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Goldfinger

James Bond wird auf die Fährte eines verbrecherischen Genies gesetzt, das die Goldreserven von Fort Knox in seinen Besitz bringen will. Bonds Gegner Goldfinger ist der Mann, der seine abtrünnig gewordene Geliebte tötet, indem er sie mit Goldlack überzieht. Mit Hilfe von Pussy Galore will Bond den Raub des Goldes vereiteln.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Nachdem die ersten beiden Bondfilme von Terence Young inszeniert wurden, stellt dieser Film einen Kurswechsel innerhalb der Reihe dar. Young setzte stark auf Atmosphäre und trotz spektakulärer Actionszenen wirkten „Dr. No“ und „Liebesgrüsse aus Moskau“ immer noch realistisch und oft auch etwas düster. James Bond musste bei Young ganz schön hart kämpfen um seine Siege zu erlangen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Bei „Goldfinger“ übernahm Guy Hamilton das Steuer und er schuf ein überlebensgroßes Spektakel, das irrsinnig erfolgreich wurde und daher fortan die Richtung der Serie bestimmte. In den folgenden Filmen wurden größenwahnsinnige Schurken, gewaltige Kulissen und spektakuläre Stunts mindestens genauso wichtig wie die Figur des James Bond. Dadurch wurde 007 oft zu einem besseren Reiseleiter degradiert. Bereits im auf „Goldfinger“ folgenden Film „Feuerball„, bei dem Terence Young ein letztes Mal Regie innerhalb der Reihe führen sollte, ist Sean Connery anzumerken, dass ihm die Rolle des 007 nicht mehr allzu viel Spaß macht.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die folgenden Bond-Filme versuchten die Erfolgsformel von „Goldfinger“ zu kopieren und die Serie wurde dadurch oft klamaukiger als nötig. Wenn jedoch die eher negativen Auswirkungen ignoriert werden, die dieser Film auf die Bond-Serie hatte, dann ist „Goldfinger“ für sich betrachtet schon ein kleines Meisterwerk. Sehr schnell und abwechslungsreich wird von Bonds Konfrontationen mit Auric Goldfinger und dessen Helfern (darunter der zylinderwerfende Asiate Oddjob) erzählt, die einen Angriff auf Fort Knox und die dort gelagerten gesamten Goldvorräte der westlichen Welt planen und durchführen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die Möglichkeit den Titelsong eines James Bond Filmes zum Hit zu machen und dadurch wiederum für den Film zu werben wurde erstmals in „Goldfinger“ erfolgreich in die Tat umgesetzt. Der von Shirley Bassey mit viel Power interpretierte von John Barry komponierte Titelsong verkaufte sich als Single in den USA mehr als eine Million Mal und führte dazu, dass die Sängerin auch bei “Diamantenfieber“ und “Moonraker“ zum Einsatz kam.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

„Goldfinger“ ist genau wie seine beiden Vorgänger eine noch recht werkgetreue Adaption von Ian Flemings Romanvorlage, die jedoch etwas modernisiert wurde. Anstatt das Gold aus Fort Knox zu stehen, was logistisch so gut wie unmöglich ist, will Goldfinger es atomar verstrahlen und dadurch selbst noch reicher werden. Aus der im Buch enthaltenen Kreissäge wurde ein Laser und der Dialog hierzu gehört zum Schönsten der ganzen Serie: James Bond (gefesselt, der Laser brennt sich unaufhaltsam auf ihn zu): „Erwarten Sie von mir, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben.“

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Guy Hamilton; „Making of Goldfinger“: ein umfassender 25-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Das Goldfinger Phänomen“: Eine 28-minütige Dokumentation; Werbe-Feature mit Harold Sakata (2:06 min); Promotour mit dem Auston Martin (11:12 min); Honor Blackman Interview von 1964 (3:48 min); Sean Connery am Set (3:03 min); Probeaufnahmen von Theodore Bikel (5:23 min) und Tito Vandis (4:01 min) für die Rolle von Goldfinger; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 240 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:01 min, 16 : 9, anamorph, Mono); Original Werbebericht in schwarzweiß (3:05 min); TV-Spot (2:59 min); zwei TV-Spots zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (0:59 min und 0:20 min); Radiowerbung (21:30 min); Radio-Interview mit Sean Connery (11:43 min); 8-seitiges farbiges Booklet

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Liebesgrüsse aus Moskau

Das schwer kriminelle Phantom will drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Eine russische Dechiffriermaschine entwenden, den britischen und russischen Geheimdienst gegeneinander ausspielen und den verhassten Superagenten James Bond ausschalten.

