Schlagwort-Archive: Film

Avengers – Age of Ultron

Nach vier mit dem Marvel Cinematic Universe verknüpften Kinofilmen folgt der zweite große Leinwand-Auftritt der Avengers. Dieser ist der Höhepunkt von Marvels “Phase 2“ und wieder ist es Buffy-Schöpfer Joss Whedon, dem es obliegt einen großen Superhelden-Ensemble-Film mit Schauspielern und Charakteren zu drehen, die fast alle bereits bewiesen haben, dass sie auch im Alleingang einen Blockbuster stemmen können.

Avengers – Age of Ultron
Dies sollte im Kino bedacht werden, wenn der eine oder andere Zuschauer die ungebremste Downey- Jr.-Star-Power aus Iron Man 3, den unbeschwerten Fantasy-Humor aus Thor – The Dark Kingdom, die gesellschaftskritischen Ansätze aus The Return of the First Avenger und den Outsider-Charme aus Guardians of the Galaxis vermisst. Avengers – Age of Ultron ist sehr viel mehr eine Bestandsaufnahme und Neuausrichtung als ein gradlinig erzählter Superhelden-Actionfilm. Die Rächer sammeln sich in Anbetracht einer gewaltigen neuen scheinbar unüberwindbaren Bedrohung zum gemeinsamen Wundenlecken. Dies geschieht in der Mitte des Films – genau wie schon in Iron Man 3 – etwas arg plakativ  im ländlichen US-Heartland. Zum Ausgleich operiert das Marvel-Heldenteam diesmal jedoch nicht hauptsächlich im Großraum New York (sowie kurz in Stuttgart), sondern rettet weltweit die weite Welt.

Avengers – Age of Ultron

Im Gegensatz zum ersten Avengers Film findet die Action diesmal nicht hauptsächlich im großen, aber auch auf Dauer etwas ermüdenden Finale statt, sondern ist sehr viel besser über den ganzen Film verteilt. Dank seiner beträchtlichen TV- und Kino-Erfahrung mixt Joss Whedon sehr routiniert lustige, tragische, rührende sowie einige wirklich unvergessliche Momente zu einem bekömmlichen Marvel-Cocktail. Er fährt dabei die den ersten Film alles überstrahlende Star-Power von Robert Downey Jr. etwas zurück. Am Ende des Filmes erscheinen – genau wie im Comic – Avengers-Geschichten ohne die (irgendwann unbezahlbaren Darsteller der) ganz großen Marvel-Helden nicht nur denkbar, sondern als innovativer Ansatz fast schon wünschenswert.

“Avengers – Age of Ultron” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Avengers – Age of Ultron” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Avengers – Age of Ultron” als Blu-ray mit 3D + 2D Version bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” bei ebay kaufen, hier anklicken

“The Avengers” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” als Blu-ray mit 3D + 2D Version bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Den Soundtrack zu “The Avengers” bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Marvel´s The Avengers

Nachdem die Marvel-Comicfiguren Iron Man, Thor und Captain America sowie die Charaktere Nick Fury, Hawkeye, Black Widow sowie vor allem der charismatisch von Clark Gregg verkörperte Agent Coulson dem Publikum in einigen mehr oder weniger gelungenen Filmen vorgestellt wurden, kommt es zum großen Mega-Crosover.

Marvel´s The Avengers

Mit von der Partie ist auch noch der grüne Koloss “Hulk“, der zuvor in zwei nur bedingt überzeugenden Filmen von Eric Bana und Edward Norton verkörpert wurde. In “The Avengers“ kommt jetzt der sympathische Mark Ruffalo als Bruce Banner alias Hulk zum Zuge und fügt sich sehr viel besser als das muskelbepackte schauspielerische Leichtgewicht Chris Hemsworth als Thor ins Ensemble ein.

Marvel´s The Avengers

Mit derart vielen Helden-Charakteren auch noch eine halbwegs spannende in sich abgeschlossene Geschichte zu erzählen ist kein leichtes Unterfangen. Wer dies bedenkt, muss zugeben, dass “Buffy“-Mastermind und Comic-Autor Joss Whedon als Regisseur und Drehbuchautor einen verdammt guten Job gemacht hat. In der ersten Hälfte des Filmes räumt er allen Helden ihre mehr oder weniger beeindruckenden ersten Auftritte ein.

Marvel´s The Avengers

Zentrale Figur ist zweifelsohne Robert Downey Jr. als Iron Man, dem auch noch Gwyneth Paltrow, seine kongeniale Partnerin aus den beiden Kinofilmen, in einigen kurzen aber wichtigen Szenen assistiert (während Natalie Portman, die weibliche Hauptdarstellerund aus “Thor“, nicht mit von der Partie ist). Die höchst unterschiedlichen Lebensauffassungen des moralisch sehr elastischen Tony Stark alias Iron Man und des gradlinigen Soldaten Steve Rogers alias Captain America nutzt Whedon zu einigen amüsanten Wortgefechten.

