Schlagwort-Archive: Gary Oldman

Die dunkelste Stunde

Ein Schauspieler kann leicht hinter einem allzu guten Make-Up verschwinden, doch Gary Oldman ist dies nicht passiert. Der meist eher auf Schurkenrollen (siehe Leon – Der Profi, Air Force One und Das fünfte Element) abonnierte eher schlaksige Darsteller ist ganz gewiss nicht die Idealbesetzung für den bulligen Vollblut-Politiker Winston Churchill. Das ist eher Brian Cox, der 2017 ebenfalls als Churchill auftrat, allerdings in keinem sonderlich guten Film.

Die dunkelste Stunde

Gary Oldman ist jedoch ein guter Churchill in einem guten Film. Dieser erzählt von Churchills Leistungen als englischer Premierminister während des Zweiten Weltkriegs und ist auch gemacht für Leute, die sich lieber Spielfilme als historische Dokumentationen ansehen. Die dunkelste Stunde funktioniert auch als interessante Ergänzung zu Christopher Nolans Dunkirk oder Tom Hoppers The King’s Speech.

Die dunkelste Stunde

Eine der wenigen sich nicht in eng anmutenden Räumen abspielende Sequenzen in Die dunkelste Stunde zeigt, wie eine auch aus Fischkuttern bestehende Amada aufbricht um die eingekesselten britischen Soldaten in Dünkirchen zu evakuieren. Es wird aber auch gezeigt wie der australische Darsteller Ben Mendelsohn als König George VI. stotternd nach Worten sucht.

Die dunkelste Stunde

Doch in erster Linie handelt es sich um bei Die dunkelste Stunde um eine Galavorstellung von Gary Oldman, dessen Einsatz beträchtlich war. Er verbrachte während der Dreharbeiten 200 Stunden damit sich als Churchill zurechtschminken zu lassen und rauchte 400 Zigarren!

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The Dark Knight Rises

Christopher Nolans zweiter Batman-Film trug zwar den Titel The Dark Knight, war jedoch in erster Linie ein Joker-Film. Dies lag sicher in erster Linie daran, dass der Darsteller von Batmans populärsten Widersacher kurz nach Drehende verstorben war, was dazu führte, dass aus Pietät aber auch Kalkül fast alles, was mit Heath Ledger gefilmt wurde, im dadurch überlangen Film Verwendung fand. Das brachte den Film, in dem es auch noch um Batmans zweitbeliebtsten Gegenspieler Two-Face (Aron Eckart) ging, etwas aus dem Gleichgewicht und drängte Batman an den Rand des Geschehens. Doch die Rechnung ging auf und The Dark Knight spielte mit über einer Milliarde Dollar fast dreimal so viel ein, wie sein Vorgänger Batman Begins.

The Dark Knight Rises

Mit The Dark Knight Rises schickt sich Nolan nun an, seine Batman-Trilogie zu vollenden. Er greift zwar Motive aus den beiden vorherigen Filmen auf, doch das Resultat ist weniger der Abschluss eines zusammenhängenden Epos, wie etwa Star Wars, sondern ein in sich stimmiger Film. The Dark Knight Rises ist sogar noch einige Minuten länger als sein Vorgänger, am Anfang im Spannungsaufbau etwas langsam, mündet dann aber in ein wuchtiges actionreiches Finale und schließt mit einem überraschenden Ende, das durchaus Raum für einen interessanten Neubeginn einer weiteren Batman-Filmreihe bietet.

The Dark Knight Rises

Obwohl es sehr lange dauert, bis Christian Bale ins Batman-Kostüm schlüpft, steht der Fledermausmann und noch stärker Bruce Wayne, der Mann hinter der Maske, im Zentrum des Filmes. Tom Hardy ist als Bane – die Comicfigur wird recht frei interpretiert – ein angemessen bedrohlicher Schurke (wenn er und Batman sich mit ihren hochgezüchteten Macho-Stimmen anschreien, gehört dies zu den ganz wenigen lächerlichen Momenten in The Dark Knight Rises). Auch die mit großem körperlichen Einsatz als Catwoman auftretende Anne Hathaway bringt den Film nicht aus dem Gleichgewicht. Stärker noch als an der Faszination des Bösen zeigt sich Nolan diesmal an ganz normalen Menschen interessiert, die – ähnlich wie die 911-Feuerwehrmänner – versuchen zu retten was gerade noch zu retten ist. So steht der junge Polizist John Blake (Joseph Gordon-Levitt) fast so stark im Zentrum des Geschehens als sein wieder vom brillant-zurückhaltend agierenden Gary Oldman verkörperter Vorgesetzter Jim Gordon.