Liebesgrüsse aus Moskau
© United Artists / Twentieth Century Fox

Auch der zweite Bond-Film protzt noch nicht mit atemberaubenden Actionszenen. In dieser Hinsicht ist er seinem Vorgänger „Dr. No“ vielleicht sogar noch unterlegen. Dafür hat er eine deutlich erwachsenere Geschichte zu erzählen und wer die Bondfilme als Propaganda-Instrumente des kalten Krieges deutet, sollte zumindest bedenken, dass für den Film die Romanvorlage von Ian Fleming deutlich entschärft wurde.

Liebesgrüsse aus Moskau
© United Artists / Twentieth Century Fox

Während im Buch die Schurken ganz eindeutig im Auftrag der sowjetischen Regierung arbeiten, stehen sie im Film im Dienste des katzenkraulenden Blofelds, der erst in „Man lebt nur zweimal“ eins seiner drei wahren Gesichter zeigen sollte. Überhaupt werden unbedarfte „Austin Powers“-Fans beim Betrachten dieses Filmes einige Aha-Erlebnisse haben.

Liebesgrüsse aus Moskau
© United Artists / Twentieth Century Fox

In “Liebesgrüße aus Moskau“ (1963) wurde erstmals die sogenannte Pre-Title-Sequence eingeführt, die schon vor dem eigentlichen Vorspann für Spannung sorgen soll. Der Song “From Russia with Love“ stammte nicht wie der Soundtrack von John Barry sondern von Lionel Bart. Das Lied war im Vorspann zunächst nur in einer von Barry sehr flott instrumentierten Version und erst sehr viel später gesungen von Matt Monro zu hören.

Liebesgrüsse aus Moskau
© United Artists / Twentieth Century Fox

Insgesamt ist „Liebesgrüsse aus Moskau“ mit seinen hervorragend ausgewählten Darstellern allen voran die Brecht-Veteranin Lotte Lenya und Robert Shaw, der spätere Killer des „Weißen Hais„, möglicherweise der erwachsenste und atmosphärischte Film der ganzen Bond-Reihe.

Liebesgrüße aus Moskau
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen ; Inside „From Russia with Love“, ein umfassender 34-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Harry Saltzman-Special: Ein sehr interessanter 27-minütiger Bericht über den Co-Produzenten der ersten neun Bond-Filme; Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen Ian Fleming und Raymond Chandler (4:75 min); CBS-Interview mit Ian Fleming (7:23 min); Tonaufnahme eines Gesprächs mit Ian Fleming in der Sendung „Desert Island Disc“ (4:56 min); Abgefilmte Storyboard -Sequenz von der Bootsverfolgungsjagd (1:22 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen; Galerie mit 139 thematisch geordneten meist schwarz-weißen Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:36 min, 16 : 9, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Dr. No/Liebesgrüsse aus Moskau“ (2 min, Vollbild, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (2 min, 16:9, Mono); drei TV-Spots zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (0:59 min, 0:21 min und 0:10 min, Vollbild, Mono); drei Radio-Spots zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (0:54 min, 0:30 min und 0:11 min, Mono);8-seitiges farbiges Booklet

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James Bond jagt Dr. No

James Bond wird auf den undurchsichtigen Chinesen Dr. No angesetzt. Der britische Geheimdienst vermutet, das Dr. No von seiner schwer bewachten Insel aus die Raketenstarts in Cape Canaveral zu stören versucht.