Marvel´s The Avengers

Während es in “The Avengers“ von Helden naturgemäß nur so wimmelt, sieht es auf der Schurkenseite eher mau aus. Der unscheinbare Tom Middleston ist wie schon im “Thor“-Kinofilm wieder als Loki dabei und hat sich mit einer Horde Außerirdischer verbündet, die er zum großen Finale in New York auf die Menschheit loslässt, nachdem er zuvor im Alleingang vergeblich versuchte die Wutbürger in Stuttgart zu unterjochen. Der Kampf gegen Loki und die Aliens ist zwar angemessen spektakulär in Szene gesetzt, doch spannender ist “The Avengers“ wenn Whedon die mit nicht unbeträchtlichen Egos ausgestatteten Superhelden aufeinander loslässt.

Marvel´s The Avengers

Ähnlich wie so manches sich über etliche Comichefte hinziehende Superhelden-Crossover überzeugt der Film weniger als großes ja fast schon übergroßes Ganzes, sondern durch seine zahlreichen unvergesslichen Momente, wie den sich aus dem Wasser in Luft erhebenden S.H.I.E.L.D.-Helicarrier oder wenn die an einen Stuhl gefesselte Scarlett Johansson sich in einer virtuos in Szene gesetzten Kampfszene im besten James-Bond-Stil spektakulär befreit.

“The Avengers” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” als Blu-ray mit 3D + 2D Version bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“The Avengers” bei ebay kaufen, hier anklicken

“Avengers – Age of Ultron” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Avengers – Age of Ultron” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Avengers – Age of Ultron” als Blu-ray mit 3D + 2D Version bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Den Soundtrack zu “The Avengers” bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Der Böse steht noch einmal auf…

Die Tatsache, dass Filme noch längst nicht zu Ende sind, wenn der Schurke oder das Monster mit kiloweise Blei oder Silberkugeln vollgepumpt wurden, ist allgemein bekannt und gab dem Buch “Der Böse steht noch einmal auf“ seinen Titel. Doch Christian Georg Salis hat noch zahlreiche weitere Klischees aus Hollywood-Filmen zusammengetragen, die oft sehr viel weniger offensichtlich sind.

Der Böse steht noch einmal auf.... und andere Klischees in Hollywood-Filmen
So ist ihm aufgefallen, dass es in Kinofilmen gar keine Einweg-Feuerzeuge gibt, weil man “Feuerzeuge immer mit einer lässigen Geste auf- und zuklappen muss“. Ferner wird es nie wirklich dunkel sondern nur bläulich, in billigen Hotels ist der blinkende Neonschriftzug aus allen Fenstern zu sehen und aus jeder Einkaufstüte aus Papier ragt oben ein Baguette heraus (bei einer zweiten Tüte ist zusätzlich noch Grünzeug zu sehen).

Der Böse steht noch einmal auf...

Alle diese Beobachtungen hat Salis fein säuberlich in Kapiteln wie “Gut und Böse“ (“Schurken hören genüsslich klassische Musik“) oder “Natur und Weltraum“ (“Hinter jedem Wasserfall befindet sich eine Höhle“) zusammengetragen und mit Beweisfotos aus diversen Hollywoodproduktionen garniert. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht und daher bietet diese mittlerweile in der dritten Auflage vorliegende Klischeeklopädie auch noch Raum zum niederschreiben von weiteren Klischees wie z. B.: “Der Zuschauer will es gar nicht anders.“

Dieses BUCH bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Böse steht noch einmal auf“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Tim Burton: Big Eyes

Nach “Ed Wood“ erzählt Tim Burton ein weiteres Biopic basierend auf einem Drehbuch der Genre-Experten Scott Alexander und Larry Karaszewski (“Der Mondmann“, “Larry Flint – Die nackte Wahrheit“). Eigentlich wollte das Duo erstmals auch selbst Regie führen, trat jedoch beiseite, nachdem durch die Beteiligung von Burton das etwas sperrige Projekt endlich in Gang kam.

Unbenannt

“Big Eyes“ erzählt ein spannendes Stück Kunst-Geschichte. In den Sechziger Jahren war ganz Amerika verrückt nach Gemälden von großäugigen Kindern, die angeblich Walter Keane gezeichnet hatte. Doch in Wirklichkeit war es dessen Gattin Margaret, die die Bilder malte. Richtig in Gang kam das Geschäft mit den Kitschbildern jedoch tatsächlich durch Walter, denn dieser entdeckte, dass sich mit Postern sehr viel mehr Geld verdienen lässt als mit Original-Gemälden. Während Walter das Leben eines Playboys führte, musste seine Ehefrau daheim Gemälde produzieren. Als die Ehe in die Brüche ging, kam es auf Hawaii zu einer skurrilen Gerichts-Verhandlung, in der Walter mit dem Pinsel in der Hand beweisen sollte, dass die Bilder von ihm und nicht von Margaret stammten…

Tim Burton: Big Eyes

Da Tim Burton auch ein talentierter Zeichner und Maler ist, liegt ihm dieser Stoff natürlich besonders am Herzen, zumal er auch schon lange bevor er “Big Eyes“ drehte,  einige Werke von Margaret Keane erworben hatte. Tim Burton setzte den Film  für seine Verhältnisse  eher konventionell in Szene. Lediglich eine Szene, in der die von Amy Adams verkörperte Margaret Keane plötzlich überall großäugige Menschen sieht, ist “burtonesk“. Ansonsten beschwört der Kult-Regisseur  in kunterbunten Bilder eine lebensfrohe Sechziger-Jahre-Atmosphäre.