The Dark Knight Rises
Was diesen Film so besonders macht, ist der hohe Grad an “Realismus“. Nolan setzt auf Zelluloid und verzichtet auf 3D-Mätzchen. Er drehte die meisten Action-Szenen “in echt“, es ist zu sehen, dass die Darsteller selten gedoubelt wurden und die Kulissen wirklich in voller Größe gebaut und nicht digital ergänzt wurden. Daher ist es ihm zu verzeihen, dass er die Pracht seiner Inszenierung auch diesmal wieder etwas zu lange herzeigen möchte.

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Batman Begins

Der junge Bruce Wayne (Christian Bale) wird nicht mit der Ermordung seiner Eltern fertig. Er verlässt seine Heimatstadt Gotham City und absolviert in aller Welt eine Ausbildung zum Kleinkriminellen. In Tibet macht er schließlich Bekanntschaft mit dem gebildeten Kampfausbilder Henri Ducard (Liam Neeson), der für den mysteriösen Ra’s al Ghul (Ken Watanabe aus Last Samurai) arbeitet. Nachdem Bruce dort Körper und Geist schult, soll er im Auftrag von Ghuls Schattenliga Gotham City zerstören. Bruce flieht und versucht seine Heimatstadt zu retten.

Batman Begins

Nach seiner Rückkehr nimmt Bruce den Kampf gegen Verbrecher wie den Gangsterboss Falcone (Tom Wilkinson aus Ganz oder gar nicht) oder den wahnsinnigen Jonathan Crane alias Scarecrow (Cillian Murphy aus 28 Days Later) auf. Doch auch die neue Firmenleitung von Wayne Enterprises unter der Führung von Richard Earle (Rutger Hauer) macht ihm erheblich zu schaffen. Verbündete findet Bruce alias Batman in seinem treuen Butler Alfred (Michael Caine), dem Polizisten Jim Gordon (Gary Oldman), dem innerhalb des Wayne Imperiums aufs Abstellgleis geschobenen Waffenspezialisten Lucius Fox (Morgan Freeman) und der jungen Staatsanwältin Rachel Dawes (Katie Holmes), die er noch aus seinen Kindertagen kennt.

Batman Begins

Die Version von Christopher Nolan (Memento, Insomnia) hat einen sehr viel realistischeren Ansatz als die vorherigen Filme Batman, Batmans Rückkehr, Batman Forever und Batman & Robin. Erstmals im Kino wird die Hauptfigur tatsächlich ernst genommen. Nur noch die mit schwarzer Schminke umrandeten Augen unter der harten Ledermaske erinnern etwas an die vorherigen Filme. Der Tod von Bruce Waynes Eltern ist meisterlich und wirklich ergreifend in Szene gesetzt. In der kleinen Rolle von Thomas Wayne ist Linus Roache (Die Vergessenen) zu sehen. Dieser spielt einen sehr verständnisvollen Vater und er verlässt gemeinsam mit seiner Frau eine Opernaufführung nachdem sein Sohn Angst vor einigen Darstellern in fledermausartigen Kostümen bekommt. Dadurch landet die Familie Wayne in einem düsteren Hinterhof wo der Mörder schon lauert. Klar, dass Bruce sich jetzt schuldig für das Ableben seiner Eltern fühlt. Auch eine Szene in der Tom Wilkinson mit roher Gewalt als Gangsterboss Falcone dem jungen Bruce Wayne klar macht, wer der wahre Machthaber von Gotham ist, wirkt ungewöhnlich realistisch und sogar leicht verstörend. Die Lehr- und Wanderjahre machen einige Anleihen bei der Highlander-Saga sind aber zügig in Szene gesetzt und insgesamt durchaus eine Bereicherung des Mythos.

Batman Begins
Richtig interessant wird es nachdem Bruce in seine Heimatstadt zurückkehrt. In Lucius Fox findet er so etwas wie sein Gegenstück zum Q aus der James Bond – Saga und als er eine Probefahrt mit einem sehr beweglichen Hochgeschwindigkeitspanzer absolviert hat, bleibt ihm nur die Frage: “Gibt´s den auch in schwarz?“ Michael Caine hat als Butler und Gewissen von Bruce Wayne einen deutlich größeren Part als dieser Figur in den vorherigen Filmen eingeräumt wurde. Dies gilt in einem noch größeren Maße für Gary Oldman. Dieser ansonsten eher zum Overacting neigende Schauspieler verschmilzt mit der Rolle des schlichten und ehrlichen Polizisten Jim Gordons und seine Darstellung ist sehr nahe an der Comicvorlage. Eine gute Ergänzung ist die von Katie Holmes verkörperte Staatsanwältin Rachel Dawes die Batman moralisch und Bruce Wayne menschlich hinterfragt und fordert.