James Bond jagt Dr. No
© United Artists / Twentieth Century Fox

Mit diesem noch recht bescheiden produzierten Film startete die wohl erfolgreichste und langlebigste Filmreihe der Welt. Insgesamt entstanden über 20 Bondfilme, wobei die erste Version von „Casino Royale“ und „Sag niemals nie“ noch gar nicht mitgerechnet sind, da sie nicht zur offiziellen Reihe gehören. Ursprünglich war 1962 neben Roger Moore (der damals wegen TV-Verpflichtungen absagen musste) übrigens Cary Grant für die Rolle des James Bond vorgesehen. Dieser hätte jedoch nur für einen Film zur Verfügung gestanden. Doch die Produzenten Broccoli und Saltzman hatten bereits von Anfang an eine ganze Filmreihe im Sinn, denn es gab genug Romane von Ian Fleming, die geradezu nach einer Verfilmung schrien.

James Bond jagt Dr. No
© United Artists / Twentieth Century Fox

Das Buch „Dr. No“ wurde auch ausgewählt, weil es sich halbwegs kostengünstig realisieren ließ und Ian Fleming auf Jamaika vor Ort (sein Haus dort heißt übrigens „Goldeneye„) sogar als Berater zur Verfügung stand. Mit Ursula Andress wurde darüber hinaus auch gleich eine der attraktivsten „Bondinen“ der Serie gecastet und ihr erster Auftritt im Bikini (den kurioserweise Daniel Craig in „Casino Royale“ wiederholte) wirkt auch heute kein bisschen prüde. Der Erfolg des Filmes geht jedoch vor allem auf das Konto von Sean Connery, der zur Einstimmung auf die Rolle sogar mit seinem handgeschneiderten Anzug ins Bett ging.

James Bond jagt Dr. No
© United Artists / Twentieth Century Fox

1962 war es für den englischen Musical-Komponisten Monty Norman noch keine besondere Ehre die Musik für einen James Bond Film zu schreiben, er musste zusätzlich noch mit dem Angebot geködert werden zu den Dreharbeiten nach Jamaika mitgenommen zu werden. Dort versorgte er „James Bond jagt Dr. No“ mit allerlei flotter Calypso-Musik wie den Song “Under the Mango Tree“, der im Film auch ganz kurz von Sean Connery gesungen wird, für Norman aber nicht als Main Theme taugte. Hierfür grub er musikalische Einfälle aus einer alten Komposition namens “Bad Sign, Good Sign“ aus, die John Barry mit einem großen Orchester sehr dynamisch einspielte und sich gut mit den psychedelischen Vorspann-Spielereien von Maurice Binder zusammenfügte.

James Bond jagt Dr. No
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside Dr. No, ein umfassender 42-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Ein sehr interessanter Berich über Terence Young (17:55 min);“Special: Dr. No“ ein schwarzweißer Bericht von 1963 (8:18 min); Schwarzweißer Bericht über den wahren (Mayor) Boothroyd (4:50 min); Bericht über die Premieren der Bond-Filme (12:34 min); Bericht über die Restaurierung der Bond-Filme (11:24 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen aus „Dr. No“, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 144 thematisch geordneten meist schwarz-weißen Fotos und Plakaten aus aller Welt; 2 englische Kinotrailer (3:11 min + 3:07 min, 16 : 9, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Dr. No/Liebesgrüsse aus Moskau“ (1:55 min, Vollbild, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (2:13 min, Vollbild, Mono); Rundfunkwerbung: Sechs jeweils einminütige Spots; 8-seitiges farbiges Booklet

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Planet der Affen: Prevolution

Zehn Jahre nachdem Tim Burton mit seiner albernen – ja affigen! – Version von “Planet der Affen“ jegliche Hoffnung auf weitere Fortsetzungen torpedierte, wagt sich die Fox an ein Update der klassischen Filmreihe. Im Gegensatz zum Film von 1968 mit Charlton Heston (Stichwort: Die fast versunkene Freiheitsstatue) beginnt “Rise of the Planet of the Apes“ (der im deutschen Titel den unsägliche Wortspiel-Zusatz “Prevolution“ bekam) tatsächlich ganz am Anfang.

