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Hammer House of Mystery and Suspense

Drei Jahre nach der Serie Hammer House of Horror (Gefierschocker) entstand 1984 als Fortsetzung  Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung). Diesmal arbeiteten die britischen Hammer Film Productions mit 20th Century Fox zusammen, was dazu führte, dass viele US-Darsteller wie David Carradine, Peter Graves oder Shirley Knight als Gaststars auftraten. Die Episoden waren jetzt kleine Spielfilme mit einer Länge von 70 Minuten.

Hammer House of Mystery and Suspense

Es ging zwar deutlich weniger blutig zu als in Hammer House of Horror, doch auch hier gab es einige wirklich gute Episoden. Ein Höhepunkt der Serie ist Mark of the Devil (Gebrandmarkt). Erzählt wird vom kleinen Gangster Frank (Dirk Benedict aus Kampfstern Galactica und The A-Team), der einen Hehler (Burt Kwouk aus Inspector Clouseau) umgebracht hat, der eine Tätowierladen betreibt. Plötzlich hat Frank ein Tattoo auf seiner Brust, das ständig größer wird…

Nicht schlecht ist auch David McCallum als besessener Sicherheitsexperte in The Corvini Inheritance (Das Erbe der Corvini), die Episode Black Carrion (Das Geheimnis von Briars Court) über ein in den 60er-Jahren verschollenes Pop-Duo, sowie die Satanisten-Geschichte And The Walls Came Tumbling Down (Die Satansvision) mit Jason King Peter Wyngarde.

Ein absolutes Highlight ist die an eine Episode aus The Twilight Zone erinnernde Geschichte Child’s Play (Ein Kinderspiel), die erzählt wie eine Familie ihr Eigenheim plötzlich nicht mehr verlassen kann, da es von einer undurchdringlichen Stahlwand umgeben ist. Regie führte hier (sowie bei Mark of the Devil und In Possession) Val Guest, der für Hammer die legendären Quartermass-Filme drehte.

Hammer House of Horror

Bei uns liegen die 13 Episoden der Serie bei Pidax auf DVD vor. Die Bildqualität ist mittelprächtig. Zu „Czech Mate“ sowie zu „Last Video And Testament“ fehlen die deutschen Tonspuren, obwohl beide Folgen 1989 von SAT.1 als „Schach der Dame“ und „Die elektronische Falle“ ausgestrahlt wurden. Es wäre schön, wenn die Serie eines Tages, genau wie „Hammer House of Horror“,  gut restauriert auf Blu-ray als Mediabook erscheinen würde.

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Hammer House of Horror

Fünf Jahre nachdem 1975 mit Die Braut des Satans der letzte Gruselthriller der legendären englischen Hammer Film Productions (Frankensteins Fluch, Dracula mit Christopher Lee) in die Kinos kam, setzte die Traditionsfirma ihre Horror-Tätigkeiten im Fernsehen fort. Rund um ein ehemaliges Mädcheninternat in Buckinghamshire, das der Produktion als Standort diente (und immer im Vorspann zu sehen war), entstanden 13 Episoden der Serie Hammer House of Horror.

Hammer House of Horror

Im Gegensatz zu den besten Hammer-Filmen waren die Geschichten zwar immer in der Gegenwart angesiedelt, doch es wurde trotzdem ein breites Spektrum des Unheimlichen abgedeckt. So gab es Werwölfe, Hexen, Kannibalen, Untote, Besessenheit, Afrikanischen Fetischhokuspokus, Schwarze Messen, Spukhäuser und viele weitere geschickt variierte traditionelle Horror-Elemente.

Hammer House of Horror

Diese Versatzstücke wurden manchmal in Form von etwas breitgetretenen Kurzgeschichten, aber meist als richtige kleine unheimliche Spielfilme umgesetzt.

Hammer House of Horror

Unter den Episoden gibt es jedoch zwei absolute Highlights, die zum Besten gehören, was Hammer je produziert hat. Beide stammen von Alan Gibson, der die letzten beiden Dracula-Filme mit Christopher Lee inszenierte. In The Silent Scream (Das Experiment des Mr. Blueck) liefert sich die Hammer-Legende Peter Cushing als mysteriöser Besitzer einer Tierhandlung ein Duell mit einem von Brian Cox (Das etruskische Lächeln) verkörperten gerade entlassenen Häftling.

Hammer House of Horror

Ganz schön gruselig ist auch die Episode The Two Faces of Evil (Die zwei Gesichter des Bösen), in eine Familie einen seltsamen Anhalter mitnimmt. Es kommt zu einem Autounfall und der Vater ist danach nicht mehr derselbe. Martin Lewis ist in dieser Rolle nicht minder gruselig als andere Hammer-Monster.

