann), die sich entweder gepflegt auf den Keks gehen oder in einer Interview-Situation über ihren Lebensabschnittsgefährten ablästern und sich Tapferkeitsmedaillen dafür verleihen wollen, dass sie es so lange in der Beziehung ausgehalten haben. Mitmenschen tauchen allenfalls unscharf (und unvollständig abgefilmt) im Hintergrund auf.

Der letzte schöne Herbsttag

Hätte Westhoff diese Zweipersonen-Struktur durchgehalten, wäre Der letzte schöne Herbsttag vielleicht ein kleines Meisterwerk geworden (die augenrollenden Darbietungen vom Rüdiger-Hoffmann-Parodisten Felix Hellmann aber wohl auch nicht unnerviger ausgefallen). Doch nach einer Weile wird es ziemlich konventionell und Claires eifersüchtige beste Freundin Ivonne sowie Leos von Beziehungsstorys genervter Kumpel Tobias spielen auch noch eine gewisse Rolle (wobei Westhoff sich bei dem Hauptdarsteller-Quartett komplett aus dem Shoppen-Ensemble bediente).

Der letzte schöne Herbsttag

Insgesamt ist Der letzte schöne Herbsttag eine lebensnahe, liebenswerte, romantische Komödie mit einer sehr guten Hauptdarstellerin, einem vielversprechenden Auftakt und einem etwas zu konventionellen Ende.

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Shoppen

Bei einem so genannten Speed-Dating treffen in München neun paarungs- bzw. bindungswillige Männer auf neun ähnlich motivierte Frauen. Jeder hat 5 Minuten Zeit um sein Gegenüber kennen zu lernen, danach wird ein Stühlchen weitergerückt und der nächste Smalltalk gestartet. Anschließend kreuzt jeder an, wen er gerne wieder sehen möchte und bei beidseitigem Interesse übermittelt die Agentur die Handy-Nummern.

Shoppen

Derartige Veranstaltungen gibt es nicht nur im Kinofilm Hitch – Der Date Doktor sondern auch im richtigen Leben. Ralf Westhoff (Der letzte schöne Herbsttag) machte in seinem ersten Spielfilm daraus ein saftiges Stück Kino. Er zeigt kurz wie sich die Kontrahenten bzw. Interessenten fürs Speed Dating herrichten und präparieren.

Shoppen

Anschließend gibt es knackige Dialoge was das Zeug hält. So stellen zwei durchaus aneinander interessierte Singles fest, dass sie unmöglich ihren potentiellen Nachkommen erzählen könnten, sie hätten sich bei einer derart peinlichen Veranstaltung kennen gelernt, da wäre es schon besser, dies wäre an der Käsetheke eines Supermarkts passiert.

Shoppen

Zum Abschluss von Shopping wird dann quer durch München gedatet was das Zeug hält. Dabei gerät ausgerechnet der vorsichtigste Single, ein Katzenbesitzer der per Klemmbrett alle Frauen nach einer sorgfältig ausgearbeiteten Liste befragte, an eine an ihm äußerst interessierte Dame, die allerdings unter Katzenallergie leidet. Doch auch die Romantik hat eine Chance und daher verabreden sich zwei Speed-Dater an der Käsetheke…

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Mondscheintarif

Helen Fielding hat es mit ihren Bridget Jones-Büchern Schokolade zum Frühstück und Am Rande des Wahnsinns vorgemacht: Romane in denen Frauen über ihre miesen Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht herziehen müssen nicht unbedingt in feministische Pamphlete oder Hera-Lind-Flachsinn ausarten.

Mondscheintarif

Ildikó von Kürthys Roman Mondscheintarif von 1999 hat Fieldings Büchern jedenfalls eine Menge zu verdanken und wurde ebenfalls verfilmt. Cora Hübsch, die Heldin des Romans, führt zwar kein Tagebuch wie Bridget Jones, aber die unaufhaltsam verfliegende Zeit spielt auch hier eine ganz große Rolle. Während bei Bridget gleich ein ganzes Jahr Revue passiert, spielt Kürthys Roman an einem einzigen Samstag zwischen 17.17 Uhr und Mitternacht. Cora wartet den ganzen Abend auf den großen Anruf und in Rückblenden wird von dem Beginn ihrer Beziehung zu Dr. Daniel Hofmann erzählt.

Mondscheintarif

Hierbei geht es um die ganze kranke und aufgesetzte Coolness der alleinlebenden Großstadt-Bewohner. Ganz wichtig ist hierbei die Frage, wer wen nach einer ersten Liebesnacht zuerst anruft und wann hierfür der richtige Zeitpunkt ist. Wer sich zu früh meldet gilt als Weichei und wird unverzüglich in die Wüste geschickt. Eine hübsche zum Denken anregende Pointe ist hierbei die Tatsache, dass Cora gerade durch die allzu perfekte Einhaltung dieser Spielregeln zu scheitern droht.

Mondscheintarif

Cora Hübsch hat sich frisch verliebt. Doch durch die strenge Befolgung der allgemein anerkannten Regeln zum cool bleiben („Der Herr ruft immer zuerst die Dame an„) ist sie dabei ihr junges Glück zu gefährden. Ildikó von Kürthy gelang eine deutsche Variante zu Bridget Jones und daher war es keine Wunder, das eine Verfilmung nicht lange auf sich warten ließ.

Mondscheintarif

Eine originelle Wahl als Regisseur war Ralf Huettner. Dieser überzeugte zuvor mit seinen Prolo-Krimis um Die Musterknaben. Auch im weiblichen Upperclass-Milieu macht Huettner eine gute Figur und lässt den Film nicht so hohl und geleckt aussehen wie viele andere deutsche Komödien. Ralf Huettners Mondscheintarif ist mit Gruschenka Stevens, Tim Bergman, Jasmin Tabatabai und  Bettina Zimmermann sehr gut besetzt. Der Film hat so manche gelungene visuelle Pointe zu bieten, doch an den Witz der Buch-Vorlage reicht er leider nicht ran.

Mondscheintarif

Extras der DVD: Deutscher Kinotrailer (2:12 min), Interviews Gruschenka Stevens (2:47 min), Tim Bergman (2:22 min), Jasmin Tabatabai (2:15 min) und Ralf Huettner (3:47 min),  B-Roll (3:01 min)

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