Planet der Affen: Prevolution

Sehr realitätsnah wird erzählt wie Gen-Forscher auf der Suche nach einem Mittel gegen Alzheimer Versuche mit Schimpansen veranstalten. Hierdurch entwickeln sich deren Gehirne weiter und ein besonders schlauer Affe namens Cäsar zettelt schließlich einen Aufstand gegen die Menschheit an. Eine ähnliche Geschichte erzählte bereits 1972 “Eroberung vom Planet der Affen“, der vierte (und ganz sicher nicht schlechteste) Film der klassischen Reihe. Doch dieser spielte in einer nahen Orwell-artigen Zukunft und die Ursachen für den Affen-Aufstand waren anders gelagert als jetzt beim Neustart.

Planet der Affen: Prevolution

Planet der Affen: Prevolution“ hat mit James Franco, John Lithgow und der wunderschönen Freida Pinto aus “Slumdog Millionär“ zwar auch ein paar gute “menschliche“ Darsteller zu bieten, doch die Hauptrolle spielt zweifelsohne der am Computer erzeugte und (genau wie Peter Jacksons “Gollum“ oder “King Kong“) von Andy Serkis per Motion Capture gespielte Schimpanse Cäsar. Wie selbstverständlich und rührend dieser seine Gefühle vermittelt, das ist ganz große Trickfilmkunst. Hierbei kam ein optimiertes Motion Capture Verfahren zum Einsatz. Die Darsteller der Affen mussten nicht mehr im abgeschlossenen grün ausgekleideten Studio bleiben, sondern konnten in freier Natur agieren. Die seltsamen Anzüge müssen die Schauspieler zwar immer noch tragen, doch die Illusion eines mit überlegener Intelligenz die Menschheit angreifenden Affenheeres gelang perfekt. Grenzen zwischen Trick- und Realfilm scheinen nicht mehr zu bestehen.

Planet der Affen: Prevolution

Dem Film gelingt das Kunststück seine scheinbar weit hergeholte Geschichte glaubhaft zu vermitteln und ein wahrhaft bedrohliches Ende zu finden, das äußerst gespannt macht auf weitere Fortsetzungen dieses gelungenen Neustarts.

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Das Charlie Chaplin Archiv

Bei Taschen erschien im selben 42 x 30 cm Großformat bereits “The Stanley Kubrick Archives“. In jenem Buch wurde versucht herauszufinden, wie Kubrick seine Filme realisierte. Ähnlich wie Kubrick glaubte auch Charlie Chaplin (im Gegensatz etwa zum sich bei den Dreharbeiten langweilenden Alfred Hitchcock), dass sich beim Filmemachen nicht alles planen lässt. Kubrick und Chaplin ließen ihre Crews und Darsteller oft sehr lange warten oder immer wieder die selben Szenen durchspielen. Auch dadurch entstanden unvergessliche Kino-Momente.

Charlie Chaplin Archiv

Doch Chaplin war (genau wie Kubrick) ein akribischer Planer. Paul Duncan, der für Taschen bereits das “James Bond Archiv“ zusammenstellte, versucht herauszufinden, wie Chaplin seine Filme realisierte. In den Büchern des Komikers finden sich dazu wenig Hinweise. Duncan hatte Zugang zu Chaplin-Archiv, das dessen Halbbrüder Sydney Chaplin und Wheeler Dryden zusammentrugen, nachdem der Komiker 1952 in die Schweiz zog, weil er in den USA unerwünscht war.

Charlie Chaplin Archiv

Das Buch enthält ausführliche Statements und umfangreiches oft großformatiges Bildmaterial aus allen Schaffensperioden von Chaplin. Berücksichtigt und kommentiert werden alle Kurzfilme, die er für Keystone, Essanay, Mutual und First National drehte. Natürlich wird sich auch mit den sorgfältig geplanten Spielfilmen, wie dem Drama “A Woman in Paris“ (1923), “Goldrausch“ (1925), “Circus“ (1928), “Lichter der Großstadt“ (1931), “Moderne Zeiten“ (1936) und besonders ausführlich mit “Der große Diktator“ (1940), beschäftigt.

