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Justice League Dark: Apokolips War

Der Traum vom DC Extended Universe ist ausgeträumt. Schuld daran ist weniger Zack Snyder, der mit seinen Kinofilmen Man of Steel und Batman v Superman: Dawn of Justice bewies, dass er nicht verstanden hat, was seit 1938 die Leser am den DC– Comics faszinierte. Viel schlimmer war, dass es Warner zuließ, dass sich die Superhelden in Snyders Filmen so weit von ihren Comic-Wurzeln entfernen durften. Danach konnte der etwas werkgetreuere Kinofilm Justice League auch nicht mehr viel retten.

Justice League Dark: Apokolips War

Andererseits hat Warner im Bereich der Animation Fanboys wie Bruce Timm oder Paul Dini große Freiheiten gelassen. Dies resultierte darin, dass aus der bemerkenswerten TV-Reihe Batman: The Animated Series die direkt für den Heimkinomarkt konzipierten DC Universe Animated Original Movies hervorgingen, innerhalb derer seit 2007 mit viel Respekt vor den Comic-Vorlagen mittlerweile fast 40 Zeichentrickfilme entstanden sind.

Justice League Dark: Apokolips War

Manche davon standen auf eigenen Beinen und basierten, wie jüngst Batman: Gotham by Gaslight oder Superman: Red Son, auf herausragenden in sich abgeschlossenen Comic-Miniserien. Andere Filme bauen aufeinander auf und bilden eine durchgehende Storyline, die sich als DC Animated Movie Universe zur “Serie innerhalb der Serie“ formiert. Hierzu gehört auch der abschließende Film Justice League Dark: Apokolips War, der zeigt wie ein DC-Gegenstück zum großen Marvel-Finale Avengers: Endgame hätte aussehen können.

Justice League Dark: Apokolips War

Als Schurke formiert hierbei mit Darkseid ein Gegenstück zum Marvel-Superschuken Thanos (der mit dem Handschuh), der amüsanterweise 1970 von Jack Kirby für DC geschaffen wurde. Kirby entwarf zuvor gemeinsam mit Stan Lee jene Comicfiguren,  auf denen das Marvel Cinematic Universe basiert.

Justice League Dark: Apokolips War

Darkseid ist die treibende bzw. alles zerstörende Kraft in Justice League Dark: Apokolips War. Bereits nach wenigen Minuten des Films hat er nicht nur die Justice League besiegt, sondern die komplette Erde in Schutt und Asche zerlegt. Die Zukunft der Menschheit ruht ausgerechnet auf den Schultern eines Mannes, dessen Trinkfestigkeit weniger umstritten ist, als seine magischen Fähigkeiten. Bereits im Animationsfilm Justice League Dark kämpfte der Dämonenjäger John Constantine an der Seite von Batman, Superman und Wonder Woman.

Justice League Dark: Apokolips War

Gegen Darkseid hingegen treten im Apokolips War nahezu alle Helden des DC-Universums an, was in teilweise ganz schön blutigen Kämpfen resultiert. Für etwas Humor sorgen dabei Charaktere wie Harley Quinn, Captain Boomerang oder King Shark, der nur einen Satz („King Shark is a shark!“) spricht und somit zum Gegenstück von Groot aus Marvels Guardians of the Galaxy wird.

Justice League Dark: Apokolips War

Fürs Herz gibt es am Rande des Schlachtgelds noch die Fortführung der in Justice League vs. Teen Titans begonnenen Liebesgeschichte zwischen Batmans Sohn Damian Wayne und der Dämonen-Tochter Raven . Mit diesem großartig erzählten Epos endet das DC Animated Movie Universe, doch weitere Zeichentrickfilme wie Superman: Man of Tomorrow werden folgen.