Big Eyes

Größtes Plus des Films ist Christoph Waltz, der Walter Kean zunächst sehr charmant und dann immer ekeliger spielt. Sein Kabinettstück ist die Gerichtsverhandlung, in der Walter Keane sich selbst verteidigt und glaubt, dass ihm seine Kenntnisse aus TV-Filmen dabei helfen. Unglaublich wie er hier immer wieder einen anderen Charakter spielt.

Tim Burton: Big Eyes

Die DVD von Studiocanal enthält neben dem 101-minütigen Spielfilm noch ein Making Of (20:40 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), eine Fragestunde mit den Machern des Films (32:32 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln) und den deutschen Trailer (1:22 min)

„Big Eyes“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Big Eyes“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Big Eyes“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Das Buch „Big Eyes: The Film, The Art“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Disney Cinderella

1950 produzierte Walt Disney mit dem Zeichentrickfilm “Cinderella“ einen seiner ganzen großen Klassiker. Nachdem es ein Jahr zuvor gelang Disneys sehr viel weniger beliebten Märchen-Trickfilm “Dornröschen“ äußerst erfolgreich als “Maleficent – Die Dunkle Fee“ mit Angelina Jolie in der Titelrolle neu zu interpretieren, wurde etwas ähnliches mit “Cinderella“ versucht.

Unbenannt
© 2015 Disney

Doch das Resultat ist näher am tschechischen Märchenfilm “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ als an der mit liebenswert vermenschlichten Tieren bevölkerten Welt des Disney-Klassikers. Die Zutaten zur Realfilm-Version klingen eigentlich recht vielversprechend: Inszeniert hat der große Allrounder Kenneth Branagh, der sowohl Shakespeare, Tom Clancy als auch Marvel kann. Das Drehbuch stammt vom vielseitigen Chris Weitz (“American Pie“, “About a Boy“, “Twilight: New Moon“). Böse Stiefmutter und gute Fee sind bei Cate Blanchett und Helena Bonham Carter in den besten Händen.  Doch trotzdem fehlt etwas und das sind nicht nur die 3D-Effekten, da “Cinderella“ trotz entsprechender Kamera-Fahrten nur zweidimensional gedreht wurde.

Kate Blanchett in Cinderella - © 2015 Disney
Kate Blanchett in Cinderella – © 2015 Disney

Schon bei seinem ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wusste Walt Disney, dass er das von den Gebrüdern Grimm recht schlicht erzählte Märchen noch etwas anreichern musste, damit es kinotauglich wird. Er machte aus den sieben Zwergen unverwechselbare Einzel-Charaktere, deren Haus von den putzigen Tieren des Waldes geputzt wird. Bei “Cinderella“ fesselten die Erlebnisse der Mäuse Jacques und Karli nicht weniger als Aschenbrödels Romanze mit den Prinzen.

Branagh und Weitz hingegen dicken das Märchen mit der ausführlich erzählten Vorgeschichte an, die Disney nicht ohne Grund weggelassen hatte. Der Zuschauer lernt jetzt auch noch Cinderella Eltern kennen, die von Hayley Atwell und Ben Chaplin so farblos gespielt werden, dass nachdem ihre Charaktere gestorben sind, kaum Trauer aufkommt. Blanchett und Bonham Carter hingegen wird sehr wenig Spielraum eingeräumt.

Helena Bonham Carter in Cinderella - © 2015 Disney
Helena Bonham Carter in Cinderella – © 2015 Disney

Es dauert erschreckend lange bis der Film endlich Fahrt aufnimmt. Ein kleines Highlight ist die Szene in der sich Cinderellas Kutsche in voller Fahrt wieder in einen Kürbis und die Dienerschaft in Tiere zurückverwandelt. Doch ansonsten geht es bei Branagh in einem knallbunten multikulturellen Operetten-Europas angesiedelten Realfilm sehr viel kitschiger zu, als sich Walt Disney dies im Kino jemals getraut hätte.

Die Eiskönigin - Party-Fieber - © 2015 Disney
Die Eiskönigin – Party-Fieber – © 2015 Disney

Die Blu-ray enthält neben dem 105–minütigen Hauptfilm auch noch den ebenfalls im Kino gezeigten Cartoon “Die Eiskönigin: Party-Fieber“ (“Frozen Party“, 7:56 min), sowie die Berichte “Ein Märchen wird lebendig“ (9:23 min), “Märchenhafte Kostüme“ (2:39 min), “Inszenierung des Balls“ (11:27 min), einen alternativen Anfang mit Einleitung von Kenneth Branagh (3:02 min), „Ellas pelzige Freunde“ (3:43 min), alle in Originalfassung, wahlweise mit deutschen Untertiteln.

„Cinderella“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cinderella“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cinderella“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Den Zeichentrickfilm „Cinderella“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Den Zeichentrickfilm „Cinderella“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

 

 

 

Walt Disney: Cinderella

“Cinderella“ ist nach “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wahrscheinlich der zweitwichtigste Film in der beispiellosen Karriere von Walt Disney. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Disneys Zeichentrickstudio hauptsächlich im Auftrag der Army und konnte dadurch am Leben erhalten werden. In die Kinos kamen hauptsächlich Zusammenstellungen von kurzen Zeichentrickfilmen und erst 1950 kehrte Walt Disney zum abendfüllenden Märchenfilm zurück.