Charlie Chaplin Archiv

Duncan widmet sich aber auch dem ansonsten eher ignorierten Spätwerk Chaplins. Zu “Die Gräfin von Hongkong“ (1967) gibt es nicht nur großformatige Abbildungen von den Dreharbeiten, sondern auch interessante Statements der Hauptdarsteller Marlon Brando und Sophia Loren. Nachdem Brando zunächst Chaplin vergötterte, führte er sich am Set sehr flegelhaft auf. Doch Chaplin wusste damit umzugehen, denn: “Das filigranste Instrument der Welt ist der Schauspieler. Man kann ihn mit wenigen Worten zerstören. Ich muss allerdings sagen, sie erholen sich recht schnell.“

Charlie Chaplin Archiv

Das letzte Kapitel des Buchs handelt von Chaplins nicht mehr realisierten Projekten. Darunter befindet sich eine Komödie in der Chaplin – auch hierin ähnelt er Stanley Kubrick – Napolleon Bonaparte verkörpern wollte. Recht weit gediehen waren Ende der Sechziger Jahre bereits die Vorbereitungen zum Film “Freak“, der von einer jungen Frau mit Engelsflügeln handeln sollte. Hierzu existieren bereits detaillierte Storyboard-Zeichnungen, die gemeinsam mit einem Foto zum Abdruck kommen, das Chaplins Tochter Victoria mit Engelsflügeln zeigt.

Charlie Chaplin Archiv

Das Buch erscheint in englischer Sprache, es liegt jedoch ein Heft im deutscher Übersetzung bei und den ersten 10.000 durchnummerierten Exemplaren sogar ein Filmstreifen mit 12 Einzelbildern aus “Lichtern der Großstadt“, der aus dem “Charlie Chaplin Archiv stammt! Auch wer sich bereits vor der Lektüre dieses Buches intensiv mit Charlie Chaplin beschäftigt hat, dürfte überwältigt sein von der Fülle an Bildmaterial und Fakten, die hier geboten werden.

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X-Men – Zukunft ist Vergangenheit – Rogue Cut

Ein gutes Jahr nach dem Kinostart von “X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ erscheint eine 17 Minuten längere Version des Films auf DVD und Blu-ray (hier allerdings nicht in 3D). Da hauptsächlich Sequenzen mit der von Anna Paquin verkörperten Mutantin Roque eingefügt wurden, bekam diese Version den Namen “Roque Cut“.

X-Men - Zukunft ist Vergangenheit - Rogue Cut

Im Kino war Anna Paquin nur kurz am Ende des Films zu sehen. Im „Roque Cut“ hingegen taucht sie im letzten Viertel des Films auf und wird von Magneto (Ian McKellen) und dem dabei zu Tode kommenden Iceman (Shawn Ashmore) aus dem zum Geheimlabor umfunktionierten X-Mansion befreit. Anscheinend kam es doch nicht, wie in “X-Men 3: Der letzte Widerstand“ angedeutet, dazu dass Roque von ihren Kräften dauerhaft “geheilt“ wurde. In “X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ löst sie schließlich Kitty Pryde ab und kontrolliert fortan aus der finsteren Zukunft die Zeitreise von Wolverine.

x-men - zukunft ist vergangenheit - rogue cut
© Twentieth Century Fox

Es ist durchaus verständlich, dass es die Szenen mit Anna Paquin nicht in die Kinoversion geschafft haben, da diese für die Haupthandlung unwichtig sind und den Film für Nicht-Insider noch unübersichtlicher gemacht hätten. Etwas anders verhält es sich jedoch mit einer ziemlich heißen Liebesszene zwischen Jennifer Lawrence und Nicholas Hoult, die darin gipfelt dass sich beide in die blauen Mutanten Mystique und Beast verwandeln. Dieser gar nicht so lange Moment hätte zweifelsohne den Kinofilm bereichert.

x-men - zukunft ist vergangenheit - rogue cut
© Twentieth Century Fox

Für die Freunde von Superhelden-Filmen dürfte diese Version des Film unverzichtbar sein, zumal Bryan Singer gemeinsam mit dem bei “X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ auch als Cutter tätigen Komponisten John Ottman in einem munteren Audiokommentar die Unterschiede zwischen den beiden Versionen erläutert.

