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80 Jahre Marvel

Das Jubiläum “80 Jahre Marvel Comics“ feiert Panini mit einer ganz besonderen Buchreihe. Monatlich erscheinen Hardcover-Bände, die sich jeweils auf über 200 Seiten mit den Schwerpunkten beschäftigen, die die einzelnen Jahrzehnte dominieren.

80 Jahre Marvel

Zwar erschien bereits im Oktober 1939 das Heft Marvel Comics # 1, mit dem alles begann, doch der erste Panini-Band widmet sich den 40er-Jahren und das Vorwort kann auch gute Gründe dafür benennen. Die bereits ab Ausgabe zwei in Marvel Mystery Comics umbenannte Serie präsentierte mit The Human Torch alias Die Fackel und Prinz Namor zwei Charaktere, die noch heute im Marvel-Universum aktiv sind.

80 Jahre Marvel

Sie agierten jedoch zunächst jeweils in separaten Geschichten und erst im Juni 1940 in Marvel Mystery Comics # 8 geschah etwas, was fortan zur Spezialität des Verlags wurde. Der Sub-Mariner will seinen Hass auf die Menschheit ausleben und die Fackel versucht ihn bei seinem Zerstörungstrip durch New York zu bremsen.

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Das Aufeinandertreffen zweier zunächst in verschiedenen Serien eingeführter Charaktere wurde immer wieder gerne bei Marvel praktiziert und zelebriert. Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass sich die Abenteuer der Helden nicht wie bei DC in fiktiven Städten wie Metropolis oder Gotham City abspielten, sondern zumeist im realistisch dargestellten New York.

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Captain America ist ein Marvel-Held, der ebenfalls in den frühen 40er-Jahren debütierte, doch nachdem der Zweite Weltkrieg gewonnen war und er keine Nazis bekämpfen konnte, wurde er 1949 erst einmal in den Ruhestand geschickt. 1953 kam es zu einer kurzen Wiederbelebung und Captain America tritt jetzt im Kalten Krieg gegen die “rote Gefahr“ an.

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Der Versuch aus der in den USA herrschenden Angst vor dem Kommunismus und der Sowjetunion erzählerisches Kapital zu schlagen dauerte nur ein Jahr. Captain America wurde “auf Eis“ gelegt und in den 60er-Jahren spektakulär wieder aufgetaut. Doch auch die ab 1953 zunächst in der Reihe Young Men veröffentlichten Kurzgeschichten haben ihren ganz speziellen Reiz, zumal sie knackig erzählt und recht ansprechend vom späteren Spider-Man-Zeichner John Romita Sr. gezeichnet wurden.

80 Jahre Marvel

Der zweite Band der Reihe „80 Jahre Marvel enthält alle diese Geschichten und als Bonus mit Captain America: Theater of War – America First noch einen thematisch passenden Comic von 2008, der sich mit der McCarthy-Ära beschäftig. Zwar heißt die Figur, die sich Zeichner und Autor Howard Chaykin als Gegenspieler für Captain America ausgedacht hat, Joseph R. McMurphy, doch es wird sofort klar, wer gemeint ist.

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Der dritte Band widmet sich den 60er Jahren und trägt den passenden Titel “Aufbruch in eine neue Zeit“. Naheliegend wäre es gewesen, hier zu präsentieren, wie es nach der Veröffentlichung von Fantastic Four # 1 im November 1961 Schlag auf Schlag weiterging mit Tales to Astonish # 27 (Januar 1962, erster Auftritt von Ant-Man), The Incredible Hulk # 1 (Juni 1962), Amazing Fantasy # 15 (August 1962, Spider-Man), Tales of Suspense # 39 (März 1963, Iron Man), X-Men # 1 (September 1963), The Avengers # 1 (September 1963), Daredevil # 1 (April 1964) usw.. Wer diese Comic-Hefte alle lesen möchte, dem sei der Band Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic I: Marvel Origins – Die Sechzigerjahre empfohlen.

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“80 Jahre Marvel – Aufbruch in eine neue Zeit“ geht jedoch einen anderen Weg und präsentiert in zahlreichen Geschichten von unterschiedlicher Länge wie Spider-Man in diversen Heftreihen der 60er-Jahre seine Marvel-Kollegen besucht und Abenteuer mit ihnen erlebt. Das Resultat hätte auch den Untertitel “Net-Swinging Sixties“ tragen können und ist ein unterhaltsamer Exkurs, durch das damalige Marvel-Universum.