Walt Disney: Cinderella

Im Stile der besten Disney-Cartoons wird in „Cinderella“ sehr farbenfroh die altbekannte Geschichte vom Aschenputtel erzählt, das allen Widerständen zum Trotz den Prinzen bekommt. Doch Walt Disney hat fast 20, Jahre an dieser scheinbar so leichtfüßigen Geschichte gearbeitet. Die Specials auf dieser fantastisch ausgestatteten Blu-ray bieten Einblick in die Disney-Archive und zeigen wie zahlreiche amüsante Einfälle zwar ausgearbeitet wurden, dann aber dann doch nicht Aufnahme in den Film fanden.

Walt Disney: Cinderella

Das Resultat ist ein ebenso rührender wie lustiger Zeichentrick-Klassiker bei dem scheinbar widersprüchliche Elemente wie die Cartoon-Tiere und die realistisch gezeichneten menschlichen Charaktere problemlos zusammen die Leinwand bevölkern. Dies ist das Resultat von Disneys Top-Animatoren, den “Nine Old Men“, die ihre ganze Erfahrung in “Cinderella“ einbrachten und in den Extras dieser Blu-ray die gebührende Anerkennung bekommen.

Walt Disney: Cinderella

2015 setzte Kenneth Branagh Disneys Zeichentrick-Klassiker „Cinderella“ als Realfilm mit Cate Blanchett und Helena Bonham Carter um.

Walt Disney: Cinderella

Die Blu-ray der Diamond Edition enthält dieses Bonusmaterial: Die echte gute Fee (11:50 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Ein neues Disney Princess Fantasyland (8:17 min), Der Zauber eines gläsernen Schuhs (10:03 min), Alternativer Filmanfang (1:13 min), Kurzfilm: „Rapunzel verföhnt, verlobt, verheiratet“ (6:29 min), eine sehr schöne Fortsetzung zum Kinofilm „Rapunzel – Neu verföhnt„, Zusätzliche Szenen (9:42 min), Demo Recording vom Cinderella-Titellied (2:15 min), Zusätzliche Lieder (17:48 min), Radiosendungen (12:26 min), Das „Making Of“ von Cinderella (38:27 min), Die Cinderella, die es fast gegeben hätte: Bericht über die zahlreichen nicht verwendeten Ideen (14:08 min), An Walts Tisch: Eine Hommage an Disneys „Nine Old Men“, heutige Disney-Trickfilmer ehren die Pioniere, hochinteressant (22:09 min), Ein sehr interessanter Bericht über die innovative Farbdesignerin Mary Blair (14:58 min), Vergleich von Storyboard und Film“ (6:49 min), Laugh-O-Gram von 1922: Cinderella (7:24 min), Auszug aus ‚The Mickey Mouse Club‘ von 1956 mit Helene Stanley, der Stimme von Cinderella (3:56 min), 6 US-Trailer von 1950 – 1987 (insgesamt 9:07 min), Trailershow

„Cinderella“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cinderella“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cinderella“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Cinderella 1-3 – Trilogy“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cinderella 1-3 – Trilogy“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Walt Disney: Rapunzel – Neu verföhnt

Mit “Küss den Frosch“ kehrte die Disney Company recht erfolgreich zum traditionellen Zeichentrickfilm zurück. Weltweit spielte das Werk über 250 Millionen Dollar ein. Doch dies schien nicht genug zu sein, denn fast die gleiche Summe investierte die Company in den nächsten Märchenfilm. Um auf Nummer sicher zu gehen wurde das Werk in Computeranimation und in 3D gedreht. Der als zu altbacken betrachtete Titel “Rapunzel“ wurde in den USA in “Tangled“ (Verwirrt) geändert bzw. bei uns um ein albernes “Neu verföhnt“ ergänzt. Da nach Meinung von Marktforschern “Küss den Frosch“ durch die weibliche Hauptfigur für ein männliches Publikum eher uninteressant war, wurde der Prinzessin diesmal gender-technisch ein gleichberechtigter echter Kerl an die Seite gestellt, der zudem noch von den weiblichen Crewmitgliedern als idealer Mann zusammengebastelt wurde.

Walt Disney: Rapunzel - Neu verföhnt

Doch – Oh Wunder! – die Rechnung ging auf, obwohl vom dem Film zugrunde liegenden ganz schön grimmigen Grimmschen Märchen mit seinem Gemüsediebstahl und dem erblindeten Prinzen nur Fragmente verwendet wurden. Bei Disney ist Rapunzel kein Armeleutekind sondern eine kleine Prinzessin, die von der Hexe Gothel entführt wird, weil sie bzw. ihre langen güldenen Haare Heilkräfte besitzen. Gothel sperrt Rapunzel in einen Turm und bleibt durch deren Zauberkräfte ewig jung. Doch Rapunzel will hinaus in die weite Welt und da kommt es ihr gerade recht, dass sich der auf der Flucht befindliche Dieb Flynn in ihren Turm versteckt. Gemeinsam mit diesem entflieht sie ihrem goldenen Käfig und bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf.