X-Men - Zukunft ist Vergangenheit - Rogue Cut

Die Blu-ray enthält den Film als Roque Cut (2:28:45) und als Kinoversion (2:11:35). Zudem gibt es noch Audiokommentare von Bryan Singer und Drehbuchautor Simon Kinberg zur Kinofassung sowie von Bryan Singer und Komponist/Cutter John Ottman zum „Rogue Cut“, die wie alle Extras deutsch untertitelt sind. Außerdem gibt es noch ein Making Of (52:41 min) , eine Gesprächsrunde mit den Darstellern und Filmemachern (30:11 min), umfangreiche Bildergalerien sowie ein Trailer zu “Fantastic Four“ (1:49 min) zu sehen. Obwohl das Bonusmaterial auf eine zweite Blu-ray gepackt wurde, sind leider nicht alle Extras der ersten Blu-ray-Edition von „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ enthalten.

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Frau Müller muss weg

Die Eltern einiger Schüler machen sich Sorgen ob ihre eine Dresdner Grundschule besuchenden Kinder es aufs Gymnasium schaffen. Schuld daran soll die Lehrerin Frau Müller sein, die daher weg muss. Unterschriften werden gesammelt und eine dann doch gar nicht so große Gruppe von fünf besorgen Eltern macht sich auf in die Juri-Gagarin-Grundschule um die Lehrerin ihres Amtes zu entheben. Doch so einfach ist das auch wieder nicht…

Frau Müller muss weg

Sönke Wortmann (“Der bewegte Mann“, “Das Wunder von Bern“, „Charité„) hatte Lutz Hübners Theaterstück “Frau Müller muss weg“ bereits 2012 am Berliner Grips Theater inszeniert. Auch der zwei Jahre später entstandene Kinofilm ist einem Kammerspiel näher als die ebenfalls im Schul-Milieu angesiedelte Erfolgskomödie “Fack Ju Göhte“. Wortmann verarbeitet in seinem Film die Tatsache, dass Eltern heute sehr viel schneller aktiv werden, wenn ihre Kinder schlechte Noten bekommen, als dies zu seiner eigenen Schulzeit der Fall war. Es klingt auch an, dass es lange Zeit nach der Wende immer noch Ossies und Wessies gibt.

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Gabriela Maria Schmeide © Constantin Film

Wortmanns Sympathien sind eher bei der gemütlichen Lehrerin Frau Müller (Gabriela Maria Schmeide), die versucht den schulischen Leistungsdruck durch Bastelarbeiten etwas zu lindern. Die Eltern sind manchmal etwas arg karikiert ausgefallen, auch wenn Anke Engelke als überforderte Karriere-Frau beachtlich gut schauspielert. Der nicht eben lange Film endet mit einer originellen Schlusspointe und lädt zum Nachdenken darüber ein, ob es tatsächlich sinnvoll und überhaupt möglich ist, das Leben seiner Kinder in allen Belangen zu steuern.

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Die besorgten Eltern © Constantin Film

Die DVD enthält neben dem 84-minütigen Hauptfilm (wahlweise auch mit Hörfilmfassung) noch Interviews (15:43 min), Featurette (2:31 min), Behind the Scenes (2:01 min), Trailer (1:55 min)

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Jupiter Ascending

Sicher hat sich schon so mancher gefragt, warum Mila Kunis nicht mehr in “Ted 2“ dabei ist. Die Antwort lautet, sie spielte die Titelrolle im neusten Werk der Geschwister Wachnowski, die einmal mehr versuchten, nach “Matrix“ den nächsten großen Kracher zu landen. Das gelang schon nicht bei den beiden Fortsetzungen und danach noch weniger bei “Speed Racer“ oder “Cloud Atlas“. “Jupiter Ascending“ hingegen ist ganz vergnüglich geraten.

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© Warner Home Video

Mila Kunis spielt spielt eine junge Russin namens Jupiter Jones, die in Chicago Toiletten putzt, doch in Wirklichkeit die Hoffnungsträgerin des ganzen Kosmos ist. Ein attraktiver Krieger namens Caine Wise (Channing Tatum), der halb Mensch und halb Hund ist, rettet sie vor außerirdischen Aggressoren und schleudert Jupiter mitten hinein in wahnwitzige galaktische Abenteuer.