Hammer House of Horror

Nicht ohne ist auch die Geschichte mit der Voodoo-Puppe Charlie Boy. Unter den Darstellern befindet sich neben Patricia Quinn (Magenta aus der Rocky Horror Picture Show), Denholm Elliott (Indiana Jones) oder Lucy Gutteridge („Waltraud, die sich im Wald traut“ aus Top Secret!) auch 007 Pierce Brosnan in einer sehr kleinen Opferrolle.

Hammer House of Horror

In Deutschland lief die Serie 1989 unter dem Titel Gefrier-Schocker auf SAT.1 und wurde recht anständig synchronisiert. Gelegentlich fehlten allerdings kurze besonders gorige oder auch schwarzhumorige Momente, die dank einer schön gestalteter Box von Koch Media auf DVD nachgereicht wurden.

Hammer House of Horror

Noch schöner ist jedoch das Mediabook Edition von Wicked Vision. Auf drei Blu-rays gibt es die 13 Episoden in einer erstaunlich guten Bildqualität zu bestaunen. Die Episode Rude Awakening (Alptraum ohne Erwachen) ist als Bonus sogar im Format 16 : 9 dabei und hinzu kommt noch die 156-minütige Doku Flesh & Blood – The Hammer Heritage of Horror!

Hammer House of Horror

Drei Jahre später entstand als Fortsetzung die Serie Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung), die bei uns bei Pidax auf DVD vorliegt.

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The Hammer Chronicles

Schon die Tatsache, dass auch bei diversen deutschen DVD-Anbietern immer wieder Editionen mit Filmen der englischen Traditionsfirma erscheinen, belegt die dauerhafte Popularität der Horror-Schmiede Hammer Film Productions. Was jedoch schmerzlich fehlte war eine literarische Aufbereitung des filmischen Schaffens der Firma Hammer. Bisher war der Interessent auf englischsprachige Veröffentlichungen oder verstreute einzelne Fachpresse-Artikel angewiesen.

The Hammer Chronicles

The Hammer Chronickles von Peter Osteried (Die Filme des Ray Harryhausen) schließt diese Lücke. Das Buch überzeugt nicht nur als Sachbuch sondern auch als Nachschlagewerk und ist zudem auch noch exquisit bebildert. Den Schwerpunkt bilden natürlich die meist mit Peter Cushing oder/und Christopher Lee realisierten Horrorfilme des Studios wie Frankensteins Fluch, Dracula oder auch Die brennenden Augen von Schloss Bartimore.

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Christopher Lee als Frankensteins Monster

Doch auch die weiteren Werke der bereits seit 1935 tätigen Filmfirma werden gewürdigt. So entstanden unter dem Hammer-Siegel auch Kriegsfilme wie The Camp on Blood Island (über die Qualen alliierter Zweite-Weltkriegs-Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft) oder eher alberne oft auf TV-Serien basierende Komödien wie Ein Begräbnis erster Klasse (über konkurrierende Bestattungsunternehmer).

Dracula mit Christopher Lee
Die Gliederung des mit vier verschiedenen Titelbilder-Varianten veröffentlichten Buches mag auf den ersten Blick etwas chaotisch anmuten, ist aber durchaus schlüssig. Nach einem leidenschaftlichen Vorwort von Uwe Raum-Deinzer folgt eine Frühgeschichte des Hauses Hammer. Anschließend werden wichtige Personen wie die Produzenten Anthony Hinds und Michael Carreras, der Regisseur Terence Fisher oder der ewige Nebendarsteller Michael Ripper vorgestellt.

Danach folgt der Kernteil des Buches. Mit viel Sachverstand und einer allzeit spürbaren Nähe zum Thema bietet Peter Osterried eine chronologische Darstellung von Schwerpunktthemen wie Science-Fiction, Frankenstein, Dracula, Mumien, Thriller oder Satanisten. Den Abschluss bildet eine Übersicht zu TV-Serien wie Hammer House of Horror, zu nicht realisierten Projekten (wie Zeppelin vs. Pterodactyls oder der Trickfilmserie Hammer Horror Zone) sowie eine Filmografie, ein Register und eine tabellarische Darstellung aller DVD-Veröffentlichungen aus USA, England und Deutschland. Eine umfassendere Abhandlung zu Hammer ist kaum denkbar und weltweit auch nicht vorhanden.

The Hammer Chronicles

In nahezu identischer Aufmachung erschienen anschließend Peter Osterieds Amicus Chronicles.

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