Justice League Dark: Apokolips War
Adam Strange

Das Bonusmaterial der Blu-ray enthält einen neuen knapp 20-minütigen Animationsfilm der Reihe DC Showcase. Im Zentrum steht diesmal der Science-Fiction-Haudegen Adam Strange, der auf einem unwirtlichen Planeten gestrandet ist. Dort erlebt er ein Abenteuer, dessen Atmosphäre an James Camerons Aliens und dessen Monster an Paul Verhoevens Starship Troopers erinnert.

Justice League Dark: Apokolips War

So wie es aussieht, wird „Justice League Dark: Apokolips War“ nicht bei uns erscheinen. In Großbritannien ist der Film ohne deutsche Tonspur auf Blu-ray und DVD erschienen, wahlweise auch mit einer exklusiven Raven-Figur. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 90-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar der Crew) die Dokumentation “Darkseid: New God, Classic Evil“ (6:05 min); Drei thematisch passende Cartoons: “Justice League Action: Zombie King“, Justice League Action: Abate and Smith“ und “Teen Titans: Nevermore“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: „Superman. Man of Tomorrow“ (8:35 min). Hinzu kommt noch der Kurzfilm „Adam Strange“ aus der Reihe DC Showcase (16:05 min).

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Guardians of the Galaxy

Es ist immer noch unbegreiflich, was da 2014 passierte. Das Marvel Cinematic Universe wuchs und gedieh, doch als zehnter Beitrag zur Reihe wurde ein Film ganz ohne Captain America, Thor oder Iron Man gedreht und das auch noch von einem Regisseur ohne Blockbuster-Erfahrung.

Guardians of the Galaxy

Der erfolgreiche Drehbuch-Autor James Gunn hatte vier Jahre zuvor mit dem von ihm inszenierten, lustig gemeinten Superhelden-Film Super trotz Superstars wie Ellen Page (Inception), Liv Tyler (Der Herr der Ringe) oder Kevin Bacon (X-Men – Erste Entscheidung) einen grandiosen Flop hingelegt, der nur 600.000 Dollar einspielte.

Guardians of the Galaxy

Doch anscheinend zündet Gunns schräger Humor sehr viel besser, wenn ihm ein 200-Millionen-Dollar-Budget zur Verfügung steht. Guardians of the Galaxy basiert auf einem kaum bekannten Marvel-Comic und dem Film gelang nicht nur eine spannende Geschichte mit Science-Fiction-Background zu erzählen und sich zugleich über das Genre lustig zu machen. Die großartige Besetzung der Guardians trug auch erheblich zum Gelingen bei.

Guardians of the Galaxy

Chris Pratt ist zugleich arrogant und verletzlich als Peter Quill alias Star-Lord. Genau wie in Avatar ist Zoe Saldana zwar unter Alien-Outfit verborgen, aber dennoch ein glaubhaft taffes Individuum voller Geheimnisse. Dave Bautista bringt seinen nicht unbeträchtlichen Wrestler-Charme in die Rolle von Drax the Destoyer ein. Die am Computer erzeugten Team-Mitglieder Rocket und Groot wurde auch durch die Stimmen von Bradley Cooper und Vin Diesel zum Leben erweckt. Hinzu kommen noch Charaktermimen wie Glenn Close oder John C. Reilly, sowie der mächtig aufdrehende Michael Rooker.

Guardians of the Galaxy

Was zunächst wie ein schriller Weltraum-Trip ohne Bezug zum sonstigen Marvel Cinematic Universe wirkte, stellte dennoch die Weichen zur Geschichte um Thanos (der hier bereits von Josh Brolin gesprochen wurde) und die sechs Infinity-Steine, die in Avengers: Endgame ein sensationelles Finale fand.

Guardians of the Galaxy

Im Nachspann lässt James Gunn noch kurz den Marvel-Chaoten Howard the Duck auftreten und vielleicht bekommt dieser – nachdem Gunns Guardians of the Galaxy  Vol. 2 nicht minder erfolgreich war,  ja auch noch seinen großen ebenso gelungenen Solo-Film.