Batman Begins
Wahrscheinlich hätte Batman Begins ohne Superschurken genauso gut (wenn nicht noch besser) funktioniert. Fast schon etwas überflüssig inmitten der an mehr Realismus orientierten Handlung wirken in dem leicht überlangen Film die eher kurzen Auftritte von Scarecrow und Ra’s al Ghul. Das Drehbuch zu Batman Begins schrieb David Goyer, der durch seinen Autorentätigkeit für die Serie JSA Comicerfahrung mitbrachte. Goyer schrieb auch das Drehbuch zu The Crow – City of Angels und war der Autor aller drei Blade-Filme und Regisseur von Blade Trinity. Zur Wahl der Superschurken meint Goyer: “Wenn man sich die Verbrecherkartei ansieht, waren Scarecrow und Ra’s al Ghul jene, die noch nicht benutzt wurden. Es erschien als die perfekte Gelegenheit, diese beiden Charaktere einzubringen.“ Goyer hat auch schon Ideen bezüglich der Zukunft der Batman-Filmreihe: “Nachdem wir die Ursprungsgeschichte, beendet haben, können wir dem Publikum die Schurken, die schon in den früheren Filmen zu sehen waren, nochmals präsentieren, allerdings dann auf eine neue Art.“ Das lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, siehe The Dark Knight und The Dark Knight Rises.

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Lawless – Die Gesetzlosen

Matt Bondurant beschreibt in seinem gleichnamigen Buch den “feuchtesten Landkreis der Welt“: Franklin County in Virginia. Hier blühte in den Zwanziger Jahren das Geschäft mit illegal gebranntem Schnaps. Keiner macht bessere Geschäfte als die Familie von Jack Bondurant, dem Großvater von Matt. Dessen Bruder Forrest war der robuste und rabiate Forrest, der versucht seine Familie vor dem sadistischen Bundesagenten Charlie Rakes zu schützen, der in Franklin County aufräumen soll…

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© Koch Media

Es ist fast so als wenn sich zum ersten Mal Der Pate oder Es war einmal in Amerika angeschaut wird. Lawless – Die Gesetzlosen ist so etwas wie das ländliche Gegenstück zu den Klassikern des US-Gangsterfilms. Die Ausstattung wirkt authentisch und das vom Musiker Nick Cave, der auch den Soundtrack komponierte, adaptierte Drehbuch ist von großer manchmal fast schon unerträglicher Spannung.

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TOM HARDY © Koch Media

Das größte Pfund ist jedoch die grandiose Besetzung. Shia LaBeouf stört kein bisschen als eher weichlicher Bondurant-Bruder Jack, Gary Oldmans Part ist sehr klein aber nicht völlig unwichtig, Tim Burtons Alice im Wunderland Mia Wasikowska und Jessica Chastain (The Help) sorgen für etwas ländliche Romantik, während Guy Pearce (Memento) als eitler Regierungs-Sadist mächtig aufdreht.

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Shia LaBeouf © Koch Media

Die größte Show liefert jedoch Tom Hardy (Legend, The Dark Knight Rises), der als bulliger Forrest Bondurant im Zentrum des Films steht. Ähnlich wie in der TV-Miniserie The Take spielt er einen gewaltbereiten Outlaw, doch es ist zu spüren, dass Forrest eigentlich einen guten Kern hat und sich um seine Brüder kümmert. Wie Forrest sich sehr langsam auf eine Beziehung mit der aus der Chicago geflüchteten ehemaligen Tänzerin Maggie (Jessica Chastain) einlässt, gehört zu den schönsten Momenten dieses ansonsten eher auf knallharte Action setzenden Meisterwerks!

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GUY PEARCE © Koch Media

Die DVD von Koch Media enthält neben dem 111-minütigen Film noch einen Audiokommentar von John Hillcoat und Matt Bondurant, ohne deutsche Untertitel, entfallene Szenen (7:39 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Die wahre Geschichte über den Bestseller „The wettest country in the world“ (20:41 min), Behind-the Scenes – Bericht über die Drehorte (5:57 min), Die Geschichte der Bondurant-Familie (12:14 min), den deutscher Trailer (2:20 min) und den US-Trailer (2:20 min)

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