Walt Disney: Rapunzel - Neu verföhnt

“Rapunzel“ ist Disneys Rückkehr zum Märchenfilm. Trotz Computeranimation wird hier im Gegensatz zu den Pixar-Filmen nicht auf Musical-Einlagen verzichtet. Hierfür wurde wieder der bewährte Alan Menken verpflichtet, doch dessen Songs sind meist wenig eingängig als seine Kompositionen zu “Die Schöne und das Biest“ oder “Verwünscht“. Außerdem halten die Lieder – zumindest in der ersten Hälfte – die Handlung eher auf als dass sie diese voranbringen. Bei der Mördernummer “I’ve Got a Dream“ geht dann doch noch die Post ab, wenn sich in einem Gasthof eine Bande von düsteren Outlaws plötzlich als idealistische Träumer outet. Doch abgesehen davon, dass die Musik nur so lala ist, kann der Film voll überzeugen. Die Gags zünden ohne dass allzu häufig versucht wird, wie bei “Shrek“ moderne Bezüge innerhalb der mittelalterlichen Märchenwelt herzustellen. Eine köstliche Figur ist das Pferd Maximilian, dass noch besessener als sein Reiter davon ist den räuberischen Flynn zu fassen und sich wie eine Mischung aus Jagdhund und Meisterdetektiv aufführt.

Walt Disney: Rapunzel - Neu verföhnt

Die beiden menschlichen Hauptfiguren wurden durch das Team um die Disney-Legende Glen Keane, der bereits bei “Der Schatzplanet“ handgezeichnete und am Computer erzeugte Animationen kombinierte, zu glaubhaften Figuren mit liebenswerten Macken. Wenn sich Rapunzel und Flynn vor dem Hintergrund von tausenden aufsteigenden Schwebelaterne langsam näher kommen ist das hemmungslos kitschig aber auch unvergesslich prächtig.

Walt Disney: Rapunzel - Neu verföhnt

Dieser Film ist als Animations-Neustart für die Disney Company ähnlich wichtig sein, wie Anno 1989 “Arielle, die Meerjungfrau“, doch zugleich dürfte es auch der wohl endgültige Abschied vom klassischen Zeichentrickfilm sein.

„Rapunzel – Neu verföhnt“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Rapunzel – Neu verföhnt“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Rapunzel – Neu verföhnt“ als Blu-ray in 3D bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Rapunzel – Neu verföhnt“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Den deutschen Soundtrack zu „Rapunzel – Neu verföhnt“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

Asterix im Kino

Mit “Asterix im Land der Götter“ entstand bereits der dreizehnte Kinofilm mit den schlagfertigen Galliern. Grund genug einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der Asterix-Verfilmungen zu werfen.

Asterix der Gallier

Am 14. Oktober 1967 war es endlich auch bei uns soweit: Die in Frankreich bereits irrsinnig erfolgreichen Asterix-Comics debütierten mit achtjähriger Verspätung (wenn einmal von Rolf Kaukas zwei Jahre zuvor unter dem Titel “Siggi und Barbaras“ erfolgten Verschandelung der Serie abgesehen wird) in “MV-Comics“. Zu dieser Zeit lief in den französischen Kinos bereits ein erster Asterix-Zeichentrickfilm, der bei uns erst 1971 unter dem Titel des ersten Comics “Asterix der Gallier“ gestartet wurde. Dieser recht schlichte Film war ursprünglich fürs Fernsehen geplant und entstand hinter dem Rücken von Goscinny und Uderzo. Diese waren von der Qualität des Filmes entsetzt und stoppten eine schon fast fertig gestellte Verfilmung des zweiten Asterix-Albums „Die goldene Sichel„.

Asterix im Kino

Trotz seiner schlichten Machart war der Film in den deutschen Kinos der erfolgreichste ausländische Film des Jahres 1971 und “Asterix der Gallier“ erhielt die “Goldene Leinwand“ für mehr als drei Millionen Zuschauer (der erfolgreichste deutsche Film war im selben Jahr übrigens der erste Teil der dreizehnteiligen Reihe “Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten“). “Asterix der Gallier“ kam 1985 mit einer verbesserten Synchronisation in der Frank Zander die Hauptfigur spricht erneut in die Kinos.

Asterix und Kleopatra

Als zweiter Zeichentrickfilm folgte 1968 eine sehr gelungene Adaption des Albums “Asterix und Kleopatra“. (Seltsamerweise erschien der Comic “Asterix und Kleopatra“ innerhalb der unchronologisch veröffentlichten deutschen Asterix-Comicreihe auch an zweiter Stelle.) Die kunstvoll ausgeführte Animation dieses Filmes, bei dem Goscinny und Uderzo auch Regie führten, weiß auch heute noch zu gefallen und auch die eingefügten Musical-Szenen im Disney-Stil nerven nicht allzu sehr. In die deutschen Kinos kam der Film bereits 1970, also ein Jahr vor “Asterix der Gallier“.

Studios Idéfix

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Dieser Film unterscheidet sich nicht nur durch einen sehr viel lockeren Zeichenstil von seinen beiden Vorgängern, sondern vor allem dadurch, dass nicht auf ein bereits existierendes Comicalbum zurückgegriffen wurde. René Goscinny dachte sich eigens für den Film eine neue Geschichte aus.