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Das komplette Marvel-Universum

Durch die sich immer weiter verästelnden Filme des Marvel Cinematic Universe könnte langsam der Eindruck entstehen, die einst von Stan Lee und Jack Kirby ins Leben gerufene Welt voller Superhelden könnte tatsächlich existieren. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ein “Reiseführer durch alle Welten, Dimensionen und Galaxien“.

Das komplette Marvel-Universum

Hier nun also ein reich und farbig bebildertes Buch, das den Leser u. a. in ein ihm nur bedingt bekannt verkommenes New York entführt. Dort sind der Stark Tower und das Baxter Building, die Kommandozentralen von Iron Man und den Fantastic Four, die Hauptattraktionen. Doch auch Doctor Dooms Schurkenstaat Latveria wird als Reiseziel empfohlen.

Das komplette Marvel-Universum

Die irdischen Locations sind jedoch nur ein sehr kleiner Teil des Buchs, das auch über “Alternative Universen“ wie die 10 Welten von Asgard informiert, allerdings dem Leser verschweigt wie er in die nordische Myrhen-Welt von Thor gelangt. Einen großen Unterhaltungswert hat das Buch auch durch die launigen Kommentare der Guardians of the Galaxy, wobei sich die Textbeiträge von einem Mitglied dieser bunten Truppe, naturgemäß auf “Ich bin Groot“ beschränken.

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Guardians of the Galaxy Vol. 2

Bei Guardians of the Galaxy fremdelte ich zunächst ein wenig mit dem Konzept, wenn es denn überhaupt eins ist. Ist ein Weltraum-Abenteuer mit einem Waschbären, einen immer den selben Satz sagenden Baum, sowie Hits aus den 70er Jahren wirklich kultig?  Ein Film der knapp 800 Millionen Dollar einspielt, ist schon kein Kult mehr, sondern der erste Teil eines Franchise und zudem noch ein wichtiger Beitrag zum Marvel Cinematic Universe .

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Daher folgt drei Jahre später die Fortsetzung. Da jetzt von Anfang an klar ist, was ungefähr auf der Leinwand abgehen wird, herrscht anstelle von Verwunderung Wiedersehensfreude. Die Mischung aus Humor, Action, Musik und ziemlich menschlichen Aliens zündet diesmal sogar noch stärker als Anno 2014.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Die Gurkentruppe um den sich gerne Star-Lord nennenden Peter Quill (Chris Pratt) ist zu einer Art Ersatzfamilie zusammen gewachsen. Thematisch passend hat sich der humanoide Baum zu Baby Groot zurückentwickelt, die grünhäutige Gamora (Zoe Saldana) hat Stress mit ihrer Adoptiv-Schwester Nebula (Karen Gillan).

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Quill muss sich gleich mit zwei Vätern herumärgern. Zum einen ist da der blauhäutige Banden-Chef Yondu Udonta (Michael Rooker), der ihn großzog und dann gibt es noch seinen leiblichen Vater. Dieser fast schon allmächtigen galaktische Patriarchen trägt den schönen Namen Ego und Snake Plissken Kurt Russell verleiht der Rolle durch seine Präsenz und seine beeindruckende Filmografie das nötige Gewicht.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Gleichzeitig müssen aber auch immer wieder Rettungsaktionen von galaktischen Ausmaß durchgeführt werden. Dies ist ein guter Vorwand für stylische – und wahrscheinlich sogar unvergessliche! –  Szenen, in denen die 3D-Techik von heute eine interessante Symbiose mit der Musik von gestern eingeht.

Guardians of the Galaxy Vol. 2
© 2016 Marvel

Die Blu-ray von Disney enthält den 135-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar vom Regisseuren James Gunn (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommen ein umfangreiches Making Of (37:39 min), Guardians Inferno Music Video mit David Hasselhoff (3:35 min), Gag Reel (3:41 min) und vier deleted Scenes (insgesamt 5:04 min)

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