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Jim Davis: Garfield – 40 Jahre Lachen & Lasagne

Als seine Serie um die Stechmücke Gnorm the Gnat auch nach fünf Jahren lediglich in einer einzigen Zeitung (der Pendelton Times) veröffentlicht wurde, sah sich Jim Davies gezwungen umzudenken. In einer Abschlussfolge ließ er einen riesigen Fuß das arme Insekt einfach platt machen. Da seine Mutter 25 Katzen besessen hatte und sein Großvater James A. A. Garfield hieß, erfand Davies den gefräßigen Kater Garfield. Er ließ ihn mit einem gewissen Jonathan Q. Arbuckle zusammenwohnen, der von Beruf (oh Wunder!) Comiczeichner ist (dies findet allerdings nur im allerersten Strip Erwähnung).

Jim Davis: Garfield - 40 Jahre Lachen & Lasagne
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Jon als Garfields Herrchen zu bezeichnen, würde viel zu weit gehen. Von Anfang an ist klar, wer der Boss im Hause Arbuckle ist. Ganz gewiss nicht der trottelige Hund Odie, denn Garfield zeigt allen, wo es lang geht. Er kann (von ganz wenigen Rückschlägen abgesehen) so viel schlafen, zerstören und Lasagne ist essen wie er nur möchte. Jim Davies wird schon wissen, warum er bis heute selbst keine Katze besitzt.

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Garfield startete am 19. Juli 1978 und wurde sehr rasch zum am weitesten verbreiteter Comicstrip der Welt (mit Eintrag im Guinness Buch der Rekorde). Heute erscheint die Serie in knapp 2.600 Zeitungen und erreicht 260 Millionen Leser. Neben diversen Sammelbänden entstanden auch Zeichentrickserien und zwei Kinofilme.

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Bei der Egmond Comic Collection liegt mittlerweile eine schön aufgemachte gebundene Gesamtausgabe im Querformat vor.
Wer erleben möchte wie alles anfing und wie schnell aus dem anfangs noch etwas eckigen Kater der weltbekannte rundliche Garfield wurde, der – inspiriert von Charles M. Schulz´Snoopy – nach 10 Jahren das Laufen auf zwei Beinen lernte, wird aber auch mit dieser im selben Format veröffentlichten Jubiläumsausgabe bestens bedient. Unter dem Motto “Lachen und Lasagne“ werden Highlights aus 4 Jahrzehnten Garfield präsentiert.

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Für das Buch sprechen auch die vielen kleinen amüsanten erklärenden Texte von Jim Davies, die hinter die Kulissen blicken lassen. Zum Abschluss des Buchs präsentiert und kommentiert Davies seine 40 Lieblingsstrips. Spätestens hier wird klar, dass die Geschichten um den fetten Kater vielfältiger sind als es auf den ersten Blick erscheint!

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Don Martin

Don Martins seltsame Männchen mit den gekrümmten Füßen brachten ihm den Titel “MAD’s Maddest Cartoonist“ ein. Genau wie heute noch allenfalls Sergio Arragonés hatte Don Martin, der seit 1956 ab Ausgabe 29 beständig für das Satiremagazin MAD arbeitete, eine ganz eigene Sicht der Dinge. Es war immer wieder prickelnd seine Versionen bekannten Mythen wie Batman, Superman oder King Kong zu sehen. Meist kam er dabei mit wenig oder gar keinem Text aus, denn seine eigenwilligen Zeichnungen sprachen Bände.

Don Martin

Als Don Martin am 6. Januar 2000 im Alter von 68 Jahren verstarb, schrieb Herbert Feuerstein, der von 1971 bis 1991 Chefredakteur des deutschen MAD war und Don Martin einige Male persönlich getroffen hatte, einem rührenden Nachruf in der “Süddeutschen Zeitung“. Er beschreibt diesen als “schweigsam, freundlich, geduldig, immer am Rand des Geschehens oder versteckt im Hintergrund“.

Don Martin
Im Gegensatz zu den meisten MAD-Mitarbeitern arbeitete Martin nicht im turbulenten New York, sondern erledigte seine Jobs lieber vom fernen Florida aus. Dabei stammt er eigentlich aus New Jersey, dem US-Bundesstaat der direkt an New York grenzt und sich auf der anderen Seite des Hudsons befindet. 1987 gab es Streit mit dem MAD-Herausgeber William Gaines. Es ging darum, dass Martin weder seine Originalzeichnungen behalten durfte, noch an den Einnahmen für Zweitverwertungen beteiligt werden sollte. Martin wechselte daraufhin zum Konkurrenzmagazin „Cracked“ (bei uns kurzzeitig als “Kaputt“ erschienen) und vermarktete dort erfolgreich seine von MAD abgelehnten Cartoons.

Don Martin
Es war die erfreulichste Neuigkeiten, die 2007 auf dem Comic Con in San Diego zu erfahren war. Ein Sammelband mit sämtlichen Arbeiten die Don Martin für Mad schuf, erscheint in einer zweibändigen tausendseitigen 25 x 33 cm großen Prachtausgabe. Ich konnte den großformatigen Prospekt hierzu kaum aus der Hand legen. Die Freude war noch größer als ich die (ge)wichtigen Bände endlich in der Hand hatte. Schön chronologisch geordnet sind alle Strips und Cartoons (aber auch abgefahrene Gemälde wie die verkrampft lächelnde Mona Lisa) enthalten, die der unverwechselbare Zeichner (man denke nur an die seltsam gebogenen Schuhe!) von 1957 bis 1987 für “Mad“ anfertigte, bevor er zu “Cracked“ wechselte. Einziger Makel: Es fehlen die Arbeiten für die MAD-Taschenbücher.

Don MartinHier ist zu sehen wie schnell Don Martin seinen Stil fand. Schon nach einigen wenigen noch etwas schwächeren und recht textlastigen (weil von fremden Autoren stammenden) Beiträgen, geht es los mit völlig wahnwitzigen Geschichten, die ihren eigenwilligen Humor ohne viel Worte treffsicher an den Leser bringen. Garniert wird der Band mit Vorworten von Gary Larson und dem damaligen MAD-Herausgeber Al Feldstein, zahlreichen Fotos, Entwurfsskizzen von Martin und seinem Mitarbeiter Duck Edwing (der auch sein Nachfolger wurde), sowie Würdigungen von MAD-Kollegen wie Jack Davis, Al Jaffee, Sergio Aragones und Comiczeichnern wie Jim Davis (“Garfield“).

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Nachdem bei Panini bereits der sehr schön zusammengestellte Band “MADs große Meister: Sergio Aragonés“ erschien, folgt eine deutsche Ausgabe von “The Completely MAD Don Martin“ allerdings in drei Bänden und mit einem Vorwort von Hella von Sinnen.

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