Asterix im Kino

Die Story handelt von zwölf Aufgaben, die Asterix und Obelix von Julius Cäsar gestellt bekommen. Wenn sie diese, genau wie die großen Helden der Antike lösen, sollen sie die Herrschaft über Rom erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es dabei nicht allzu heroisch zugeht, sondern reichlich Alltagssatire einfließt. Die beiden Helden müssen auch schon einmal gegen gnadenlose Bürokraten ankämpfen oder entscheiden welcher Wäschehaufen blütenweißer gewaschen wurde.

Asterix erobert Rom

René Goscinnys Geschichte wurde seinerzeit in Frankreich nicht nur – wie bei uns –  als Bildband, sondern auch als ein von Uderos Bruder Marcel (Mathias erzählt) gezeichnetes Comic-Album adaptiert. Bei uns ist dieser Comic in schwarzweiß als Fortsetzung in den Ausgaben 24 bis 29 der Fachzeitschrift Comixene.

Asterix erobert Rom
Comic zum Film

2017 erschien zum 40. Geburtstag des erfolgreichsten Asterix-Film ein Bildband mit neuen Illustrationen.

Asterix erobert Rom
© 2016 LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ

Obwohl “Asterix erobert Rom“ sehr erfolgreich war, entstand in den “Studios Idéfix“ nur noch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ und bereits 1978 schlossen die Trickfilmstudios ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod noch am Leben zu erhalten.

Asterix Sieg über Cäsar

So sollte es 10 Jahre dauern, bis mit “Asterix – Sieg über Cäsar“ wieder ein gallischer Zeichentrickfilm in die Kinos kam. Der gar nicht einmal so übel animierte Film verknüpft recht geschickt die beiden Alben “Asterix als Gladiator“ und “Asterix als Legionär“. Dies ist ein wenig schade, denn gerade das Leginärs-Album wäre eine ideale Grundlage für einen tollen abendfüllenden Film.

Asterix im Kino

In dieser Hinsicht überzeugte dann der 1986 entstandene Film “Asterix bei den Briten“ vollauf, denn hier wurde erfolgreich versucht eine der besten Goscinny-Geschichten so optimal wie möglich auf die Leinwand zu bringen.

Asterix im Kino

Doch schon 1989 wurden erneut zwei Comicbände (diesmal “Kampf der Häuptlinge“ und “Der Seher“) zu einem Film namens “Asterix – Operation Hinkelstein“ verwurstet.  Hierbei handelte es sich, bedingt durch den riesigen Erfolg den die Comics auch bei uns hatten, erstmals um eine deutsch-französisch Koproduktion. Das Drehbuch verfasste gemeinsam mit Yannik Voigt der deutsche Asterix-Verleger Adolf Kabatek, der auch die Comicreihe “Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe“ getextet hatte.

Asterix in Amerika

Mit “Asterix in Amerika“ kam 1994 eine rein deutsche Produktion in die Kinos. Regisseur Gerhard Hahn und Produzent Jürgen Wohlrabe hätten gut daran getan, sich stärker am zugrunde liegenden Album “Die große Überfahrt“ zu orientieren und nicht andauernd nutzlose Kapriolen einzubauen. Ferner ist es mehr als fraglich ob Ottfried Fischer wirklich die optimale deutsche Stimme für Obelix ist.

Asterix im Kino

Noch krasser wurde es allerdings als der Film 2003 unter dem Titel “Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer“ noch einmal mit den Stimmen von Erkan und Stefan als Asterix und Obelix in die Kinos kam. Wer will kann schon drüber lachen, wenn aus Wildschweinen Döner werden und die Frau von Majestix plötzlich Krassemine heißt. (Die ersten sechs Asterix-Filme bekamen übrigens von Kinowelt bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich jeweils eine sächsische, hessische, bayrische, berlinerische, schwäbische oder kölsche Dialekttonspur spendiert).

Asterix im Kino

Tricktechnisch jedenfalls ist “Asterix in Amerika“ wohl der bis dahin gelungenste Asterix-Zeichentrickfilm. Besonders die Szenen mit der Ozeanüberquerung der Gallier bei sehr rauher computeranimierter See wissen zu überzeugen.

Asterix und Obelix gegen Cäsar

Dann war (erstmal) Schluß mit Zeichentrick und als deutsch-französisch-italienische Coproduktion kam 1999 “Asterix & Obelix gegen Caesar“ in die Kinos. Nachdem Steven Spielberg zuvor erfolgreich aus der Familie Feuerstein einen Realfilm gemacht hatte, wurde dies auch mit den Galliern probiert und mit Gérard Depardieu die Idealbesetzung für die Rolle des Obelix gefunden. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Komödienspezialisten Claude Zidi, der das Drehbuch gemeinsam mit dem auch als Regisseur erfahrenen Comickünstler Gerard Lauzier verfasste. Leider erzählt auch dieser Film keine der genialen Goscinny-Geschichten komplett nach, sondern ist eher eine Art “Best of“-Sampler. Da gibt es den Seher, die schöne Falbala (Laetitia Casta spielte später auch die Bardot), das Treffen der Druiden im Kanutenwald, eine Fischschlacht, Zirkusspiele und Machtintrigen gegen Cäsar. Also Handlung genug um zu verhindern, das lediglich protzig die durchaus vorhandenen Schauwerte und die guten Spezialeffekte (vom späteren “Catwoman“-Regisseur Pitof) “vorgeführt werden.