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© Warner Home Video

“Jupiter Ascending“ ist zweifelsohne eine oft ewas klischeehafte Space Opera, doch was den Film so sympathisch macht ist, dass er so wirkt, als wenn George Lucas ohne viel nachzudenken eine Girlie-Variante zu “Star Wars“ und gleichzeitig Mel Brooks eine Parodie darauf im besten “Spaceballs“-Stil gedreht hat. Es wimmelt nur so von optischen Zitaten auf kunterbunte 80er-Jahre-Filme wie “Flash Gordon“ oder “Dune – Der Wüstenplanet“. Doch dank gewohnt solide aufspielender Darsteller wie Sean Bean oder James D’Arcy wird es nie völlig albern. Immerhin konnte der Film sein Budget von 176 Millionen Dollar wieder einspielen und ist es allemal wert zumindest einmal geguckt zu werden.

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© Warner Home Video

Die DVD von Warner enthält neben dem 122-minütigen Hauptfilm noch die Dokus “Jupiter Jones und ihre Bestimmung“ (6:39) und “Modifizierte Gene“ (9:59 min), beide wahlweise mit deutschen Untertiteln. Die Blu-ray hat noch 5 weitere Dokumentationen an Bord.

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Ted 2

Ein idiotischeres Konzept als die Geschichte eines jungen Mannes, der immer noch mit seinem Teddybären zusammenlebt, ist für einen sich an ein erwachsenes Publikum richtenden Kinofilm kaum denkbar. Doch Seth MacFarlanes Ted spielte 2012 fast 550 Millionen Dollar ein, und daher folgt drei Jahre später die Fortsetzung.

Ted 2

John Bennet (Mark Wahlberg) ist mittlerweile von Lori (die in “Ted“ von Mila Kunis gespielt wurde) geschieden, während sein plüschiger Donnerbuddy am Anfang des Filmes die Verkäuferin Tami-Lynn heiratet. Die Trauung vollzieht natürlich Sam J. Jones alias Flash Gordon und gleich danach gibt es im Vorspann eine atemberaubende Tanznummer, die Ted gemeinsam mit etlichen befrackten Zylinder-Trägern bravourös absolviert.

Ted 2

Was dann folgt ist eine konsequente Fortführung der Geschichte des ersten Films, die ebenfalls teilweise ganz schön vulgär erzählt wird (etwa wenn John und Ted sich mit dem Thema Samenspende beschäftigen), aber trotzdem immer einen liebenswerten Grundton beibehält. Fast schon anspruchsvoll wird es, wenn Ted vor Gericht um seine Bürgerrechte kämpfen muss, da er juristisch eigentlich nur eine Sache ist und somit seine Ehe mit Tami-Lynn ungültig ist. Hilfe bekommt er von der Jung-Anwältin Samantha, die genau wie John und Ted auch ein Cannabis-Freund ist. Amanda Seyfried, die schon in Seth MacFarlanes A Million Ways to die in the West sehr komisch war, ist eine gute Ergänzung zu Ted und John. Das gilt auch für die zahlreichen prominenten Nebendarsteller wie Morgan Freeman oder Liam Neeson.

Ted 2

Spätestens, wenn Ted 2 dann auch noch in ein großartiges Finale auf dem New York Comic Con mündet, in dem sich gleichberechtig über Star Wars, Star Trek, Transformers oder Der Herr der Ringe lustig gemacht wird, ist klar dass in Sachen unberechenbarer Komödie Seth MacFarlane (siehe auch seine Serie The Orville) noch eine Weile der Großmeister sein wird.

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Alles steht Kopf

Auch zum neuen Werk aus dem Hause Pixar wird wieder ein animierter Kurzfilm gereicht. Mit “Lava“ gibt der Animator James Ford Murphy nicht nur sein Regie-Debüt, sondern von ihm stammt auch das Drehbuch und der den Film dominierende Song.