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Der vierte den 70er Jahren gewidmete Band kommt fast ganz ohne Superhelden aus und beschäftigt sich unter dem Motto “Die Monster kommen“ mit den Horror-Comics aus dem Hause Marvel. Enthalten sind natürlich die beiden ersten Hefte der recht erfolgreichen Serien um die klassische Horror-Mythen Tomb of Dracula (70 Ausgaben) und The Monster of Dracula (18 Ausgaben).

80 Jahre Marvel

Auch von der Serie Werewolf by Night hat der eine oder andere Marvel-Freund schon einmal etwas gehört und vom Ghost Rider oder Blade sowieso. Eine gute und teilweise ähnlich zusammengestellte Übersicht zum “Marvel Horror“ bietet übrigens Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic XXI.

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Der vierte Band der Reihe “80 Jahre Marvel“ kann jedoch auch noch punkten durch den kompletten den Abdruck der ersten (und einzigen Ausgabe) des schwarzweißen Magazins The Legion of Monsters. Hiermit wurde 1971 versucht das Erbe der EC-Comics anzutreten und zugleich den Warren Comics Konkurrenz zu machen. Dies schlägt sich auch in den redaktionellen Seiten nieder, die in dem Band komplett und auf Deutsch übersetzt zum Abdruck kommen. Genau wie in Famous Monsters of Filmland wurden “neue“ Horror-Filme wie Der weiße Hai oder Frankenstein Junior besprochen.

80 Jahre Marvel

Enthalten ist aber auch eine von Dick Giordano gezeichnete Adaption von Bram Stokers Dracula. Noch bemerkenswerter ist die Geschichte The Flies, die recht geschickt die Atmosphäre von Tod Brownings Filmklassiker Freaks von 1932 einfängt. Die Hauptfigur Chuckles hat große Ähnlich mit dem als Schlitzie the Pinhead bekannten Darsteller aus Freaks.

80 Jahre Marvel

Abgerundet werden die Bücher noch durch Skizzen und informative Vorworte. Sehr unterhaltsam wird hier vermittelt wie und was in den jeweiligen Jahrzehnten bei Marvel erzählt wurde.

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Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 3

Als Netflix damit begonnen hatte Serien auf der Grundlage von Marvel-Comics zu produzieren, da wirkte eine eher konventionell gestrickte Serie wie Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. etwas altbacken neben den coolen im heutigen New York angesiedelten Geschichten von Daredevil oder Jessica Jones. Doch nachdem der erste Hype verflogen war und neue Marvel-Serien auf Netflix wie Iron Fist oder Punisher eher enttäuschend ausfielen, kann Agents mit seinem großen Ensemble aus zehn gleichberechtigten Hauptfiguren und den solide erzählten Stories durchaus punkten.

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 3

Doch auch in der dritten Staffel fehlen weiterhin Gastauftritte von prominenten Marvel-Superhelden, erst in Season 4 wird Gabiel Luna als Ghost Rider dabei sein. Einmal mehr wird erzählt, wie sich das Team um Agent Phil Coulson (Gregg Clark) neu formieren muss. Seine Partnerin Melinda May (Ming-Na Wen) alias “Die Kavallerie“ droht ins Privatleben abzutauchen und die Wissenschaftlerin Jemma Simmonds (Elizabeth Henstridge) wurde gar durch ein temporäres Portal auf einen fernen Planeten transportiert.

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 3

Eine große Überraschung in der dritten Staffel ist die fünfte Episode 4.722 Stunden, die in blaustichigen Bildern eine Art Robinson-Crusoe-Geschichte erzählt und sich ganz auf Jemma Simmonds Erlebnisse auf einem nahezu unbewohnbaren Wüstenplaneten konzentriert. Die anfangs nur aus Monologen bestehende Geschichte, die schließlich zum Kammerspiel wird, ist ganz großes Fernseh-Kino, das nicht nur im Superhelden-Genre herausragt.

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Auch innerhalb der restlichen Episoden überzeugen ganz besonders die Szenen mit Elizabeth Henstridge, die erzählen, wie diese als Jemma Simmonds ihrem Jugendfreund Leo Fitz (Iain De Caestecker) langsam immer näherkommt. Doch auch wer es etwas deftiger mag wird mit einem Dauerfeuerwerk aus Spezialeffekten und Action bestens bedient.

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 3
© 2018 Marvel & ABC Studios

Die Blu-ray-Box von Touchstone enthält auf 5 Scheiben alle 22 Episoden der dritten Staffel, der deutsche Ton ist in 5.1 und die englische Tonspur nur in 2.0. Es gibt wieder einige recht witzige verpatzte Szenen (4:31 min) sowie 8 zusätzlichen oder verlängerten Szenen (9:19 min)

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