Asterix im Kino

Die meisten Darsteller fügten sich auch sehr gut in das Gesamtgefüge ein. Zwar reißen Christian Clavier (“Die Zeitritter“) und Depardieu ihre Augen immer ganz weit auf, um auch wirklich wie die Comicvorlagen auszusehen, aber es wirkt und man nimmt ihnen die Rollen ab. Gut gewählt ist auch Louis de Funés alter Chef-Gendarm Michel Galabru als Majestix und Marianne Sägebrecht als seine Frau. Nur Gottfried John als Cäsar nervt etwas. Rein optisch ist er zwar eine gute Wahl. Er sieht sich jedoch gezwungen einen Grimassenwettbewerb mit Roberto Benigni (“Das Leben ist schön“) anzutreten und ist diesem natürlich hoffnungslos unterlegen. Überhaupt ist Benigni als intriganter Römer Destructivus eine sehr gute Wahl. Goscinny hätte garantiert seine Freude dieser Figur gehabt und ihn vielleicht sogar in ein Comicalbum eingebaut.

Asterix Mission Kleopatra

Bezeichnenderweise wurde nach dem Erfolg von “Asterix & Obelix gegen Caesar“ als zweites Abenteuer für einen Realfilm wieder zu “Asterix und Kleopatra“ gegriffen, dem optisch wohl ansprechendsten Comic innerhalb der Serie. Ursprünglich war Isabelle Adjani für die Rolle der Kleopatra im Gespräch, doch Monica Bellucci war sicherlich auch keine schlechte Wahl. Von der Besetzung des ersten Filmes waren bei “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ nur noch Clavier und Depardieu dabei, während der glücklose Architekt Numerobis von James Debbouze, dem einarmigen Darsteller aus “Die fabelhafte Welt der Amélie“ gespielt wurde.

Asterix im Kino

Nachdem der erste Realfilm teilweise auch in den Münchener Bavaria-Studios gedreht wurde (hieraus ist mittlerweile eine kleine Touristenattraktion geworden), war “Mission Cleopatra“ eine rein französische Angelegenheit. Insgesamt kann der Film sehr viel stärker überzeugen als sein Vorgänger. Das Comicalbum wird recht werkgetreu und tricktechnisch gelungen umgesetzt. Die Piraten z. B. ähneln erstaunlich exakt ihren gezeichneten Vorbildern. Wenn der Comicerzählung im Film neue Gags hinzugefügt wurden, sind diese oft erstaunlich gelungen. Etwas Punktabzug gibt es für den unmotivierten Einbau einiger Musiknummern aus den 70er Jahren. Doch ansonsten bietet „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ beste Unterhaltung, ohne die zugrunde liegende Comicvorlage allzu sehr zu verwässern.

Asterix und die Wikinger

Da der Film jedoch nur in Frankreich wirklich gut lief entstand 2006 als nächstes wieder ein Zeichentrickfilm. Als Vorlage wurde das Album “Asterix und die Normannen“ gewählt. Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Der Filmtitel lautet jedoch “Asterix und die Wikinger“, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen Filme “Hilfe, ich bin ein Fisch“ und “Terkel in Trouble“ belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark inszeniert wurden.

Asterix im Kino
Der Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen. Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion“ zu finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix (zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem ängstlichen Jüngling ihren Champion.

Asterix im Kino

“Asterix und die Wikinger“ kann sich sehen lassen und ist technisch der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comicvorlagen. Inhaltlich wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch natürlich reizvoller als wenn – wie im Comic – nahezu die komplette Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.

Alain Delon als Cäsar

Nach dem liebevoll umgesetzten, aber leider nicht allzu erfolgreichen, Zeichentrickfilm folgte ein Jahr später mit „Asterix bei den Olympischen Spielen“ wieder ein Realfilm mit Gérard Depardieu. Asterix hingegen wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis Cornillac an, der bereits im Film “Sky Fighters“ eine Comicfigur verkörperte. Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (“Alice“-Aushängeschild Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von Asterix und Obelix unterstützt…

Asterix im Kino

Leider wurde das Comicalbum “Asterix bei den Olympischen Spielen“ nicht nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt, sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft. So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier Benoit Poelvoorde (“Mann beisst Hund“) gespielte Brutus zusätzlich auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“ Herbig als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Jean-Pierre Cassel (“Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“), für den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.

Asterix im Kino

Auch in Sachen Ausstattung kann “Asterix bei den Olympischen Spielen“ durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde. Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft) zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist “Asterix bei den Olympischen Spielen“ eigentlich immer nur dann wenn der Film nahe bei der Comicvorlage bleibt.

Catherine Deneuve

Der vierte Auftritt von Gérard Depardieu als Obelix fiel dann in „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ sehr viel weniger peinlich als erwartet aus. Es wurde sich hierbei leider nicht wie im äußerst gelungenen Zeichentrickfilm von 1986 ausschließlich auf das schöne Comicalbum “Asterix bei den Briten“ konzentriert, sondern noch Elemente aus dem zuvor schon als Trickfilm abgefertigten Comic “Asterix und die Normannen“ hinzugefügt.
Nachdem Alain Delon im vorherigen Realfilm als Julius Cäsar für einige wenige Glanzlichter sorgte, wurde auch diesmal wieder eine französische Kinolegende verpflichtet. Historisch alles andere als korrekt spielt Catherine Deneuve die englische Queen des Jahres 50 vor Christi. Doch sie macht dies so souverän, dass man es ihr durchgehen lässt.