Unbenannt
© 2015 Disney/Pixar

Wobei das auf Hawaii-Folklore getrimmte Liedchen, das von Kuana Torres Kahele im Stile von Israel Kamakawiwo’ole (“Over the Rainbow“) gesungen wird, vielleicht noch das Beste an „Lava“ ist. Die Story um einen einsamen sich nach Liebe sehnenden Vulkan überschreitet hingegen mit geballter technischer Brillanz recht ungeniert die Kitsch-Schwelle, ohne das bei Pixar eigentlich zu erwartende „gewisse Etwas“ zu bieten.

Unbenannt
© 2015 Disney/Pixar

Der Hauptfilm hingegen dürfte vom Konzept her mit das Gewagteste sein, was jemals als Grundlage für einen abendfüllenden gut budgetierten Animationsfilm für die ganze Familie in Erwägung gezogen wurde. Die Hauptfiguren heißen Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel. Diese bewohnen den Kopf der kleinen Riley und kümmern sich um das Wohlergehen des jungen Mädchens, das darunter leidet die lieb gewonnene ländliche Umgebung verlassen zu haben und plötzlich mitten in San Francisco zu leben.

Unbenannt
© 2015 Disney/Pixar

Die etwas an Disneys Fee Tinkerbelle erinnernde Freude bemüht sich leicht hysterisch darum, dass Riley immer gut gelaunt ist. Daher hält sie ihre ständig frustrierte Kollegin Kummer für ihre natürliche Feindin. Doch als nach einem Notfall im Leben von Riley sowohl Freude als auch Kummer zu einer Odyssee durch das Seelenleben des kleinen Mädchens aufbrechen müssen, wird klar, dass Freud und Leid doch mehr miteinander zu tun haben, als ursprünglich zu vermuten war.

Unbenannt
© 2015 Disney/Pixar

Natürlich hat das wackere Team von Pixar beim Erarbeiten der Geschichte einen ganzen Haufen von Psychologen zu Rate gezogen, doch die Hauptinspirations-Quelle ist zweifelsohne der geniale antifaschistische Disney-Cartoon “Reason and Emotion“ von 1943 sein.

Unbenannt
REASON & EMOTION © 1943 Disney

Hier wird der menschliche Kopf von einem kleinen vernünftigen Anzugträger (Reason) und einem triebhaften Steinzeit-Männchen  (Emotion) bewohnt. Recht anschaulich wird gezeigt, wie Adolf Hitler – vorbei an jeglicher Vernunft – den Neandertaler im Menschen ansprach und zu Untaten anstachelte. Dieses nicht völlig abwegige Gleichnis haben die Pixar-Macher für “Alles steht Kopf“ mit viel Fantasie verfeinert und einige herrlich abgefahrere Ideen auch noch im Abspann verbraten.

Unbenannt
© 2015 Disney/Pixar

Das Resultat ist ein in nahezu allen Belangen überzeugender Trickfilm, der technisch brillant eine ebenso spannende wie komische Geschichte mit völlig neuen Figuren erzählt. Es ist schön, dass Pixar doch mehr kann als das positive Image seiner Erfolgsfilme durch mittelprächtige Fortsetzungen zu beschädigen.

Alles steht Kopf
© 2016 Disney/Pixar

Die Blu-ray von Walt Disney enthält neben dem 95-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit einem optional deutsch untertitelten Audiokommentar vom Regisseur Pete Doctor und Produzent Jonas Rivera), sowie den bereits aus dem Kino bekannten Kurzfilm “Lava“ (7:12 min, wahlweise in deutscher, englischer oder türkischer Sprache), noch den neu produzierten sehr lustigen Kurzfilm “Rileys erstes Date“ (4:40 min, wahlweise in deutscher, englischer oder türkischer Sprache), bei dem es sich um eine Art Fortsetzung zu “Alles steht Kopf“ handelt. Außerdem sind noch die beiden englischsprachigen optional deutsch untertitelten Dokus “Wege zu Pixar: Die Frauen von Alles steht Kopf“ (11:22 min) und “Gemischte Gefühle“ (7:17 min) enthalten.

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