Asterix im Kino

Auch der neue Asterix-Darsteller Edouard Baer hat einen lässigen entspannten Charme der seinen beiden Vorgängern Christian Clavier und Clovis Cornillac abging. Etwas schade ist, dass auch die Briten von Franzosen gespielt werden, die in der Originalfassung nicht sehr überzeugend versuchen mit einem englischen Akzent zu sprechen. Wie viel Spaß hätten hier Auftritte von britischen Darstellern wie Simon Pegg oder Hugh Grant machen können.
Die Love Storys die Asterix und Obelix im Kino diesmal ziemlich ausführlich angedichtet werden, scheinen nicht so recht im Sinne der Comic-Vorlage zu sein. An manchen Gags hingegen – wie einem schönen optisches Zitat aus der Verfilmung von Frank Millers Comic “300“ oder wenn Julius Cäsar (diesmal nicht Delon sondern Fabrice Luchini) schwer atmend sagt “Asterix, ich bin Dein Vater“ – hätte René Goscinny bestimmt seinen Spaß gehabt.

Asterix im Kino

So wie es aussieht ist mit „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ die Geschichte der Real-Verfilmungen mit Gérard Depardieu beendet und die Zukunft gehört der Computer-Animation. 2014 entstand auf der Grundlage des 17. Asterix-Album “Die Trabantenstadt“ der Animationsfilm „Asterix im Land der Götter“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

0001

Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

“Asterix“ bei ebay kaufen, hier anklicken

“Asterix der Gallier” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix der Gallier” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Kleopatra” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Kleopatra” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix erobert Rom” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix erobert Rom” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Obelix: Mission Kleopatra” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und Obelix: Mission Kleopatra” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und die Wikinger” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix und die Wikinger” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix bei den Olympischen Spielen” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix bei den Olympischen Spielen” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät” in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

 

 

 

Asterix im Land der Götter

Nach acht Zeichentrick- und vier Realfilmen mit Gérard Depardieu folgt jetzt der erste computeranimierte Asterix-Kinofilm. Vorlage ist diesmal das 17. Album “Die Trabantenstadt“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

0001

Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich Einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

„Asterix im Land der Götter“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix im Land der Götter“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Asterix“ bei ebay kaufen, hier anklicken

„Asterix der Gallier“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix der Gallier“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und Kleopatra“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und Kleopatra“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix erobert Rom“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Sieg über Cäsar als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix bei den Briten als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix – Operation Hinkelstein“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix in Amerika“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Asterix & Obelix gegen Caesar als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und die Wikinger“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix und die Wikinger“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix bei den Olympischen Spielen“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix bei den Olympischen Spielen“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ in 3D als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Wolves – Die Letzten ihrer Art

Filme mit Werwölfen gibt es nicht eben wenige, brauchen wir wirklich noch weitere? Wenn diese ähnlich gut gelungen sind wie “Wolves“, kann die Frage nur bejaht werden.

Wolves

David Hayter schrieb bereits die Drehbücher zu den ersten beiden “X-Men“-Kinofilmen sowie zur Verfilmung des Comic-Klassikers “Watchmen“. Wohl auch deshalb lässt sein Regiedebüt um einen jungen Mann, der plötzlich über tierisch starke Kräfte verfügt, oftmals eher an “Smallville“ oder “Wolverine“ als an “American Werewolf“ denken.

Wolves

Auch die Besetzung erinnert eher an Comic- oder Fantasy-Filme als an Horror-Schocker. Hauptdarsteller Lucas Till war bereits in zwei X-Men-Filmen als Mutant Havok zu sehen. Den Gegenspieler verkörpert im wahrsten Sinne des Wortes der wuchtige Jason Momoa, der bereits die Barbaren Conan und Khal Drogo (“Game of Thrones“) spielte und jetzt DCs Aquaman ist.. In der Rolle des weisen Mentor des zum Werwolf gewordenen jugendlichen Helden ist der Kanadier Stephen McHattie zu sehen, der in “Watchmen“ als Nite Owl I einen etwas ähnlichen Part spielte.

Wolves
Jason Momoa

Wer glaubt “Wolves“ würde im “Twilight“-Terrain wildern, wird beim Betrachten des Filme angenehm enttäuscht. Romantik findet zwar durchaus statt, doch die Vollmond-Liebesnacht die hier zu sehen ist, fällt ungleich heftiger aus als das Schmachten zwischen Bella, Edward und Jacob. Auch ansonsten gibt Hayter bei seiner Inszenierung ordentlich Gas und dank der guten Kameraarbeit, sowie der Soundeffekte, wirkt manche vielleicht gar nicht so neue Idee durchaus frisch. Es könnte (und wird!) sehr viel schlimmeres auf DVD und Blu-ray erscheinen als eine Fortsetzung von “Wolves“.

Wolves

Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 91-minütigen Film noch ein nicht untertiteltes recht interessantes 31-minütiges Making Of sowie den deutschen Trailer (2:27 min).

„Wolves″ als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Wolves″ als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Wolves” bei ebay kaufen, hier anklicken